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  • vor 10 Stunden

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🎈
Spaß
Transkript
00:06Musik
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00:12Musik
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00:18Musik
00:20Musik
00:26Robert!
00:33Richtig.
00:45Morgen.
00:46Ja, guten Morgen. Hey, wen magst du heute beeindrucken?
00:49Bist du?
00:49Ja, weil's dir so aufbrezelt hast.
00:51Der 80er und ich treffen heute Frau Thalhammer.
00:54Ah, wer ist das jetzt schon wieder?
00:55Die Frau von Peter Thalhammer, ein ganz berühmter Verleger,
00:59der vor einem halben Jahr gestorben ist.
01:00Und sie hat deshalb zum Andenken ihres Mannes
01:02einen Literaturpreis gestiftet.
01:04Und was hast du damit zum tun?
01:06Das Kernchef vom Thalhammer Verlag sitzt in München.
01:09Aber die Geschäftsführung sitzt in Rosenheim.
01:12Und deshalb soll die Preisverlagen auch bei uns stattfinden.
01:15Genauer gesagt, im Festsaal der Musikakademie.
01:18Und jetzt geht's darum, die Einzelheiten zu besprechen.
01:21Weil ihr sonst nichts zum tun habt.
01:24Der Bürgermeister persönlich hat uns gebeten,
01:26uns um die Sache zu kümmern.
01:27Dann kann man aber schlecht Nein sagen.
01:28Stockel.
01:29Ich muss, tschau.
01:30Servus.
01:31Grüß dich, Stockel.
01:32Lass mich ran.
01:33Ja, es gab ja der Leiche, und zwar im Forsthaus Waldesruhe.
01:36Und wo ist das?
01:38Sperlinger Forst, Waldweg 1a.
01:40Aber das Navi zeigt dir das schon.
01:41Du bist Spassi.
01:42Das Navi ist im Dienstwagen.
01:43Und der Dienstwagen, der steht im Kommissariat.
01:45Ja, da musst du halt nochmal herkommen.
01:47Zum Sperlinger Forst ist das doch ein riesen Umweg.
01:50Kann man jetzt nicht mehr abholen.
01:51Pff, mei.
01:52Spusi und Moa sind schon längst unterwegs.
01:54Und der Hansen?
01:55Ah, den Hansen, den wollte ich anrufen.
01:57Aber das kannst du ja gleich du machen dann,
01:59weil ich hab sowieso was zu tun.
02:00Gell, Pfütti, Servus.
02:02Moment.
02:04Gibt's das?
02:09Ja?
02:10Guten Morgen, Frau Stockel.
02:11Guten Morgen, Herr Achtziger.
02:13Haben Sie heute Morgen schon die Frau Ortmann gesehen?
02:17Die Frau Ortmann, denke ich, ist auf Städtereise in Dresden?
02:20Soviel ich weiß, fliegt sie doch erst am Freitag.
02:23Ja, hi.
02:25Ah, Frau Ortmann, da sind Sie ja.
02:27Herr Achtziger, ja.
02:28Was ich Sie fragen wollte, haben Sie schon einen Blick in die Kalkulation unserer Preisverlagung werfen können?
02:34Gestern Abend.
02:35Wunderbar.
02:36Frau Hofer und ich haben nämlich gleich einen Termin bei der Frau Thalhammer.
02:39Gehen wir in mein Büro?
02:40Gerne.
02:41Ah, Frau Ortmann, Ihre Post?
02:42Äh, dafür komm ich dann später nochmal.
02:44Gab's sonst noch was?
02:45Ja, allein.
02:54Guten Morgen, die Herren.
02:56Grüß dich.
02:57Moin, Moin, Herr Mohr.
02:58Moin.
02:59Was ist denn das für ein Fuhrpark hier?
03:01Also, die vier Autos, die gehören zum Forsthaus.
03:04Und der Rest, das sind alles mir.
03:05Äh, vier Autos gehören zum Forsthaus?
03:07Wer wohnt da?
03:07Also, da ist erst einmal der Förster und seine Frau.
03:11Hermann Mitterer, Christen Mitterer, der Geländewagen.
03:14Hermann Mitterer.
03:15Und der?
03:16Das Wortopfer.
03:17Robert Wildecker, 48 Jahre alt, ledig.
03:21Gearbeitet hat er als Steuerfahnder beim Finanzamt Rosenheim.
03:25Deswegen ist er aber nicht hier.
03:26Nicht?
03:27Nein.
03:27Sondern?
03:28Wegen der Waldesruhe.
03:29Er wollte sich endlich einmal eine kreative Auszeit nehmen, um an seinem Roman weiterzuschreiben.
03:35Eine kreative Auszeit, das ist einmal was.
03:37Ja, gut, wenn man kreativ ist, Herr Kollege, wer hat ihn denn gefunden?
03:41Die Frau vom Förster, die Frau Mitterer, wie sie ihm gerade das Frühstück bringen wollte.
03:45Es ist nämlich so, die Waldesruhe ist kein Forsthaus.
03:49Was soll das denn heißen?
03:50Das heißt, dass das offizielle Forstamt ganz woanders ist.
03:53Denn Mitterers gehört zwar das Haus, sie wohnen auch hier, aber sie vermieten vier Gästezimmer
03:58mit Frühstück an Pensionsgäste.
04:00Zum Beispiel an Herrn Wildecker.
04:02Zum Beispiel.
04:03Gibt's hier noch andere Pensionsgäste?
04:05Nein, deswegen gibt's auch keine Zeugen.
04:08Michi, wie ist denn eigentlich passiert?
04:11Geschossen haben sie.
04:12Das ist ihr Zimmer.
04:18Da haben Sie ja wirklich einiges vor.
04:21Getränke und Catering für 500 Personen, Rundfunk, Fernsehen.
04:26Und nicht zu vergessen, das Orchester der Musikakademie.
04:31Wer zahlt eigentlich den ganzen Spaß?
04:33Die Stadt Rosenheim und die Frau Thalhammer stiftet das Preisgeld.
04:37Ich mein, der Thalhammer Verlag ist immerhin einer der bedeutendsten Literaturverlage Deutschlands.
04:44Hallo Frau Hofer.
04:45Frau Hofer.
04:46Hallo Frau Ortmann, Herr Achtziger. Entschuldigen Sie, Stand im Stau.
04:51Na ja, bisher der Zeit haben wir ja noch.
04:53Und die Frau Ortmann war übrigens so nett, gestern Abend noch unsere Kalkulation durchzuschauen.
04:57Das ist aber mehr als nett.
04:59Ja, ich war sowieso noch da.
05:01Dafür geht's am Wochenende nach Dresden.
05:03Mei, wie schön.
05:04Sie, die Frauenkirche soll ein absoluter Traum sein.
05:07Nicht nur die, ich sag Ihnen das Hotel. Eine Wellness-Oase.
05:11Ich unterbreche Sie alle ungern, meine Damen, auf ein wenig.
05:14Ich schicke Ihnen den Link, falls Sie es interessiert. Oh ja.
05:20Schönen guten Morgen, Frau Dr. Echstern.
05:22Hallo Herr Hansen.
05:23Der Hartl?
05:24Frau Doktor.
05:25Der Herr Mohr hat gemeint, dass er erschossen worden ist.
05:29Ja, aus dieser Waffe ist heute Morgen geschossen worden.
05:31Aha.
05:33Die Tatzeit?
05:34Heute Morgen zwischen acht und halb neun.
05:39Sagen Sie, ist es möglich, dass er sich selber...
05:42Ausgeschlossen.
05:43Der Schuss ist aus einer Entfernung von zwei, drei Metern abgegeben worden.
05:48Außerdem hat jemand die Fingerabdrücke an der Tatwaffe abgewischt.
05:51Herr Mohr?
05:52Hallo Frau Doktor.
05:53Dieser Lauf ist abgeschossen worden.
