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TVTranskript
00:00:01Luca, eine Gewitternacht. Sandra, die Tochter von Nicole Venturi, einer Journalistin, wird von Professore Mauri beobachtet, wie sie eine Auseinandersetzung
00:00:10mit einem jungen Mann hat.
00:00:13Kurz danach wird Marco Piarboni vor der Villa seiner Familie ermordet.
00:00:17Mathilde, seine Mutter, unterstützt von Dr. Braschi und ihrer Haushälterin Severa, muss Marcos Frau Daniela den Tod ihres Sohnes mitteilen.
00:00:25Sie entdeckt, dass Daniela und ihr Sohn Filippo die Nacht zuvor nicht zu Hause waren.
00:00:30Massimo, Marcos Bruder, kommt von einer Geschäftsreise aus Mailand zurück.
00:00:35Kommissario Avanzo verhörte Verdächtige Melena Bolzoni, die Geliebte des Ermordeten.
00:00:40Sie behauptet, der Verantwortliche für dieses Verbrechen sei innerhalb der Familie Piarboni zu finden.
00:00:45Eine Hellseherin soll versuchen, die Wahrheit über den Tod Marcos zu ergründen.
00:00:50Sandra, die Tochter der Journalistin Nicole, ist verschwunden.
00:00:53Chiara, eine Freundin, erzählt Nicole, dass Sandra am Vorabend eine Verabredung mit Marco Piarboni hatte.
00:01:00Nicole bittet Kommissario Avanzo um Hilfe.
00:01:03Die Hellseherin führt Nicole an ein Flussufer nicht weit von der Villa Piarboni, wo sie Sandra finden.
00:01:08Nel frattempo, Mathilde Pierboni si affida a una medium per scoprire la verità sulla morte del figlio.
00:01:15Partecipano alla seduta spiritica anche il professor Mauri e il dottor Braschi.
00:01:19La sensitiva fa accenni che riguardano la villa che i Piarboni possiedono fuori Lucca.
00:01:25Intanto, Nicole si appresta a festeggiare il compleanno di sua figlia, che non vede dal giorno prima.
00:01:30Tocca a Chiara, la migliore amica di Sandra, dirle la verità.
00:01:34Sandra è scomparsa e la sera precedente aveva un appuntamento clandestino con Marco Piarboni.
00:01:40Sconvolta Nicole chi è di aiuto al commissario Avanzo.
00:01:43Partono le ricerche.
00:01:44Ma è la sensitiva a condurre Nicole alla tragica scoperta del cadavere di sua figlia Sandra,
00:01:50accanto a un torrente poco lontano dalla villa dei misteri.
00:02:19La neve è il buio e poi,
00:02:23Pietro di me, la porta chiusa,
00:02:30un tuffo al cuore e poi,
00:02:35stringendo i puni,
00:02:38me ne andrò.
00:02:40I passi sulla strada,
00:02:46le ombre del giardino
00:02:50intorno a un gran silenzio
00:02:55che per sempre
00:03:00hanno chiuso in me.
00:03:21Amore, amore, grande, immenso amore,
00:03:27Amore mio, chissà per quanto ancora
00:03:34sentirò
00:03:37dietro di me
00:03:39i passi sulla strada,
00:03:46le ombre del giardino
00:03:50in me.
00:03:53Quel gran silenzio
00:03:58quell'amaro
00:04:01tuffo al cuore
00:04:05i passi sulla strada,
00:04:32la vostra strada,
00:04:33la vostra strada,
00:04:35la vostra strada,
00:04:37la vostra strada,
00:04:51che si pensi,
00:04:51Wollen Sie sagen, ob sie sexuell missbraucht wurde?
00:04:53Ersten Untersuchungsergebnissen zur Folge nicht.
00:04:56Wir werden bald genaueres sagen können.
00:05:26Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:05:29Entschuldigen Sie, können Sie mir sagen, wo das Polizeipräsidium ist?
00:05:32Ja, gleich da hinter dem Torbogen, nach links.
00:05:35Aha, nach links. Danke sehr.
00:05:38Jo, so das Bus aufgefunden.
00:05:49Zu wem möchten Sie bitte?
00:05:50Ich suche Kommissario Avanzo.
00:05:52Fragen Sie Inspektor Isidore.
00:05:54Danke.
00:05:54Bitte.
00:05:55Entschuldigen Sie, Kommissario Avanzo?
00:05:57Ist nicht da.
00:05:58Verzeihen Sie, Herr Inspektor, ich bin extra aus Rom gekommen.
00:06:00Ich bin Journalist.
00:06:01Wollen Sie auf ihn warten?
00:06:03Wissen Sie denn, wann er wieder da ist?
00:06:05Ich will heute noch nach Rom zurück.
00:06:06Oder vielleicht können Sie mir etwas sagen über den Mord an Pierboni und dieser Sandra.
00:06:11Es tut mir leid, über laufende Ermittlungen darf ich nicht sprechen.
00:06:13Sie müssen mich bitte entschuldigen.
00:06:15Inspektor, ich bitte Sie.
00:06:16Sie als Kollege von Kommissario Avanzo.
00:06:19Also, Sie wissen doch ganz sicher, ob er eine bestimmte Spur verfolgt
00:06:22oder ob er einen Zusammenhang sieht zwischen dem Tod von Pierboni und dem des Mädchens.
00:06:25Sie ersparen mir viel Zeit, wenn Sie mir jetzt schon etwas sagen.
00:06:28Wurde Sie vergewaltigt?
00:06:29Da müssen wir das Ergebnis der Autopsie abwarten.
00:06:31So verstehen Sie doch, mehr kann ich Ihnen nicht sagen.
00:06:33Alles klar, es handelt sich um ein Sexualdelikt, auch wenn die Gewaltanwendung noch nicht nachgewiesen
00:06:37werden konnte.
00:06:38Ich bitte Sie, Inspektor, morgen wissen es sowieso alle.
00:06:41Dann warten Sie doch bis morgen, oder Sie warten hier auf Kommissario Avanzo.
00:06:44Na gut.
00:06:50Dies ist der Anschluss Nicole Venturi.
00:06:52Wenn Sie eine Nachricht hinterlassen wollen, sprechen Sie nach dem Signalton.
00:06:55Danke.
00:06:55Hier spricht Andrea Baresi.
00:06:57Den ganzen Vormittag versuche ich Sie zu erreichen.
00:06:59Ich muss Sie unbedingt sprechen, es ist dringend.
00:07:01Sind Sie verschwunden oder was?
00:07:03Seit gestern warten wir auf Ihren Artikel über den Fall Pierboni.
00:07:07Und wieso wissen wir noch nichts über das neue Verbrechen?
00:07:09Ich meine das an dem Mädchen.
00:07:11Rufen Sie mich unter der Nummer an, die ich auf Ihr Band gesprochen habe.
00:07:13Ich bin in Luca.
00:07:14Bei der Polizei.
00:07:15Ich mache hier die Arbeit, die eigentlich Sie hätten machen sollen, wenn Sie ein Profi wären.
00:07:19Also, ciao.
00:07:21Hallo?
00:07:21Ja, wissen Sie denn nicht, was geschehen ist?
00:07:24Hallo?
00:07:25Hallo?
00:07:29So ein Vollidiot.
00:07:42Nicole.
00:07:44Nicole, hör mir zu.
00:07:48Da hat gerade ein Kollege von dir angerufen.
00:07:51Er muss von einer Zeitung in Rom sein.
00:07:54Ich glaube, er weiß noch gar nichts.
00:07:58Ach, bitte, Nicole.
00:08:00Sag was.
00:08:01Wein doch oder schrei.
00:08:03Mach irgendwas.
00:08:05Ich verstehe dich ja sehr gut.
00:08:08Aber lass doch deinen Schmerz raus.
00:08:10Ich bitte dich.
00:08:13Bitte, Nicole.
00:08:33Ich sage dich.
00:08:50Morgen für die Beerdigung möchte ich Sandra das weiße Sommerkleid anziehen.
00:09:25Guten Tag, Kommissar.
00:09:28Entschuldigen Sie, sind Sie Kommissario Avanzo?
00:09:30Ja.
00:09:31Mein Name ist Baresi, ich bin Journalist.
00:09:33Verzeihen Sie aber, wir haben in Rom vergeblich auf Nachricht unserer Korrespondentin Nicole Venturi gewartet.
00:09:38Wir möchten über diesen Doppelmord einen Artikel...
00:09:40Entschuldigung.
00:09:42Meine Kollegin geht nicht ans Telefon und sie meldet sich nicht.
00:09:45Ich weiß, sie hat viel zu tun, aber mein Redakteur wartet auf den Artikel.
00:09:49Gehen Sie da drüben rein.
00:10:03So wie es aussieht, wissen Sie nicht, was geschehen ist.
00:10:10Man hat Ihnen wohl nicht gesagt, dass Nicole Venturi die Mutter des ermordeten Mädchens ist.
00:10:16Du großer Gott.
00:10:19Verzeihen, das konnte ich nicht ahnen.
00:10:21Also um drei Uhr ist heute eine Pressekonferenz angesetzt, da können Sie mehr erfahren.
00:10:26Ich danke Ihnen.
