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Spaß
Transkript
00:00Los! Los! Und jetzt hervorkommen!
00:02Wunderbar! Geh! Weiter, weiter! Laufen! Los, los!
00:06Gut, gut! Und weiter! Etwas schneller, schneller!
00:09Und jetzt auf den Steg! Schneller, schneller, Kathi!
00:12Gut! Sehr gut! Wackel mit der Lederhose! Los!
00:15Hin und her! Ja, das ist gut! Weiter! Wunderbar!
00:21Irgendwas passiert?
00:23Oh Gott!
00:26Morgen!
00:27Boing!
00:30Was ist los?
00:31Nix!
00:34Mir graust halt vor der Woche.
00:36Der Hansen ist im Urlaub, der Hartl auf Vorbildung und ihr Bruder ist in Passau.
00:42Und ich kann mich wieder mit irgendeinem Neuen umeinander ärgern.
00:45Aha! Wissen Sie schon wer?
00:48Nein, der Herr Achtzig hat diesbezüglich noch nichts verlauten lassen.
00:51Also seien Sie mir nicht besser, aber im Augenblick weiß ich wirklich nicht, was ich essen sollte.
00:59Herr Reim?
01:00Guten Morgen, Herr Achtziger, die Post.
01:02Guten Morgen, Frau Stockl.
01:04Ist was Interessantes dabei?
01:06Na, nur das Übliche, aber es gab ja der Laich.
01:08Ah ja, wo?
01:09Äh, beim Naturbad Leopoldi, der Moor ist schon unterwegs.
01:11Und der Herr Stadler?
01:12Der Herr Stadler ist noch nicht da, aber der wird nicht sonderlich erfreut sein.
01:16Warum?
01:17Na ja, die ganze letzte Woche ist er mir in den Ohren gelegen, von wegen, dass er sich auf einen
01:20Neuen einstellen muss.
01:21Dabei hat er doch immer noch einen Michi.
01:23Den hat er ja sowieso.
01:25Dabei hätte er sich gar nicht so einen Kopf zu machen haben.
01:28Ich habe mir dann nämlich was einfallen lassen.
01:30Aha, und wie heißt der Neue?
01:33Warten Sie es ab.
01:48Morgen.
01:49Herr Stadler, guten Morgen.
01:51Äh, Frau Stockl, frage ich.
01:53Die Butterbrätsel, wäre die noch frei?
01:56Bitte.
01:57Äh, Sie sollen übrigens zum Achtziger kommen.
02:01Warum?
02:02Wahrscheinlich kriegen Sie jetzt Ihre Verstärkung.
02:06Ich habe es gewusst.
02:08Wissen Sie schon wen?
02:09Nein, das hat er nicht rausgelassen.
02:11Und es gab er der Laich, Naturbad Leopoldi, der Moor ist schon unterwegs.
02:16Ja, gut, dann schau ich jetzt mal zum Achtziger.
02:20Guten Morgen.
02:20Guten Morgen.
02:21Grüß Sie.
02:24Morgen, Herr Achtziger.
02:25Äh, Sie wollten mich sprechen?
02:28Ja, richtig.
02:29Guten Morgen, Herr Stadler.
02:31Wissen Sie, wo das Naturbad Leopoldi ist?
02:35Nein.
02:35Dann kommen wir es doch gleich mit.
02:37Mit?
02:37Wieso?
02:38Mit?
02:39Ja, Herr Stadler, mir ist zu Ohren gekommen, wie unglücklich Sie sind, dass Sie sich an
02:43eine Neuen gewöhnen müssen.
02:44Und da freut es sich sicher zu hören, dass es einen Neuen in dem Sinn gar nicht geben wird.
02:52Sie?
02:53Ja.
02:54Ja, das war jetzt nicht so gemeint, Herr Achtziger.
02:57Also, das ein bisschen umeinander gerandelt von mir, das dürfen Sie nicht unbedingt auf den
03:01Kopf an.
03:02Ja, ich weiß, ich weiß.
03:04Aber, wissen Sie, ich tue da auch für mich mal was Gutes.
03:07Komme ich endlich raus aus der Enge meines Büroalltags?
03:10Ja, aber unterschätzen Sie das Ermitteln nicht.
03:12Das kann gewaltig in die Knochen gehen.
03:13Umso besser.
03:14Ist das gut für meine Kondition?
03:16Ja, mit der Routine wird es auch nicht mehr so weit her sein.
03:19Das ist wie Fahrradfahren.
03:20Verlernt man nie.
03:22Ja, gut, wenn Sie meinen, äh, bin gleich wieder da.
03:27Ja, und beeilen Sie sich.
03:29Ich warte in meinem Wangen auf Sie.
03:37Fertigott.
03:38Frau Stockel, haben Sie dem Achtziger diesen Floh ins Ohr gesetzt?
03:41Einen Floh?
03:43Der möchte mir mehr ermitteln.
03:44Ah, das hat er damit gewarnt.
03:47Das hat mir gerade noch gefehlt.
03:49Also, Entschuldigung, Herr Stadler,
03:50die ganze letzte Woche sind Sie mir in den Ohren gelegen
03:52und haben rumgejammert, dass Sie sich auf einen neuen einstellen müssen.
03:55Mein Gott, das habe ich am Achtziger erzählt.
03:58Und die ganze kommende Woche
04:00liege ich Ihnen in den Ohren,
04:01weil ich jetzt mit der Schäfetaschen ermitteln darf.
04:03Darauf können Sie das Gift nehmen.
04:04Trotzdem danke.
04:07Guten Morgen.
04:18Was macht denn Herr Achtziger da?
04:25Ihnen auch einen wunderschönen guten Morgen, Herr Mauer.
04:27Guten Morgen, Herr Stadler.
04:29Ja.
04:30Ermitteln.
04:31Ermitteln?
04:33Aber du hast nicht den ganzen Fall.
04:36Gott bewahre ich.
04:38Morgen, Herr Mauer.
04:39Morgen, Herr Achtziger.
04:41Seltener Anblick.
04:42Ja, die Frau Dr. Eckstein.
04:44Die Frau Dr. Eckstein.
04:45Die Frau Dr. Eckstein hat gestern einen Vortrag gehalten in München
04:48und ist erst heute Morgen losgefahren.
04:50Und jetzt ist es im Stau.
04:51Passiert das öfter?
04:53Was?
04:53Nicht, dass Frau Dr. Eckstein nicht am Tat hat.
04:56Ja, also nein, eigentlich nicht.