05:56Das Gewehr selber stammt aus dem Waffenschrank vom Herrn Mitterer
05:59und der Herr Mitterer wiederum hat es dem Herrn Wildecker geliehen.
06:01Geliehen?
06:02Der Herr Wildecker ist neulich beim Spazierengehen einem wild gewordenen Keiler begegnet.
06:07Und seitdem hat er sich ohne Gewehr nicht mehr rausgetraut.
06:09Das kann man ja verstehen.
06:10Sagen Sie, wo hat Herr Wildecker geschrieben?
06:13Na ja, hier.
06:15Aha.
06:16Wie soll das gehen?
06:17Ich sehe hier nicht meinen Bleistift.
06:18Herr Hansen?
06:19Ja?
06:20Ich war noch nicht fertig.
06:21Entschuldigung.
06:22Bitte.
06:22Die Frau Mitterer hat gesagt, dass der Herr Wildecker ein Notebook gehabt hat.
06:26Und dieses Notebook ist weg.
06:27Und sein Handy auch.
06:29Und seine Brieftasche auch.
06:30Können Sie sich um Raubmord handeln?
06:32Sagen Sie mal, habt ihr hier rum irgendwelche Einbruchspuren festgestellt, weil trunken?
06:36Viel Anzeige.
06:38Frau Doktor.
06:39Ja?
06:40Sagen Sie mal, haben Sie an der Leiche irgendwelche Abwehrspuren feststellen können?
06:44Nein, keine.
06:45Wiederschauen.
06:46Wiederschauen, Frau Doktor.
06:49Wenn es keinen Kampf gegeben hat, dann wird es wahrscheinlich doch kein Raubmord gewesen sein.
06:54Sagen Sie mal, unsere Förster, die Mitterer, wo waren die eigentlich zur Tat sind?
06:58Das mit dem Gewehr tut mir leid.
07:00Wenn ich gewusst hätte, was passieren würde.
07:03Ja, Mitterer, Sie haben sich strafbar gemacht.
07:05Ein Jagdgewehr, das gibt man nicht einfach so aus der Hand.
07:07Schon gar nicht, wenn es gegangen ist.
07:09Aber der Herr Wildecker hatte einen Waffenschein.
07:11Natürlich habe ich mir den zeigen lassen, bevor ich ihm das Gewehr gegeben habe.
07:14Soll ich spät holen?
07:16Also, ein Waffenschein.
07:17Der Mess hat ein handwilliges...
07:18Ja, das hat erst mal Zeit.
07:20Also, mich würde vor allem interessieren, was genau heute Morgen passiert ist.
07:23Das haben wir doch schon Ihrem Kollegen erzählt.
07:26Ach so.
07:26Ja, dann erzählen Sie es uns bitte nochmal.
07:29Frau Mitterer, von wann bis wann waren Sie einkaufen?
07:32Also, so im Sinne bin ich los.
07:33Erst zum Bäcker, dann zum Supermarkt.
07:35Das Ganze hat ein bisschen dauert.
07:37Bin ich erst so gegen neun wieder da gewesen.
07:39Da habe ich ihn dann gefunden.
07:41Ja, und weiter?
07:42Dann habe ich sofort die Polizei angerufen.
07:44Und anschließend meinen Mann.
07:46Ich war in einem Hochstand, drei Kilometer von hier.
07:49Bin sofort hergeraust.
07:51Frau Mitterer, wirst du gekommen sein vom Einkaufen?
07:53Die Haustür, ist die da oben gewesen?
07:55Oder Fenster offen?
07:57Na?
07:58Dann kann es gut gewesen sein, dass der Wildecker im Täter aufgemacht hat.
08:01Ja, möglicherweise hat er ihn sogar gekannt.
08:04Mit wem hat der Wildecker denn so Kontakt?
08:06Also, Psycho oder Korn gehabt.
08:08Allerdings hat er ab und ab und ab telefoniert mit einer Claudia.
08:12Claudia?
08:12Ist das seine Freundin?
08:13Na, das ist seine Urlaubsvertretung beim Finanzamt.
08:16Haben wir da ein Nachnamen?
08:18Da sind wir bloß Claudia genannt.
08:21Das sieht man schon aus.
08:24Grüß Gott.
08:25Grüß dich, Frau Woffer.
08:27Hallo, Frau Thalhammer.
08:29Darf ich vorstellen, Gerd Achtziger von der Musikakademie?
08:31Schön, dass wir uns mal persönlich kennenlernen.
08:33Ja, das freut mich sehr.
08:34Ich wünschte, ich käme öfters in den Genuss Ihres wirklich ausgezeichneten Musikprogramms.
08:39Danke.
08:39Wünsche ich mir manchmal auch selber.
08:41Herr Achtziger ist nämlich im Hauptberuf unser Polizeidirektor und Leiter der Mordkommission.
08:46Ach du liebe Zeit.
08:47Wie passt das denn zusammen?
08:49Kommen Sie bitte.
08:50Zwei Seelen in einer Brust.
08:54Wann haben Sie den Wildecker das letzte Mal gesehen?
08:56Lebend.
08:58Gestern Mittag, so gegen 14 Uhr.
09:00Er wollte nur zur Frau Thalhammer, seine Verlegerin.
09:03Den Namen her, er hat schon zum zweiten Mal.
09:06Frau Hofer hat mir erzählt, dass Sie mit dem Ein-80er-Hol zur Frau Thalhammer wollten was besprechen wegen einem
09:11Literaturpreis.
09:12Ja, deswegen wollte Herr Wildecker auch zur Frau Thalhammer, weil er doch den Preis hätte kriegen sollen.
09:17Ah, davon hat es mir aber nichts verzeiht, die Frau Hofer.
09:20Hm.
09:21Wann war Herr Wildecker wieder hier?
09:23So gegen Zähne, halbe Elbe.
09:24Aber da waren wir schon im Bett.
09:26Wurde denn bei Ihnen eigentlich auch was gestohlen?
09:29Nein.
09:31Allerdings haben wir im Keller noch nicht nachgeschaut.
09:34Was ist denn im Keller?
09:36Die Weinsammlung von meinem Mann.
09:38Ach.
09:38Ja, dann sehen wir uns die mal an.
09:40Herr Kollege.
09:42Ja, ich werde mich ganz gern noch ein bisschen mit der Frau Mitterer unterhalten.
09:46Machen Sie das.
09:47Bitte.
09:50Bitte.
09:53Das ist das Frühstück gewesen, das ich für Herrn Wildecker gemacht habe.
09:57Wollen Sie vielleicht ein Semmel?
10:00Danke, nein.
10:00Ich muss ein bisschen aufwachen.
10:02Aber einen Kaffee nehmen wir es doch.
10:04Ja, gern.
10:06Sagen Sie's dir, Herr Wildecker, ist der schon öfter bei einer gekommen?
10:10Nein, zum ersten Mal.
10:12Das heißt eigentlich zum zweiten Mal.
10:13Einmal hat er sich's angeschaut und jetzt halt wieder um seinen Roman zu schreiben.
10:18Und wie lange hat er bleiben wollen?
10:19Er hat für fünf Wochen gebucht gehabt.
10:21Davon waren vier schon rum.
10:23Ja, in vier Wochen.
10:24Da hat er sagen, kriegt man schon einiges mit.
10:28Was war denn das für eine der Wildecker?
10:31Mein ganzer Netter.
10:33Unkompliziert.
10:35Was hat das so den ganzen Tag über gemacht?
10:37Geschrieben hat er.
10:39Und spazieren ist er gegangen.
10:41Hallo?
10:41Manchmal habe ich ihn begleitet.
10:43Waldleer ging in seiner Spezialität unseres Hauses.
10:47Ach so.
10:49Sagen Sie, Ihr Mann, der hat das nicht gemacht.
10:53Ich mein, er ist doch der Schöster.
