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Spaß
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01:13Morgen. Morgen. Marco Reil, 40, Symkope während der Arbeit. Er sagt, nun sei plötzlich schwindelig geworden.
01:19Beintreffen wieder ansprechbar. Die Kopfplatzwunde stammt vom Sturz.
01:23Hallo, Herr Reil. Benno Nowak. Sehen Sie mich mal bitte an.
01:30Wo haben Sie Schmerzen?
01:33In der Brust.
01:34Im Thorax-Bereich.
01:36Hat er ja früher noch nicht.
01:38Dazu immer noch kalt, schweißig. Nach einer einfachen Synkope sieht das nicht aus. Kreislauf?
01:42Druckstabil bei 120.
01:44Habe ich einen Herzinfarkt?
01:45Das finden wir gleich heraus.
01:48Sie können hier ganz entspannt liegen bleiben und sich verwöhnen lassen.
01:51Ist ja wie im Urlaub.
01:52All inclusive ist nichts dagegen. Schockbox 3.
01:56Die Jacke.
02:03Hi, ich bin Chris.
02:05Hi.
02:06Arbeiten Sie in der Firma Schüppel?
02:09Ja.
02:09Eine Kollegin von Ihnen war auch schon mal hier und hat Wartungsarbeiten durchgeführt.
02:12Dromiziden.
02:13Arbeitet Sie noch in der Firma?
02:16Frau Mie ist jetzt unsere Abteilungsleiterin.
02:20Alle bereit?
02:22Auf drei.
02:22Eins, zwei, drei.
02:29Dankeschön.
02:29Bis zum nächsten Mal.
02:32Wir brauchen erst mal ein 12-Kanal-EKG.
02:34Blutentnahme, Aufnahme, Labor, Herz-Enzyme.
02:50Guten Morgen.
02:52Danke.
02:54Guten Morgen, Sarah.
02:55Kann ich dich kurz was fragen?
02:58Guten Morgen, Katrin.
03:00Na, wie geht es dir heute?
03:01Danke.
03:01Danke. Gut.
03:03Wie sieht es aus mit den Zusatzstunden für die Schmerztherapie?
03:06Ach Gott, ja.
03:08Du wolltest drüber nachdenken.
03:10Ja, also ich weiß nur gerade nicht, womit der Kopf steht.
03:12Also ich meine Antonia, also Frau Meiler, die Gesundheitsdezernentin und ich,
03:17wir denken gerade ganz intensiv über dieses Jahresdingster.
03:21Wie heißt denn das noch?
03:22Abschlussbericht?
03:23Ja, danke. Das war es. Darüber denken wir gerade nach.
03:25Ich müsste es nur bald wissen.
03:27Die Patienten rufen an und ich kann sie nicht noch länger vertrösten.
03:30Gibst du mir noch einen Tag?
03:32Ich spreche dich morgen wieder an.
03:33Morgen? Morgen ist super.
03:37Bis morgen.
03:42Sie sind Servicetechniker.
03:44Haben Sie einen Schlag bekommen?
03:46Ausgeschlossen.
03:48Ich nehme die Geräte immer vom Netz.
03:50Wenn ich da einen Schlag bekäme,
03:52könnten Sie jetzt meine Asche zusammenfegen.
03:55Das meins.
03:56In der, in der Herke.
04:07Das ist eindeutig ein STEMI.
04:09Ein ST-Hebungsinfarkt im Bereich der Vorderwand.
04:13Wirklich? Herzinfarkt?
04:14Er bekommt sofort 300 Milligramm ASS, 5000 Einheiten Heparin und gleich zur PTCA anmelden.
04:20Wir werden das verschlossene Herzkranzgefäß wieder öffnen und einen Stand setzen,
04:23damit es dauerhaft offen bleibt.
04:24Das Ganze wird unter örtlicher Betäubung gemacht.
04:27Sie können aber auch ein Beruhigungsmittel bekommen.
04:29Ich probiere es erst mal, oder?
04:31Okay.
04:32Sobald die Medikamente drin sind, bringen wir sie in den OP.
04:34Chris, wie war nochmal die Nummer von Dr. Demir?
04:371140.
04:39Danke.
04:44Hallo, Demir.
04:45Hallo, Brian.
04:46Was ist mit seinem Kopf? Wurde schon ein CT gemacht?
04:48Der Infarkt hat Priorität.