04:59Nein.
05:00Gut, ja, dann klären Sie uns doch mal auf, Herr Mauer.
05:02Leiche, männlich, Xaver, Kurlucka, 27 Jahre alt.
05:07Erschossen haben Sie mit einer Schrottflinte.
05:08Flinte haben wir noch nicht gefunden.
05:11Todeszeitpunkt exakt 21.14 Uhr.
05:14So genau.
05:15Ohne Frau Dr. Eckstein.
05:16Nein, die Antwort ist stehen geblieben.
05:18Schauen Sie, Schrottkugel, ping.
05:21Verstehe.
05:22Wer hat denn den Toten gefunden?
05:24Gefunden hat ihn in der Fotografie drüben.
05:26Das ist der Herr Bankhofer.
05:28Weil der ist quasi bei seinem Fotoshooting
05:30so über ihn drinnen geflogen.
05:32Ja, und weiß man schon, von wo aus geschossen worden ist?
05:35Ja.
05:36Ja, also exakt an dieser Stelle
05:40hat die Spuse diese Patronenhülse gefunden.
05:43Also werden Sie wohl hier erschossen.
05:45Na gut, das gibt jetzt auch keinen Aufschluss.
05:47Inwiefern?
05:48Außer so einer kurzen Distanz
05:50trifft selbst ein Blinder mit Krückstock.
05:52Ja, treffsichere Analyse, Herr Stadler.
05:56Bankweberhofer.
05:57Bankhofer, danke.
05:59Herr Bankhofer, es kann ja weiter werden.
06:01Es wird alles gut.
06:02Noch etwas.
06:03Eine SMS hat er bekommen auf sein Handy hinauf.
06:08So, gestern Nachmittag.
06:10Treffen Sie mich alleine.
06:1321 Uhr im Naturpatt Leopoldi.
06:15Es geht um einen heiklen Fall.
06:19Zahl ich gut.
06:20Ja, Absender.
06:22War unterdrückt, KTU.
06:24Da wird von einem Fall gesprochen.
06:27War der Herr Kolucker vielleicht Anwalt oder Detektiv oder sowas?
06:30Das war ein Surflehrer.
06:32Der hat gearbeitet für die Tauschschule Surf und Teuf.
06:47Na, Herr Stadler, ist das nicht herrlich, an so einem Ort arbeiten zu dürfen?
06:54Na ja, geht schon.
07:07Herr Stadler, Kripo Rosenheim.
07:11Und das ist mein 80er auch, Kripo Rosenheim.
07:14Und Sie sein?
07:15Alois, Maringer, der Besitzer.
07:18Hat ein gewisser Herr Korluka bei ihm gearbeitet.
07:23Ist was mit ihm?
07:25Ja, er wurde ermordet.
07:27Was sagen Sie?
07:28Bettina, der Xaver ist tot.
07:31Na, wie ist denn das passiert?
07:33Ja, er ist erschossen worden mit einer Schropflimpe.
07:38Er war in der Surflehrer, richtig?
07:40Und Tauchlehrer.
07:42Wann haben Sie denn den Herrn Kolucker das letzte Mal gesehen?
07:46Gestern um 18 Uhr ist er gegangen.
07:49Ja, wissen Sie vielleicht von irgendeinem Fall, an dem er dran war?
07:55Einen Fall?
07:55Nein.
07:56Hat der Liebensgefährd, den Freund, den Verwandte?
08:00Lara, sei Stiefschwester.
08:02Wo finden wir die?
08:03Die dürfte jetzt in der Arbeit sein.
08:05Sie arbeitet in einem Reisebüro am Ludwigsplatz.
08:09Ludwigsplatz, danke.
08:13Wo waren Sie denn gestern um 21.15 Uhr?
08:16Ja?
08:17Da hatte ich eine Besprechung mit einem unserer Mitarbeiter, Herbert Pichler.
08:21Pichler.
08:22Herbert.
08:25Und Sie?
08:27Ich war im Hotel Adler.
08:30Ich habe auch eine Besprechung gehabt.
08:31Die Namen kann ich Ihnen gerne durchfaxen.
08:34Bitte.
08:34Machen Sie das Dank.
08:36Herr Stadler.
08:38So, bitte.
08:40Wiederschauen.
08:50Wo ist denn ich?
09:03Jetzt sagen Sie es schon.
09:05Was?
09:06Sie drückt doch was.
09:08Also, mit Verlaub, Sie haben die Katze ein bisschen arg früh aus dem Sack gelassen.
09:13Ingefähr.
09:15Weil Sie denen gleich gesagt haben, dass der Kolukka umgebracht worden ist.
09:18Normalerweise verzögert mir das heutzutage ein bisschen.
09:21So.
09:22Sie waren aber auch ein bisschen schnell.
09:24Hä?
09:25Dass Sie denen gleich die Todesart mitgeteilt haben.
09:28Die hätten sich ja diesbezüglich auch verraten können.
09:31So, und jetzt haben wir zwei was vergessen.
09:34Was?
09:35Zu Fragen, wo der Kolukka gewohnt hat.
09:59Die Armheit zu.
10:01Bitte.
10:02Zu.
10:06Ja?
10:07Herr Achtziger, da ist der Moor.
10:09Ich wollte nur melden, wir sind auf einer ganz heißen Spur.
10:12Wir wissen jetzt nämlich, von wo aus diese SMS verschickt worden ist.
10:16Aha.
10:17Und zwar vom Computer von einem gewissen Herrn Josef Allachinger.
10:21Wer ist der Mann?
10:22Das ist einer, der hat zehn Computer.
10:25Und bei dem war gestern der Teufel los.
10:26Und deswegen konnte er sich ja nichts erinnern.
10:28Also, so rein personenmäßig.
10:30Warum hat denn dieser Mann zehn Computer?
10:34Weil er ein Internetcafé betreibt.
10:36Ach so, warum sagen Sie das nicht gleich einmal?
10:38Der redet immer so verzinkt.
10:39Und von dort ist diese SMS verschickt worden?
10:42Dann können wir die Spur vergessen.
10:44Ja?
10:44Herr Moor, wir brauchen noch eine Alibi-Überprüfung.
10:47Und zwar von einer Bettina Baum und einem Alois Maringer.
10:52Der Herr Maringer war mit einem seiner Angestellten, einem gewissen Herbert...
10:56Pichler.
10:57Ja, Herbert Pichler zusammen.
10:59Verstanden.
11:00Noch was, Herr Moor.