10:54Zu viel Arbeit.
10:56So.
10:59Außerdem bin ich eh viel besser im Erklären.
11:02Was ist da, bist du?
11:04Entschuldigung, Herr Stern.
11:06Ja.
11:06Frau Mitterer, danke schön.
11:08Wir kommen auf den Zug.
11:11Du, der Herr Hansnull, der Herr Mitterer, wo sind denn die?
11:14Im Weinkeller.
11:15Weinkeller?
11:16Ich will nachschauen, ob was gestohlen worden ist.
11:18Ach so.
11:18Bei dir?
11:20Ja, es ist ja so, die Urlaubsvertretung vom Herrn Wildecker heißt Claudia Bronner.
11:24Sie hat gesagt, sie kommt jederzeit zu uns ins Kommissariat.
11:27Wir sollen nur sagen, wann.
11:33Also, aus dem Weinkeller wurde nichts gestohlen, obwohl es sich durchaus gelohnt hätte.
11:38Da sind ein paar ganz edle Tropfen dabei.
11:39Ein 92er Chateau Laurent zum Beispiel.
11:42Das sagt mir jetzt nichts.
11:44Ja.
11:44Aber 100 Euro die Flasche sagt Ihnen vielleicht was.
11:47Das ist aber ein teures Hobby für einen Förster.
11:49Man hat doch drei Autos vor der Tür.
11:51Sauber.
11:51Also, er sagt, doppeltes Einkommen, keine Kinder.
11:55Wieso jetzt doppeltes Einkommen?
11:57Na ja, seine Frau hat ja auch einen Job, kümmert sich um die Pensionsgäste, ne?
11:59Ach so.
12:00Er kümmert sich sogar so gut, dass sie einsame Waldspaziergänge mit dem Herrn Wildecker gemacht hat.
12:06Selbstverständlich ohne Förster.
12:07Sie meinen, Wildecker und die Försterin.
12:09Hatten wir es miteinander, ne?
12:10War doch eine Möglichkeit.
12:11Der Förster kommt dahinter, im Effekt erschürzt den Wildecker und lässt sich einen Raubmataschen.
12:16Wildecker war doch Steuerfahrend.
12:17So jemand tritt permanent anderen Leuten auf die Füße.
12:19Meinen Sie nicht, dass wir lieber in diese Richtung ermitteln sollten, Herr Kollege?
12:23Ja, dann machen wir das.
12:24Dann reden Sie mit der Bronner.
12:25Mit wem?
12:26Claudia Bronner.
12:27Die Urlaubsvertretung von Wildecker.
12:29Ach gut.
12:29Und ich rede mit der Talhammerin.
12:31Talhammerin?
12:31Ja, Brigitte Talhammer.
12:32Die Verlegerin von Wildecker.
12:34Ach so.
12:35Was mache ich?
12:36Du schnappst einen von der Spuse und fährst nach Rosenheim zur Wohnung von Wildecker.
12:40Alles recht.
12:40Dominik!
12:41Ja.
12:42Ach so.
12:42Komm.
12:46Ja?
12:47Ach, guten Tag.
12:50Mein Name ist Bronner, ich bin mit Herrn Hansen verabredet.
12:53Der Herr Hansen ist noch nicht da, wenn Sie vielleicht draußen warten.
12:56Frau Bronner?
12:58Ach, Herr Hansen.
12:59Schön, dass Sie so schnell kommen konnten.
13:01Selbstverständlich.
13:02Ja, gehen wir doch bitte in mein Büro.
13:09Frau Stockl, was machen denn die Handy- und E-Mail-Daten von den Wildecker?
13:12Tja, die sind noch nicht da.
13:14Dann fragen Sie mal in der KTU nach, wie lange die noch brauchen.
13:17Mach ich.
13:17Danke.
13:20Wie ist es denn passiert?
13:22Herr Wildecker ist erschossen worden.
13:25Wann und wo?
13:26Also normalerweise bin ja ich derjenige, der die Fragen stellt.
13:29Da haben wir wohl was gemeinsam.
13:31Aber Entschuldigung, ich wollte Sie nicht unterbrechen.
13:34Danke.
13:35Heute Morgen im Forsthaus Waldesruhe ist es passiert.
13:38Und jetzt wollen Sie von mir wissen, ob ich weiß, wer das getan haben könnte.
13:42Da habe ich Sie schon wieder unterbrochen.
13:44Kein Problem.
13:45Aber vielleicht haben Sie ja die Antwort auf Ihre Frage.
13:47Ja.
13:48Sogar zwei.
13:49Zum einen, unser Beruf stand so beliebt wie Pest und Cholera.
13:54Das bedeutet, da kann es schon mal passieren, dass einer ausflippt.
13:56Und zum zweiten?
13:59Hm.
14:01Ich weiß leider nicht, an welchen Fällen er gearbeitet hat, bevor er ins Forsthaus fuhr.
14:06Aber das kann ich für Sie gerne recherchieren.
14:08Das wäre sehr hilfreich.
14:09Wir bräuchten eine Aufstellung der letzten sechs Monate.
14:12Zu Ihren Händen?
14:12Zu Händen unserer Sekretärin, Frau Stockel.
14:15Frau Stockel?
14:16Frau Stockel?
14:16Adresse?
14:20Die bekommen Sie auch von Frau Stockel.
14:29Sagen Sie mal, wieso habe ich den Eindruck, dass Sie in der Tod von Herrn Wildecker nicht
14:32besonders nahe geht?
14:34Auf den ersten Eindruck war er ganz sympathisch.
14:37Und auf den zweiten?
14:39Egozentrisch?
14:40Jähzornig?
14:43Obendrein hatte er eine ziemlich schräge Berufsauffassung.
14:46Wenn er jemanden auf den Kicker hatte, hat er ihm gerne mal mit seinem Job als Steuerfinder gedroht.
14:51Aha.
14:52Wie meinen Sie das?
14:54Einmal zum Beispiel hat ihm jemand die Vorfahrt genommen.
14:57Daraufhin hat er sich die Steuerunterlagen bringen lassen und demjenigen eins reingewirkt.
15:01Das finde ich nicht in Ordnung.
15:03Wann haben Sie in Wildecker zum letzten Mal gesprochen?
15:06Wir haben gestern Vormittag telefoniert, weil ich verfahrensrechtliche Fragen hatte.
15:10War da irgendetwas anders als sonst?
15:12Nein.
15:13Das heißt doch.
15:15Er hat sich aufgeregt über einen Hubert Hacklinger.
15:19Das ist wohl der Chef der Forstarbeiter, die da in der Nähe vom Forsthaus Rudungsarbeiten durchführen.
15:24Also da komme ich gerade her, aber Forstarbeiter waren da keine.
15:27Gestern schon.
15:28Ich habe ja kaum was verstanden vor lauter Krach.
15:31Mhm.
15:34Ja.
15:35Wiederschauen.
15:36Wiederschauen.
15:36Wiederschauen.
15:37Wiederschauen.
15:37Wiederschauen.
15:37Hat doch gut geklappt, ha?
15:44Ja.
15:46Patl!
15:47Was machst denn du da?
15:48Ja, den Wildecker haben sie doch umgebracht.
15:50Wer soll das sein?
15:52Ich habe gemeint, den kennt ihr ja.
15:55Der hätte doch diesen Literaturpreis kriegen sollen.
15:58Wie wollen Sie damit sagen, der Tote in unserem neuen Fall war Schriftsteller?
16:02Ja.
16:02Robert Wildecker, das war ein Autor vom Thalhammer Verlag.
16:06Und der hat sich in dieses Forsthaus, wo sie gefunden haben, zurückgezogen, weil er einen Roman schreiben wollte.
16:10Und dieser Herr Wildecker hat behauptet, er wird den Literaturpreis kriegen.
16:16Angeblich war er gestern Nachmittag deswegen da.
