- vor 20 Stunden
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SpaßTranskript
00:16Herr Dr. Herzog, ich hole einen Arzt.
00:20Verschwinden Sie, ich bin der Arzt.
00:30Was für ein herrlicher Anblick.
00:31Meinen Sie jetzt, mir oder das Frühstück?
00:33Mir hat er gemeint.
00:36Morgen, Herr Hofer.
00:37Guten Morgen, Herr Lind.
00:38Ihre gute Laune wird Ihnen gleich wieder vergehen.
00:41Das war der Michi.
00:42Wir sollen in das Stadtkrankenhaus kommen.
00:44Ein Dr. Herzog ist aufgewacht.
00:47Ach, ich habe den Fall damals bearbeitet.
00:49Ja, ja, ich weiß.
00:51Den Herzog, den haben Sie doch vor ein paar Wochen
00:52an seinem Arbeitsplatz niedergeschlagen.
00:54Seitdem ist er im Kommen gelegen.
00:56Ich muss dir den Fall abgeben, weil er hat es ja überlebt.
00:58Also war es nur Körperverletzung, kein Mord.
01:00Nein, jetzt ist er wieder aufgewacht
01:02und kann sagen, wer ihn damals angegriffen hat.
01:04Okay.
01:05Ich kenne seine Frau ganz gut.
01:06Die sitzt nämlich im Stadtrat neben mir.
01:08Ah, das trifft sehr gut.
01:10Dann können wir mit der Befragung gleich hier beginnen
01:12und müssen nicht vom Frühstück weghitzen.
01:13Ich nehme Ihnen ausnahmsweise mal recht.
01:15Danke.
01:16Also, die Frau Herzog und ich
01:18müssen ja nicht gerade die besten Freunde nehmen,
01:20weil die tragt ja Nasen schon ziemlich weit über der Hutschnur.
01:22Aber politisch sind wir halt aufeinander angewiesen.
01:24Ja, schön.
01:25Eine Hand wäscht die andere.
01:26Gibt es da irgendwas Interessantes?
01:27Ja, bei ihrem Mann hat das Wort
01:29volle Bettenbelegung eine ganz neue Bedeutung gekriegt.
01:32Der hat es nämlich recht und trim.
01:34Oh, schaue ich ja.
01:35Und wird seine Frau das so aufgenommen?
01:37Ah, die Frau Herzog ist wie eine Sphinx
01:39nicht leicht zum Durchschauen.
01:40Deswegen ergänzen wir uns ja so gut,
01:42weil ich trag mein Herz auf der Zunge
01:43und sie hat meiner Ansicht nach keins.
01:46Na ja, du kommst mir manchmal auch bei der Sphinx vor.
01:49Ich muss ja jetzt sowieso zu ihr.
01:51Wir wollen uns für die kommende Stadtratssitzung absprechen.
01:54Ah ja, das ist gut.
02:03Herr Dr. Herzog, Sie müssen sich jetzt ausruhen.
02:25Ich bin's.
02:31Ich weiß, wer es war.
02:33Ja, gut.
02:41Wer war das?
02:46Mein Mann.
02:59Herr Rhein.
03:02Frau Hartmann, guten Morgen.
03:04Guten Morgen.
03:05Folgendes.
03:07Gestern hat mich Dr. Lauser König angerufen
03:09und mich mit einer für mich
03:11nicht sehr erfreulichen Nachricht konfrontiert.
03:13Er will, dass Sie für ein halbes Jahr
03:16nach München ins Innenministerium kommen.
03:20Sie wirken gar nicht überrascht.
03:22Das bin ich auch nicht.
03:26Ich wurde gestern ebenfalls informiert.
03:28Ach, von Dr. Lauser König.
03:31Ja, ich denke, dass er bei mir
03:32erst vorfühlen wollte,
03:34bevor er Sie ins Bild setzt.
03:35Verstehe.
03:36Aber was ich jetzt unbedingt wissen muss,
03:40kommen Sie dann wieder zu uns zurück,
03:42nach Hausenheim.
03:44Meine Aufgabe in München
03:45ist auf sechs Monate begrenzt.
03:46Ich soll die Controlling-Abteilung
03:47dort neu strukturieren.
03:49Beruflich gesehen ist das einfach
03:51eine sehr spannende Herausforderung für mich.
03:53Und danach komme ich natürlich gerne zurück.
03:56Ja, und als Ersatz für Sie
04:00möchte uns das Innenministerium
04:03den Herrn Felix Seitz schicken.
04:05Kennen Sie den Mann?
04:06Nein.
04:07Er soll ja bereits heute kommen.
04:09Die haben Sie wirklich sehr, sehr eilig.
04:11Tja, wenn es von ganz oben kommt,
04:12dann muss es manchmal schnell gehen.
04:13Ich soll ja auch schon übermorgen
04:15in München anfangen.
04:16Schon übermorgen?
04:17Ja, da haben Sie ja praktisch
04:18gar keine Zeit, den Mann einzuarbeiten.
04:20Ich denke, dass es auch nicht nötig sein wird.
04:22Tja, dann bleibt mir jetzt nichts anderes übrig,
04:24als Ihnen für München
04:26alles Gute zu wünschen.
04:28Dankeschön.
04:29Alter, jetzt sind wir 13.
04:32Was macht's?
04:35Na, jetzt ist aber schon Zeit, gell?
04:36Mich jetzt am Reißen, ja?
04:37Jawohl.
04:38Mit dem Dr. Herzog
04:39könntest du nicht mehr reden.
04:40Der ist, also dem war es schlecht geworden.
04:42Dann hat man ihm eine Beruhigungsspitze verabreicht
04:44und jetzt ist er also nicht mehr momentan.
04:46Bitte was?
04:47Nicht mehr ansprechbar.
04:48Ja, aber du hast vorher schon mal mit ihm gesprochen, oder?
04:50Ja, freilich.
04:51Und er hat den Herrn Dr. Weller als Täter beschuldigt.
04:54Dr. Weller, das kann nicht sein.
04:55Tu, der Dr. Herzog hat gesagt, dass der Dr. Weller ihn niedergeschlagen hat.
04:58Na, wer bitte ist der Dr. Weller?
05:00Das ist auch ein Oberarzt hier.
05:01Die beiden haben um den Chefarztposten konkurriert.
05:03Das war in Rosenheim, in allen Zeitungen.
05:05In Bangberg eher weniger.
05:06Dr. Weller hat eine Alibi für die Tatsache.
05:08Ja, na trotzdem, den Dr. Weller möchte ich mir jetzt mal anschauen.
05:15Einen wunderschönen guten Morgen, Frau Preisinger.
05:17Guten Morgen, Herr Dr. Weller.