00:10:29Das Einzige, was wir mit Sicherheit sagen können, ist, das Geschoss, das Sandra Durrani tötete, hatte Kaliber 7,65.
00:10:35Mit derselben Waffe wurde auch Marco Pierboni getötet.
00:10:38Ihre Leiche wurde am Flussufer gefunden in der Nähe ihres Autos.
00:10:41Circa 600 Meter davon entfernt liegt die Villa, wo sie sich mit Pierboni treffen wollte.
00:10:46Gibt es außer der Tatwaffe noch andere Übereinstimmungen in diesen beiden Fällen?
00:10:49Soweit ich weiß, hat man die Leiche von Pierboni vor seiner Fabrik gefunden.
00:10:52Die verschiedenen Fundorte stellen nur eins der Rätsel in diesem Fall dar.
00:10:55Vielleicht handelt es sich um ein Ablenkungsmanöver.
00:10:59Wie auch immer, im Park der Villa fanden sich Blutspuren von Marco Pierboni
00:11:03und auch Reifenspuren des Autos von Sandra.
00:11:06Wie soll denn das Mädchen bis zum Fluss gekommen sein?
00:11:08Ja, genau, das passt doch gar nicht zusammen.
00:11:09Vielleicht hat sie noch versucht, den Täter zu entkommen.
00:11:11Gibt es Zeichen von Gewaltanwendung?
00:11:13Nein, aber Ihr Slip wurde nicht gefunden.
00:11:17Kommissario, Kommissario!
00:11:19Es wäre doch denkbar, dass der Mörder Ihren Slip erhalten hat, sozusagen, als Fetisch.
00:11:22Dazu kann ich nichts sagen. Außerdem ist es nicht meine Art, Vermutungen zu äußern.
00:11:26Kommissario, in welcher Beziehung stand die Kleine zu Pierboni?
00:11:29Seit wann haben Sie sich gekannt?
00:11:31Ich weiß nur das eine, dass Sie eine Verabredung hatten an diesem Abend.
00:11:34Na hören Sie mal, ich bitte, Sie wurde zu verabredet, sich ein 45-jähriger Mann mit einem Mädchen von knapp
00:11:3820 Jahren.
00:11:39Noch dazu an einem so abgelegenen Ort.
00:11:41Wir sind bei der Polizei. Bei uns geht es nicht darum, die Auflage unserer Zeitung zu steigern.
00:11:45Wir müssen den Täter finden.
00:11:47Eines kann ich noch hinzufügen.
00:11:49Unter den Fingernägeln des jungen Mädchens wurden Hautspuren nachgewiesen, die nicht ihre eigenen sind.
00:11:54Stammeln die möglicherweise vom Täter?
00:11:55Ja, möglicherweise.
00:11:57Das wäre ein Hinweis darauf, dass Sandra sich gewehrt hat, bevor sie umgebracht wurde.
00:12:00Und wann gibt es eine DNA-Untersuchung?
00:12:02Ja, werden Sie die veranlassen?
00:12:03Das wird geschehen, sobald wir genügend Indizien gesammelt haben, um den Kreis der verdächtigen Personen einzurden.
00:12:09Also, wenn Sie keine weiteren Fragen haben, warten Sie dann.
00:12:12Ja, das wird so zusammen.
00:12:13Ja, das wird so zusammen.
00:12:13Ja, das wird so zusammen.
00:12:14Das ist auch nicht.
00:12:32Das ist auch nicht.
00:13:00Das ist auch nicht.
00:13:15Das ist auch nicht.
00:13:18Das ist auch nicht.
00:13:44Das ist auch nicht.
00:14:03Das ist auch nicht.
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00:15:50Musik
00:16:19Musik
00:16:39Was denken Sie, ist der Mörder auch in der Kirche gewesen?
00:16:59Chiara
00:17:01Na so warst du? Ich hab dich in der Kirche nicht gesehen
00:17:04Ich bin rausgegangen
00:17:04Ich hab's da drinnen einfach nicht ausgehalten
00:17:07Am liebsten hätte ich ihnen ins Gesicht geschrien
00:17:09Ihr Schweine, miese Heuchler
00:17:13Da, sieh dir an, was sie geschrieben haben
00:17:16Lies es
00:17:18Mörder
00:17:19Da spielt ja einer einen Streich
00:17:21Nein, das sind keine Streiche, Chiara
00:17:23Die suchen einen Schuldigen, verstehst du, was ich meine?
00:17:25Irgend, irgendeinen
00:17:26Einen, der keine Freunde hat, die hohe Tiere sind
00:17:29Einen armen Schlucker, einen armen Schlucker wie mich
00:17:31Du weißt es
00:17:32Du weißt, dass es mein einziges Glück gewesen ist, Sandra kennenzulernen, nicht wahr?
00:17:35Ja, und du weißt auch, wie sehr ich sie geliebt habe
00:17:38Ich kann sie gar nicht umgebracht haben, Chiara
00:17:40Beruhige dich, ich bitte dich, beruhige dich
00:17:44Entschuldige bitte
00:17:46Ich verliere noch den Verstand
00:17:50Chiara, ich bitte dich, hilf mir
00:17:52Die Richterin wird uns verhören
00:17:53Du musst sagen, dass du in dieser Nacht mit mir zusammen warst
00:17:56Nein
00:17:56Hör mal, das geht nicht
00:17:58Weil es nicht wahr ist
00:17:59Aber du weißt, dass ich es nicht gewesen bin
00:18:02Das da hat nichts damit zu tun, ich habe es dir erklärt
00:18:04Nein, du hast mir überhaupt nichts erklärt, rein gar nichts
00:18:09Lass mich bitte in Ruhe
00:18:12Warum sollte ich für dich lügen?
00:18:14Immerhin ist Sandra tot
00:18:16Ihr hattet euch gestritten, oder etwa nicht?
00:18:18Sie wollte dich verlassen
00:18:19Wer weiß, vielleicht hast du sie ja wirklich erschossen
00:18:22Chiara
00:18:28Wie ist das?
00:18:46Das war's für heute.
00:19:09Wann fährst du?
00:19:14Das weiß ich noch nicht.
00:19:16In ein paar Tagen.
00:19:21Wie kann ich denn fahren, bevor wir...
00:19:24bevor...
00:19:25Bevor was?
00:19:29Es ist spät, Roberto.
00:19:31Zu spät.
00:19:33Ich möchte es zumindest verstehen.
00:19:36Es gibt nichts zu verstehen.
00:19:40Die Dinge sind so, wie sie sind.
00:19:46Aber unsere Tochter ist ermordet worden.
00:19:52Deine Tochter.
00:19:55Warum?
00:20:02Ich versuche nun schon seit drei Tagen, das zu verstehen.
00:20:07Was in aller Welt habe ich falsch gemacht?
00:20:13Warum hat sich Sandra mir nicht anvertraut?
00:20:20Seit wir uns getrennt haben, du und ich, habe ich alles getan, nur damit es ihr gut geht.
00:20:26Damit sie glücklich ist.
00:20:31Ich wollte alles für sie sein.
00:20:32Eine Mutter.
00:20:33Eine Freundin.
00:20:35Ein Vater.
00:20:43Mach mir bitte nicht wieder Vorwürfe.
00:20:44Nein.
00:20:46Nein.
00:20:47Das hat jetzt sowieso keinen Sinn mehr.
00:20:49Und trotzdem, Sandra hat sehr darunter gelitten, dass du nicht bei uns warst.
00:20:55Aber es gibt so viele Kinder, deren Eltern nicht mehr zusammen sind.
00:20:59Das kann doch wirklich nicht der Grund sein, dass...
00:21:01Was weißt du von Sandra?
00:21:03Sie hat dich anfangs so gehasst.
00:21:08Sie hat sich von dir verlassen gefühlt und betrogen.
00:21:11Als sie dann erfuhr, dass du in New York wieder geheiratet hast, hat sie zu mir gesagt,
00:21:16Mama, das kann uns doch ganz egal sein.
00:21:19Wir kommen auch ohne Vater aus, oder nicht?
00:21:23Ich bitte dich.
00:21:24Das reicht, Nicole.
00:21:26Nein.
00:21:28Ich finde, du musst es wissen.
00:21:31Sandra hat dich so sehr geliebt,
00:21:34dass ich lange Zeit Angst hatte, dass sie mich dafür hasst,
00:21:38dass ich dich nicht halten konnte.
00:21:43Sie...
00:21:45Sie hat mir immer sehr, sehr viel bedeutet.
00:21:48Glaub mir, sehr viel.
00:21:50Das hat sie aber nicht gewusst.
00:21:52Du hättest es ihr zeigen müssen.
00:21:54Wer weiß.
00:21:55Vielleicht hätte sie ja dann nicht
00:21:57in einem anderen Mann
00:21:59die Vaterfigur gesucht.
00:22:01Ja, ich weiß.
00:22:02Ich weiß, ich habe Fehler gemacht.
00:22:05Könnte ich jetzt noch mal...
00:22:06Ich weiß, es ist zu spät, Nicole.
00:22:09Viel zu spät.
00:22:14Möchtest du, dass ich heute hier übernachte?
00:22:16Nein, nein.
00:22:20Ich muss mich daran gewöhnen, allein zu sein.
00:22:24Aber...
00:22:26Du weißt ja, wo du mich findest,
00:22:27wenn du mich brauchst.