11:02Wir bräuchten unbedingt die Adresse des Opfers.
11:06Können Sie uns da zufällig weiterhelfen?
11:09Brennerweg 14.
11:10Na, Herr Staudlein.
11:12Und verzinkt genug?
11:13Danke, Herr Moor.
11:13Wiederhören.
11:27Der Herr Maringer.
11:29Der Herr Maringer.
11:48Was machst du denn?
11:54Servus, Lara.
11:57Weiss Xaver, dass du hier bist?
12:03Der Xaver ist tot.
12:08Ein schönes Haus, in dem der Herr Karl-Lukka gewohnt hat.
12:13Generation Erbschaft, ein normaler Surflehrer kann sich sowas nicht leisten.
12:17Vielleicht wohnt er ja zur Mitte.
12:28Grüß Gott.
12:29Grüß Gott.
12:32Das ist mein Kollege, der Herr Stadler.
12:35Wir sprechen mit...
12:37Lara Karl-Lukka.
12:38Sind Sie die Schwester von Xaver Karl-Lukka?
12:41Stiefschwester, ja.
12:43Dürften wir reinkommen?
12:46Jetzt bin ich die Letzte in unserer Familie.
12:50Wann haben Sie denn Ihren Stiefbruder zuletzt gesehen?
12:54Vor einer Woche circa.
12:55Das Haus hat Ihnen zusammengehört?
12:58Nach dem Tod unserer Eltern haben wir es geerbt.
13:02Sie sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
13:04Also wohnen Sie beide hier?
13:07Ich habe die obere Wohnung und er hier unten.
13:12Hatte Ihr Bruder in letzter Zeit Streit mit irgendjemandem?
13:18Entschuldigung, können wir kurz raus? Ich brauche frische Luft.
13:22Entschuldigung.
13:23Selbstverständlich.
13:26In einer SMS an Ihrem Bruder war von einem heiklen Fall die Rede.
13:33Haben Sie eine Idee, was damit gemeint sein könnte?
13:36Nein.
13:37Wo waren Sie denn gestern um 21.15 Uhr?
13:40Eine Freundin war bei mir zu Besuch. Sie kommt aus Hamburg. Wir waren im Kino. Sie heißt Anke Fahbach.
13:47Oh, Entschuldigung.
13:49Ah, jetzt.
13:52Ja, grüß Gott, Frau Dr. Eckstein.
13:56Ja, wir sind quasi schon auf dem Sprung zu Ihnen.
14:00Das war es dann fürs Erste.
14:01Ja, bis gleich.
14:02Wiederschauen, Frau Kardecke.
14:03Schauen Sie, wenn noch was wäre, bitte anrufen. Wiederschauen.
14:08Wiederschauen.
14:13So, Herr Pichler. Sie können also bestätigen, dass Sie gestern Abend um 21.14 Uhr mit dem Herrn Maringer zusammen
14:20gewesen sind?
14:21Ja. Ah, könnte ich noch ein Glasl was sagen.
14:25Soll trinken Sie aber früh?
14:27Ja, ich vertrag die trockene Luft auch nicht.
14:29Frau Stockel?
14:30Ja?
14:31Kommst du mal her, bitte.
14:34Der Herr Pichler hätte gerne noch ein Glas.
14:36Das ist jetzt schon das Dritte.
14:40Ja, über was habt ihr geredet?
14:43Über meinen Einsatz auf Hawaii.
14:45Ja, ich gebe da für Surf and Drive so zwei Wochen Spezialunterricht.
14:48In Surfen.
14:50Also, Wellenreiten wohl gemerkt, nicht wie in Surfen.
14:52Ja, ist schon klar.
14:54In Hawaii, da gibt es ja diese Monsterwellen.
14:57Ja, richtig.
15:02Ich würde sagen, wir haben es.
15:07Wiederschauen.
15:08Wiederschauen.
15:11Wo sind da die Toiletten?
15:13Sechs, hinaus, links.
15:16Meine Herren, schauen Sie sich den Mann mal bitte genau an.
15:24Bisschen ab, was?
15:25Wie bitte?
15:26Äh, viele Pfunde auf den Rippen.
15:29Ein bisschen blass.
15:30Die Rippe heisig.
15:32Der Mann hat geraucht wie ein Schlot und hat eine Rückgratverkrümmung.
15:35Wenn dieser Mann regelmäßig auf dem Surfbrett gestanden hat, gebe ich meinen Doktortitel zurück.
15:39Also, kein Surflehrer?
15:41Nein.
15:42Und jetzt schauen Sie sich mal bitte seine Fußsohlen an.
15:44Surfer stehen barfuß auf dem Brett.
15:46Also, er müsste eigentlich eine dicke Hornhaut haben.
15:49Und sehen Sie hier?
15:51Ganz normal.
15:52Gute Arbeit, Frau Dr. Eckstein.
15:54Vielen Dank.
15:55Ach, äh, noch was anderes.
15:57Waren Sie eigentlich noch am Tatort?
15:59Ja, selbstverständlich.
16:01Gut.
16:02Wieso fragen Sie?
16:03Ach, nur so.
16:06Herr Statter.
16:07Ja.
16:20Ist jetzt schon ein bisschen merkwürdig, sich da hinzusetzen.
16:24Herr Achtziger, wollen Sie einen Kaffee?
16:27Oh ja, sehr gerne.
16:29Kekserl auch?
16:30Ja, wenn wir schon gerade dabei sind.
16:32Ich nehme dann auch einen Kaffee, gell?
16:34Ja.
16:35Mit Keks.
16:36Ist recht.
16:39Was machen Sie da?
16:40Sehr gut.
16:44Ah, Surf and Die.
16:46Mhm.
16:47So, meine Herren.
16:50Sehr nett, Frau Stöckl.
16:52Vielen Dank.
16:53Gerne.
16:57So, ich habe drei Sachen.
16:59Schrottflinte haben wir bis jetzt nicht entdeckt.
17:01Alle Beteiligten haben keinen Waffenbesitzschein.
17:04Und der Pichler hat das alle wie von Maueringer bestätigt.
17:07Aber ich weiß nicht, irgendwie der Pichler.
17:09Was wissen Sie nicht?
17:10Nein, der ist nicht wirklich sportlich.
17:12Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Bube da stundenlang übers Wasser raubt.
17:17Wie war denn seine Hautfarbe?
17:20Ja, weiß, also kein Afroameriker.
17:22Nein, Herr Mauer, ich meine, war er eher blass.