05:19Das Neueste, der Dr. Herzog, ist aufgewacht.
05:22Ach.
05:23Das sind ja gute Nachrichten.
05:24Dann schaue ich gleich mal nach ihm.
05:34Ich muss noch ein wichtiges Telefonat führen.
05:36Habe ich ganz vergessen.
05:38Wenn die Polizei nach mir fragt, ich bin nicht da.
05:39Keine Zeit.
05:43Herrlein.
05:45Ist gut, Frau Preisinger?
05:46Hallo, Frau Preisinger.
05:48Das ist mein Kollege, der Herr Hofer.
05:49Den Herrn Mohr kennen Sie ja noch.
05:51Bis kurz.
05:51Elena Preisinger.
05:53Wir möchten zu Herrn Dr. Weller, bitte.
05:55Er ist nicht da.
05:57Dann bräuchte ich bei seiner Adresse, bitte.
06:04Danke.
06:05Aufs Kommissariat bringen.
06:07Den Karten.
06:07Den Dr. Weller.
06:09Ach, und mit deiner Krankenschwester würden wir gerne noch sprechen.
06:11Die Frau Martha...
06:13Zu Lenka?
06:14Ja, genau die.
06:15Die kommt erst zum Spätdienst.
06:17Dann bräuchten wir auch deren Telefonnummer und die soll aufs Kommissariat kommen, ja?
06:21Ja.
06:34Vielen Dank.
06:36Biederschauen.
06:38Biederschauen.
06:44Telefonat erledigt.
06:45Die?
06:46Sie haben noch was Gutes bei mir.
06:48Ja.
06:49Ja.
06:55Ja, Herr Rüthenbach, ich habe den Ordner jetzt vor mir liegen.
07:00Wo?
07:04Äh.
07:06Oh.
07:07Da haben Sie recht.
07:10Was?
07:10Wo?
07:13Ja, das ist auch falsch.
07:15Das tut mir leid.
07:24Achtziger?
07:25Dr. Weller.
07:26Ja, Dr. Weller.
07:27Ach, äh, habe ich einen Termin bei Ihnen verpasst?
07:29Nein, nein.
07:30Aber ich würde Sie gerne sprechen.
07:32Es ist sehr wichtig.
07:33Wann?
07:34Gleich.
07:34Wenn es geht.
07:36Gleich?
07:36Ja, dann würde ich sagen, bei mir in meinem Büro.
07:39Treffen wir uns in Times Square.
07:41Ich warte auf Sie.
07:42Im Times Square?
07:43Ja, äh, gut.
07:45Dann, äh, bis gleich.
07:46Ja?
07:47Frau Stöckel, so geht das nicht.
07:50Ihre Abrechnung ist völlig fehlerhaft.
07:51Sie haben sich da verrechnet, da und da.
07:57Oh, Mann.
07:58Drei Mal.
07:59Da hätte ich in der Schule noch zwei Minus gekriegt.
08:01Das ist nicht lustig.
08:02Da ist doch nichts passiert.
08:04Sie haben sich ja noch rechtzeitig gespannt.
08:06Soll das heißen, Sie erlauben sich Ihre Nachlässigkeit,
08:09weil Sie auf meine Akkuratest bauen?
08:11Zweimal.
08:12Sie sehen doch, was hier los ist.
08:13Drei.
08:14Und von wegen nichts passiert.
08:16Der Vorgang lag bereits im Innenministerium.
08:18Der Abteilungsleiter, Herr Rötenbach, hat mich auf meine Fehler hingewiesen.
08:21Das war gar nicht lustig.
08:23Und wie soll ich wissen, dass Sie sich beim nächsten Mal nicht wieder verrechnen?
08:25Indem Sie vielleicht selber nachrechnen.
08:27Dann kann ich ja alles gleich selber machen.
08:29Ja, wenn Sie das schaffen, Frau Ortmung, wird das natürlich die beste Lösung.
08:32Ach ja.
08:32Das würde Ihnen so passen.
08:33Schwamm.
08:34Ach, Mann.
08:35Ja.
08:37Gibt es ein Problem?
08:39Herr Achtziger, manchmal wünsche ich mir diese Frau ganz weit weg von Rosenheim.
08:44Das kann schneller passieren, als Sie denken.
08:46Warum?
08:47Sie geht nach München.
08:49Und zwar schon übermorgen.
08:50Da steht es.
08:51Schicken Sie es bitte ans Innenministerium.
08:53Und ich bin jetzt für eine Stunde im Times Square.
08:55Bitte nicht stören.
09:16Grüß Gott, Frau Herzog.
09:18Frau Hofer?
09:19Äh, Komi ungelegen?
09:22Oh mein Gott, wir sind ja verabredet.
09:23Das habe ich völlig vergessen.
09:24Ach, macht doch nichts.
09:26Sie kann gerne später nochmal kommen, wenn es gerade nicht passt.
09:29Nein, Frau Hofer, ist alles wunderbar.
09:31Übrigens, das ist der Herr Dr. Heinz, nun Arbeitskollegin meines Mannes.
09:35Grüß Gott.
09:36Grüß Gott.
09:37Halten Sie die Frau Herzog auf dem Laufenden über den Zustand Ihres Mannes?
09:40Ja, ja, ja.
09:41In der Tat, ja.
09:43Und wie geht es ihm?
09:45Noch immer unverändert.
09:47Leider.
09:49Die Frau Hofer ist meine Kollegin im Stadtrat und außerdem die Schwester von Kommissar Hofer.
09:54Tja, die Patienten warten.
09:57Ich bin sehr gefreut, sie kennenzulernen, Frau Hofer.
09:59Ganz meinerseits.
10:00Wiederschauen.
10:02Wiederschauen.
10:03So, Frau.
10:07Wirklich nett von ihm, dass er sie klärpersönlich informiert.
10:11Frau Hofer, machen wir uns doch nichts vor.
10:13Sie haben es doch von Anfang an durchschaut.
10:15Was?
10:16Was wohl?
10:24Jetzt bin ich gespannt, ob die Frau Herzog zu Hause ist.
10:27Vielleicht hätte man doch vorher anrufen sollen.
10:29Der Überraschungseffekt ist schon ganz gut.
10:31Na, da haben Sie schon recht.
10:33Sie haben zuerst was von Ungereimtheiten angedeutet.
10:35Was haben Sie da genau gemeint?
10:36Ja, die Tatzeit konnte ja damals ziemlich genau eingegrenzt werden,
10:39weil Dr. Herzog kurz vor 17 Uhr noch eine SMS verschickt hat an einen Kollegen.
10:43Und seine Frau hat ihn genau um 17 Uhr in seinem Büro bewusstlos vorgefunden.