04:49Können Sie denn ein SAT komplett ausschließen?
04:51Nein, aber ich würde gerne ausschließen, dass er einen zweiten Infarkt erleidet.
04:55Weiter.
05:00Wenn es zu viel wird, können Sie jederzeit was bekommen.
05:04Okay, ich bin jetzt bei der Stenose.
05:07Zum Glück ist es nur eine.
05:08Das haben wir schnell erledigt.
05:10Jetzt kommt der etwas unangenehme Teil.
05:12Ach, jetzt erst?
05:14Ich dehne den Bereich jetzt mit einem Ballon auf.
05:17Sie dürfen ruhig jammern, wenn es wehtut.
05:24Schön weiter atmen.
05:27Machen ist super.
05:30Wo ist das eigentlich genau passiert?
05:31Bei der Arbeit.
05:32Und was arbeiten Sie?
05:35Medizintechniker.
05:36Oh, das heißt, Sie reparieren Geräte wie diese?
05:39Vor allem Röntgen und MRTs.
05:43Gleich vorbei.
06:11So, das haben wir.
06:12Der Stand sitzt, der Täter geht raus.
06:18Und?
06:18War es sehr schlimm für Sie?
06:20Im Gegenteil.
06:21Und weil es so schön wäre, gibt es noch eine Nacht auf unserer Intensivstation gratis dazu.
06:26Vollponsor.
06:27Und Graubrot mit Käse.
06:29Danke, Dr. Demir.
06:30Den Rest schaffen wir allein.
06:31Immer gerne.
06:32Alles Gute.
06:33Ihnen auch.
06:34Das war's.
06:34Das war's.
07:13Ja?
07:19Guten Morgen.
07:20Guten Morgen, Kaminski. Was kann ich für Sie tun?
07:25Hatten Sie einen schönen Abend gestern?
07:28Jawohl, danke der Nachfrage.
07:32Dann hatten Sie sicher auch einen schönen Morgen. So wie Sie strahlen.
07:36Ich strahle? Danke.
07:39Bin ich gar nicht gewöhnt, aus Ihrem Mund solche Komplimente zu hören.
07:42Ja, ich weiß. Einer meiner vielen Fehler.
07:45Aber Sie bekommen doch sicher auch so genügend Komplimente.
07:49Die Ohrringe stehen Ihnen auch besonders gut.
07:52Ach ja?
07:54Haben Sie einen Schlaganfall, Kaminski?
07:57Nicht, dass ich wüsste. Wieso?
07:59Sie benehmen sich sehr ungewöhnlich.
08:01Na, da haben wir doch etwas gemeinsam.
08:05Kaminski, was kann ich denn jetzt für Sie tun?
08:10Darf ich?
08:11Ja.
08:19Hier.
08:26Das ist mir vorhin schon aufgefallen.
08:29Ja, so ein Schminkunfall.
08:32Der kann manchmal böse enden.
08:37Danke.
08:44Ich bin froh, ich bin froh.
09:09Ich habe mir gedacht, dass du vielleicht kommst.
09:13Du hast mit Marco gesprochen.
09:15Ja, ich war gerade mit ihm im OP.
09:17Er musste operiert werden. Wie geht es ihm?
09:20Ganz gut. Er liegt jetzt auf der Intensiv.
09:24Das klingt schlimmer, als es ist.
09:26Aber das muss er dir selber erzählen.
09:30Okay. Darf er denn Besuch bekommen?
09:33Ja, er ist wach. War ohne Narkose.
09:35Aber wirklich nur kurz. Er braucht Ruhe.
09:39Okay.
09:42Dann, wie geht es dir?
09:44Ähm, ja, gut.
09:49Und dir? Alles okay?
09:55Alles bestens.
10:02Gut.
10:06Ich gehe mal zu ihm.
10:20Mein Privatleben geht es überhaupt nichts an.
10:23Ich frage Sie doch auch nicht nach den Namen Ihrer Amuren.
10:26Doch, tun Sie.
10:27Ist noch gar nicht so lange her.
10:30Als Ihr Freund sehe ich es als meine Pflicht an,
10:33Sie auf die Risiken einer solchen Beziehung hinzuweisen.
10:36Freund, Sie hören sich an wie meine Mutter, als ich mein erstes Rendezvous hatte.
10:41Mensch, Marquardt, berufliches und privates miteinander zu verbinden,
10:45das ist immer heikel.