17:25Ja, schon.
17:26Da.
17:27Ist das der Pichler?
17:29Ja, das ist der Pichler, das ist der Kalukka.
17:32Das ist die Frau Baum und der Herr Maringer.
17:34Das ist doch blass, oder?
17:36Ist die Spuse schon fertig im Kalukka-Sahnhaus?
17:38Nein, die sind mittendrin.
17:40Und der Computer vom Kalukka, ist der schon in der KTU?
17:43Das ist selbstverständlich.
17:45Ja, gut, dann schau ich jetzt schnell in die KTU, okay?
17:49Ähm, soll ich mitgehen?
17:51Nein, trinken Sie ruhig Ihren Kaffee, gell?
17:54Die sind recht gut.
17:55Aha, wunderbar.
17:59Und, Michi, wie macht es? Unser neuer Kommissar?
18:02Ja, passt schon.
18:03Recht anstrengend, das halt.
18:05Ha, warum?
18:06Weil man sich so zusammenreißen muss.
18:08Gerade vorhin hat er mich alles geholt erwischt mit dem Produkte eingestellt.
18:11Ich wusste gar nicht, dass du mit der was hast.
18:13Ach, Schmarrn, ich hab da nichts mit dem Produkte eingestellt.
18:32Was war's denn da?
18:33Ich muss nachschauen.
18:35Wo ist denn die 80er, die sind weggegangen, gell?
18:39Ja, läuft's denn so?
18:41Aufpassen.
18:43Das ist doch das Handy von Karl-Lukka.
18:45Sagen Sie mal, haben Sie nix zum tun?
18:47Danke.
18:53Was machen Sie da?
18:55Was noch?
18:55Ja, die Festplatte vom Karl-Lukka, sein Computer, wo die restlose Gerüstung und selbst die KTU konnte da nix mehr
19:03machen.
19:03Aha, da hat jemand also ganze Arbeit geleistet.
19:06Ja, aber das nicht bedacht.
19:08Das ist das Smartphone vom Karl-Lukka.
19:10Und da sind E-Mails drauf, die von Dingen handeln, die mit einer Surf- und Tauchschule rein gar nichts
19:15zu tun haben.
19:16Interessant.
19:17Ja, und womit dann?
19:19Ja, keine Ahnung.
19:21Aber vielleicht ist ja er nicht bloß kein Surflehrer, sondern auch die Surf-Schule keine Surf-Schule.
19:33Achtziger hier.
19:34Ja, was ich fragen wollte.
19:37Finden sich in den Aktenordnern der Surf-and-Dive irgendwelche Hinweise, dass die Surf-and-Dive keine Surf-Schule ist?
19:44Ja, ja, Sie haben es schon richtig gehört.
19:46Keine Surf-Schule.
19:49Ich glaube, der hält mich jetzt für nicht ganz dicht.
19:52Sein sauber.
19:53Und Sie?
19:54Haben Sie was gefunden?
19:54Ja, aber irgendwer wäre nicht schlau draus.
19:59Größtenteils sind das Angaben von Leuten darüber, wo es und welche Zeit sein werden.
20:03Vielleicht sollten wir ja den Maringer dazu befragen.
20:07Nein, da würde ich noch warten, bis wir mehr haben, weil dann können wir besser unter Druck setzen.
20:12Aber Vorschlag meinerseits, wir haben ja jetzt bald Feierabend.
20:15Ich lasse die E-Mails von der Frau Stockl ausdrucken und nehme das ganze Zeug mit heim und schaue es
20:21dann in Ruhe durch.
20:33Nein, das war vielleicht der Tag heute.
20:35Wieso, was war bei Ihnen?
20:37Wasserschaden in der Musikakademie.
20:39Ja.
20:39Die Feuerwehr hat den ganzen Keller ausbomben müssen.
20:42Wo?
20:42Ein Großteil der Instrumente, die da gelagert sind, können wir abschreiben.
20:46Das hört sich ja gar nicht gut an.
20:48Wieso haben Sie dann den Herrn 80er nicht informiert?
20:51Dreimal dürfen Sie raten.
20:53Nachdem Sie halt früher so gefremdelt haben, wollte er dann den 80er nicht wegnehmen.
20:57Krampf.
20:58Woher haben Sie überhaupt gewusst, dass das heute mein Partner ist?
21:00Das Stockl hat es mir erzählt.
21:03Das ist wirklich sauglöd gelaufen.
21:05Wieso?
21:06Was glauben Sie, wie viel Freude es das macht, mit dem eigenen Chef auf Ermittlung zu gehen?
21:11Hm, dann sind wir heute beide gestraft.
21:14Oh, den Hunger habe ich auch, aber ich kann mich jetzt unmöglich in die Küche stellen.
21:17Wissen Sie was?
21:19Dann gehen wir an Rosenbray.
21:20Ich lade Sie ein.
21:22Da ist nämlich heute zum ersten Mal All You Can Eat Schweinsbray-Buffet.
21:28Und da können wir dann besprechen, wie Sie morgen wegen dem Wasserschauen einen Herrn 80er von meinem Fall weglocken können.
21:34Ah, da, Herr Wetterwind.
21:36Äh, Sie fahren.
21:38Ja.
21:53Morgen.
21:54Morgen.
21:54Falls Sie den Herrn 80er suchen, der ist wieder in seinem Büro.
21:59Ah, ja.
22:00Äh, sagen Sie, äh, hat die Frau Hofer den Herrn 80er angerufen?
22:05Ja, warum?
22:06Nur so.
22:08Hat er was gesagt?
22:10Bloß, dass er jetzt wieder in seinem Büro ist.
22:13Ah, ja.
22:14Herr Stadler, äh, glauben Sie, dass jetzt sein Außendienstexperiment beendet ist?
22:21Keine Ahnung.
22:21Ich meine, vielleicht war es ihm ja auch zu anstrengend.
22:25War es so schlimm?
22:27Stellen Sie sich Ihnen vor, der 80er, der den ganzen Tag da drüben im Büro sitzt und Ihnen auf die
22:31Finger schauen kann.
22:33Mir gehangst.
22:35Guten Morgen, Stockli.
22:37Guten Morgen, Vicky.
22:38Guten Morgen.
22:39Einen wunderschönen guten Morgen, Herr Mohr.
22:43Ähm, ist er noch nicht da?
22:46Oh, er hat wieder sein eigenes Büro bezogen.
22:49Super.
22:50Ja, lassen Sie sich da noch einige Instrumente retten.