00:22:30Im selben Hotel wie immer.
00:22:34Ruf mich an, wann immer du willst.
00:22:38Ja, mach dir keine Sorgen.
00:22:41Ruf mich an, wann immer du willst.
00:23:17Was machst du?
00:23:19Immer liegst du auf ihrem Bett.
00:23:23Du weißt es doch.
00:23:25Sandra wird nie wieder zurückkommen.
00:23:39Mama?
00:23:40Papa ist am Telefon.
00:23:46Papa, entschuldige.
00:23:47Mama hat gerade keine Zeit.
00:23:49Sie hat sehr viel zu tun.
00:23:51Ja, ganz sicher.
00:23:52Nein, das ist nicht nur eine Ausrede.
00:23:54Wann ich nach New York komme?
00:23:56Ich weiß es nicht, Papa.
00:23:57Wir können ja nächste Woche noch mal darüber reden.
00:23:59Ciao.
00:24:03Wieso wolltest du nicht mit ihm sprechen?
00:24:05Was soll ich ihm denn sagen?
00:24:07Mir geht es gut, dir geht es gut, allen geht es gut.
00:24:09Das hast du ihm doch eben erzählt.
00:24:12Mehr braucht er nicht, um sein Gewissen zu beruhigen.
00:24:14Das kannst du mir glauben.
00:24:16Ich kann dich nicht verstehen, Mama.
00:24:18Inzwischen ist das acht Jahre her.
00:24:19Kannst du dich nie damit abfinden?
00:24:21Wirst du dich nie dazu durchringen können, ihm zu verzeihen?
00:24:24Er hat dir doch auch etwas gegeben, oder nicht?
00:24:27Ach ja.
00:24:28Und was?
00:24:30Mich zähle ich denn gar nicht, Mama.
00:24:40Es ist alles meine Schuld.
00:24:45Ganz allein meine Schuld.
00:24:47Das ist alles meine Schuld.
00:25:24Das ist alles meine Schuld.
00:25:28Das ist alles meine Schuld.
00:25:33So habe ich mich für dich.
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00:29:27Jetzt kommt gerade der Arzt. Sobald ich mehr weiß, melde ich mich wieder.
00:29:31Stefano, guten Tag.
00:29:34So Gott will ist sie außer Gefahr.
00:29:36Sie hat sehr viel durchgemacht.
00:29:38Sie wird eine Weile brauchen, um sich wieder zurück.
00:29:40Aber von bleibenden Schäden kann auch nicht die Rede sein.
00:29:42In physischer Hinsicht natürlich nicht.
00:29:44Aber ihren Lebensmut, den muss sie wieder zurück.
00:29:46Professor?
00:29:47Ja?
00:29:48Professor Braski, wann kann ich Sie verhören? Ich will Ihnen nur ein paar Fragen stellen.
00:29:51Jetzt bitte nicht. Das ist der falsche Zeitpunkt morgen.
00:29:53Kann ich Sie wenigstens kurz sehen? Bitte.
00:29:56Ja gut, sobald sie von der Intensivstation raufkommt. Aber nicht zu lange.
00:30:04Roberto!
00:30:09Wie geht es ihr?
00:30:10Sie ist außer Gefahr. Professor Braski hat es mir gesagt. Jetzt ist sie noch auf der Intensivstation. Aber ich darf
00:30:16nachher kurz zuhören.
00:30:19Chiara, du wirst in einigen Tagen eine Vorladung bekommen, schriftlich. Die Richterin Castelli will dir ein paar Fragen stellen.
00:30:27Es ist natürlich nur eine Routineangelegenheit. Ich möchte einige Einzelheiten klären.
00:30:30Ja, ist gut. Wie geht es Nicole, Kommissario?
00:30:34Sie ist außer Gefahr. Das versichere ich dir. Aber es ist besser, wenn du jetzt nach Hause gehst. Du kannst
00:30:38sowieso nicht zuhören.
00:30:44Auf Wiedersehen, Kommissario.
00:30:46Auf Wiedersehen.
00:30:47Ciao Chiara.
00:30:48Auf Wiedersehen.
00:30:54Ciao Chiara.
00:30:55Auf Wiedersehen.
00:30:56Ciao Chiara.
00:30:57Chiara? Sie sind doch Chiara, nicht wahr?
00:30:59Ja.
00:30:59Mein Name ist Andrea Baresi. Ich bin ein Kollege von Sandras Mutter. Wir arbeiten für dieselbe Zeitung. Ich habe gehört,
00:31:05Sie waren Sandras beste Freundin. Ist das richtig?
00:31:08Ja und?
00:31:09Ich dachte, Sie könnten mir helfen. Ich wollte Ihnen ein paar Fragen stellen. Wie war Sandra? Wie ist Ihr Verhältnis
00:31:15zu Ihrer Mutter gewesen? Hat sie Ihnen irgendetwas über Marco Pierboni erzählt?
00:31:18Ich verstehe. Wissen Sie, Sandra, also 37 war Ihre Schuhgröße. Ihre Lieblingsfarbe war rosa. Rockmusik hasste sie. Und sie hatte
00:31:30eine wundervolle Stimme. Nah zufrieden?
00:31:33Nein, ich bitte Sie nicht.
00:31:33Hören Sie, ich habe keine Lust mit Ihnen zu reden. Fragen Sie doch Sandras Mutter nach Ihrer Tochter. Niemand wird
00:31:38sie doch wohl besser gekannt haben.
00:31:46Nicole. Nicole. Nicole, hörst du mich? Na, wie geht es dir? Ich bin hier. Ich bin bei dir. Bitte. Hilf
00:32:05mir.
00:32:08Aber natürlich. Mach dir keine Sorgen. Ich bitte Sie. Hör gut zu. Wir müssen unsere Sandra jetzt beschützen, gerade jetzt.
00:32:36Aber wovor müssen wir Sie beschützen?
00:32:42Jetzt ist sie doch nicht mehr in Gefahr.
00:32:55Mein Bruder war ein sehr angesehener Mann. Alle Männer haben ihn benadet, alle Frauen haben ihn umworben. Sogar die ganz
00:33:02jungen Mädchen haben sich für ihn interessiert. Vielleicht auch, weil er so erfolgreich war.
00:33:08Soweit ich weiß, habe ich das auch schon einem Ihrer Kollegen erzählt. Ich weiß nicht mehr, von welcher Zeitung der
00:33:12noch wieder war.
00:33:12Wahrscheinlich war Sandra wie all die anderen Mädchen. Ich will nicht schlecht über sie sprechen. Ich kannte sie nicht persönlich.
00:33:17Ach nein?
00:33:19Sehen Sie, Sie verstehen mich doch.
00:33:21Aber ja.
00:33:21Sie denken vielleicht anders. Aber ich habe die Nase voll von dem Märchen, das man verbreitet über den bösen Wolf
00:33:26und das arme Rotkäppchen. Ich kann es nicht mehr hören.
00:33:28Klar, das verkauft sich gut. Aber ich möchte das Andenken meines Bruders schützen.
00:33:34Auch wenn es auf Kosten eines 19-jährigen Mädchens geht?
00:33:38Sind die heute mit 19 noch Mädchen? Sandra, was hat sich hinter diesem Engelsgesicht verborgen? Das Doppelleben eines Mädchens aus
00:33:58der Provinz. Sandra, Bericht aus einer Provinzstadt in Aufregung.
00:34:16Sandra war wirklich Wahnsinn.
00:34:17Als sie hierher kam, war sie noch ziemlich schüchtern. Sie war ja schließlich neu und kannte noch keinen. Dann hatte
00:34:23sie sehr viele Freunde.
00:34:24Sie war wunderschön, ganz bestimmt. Eine Schönheit. Und immer fröhlich und gut gelangt.
00:34:30Im Grunde waren alle Jungs hier in Sandra verliebt, ehrlich.
00:34:33Aber Fehler hatte sie doch auch. Ehrlich, Leute. Sie muss doch auch schlechte Seiten gehabt haben.
00:34:40Was willst du? Habt ihr nicht schon genug Gemeinheiten über sie verbreitet? Was willst du denn jetzt noch?
00:34:43Ey, was soll das? Reiß dich zusammen, wenn du keine Prügel beziehen willst.
00:34:46Versuch es doch, du mieses Arsch. Hör auf, ja?
00:34:49Ich habe überhaupt noch nichts geschrieben. Das hier ist nicht meine Zeitung.
00:34:52Okay, aber ich hab dich gewarnt. Und wenn du was schreibst, dann pass gefälligst auf. Versuch ja nicht, irgendwelchen Dreck
00:34:56über sie zu verbreiten.
00:35:02Wer ist denn das?
00:35:03Er war Sandras Freund.
00:35:07Ich habe dir zu Hause etwas zu essen vorbereitet.
00:35:12Ach ja, und Katzenfutter habe ich auch gekauft.
00:35:15Das ist lieb von dir. Danke.
00:35:17Hör zu, wenn du mich jetzt nicht mehr brauchst, würde ich ganz gerne gehen.
00:35:21Du hast schon viel zu viel für mich getan, Severa. Ich danke dir.
00:35:25Ja, bitte?
00:35:27Oh, Verzeihung. Störe ich?
