00:00man machen könnte, wenn man das sprengt, schwarz-blaue Koalition, Minderheitenregierung
00:05mit rechter Mehrheit oder eine Neuwahl, weil die wir es wieder nicht hingekriegt haben
00:09mit einem Triumph der AfD, das kann niemand Vernünftiges wollen, das darf niemand wollen,
00:13deswegen, das ist der eine Punkt, der die Räuberpistolen bremst. Und das zweite ist,
00:16da würde ich Ihnen ein bisschen widersprechen, es wird sehr wohl über die Frage geredet,
00:19wie wir die Wähler zurückkriegen können von der AfD, der Punkt ist nur, es verlangt
00:24an beiden Stellen, es verlangt Selbstkritik, ich will da bei meiner SPD anfangen, dass
00:28wir die Dinge, die für die Leute wichtig sind, Arbeit, Rente, Miete, Gesundheit, in vernünftiger
00:35Weise, praxistauglich, professionell, anständig und in einem Sprachstil, den die Leute auch
00:39verstehen. Aber Sprachstil, apropos Sprache, wenn Sie sagen, Ulrich Siegmund läuft wie ein
00:44Schlagersänger durch Sachsen-Anhalt und gewinnt Wahlen, ist das die Art und Weise, wie man
00:48sich miteinander auseinandersetzen sollte? Und dann die zweite Frage direkt hinterher,
00:53ist es dann nicht schlimm, wenn man als gestandener SPD gegen einen Schlagersänger läuft?
00:56Ich will damit nur sagen, man muss nicht die einfachen Inhalte übernehmen, die sind
01:01übrigens auch falsch und was er sagt, ist grauenvoll. Ich will so jemanden nicht als
01:04Regierungschefin. Das kann man ja alles machen, sich inhaltlich auseinandersetzen.
01:07Aber mit Technokratensprache jedenfalls kommen wir nicht weiter. Aber es gibt noch einen
01:10zweiten Punkt, wir dürfen denen auch nicht, auch Selbstkritik an die eigenen Reihen, wir
01:14dürfen denen auch nicht die Themen kampflos überlassen. Ich nenne Ihnen nur als ein Beispiel,
01:18wenn der Eindruck entsteht, es wird überall gekürzt und gestrichen, außer beim Militär und bei
01:22Regierungschefin. Und wir reden darüber, dass Friedenspolitik gar nicht mehr diskutiert wird.