10:47Besonders, wenn es sich um ein Abhängigkeitsverhältnis handelt.
10:51Also, ich kann privates und berufliches sehr gut trennen.
10:53Das funktioniert wunderbar.
10:56Ich muss Sie doch nicht daran erinnern,
10:57welche Probleme wir mit dieser Person schon hatten.
11:01Außerdem glaube ich nicht, dass Sie eine Frau ist,
11:03die mit Zurückweisungen besonders gut umgehen kann.
11:06Das ist so typisch.
11:08Sie denken schon wieder alles vom Ende her.
11:09Dabei geht es mir so gut wie schon lange nicht mehr.
11:13Aber mir scheint, das passt Ihnen nicht.
11:15Sie sind eifersüchtig.
11:17Sarah, das ist nicht lustig.
11:27Seien Sie vorsichtig.
11:34Spaßbremse.
11:55Und?
11:58Alte Wunden?
12:02Dass sie einfach so hier auftaucht.
12:07Nicht wegen mir, sondern wegen Ihrem Neuen.
12:12Hey.
12:13Hey.
12:15Wie geht's dir?
12:17Gut.
12:19Die Radiologie hat mich angerufen, mir gesagt, was passiert ist.
12:22Und du bist nicht ans Handy gegangen.
12:24Es ist alles okay.
12:25Aber du bist doch operiert worden.
12:28Ich hatte so eine Art Herzinfarkt.
12:31Ein Herzinfarkt?
12:32Ein Gefäß war verschlossen.
12:34Die haben wir ins Stand gelegt.
12:35Okay.
12:37Was ist mit deinem Kopf?
12:40Bin irgendwo gegengeknallt, als ich umgekippt bin.
12:43Ist nur eine Platzwunde.
12:47Ich hätte dich auch angerufen.
12:49Aber ich war bisher eben im OP.
12:51Alles gut.
12:53Vielleicht ist es auch einfach ein Kollege.
12:59Für den sie alles stehen und liegen lässt.
13:01Und ins Krankenhaus rennt.
13:04Ich würde für dich auch ins Krankenhaus rennen.
13:09Das heißt noch lange nicht, dass ich mit dir schlafen will.
13:17Hallo?
13:18Nowak.
13:19Hallo, Romy Ziegen.
13:21Ich bin seine Chefin.
13:22Freut mich.
13:25Kann ich Sie kurz unter vier Augen sprechen?
13:27Ja, ich komme gleich nochmal, ja.
13:35Herr Reil.
13:37Ein Infarkt in Ihrem Alter.
13:40Das ist sehr selten.
13:41Sie haben stark erhöhte LDL-Cholesterinwerte.
13:44Das sind die sogenannten bösen Blutwette.
13:46Klingt gruselig.
13:48Ist das früher schon mal aufgefallen?
13:49Oder gibt es so etwas in Ihrer Familie?
13:52War zumindest kein Thema.
13:53Dann haben Sie jetzt eins für die nächste Familienfeier.
13:59Zigaretten, Alkohol, Drogen.
14:01Ganz selten Alkohol.
14:03Wie sieht es mit Sport aus?
14:05Joggen.
14:06Zweimal die Woche gehe ich ins Gym.
14:07Esst viel Gemüse und kein Fleisch.
14:09Herr Reil, Sie machen mir die Arbeit nicht gerade leicht.
14:11Sorry.
14:13Gab es in Ihrer Familie Herz-Kreislauf-Erkrankungen?
14:18Möglicherweise bei meinem Vater.
14:19Er ist vor zehn Jahren gestorben.
14:21Ich glaube, es war ein Infarkt, aber ich weiß es nicht.
14:23Ich weiß es nicht genau.
14:24Das ist zwischen uns war reine Biologie.
14:26Und wie alt war er da?
14:27Anfang 50.
14:30Und Ihre Mutter?
14:32Die ist gerade 65 geworden.
14:34Die ist topfit.
14:39Kann das wieder passieren?
14:41Das würde ich gerne ausschließen.
14:45Was macht Ihr Kopf?
14:47Tut weh ein bisschen.
14:49Darf ich?
14:50Ja, mein Kollege wird sich das gleich nochmal anschauen.
15:16Wie geht's?
15:18Hey.
15:19Chris.
15:20Hey.
15:21Sehr gut.
15:22Und Ihr?