00:35:30Nein, Roberto, komm nur rein.
00:35:36Guten Tag.
00:35:38Ciao.
00:35:39Ciao.
00:35:43Sag mal, was tust du da?
00:35:45Ich gehe nach Hause.
00:35:48Was sagt Professor Abraski denn dazu?
00:35:50Das weiß ich nicht.
00:35:52Ich gehe auf jeden Fall nach Hause. Hier halte ich es nicht mehr aus.
00:35:57Hast du die Zeitungen gelesen?
00:35:59Hm.
00:36:00Ja.
00:36:02Und du hast nichts dazu zu sagen?
00:36:04Tja, was soll ich denn dazu sagen? Du weißt doch, wie das ist.
00:36:09Du weißt, wie Journalisten arbeiten.
00:36:12Widerliche Lügen. Widerliche, schmutzige Lügen.
00:36:16Warum haben sie das nur getan?
00:36:21Es interessiert niemanden, wer Sandra ermordet hat.
00:36:25Wichtig ist nur, den Namen meiner Tochter in den Dreck zu ziehen.
00:36:28Aber das schwöre ich dir. Ich werde sie verklagen. Alle. Alle.
00:36:37Es sind schon zwei Wochen seit Sandras Tod vergangen.
00:36:41Wenn es nur einen einzigen Menschen gegeben hätte. Einen einzigen, der auch nur so viel getan hätte, um herauszufinden wäre.
00:36:46Nein, so darfst du nicht reden. Das stimmt so nicht.
00:36:49Ach nein.
00:36:51Was ist? Hat man was herausgefunden?
00:36:54Wenn du was weißt, sag's mir. Na los, sag es!
00:36:59Ich ganz allein.
00:37:01Ich muss in Erfahrung bringen, was wirklich geschehen ist.
00:37:04Das bin ich Sandra schuldig.
00:37:07Außerdem hab auch ich ein Recht darauf.
00:37:10Natürlich, du hast allen Grund, so zu denken.
00:37:13Und das ist das einzige, was man für sie tun kann.
00:37:16Aber...
00:37:18Ich weiß nicht, ob ich dir helfen kann.
00:37:23Du fährst also?
00:37:25Ja, ich muss nicht, Cole.
00:37:29Hätte ich mir eigentlich denken können.
00:37:31Versuch das doch zu verstehen.
00:37:33Sieh mal, ich bin...
00:37:34Jetzt schon so lange hier.
00:37:35Ich hab meine...
00:37:36Hab meine Arbeit unterbrochen.
00:37:37Aha.
00:37:39Na klar.
00:37:41Es geht ja nur um den Tod deiner Tochter.
00:37:43Bitte, Nicole.
00:37:44Du wirst ungerecht.
00:37:46Entschuldige, bitte.
00:37:47Entschuldige, bitte.
00:37:51Ich kann wahrscheinlich nicht verstehen, dass das Leben für die anderen so weitergeht wie bisher.
00:38:02Mach dir um mich keine Sorgen.
00:38:05Ich komme ganz gut allein zurecht.
00:38:08Und außerdem weiß ich ja, dass ich mich auf dich verlassen kann.
00:38:13Wenn ich etwas brauchen sollte, nicht wahr?
00:38:17Nicht wahr?
00:38:19Selbstverständlich.
00:38:20Mhm.
00:38:25Oh, Verzeihung.
00:38:27Nein, nein.
00:38:28Komm nur rein.
00:38:30Wir haben alles gesagt, was zu sagen ist.
00:38:46Gute Reise.
00:38:54Gute Reise.
00:38:54Gute Reise.
00:39:08Gute Reise.
00:39:09Gute Reise.
00:39:09Guten Tag, Senior.
00:39:10Ich möchte zu Lisa in Franke bitten.
00:39:12Sie sitzt wahrscheinlich im Café gleich gegenüber.
00:39:15Da sitzen die Journalisten immer.
00:39:17Danke.
00:39:18Aber Nicole, muss das denn sein?
00:39:19Komm, wir gehen nach Hause.
00:39:27Danke.
00:39:28Bitte, Herr Reise.
00:39:34Was diese Idioten sich wieder zusammengeschrieben haben,
00:39:37eines der vielversprechendsten Ereignisse der neuen Kultur in Russland,
00:39:40ist die Wiederauferstehung des philosophischen Essenes.
00:39:48Entschuldige eine Sekunde.
00:39:51Sind Sie Lisa Infanti?
00:39:54Ja.
00:39:58Dann ist dieser Artikel über meine Tochter hier wohl von Ihnen?
00:40:02Ja, wieso?
00:40:04Weil ich mich schäme, den selben Beruf auszuüben wie Sie.
00:40:07Ich habe doch nur Informationen zusammengetragen, sonst nichts.
00:40:11Und woher?
00:40:12Haben Sie die?
00:40:13Aus irgendwelchen Mülltonnen, ja?
00:40:16Was hier steht, sind widerliche Verleumdungen.
00:40:26Rahmen Sie es ein und hängen Sie es auf, Ihr Meisterwerk!
00:40:38Ich komme gleich wieder.
00:40:41Signora Venturi!
00:40:42Was wollen Sie?
00:40:45Warten Sie doch bitte.
00:40:46Ich möchte wissen, was...
00:40:48Was wollen Sie wissen?
00:40:49Was meine Tochter für eine Schlampe gewesen ist?
00:40:54Sandra hat sich niemals prostituiert, nahm keine Drogen und hat nicht getrunken.
00:40:58Jetzt sind Sie enttäuscht, hm?
00:41:00Sie war gerade 19 geworden und hatte wie alle anderen Mädchen ihres Alters einen schönen Traum.
00:41:06Sie wollte Sängerin werden, Opernsängerin wie die Kalas.
00:41:09Gut, vielleicht hätte sie das nie im Leben erreicht.
00:41:14Aber man hat ihr nicht die Zeit gelassen, es zu versuchen.
00:41:20Habt ihr sie denn noch nicht genug gequält?
00:41:22Lasst sie doch gefälligst in Ruhe.
00:41:46Nicole, willst du wirklich allein sein? Ich bleibe heute bei dir, wenn du wärst.
00:41:50Nein, mach dir keine Sorgen. Ich komme schon zurecht.
00:41:54Ich rufe dich nachher nochmal an.
00:41:56Gut, mach das.
00:42:13Signora.
00:42:17Guten Tag, Professor Red.
00:42:19Ich möchte Ihnen mein Beileid ausdrücken.
00:42:21Danke.
00:42:23Und ich möchte Ihnen sagen, dass auch ich untröstlich bin. Ich fühle mich Ihnen verbunden. Verstehen Sie das richtig, bitte?
00:42:30Es fällt mir nicht leicht, die richtigen Worte zu finden. Aber ich versichere Ihnen, der Tod von Sandra hat eine
00:42:40furchtbare Leere hinterlassen in uns allen.
00:42:43Ich weiß. Danke.
00:42:49Danke.
00:43:01Danke.
00:43:08Danke.
00:43:16Danke.
00:43:18Danke.
00:43:20Danke.
00:43:50Untertitelung. BR 2018
00:43:59Der Mörder deiner Tochter lässt dich nicht aus den Augen.
00:44:20Guten Tag, Signora.
00:44:24Guten Tag.
00:44:27Darf ich eintreten?
00:44:28Ja, natürlich.
00:44:37Bitte.
00:44:38Man hat mir gesagt, dass Sie das Krankenhaus verlassen haben.
00:44:40Ich wollte Sie eigentlich dort schon besuchen, aber dann habe ich mir überlegt,
00:44:44es ist besser, weiteres Geschwätz zu vermeiden.
00:44:47Sie wissen ja, wie die Leute sind.
00:44:47Entsetzen Sie sich.
00:44:51Niemand kann Ihren Verlust und Ihren Schmerz besser verstehen als ich.
00:44:56Wenn einer Mutter das Kind stirbt, stirbt ein Teil von ihr selbst.
00:44:59Ganz gleich, was vorher geschehen ist.
00:45:02Schuldgefühle werden uns verfolgen, solange wir leben.
00:45:09Ein Leben ist uns anvertraut worden und wir waren nicht in der Lage, es zu beschützen.
00:45:18Und nur aus diesem Grund haben Sie es getan, davon bin ich überzeugt.
00:45:21Auch ich habe einen Augenblick lang geglaubt, dass ich diesen grausamen Schmerz nicht ertragen kann,
00:45:26dass ich nicht mehr leben will.
00:45:27Aber dann dachte ich, wer hält die Erinnerungen an Marco aufrecht?
00:45:32Wer verteidigt ihn?
00:45:33Seine Frau?
00:45:34Vielleicht sein Sohn?
00:45:36Filippo fühlt sich alleingelassen und verraten.
00:45:40Mir fällt es nicht schwer, die Schwächen seines Vaters zu rechtfertigen.
00:45:44Aber er muss erst die Kraft finden, ihm zu verzeihen.
00:45:48Was wollen Sie von mir, Signora?
00:45:55Natürlich schieben wir lieber die Schuld irgendwelchen Fremden zu, als denen, die wir lieben.
00:46:00Aber wenn man die Wahrheit nicht kennt, und ich meine die ganze Wahrheit,
00:46:05darf man nicht urteilen.