22:53Verstehe.
22:54Herr Rhein?
22:55Ja, aber wir sind ja versichert, nehme ich an.
22:58Gut.
22:59Ja, ich muss jetzt leider Schluss machen, aber ich merke mich dann wieder.
23:02Wiederhören, Frau Leber.
23:03Ja, bitte, meine Herren, nimm uns doch Platz.
23:06Morgen.
23:06Ja, hau, Siegert.
23:07Das war jetzt die Buchhalterin von der Musikakademie.
23:09Wir hatten einen Wasserschaden und ein Großteil der Musikinstrumente ist zerstört.
23:14Nein.
23:16Hat Ihnen die Frau Hofer nichts davon gesagt?
23:18Ja, äh, doch schon.
23:20Aber Sie haben, hoffe ich, eine gute Nachricht für mich.
23:23Ja, äh, das kann man wohl sagen.
23:26Und zwar, wie ich gestern die ganzen E-Mails durchgefieselt gehabt habe, ist praktisch bloß noch ein Schluss möglich gewesen.
23:32Der Karl-Lukka war kein Surflehrer und der Maringer hat keine Surfschule.
23:37Ja, was dann?
23:38Eine Alibi-Agentur.
23:40Ah, da schon, ja.
23:41Einige der E-Mails nehmen immer wieder Bezug auf eine bestimmte Internetadresse.
23:46Ah, darf ich dir mal kurz?
23:48Ja, ja, natürlich.
23:49Ja, bitte schön.
23:50Jetzt.
23:51Entschuldige, eine kleine Frage.
23:52Was ist denn eine Alibi-Agentur?
23:55Das ist eine Firma, die ihre Kunden getürkte...
24:00Alibis verschafft.
24:01Ah, ja, da.
24:03Wir stellen Ihnen wasserdichte Alibis zur Verfügung.
24:08Professionelle Einladungen zu Seminaren, Anrufe mit abgesprochenem Gesprächsinhalt, Blind-Date-Rettung und vieles mehr.
24:17Da zahlen die Kunden etwas für ein falsches Alibi.
24:20Ah, ja, ein lukratives Geschäft, wenn auch am Rande der Legalität.
24:25Ja, dann würde ich sagen, wir schauen jetzt noch bei Maringer vorbei.
24:29Wie, äh, Sie auch?
24:32Ja, natürlich.
24:34Und was ist mit dem Wasserschaden?
24:35Das werden die Frau Hofer und die Frau Legat auch ohne mich schaffen.
24:39Ach, Herr Mohr, folgendes.
24:40Schauen Sie doch bitte noch bei dem Reisebüro vorbei, in dem die Stiefschwester vom verstorbenen Karl Lukka gearbeitet hat.
24:45Und befragen die Mitarbeiter zu dem Verhältnis der beiden Stiefgeschwister.
24:49Ja, ist recht.
24:50Ich wollte eh noch das Alibi von der Frau Koluka überprüfen, dann.
24:53Ja, Herr Mohr, bitte.
24:56Darum, wenn Sie doch ein paar Kollegen zusammen, die sollen noch einmal am Tatort nach der Waffe suchen.
25:00Hat das nicht gestern schon die Spuse gemacht?
25:02Ja, wir müssen das Suchgebiet ein bisschen ausweiten, weil gestern war ja nicht viel Zeit.
25:07Sie haben ja relativ früh die Kollegen ins Haus vom Koluka abgezogen, ne?
25:11Jetzt einmal langsam, Herr Stadler, soweit ich mich erinnern kann, waren Sie dann noch schneller als ich.
25:16Also, machen Sie das, Herr Mohr.
25:18Ich glaube nicht.
25:19Noch etwas, meine Herren.
25:21Ich werde in Zukunft wieder hier von meinem Büro aus arbeiten, weil solange ich am Schreibtisch vom Herrn Hansen sitze,
25:29trägt das nur zur allgemeinen Verunsicherung bei.
25:37Ja, das stimmt. Das hier ist alles nur Tarnung.
25:41Wobei, ich habe tatsächlich bis vor drei Jahren eine Surfschule gehabt, aber dann habe ich umgesattelt.
25:47Ja und? Warum haben Sie uns das eh gleich gesagt?
25:49Der Rosenheimer Anzeiger berichtet groß über den Mordfall.
25:53Wir leben doch davon, dass wir im Verborgenen arbeiten.
25:55Wir wollten bloß verhindern, dass unsere Tarnung auffliegt. Und illegal ist es auch nicht.
26:01Außerdem haben wir ein Grundprinzip. Wir decken niemanden, der eine Straftat begangen hat. Da können wir gleich aufhören.
26:07Ja, wer es glaubt. Und das machen Sie alles von hier aus?
26:11Nein, das ist Tarnung. Und zugleich unser Chefbüro, wo alle Fäden zusammenlaffer.
26:17Unser Callcenter mit unseren 30 Angestellten befindet sich in München.
26:20Ihre Kunden werben Sie übers Internet?
26:23Ja, das läuft hauptsächlich übers Telefon und über den Computer.
26:26Was für eine Aufgabe hat denn der Herr Koluka gehabt?
26:28Er war Leiter unserer Kundenbetreuung. War quasi für die gesamte kreative Seite zuständig.
26:35Für gute Alibis braucht man gute Ideen.
26:42Das könnte doch der Herr Pichler sein.
26:45Ja.
26:46Und das Ganze ist doch eine Alibi-Agentur.
26:49Ja.
26:50Sie unterstützen mich jetzt.
26:52Ich wusste, das merken Sie schon.
26:53Herr Pichler.
26:53Ja.
26:5580er.
26:56Kripo Rosenheim.
26:57Das ist...
26:59Stadler.
27:00Herr Pichler, Sie haben gestern unseren Kollegen Herrn Mohr angelogen.
27:06Wir wissen, dass das der Korsair von Tagschule ist, sondern eine Alibi-Agentur.
27:12Und der Herr Maringer hat zugegeben, dass das Alibi, was Sie sich gegenseitig gegeben haben, nicht stimmt.
27:18Das war seine Idee.
27:20Also dann, wo waren wir denn vorgestern Abend um 21.15 Uhr?
27:28Daheim.
27:29Allein.
27:30Leider.
27:31Der Herr Maringer hat uns auch gesagt, dass Sie mit Herrn Koluka einen Streit gehabt haben.
27:36Ja.
27:38Ja und, worum ist es da gegangen?
27:40Das hat Ihnen der Maringer nicht gesagt.