10:47Er ist in seinem Büro niedergeschlagen worden.
10:49Ja, ja.
10:49Und Frau Herzog war für mich damals die Hauptverdächtige.
10:51Nicht der Dr. Weller.
10:52Nein, er hatte ein Alibi.
10:53Was eigentlich für ein Alibi?
10:55Diese Krankenschwester, die Martha Solenka,
10:57die hat ihn Punkt 17 Uhr im Ruheraum geweckt.
10:59Das heißt, er konnte es nicht gewesen sein.
11:01Hm.
11:02Na, aber der Dr. Herzog ist anderer Meinung.
11:04Und genau da ist das Problem.
11:06Mit was ist der in die Niederklagen worden?
11:08Äh, hat sie mir so eine kleine Statue, die auf seinem Schreibtisch stand.
11:12Fingerabdrücker gab es keine.
11:14Mhm.
11:16Und wie kamen Sie darauf, die Frau Herzog zu verdächtigen?
11:19Im Fall einer Scheidung wäre Frau Herzog leer ausgegangen.
11:27Herr Kasper, ich sehe, wo ist Ihr 80er?
11:30Herr Dr. Weller, grüß Sie.
11:32Guten Tag, Herr Achtziger.
11:35Danke, dass Sie sich so kurzfristig Zeit für mich genommen haben.
11:37Sie haben ja auch immer Zeit für mich, wenn es um meine Gesundheit geht.
11:41Was kann ich für Sie tun?
11:42Dr. Herzog ist aus dem Koma erwacht.
11:44Das ist aber eine gute Nachricht.
11:46Ja, das ist sehr gut.
11:48Aber ich befürchte, dass er mich als Täter hinstellen wird.
11:50Ja, wie das?
11:52Äh, Frühstück oder Mittagessen, Herr Achtziger.
11:54Danke für mich, nur eine Tasse Kaffee.
11:56Darf es für Sie nur was sein, Herr Dr. Weller?
11:57Für mich auch noch einen Kaffee, bitte.
12:01Kennen Sie Dr. Herzog?
12:03Kennen ist zu viel gesagt.
12:04Wir sind uns einmal auf dem Gang im Krankenhaus begegnet.
12:07Herzog ist ehrgeizig und intrigant.
12:09Wir haben uns beide um den Chefarztprosten gebrochen.
12:11Er wird alles versuchen, um mich auszuschalten.
12:14Indem er behauptet, dass Sie ihn niedergeschlagen haben?
12:16Ja.
12:18Also das ist jetzt schwer vorstellbar.
12:20Sie wissen nicht, wie es bei uns zugeht.
12:22Da wird mit allen Mitteln gekämpft.
12:24Intrige, Verrat, Verleumdung.
12:27Und Dr. Herzog ist ein Meister in allen dreien.
12:29Und was soll ich jetzt Ihrer Meinung nach?
12:31Herr Achtziger, Sie müssen mir helfen.
12:42Herr Mohr, was gibt's?
12:43Herr Linter, Herr Dr. Weller war nicht daheim.
12:46Wollen wir nicht zur Fahndung ausschreiben.
12:48Haben Sie eine Beschreibung von ihm?
12:49Ja, ich habe bei den Nachbarn ein bisschen gefragt und als Krankener schickt uns ein Foto.
12:54Ja, dann geben Sie die Fahndung raus.
12:56Ja, gut. Ende. Danke.
12:59Ich möchte nur, dass Sie sich persönlich um den Fall kümmern.
13:01Ihnen vertraue ich.
13:02Ich werde sehen, was ich machen lässt.
13:04Haben sich meine Mitarbeiter schon bei Ihnen gemeldet?
13:07Nein, bisher noch nicht.
13:09Dann würde ich sagen, wir gehen jetzt zusammen ins Kommissariat.
13:12Gut. Ich muss nur noch schnell in die Klinik. Ich komme dann gleich vorbei.
13:16Herr Dr. Weller...
13:17Ich verspreche es.
13:19Danke.
13:24Ich zahl die drei Kaffee.
13:25Danke, Herr Dr.
13:26Ja, die Stücke schickt euch ein Foto.
13:29Reiter geben.
13:30Du, Seppi, unbedingt Kindzeichermittel, ey?
13:34Ja, freilich fährt der Dr. Weller mein Auto.
13:37Gut, Ende. Servus.
13:39Meil, Seppi.
13:40Grüß dich schon. Ihr möchtet mich gerade stärken.
13:42Ein Kassbrot bitte und eine Himbelemo.
13:44Suchst du einen Dr. Weller?
13:46Ja.
13:47Na, meine, wer das nix will mit dem Himbelemo.
13:49Bist du?
13:51Ja, Ziger, ich bin mitten in der Fahndung.
13:54Das dreht sich um...
13:55Um den Fall Herzog, ich weiß.
13:57Ah, ja, der Herr Dr. Herzog ist aus dem Koma erwacht und...
14:00Und hat den Dr. Weller als Täter geschuldigt.
14:02Ich weiß aber, was Sie nicht wissen, ist, dass Sie ihn gerade höflich vorbeigebunden haben.
14:07Wen?
14:07Ja, und Dr. Weller?
14:09Nein.
14:14Herr Dr. Weller!
14:32Hast du was rausgefunden?
14:33Ja, schon.
14:34Wie's ausschaut, hat sie einen Lebhaber.
14:36Da ist er, ja.
14:44Herzog?
14:45Dein Mann ist nicht ansprechbar.
14:46Er hat Beruhigungsmittel bekommen.
14:47Wir reden später.
14:49Die Polizei kommt gerade zu mir.
14:50Hör mal, du bist aus der Schusslinie.
14:52Er hat Weller beschuldigt.
14:53Ich weiß.
14:54Er hat mir gesagt, dass er mich angerufen hat.
14:56Warum, warum hast du mir das nicht gesagt?
15:00Ich muss auflegen.
15:04Guten Tag, Dr. Heinz.
15:06Schöster Martha.
15:10Warum schalten Sie eigentlich nie Ihr Handy ein?
15:12Ich versuche sie schon den ganzen Vormittag zu erreichen.
15:15Haben wir heute schon wieder Föhn.
15:16Sie können Ihre unqualifizierten Bemerkungen auf der Polizeistation loswerden.
15:20Ja.
15:21Sie sollen aufs Polizeikommissariat kommen.
15:25Der Herzog ist aufgewacht.
15:29Frau Herzog, Ihr Mann ist vor zwei Stunden aus dem Kummer erwacht.
15:35Oh, wie schön.
15:38Wie geht's ihm?
15:40Ich denke, den Umständen entsprechend.
15:43Wir hatten leider noch keine Gelegenheit, mit ihm zu reden, aber ein Kollege konnte es.