00:46:08Was heißt das?
00:46:10Kennen Sie die Wahrheit?
00:46:13Nein.
00:46:14Sehen Sie, ein Mädchen von 19 Jahren wird sich doch leichter ihrer Mutter anvertrauen,
00:46:18als ein Mann von 45 Jahren.
00:46:21Vielleicht finden Sie ja noch in Dingen, die sie Ihnen gesagt hat,
00:46:25irgendwelche Hinweise.
00:46:27Vielleicht gibt es ein Tagebuch.
00:46:29Alle Mädchen in dem Alter führen Tagebuch.
00:46:32Ich bin fest davon überzeugt,
00:46:34dass Sie vor allen anderen irgendetwas herausfinden könnten.
00:46:40Das versuche ich seit zwei Wochen.
00:46:44Ich wusste es.
00:46:46Ich wusste, dass ich recht habe.
00:46:47Daher bitte ich Sie, dass Sie, sobald ein begründeter Verdacht auftaucht,
00:46:54mich als Erste davon unterrichten.
00:46:57Vor der Polizei, wollen Sie sagen.
00:47:00Und wieso?
00:47:01Dafür gibt es viele Gründe.
00:47:03Wir leben in so fürchterlichen Zeiten, in denen alles Mögliche passieren kann.
00:47:08Ich versuche doch nur, meine Familie zu schützen vor einer neuen Tragödie, vor einem neuen Skandal.
00:47:15Wollen Sie damit etwa andeuten, dass ein Mitglied Ihrer Familie meine Tochter ermordet haben könnte?
00:47:22Es sieht so aus, als wollten Sie mich provozieren.
00:47:25Tun Sie das lieber nicht.
00:47:27Sie könnten es bereuen, meine Teure.
00:47:29Ach ja?
00:47:32Was gibt es denn noch? Was kann mir noch passieren?
00:47:36Signora.
00:47:46Der Mörder deiner Tochter lässt dich nicht aus den Augen.
00:47:52Bitte sagen Sie es mir. Nur zu.
00:48:17Das war's für heute.
00:48:30Wer ist da?
00:48:36Ihr sollt mich in Ruhe lassen.
00:48:38Mach auf, ich bin es.
00:48:47Was willst du hier?
00:48:55Was hast du hier noch zu suchen? Du hast doch getan, was du tun solltest.
00:48:58Halt die Luft an. Überleg doch mal, was dein Alter dazu sagen würde, wenn er erfährt, was hier wirklich gelaufen
00:49:03ist.
00:49:06Was soll denn das heißen? Was weißt du?
00:49:08Ich weiß nur, dass du mir ausgeliefert bist.
00:49:11Dein Alibi ist leicht zu kippen. Kommissario Arvanzo braucht nur ein bisschen genauer nachzuhaken.
00:49:16Und außerdem kannst du von mir aus auch 20 Flaschen leer machen. Deine gespielte Verzweiflung kommt bei mir nicht an.
00:49:21Ich weiß nämlich ganz genau, was zwischen dir und Pierboni gewesen ist.
00:49:24Du Mist!
00:49:27Du hast doch keine Ahnung. Ich hab ihn geliebt.
00:49:31Herr Watsch.
00:49:45Also gut.
00:49:49Was willst du?
00:50:03Chiara war Sandras beste Freundin. Sie weiß alles.
00:50:10Was legst du denn auf?
00:50:11Was Fetziges. Hier ist ja überhaupt nichts los.
00:50:26Ach komm, trink doch nicht so schrecklich für viele. Es nützt nichts.
00:50:30Pass auf, dass dein Chef dich nicht hört.
00:50:32Nein, ich mein es ernst.
00:50:34Ich weiß.
00:50:36Es geht nicht nur um den Mord an deinem Vater, nicht wahr?
00:50:40Weil das andere macht dir auch zu schärfen.
00:50:43Weil das andere.
00:50:45Du weißt gar nicht, was für eine große Bedeutung dieser kleine Satz hat.
00:50:50Wenn du einen Tag bei uns zu Hause wärst, würdest du alles verstehen.
00:50:53Ich versteh dich doch.
00:50:55Also was ist geschehen?
00:50:56Wenn ich das wüsste. Ich weiß selbst nicht mehr, wo ich stehe, Chiara.
00:51:00Wahrscheinlich bin ich ein Idiot und sonst gar nichts.
00:51:03Es gibt etwas, das ich mir nie verzeihen werde.
00:51:06Ich habe eine Gelegenheit für immer verpasst.
00:51:08Was denn?
00:51:12Ich habe einem Menschen nicht gesagt, dass ich ihn sehr lieb habe.
00:51:17Soll ich fragen, ob ich heute ein bisschen früher gehen kann?
00:51:19Dann reden wir beide.
00:51:21Nein, nein, nein, danke.
00:51:22Ich treffe heute Nachmittag einen Journalisten.
00:51:25Ich habe versprochen, ihm unsere Geisterwille zu zeigen.
00:51:27Den Ort des Verbrechens, Legenden, Folklore sozusagen.
00:51:33Auch sowas ist da ganz wild.
00:51:35Ich erzähle ihm doch lieber den 200 Jahre alten Quatsch als den von heute.
00:51:39Siehst du, im Laufe der Zeit werden sogar die allerschrecklichsten Dinger romantisch.
00:51:44Was glaubst du, was die Leute wohl in 200 Jahren über uns sagen?
00:51:47Wäre doch interessant.
00:51:51Ciao.
00:52:07Es ist aber sehr schön hier.
00:52:09Ja, nur schade, dass alles ein bisschen heruntergekommen ist.
00:52:13Gibt es denn keinen Wächter?
00:52:15Doch, er wohnt drüben im Dorf.
00:52:16Er liegt schon seit einem Monat im Krankenhaus.
00:52:19Das darfst du natürlich nicht den Einbrechern erzählen, hörst du.
00:52:21Also hier hat sich dein Vater mit Sandra getroffen, ja?
00:52:24Darüber will ich nicht reden, wirklich nicht.
00:52:26Ich kann dir aber was über die Villa erzählen.
00:52:29Sie ist im Jahre 1664 von einem meiner Vorfahren gebaut worden, Francesco.
00:52:39Kommst du?
00:52:44Das ist er, Francesco Pierborni.
00:52:46Er hat damals gegen die Türken gekämpft, zusammen mit den Venezianern um die Insel Candia.
00:52:57Und das ist Beatrice, seine Frau.
00:53:00Die, die hier rumspukt.
00:53:04Sie hat Francesco geheiratet, als sie erst 15 war.
00:53:08Leider ist er dann sofort in den Krieg gezogen.
00:53:10Und als er wiederkam, hatte sie sich in seinen Bruder verliebt.
00:53:12Der hieß Giovanni.
00:53:14Daraufhin hat Francesco Giovanni in einem Duell getötet
00:53:17und Beatrice im Schlaf erwürgt.
00:53:21Danach hat er sie da begraben.
00:53:24Unter dem Brunnen da, siehst du?
00:53:26Ob du es glaubst oder nicht,
00:53:27aber von der Quelle hat er noch getrunken,
00:53:29nachdem er sie da unten begraben hatte.
00:53:31Er hat gedacht, auf diese Weise vergisst er sie ihn.
00:53:34Romantisch, was?
00:53:35Makaber, würde ich sagen.
00:53:38Das haben seine Nachfahren dann auch gedacht.
00:53:39Sie haben den Brunnen da bauen lassen,
00:53:41um die Erinnerung an die Geschichte auszulöschen.
00:53:43Ganz ehrlich, sogar dieser Brunnen hat noch was Unheimliches.
00:53:48Hier ist alles unheimlich.
00:53:50Es gibt sogar Leute, die behaupten,
00:53:51der Geist von Beatrice würde sich nach all den Jahren
00:53:53immer noch hier rumtreiben.
00:53:55Sie würde in diesen Zimmern umhergehen,
00:53:56auf der Suche nach Rache.
00:53:58Sie soll es auch sein,
00:53:59die alle Männer in unserer Familie daran hindert,
00:54:01ein glückliches Leben in Liebe zu führen.
00:54:03Bitte sag nicht, dass du so etwas glaubst.
00:54:06Ich nicht, aber meine Großmutter.
00:54:12Sie ist davon überzeugt,
00:54:13dass Beatrice verantwortlich ist
00:54:14für den Tod meines Vaters und den von Sandra.
00:54:18Jeden Abend
00:54:19lädt sie ihre Hexenmeister ein.
00:54:21Eine Hellseherin,
00:54:22den Direktor unseres Konservatoriums
00:54:24und den Arzt der Familie.
00:54:25Dann versuchen sie alle gemeinsam
00:54:27mit dem Geist in Verbindung zu treten,
00:54:28um die Wahrheit in Erfahrung zu bringen.
00:54:31Nur leider scheint es im Jenseits
00:54:32keine Telefone zu geben.
00:54:36Wer ist da?
00:54:47Was ist hinter dieser Tür?
00:54:48Eine Treppe.
00:54:49Sie führt in den Keller.
00:54:53Was machst du?
00:54:54Da ist doch nichts.
00:54:55Psst.
00:54:59Da ist doch jemand.
00:55:00Ich habe es gehört.
00:55:01Ich gehe nachsehen.