15:23Auch gut, danke.
15:24Du bist bestimmt wegen deines Kollegen hier.
15:27Ja, der Arzt ist gerade bei Ihnen.
15:28Er hat gesagt, dass du jetzt Abteilungsleiterin bist.
15:31Echt?
15:33Stimmt das nicht?
15:34Äh, doch.
15:36Nur, also...
15:37Ich habe ihn darauf angesprochen, weil ich gesehen habe, dass ihr in der selben Firma arbeitet.
15:41Ah.
15:42Ja.
15:44Ja.
15:48Hat Ilai ganz schön berührt, euer Wiedersehen.
15:50Ja.
15:51Ja, wie du meinst.
15:53Da geht mich auch nichts an.
15:55Entschuldigung.
15:56Ähm, wir brauchen noch einen Schädel-CT von Herrn Reil.
15:58Würden Sie bitte Dr. Demir Bescheid sagen?
16:00Ja, klar.
16:01Wieso?
16:01Geht's ihm schlechter?
16:03Wir wollen nur nichts übersehen.
16:04Ich kümmere mich direkt drum.
16:06Danke.
16:07Danke.
16:08Danke.
16:08Danke.
16:09Danke.
16:11Danke.
17:04So, Sie haben Kopfschmerzen.
17:06Wie fühlen die sich an?
17:07So ein bisschen dumpf.
17:08Eher im vorderen Bereich.
17:11Schwindig?
17:11Nein.
17:13Dann schauen wir uns das mal im CT genauer an.
17:16Schon mal eins gemacht?
17:17Na, wen frage ich?
17:20Ihr kennt sich besser mit CTs aus als Sie.
17:22Wir haben übrigens eine gemeinsame Bekannte.
17:24Frau Zin.
17:26Ich war Ihr Arzt.
17:28Dann kann sie dank Ihnen wieder laufen.
17:32Also, dank mir und dank Dr. Fahn.
17:34Aber die arbeitet hier nicht mehr.
17:35Das ist ja ein Zufall.
17:37Was?
17:37Ja, dass Sie erst Romy und dann mich behandeln.
17:40Kleine Welt war's.
17:42Romy, ja.
17:45Sind Sie beide...
17:46Wir lernen uns gerade kennen.
17:49Ist es so?
17:50Wir können.
17:53Nicht gerade der beste Moment für einen Infarkt.
17:56Davon lässt sich Frau Zin nicht so leicht abschrecken.
18:02Also, könnte ich mir vorstellen.
18:08So, was soll das werden?
18:10Was soll was werden?
18:13Du hast es doch gehört.
18:14Die beiden sind noch nie zusammen.
18:16Na und?
18:17Selbst wenn?
18:19Vielleicht will sie ja auch.
18:20Weh, was?
18:21Von dir verletzt werden?
18:23Mann, ich hab draus gelernt.
18:25Ja, wirklich?
18:27Vielleicht ist das meine zweite Chance.
18:31Eli, die beiden sind definitiv nicht nur Kollegen oder Freunde.
18:35Ja, aber sie sind definitiv auch noch kein Paar.
18:39Mann, sie ist es.
18:41Die eine Frau, für die ich mein Leben ändern würde.
18:44Checkst du das?
18:46Also, sag mir, was mich davon abhalten sollte, es nochmal zu versuchen.
18:49Diesmal richtig.
18:56Dr. Dem hat mir erzählt, dass ihr euch kennt.
18:58Hat er sonst noch irgendwas gesagt?
19:00Was meinst du?
19:02Ach, keine Ahnung.
19:04Wie wäre das denn für dich, wenn ich noch im Rollstuhl sitzen würde?
19:09Wäre das so eine elektrische?
19:12Wieso?
19:13Dürfst du dich damit auch mal fahren?
19:16Okay, aber nur auf meinem Schoß.
19:18Ui, fühl ich dich nicht ein bisschen zu schwer?
19:20Nö.
19:24Und wie ist das für dich?
19:26Mein Herz ist offenbar nur noch zweite Wahl.
19:30Und du denkst jetzt, du bist zweite Wahl für mich?
19:34Ich muss mich wohl noch dran gewöhnen, dass ich nicht so gesund bin, wie ich dachte.
19:39Weißt du, meine Oma hat immer gesagt, unter jedem Dach ein Ach.