15:48Und, was sagt er?
15:50Dass Dr. Weller ihn niedergeschlagen hat.
15:53Meine Rede.
15:54Sehen Sie mir bitte meine gedämpfte Freude nach, aber Sie wissen ja,
15:57wie es um unserer Ehe steht.
15:59Aber ich bin aufrichtig froh, dass es meinem Mann gut geht.
16:03Sie haben damals ausgesagt, dass Sie Ihren Mann Punkt 17 Uhr in seinem Büro aufgesucht haben.
16:08Ja.
16:08Woher wissen Sie die Uhrzeit so genau?
16:11Soweit ich weiß, habe ich Ihnen das schon gesagt.
16:13Auf dem Schreibtisch meines Mannes befindet sich eine kleine Standuhr.
16:16Da habe ich draufgeschaut.
16:18Wieso ist das plötzlich so wichtig?
16:19Weil, wie Sie sicher wissen, der Dr. Weller für die Zeit ein Alibi hat.
16:24Jetzt hat der Mann aber ausgesagt, dass er der Täter war.
16:26Das birgt für uns gewisse Widersprüche.
16:28Mein Mann dürfte von uns allen wohl am besten wissen, was er erlebt hat.
16:32Wurde Dr. Weller schon befragt?
16:34Noch nicht.
16:36Dann wäre das ja wohl vernünftigerweise der nächste Schritt, oder?
16:40Stimmt.
16:41Gut, dann wollen wir Sie gar nicht länger stören.
16:44Danke.
16:47Aufwiederschauen.
16:48Wiedersehen, meine Herren.
16:53Vorsicht, bitte.
17:01Bea, rufen Sie die Polizei.
17:04Reanimationswagen holen.
17:08Beutel.
17:10Bea-Wagen.
17:15Reanimationswagen.
17:19Guten Tag.
17:21Können Sie mir vielleicht sagen, wo man sich hier anmelden muss?
17:23Ich bin selber herbestellt.
17:25Aha.
17:26Unsere Lecker.
17:27Ja?
17:28Das ist mein Kollege, der Herr Rufer.
17:30Tschüss, tschüss.
17:32Tag.
17:32Herr Lind, Herr Rufer, bitte kurz auf den Wort.
17:35Dann sind wir gleich für Sie da, ja?
17:37Moment.
17:37Ach, Herr Salz.
17:38Ja, guten Tag.
17:39Ach, ziger, kuss Gott.
17:40Ja, besser für lose.
17:41Moment.
17:42Wenn Sie sich bitte vorher bei der Frau Ortmann vorstellen möchten,
17:45Ihr Büro ist ums Eck, und dann kommt es bitte zu mir.
17:56Guten Tag.
17:58Haben Sie mich jetzt erschreckt?
18:00Das wollte ich nicht.
18:02Felix Seitz.
18:03Herr 80er sagte mir, ich solle mich zuerst bei Ihnen vorstellen.
18:08Stockl.
18:09Was meinen Sie damit?
18:12Wie, was meine ich damit?
18:14Mit Stockl?
18:16Damit meine ich meine Namen.
18:19Ach so, dann sind Sie gar nicht, Frau Ortmann.
18:21Ach, um Gottes Willen.
18:23Ich bin die Sekretärin.
18:25Die Frau Ortmann, die müsste jeden Moment kommen.
18:28Dann warte ich hier.
18:30Ja, machen Sie das.
18:31Ja.
18:36Folgendes.
18:36Ich werde mich ab sofort in die Ermittlungsarbeit im Fall Herzog einschalten.
18:43Wieso das?
18:44Nun, Dr. Weller hat mich heute Morgen um Hilfe gebeten, und er beteuert seine Unschuld.
18:49Herr Rein?
18:50Entschuldigung, die Störung.
18:52Die Kollegen haben an Dr. Weller festgenommen, an einem Bett von Dr. Herzog.
18:55Aber der Dr. Herzog ist tot, und der Weller ist im Vernehmungsraum.
19:02Ich habe nichts gemacht.
19:04Als ich hereingekommen bin, war Dr. Herzog schon tot.
19:07Einfach so, oder wie?
19:08Gestorben durch einen Antrieb.
19:10Jetzt hätten Sie uns doch keinen Schmarrn, Sie sind rein und haben ihn umgebracht.
19:12Nein.
19:13Was wollten Sie dann von ihm?
19:14Mit dem Reden.
19:16Ich wollte ihm sagen, dass ich unseren Kampf satt habe.
19:18Dass ich die Kandidatur zurückschule, und dass er den Chefarztposten haben kann.
19:21Aber dass er um Himmels Willen mit dieser absurden Anschuldigung aufhört.
19:25Aber er war schon tot.
19:27Das ist die Wahrheit.
19:30Und jetzt würde ich gerne Ihren Chef sprechen.
19:49Meine Herren, gehen wir noch gerade in mein Büro.
19:51Ja.
19:54Es tut mir leid, aber es dauert noch einen Moment, ja?
19:56Ach, das macht nichts.
19:57Ich hätte sowieso Dienst.
19:58Das ist bei Ihnen angenehmer.
20:01Ich meine, Dr. Weller wird ja nicht so dumm sein und bringt als Hauptverdächtiger Dr. Herzog um.
20:07Das ergibt doch keinen Sinn.
20:09Nee.
20:09Zumal Herzog ja schon seine Aussage gemacht hatte.
20:12Also wenn er ihn vorher umgebracht hätte, dann vielleicht, aber so.
20:15Allerdings.
20:16Aber wir sollen es sonst gewesen sein.
20:18Und vor allem wir das gemacht.
20:19Ja.
20:20Da werden wir wohl die Obduktionsergebnisse abwarten müssen.
20:22Wie weit ist denn Frau Dr. Eckstein?
20:25Der Leichnam wird gerade überführt, Dirk, nicht, dass wir von morgen ein Ergebnis haben, oder?
20:28Na ja.
20:29Und bis dahin sollte man den Dr. Weller auf jeden Fall hier behalten.
20:33Ähm, was ist denn mit Frau Herzog?
20:36Die war doch ursprünglich ihre Hauptverdächtige.
20:39Und die Spurensicherung hat doch Fasern von Herzogs Jacke an ihrer Kleidung gefunden.
20:44Ja, die haben sogar sein Blut an ihrer Kleidung gefunden.
20:47Aber das reicht alles nicht.
20:49Ich meine, diese Fasern, die können auch von einer herzlichen Umarmung stammen.
20:53Die beiden sind verheiratet.
20:54Da kommt sowas schon mal vor.
20:56Herzliche Umarmung bei dem Zustand der Ehe?
20:59Ich weiß nicht.