00:55:02Nein, nein, bleib stehen.
00:55:02Geh lieber nicht.
00:55:03Wieso nicht?
00:55:04Ich habe keine Angst vor niemandem
00:55:06und erst recht nicht vor einem Geist.
00:55:11Komm zurück.
00:55:12Das hat doch keinen Sinn.
00:55:13Da ist niemand.
00:55:14Ich muss.
00:55:16Da ist niemand.
00:55:27Ich 되게 nicht.
00:55:30Ich bin nur gezwungen.
00:55:31Ich bin nur gezwungen.
00:55:31Wieso nicht?
00:55:31Ich bin nur gezwungen.
00:55:31Das hat micheinig.
00:55:32Ich bin nur gezwungen.
00:55:32Sie haben nur gezwungen.
00:55:36Aber ich bin.
00:55:37Ich bin nicht mehr готов.
00:56:07Untertitelung des ZDF, 2020
00:56:16ZDF, 2020
00:56:58Na, und? Ist dir der Geist begegnet?
00:57:02Nein, aber eine Spur hat er hinterlassen. Eine Zigarette ohne Filter. Im Jenseits gibt es jetzt anscheinend Tabakläden.
00:57:15Na, und?
00:57:31Na, und?
00:57:48Bist du da?
00:58:06Hast du alles in Ordnung gebracht? Sind wir jetzt sicher?
00:58:23Bist du da?
00:58:34Bist du da?
00:58:36Nein, der Täter verteidigt sein Geheimnis. Er rast durch die Nacht. So wie San Giorgio. So wie San Giorgio. Um
00:58:52erneut zuzuschlagen. Und wieder, und wieder. Oh ja, das nächste Opfer.
00:59:00Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Nein.
00:59:07Nein.
00:59:08Aufhören. Aufhören. Wenn das so weitergeht, stirbt sie unter unseren Augen. Das können wir nicht zulassen. Aufwachen. Aufwachen. Aufwachen.
00:59:15Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Ist das eklig.
00:59:32Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh.
00:59:35Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh.
00:59:35Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh.
00:59:44Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh.
00:59:48Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh.
00:59:50Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh. Oh
01:00:23UNTERTITELUNG
01:00:30Was ist denn jetzt wieder los?
01:00:32Oh Gott, nein, das gibt's doch nicht.
01:00:59Was waren diese blöden Ratten?
01:01:43Was wollen Sie? Was machen Sie da?
01:01:50Nein, nein, lassen Sie mich noch!
01:01:54Lassen Sie mich noch los!
01:01:58Was soll das denn?
01:02:02Lass Sie stehen!
01:02:09Mein Gott, das ist Blut!
01:02:14Hilfe!
01:02:17Signora Venturi?
01:02:18Ja? Ah, guten Tag. Vielen Dank für Ihren Anruf.
01:02:22Das zumindest war ich Ihnen schuldig, Signora.
01:02:25Ich habe mich wie ein Idiot benommen.
01:02:27Aber Sie wissen ja, dieser Beruf ist...
01:02:29Ich versteh schon.
01:02:31Jetzt geht es mir um Chiara.
01:02:34Ah, Stefano. Weißt du schon irgendwas?
01:02:37Ich weiß nur, dass Sie noch operiert wird.
01:02:40Der Kerl hat Sie zu Boden geworfen auf die kleine Mauer am Fluss.
01:02:44Sie hat eine schwere Kopfverletzung erlitten.
01:02:46Aber wieso Chiara?
01:02:48Wieso auch Sie?
01:02:50Was glauben Sie, Kommissario, hat der Überfall mit den beiden Mordfällen zu tun?
01:02:54Ich halte es für verfrüht einen Zusammenhang zwischen diesem und den anderen Vorfällen herzustellen.
01:03:00Wenn es sich nun aber um einen Verrückten handelt, einen Psychopathen, einen der vom Töten besessen ist...
01:03:06Also, Paris, Ihre Fantasie geht wohl mit ihm durch. Und jetzt lassen Sie uns in Ruhe, ja?
01:03:11Entschuldigen Sie bitte.
01:03:14Arme kleine Chiara.
01:03:16Dass Ihre Eltern tot sind, weißt du ja selbst. Sie hat dann unten da in Afrika. Wir werden versuchen, ihn
01:03:20zu finden.
01:03:22Kommissario, würden Sie dann jetzt bitte kommen?
01:03:26Entschuldige mich, ich muss die beiden jungen Leute verhören, die Chiara gefunden haben.
01:03:29Ich geh nach oben. Ich möchte da sein, wenn Chiara aus dem OP kommt.
01:03:33Ich geh nach oben.
01:03:51Persönliche Gegenstände von Chiara Malvini.
01:04:26Ich muss Sie bitten, hinauszugehen, Signora. Das Mädchen kommt jetzt aus dem OP.
01:04:32Ja, ich geh sofort.
01:04:54Es geht nicht. Sie dürfen nicht da rein.
01:04:56Guten Tag.
01:04:58Wie ist es gegangen?
01:04:59Es ist, glaube ich, ganz gut verlaufen. Es ist zwar noch ein bisschen zu früh.
01:05:02Endgültig etwas zu sagen. Die Kleine braucht unbedingt Ruhe.
01:05:04Es hat wenig Sinn, dass Sie jetzt hierbleiben. Sie können doch nichts tun.
01:05:08Ich bitte Sie.
01:05:09Ich bitte Sie.
01:05:37Stefano?
01:05:39Wie sieht es aus?
01:05:40Sie wird es vermutlich schaffen.
01:05:42Sie muss es einfach schaffen. Noch eine Niederlage ertrage ich nicht.
01:05:46Außerdem ist Chiara für die Ermittlungen sehr, sehr wichtig.
01:05:48Aber nicht nur deswegen muss sie es schaffen.
01:05:51Du hast natürlich recht, Entschuldige.
01:05:53Wenn man von einer Idee derart besessen ist, wird man leider leicht zynisch.
01:05:57Ich habe es nicht so gemeint.
01:05:59Ich habe dich doch verstanden.
01:06:01Gestern habe ich versucht, dich im Büro zu erreichen.
01:06:04Ich wollte dir etwas zeigen.
01:06:08Das habe ich gefunden.
01:06:10In meinem Mantel.
01:06:12Ich hatte ihn seit Samras Beerdigung nicht mehr an.
01:06:16Der Mörder deiner Tochter lässt dich nicht aus den Augen.
01:06:20Ich bin mir ziemlich sicher, dass mir das jemand in die Tasche gesteckt hat.
01:06:23Tut das an so einem Tag?
01:06:27Komische Art, sein Beileid auszudrücken.
01:06:29Wenn der Mörder es geschrieben hat, hat er sich hoffentlich selbst eine Falle gestellt.
01:06:33Irgendetwas Neues?
01:06:34Nein, leider nicht.
01:06:35Nur, dass wir vermuten, dass persönliche Motive vorlagen.
01:06:38Milena Bolzoni oder Daniela Piavone?
01:06:40Oder Paolo, der Freund von Sandra.
01:06:42Er muss doch wegen dieser anderen Beziehung sehr verletzt gewesen sein, nicht wahr?
01:06:46Aber das sind nur Vermutungen.
01:06:48Wir haben nichts Konkretes.
01:06:51Und wie geht es dir, Nicole?
01:06:56Sagen wir mal gut.
01:07:24Und wie geht es für dich?
01:07:33Dieser Brief bringt eine Art pathologischen Aspekt in die Geschehnisse,
01:07:36der den Verlauf unserer Ermittlungen völlig verändern könnte
01:07:39und den wir nicht unterschätzen dürfen.
01:07:42Im Moment kann ich allerdings noch nicht sagen,
01:07:44was das vielleicht für uns bedeutet.
01:07:46Aber ich bin mir eigentlich sicher,
01:07:47dass der, der den Brief geschrieben hat, noch weitergeht.
01:07:50Meinen Sie, er wird mir noch mal schreiben?
01:07:52Ja.
01:07:53Das ist auch der Grund, warum ich Sie um Ihre Mitarbeit bitte.
01:07:56Also achten Sie auf alles, selbst auf die kleinsten Details.
01:07:59Ich weiß natürlich, dass das in einer so schweren Zeit eine sehr große Bitte ist.
01:08:05Keine Sorge.
01:08:07Für mich ist das selbstverständlich.
01:08:11Ich weiß, dass die Leute sich fragen,
01:08:13wieso ich mich nicht in meinem Schmerz zu Hause einschließe
01:08:16und warum es mir nicht ausreicht, um meiner einzige Tochter zu trauern.
01:08:21Aber ich habe noch viel Zeit für die Trauer.
01:08:25Jetzt will und muss ich wissen,
01:08:28wer meine Tochter umgebracht hat.
01:08:31Wenn das nur nicht so schwierig wäre.
01:08:36So schwierig.
01:08:37Ich hatte mich nur ein, was ich...
01:08:49Musik
01:09:36Verzeihen Sie, Signora, ich bin die Kehle.
01:09:38Der Sohn von Severa.
01:09:44Ach ja.
01:09:46Entschuldige, ich habe dich nicht erkannt.
01:09:48Ich wollte nur sagen, dass es mir sehr leid tut, das mit ihrer Tochter.
01:09:53Sie war jung und sie war schön.