16:18Sagt wer?
16:19Die Förstersfrau, wo er gerade wohnt.
16:22Das ist jetzt aber merkwürdig.
16:23Gerade hat uns die Frau Thalhammer erklärt, dass der Preis von einer unabhängigen Jury vergeben wird.
16:28Genau.
16:28Und dass der Preisträger noch gar nicht feststeht.
16:30Vielleicht ist ja die Jury nicht so unabhängig.
16:32Entschuldigung.
16:34Wie es uns die Frau Thalhammer weismachen möchte.
16:36Sie meinen, die Frau Thalhammer sorgt hinter den Kulissen dafür, dass der Preis an einen von ihren eigenen Autoren geht?
16:44Wenn rauskommt, dass beim Wettbewerb was gemauschelt wird, dann können wir die Preisverleihung vergessen.
16:48Bis jetzt steht noch überhaupt nichts fest.
16:50Noch nicht einmal, ob dieser Herr Wildecker überhaupt darf.
16:52Wie wäre es, wenn wir die Frau Thalhammer einfach fragen?
16:54Ja.
16:55Ohne mich.
16:56Das ist mir zu peinlich, wo wir uns doch gerade so gut verstanden haben.
16:59Ich warte hier draußen.
17:01Ja, gut.
17:05Herr Wildeckers Tod?
17:07Ja.
17:10Erschossen, genauer gesagt.
17:12Bitte.
17:16Frau Thalhammer, haben Sie eine Idee, wie ihr das gemacht haben könnt?
17:20Ich kannte ihn ja kaum.
17:22Bitte.
17:23Das war aber doch ein Autor von Ihrem Verlag.
17:26Wissen Sie, wie viele Autoren wir haben?
17:28Nein, aber der Herr Wildecker, der war doch gestern Nachmittag hier bei Ihnen.
17:33Ja.
17:34Zu meiner eigenen Überraschung.
17:35Er kam unangemeldet.
17:37Er war enttäuscht, dass sein erster Roman sich nicht besser verkauft hatte.
17:41Er glaubte, es lag am Marketing.
17:44Ich habe ihm empfohlen, sich an unsere PR-Abteilung zu wenden.
17:47Und über den Literaturpreis haben Sie gar nicht geredet?
17:50Doch, auch, ja.
17:52Aber warum interessiert Sie das?
17:53Ja, weil da ein Tatmotiv liegen könnte.
17:57Und wenn der Herr Wildecker den Preis wirklich gekriegt hätte, dann hätte es doch gut sein können,
18:01dass ein Neider oder Nebenbulle ihn, ähm...
18:05Also bitte.
18:08Es gibt auch noch andere Autoren außer Herrn Wildecker.
18:11Außerdem steht der Preisträger noch gar nicht fest.
18:14Sehen Sie?
18:15Ja, aber dann verstehe ich nicht, warum der Wildecker überall rum erzählt hat, dass er den Preis kriegt.
18:19Und dass er deswegen gestern Nachmittag bei Ihnen gewesen sein will.
18:23Achso, Sie glauben, Herr Wildecker und ich haben hinter dem Rücken der Jury ausgeschnapselt,
18:27dass ihm der Preis zugeschrieben wird?
18:29Jetzt verstehen Sie das bitte nicht falsch, Frau Thalhammer-Bahn.
18:31Ich will Ihnen sagen, worüber wir gesprochen haben.
18:33Ich habe Herrn Wildecker erklärt, dass der Preis nur für unveröffentlichte Manuskripte verliehen wird.
18:38Sein erster Roman kam dafür nicht in Frage, aber er hätte es gerne mit seinem zweiten versuchen können.
18:44Trotzdem verstehe ich nicht, dass der Herr Wildecker geglaubt hat, dass er den Preis kriegt.
18:48Klarer Fall von Größenwahn.
18:50Daher auch die Hutzpe ohne Termin zu erscheinen.
18:55Jetzt sagen Sie mir bitte noch, wann der Herr Wildecker gestern bei Ihnen gewesen ist.
19:00Er kam so um drei und blieb circa eine Stunde.
19:04Und her, nach wo ist er da hin?
19:06Das weiß ich nicht.
19:07So, dann wollen wir Sie nicht länger stören.
19:10Eins noch.
19:11Heil in der Früh zwischen acht und halbe neune, wo waren Sie da?
19:15Hier, beim Frühstück. Bitte.
19:19Wiederschauen.
19:20Wiederschauen.
19:25Bravo, Herr Hartl, bravo.
19:27Jetzt haben Sie sich vor den Kopf erschlossen.
19:30Wieso das jetzt?
19:30Na ja, mit Ihrer Frage nach dem Alibi.
19:33Ja, ich habe ganz einfach meine Arbeit gemacht.
19:35Na ja, sicher, aber bei dem geringen Tatwort, bitte Sie, Herr Hartl.
19:40Und was ist, wenn Sie sich jetzt beschwert?
19:42Heute wie Frau Thalhammer haben die besten Beziehungen erhoben.
19:45Und wer darf es dann wieder ausbaden?
19:47Ja.
19:47Ich natürlich.
19:49Und wie, was?
19:51Wunderbar, Frau Hofer.
19:52Ja, einfach wunderbar.
19:52Bitte.
19:56Bedanke mich.
19:56Ja, wiederhören.
19:58Herr Hansen.
19:59Ja?
20:00Es war gerade die KTU-Handy und E-Mail-Daten vom Wildecker kommen morgen in der Früh.
20:04Ah ja, sehr gut.
20:05Was ist das?
20:06Ah ja, Sie wollten doch wissen, ob gegen den Hacklinger was vorliegt.
20:09Ah, genau.
20:10Danke.
20:11Das ist interessant.
20:12Was ist interessant?
20:14Das ist das Führungszeugnis von einem Hubert Hacklinger.
20:17Aber erzählen Sie doch mal.
20:18Wie war es bei der Verlegerin?
20:19Ah, Ihr Name ist Hase und sie weiß von nichts.
20:21Aber Hacklinger, wer ist das?
20:22Das ist ein Forstunternehmer, der in der Nähe von Forsthaus Bodungsarbeiten durchgeführt
20:27hat.
20:27Laut der Frau Bronner war der Wildecker sauer auf ihn, weil er bei dem Krach keine Zeile
20:30schreiben konnte.
20:31Wieso haben wir von dem Krach nichts mitgekackt?
20:33Weil der Hacklinger heute morgen seine Leute zugepfiffen hat.
20:36Und jetzt meinst du, dass der Hacklinger was mit dem Ort zu tun haben kann?
20:40Laut Frau Bronner konnte der Wildecker richtig unangenehm werden, wenn er jemanden auf
20:43dem Kieker gehabt hat.
20:44Da hat er schon mal den Steuerfahnder rausgekehrt im Bösen.
20:48Angenommen, der Wildecker droht dem Hacklinger damit seine Firma unter die Lupe zu nehmen.
20:52Und der Hacklinger kriegt Panik, weil er schon Dreck am Stecken gehabt hat.
20:55Wegen der Beschäftigung von Schwarzarbeitern.
20:57Damals ist er mit einer Bewährungsstrafe davongekommen, aber diesmal hätte er ins Gefängnis wandern
21:00müssen.
21:00Und um das zu vermeiden, erschießt der Hacklinger den Wildecker mit dem Gewehr des Försters,
21:05um von sich abzulenken.
21:08Servus.
21:08Grüß dich, wo kommst du her?
21:10Wir wandern mit der Spuse in der Wohnung von Wildecker.
21:13Und wisst ihr, was wir gefunden haben?
21:15Frauenkleider und eine Zaunbürste.
21:18Nur eine zweite.
21:19Und die Nachbarn, was sagen die?
21:20Die Nachbarn haben gar nichts gesagt.
21:21Warum denn nicht?