19:59Ich hoffe, ich bekomme jetzt nicht noch eine Herzinfarkt.
20:04Bis morgen.
20:07Bis morgen.
20:28Romy, hast du Zeit?
20:30Der Kiosk hat noch lange auf.
20:32Lass uns reden.
20:34Äh, müssen wir nicht.
20:35Lass uns einfach nach vorne schauen.
20:37Ja, einverstanden.
20:38Lass uns neu anfangen.
20:40Das habe ich.
20:41Schon vor zwei Jahren.
20:47Bist du verliebt?
20:49Eli.
20:54Ich weiß, dass ich dich damals sehr verletzt habe.
20:57Und es tut mir wahnsinnig leid.
20:59Hast du dich deswegen nie wieder bei mir gemeldet?
21:03Wolltest du das?
21:08Eli, das bringt nichts.
21:11Seinetwegen.
21:12Ich muss los.
21:15Warum redest du nicht mit mir?
21:36Ich habe die Cholesterinwerte von Herrn Reil bestimmen lassen.
21:40Ja, macht Sinn.
21:42Ein Myokard-Infarkt bei einem 40-jährigen, trainierten, normalgewichtigen Mann.
21:46Und?
21:47Deutlich erhöht.
21:48Er sagt, sein Vater hätte möglicherweise mit 50 einen Infarkt gehabt.
21:52Also eine familiäre Hypercholesternamie.
21:55Das ließe sich ja nachweisen.
21:57Wir schicken morgen gleich eine Probe ins Speziallabor.
21:59Die Sequenzierung dauert nur leider mindestens zwei Wochen.
22:05Was sagt der DLC-Insko?
22:07Die Familienanamnese scheint in seinem Fall schwierig zu sein.
22:10Aber ich überprüfe ihn morgen gleich mal auf Xantome.
22:14Wäre ein Hinweis, aber.
22:15Kommt ja auch nur bei einem Drittel aller Patienten vor.
22:20Danke übrigens für Schädel-CT.
22:23Ist ja zum Glück nichts mehr rausgekommen.
22:25Das war's von mir.
22:26Schön feierend.
22:28Sie kennen die Chefin von Henreye?
22:34Sie war mal Patientin hier.
22:36Ihre Patientin?
22:41Ja, schönen Abend noch.
22:44Schönen Feierabend.
22:45Schönen Feierabend.
23:28Ja, schönen Abend noch.
23:50Also der Rollstuhl hat eine gute Sache.
23:52Man muss sich nicht mal mehr die Schuhe ausziehen, wenn man wo zu Besuch ist.
23:57Das muss man nicht.
24:02Essen ist fertig.
24:04Sie empfindet noch was für mich.
24:06Wie kommst du drauf?
24:13Ich bin ihr nicht egal, ich spür das.
24:19Kommst du?
24:21Komm.
24:23Komm.
24:29Die Frage ist doch einfach nur, ob sie sich nochmal auf dich einlässt.
24:32Weißt du, ich sag das auch nur, weil du kannst dir da wirklich eine ziemlich blutige Nase holen.
24:36Aber was ist, wenn das Ganze nur ein riesiges Missverständnis war?
24:39Ich meine, ich habe mich nur bei ihr nicht gemeldet, weil ich dachte, sie will mich nicht mehr.
24:43Und was ist, wenn sie dasselbe gedacht hat?
24:46Sie war damals nicht deutlich.
24:49Ich muss das klären, verstehst du das nicht?
24:51Doch, ich verstehe das.
24:53Aber es heißt noch lange nicht, dass es eine gute Idee ist.
25:05Guten Morgen, Frau Marquardt.
25:07Morgen.
25:08Du bist mit dem Morgen gut.
25:14Guten Morgen, Sarah.
25:16Morgen.
25:18Ich sollte dich heute nochmal ansprechen.
25:21Ja.
25:21Und?
25:23Hast du dich entschieden?
25:25Ja.
25:26Bekomme ich die Zusatzstunden für die Schmerztherapie?
25:29Ja.
25:30Danke.
25:31Bitte.
25:42Guten Morgen, Frau Schneider.
25:44Frau Zieden, hallo.
25:45Wie geht's Ihnen?
25:47Sind Sie wieder in Behandlung bei uns?
25:49Nein, einen Freund.
25:51Ach so, dann wünsche ich Ihrem Freund alles Gute.
25:53Danke.