21:00Ja.
21:01Und für die Blutspuren gibt es auch eine andere Erklärung.
21:03Sie hat ausgesagt, sie hätte sie über ihren Mann gebeugt, um festzustellen, ob er noch lebt.
21:06So.
21:07Na ja, das überzeugt mich jetzt auch nicht gerade.
21:10Sie bleiben auf jeden Fall mal dran an ihr.
21:12Ja, ja, freilich.
21:15Obwohl, was denkbar wäre, sie hat auch ein Verhältnis mit diesem Assistenzarzt.
21:21Vielleicht hat sie mit dem ja gemeinsam eine Sache gemacht.
21:23Das wäre doch möglich.
21:25Und eine Ehefrau, die sich einen Liebhaber nimmt, während ihr Mann im Koma liegt,
21:30die macht sich auch nicht gerade unverdächtig.
21:34Vielleicht hat sie ihren Mann ja nicht erschlagen, weil sie sich jetzt gedemütigt fühlte von ihm,
21:37sondern schlicht und einfach, weil sie an sein Vermögen wollte,
21:40was sie bei einer Scheinung nicht bekommen hätte.
21:42Und beim ersten Mal hat es nicht funktioniert,
21:44und jetzt beim zweiten Mal muss das vielleicht dieser Dr. Heinzen richten.
21:47Ich meine, der ist Arzt, der hat andere Möglichkeiten.
21:50Na ja, das ist ja alles schön und gut.
21:52Aber der Dr. Herzog hat den Dr. Weller beschuldigt,
21:55und diese bescheidene Tatsache sollte man nicht aus den Augen verlieren.
21:58Die Aussage Herzogs ist der Dreh- und Angelpunkt dieses Falles.
22:01Tja, und deshalb werde ich jetzt auch mit Herrn Mord ins Krankenhaus fahren.
22:06Was wollen Sie denn da?
22:07Na ja, der Frage nachgehen, warum Dr. Herzog Dr. Weller beschuldigt hat.
22:23Sie haben damals zu Protokoll gegeben, dass Sie Herrn Dr. Weller um 17 Uhr im Ruheraum geweckt haben.
22:29Ja, er lag auf der Liege und schlief.
22:31Zur Tatzeit, um 17 Uhr.
22:33Ja.
22:34Sind Sie sich da ganz sicher?
22:36Ja, schon deshalb, weil Dr. Weller darauf bestanden hat, pünktlich geweckt zu werden.
22:40Ich habe auf die Uhr im Stationszimmer geschaut.
22:43Herr Dr. Herzog behauptet, dass Dr. Weller ihn niedergeschlagen hätte.
22:47Wirklich?
22:48Trauen Sie ihm das zu?
22:50Wie soll er das zeitgleich fertiggebracht haben?
22:52Um 17 Uhr habe ich ihn geweckt.
22:54Eben.
22:55Sie geben mit Ihrer Aussage Dr. Weller ein Alibi.
22:58Sehen Sie, und das ist das Dilemma.
23:00Wenn sein Alibi stimmt, dann hätte Dr. Herzog gelogen.
23:02Wenn aber Dr. Herzog die Wahrheit sagt, dann kann sein Alibi nicht stimmen.
23:06Sie bezichtigen mich da indirekter Lüge.
23:10Trauen Sie Dr. Herzog eine falsche Aussage zu, nur damit er seinen Konkurrenten ausschaltet?
23:17Ehrgeizigen Oberärzten traue ich alles zu.
23:19Ihr geehrte Damen und Herren.
23:22Ja?
23:25Jetzt ist es mir doch ein wenig zu lang geworden.
23:27Was? Sie warten immer noch?
23:29Ja.
23:31Moment.
23:35Ja, Frau Ortmann, Stockl am Apparat.
23:38Der Herr Seizt hat auf Sie warten.
23:40Ja?
23:42Ja, gut, ist recht.
23:45Wiederhören.
23:46Die Frau Ortmann ist noch in der Stadt, um ein paar Sachen zu erledigen.
23:49Ich soll sie zum Herrn Achtziger bringen.
23:55Ja, folgen Sie mir einfach.
24:04Ha, immer noch keiner da.
24:06Komisch, der Herr Achtziger, der meldet sich eigentlich immer ab bei mir.
24:09Ähm, ja, warten Sie einfach da.
24:14Äh, Entschuldigung, ich hätte jetzt einmal eine saublöde Frage.
24:16Was wollen Sie eigentlich von der Frau Ortmann und dem Herrn Achtziger?
24:20Ich bin der Neue.
24:23Wie, der Neue?
24:24Controller.
24:26Ach, das ist aber schnell gegangen.
24:29Gut, dann nochmal offiziell.
24:31Wir haben Stockl.
24:32Felix Seiz, noch einmal.
24:34Ja, ja, der Herr Achtziger, der müsste auch bei kommen.
24:46Was hat denn Dr. Herzog so gemacht, nachdem er heute Morgen aufgewacht ist?
24:49Das weiß ich nicht.
24:51Da müssen Sie die Schwestern fragen.
24:52Mit mir hat er nur telefoniert.
24:54Und, äh, was wollte er?
24:56Er hat sich für den Dienstplan von dem Tag interessiert,
24:58an dem er niedergeschlagen worden ist.
25:02Herein!
25:04Entschuldigung, Frau Breiching.
25:05Herr Achtziger.
25:07Folgendes.
25:08Ein paar Damen vom Pflegepersonal, die haben mir erzählt,
25:10dass der Herr Dr. Herzog mit der Frau Marta Solenka
25:13ein Verhältnis gehabt hat.
25:14Und zwar schon wer.
25:16Marta Solenka, das ist doch die Krankenschwester,
25:18die Dr. Weller im Ruheraum geweckt hat.
25:20Ja, Marta Solenka.
25:22Das stimmt.
25:24Was meine Kolleginnen über Frau Solenka sagen.
25:28Frau Solenka ist unzuverlässig, faul und renitent.
25:31Aus jeder anderen Klinik wäre die schon lange in Hohenbogen rausgeflogen.
25:36Aber der Herr Dr. Herzog hat seine Hand über sie gehalten.
25:41Ich denke, dass da eine Gegenleistung fällig war.
25:53Mein Mann knurrt.
25:56Dann essen Sie was.
25:57Die Marie kocht doch heute noch groß auf.
25:59Sind Sie nicht da?
26:00Nein, ich mache einen kleinen Abschiedssegeltörn in den Sonnenuntergang.
26:04Bin ja nächste Woche wieder in Hamburg.
26:06Sie segeln?
26:07Nein, die Dame segelt.
26:09Dann kann es ja die Ortmann nicht sein.
26:13Sind Sie sicher?