21:22Gar keiner da.
21:23Dann müsst ihr noch mal hin, Michi.
21:24Ach so, ja.
21:25Ja, aber vorher fahren Sie bei diesem Hacklinger vorbei.
21:27Ja, ist recht.
21:28Wer ist jetzt der Hacklinger?
21:30Ein Tatverdächtiger.
21:32Ich hab versucht ihn telefonisch zu erreichen, aber außer dem AB geht da niemand ran.
21:35Ja schon.
21:36Servus Michi.
21:37Viertestockel, Viertestockel.
21:38Das ist gerade von der Frau Bronner gekommen.
21:40Ah ja, danke.
21:41Ich hab nämlich Frau Bronner drum gebeten, uns eine Liste mit allen Fällen zu geben,
21:44die der Herr Wildecker in den letzten sechs Monaten bearbeitet hat.
21:47Ah, da sind die Frau Thalhammer dabei.
21:50Er macht eine Steuerprüfung bei seiner eigenen Verlegerin.
21:53Mir hat's verzeiht, sie kennen kam.
21:55Das stimmt doch was.
21:55Das stimmt, Stockel.
21:56Riffen wir im Finanzamt, wo ich brauche alle Unterlagen zu dieser Steuerprüfung.
22:00Hörtl, aber heut wird das nichts mehr.
22:02Weil im Finanzamt haben's schon alle einen Stift fallen gelassen.
22:04Ich mach's morgen in der Früh.
22:06Ja, gut.
22:07Wollen wir dann in Anbetracht der Zeit vielleicht auch einen Stift fallen lassen?
22:15Hi Joe.
22:15Servus Sven.
22:16Ich hätte gern Rotwein und sag mal, welche Pasta kann der Küchenchef empfehlen?
22:20Spaghetti Gamberi oder Tejatelle mit Wildschweinwagon.
22:25Dann nehm ich die Gamberi.
22:27Weil von wilden Schweinen hab ich heut genug.
22:29Wilde Schweine im Präsidium?
22:31Wir waren im Sperlinger Forst.
22:34Du glaubst nicht, was ich da im Weinregal von einem Forsthaus gefunden hab.
22:37Ein 92er Chateau Lorraine.
22:40Die Flasche blieb leider zu.
22:42Hab grad mal am Etikett schnuppern dürfen.
22:44Wie sagt man so schön?
22:45Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.
22:48Merci.
22:49Na Abend.
22:50Hallo Herr Hansen, darf ich?
22:52Hallo Frau Oppmann.
22:54Ich wollte nur schnell eine Kleinigkeit essen, bevor ich wieder ins Büro verschwinde.
22:57Hm.
22:58So spät nur.
22:59Sind Sie im Stress?
23:00Nein, ich bin nicht im Stress.
23:02Aber ich bin noch am Freitag weg und bis dahin hätte ich gern meinen Schreibtisch leer.
23:05Hm.
23:06Wieder auf einer Fortbildung irgendwo?
23:08Nein.
23:09Kurzurlaub in Dresden.
23:10Drei Tage lang kein Büro, keine Akten.
23:13Und kein Hansen.
23:14Wenn Ihnen da mal nicht langweilig wird, hm?
23:16Wenn da mal nicht einer neidisch ist.
23:18Oh.
23:19Hm.
23:21Guten Morgen.
23:22Morgen.
23:23Morgen Stockl.
23:23Morgen Michi.
23:24Christian.
23:25Pass auf.
23:25Eins nach dem anderen.
23:26Stockl, sag einmal im Finanzamt hast du da schon einen Koffer?
23:29Ja, die Unterlagen vom Wildecker seit der Steuerprüfung kommen im Laufe des Tages.
23:34Aha.
23:34Und äh, was ist das da?
23:36Das ist der neue Roman vom Robert Wildecker.
23:39Aha.
23:40Ist sein Computer wieder aufgetaucht?
23:42Nein, schmarrn.
23:43Die KTU hat das Manuskript im Wildecker sein E-Mail-Account gefunden.
23:46Das ist wohl seine Art, die Sache zu speichern.
23:49Aha.
23:50Der Troubadour.
23:52Historischer Liebesroman.
23:54Das ist genau deins, gell?
23:56Hm.
23:57Moin Moin allerseits.
23:58Morgen.
23:59Schauen Sie mal.
23:59KTU hat ein bisschen im E-Mail-Postfach vom Wildecker gestöbert und ist da gefunden.
24:03Sein neuester Roman, Der Troubadour mit Widmen für Christa M.
24:08Christa Mitterer.
24:09Die Frau vom Förster.
24:10Habe ich immer gesagt, die haben ein Verhältnis gehabt.
24:12Und die Frauenklamotten im Wildecker seiner Wohnung sind dann auch von der Mitterer?
24:15Das glaube ich jetzt weniger.
24:17Weil, ich habe nicht mit einem Nachbarn vom Wildecker gesprochen und der hat gesagt,
24:20dass der Wildecker tatsächlich Damenbesuch bekommen hat, bevor er ins Forsthaus gegangen
24:25ist.
24:25Das war aber nicht die Frau Mitterer.
24:27Diese Dame war nämlich hochgewachsen.
24:29Und sonst hat sie auch ganz anders ausgeschautiert gehabt.
24:31Einen dunklen Bubikopf hat sie gehabt, Haarenbrillen, einen Hosenanzug.
24:36Das richtet mich schwer nach Claudia Bronner.
24:38Dann hatte der Wildecker mit beiden Frauen was gehabt.
24:40Zuerst mit der Bronner und dann im Forsthaus mit der Mitterer.
24:43Frau Bronner könnte eifersüchtig gewesen sein.
24:46Oder der Förster.
24:48Entschuldigung, kleine Frage.
24:49Was ist jetzt mit dem Hacklinger?
24:50Gute Frage.
24:51Den wollten Sie doch gestern auftreiben.
24:53Ja, ja.
24:53Und wo ist jetzt?
24:55Vernehmungsraum.
24:58Das ist da alles Schnee von gestern.
25:01Ich beschäftige keine Schwarze Walter mehr.
25:04Dann hatten Sie von einem Wildecker also nichts zu befürchten.
25:07Natürlich nicht.
25:08Seit der Geschichte von vor zwei Jahren hält ich mein Land sauber.
25:13Trotzdem haben Sie die Rodungsarbeiten von einem Tag auf den anderen einstellen lassen.
25:16Aber doch nicht wegen dem Wildecker.
25:18Von so einem Klugscheißer ziege ich da einen Schwanz nicht ein.
25:20Nicht.
25:21Sondern?
25:21Wegen dem Hermann.
25:23Ich meine den Herrn Mitterer, den Förster.
25:25Er hat mich gebeten, dass ich mit Rücksicht auf seinen Pensionsgast die Rodungsarbeiten aussitze.
25:29Mhm.
25:30Dann tun Sie immer, was der Mitterer sagt.
25:33Erstens bin ich mit dem Hermann befreundet.
25:35Und zweitens ist das am Hermann sein Revier.
25:37Er ist der Förster.
25:38Er schafft auch.
25:38Also macht er auch die Ansagen.
25:40Herr Herr Klinger.
25:42Wo waren Sie gestern in der Früh zwischen Rachte und Fabineini?
25:45Im Büro.
25:47Zeugen?
25:48Eine Sekretärin.
25:49Wenn Sie uns kurz entschuldigen würden, ja?
25:57Herr Mohr.
25:57Hi.
25:59Klären Sie doch bitte mal mit der Sekretärin, ob er wirklich im Büro gewesen ist, ja?
26:02Was?
26:02Und bei der Gelegenheit machst du gleich mal über Hacklinger seine Firma.
26:05Kunde gab das Thema Schwarzer, weil der wirklich Schnee von gestern ist.
26:08Ja, ist echt.
26:09Was machen wir mit ihm?
26:11So.