25:57Frau Schneider, wollen Sie auch ein Stück?
25:59Später vielleicht.
26:01Sagen Sie mal, Frau Zieden, ich sei ziemlich gut vernetzt hier in der Klinik.
26:05Ja, das war auch ein ziemlich spektakulärer Fall.
26:07So vor zwei Jahren, Sie saß im Rollstuhl und Dr. Fran und Dr. Demir haben ihr dabei geholfen,
26:12wieder laufen zu können.
26:14Oh, wow.
26:15Beeindruckend.
26:16Mhm.
26:17Außerdem war Dr. Demir mit ihr liiert.
26:19Woher wissen Sie das?
26:21Er hat dafür gesorgt, dass es alle wissen.
26:29Haben Sie sonst noch irgendwelche Fragen?
26:32Herr Nowak hat mir das mit dem G-Test ausführlich erklärt.
26:34Danke.
26:35Okay, sehr gut.
26:37Ciao.
26:38Ciao.
26:40Hey.
26:43Hey.
26:44Hey.
26:45Brichst du mir Kaffee?
26:49Darfst du denn schon wieder?
26:50Sonst hole ich dir einen.
26:52Also, du kannst natürlich auch von dem her trinken.
26:53Schön wär's.
26:54Was würde ich für einen guten Kaffee geben?
26:57Meine Optionen sind Hage-Botte, Kamille oder Fenchel.
27:01Ich bin hin- und hergerissen.
27:07Wie geht's dir denn?
27:12Hab die Nacht kaum geschlafen.
27:14Warum?
27:15War das ein Kuss aus Mitleid?
27:18Trost?
27:20Sorge um meinen Mitarbeiter?
27:27Autsch.
27:31Ich muss dir was sagen.
27:33Du hattest mal was mit diesem Doktor.
27:40Und ist da noch was zwischen euch?
27:42Ich weiß es nicht.
27:43Ich glaube nicht.
27:46Ich mag dich.
27:48Sehr.
27:51Ich dich auch.
27:55Und deshalb ist es vielleicht besser,
27:56wenn du dir über deine Gefühle klar wärst.
28:00Soll ich gehen?
28:03Ich will unbedingt, dass du bleibst.
28:05Aber nicht, wenn du lieber bei jemand anderem wärst.
28:14Okay.
28:16Genau.
28:22Morgen.
28:24Morgen.
28:25Waren Sie schon mal Herrn Rai?
28:26Haben Sie noch Symptom untersucht?
28:28Mach ich gleich.
28:29Und auch noch ein Herzecho zur Kontrolle.
28:31Hört sich gut an.
28:33Wenn ich sonst noch büflig sein kann, dann...
28:37Sind Sie wegen Frau Zin hier?
28:40Nein, ich bin hier wegen...
28:42Ich verstehe schon.
28:43Und danke für Ihr Angebot, aber ich schaffe das allein.
28:46Genießen Sie einfach Ihren freien Tag.
28:50Was soll das?
28:52Was soll was?
28:55Frau Zin war meine Patientin.
28:57Meine...
28:58Partnerin?
29:00Ja, und jetzt?
29:02Zweifeln Sie deswegen an meiner Professionalität, oder was?
29:05Das habe ich nicht gesagt.
29:06Und auch nicht gemeint.
29:08Gut, mein Privatleben geht's hier nämlich nichts an.
29:11Das geht hier niemandem was an.
29:13Okay.
29:13Umso besser.
29:15Dann arbeiten Sie an dem Fall besser nicht weiter.
29:18Was denken Sie denn?
29:19Dass ich mit Frau Zin jetzt irgendwie durchbrenne,
29:21weil ihr neuer auf der ITS rumliegt, oder was?
29:24War das Ihr Plan?
29:25Was ist das für eine Frage?
29:27Man kümmert sich immer in eigenen Scheiß.
29:34Sie sind doch mein Freund.
29:36Aber verhält sich so ein Freund?
29:38Seit langer Zeit bin ich mal wieder glücklich.
29:40Ich habe ein Kribbeln im Bauch.
29:42So wie früher, als mein Privatleben noch aus was anderem bestand,
29:44außer Fernsehen und Waldspaziergängen.
29:46Das ist aufregend.
29:48Das ist toll.