01:09:55Wissen Sie, dass meine Schwester genauso alt ist?
01:09:58Ja.
01:10:04Und du, Michele, was machst du denn hier?
01:10:07Ich arbeite, ich arbeite für die Familie Pierborni.
01:10:12Sie haben mich gebeten, die Kapelle der Familiengruft zu restaurieren.
01:10:16Ach so, vielleicht haben Sie Lust, sie sich irgendwann anzusehen.
01:10:20Wenn Sie wieder hier sind.
01:10:21Ich glaube, die Arbeit wird ganz gut.
01:10:23Ich weiß ja, dass du sehr begabt bist.
01:10:25Tja, ich gehe dann.
01:10:26Entschuldigen Sie, ich hätte Sie in so einem Moment nicht stören dürfen.
01:10:29Ich hoffe von Herzen, dass man den Mörder ihrer Tochter findet.
01:10:35Ich hoffe es wirklich sehr.
01:10:41Das tue ich auch.
01:11:10Ich hoffe es wirklich sehr.
01:11:33Wer ist da?
01:11:36Ich, Nicole.
01:11:39Severa, hast du mich erschreckt.
01:11:41Es tut mir leid.
01:11:42Ich habe heute meinen freien Tag und da habe ich mir gedacht, es wäre eine gute Idee, dir ein bisschen
01:11:46zu helfen.
01:11:51Ich habe was gekocht, einen schönen Auflauf und ich habe aufgeräumt.
01:11:55Sag mal, seit wann hast du nichts mehr gegessen?
01:11:57Ich habe keinen Appetit.
01:11:59Du wirst dich jetzt hier hinsetzen und dann schön alles essen, was ich für dich gemacht habe.
01:12:04Was ist denn bloß mit deiner Katze los?
01:12:07Sie hat sehr an Sandra gehangen und seit dieser Nacht...
01:12:12Du, ich habe gedacht, sie würde wegen des Gewitters verrückt spielen.
01:12:18Aber inzwischen bin ich mir sicher, dass sie die Gefahr gespürt hat.
01:12:24Und ich nicht.
01:12:28Ich...
01:12:29Nicht.
01:12:31Nicole, ich kann dich gut verstehen.
01:12:36Es ist vor drei Jahren gewesen, da war meine Tochter schwer krank und ich bin fast verrückt geworden.
01:12:43Es hat beinahe so ausgesehen, als würde sie es nicht schaffen.
01:12:48Die Kinder dürfen nicht vor uns sterben.
01:12:51Eher würde man doch für sie das eigene Leben geben.
01:12:56Aber dann ist meine Nina ja doch wieder gesund geworden.
01:13:03Und auch Michele bereitet mir sehr, sehr viel Freude.
01:13:07Ich habe ihn heute gesehen auf dem Friedhof.
01:13:09Er ist wirklich ein guter Junge.
01:13:13Ich weiß genau, wenn einem der beiden etwas zustieße,
01:13:17dann würde ich ganz sicher wahnsinnig.
01:13:21Wahnsinnig.
01:13:26Mein Gott, was für ein Wetter.
01:13:42Aus dem Haus, da sieht jemand hier rüber.
01:13:44Jetzt hat er sich versteckt.
01:13:45Wer ist das?
01:13:46Wer wohnt da?
01:13:47Oh, das ist Professor Carlo Mauri.
01:13:50Kennst du ihn?
01:13:51Na und ob.
01:13:52Der gehört zu denen, mit denen die Contessa ihre spiritistischen Sitzungen abhält.
01:13:56Die sind alle wahnsinnig, wahnsinnig und ungeheuer beschäftigt in der letzten Zeit.
01:14:02Stell dir vor, jetzt haben sie sich in den Kopf gesetzt,
01:14:05dass der Mörder San Giorgio ist, der nachts umherrast.
01:14:09San Giorgio?
01:14:10Genau der.
01:14:13Chiara?
01:14:17Kannst du mich hören?
01:14:19Ich bin es, Nicole.
01:14:22Chiara, ich muss dich was fragen.
01:14:23Es ist sehr, sehr wichtig.
01:14:26Für uns alle.
01:14:43Kannst du bitte versuchen, dich zu erinnern?
01:14:47Du musst dich anstrengen, bitte.
01:14:50Die Münze hier mit San Giorgio.
01:14:53Gehört sie dir?
01:15:03Chiara, gehört sie dir?
01:15:10Nein.
01:15:17Es passt alles zusammen, Stefano.
01:15:20Glaub mir doch, es ist alles klar.
01:15:22Chiara, zuerst der anonyme Brief, du hast ihn ja gesehen.
01:15:26Überleg doch, der Mörder deiner Tochter lässt dich nicht aus den Augen.
01:15:31Kurz danach habe ich es bemerkt, dieser Mauri beobachtet mich andauernd.
01:15:35Das ist aber leider kein Beweis.
01:15:36Das weiß ich.
01:15:39Aber das hier, das hier, ist vielleicht ein Beweis.
01:15:51Chiara hatte das Kettchen in der Hand, als man sie nach dem Überfall gefunden hat.
01:15:55Die Initialen auf der Rückseite, siehst du sie?
01:15:59C.M.
01:16:01Chiara Malvini.
01:16:03Das haben wir natürlich am Anfang alle gedacht, aber es heißt Carlo Mauri.
01:16:08Ich habe Chiara gefragt, ob es ihr gehört.
01:16:10Sie hat Nein gesagt.
01:16:12Ich glaube ganz sicher, dass sie es Mauri weggerissen hat, als er sie überfallen hat.
01:16:18Ich glaube ganz sicher, dass sie nicht aus den Augen.
01:16:48Ich glaube ganz sicher, dass sie nicht aus den Augen.
01:17:27Kommen Sie bitte.
01:17:28Ich habe mit Ihnen zu reden.
01:17:33Ich bin nicht aus den Augen.
01:17:51Ich habe mit Ihnen gesehen, dass Sie auch nicht aus den Augen.
01:18:04Guten Abend, Signora Pierborni.
01:18:06Haben Sie es schon gehört? Maury ist verhaftet worden.
01:18:09Ja, ich habe es gehört. Die ganze Stadt spricht von nichts anderem.
01:18:12Aber er ist nicht verhaftet worden.
01:18:14Es handelt sich lediglich um eine vorläufige Festnahme.
01:18:17Man hat ihn vom Konservatorium abgeholt und zur Stunde wird er verhört.
01:18:20Das bedeutet aber nicht, dass er schuldig ist.
01:18:21Und wieso er?
01:18:22Das kann ich Ihnen nicht sagen.
01:18:24Vielleicht verfolgen Sie eine Absicht.
01:18:25Der wirklich Schuldige soll glauben, dass die Ermittlungen plötzlich in eine andere Richtung gehen.
01:18:29Manchmal wenden Sie solche Tricks an.
01:18:32Stimmt das?
01:18:33Wir müssen abwarten, Signora.
01:18:36Nein, das halte ich nicht aus.
01:18:39Ich kann nicht nur einfach da sitzen und abwarten.
01:18:41Sie wollen doch hoffentlich nicht hysterisch werden. Das ist nicht der richtige Moment.
01:18:44Wir müssen Ruhe bewahren. Alle.
01:18:47Haben Sie mir die Dokumente mitgebracht?
01:18:49Ja. Hier.
01:18:58Aber das kann noch nicht alles sein. Es fehlen wichtige Rechnungen. Etwa 20 Rechnungen.
01:19:02Es tut mir leid.
01:19:04Mehr konnte ich wirklich nicht erreichen.
01:19:06Sie wissen doch, dass Massimo in der Firma jetzt das Sagen hat.
01:19:08Und ich kann kein Risiko eingehen.
01:19:10Sie riskieren sehr viel mehr, wenn man herausfindet, dass Marco die Scheidung wollte, die Sie nicht wollten.
01:19:16Von allen anderen Dingen ganz zu schweigen, die in unserer aller Interesse besser keiner erfährt.
01:19:20Sie misst, Karl.
01:19:23Meinen Sie etwa, ich sei von Ihnen abhängig?
01:19:25Und ich müsste mich mit Ihrer Erpressung abfinden?
01:19:28Überspannen Sie den Bogen nicht.
01:19:30Ihre Position ist, weiß Gott, nicht so sicher, wie Sie denken.
01:19:40Einen Moment.
01:19:41Sie wieder.
01:19:42Das wäre das erste Mal.
01:19:48Also los, schreibt.
01:19:49Carlo Mauri.
01:19:50Professor Carlo Mauri.
01:19:52Er unterrichtet hier Kompositionslehre.
01:19:54Carlo Mauri.
01:19:56Er wohnt gegenüber der Wohnung eines...
01:19:58Der Mordopfer Sandra Durani, die Tochter von Nicole Venturi.
01:20:01Er kannte auch das andere Mädchen gut.
01:20:03Das Mädchen, das kürzlich überfallen wurde.
01:20:05Chiara Malvini.
01:20:06Hast du das?
01:20:07Was wünschen Sie?
01:20:08Ein best üblicher.
01:20:12Ja, ja, er stammt aus Parma.
01:20:14Zuerst ging er nach Salzburg.
01:20:15Er hat eine Weile dort gelebt.