26:14Nein?
26:16So, da kommt die Arbeit.
26:19Guten Abend, Herr Herr.
26:20Guten Abend.
26:21Guten Abend.
26:21Ja, schön, dass Sie schon da sind.
26:23Ja, dann würde ich vorschlagen, fangen wir doch gleich an.
26:27Ich lade Sie selbstverständlich zum Essen ein.
26:29Ich habe uns gerade seinen Tisch bestellt.
26:31Ja, super.
26:32Ich glaube, da müssten wir zwei mal kurz telefonieren.
26:34Ja, natürlich.
26:37Die Marie wird sich freuen.
26:39Das war jetzt auch nicht unbedingt meine erste Wahl.
26:50Oh Gott, da war ja immer noch keiner da.
26:54Nein, ich glaube nicht.
26:57Oh.
26:59Also, das tut mir jetzt schrecklich leid.
27:02Das ist wirklich saudung gelaufen.
27:03Papa, also ich meine, Sie müssen ja Hunger haben.
27:07Wissen Sie was?
27:08Ich lade Sie als Toast für das ganze Malheur hier zum Essen ein.
27:13Sehr nett von Ihnen.
27:14Und das Ganze machen wir richtig groß.
27:16Und dann setzen wir das spesenmäßig ab.
27:19Weil, ich meine, Sie haben ja jetzt das Zepter in der Hand.
27:21Und da dürfte das ja kein Problem sein.
27:23Ich tue mein Bestes.
27:27Sehr gut.
27:31Sie glauben, dass Dr. Herzog damit rausfinden wollte, ob er Dr. Weller tatsächlich belasten kann?
27:36Ja, ja, die Frage ist doch, warum hat Dr. Herzog von dieser Verwaltungsdame der Frau, äh...
27:43Preisinger.
27:43Äh, danke, ja.
27:44Der Frau Preisinger Auskunft über den Dienstplan haben wollen, und zwar genau von dem Tag, an dem er niedergeschlagen wurde.
27:51Ja, er wollte sich absichern.
27:52Ja, ist doch gut möglich.
27:53Denn was nützt es ihm, wenn er jemanden als Täter hinstellt, der zum fraglichen Zeitpunkt ein wasserdichtes Alibi hatte, gar
28:01nicht in der Klinik war.
28:02Und aus dem Dienstplan erfuhr Herzog aber, dass Dr. Weller tatsächlich Dienst hatte.
28:07Herr Mohr, wann haben Sie Dr. Herzog heute gesprochen?
28:12Um auch eine neige.
28:13Und um 8.30 Uhr hat er mit dieser Frau, äh...
28:17Preisinger.
28:18Danke, ich weiß ja.
28:19Mit dieser Frau Preisinger telefoniert.
28:21Na, somit konnte er sich sicher sein, dass seine belastende Aussage keine Widersprüche aufweist.
28:28Aber dass der all das macht, nur damit er den Dr. Weller als Konkurrenten los wird.
28:33Tja, wir haben aber noch was herausgefunden.
28:36So, ein Wasser ohne Kohlensäure und eine extra Himbeerlimo.
28:44Ist nicht kalt.
28:45Nein, Michi.
28:47Danke.
28:49Herr Mohr?
28:49Wir haben herausgefunden, dass laut Telefonliste von dem Krankenhaus der Herr Dr. Herzog ein Telefonat geführt hat.
28:58Und zwar mit seiner Frau.
28:59Wie, wann?
29:00Viertel noch neun.
29:01Hm?
29:019.15 Uhr.
29:03Hm.
29:04Dann hat die Frau Herzog ja die ganze Zeit schon gewusst, dass ihr Mann aufgewacht ist und uns zum Laden
29:08gehalten.
29:09Gibt's ja gar nicht.
29:10Und guten Schluss?
29:12Haben wir doch herausgefunden, dass die Krankenschwester, diese Frau Solenka, mitten an Dr. Herzog ein Gsposi gehabt hat.
29:19Da, schau her.
29:20Habt ihr euch das nicht erzählt?
29:21Nein.
29:23Ja, dann müssen wir uns die Frau Solenka und die Frau Herzog nochmal vornehmen.
29:26Unbedingt.
29:28Hey, wer kommt denn da?
29:30Ach, da, schau her.
29:32Ja, Miriam.
29:34Servus, Joe.
29:35Darf ich vorstellen, das ist der Herr Seitz, das ist unser neuer Controller, der vertritt die Frau Ortmann für eine
29:40gewisse Zeit.
29:41Ja, das ist Felix Seitz, den hab ich vollkommen vergessen. Das ist unser neuer Controller.
29:47Was, wie Controller?
29:48Ja, der kommt als Versatz für Frau Ortmann.
29:52Ihr gewusst, dass Frau Ortmann geht?
29:54Freilich.
29:54Nachrichten wie ein Stock.
29:56Ja, Herr Seitz.
29:58Herr Seitz, es tut mir wirklich furchtbar leid. Ich hoffe, Sie können mir nochmal verzeihen, dass ich Sie vergessen hab.
30:03Na ja.
30:04Darf ich Sie vielleicht zum Essen einladen?
30:06Nein, Herr Achtziger, ich wollte dem Herrn Seitz eigentlich nur das Times Square zeigen und außerdem ist mir an diesem
30:12Tisch zu viel geballte Arbeitswelt.
30:14Wir haben Hunger, wir gehen zum Spanier.
30:16Gut, dann wünsche ich Ihnen einen guten Appetit.
30:19Danke.
30:19Gehen wir.
30:24Spanier.
30:42Herr Mohr, was gibt's?
30:43Lieber Herr Lind, ich hab frische Infos aus der Pathologie.
30:46Ja, ob da frisch das richtige Wort ist?
30:49Unsere Frau Dr. Eckstein ist gerade mit dem Herrn Dr. Herzog zugange mit unserer Leiche und sie sagt, eines kann
30:55sie definitiv ausschließen, nämlich dass er ermordet wurde.
31:00Aha, so interessant.
31:01Eben, weil der Herr Dr. Herzog ist wahrscheinlich an einem Hirnschlag verstorben und der kommt von dem Schlag, den er
31:08damals an Bälle gekriegt hat.
31:10Was, auf dem was?
31:10Haupt, Bälle, Haupt.
31:13Ähm, gut, dann hören Sie, lassen Sie den Herrn Welle erstmal frei, aber Sie machen ihm klar, dass er die
31:18Stadt nicht verlassen darf.
31:19Er gehört immer noch zum Kreis der Verdächtigen.
31:21Gut, ja, mach ich, Ende.
31:22Servus.
31:23Ja, und du verzupfst jetzt ganz schnell und zwar woanders hin. Guten Morgen.