27:42Doch, aber das wollen wir auch aus Ihrem Mund hören.
27:49Und die Bettina ist es gegangen?
27:50Ja, Frau Baum.
27:52Ja, zwischen uns hat es dir was angebahnt.
27:54Und der Koluka kam, war er da, hat er sich dazwischen gedrängt.
27:56Mhm.
27:57Wissen Sie was, jetzt steigen Sie da in Ihr Auto ein und warten.
28:00Aber nicht wegfahren.
28:01Hey.
28:05Respekt, Herr 80er.
28:06Sie lernen ja, wie er drückt.
28:07Sie aber auch.
28:09Und wie Sie gleich auf den Zug aufgesprungen sind und dem dann auch noch das Motiv aus der Nase gezogen
28:14haben.
28:14Alle Achtung.
28:15Ja.
28:16Gut, dann würde ich sagen, wir werden jetzt den Herrn Maringer, die Frau Baum und unseren Herrn da mit aufs
28:22Kommissariat nehmen.
28:23Genauso würde ich das auch machen.
28:28Danke.
28:29Ich habe Frau Gebhardt zu Hause besucht.
28:33Gesundheit, daheim.
28:34Sie war ja nicht in Ihrem Büro wegen einer Erkältung.
28:36Sie war so überrascht von meinem Besuch, dass das Gespräch einen sehr angenehmen Verlauf genommen hat.
28:42Am Ende hat sie sogar gesagt, dass ich im Gegensatz zu ihr auf dem Weg zur Besserung bin.
28:47Gesundheit.
28:47Die Frau hat ja direkt Humor.
28:50Ich würde mal sagen, ich bin aus dem Schneider.
28:52Hm, nicht ganz.
28:53Wieso?
28:54Na ja, anscheinend hat sie Ihnen ja doch ein bisschen was mitgegeben.
28:58Herr Rosenheim, Apparat, Stockl, grüß Gott.
29:00Herr Lehner vom Abschleppdienst.
29:02Wir haben nichts zum Abschleppen.
29:04Ja?
29:06Sonst, gerne.
29:08Äh, ach so.
29:10Also, warum haben Sie uns angelogen?
29:13Wie schon gesagt, ich wollte halt partout verhindern, dass durch weiteres Nachbarn Ihrerseits die Tarnung von meiner Firma auffliegt.
29:21Und warum glaube ich Ihnen nicht?
29:24Das ist aber die Wahrheit.
29:26Ja.
29:28Ja.
29:29Ach, ihr 80er, können Sie kurz sprechen?
29:30Ja.
29:31Moment.
29:36Um was geht's denn, Frau Stockl?
29:38Äh, ich hab grad mit dem Lehner vom Abschleppdienst telefoniert.
29:42Und er sagt, er hat zufällig von dem Mordfall in der Zeitung gelesen.
29:45Und er meint, er hat das Auto von Maringer vorgestern gegen 22 Uhr abgeschleppt.
29:50Und?
29:51Na ja, das Auto stand auf dem Parkplatz in der Nähe vom Tatort.
29:54Oh, äh, und warum hat er dann abgeschleppt?
29:56Für eine Platte Reifen.
29:58Danke, Frau Stockl.
30:05Wir haben Ihr Alibi überprüft.
30:09Stimmt's?
30:10Na, soweit man das in Ihrem Fall überhaupt sagen kann.
30:12Bitteschön.
30:13Danke.
30:15Wie meinen Sie das?
30:16Na, bei Alibi-Profis weiß man das halt nicht so genau.
30:21Sie haben was mit dem Pichler.
30:24Sagt wer?
30:25Der Pichler.
30:27Der sagt, dass ich da was anbahnen täte.
30:30Pichler ist der Meister der Realitätsverdrehung.
30:33Deswegen ist er so gut in seinem Job.
30:35Ich war nett zu ihm aus beruflichen Gründen.
30:38Wissen Sie, so Leute, muss man sich halten.
30:41Er hat einen Streit mit dem Kaluka gehabt.
30:44Hatten Sie was mit dem Kaluka?
30:48Aha.
30:51Bloß zweimal.
30:54Ich weiß selber, dass das dumm war von mir.
30:56Man sollte mit Untergebenden nichts anfangen.
30:58Ja, ich war dort.
31:01Man hat mich reingelegt.
31:04Ich habe eine SMS bekommen,
31:06in der von einem Auftrag gerät war.
31:08Ich sollte einen Auftraggeber
31:10am Naturbad Leopoldi treffen.
31:11Aber als ich da war, ist der Xaver tot erklärt.
31:14Da habe ich sofort gewusst, dass das eine Falle ist.
31:19Weiter.
31:22Als ich zu meinem Wagen zurück bin,
31:24waren die Reifen aufgestochen.
31:26Alle vier.
31:27Oh, das könnten Sie auch selbst gewesen sein.
31:29Wenn ich der Mörder wäre,
31:30warum sollte ich denn sowas tun?
31:32Ich würde doch schlauigst abhauen und mir nicht die eigenen Reifen aufstechen.
31:36Na, das mit der Abschleppfirma
31:39entlastet mich doch eher.
31:41Nicht in Ihrem Fall.
31:42Wieso?
31:43Sie haben eine Alibi-Agentur.
31:46Sie meinen,
31:48im Fall, dass man mir auf die Spur kommt,
31:50könnte ich das mit der Abschleppfirma
31:52als Entlastung ausgeben,
31:53weil kein vernünftiger Mörder sowas tun wird.
31:57So ist es.
31:58Sie könnten glatt bei mir anfangen.
32:01Also gut, Herr Mahlinger.
32:03Gehen wir mal davon aus,
32:05dass Sie die Wahrheit sagen,
32:07warum haben Sie denn nicht die Polizei gerufen?
32:14Sie haben ein Motiv.
32:16Stimmt's?
32:17Herr Korlucker hat sie in der Hand gehabt.
32:19Was hat er denn gewusst?
32:27Taten Sie dem Pichler einen Mord aus Eifersucht zertrauen?
32:31Durchaus.
32:32Darf ich kurz stören?
32:35Frau Baum, ich hätte da eine Frage.
32:39Ihr Partner, der Herr Mahlinger,
32:41war an Tatart und hat ein Motiv.
32:44Ich weiß, dass ihn der Herr Korlucker in der Hand gehabt hat.
32:47Können Sie mir da weiterhelfen?
32:50Frau Baum, es geht hier um Mord.