01:20:17Er unterrichtet Kompositionslehre, wie ich schon sagte, und ist seit sechs Jahren in Luca.
01:20:22Ja, natürlich ist er über jeden Verdacht erhaben, aber mein Gefühl sagt mir, dass irgendwas nicht ganz in Ordnung ist.
01:20:28Ja, schick doch gleich ein Fax an Moretti, unseren Korrespondenten in Wien.
01:20:32Vielleicht findet er ja in alten Zeitungen was.
01:20:35Er soll jedenfalls nachsehen.
01:20:57Karlo Mauri wird verdächtigt, Bertha Schwarz vergewaltigt und unter Morde zu haben.
01:21:04So etwas Widerliches.
01:21:09Schicken Sie einen Fax an Barresi.
01:21:18Oh, Barresi.
01:21:19So wie es aussieht, gibt es gegen Mauri noch andere Anklangpunkte.
01:21:23Ich weiß sogar, welche das sind.
01:21:24Der unanfechtbare Professor war in Österreich in ein Verbrechen verwickelt.
01:21:28Es ging um ein Mädchen in Salzburg.
01:21:30Das ist vor acht Jahren gewesen.
01:21:35Er ist zwar letztlich freigesprochen worden, aber in Salzburg war niemand so recht von seiner Unschuld überzeugt.
01:21:41Der Freispruch erfolgte dann wegen Mangels an Beweisen.
01:21:45Wie haben Sie das herausgefunden?
01:21:47Unser Korrespondent in Wien hat es geschickt.
01:21:49Ist das Verhör schon zu Ende?
01:21:51Nein, noch nicht.
01:21:52Seit heute früh ist er schon da oben.
01:21:54Er wird gestehen, falls er wirklich der Mörder ist.
01:22:02Professor Mauri, ich muss meine Frage noch einmal wiederholen.
01:22:04Wie kommt es, dass Chiara Malvini, nachdem sie überfallen worden war, dieses Kettchen in ihrer Hand hielt?
01:22:09Diese Kette, von der Sie sagen, dass sie Ihnen gehört.
01:22:12Antworten Sie endlich.
01:22:13Ja, aber ich weiß es doch nicht. Ganz sicher nicht. Ich habe keine Ahnung. Ich habe die Kette wahrscheinlich verloren.
01:22:22Antworten Sie immer nur so knapp wie möglich.
01:22:24Ja.
01:22:25Professor Mauri, noch bis vor acht Jahren haben Sie in Salzburg unterrichtet. Aus welchem Grund sind Sie nach Lucca gezogen?
01:22:31Ich hatte schon seit langem den Wunsch, nach Italien zurückzugehen.
01:22:34Ich entnehme den Akten, dass Sie einige Zeit, bevor Sie Salzburg verlassen haben, in den Mord an einem jungen Mädchen
01:22:40verwickelt gewesen sind.
01:22:41Sie hieß Bertha Schwarz. Hatte die Sache auf Ihre Entscheidung, hierher zurückzukehren, einen Einfluss?
01:22:46Nein, nicht im Geringsten, absolut nicht.
01:22:48Darf ich Sie darauf hinweisen, dass Professor Carlo Mauri Opfer eines Justizirrtums war?
01:22:53Richtig ist, dass er zum Kreis der Verdächtigen gehörte, dann aber freigesprochen wurde.
01:22:57Mit dem Mord an dem jungen Mädchen hatte mein Mandant nichts zu tun.
01:23:00Ich nehme das zur Kenntnis, Avocado, halte es aber für angebracht, daran zu erinnern, dass der Mordfall Schwarz ungelöst blieb.
01:23:06Der Mörder ist bis heute nicht gefunden worden.
01:23:09Ich habe es nicht getan. Ich habe gar nichts getan.
01:23:11Ich bin seinerzeit total entlastet worden. Es war ein ganz schrecklicher Justizirrtum.
01:23:15Was wollen Sie? Ich muss mich nicht verteidigen. Nicht noch einmal.
01:23:19Dieser Albtraum, er verfolgt mich. Er quält mich.
01:23:22Warum haben Sie versucht, Chiara zu töten? Warum wollten Sie sie in den Fluss stoßen?
01:23:27Das habe ich nicht getan. Sie ist gestolpert und hingefallen.
01:23:30Ich wollte mit ihr sprechen, wollte sie fragen, was sie über mich weiß. Aber ich habe sie nicht zu Boden
01:23:35gestoßen.
01:23:35Was?
01:23:39Ich hatte einen anonymen Brief erhalten.
01:23:43Chiara war Sandras beste Freundin. Sie weiß alles. Genau das stand in dem Brief.
01:23:47Also wollte ich sie fragen, was sie über mich weiß.
01:23:50Aber da fing sie an zu schreien. Ich habe Angst bekommen und sie fiel hin.
01:23:53Aber ich wollte sie nicht umbringen. Ich habe auch Sandra nicht umgebracht.
01:23:57Gut, das stimmt. Ich habe sie beobachtet. Von Weitem.
01:23:59Sie war wunderschön und so jung.
01:24:02Nie im Leben hätte ich ihr etwas Böses antun können.
01:24:05Das hat sie gewusst.
01:24:06Sie hat mit Chiara über mich gelacht.
01:24:09Sie kannten meine Schwäche. Alle beide.
01:24:13Dann kam dieser Brief und ich hatte Angst, Chiara würde es überall herum erzählen.
01:24:17Und ich wäre ruiniert.
01:24:18Seit ich hier in Luka bin, lebe ich mit der Angst, dass jemand meine Schwäche entdeckt.
01:24:21Meine Schwäche und meine Vergangenheit.
01:24:23Jetzt ist es soweit.
01:24:25Jetzt werden sich alle über mich das Maul zerreißen.
01:24:27Ich werde nicht mehr leben können, nicht unterrichten, keine Freunde mehr haben.
01:24:32Alles ist vorbei nur, weil ich so dumm war, sie in der Nacht anzusprechen.
01:24:36Aber umgebracht habe ich niemanden.
01:24:39Weder Bert der Schwarz noch Sandra noch Pierboni.
01:24:42Der Mörder von Sandra ist jedenfalls ein anderer.
01:24:45Überlassen Sie uns die Entscheidung, wen wir zu den Verdächtigen zählen.
01:24:48Ja, aber mich sollten Sie da ausnehmen.
01:24:50Auch wenn es leicht ist, mich zu verdächtigen.
01:24:52Mein Leben, meine Würde, sie existieren nicht mehr.
01:24:56Aber ich habe es gesehen, ich habe es gesehen.
01:24:57Sie meinen den Mord an Sandra Rorani?
01:24:59Nein.
01:25:00Ich habe gesehen, wie an Sandras Auto gestiegen ist an dem Abend, an dem sie ermordet wurde.
01:25:06Ja, ich konnte es sehen, ich stand am Fenster.
01:25:10Es war ungefähr acht Uhr, vielleicht halb neun.
01:25:15Ich weiß es noch genau, es hat ziemlich heftig geregnet.
01:25:21Ich sah Sandra, sie kam aus der Tür und steckte einen Brief in den Kasten.
01:25:27Dann wollte sie in ihr Auto steigen.
01:25:33Doch plötzlich ist ein Mann aufgetaucht.
01:25:35Anfangs konnte ich nicht erkennen, wer es war.
01:25:37Ja, der Regenschirm verdeckte ihn.
01:25:39Er wollte Sandra wohl daran hindern, ins Auto zu steigen.
01:25:42Sie fing an sich zu streiten.
01:25:44Da gibt es nichts zu erklären.
01:25:45Lass mich in Ruhe.
01:25:49Sandra wollte wegfahren, aber irgendwie ist es ihm dann doch gelungen, sich in das Auto zu setzen.
01:25:53Als er einsteig, machte er den Regenschirm zu.
01:25:56Da habe ich ihn erkannt.
01:25:58Irgendwann musst du mir was erklären.
01:25:59Es war Paolo Roversi.
01:26:01Hast du verstanden? Ich will es endlich wissen.
01:26:23Paolo, wo willst du hin?
01:26:25Die Polizei ist da, sie holen mich.
01:26:26Wer?
01:26:27Die Polizei.
01:26:28Papa, bitte versuch sie aufzuhalten.
01:26:30Ich bitte nicht.
01:26:30Aber was?
01:26:30Du irgendwas.
01:26:31Los, Paolo.
01:26:33Ja und jetzt, was jetzt?
01:26:35Mach auf.
01:26:55Mama, ich habe nichts getan. Ich bin unschuldig.
01:26:57Ja, aber wieso läufst du dann weg?
01:27:24Da ist er.
01:27:27Da ist nicht das, das.
01:27:29Nein!
01:27:42Da ist nicht das, was ich bin.
01:27:51Wenn es wareucker, weil's nicht das Lopez Prince, nicht mehr.
01:28:03Da ist nichtquelle.
01:28:07Dann jedoch, bitte warte, wunder Dank mir, dass Sie das nicht mögen.
01:28:17Vieni little auf, da sich wieder,钱 und in慢慢 auf zu behandeln.
01:28:49Untertitelung des ZDF, 2020
01:29:05Untertitelung des ZDF, 2020
01:29:37Untertitelung des ZDF, 2020
01:29:38Untertitelung des ZDF, 2020