26:12Bleibt im Gewahrsam.
26:12Ja.
26:15Herr Rhein?
26:17Ah, Frau Hofer.
26:19Hätten Sie fünf Minuten?
26:20Na ja, freilich.
26:21Kommen Sie noch rein.
26:22Ich habe mich gestern noch mit der Frau Thalhammer getroffen.
26:25Ist sie noch bestimmt?
26:27Im Gegenteil.
26:28Sie hatte eine sehr, sehr gute Idee, was den Literaturpreis angeht.
26:31Aha.
26:32Was halten Sie davon, wenn jemand aus Rosenheim in der Jury vom Thalhammerpreis sitzt?
26:37Aus Rosenheim?
26:38Ja.
26:39Einfach so ein ganz normaler Leser, über den wir den Rosenheimbezug auch nochmal ganz anders promoten könnten.
26:44Das ist doch eine sehr gute Idee.
26:46Haben Sie schon jemand Bestimmten im Auge?
26:49Ja, wir dachten, ehrlich gesagt, an Sie.
26:54An mich?
26:55Ja.
26:56Herr Achtziger, ich weiß, dass Sie jede Menge andere Sachen um die Ohren haben.
26:59Aber Sie wären geradezu die Idealbesetzung.
27:02Sie haben einen Namen in Rosenheim.
27:04Sie sind Vorsitzender der Musikakademie, haben also auch eine künstlerische Ader.
27:08Und Sie könnten so ganz nebenbei ein Auge drauf haben, dass bei der Preisvergabe nichts gemauschelt wird.
27:12Liebe Frau Hofer, wie stellen Sie sich das vor?
27:15Da werden sicher hunderte von Manuskripten eingereicht.
27:18Wann soll ich das alles lesen?
27:20Nein, nein, nein.
27:21Die Frau Thalhammer hat gesagt, es geht nur noch um die Romane, die Sie in die letzte Runde geschafft haben.
27:25Die sogenannten Finalisten.
27:27Und das sind angeblich nicht mehr als fünf.
27:30Fünf.
27:30Fünf Romane.
27:31Das sind sicher weit über tausend Zeit.
27:33Dafür haben Sie aber auch fünf Wochen Zeit.
27:35Das würde sogar ich locker noch schaffen.
27:37Ja, warum machen Sie es dann nicht?
27:38Weil in der Jury eh schon viel zu viele Frauen sitzen.
27:41Außerdem soll die Hälfte der Romane Krimis sein.
27:45Und wer in Rosenheim bitteschön könnte darüber kompetenter urteilen als der Leiter unserer Mordkommission.
27:57Zwischen meinem Mann und mir läuft es in letzter Zeit nicht besonders gut.
28:00Und der will ja gerade aber charmant.
28:02Aufmerksam.
28:03Wie lange ist die Gesicht so gelaufen?
28:05Seit letzter Woche.
28:07Wir haben uns dreimal in einer alten Jagdhütten getroffen.
28:09Mehr war nicht.
28:10Und trotzdem widmet er Ihnen sein Buch.
28:12Davon habe ich nichts gewusst.
28:14Ehrlich.
28:15Und es war mir gar nicht recht gewesen.
28:16Das war wirklich bloß eine Affäre.
28:18Ja, die Sie um jeden Preis haben geheim halten wollen.
28:21Weil Sie schon geahnt haben, was passieren würde, wenn Ihr Mann draufkommt.
28:24Der Hermann war das nicht.
28:26Der hat doch außer seiner Wutschernjagd nichts anderes im Kopf.
28:29Der hat ganz sicher nichts gemerkt.
28:30Und was für ihn doch?
28:31Dann hätte er doch zuerst mich zur Rede gestellt.
28:33Und hätte mir den Mund drauf losgeballert.
28:35Ich weiß, wie der Hermann tickt.
28:38So.
28:40Wo ist er gerade, Ihr Hermann?
28:42Irgendwo im Wald.
28:44Der hat doch sicherlich ein Handy, oder?
28:48Und?
28:49Kommen Ihnen die Sachen bekannt vor?
28:51Ja.
28:51Die gehören mir.
28:55Und wie kommen die bitte in Herrn Wildeggers Wohnung?
28:58Nachdem Robert und ich Schluss gemacht hatten, bin ich nicht mehr dazu gekommen, sie abzuholen.
29:02Sie waren also mit Herrn Wildegger zusammen?
29:04Ja.
29:04Ganz kurz nur.
29:05Vielleicht drei Monate.
29:07Aber seit er im Forsthaus war, haben wir uns nicht mehr gesehen.
29:09Und wieso haben Sie nicht früher erzählt, dass Sie eine Affäre mit ihm hatten?
29:14Weil es mir peinlich ist.
29:15Wie gesagt, er war ein ziemlicher Idiot.
29:18Und außerdem hatten wir nichts mehr miteinander zu tun.
29:21Außer beruflich natürlich.
29:23Ja.
29:24Das könnte man auch anders sehen.
29:26Herr Wildegger hat sich neu liliert.
29:30Und Sie waren eifersüchtig.
29:32Ich habe es Ihnen doch gerade gesagt.
29:33Es war aus und vorbei.
29:36Roberts Privatleben hat mich nicht mehr interessiert.
29:38Ich habe es ja gehört.
29:40Wo waren Sie gestern Morgen zur Tatzeit zwischen, sagen wir mal, 8 Uhr und 8.30 Uhr?
29:45Im Fitnessstudio am Kärntnerplatz.
29:46Da bin ich jeden Morgen, wenn es die Arbeit zulässt.
29:49Zeugin?
29:50Keine Ahnung.
29:51Ich gehe da rein, mache mein Programm und dann verschwinde ich wieder.
29:54Ich weiß nicht, wer mich da gesehen haben könnte.
29:57Das kann ich doch mitnehmen, oder?
29:59Natürlich.
30:01Halten Sie sich aber bitte zur Verfügung, ja?
30:04Natürlich.
30:05Auf Wiedersehen.
30:07Auf Wiedersehen.
30:11Auf Wiedersehen.
30:13Frau Stocker, kennen Sie ein Fitnessstudio am Kärntnerplatz?
30:16Das Ladies Inn, ja.
30:18Das ist, wie der Name schon sagt, ein Fitnessstudio nur für Frauen.
30:21Es geht doch nicht um mich, es geht um Frau Bronner.
30:23Sie behauptet nämlich zur Tatzeit dort gewesen zu sein.
30:26Das war gestern Morgen zwischen 8 und halb 9.
30:28Wenn Sie da bitte anrufen würden.
30:30Vielleicht kann sich jemand an Sie erinnern.
30:31Das mache ich, Herr Hansen.
30:32Ach, das ist gerade vom Finanzamt gekommen.
30:35Das sind die Unterlagen vom Wildecker von der Steuerprüfung bei der Talhammer.
30:39Schön.
30:42Meine Frau und der Wildecker.
30:45Das kann ich gar nicht glauben.
30:49Ihre Frau hat mir erzählt, dass sie mit dem Herrn Wildecker öfter in der alten Jagdhütten
30:55gewesen ist.
30:56Sie werden die beiden dort gesehen haben, zufälligerweise.
31:00Dann hätte ich den Wildecker hochkant rausgeschmissen.
31:02Aber doch nicht umgebracht.
31:04In meinen eigenen vier Wänden.
31:05Mit meinem eigenen Gewehr.
31:07Ich sage nicht, dass Sie das vorsätzlich gemacht haben.
31:09Sie werden mit ihm gerät haben.
31:11Dann sind sie ins Streiten gekommen und dann sind ihnen die Nerven durchgegangen.
31:14Ich habe mit dem Mord nichts zu tun.
31:17Herr Mann.
31:18Spinnst du?
31:20Gehst du mit diesen Westentaschen Shakespeare ins Bett?
31:22Ist doch mal so leid.