29:49Aber Sie haben das kaputt gemacht,
29:50weil Sie ein miese Petriker,
29:53menschenfeindlicher, gefühlloser alter Knochen sind,
29:56der denkt, weil ihm Schlimmes widerfahren ist,
29:59müssen alle anderen dafür büßen.
30:00Und ja, Sie haben recht.
30:02Es ist eine Dummheit,
30:04sich mit einer Vorgesetzten einzulassen.
30:06Ich werde die Beziehung mit Frau Meiler beenden.
30:09Ich hoffe, Sie sind jetzt zufrieden.
30:37Seit wann packst du hier unten?
30:39Das ist nur für ein paar Tage.
30:40Die machen gerade die Schlaglächer.
30:43Was machst du hier?
30:47Ja.
30:47Du wolltest doch reden.
30:50Ja, wollen wir dafür Kaffee trinken gehen irgendwo?
30:55Nach der OP, als ich wieder laufen konnte,
30:59da habe ich mich manchmal in den Rollstuhl zurückgewünscht.
31:05Davon hast du nie erzählt.
31:07Weil du das alles sowieso nicht für mich gemacht hast,
31:09sondern für dich.
31:12Das ist doch Blödsinn.
31:13Eli, du wolltest, dass ich wieder laufen kann.
31:15Weil an einem Rollstuhl ist nichts für dich.
31:21Was weißt du denn von meinen Gefühlen?
31:23Wie du mich vor allem präsentiert hast.
31:25Hier, schaut alle her.
31:26Ich bin mit einer Frau zusammen, die laufen kann.
31:28Warum kann sie das?
31:29Weil ich ihr dazu verholfen habe.
31:32Aber dass ich stolz war,
31:33ist doch nicht, dass meine Gefühle nicht echt waren.
31:35Romy, ich habe dich geliebt.
31:36Und als du wieder gehen konntest,
31:39bist du einfach weggelaufen.
31:42Du und ich, das war nie wirklich was.
31:46Das war Einbildung.
32:14Prof. Demir.
32:16Prof. Demir.
32:26Hey, was ist passiert?
32:28Lassen Sie mich.
32:28Moment, ich...
32:29Ich schaff das schon.
32:30Kann doch.
32:31Ich brauch Ihre Hilfe nicht.
32:35Das ist Herr Reil.
32:37Woher Nowak?
32:39Ja?
32:41Herr Reil?
32:43Gehen Sie.
32:44Ja, ich komm sofort.
32:49Ich schaff das allein.
32:50Ich schaff das allein.
33:19Komm mal, schnell.
33:20Backsheet, Trias, Hypotonie, abgeschwächte Herztöne, gestaute Halsvenen.
33:24Sono, ganz ruhig, Herr Reil.
33:26Wir haben alles unter Kontrolle.
33:28Danke.
33:31Freeze.
33:33Eine koronare Perforation mit massiver Pericard-Tamponade, wie ich vermutet habe.
33:38Funktion vorbereiten?
33:39Nein, wir bringen Ihnen sofort in den OP.
33:41Er verliert das Bewusstsein.
33:43Herr Reil?
33:44Marco, Augen auf.
33:46Rufen Sie im OP an.
33:48Tempo.
33:49Schön, bei uns bleiben, ja?
33:51Ja, bitte.
34:04Ich weiß, was ich gesagt habe, aber auf eine seltsame Weise fühle ich mich beinahe geschmeichelt.
34:17Nur weil ich gewisse Zweifel geäußert habe, beenden Sie eine Affäre, die Ihnen etwas bedeutet?
34:29Mir war wirklich nicht klar, dass Sie so viel auf mein Urteil geben werden.
34:37Wie haben Sie gesagt, ich bin ein alter, gefühlloser Knochen?
34:41Ein alter Esel.
34:43Ein alter Esel.
34:45Ja, wie auch immer.
34:47Aber dann frage ich Sie, ist es klug, auf einen alten Esel zu hören?
34:51Oder anders gefragt, wer ist der größere Narr?
34:55Der Narr oder der Narr, der ihm folgt?
35:01Also wollen Sie mich jetzt auch noch beleidigen?
35:03Nein, aber ich, ich bitte Sie, ich beschwöre Sie, lassen Sie es kribbeln.
35:10Egal, was am Ende dabei rauskommt, trauen Sie sich glücklich zu sein.
35:16Ich würde mir nie verzeihen, wenn ich der Grund für das Gegenteil wäre.