32:52Wenn Sie irgendwas wissen, dann...
32:55Als ich mit dem Xaver zusammen war,
32:57da habe ich in einem kurzen Moment von Vertrauensseligkeit
33:01was über den Herrn Mahlinger gesagt.
33:04Sie hat zwei Wanne-Eizdienste mit dem Korlucker gehabt.
33:08Ja, der Herr Mahlinger, der hat...
33:12Also vor meiner Zeit, ich habe mir jetzt später in die Firma eingekauft,
33:15der hat einmal am Banker für dessen kriminelle Finanztransaktion
33:20ein Alibi verschafft.
33:22So ist er an sein Stadtkapital gekommen.
33:25Vielen Dank.
33:26Bitte schön.
33:30Übrigens, zwei One-Night-Stands.
33:33Das ist ein Widerspruch in sich.
33:38So, Herr Mahlinger, jetzt wird's eng.
33:42Herr Korlucker hat herausbekommen,
33:44wie Sie an die Stadtkapital gekommen sind.
33:49Ja, er hat mich erpresst.
33:51Was wollte er?
33:54Partner werden.
33:55Und das wollten Sie nicht.
33:57Ja, aber ich habe ihn nicht umgebracht.
34:00Und das ist die Wahrheit.
34:02Nein, Herr Mahlinger,
34:03Sie haben mich jetzt so oft angelogen oder geflunkert,
34:06wie Sie es nannten,
34:07dass ich Ihnen beim besten Willen nicht glauben kann.
34:09Und deshalb bleiben Sie vorläufig und zu Gast.
34:12Bitte.
34:16Achtziger?
34:17Herr Achtziger, wir haben die Tatwaffe.
34:20Ach, da schon, Herr.
34:21Das hätte ich jetzt nicht gedacht.
34:23Ja, haben wir im Reisbüro auch schon geredet.
34:25Oh, fleißig, Herr Mahlinger, fleißig.
34:27Ja, ich habe mich mit den Kolleginnen
34:29von der Lara Korlucker unterhalten.
34:31Die Lara Korlucker und der Xaver Korlucker,
34:34das waren ihr Stiefgeschwister.
34:35Aber die haben sich nicht recht leiden, Mädel.
34:38Ah ja, und was bringt uns das?
34:41Geht's ruhig weiter, geht's.
34:42Weil nämlich die Lara Korlucker
34:44wollte immer wieder mal zurück nach Kroatien
34:47und dort ein Hotel zurückkaufen,
34:49das, wo ihre richtigen Mama gehört hat,
34:51das war die Tragetzer Korlucker
34:53und das, wo ihr richtiger Papa,
34:55der Duschko Korlucker, verkauft hat,
34:56nachdem die Tragetzer gestorben war.
34:58Weiter.
34:59Jetzt haben aber der Xaver und die Lara
35:01ein Haus geerbt von der Anneliese und von Duschko,
35:04das, wo der Xaver nicht verkaufen wollte.
35:07Und damit hat die Lara zu wenig Geld gehabt
35:09für den Zurückkauf vom Hotel von der Tragetzer.
35:11Hm, verstehe.
35:12Und, äh, was ist mit ihrem Alibi?
35:14Ja, Alibi passt.
35:16Ich hab mit ihrer Freundin geredet,
35:17mit dieser Anke Farbach.
35:19Geredet? Ich dachte, die wohnt in Hamburg.
35:21Ja, mei, hab ich so durchgerufen.
35:23Ich sprech noch mal mit dir
35:24und lass mir die Adresse geben.
35:26Und Sie kontaktieren bitte die Kollegen in Hamburg,
35:28ob die was über eine Anke Farbach wissen.
35:30Jawohl, der 80er ist recht.
35:32Ach, äh, noch was.
35:34Lassen Sie bitte die Tatwaffe auf Fingerabdrücke untersuchen
35:38und mit denen unserer Tatverdächtigen vergleichen.
35:40Das Ergebnis dann bitte sofort zu mir.
35:42Jawohl, Herr 80er, diesmal machen wir das so.
35:45Gut, Ende. Danke.
35:50Ja, gut, äh, das war's dann.
35:52Sie können gehen.
35:54Aber denken Sie dran,
35:55Sie sind immer noch in unserem Fokus.
35:57Sie haben kein Alibi, aber ein Motiv.
36:00Also, halten Sie ihnen zur Verfügung.
36:02Und, äh,
36:03nicht in der Weltgeschicht umeinander surfen, gell?
36:06Wiederschauen.
36:07Ah, Herr Pichler, ich hätte eine Frage an Sie.
36:10Kennen Sie Lara Korlucker?
36:12Ja, gut sogar.
36:13Sie hat bei uns gearbeitet.
36:14In der Agentur?
36:15Ja.
36:17Aber von einem halben Jahr aus weg
36:18hat gemeint, dieses ewige Fahrstunde ist nicht ihrs.
36:21Und sie hat ja sowieso zurück nach Kroatien wollen.
36:24Was sie dann aber nicht tat,
36:25weil sie einen Erbschaftsstreit mit ihrem Bruder hatte, ja?
36:28Genau.
36:29Gut, danke.
36:31Naja, wir brauchen noch Fingerabdrücke von Ihnen.
36:34Wenn Sie bitte im Gang warten,
36:35die Kollegen kümmern sich dann um Sie.
36:39Und?
36:39Ja, mei, völlig.
36:41Ihr könnt es gewesen sein.
36:42Ich bin ja nur wahrer.
36:44Er hat ja, also,
36:46oder glaubt von mir immer noch,
36:47dass es mit der Frau Baum was geht.
36:49Und im Korlucker hat er seinen ärgsten Konkurrenten gesehen.
36:52Was ist mit dem Maringer?
36:54Ja, Baum Tatort hat ein Motiv.
36:56Spricht eigentlich alles gegen ihn.
36:59Nur, ich weiß es nicht.
37:01Ach ja, übrigens,
37:02die Kollegen haben die Tatwaffe gefunden.
37:05Gehen?
37:05War es eine gute Entscheidung von ihm.
37:09Reine Routine.
37:11Warum haben Sie nach der Lara Kaluka gefragt?
37:14Auch reine Routine.
37:17Erbschaftsstreitereien machen wir immer ein bisschen hellwürdig.
37:19Hat der Herr Mohr Ihr Alibi schon überprüft?
37:22Hat er, aber in diesem Mordfall traue ich keinem Alibi.
37:26Ich habe deshalb durchaus noch ein paar Fragen an Sie.