31:27Guten Morgen, Frau Stock.
31:33Guten Morgen, Frau Stoppel.
31:34Guten Morgen, Herr Seitz. Ja, wir beide gehen jetzt auch ganz schnell zur Frau Ortmann und diesmal weiche ich nicht
31:39von Ihrer Seite.
31:41Guten Morgen, Herr Seitz.
31:42Guten Morgen.
31:47Heinzen.
31:48Grüß Gott.
31:48Guten Tag.
31:49Ja, wir hätten nur ein paar Fragen.
31:52Ich muss da mal warten. Ich muss zum Dienst.
31:54Wir wollten auch gar nicht zu Ihnen, Herr Heinzen. Danke.
31:57Meine Herren.
31:58Sehr gut.
32:00Frau Herzog, mein Beileid.
32:03Vielen Dank.
32:04Wollen Sie sich nicht setzen?
32:06Danke.
32:07Wie lange sind Sie und der Herr Heinzen denn schon zusammen?
32:10Seit vier Monaten.
32:12Hat der Mann davon gewusst?
32:13Nein.
32:15Im Gegensatz zu meinem Mann behandle ich solche Angelegenheiten diskret.
32:18Wäre er auch schade gewesen, wenn er sich von Ihnen entscheiden hätte lassen, gell?
32:22Bei dem für Sie durchaus ungünstigen Ehevertrag.
32:25Außerdem haben Sie uns gestern angelogen. Sie haben schon längst gewusst, dass Ihr Mann aufgewacht war.
32:30Was hat er Ihnen denn so erzählt?
32:33Dass er wieder wach ist?
32:35Dass es ihm gut geht?
32:37Außerdem wollte er wissen, was in der Zwischenzeit passiert ist.
32:39Das glaube ich Ihnen nicht ganz vorher, Herr Zuck.
32:41Ich Ihnen auch nicht.
32:43Wir glauben viel eher, dass Sie damals Ihren Mann niedergeschlagen haben, um frei zu sein, ohne arm zu werden.
32:50Nur hat der Mann Sie nicht hingekend, sondern Ihnen ein Angebot gemacht.
32:54Denn was hätte er schon von der Wahrheit gehabt?
32:57Nur, dass Sie ins Gefängnis gehen.
32:58Da wäre eine andere Wahrheit schon viel lohnender gewesen, nicht wahr?
33:01Nämlich, dass es Dr. Veller war.
33:03Und schon wäre es Ihr konkurrenten los gewesen.
33:05Sie hätten nicht ins Gefängnis gehen müssen und er wäre mit Sicherheit Chefarzt geworden.
33:10Eine schöne Win-Win-Situation.
33:12Meine Herren, und ich muss Sie jetzt bitten zu gehen.
33:15Kommen Sie wieder, wenn Sie Beweise für Ihre monströsen Behauptungen haben.
33:26Herr Hofer?
33:27Ja?
33:28Die Vernehmung können Frau Solenka alleine machen?
33:30Freilich. Was machen Sie dabei?
33:32Ich würde dann nochmal in die Klinik fahren.
33:34Wieso?
33:35Ich habe gerade eine Idee.
33:37Was für eine?
33:40Da schön.
33:42Und dann hat Ihnen der Herr 80er einer sitzen lassen?
33:45Also, Herr Seitz, es tut mir wirklich leid, wie das gelaufen ist.
33:50Frau Stockel, da hätten Sie ein bisschen besser aufpassen müssen.
33:52Frau Ortmann, der Vorwurf hat natürlich gerade noch gefehlt.
33:56Bitte schön. Ihre letzte Amtshandlung?
33:58Was ist das?
34:01Ein Bewirtungsbeleg.
34:03Ich habe gestern den Herrn Seitz als Trost zum Essen eingeladen.
34:08Als Trost? Also, das geht ja nur wirklich nicht.
34:10Ja gut, dann zahle ich es halt selber.
34:12Nein, nein, nein. Kommt nicht in Frage.
34:15Darf ich dies als meine erste Amtshandlung ansehen?
34:19Wenn Sie das verantworten können.
34:23Schau jetzt, Frau Ortmann.
34:25Es geht auch anders.
34:32Herr Reinhardt.
34:34Herr Achsiger.
34:36Herr Dr. Weller.
34:38Ich störe nicht lange.
34:40Ich wollte mich nur bei Ihnen bedanken.
34:41Nicht nötig, Herr Dr. Weller.
34:43Ich wollte nur vermeiden, mir an den neuen Arzt suchen zu müssen.
34:46Ein Vorsorgecheck für Sie steht an.
34:49Wollen wir das gleich morgen erledigen?
34:50Und danach gehen wir was essen.
34:52Das mit dem Check geht in Ordnung.
34:54Nur das Essen, das müssen wir verschieben.
34:56Sie gehören schließlich noch zum Kreis der Verdächtigen.
35:00Sie wollen nicht, dass der Eindruck von Späselwirtschaft entsteht.
35:03Wann passt sie in den Morgen?
35:08Sie können frei wählen.
35:10Also, so viel Späselwirtschaft muss in Bayern schon noch drin sein.
35:13Grüß dich, Claudia.
35:14Grüß Gott, Frau Solenka.
35:16Bleiben Sie mich sitzen.
35:17Sie haben Sie warten müssen.
35:18Tut mir leid.
35:21Frau Solenka, Sie haben ein Verhältnis mit dem Dr. Herzog gehabt.
35:25Stimmt.
35:26Und das hat Ihnen sicher die Frau Breisinger gesteckt.
35:28Wie kommen Sie ausgenutzt auf die?
35:30Weil die mich hasst.
35:31Sie ist ein Mauerblümchen, das noch nie Wasser bekommen hat.
35:35Naja, wie auch immer.
35:36Ich schätze, dass der Dr. Herzog Ihnen die üblichen Versprechungen gemacht hat.
35:40Dass er sich von seiner Frau trennen wird.
35:43Dass er mit Ihnen ein neues Leben beginnt.
35:45Und dass er sich heiraten wird.
35:47Und so weiter.
35:47Und als Sie gemerkt haben, dass er doch nur ein Dampfplauderer ist,
35:52da haben Sie ihn zur Rede gestellt.
35:53Und dann haben Sie ihn im Streit niedergeschlagen.
35:57Sie meinen also, ich habe Dr. Weller ein falsches Alibi gegeben,
36:01um mir damit indirekt eins zu geben?
36:03Na, dass ich jetzt nicht besser formulieren könne.
36:05Sie haben recht.
36:07Dr. Herzog war ein Dampfplauderer.
36:10Jedoch einer mit Zukunft.
36:12Ein möglicher Chefarzt.