31:24Glaubst du auch, dass ich ihn umgebracht habe?
31:25Nein, natürlich nicht.
31:27Das habe ich Herrn Hartl auch genauso gesagt.
31:33Aber wie konnte der Herr Wildecker eine Steuerprüfung bei seiner eigenen Verlegerin durchführen?
31:38Da hat er auf eigene Initiative gehandelt.
31:41Und der Bericht ist auch noch nicht ganz durch.
31:43Ja, allerdings steht so viel jetzt schon fest.
31:46Das heißt, es sieht nicht gut aus für Frau Thalhaber.
31:49Herr Wildecker kommt hier zu dem Schluss, dass sie 500.000 Euro am Fiskus vorbeigeschleust hat.
31:54Oha.
31:56Ja, dann kann ich mir denken, was passiert ist.
31:58Herr Wildecker fährt zu Frau Thalhaber und setzt ihr die Pistole auf die Brust.
32:01Entweder er bekommt seinen Literaturpreis oder er macht den Prüfungsbericht offiziell.
32:05Und jetzt meinen Sie, weil sie die Frau Thalhaber nicht erpressen lassen wollte?
32:10Fährt sie zum Forsthaus, es kommt zum Streit, sie greift zum Gewehr, bumm.
32:14Frau Thalhaber mit einem Jagdgewehr. Schwer vorstellbar.
32:19Außerdem brauchen wir mehr als nur Spekulationen.
32:23Inwieweit ist denn dieser Prüfungsbericht überhaupt inhaltlich korrekt?
32:27Also, um das sagen zu können, müsste ich mir die Unterlagen erst genauer ansehen.
32:35Unter einer Bedingung. Ich fliege morgen nach Dresden.
32:39Ja, selbstverständlich. Bis dahin haben Sie das doch dreimal geschafft.
32:41Und der Hansen fährt Sie sicher gern zum Flughafen, nicht wahr?
32:46Kleine Frage, wann ist denn Ihr Flug?
32:48Morgen früh um sechs.
32:51Das heißt, um vier Uhr aufstehen.
32:52Mindestens.
32:58Stopp!
32:58Mich!
33:00Häuptlinge!
33:00Äh, der Hansen ist mit der Ortmann beim Achtziger und der Hartle ist auf dem Rückweg vom Forsthaus.
33:05Ach, er schafft Zeiten schon wieder leer.
33:08Herr Hans!
33:09Hallo, Herr Mohr. Was gibt's Neues von Hacklinger?
33:12Der Hacklinger, der hat überhaupt keine Sekretärin.
33:14Der hat nur seine Aushilfe, die kommt jeden Tag um acht Uhr in der Früh.
33:17Alles natürlich streng ohne Steuer.
33:19Natürlich. Und gestern?
33:20Gestern ist erst um zehn gekommen.
33:22Um zehn? Das heißt, er hat kein Alibi.
33:25Apropos, Frau Stockel, haben Sie schon wegen Frau Bronner ein Fitnessstudio angerufen?
33:29Ja, hab ich. Die hat zu der Zeit überhaupt nicht in dem Fitnessstudio sein können.
33:33Da gab's nämlich einen Wasserrohrbruch und deswegen hatte der Laden zu.
33:36Das wird ja immer besser. Danke, Frau Stockel.
33:39Gut, dann machen wir Folgendes.
33:40Sie geben bitte der Spusi Bescheid, dass die sich in der Wohnung von Frau Bronner umsehen sollen.
33:44Ja, ist er.
33:45Äh, was sollen denn die da zuhören?
33:49Falls Frau Bronner geschossen hat, gibt's vielleicht ein Kleidungsstück mit Schmaugspuren.
33:52Ach, das könnte sein.
33:54Hartl!
33:55Äh, gehst du schon?
33:56Freilich, musst du Spusi!
34:00Äh, hab ich da was verpasst?
34:02Allerdings wollte ich mir grad den Hacklinger vornehmen.
34:06Guck mal, guck mal.
34:07Darauf warte ich da den ganzen Tag.
34:10Ich lass mir doch keinen Motor hängen, bloß weil ich kein Alibi hab.
34:13Niemand will Ihnen was anhängen, Herr Hacklinger. Wir zählen nur eins und eins zusammen.
34:16Der Wildecker war sauer auf Sie wegen der Holungsarbeiten beim Forsthaus.
34:20Na, hat er nicht damit gedroht, dass Sie Ihre Firma ein bisschen unter die Lupe nimmt.
34:24Und da haben Sie Panik gekriegt.
34:25Das ist nicht wahr. Ich hab den Wildecker nicht umgebracht.
34:30Kurze Fünfer noch einmal.
34:32Bei Hermann war's.
34:35Warum sollte der Herr Mitterer den Wildecker umbringen?
34:38Ich hab seine Frau mit dem Wildecker zusammen gesehen.
34:40Vorgestern.
34:41Da sind sie Arm in Arm aus der alten Jagdhütten raus spaziert.
34:44Der Hermann Mitterer sagt ja, dass er von der Affäre überhaupt nichts gewusst hat.
34:46Das ist auch nicht wahr.
34:48Ich hab's den Hermann gesteckt, gleich nachdem ich die Christa mit dem Wildecker zusammen gesehen hab.
34:52Walter?
34:53Der hat gesagt, ich soll's für mich behalten.
34:55Und dass ich den Wildecker aus dem Weg gehen soll, weil der Steuerfahnder ist.
34:58Also ist das Thema Schwarzarbeit doch noch nicht gegessen?
35:00Geh.
35:02Wenn so einer anfängt zum Graben, dann findet er doch immer was.
35:05Alles war wie die Rodungsarbeiten abgebrochen.
35:07Johannes, bist du bitte so nett und bringst den Haaklinger zurück in seine Zelle.
35:16Grüß dich Marie.
35:18Servus Hartl.
35:19Sag ich mal, gibt's bei dir heute Notebook zum Abendessen?
35:22Ich mach gleich Schluss.
35:24Die Ortmann hat mir ein Hotel in Dresden empfohlen.
35:26Das schaut echt super aus.
35:29Vielleicht fahr ich da auch mal hin, wenn der ganze Trubbel mit der Preisverleihung vorbei ist.
35:33Vielleicht findet der ganze Trubbel mit der Preisverleihung gar nicht statt.
35:36Oder hat dich der 80er gar nicht informiert?
35:38Freilich hat er das.
35:39Aber ich bin fest davon überzeugt, dass die Frau Thalhammer mit dem Mord nix zu tun hat.
35:44Ja, jetzt muss ich schon fragen wieso.
35:46Ich hab in den letzten zwei Tagen permanent mit ihr zu tun gehabt.
35:49Da wär mir doch was aufgefallen.
35:50Und außerdem, was die Sache mit der Steuerprüfung angeht.
35:54Ich mein, wir haben doch alle mal Probleme mit dem Finanzamt, oder?
35:57Ich glaub schon, dass es da Unterschiede gibt.
36:02Einen guten Appetit.
36:04Danke.
36:04Bitte, Herr Kollege.
36:05Namens, Herr Hartl.
36:06Folgendes, Frau Ortmann sitzt mir gerade gegenüber.
36:09Sie hat sich die Unterlagen von Wildegas Steuerprüfung angesehen.
36:12Ähm, ich geb sie am besten gleich mal weiter.
36:14Ja, nein, ich...
36:18Hallo, Herr Hartl.
36:19Hallo, Frau Ortmann.
36:21Dieser Wildegger scheint ja ein ziemlich unangenehmer Zeitgenosse gewesen zu sein.
36:25Er hat Frau Thalhammer absichtliche Steuerhinterziehung unterstellt,
36:28in einer Sache, die man auch ganz anders sehen kann.
36:31Äh, äh, aber, Frau Ortmann, was heißt denn das jetzt, äh...