37:40Es stimmt,
37:42Xaver ist nie nett zu mir und meinem Vater gewesen.
37:44Aber
37:46deshalb bringe ich ihn doch nicht gleich um.
37:48Aber jetzt, wo Ihr Bruder nicht mehr da ist, steht durch Ihrem Hotelprojekt in Grauze nichts mehr weg.
37:53Sie wissen also schon davon.
37:56Ich weiß, es schaut blöd aus, aber was soll ich machen?
38:01Entschuldigung, aber bei dem bisschen Geld, das Sie in dem Reisebüro verdienen, können Sie sich wohl kaum Ihren Traum vom
38:06eigenen Hotel erfüllen, ja?
38:08Stimmt, aber wie gesagt...
38:10Frau Kaluka, Sie waren zur Tatzeit im Kino, haben Sie gesagt.
38:13Ja, mit meiner Freundin. Haben das Ihre Kollegen noch nicht überprüft?
38:16Sie haben unseren Kollegen nur eine Handynummer gegeben. Wir bräuchten aber die genaue Adresse von Ihrer Freundin.
38:23Bitte?
38:25Sie kennen also doch die Adresse.
38:30Ist das jetzt verdächtig?
38:32Dem Herrn Mohr haben Sie gesagt, Sie wüssten sie nicht.
38:35Ich habe in der Zwischenzeit nachgeschaut.
38:37Wir haben erfahren, dass Sie auch für die Alibi-Agentur gearbeitet haben.
38:43Sie wissen das also?
38:45Wir haben den Herrn Maringer festgenommen, weil er dringend hauptverdächtig ist.
38:49Dann kann ich es Ihnen ja sagen.
38:51Der Herr Maringer war gestern hier. Er ist eingebrochen.
38:54Ich habe ihn in Xavars Arbeitszimmer überrascht.
38:56Dann hat er also den Computer von Ihrem Stiefbruder manipuliert?
38:59Angeblich, um die Firma zu schützen.
39:01Er hat mich angewiesen, der Polizei nichts über die Alibi-Agentur zu erzählen.
39:05Sie müssen wissen, dass alle Mitarbeiter in Ihrem Arbeitsvertrag keine Verschwiegenheitsklausel unterschreiben müssen.
39:11Die auch über das Arbeitsverhältnis hinausgeht, ja.
39:14Ich bin froh, dass die Geheimniskrämerei vorbei ist.
39:18Herr Mohr?
39:23Was wollt ihr denn, Herr Mohr?
39:24Das Ergebnis der KTU hinsichtlich der Fingerabdrücke liegt vor.
39:28Und?
39:29Die Tatwaffe ist übersät mit Fingerabdrücken von Herbert Pichler und zwar ausschließlich von ihm.
39:34Also das wundert mich jetzt bei Scho.
39:35Ja, mich auch. Der Pichler war doch nie wirklich verdächtig für mich.
39:41Ja, der, ja, das ist meins.
39:43Ohne Waffenbesitzkarte? Das ist strafbar, Herr Pichler.
39:46Ja, die gehört eigentlich einem Freund von mir in Salzburg. Ich habe sie mir ausgeliehen.
39:50Für den Mord oder was?
39:52Geschmarrn. Zum Tontaubenschießen.
39:54Ja, ich habe doch den Gesäufer nicht umgebracht.
39:56Und wie kommt der bitte schon der Täter an die Waffe?
39:57Ja, keine Ahnung. Ich habe ja nicht einmal gewusst, dass es weg ist.
40:00Wo heben Sie denn normalerweise auf?
40:01Im Schrank in meinem Wohnzimmer.
40:02Ja, auch das ist strafbar, Herr Pichler.
40:04Hat sich da jemand sehen können?
40:06Ja, schon, weil das ist ein Glasschrank.
40:08Hat irgendjemand Zugang zu Ihrer Wohnung?
40:10Ja, wie soll ich das wissen?
40:11Herrschaft, seid nicht. Jetzt strengen Sie mal Ihren Hirnkasten an.
40:14Merken Sie nicht, dass wir Ihnen helfen wollen.
40:16Mir fällt aber nichts ein.
40:17Okay. Dann bleibt er da. Ja.
40:20Nein, warten Sie. Da war was.
40:29Wunderbar. Und wenn wir jetzt noch erfahren dürfen, was?
40:32Ja, vor einem Monat ungefähr, da war ich mit der Lara aus. Beim Essen.
40:38Ja, wir haben ja beide den Gesäufer auf dem Kicker gehabt. Das verbindet.
40:41Und da hat sie mich abgeholt und da war sie in meinem Wohnzimmer, die Lara.
40:47Ja, 80er. Das ist ein sehr raffinierter Plan.
40:51Na ja, vielleicht habe ich sie doch noch nicht ganz verlernt.
41:03Hallo?
41:04Ja, Anke Farbach hier.
41:07Herr Mohr?
41:08Ja, ich bin in Hamburg. Wieso?
41:10Na, ich wollte nur fragen, ob Sie heute Nacht nach Rosenheim kommen könnten.
41:15Jetzt war es aber geschwindbar.
41:17Ah, Sie verreisen. So plötzlich?
41:21Ja, ich brauche Abstand.
41:23Hat Sie unsere Alibiefrage so durcheinandergebracht, oder was?
41:26Der Herr Mohr wird Sie jetzt zu einem Schmauchspurtest begleiten und wir sind sicher, dass wir da fündig werden.
41:32Er wollte das Haus nicht verkaufen. Ich hatte kein Geld für einen Anwalt. Mir waren die Hände gebunden.
41:37Und um die wieder freizubekommen, haben Sie Herrn Pichler die Waffe gestohlen, Ihren Bruder per SMS zum Tatort gelockt und
41:43ihn kaltblütig ermordet.
41:44Er war selber schuld. Er hat mich in die Enge getrieben.
41:47Frau K. Lukas, Sie sind vorläufig festgenommen, weil Sie im dringenden Tatverdacht stehen, Ihren Stiefbruder getötet zu haben.
41:52Frau K. Lukas.
42:02Na, Herr Stadler, waren wir doch ganz erfolgreich in unserem ersten gemeinsamen Fall.
42:09Wieso ersten?
42:11Der Hansen ist doch noch eine Zeit lang weg. Und deshalb bleibe ich Ihnen noch ein bisserl erhalten.
42:15Hallo, Willi.
42:15Herr Stadler.
42:17Frau K. Lukas.
42:17Vielen Dank.

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