35:21Unsere Zeit ist kurz und kostbar.
35:24Vergeuden Sie sie nicht mit Zweifeln.
35:28Das wollte ich Ihnen sagen.
35:44Das wollte ich Ihnen sagen.
35:45Das wollte ich noch nicht.
36:20Die Corona-Atherie, die wir gestern wieder geöffnet haben, ist perforiert und hat in den Herzbulte geblutet.
36:26Ist er jetzt zum OP?
36:27Wird auch noch bestimmt ein bisschen dauern.
36:30Das mit uns war nur Einbildung.
36:32Wieso?
36:32Was meinst du?
36:33Du hast mir vorhin gesagt.
36:39Vielleicht hat sie recht.
36:41Vielleicht war ich nur verliebt in den Gedanken, dass sie in mich verliebt ist.
36:45Ich habe dich schon mit vielen Frauen gesehen und das mit ihr war wirklich anders.
36:48Du hast sie geliebt.
36:52Und warum ist das nicht genug?
36:54Manchmal reicht es ihm nicht.
37:00Ja.
37:02Wahrscheinlich nicht.
37:20Hey.
37:21Hey.
37:24Alles Gute, Iday.
37:27Danke, das wünsche ich dir auch.
37:30Euch.
37:36Was ich da vorhin gesagt habe, das...
37:38Ich habe es auch nicht so gemeint.
37:40Ich habe es auch nicht so gemeint.
37:40Es war definitiv was zwischen uns.
37:45Definitiv.
37:56Ciao.
37:57Ciao.
38:16Ah, schön. Sie sind noch da.
38:21Wie geht es Herrn Rai?
38:24Er ist stabil.
38:26Das heißt, er wird wieder gesund?
38:28Davon gehe ich aus.
38:32Übrigens, ich habe tatsächlich Xantome bei ihm gefunden.
38:37Ein starker Hinweis auf eine familiäre Hypercholesternamie.
38:41Die endgültige Bestätigung wird zwar erst das Labor bringen, aber ich glaube, wir sind da auf einem guten Weg.
38:48Er wird sein Leben lang Statine nehmen müssen.
38:50Oder PCSK9-Inhibitoren.
38:58Danke übrigens noch mal.
39:01Hat mir Spaß gemacht, unser kleines Pingpong.
39:05Ja.
39:07Ich wollte Ihnen auch noch sagen, dass ich Ihnen nicht zu nahe treten wollte.
39:22Du hast mir ganz schön Schrecken eingejagt.
39:25Sorry.
39:29Ich bin hier.
39:31Ich will nur irgendwo anders sein.
39:34Echt nicht.
39:36Für mich ist das ja keine Dauerlösung.
39:49Ich will doch gar nicht lang stellen.
39:51Ich hoffe, er darf...
39:53Küssen?
39:54Alles, was das Herz erfreut?
39:57Fünf Minuten?
39:59Ja.
39:59Sie kann gerne bleiben.
40:02Gut.
40:05Wir sind jetzt ziemlich sicher, warum Sie in Ihrem Alter bereits einen Arteriosklerose-bedingten
40:10Infarkt hatten.
40:11Sind das gute Nachrichten oder schlechte?
40:13Ist immer gut zu wissen, woran man ist, oder?
40:18Wir gehen davon aus, dass Sie an einer sogenannten familiären Hypercholesternämie leiden.
40:23Das ist eine genetisch bedingte Störung des Fettstoffwechsels.
40:27Führt zu einem stark erhöhten LDL-Cholesterinwert.
40:30Und was heißt das?
40:32Wenn das früh erkannt wird, und das haben wir, dann können Sie mit einem sehr gesunden
40:37Lebensstil und den entsprechenden Medikamenten eine normale Lebenserwartung haben.
40:42Das ist gut, oder?
40:44Ja.
40:45Schon, ja.
40:47Ich lasse Sie dann auch wieder.
41:12Ich lasse Sie dann auch wieder.
41:29Das war doch gerade unsere Gesundheitsdezernentin, oder?
41:33Ach ja.
41:35Na dann.
41:36Ich lasse Sie dann auch wieder.
41:36Ich lasse Sie dann auch wieder.
41:39Ich lasse Sie dann auch wieder.
41:42Ich lasse Sie dann auch wieder.
41:43Ich lasse Sie dann auch wieder.
41:43Ich lasse Sie dann auch wieder.
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