36:35Ich geb sie mal wieder, Herr Hansen.
36:38Ja.
36:39Der Wildegger muss Frau Thalhammer massiv unter Druck gesetzt haben.
36:43Und, äh, wenn sie es war, dann findet die Preisverleihung nicht statt.
36:46Ich sag's dir, Frau Hofer.
36:48Ja, äh, dann bis morgen.
36:50Bis morgen.
36:52Ja.
36:53Na dann.
36:54Und?
36:56Ich glaub, wir haben unsere Frau Thalhammer gehörig unterschätzt.
37:06Ja, Herr Wildegger hat mich erpresst.
37:08Ach.
37:12Aber mit seinem Tod hab ich nichts zu tun.
37:15Was ist denn passiert?
37:16Er hat mir ein Manuskript von seinem ersten Roman zugeschickt.
37:20Er bekam eine Absage, die er wohl allzu persönlich nahm.
37:24Aus verletzter Eitelkeit nahm er sich meine Steuer vor.
37:29Und da hat er was gefunden?
37:31Erlöse aus unserem Lizenzgeschäft in Asien,
37:34die ich angeblich doppelt hätte versteuern müssen.
37:37Und da haben Sie ihm einen Deal vorgeschlagen?
37:38Nein, den Deal hat er mir vorgeschlagen.
37:40Also, ich bitte Sie.
37:42Auf so eine Idee käme ich gar nicht.
37:43Mhm.
37:44Er sagte, schwamm drüber, wenn ich seinen Roman veröffentliche.
37:49Aber die Geschichte war ja noch nicht vorbei.
37:50Er hatte dann noch einen zweiten Roman geschrieben.
37:52Ja, für den er den Literaturpreis forderte.
37:55Ja, was für eine Unverschämtheit.
37:57Ich hab ihm klargemacht, dass nicht ich darüber entscheide,
38:00sondern eine unabhängige Jury.
38:02Und er wollte Sie ein zweites Mal erpressen?
38:05Nur, dass ich diesmal Nein gesagt habe.
38:07Und, dass ich bereit wäre, für meine Fehler gerade zu stehen.
38:10Mit allen Konsequenzen.
38:13Weil es Ihnen durch Herrn Wildeckers Tod ja glücklicherweise erspart geblieben ist.
38:17Na, ich muss zugeben, es kam mir nicht gerade ungelegen.
38:23Aber mit seinem Tod habe ich nichts zu tun.
38:26Nein.
38:27Sie haben gesagt, dass Sie zur Tatzeit daheim gewesen sind.
38:30Haben Sie die Zeugen?
38:31Nein.
38:33Aber ich habe mehrfach telefoniert.
38:37Auf dem Festnetz.
38:39Das heißt also, die Frau Thaler hat ein Alibi.
38:42Bitte.
38:42Sie hat halt zur Tatzeit vor der Ramm aus mit ihrem Verlag telefoniert.
38:47Per Festnetz.
38:50Entschuldigung, aber ich bin seit 4 Uhr auf den Beinen.
38:52Ich musste doch Frau Ortmann zum Flughafen fahren.
38:55Apropos, was sagt denn die Frau Ortmann zum Vorwurf der Steuerhinterziehung?
38:59Also Sie meint, dass der Wildecker da aus einer Mücke einen Elefanten gebracht hätte.
39:03Und um das abzuklären, will Frau Thaler beim Finanzamt Selbstanzeige erstatten.
39:08Ja, wenn die Frau Ortmann mit ihrer Einschätzung richtig liegt,
39:12dann könnte ja die Preisverleihung doch noch stattfinden.
39:15Herr Rhein?
39:17Entschuldigung, der Herr Mitterer wäre jetzt da.
39:21Herr Mitterer, folgendes.
39:24Wir haben mit Herrn Hacklinger gesprochen.
39:26Und er hat gesagt, er hätte Ihre Frau und Herrn Wildecker zusammen im Wald gesehen.
39:31Wollen Sie sich jetzt immer noch erzählen, dass Sie von der Affäre nichts wussten?
39:35Ich habe sogar gewusst, bevor es der Hacklinger mir erzählt hat.
39:38Oder zumindest geahnt.
39:40Was wollen Sie damit sagen?
39:42Meinen Sie, ich hätte nicht mitgekriegt, wie der Wildecker meine Frau angeschaut hat?
39:45Da haben Sie doch nicht vor die Tür gesetzt, wo es Ihnen schon klar war, was da läuft.
39:49Dann hätte ich ihn ja als Steuerfahrender am Hals gehabt.
39:51Jetzt kommt bei der Sache schon ein bisschen näher.
39:54Was wäre denn so schlimm gewesen, wenn Sie den Herrn Wildecker als Steuerfahrender gekriegt hätten?
39:59Ich habe bei der Vergabe von Aufträgen ab und zu mal die Hand aufgehalten.
40:06Herr Hans?
40:07Herr Moff ist mitten in einer Vernehmung.
40:09Wurscht, richtig.
40:16Herr Hans, ich war doch mit der Spuse in der Wohnung von der Frau Brunner.
40:20Wie die Kleider und wie die Schmauchspul.
40:22Ja.
40:22Und das haben wir gefunden.
40:25Laptop vom Wildecker, Handy vom Wildecker.
40:29Hm.
40:31Interessant.
40:32Das muss mir jemand untergeschoben haben.
40:34Ich habe mit dem Mord nichts zu tun.
40:37Ich habe Ihnen doch schon gesagt, ich war im Fitnessstudio.
40:39Hm.
40:39Waren Sie nicht?
40:41Das Lädeinn hatte nämlich wegen eines Wasserrohrbruchs zur Tatzeit geschlossen.
40:45Aber davon haben Sie ja nichts gewusst.
40:46Sie waren ja zu der Zeit im Forsthaus.
40:52Warum hat denn der Herr Wildecker sterben müssen?
40:58Ich wollte es nicht.
40:59Ich wollte mit ihm reden.
41:00Reden?
41:01Worüber?
41:02Er hat mit mir Schluss gemacht.
41:04Wir haben uns in der Stadt getroffen, dann hat er mir gesagt, dass es vorbei ist.
41:08Einfach so.
41:09Und das wollten Sie nicht akzeptieren?
41:11Ich habe ihn geliebt.
41:13Trotz allem.
41:15Außerdem lasse ich mich nicht so einfach abspeisen.
41:17Also bin ich ins Forsthaus gefahren, um den wahren Grund zu erfahren.
41:21Christa Mitter.
41:22Ihr hat er sogar seinen zweiten Roman gewidmet.
41:24Und wissens warum?
41:26Sie hat ihn inspiriert, hat er gesagt.
41:29Im Gegensatz zu mir.
41:31Ich sei nur eine kleine, fantasielose Finanzbärmentin.
41:35Frau Bronner, Sie sind vorläufig festgenommen wegen des dringenden Tatverdachts,
41:38Robert Wildecker am Morde zu haben.
41:40Herr Mohr.
41:40Jo.
41:52Gute Arbeit, meine Herren.
41:54Dankeschön.
41:55Hallo.
41:56Frau Ufer.
41:56Hallo.
41:57Ich habe gerade mit der Frau Thalhammer gesprochen.
42:00Sie war beim Finanzamt.
42:01Die Steuerprüfung vom Herrn Wildecker wird keine Konsequenzen haben.
42:05Da steht der Preisverleihung ja nichts mehr im Weg.
42:08Sag einmal, was hast du denn damit vor, Stockl?
42:10Das sind die Manuskripte, die der Herr Achtziger für die Preisverleihung lesen muss.
42:15Ja, aber Sie haben doch gesagt, das sind nicht mehr als fünf.
42:18Das ist nicht mehr als vier.
42:19Die Herr Böhm.
42:19Aber er hat mir gerade davon abgehört, muss es müssen sie machen.
42:21Vielen Dank.

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