36:13Mit so jemandem muss man sich gutstellen.
36:16Top ich.
36:17In dem Sie mit ihm geschlafen haben.
36:19Mensch, ärgere dich, hätte er nicht überzeugt.
36:22Frau Solenka, die Berechnende von Vatal nehme ich Ihnen nicht ab.
36:28Da muss ich wohl deutlicher werden.
36:30Ich hatte auch was mit Dr. Weller.
36:33Jetzt schauen Sie nicht so.
36:35Er hätte ja auch Chefarzt werden können.
36:37Und wie es aussieht, wird das jetzt...
36:40Entschuldigung.
36:42Rufe?
36:43Ja, hier ist Lind.
36:44Könnte ich mal mit Frau Solenka sprechen, bitte?
36:46Freilich.
36:47Frau Solenka, der Linn für Sie.
36:50Solenka?
36:51Ja, ich bin gerade hier auf Ihrer Station.
36:53Dieser Ruheraum, in dem Dr. Weller geschlafen hat, wo ist der genau?
36:57Zwei Etagen höher.
36:58Aha.
37:00Und sagen Sie, die Uhr, auf die Sie geschaut haben, ist das die, die hier über der Tür im Stationszimmer
37:04hängt?
37:04Ja, genau.
37:05Ich habe keine Uhr.
37:07Verstehe.
37:08Ähm, Sie haben gestern gesagt, dass es Dr. Weller sehr wichtig war, pünktlich um 17 Uhr geweckt zu werden.
37:14Ja.
37:15Ist der eigentlich immer so?
37:17Nein.
37:18Also, ehrlich gesagt, hat mich das schon ein wenig gewundert, dass der da plötzlich so eine Welle wegen der Uhrzeit
37:23macht.
37:24Aha.
37:25Danke.
37:26Geben Sie mir doch bitte nochmal Herrn Hofer, ja?
37:30Herr Lind?
37:33Entschuldigung, darf ich ganz kurz?
37:35Danke.
37:40Herr Hofer, seien Sie doch so nett und schicken Sie mir jemanden von der Spurensicherung her.
37:44Ins Krankenhaus?
37:45Ja, ins Krankenhaus.
37:46Wieso?
37:47Das erkläre ich Ihnen später.
38:00Hallo, Herr Kollege.
38:01Hier, auf der W3 im Stationszimmer, da hängt eine Uhr.
38:03Schaut euch die mal an, auf Fingerabdrück.
38:04Okay.
38:05Okay?
38:05Alles klar.
38:05Okay.
38:25Herr Dr. Ben.
38:26Frau Preisinger.
38:29Ich freue mich.
38:41Frau Preisinger, Sie haben Herrn Achtziger gesagt, dass der Dr. Herzog sich nach seinem Aufwachen nach dem Dienstplan erkundigt hätte
38:49von dem Tag, an dem er niedergeschlagen wurde.
38:52Ja.
38:53Ja.
38:54Und Sie haben diese Aussage nicht zufällig auf Geheiß von Dr. Weller gemacht?
38:58Nein.
39:00Aber dass Sie ihn damit indirekt entlastet haben, das wissen Sie schon.
39:05Es war aber so.
39:12Haben Sie ein Verhältnis mit Dr. Weller?
39:14Nein.
39:16Ich habe Sie beide gestern gesehen, wie Sie in seinen Wagen gestiegen sind und sich nach Hause gefahren sind.
39:22Und er hat Ihre Wohnung erst gegen 21.45 Uhr verlassen.
39:26Er war bei mir zum Abendessen.
39:28Ist das vielleicht verboten?
39:32Geben Sie doch zu, dass Sie ihn schon lange verehren, Ihren Herrn Oberarzt.
39:37Aber er war immer unerreichbar für Sie.
39:40Und dann plötzlich beginnt er, sich für Sie zu interessieren, geht mit Ihnen aus, macht Ihnen Komplimente, bittet Sie um
39:48Hilfe.
39:49Hören Sie auf.
39:52Ja.
39:53Entschuldigung, die Störung.
39:54Herr Kollege, auf ein Wort.
40:04Und was sagt sie?
40:05Sie bleibt bei Ihrer Version.
40:07Und die dürfte gelogen sein.
40:09Von der Spuse ist die Geheimnis-Krimmer.
40:15Hm.
40:16War ja nur so eine Idee.
40:17Dann nennen wir mal eine schlechte.
40:18Ich habe den Weller schon wollen lassen.
40:20Sehr gut.
40:22Frau Preisinger darf gehen.
40:26Frau Preisinger, kommen Sie.
40:28Sie sind ja ein ganz findiger Manipulator, Herr Dr. Weller.
40:32Sogar unser Chef haben Sie eingewiegt.
40:36Also Frau Preisinger bleibt bei der Aussage, dass Dr. Herzog sich nach seinem Aufwachen bei ihr nach den Dienstplänen erkundigt
40:42hätte von dem Tag, wo er niedergeschlagen wurde.
40:44Aber das ist definitiv gelogen.
40:46Wir sorgen uns, dass Sie sicher sind, weil wir Ihr Alibi geknackt haben, Herr Dr. Weller.
40:53Verraten Sie uns doch bitte mal, wie Ihre Fingerabdrücke auf die Zeige der Stationsuhr gekommen sind.
41:03Sie haben die Uhr zurückgedreht, nicht wahr?
41:06Damit haben Sie genügend Zeit für die Tat gehabt.
41:09Sie haben sich im Ruheraum niedergelegt und sich pünktlich von Frau Solenka wecken lassen.
41:15Am nächsten Tag haben Sie die Uhr wieder richtig gestellt.
41:18Und die SMS, die der Dr. Herzog angeblich einem Kollegen geschickt haben soll, haben in Wirklichkeit Sie von seinem Handy
41:25aus abgeschickt.
41:26Sie wussten, dass Frau Herzog um 17 Uhr mit ihrem Mann verabredet war.
41:29Und als Sie sie kommen sahen, haben Sie schnell die SMS abgeschickt und sind zurück in den Ruheraum.
41:39Ja, das war der Plan.
41:42Raffiniert, oder?
41:44Wahnsinnig raffiniert, ja.
41:45Dr. Weller, Sie sind vorläufig festgenommen wegen des dringenden Tatverdachts Ihren Kollegen, Dr. Bernd Herzog, getötet zu haben.
41:51Bitte.
41:52Tja, dann werde ich mich jetzt wohl nach einem neuen Arzt umschauen müssen.
41:57Ja, aber Herr Achtziger, da nehmen Sie Ihnen doch gleich eine mit einer weißen Weste, nicht nur mit einem weißen
42:03Kittel.
42:05薄d struckopf.
42:05Ja.