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Der Atlas Roboter bekommt eine neue Hand, die mit 4 Fingern und insgesamt 13 Freiheitsgraden auf anspruchsvolle Arbeiten ausgelegt ist. Im Fokus stehen hohe Beweglichkeit, robuste Technik, präzises Greifen und der sichere Umgang mit Werkzeugen.

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✅ Source: Boston Dynamics

👉Die neue Hand des Atlas Roboters orientiert sich bei ihren Abmessungen an einer großen menschlichen Hand, geht technisch aber einen eigenen Weg. Statt 5 Fingern reichen 4 aus, darunter ein besonders beweglicher Daumen mit 4 Freiheitsgraden.

Drucksensoren an Fingerspitzen und Handfläche liefern wichtige Informationen über den Kontakt zu Gegenständen. Gleichzeitig setzt die Konstruktion auf direkt angetriebene Gelenke und gekapselte Aktuatoren.

Spannend ist außerdem die Verbindung aus Simulation und Reinforcement Learning. Bewegungen und Greifvorgänge können virtuell trainiert und anschließend auf die reale Hardware übertragen werden. Damit soll Atlas unter anderem Bohrmaschinen, Schleifgeräte und andere Werkzeuge präzise bedienen können.

#Atlas #Robotik #BostonDynamics
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Kategorie

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Motor
Transkript
00:00Humanoide Roboter sollen künftig nicht nur laufen, Lasten bewegen oder vorgegebene Abläufe
00:05ausführen, sondern möglichst flexibel mit ihrer Umgebung interagieren. Eine entscheidende Rolle
00:11spielt dabei die Hand. Statt einfach die menschliche Anatomie vollständig nachzubauen,
00:17setzt die neue Handgeneration des Atlas-Roboters auf eine Konstruktion, bei der Funktion,
00:22Robustheit und möglichst einfache Fertigung im Mittelpunkt stehen. Optisch orientiert sich
00:28die Roboterhand dennoch deutlich am menschlichen Vorbild. Ihre Abmessungen entsprechen ungefähr
00:34einer großen menschlichen Hand, damit Atlas Werkzeuge, Gegenstände und Arbeitsbereiche
00:39nutzen kann, die ursprünglich für Menschen ausgelegt wurden. Auffällig ist allerdings,
00:44dass die Konstruktion nur vier Finger besitzt. Auf einen kleinen Finger haben die Entwickler
00:51bewusst verzichtet, weil dessen zusätzlicher Nutzen den höheren technischen Aufwand nicht
00:56rechtfertigen soll. Übrigens, täglich neue Fahrzeuge und spannende Technik erhältst du,
01:03wenn du unser Automagazin abonnierst. Technisch bietet die Hand insgesamt 13 Freiheitsgrade. Besonders
01:10wichtig ist der bewegliche Daumen mit vier Freiheitsgraden. Die übrigen Finger verfügen
01:15jeweils über drei Freiheitsgrade und können unter anderem seitlich bewegt werden. Dadurch kann Atlas
01:21Gegenstände nicht nur festhalten, sondern innerhalb der Hand neu positionieren. Auch verschiedene
01:27Klemm- und Dreipunktgriffe werden möglich. Die Konstruktion soll zudem genügend Kraft bereitstellen,
01:33um anspruchsvolle Arbeiten in Industrie und Logistik zu bewältigen. Für ein besseres Gefühl
01:39beim Greifen kommen zahlreiche Drucksensoren an Fingerspitzen und Handfläche zum Einsatz. Sie
01:45erkennen bereits kleine Veränderungen beim Kontakt mit einem Gegenstand. Gleichzeitig sind die Aktuatoren
01:51direkt in die Konstruktion integriert. Empfindliche Kabel, die über bewegliche Gelenke geführt werden
01:58müssten, entfallen. Das soll die Robustheit erhöhen und eine zuverlässige Nutzung unter realen
02:04Arbeitsbedingungen ermöglichen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf künstlicher Intelligenz und
02:10Simulation. Die Entwickler haben die Mechanik so gestaltet, dass sich das Verhalten der Hand
02:15möglichst präzise digital nachbilden lässt. In Simulationen kann Atlas dadurch mittels
02:21Reinforcement Learning unterschiedliche Bewegungen und Greifvorgänge trainieren. Variierende Reibung,
02:27Motorkräfte, Objektformen oder unerwartete Störungen lassen sich künstlich erzeugen, bevor die
02:34erlernten Fähigkeiten auf die reale Hardware übertragen werden. Besonders interessant ist
02:39schließlich der Umgang mit Werkzeugen. Die Hand kann beispielsweise Bohrmaschinen,
02:44Schleifgeräte oder andere Werkzeuge greifen und deren Bedienelemente betätigen. Genau darin liegt
02:51ein wesentlicher Vorteil einer beweglichen Roboterhand. Statt für jede Tätigkeit einen speziellen Greifer zu
02:56benötigen, könnte ein humanoider Roboter vorhandene Werkzeuge verwenden. Die vier Finger und 13 Freiheitsgrade,
03:04sind deshalb kein Versuch, die menschliche Hand perfekt zu kopieren. Vielmehr entsteht ein Werkzeug,
03:11das Beweglichkeit, Kraft, Haltbarkeit und wirtschaftliche Fertigung miteinander verbinden soll.

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