00:01Achtung, jetzt geht es um unser Liebesgeld und um unsere guten, guten Werke.
00:06Hört, was uns der Herr sagt im Lukas-Evangelium, Kapitel 16, Vers 9.
00:10Und ich sage euch, macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon.
00:16Martin Luther sagt nun, hier redet die Schrift von uns als von äußerlichen Menschen,
00:22wie wir in Fleisch und Blut mit den Menschen wandeln.
00:25Nun, dass ich fromm bin, das weißt du nicht. Ich auch nicht.
00:30Da muss ich meinen Glauben gewiss machen, mir und den Leuten, und muss den Nächsten Gutes tun, damit der Glaube
00:38sich beweise.
00:40Da sind denn die äußerlichen Werke allein Zeichen des innerlichen Glaubens.
00:46Die Werke machen nicht fromm, sie zeigen aber an, dass ich fromm bin.
00:51Und bezeugen, dass der Glaube in mir echt ist.
00:55So müsst ihr hier diese Schriftstelle verstehen, nämlich, macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon.
01:02Das heißt, tut Gutes, dass euer Glaube gewiss werte.
01:07So hat Lukas hier die Frucht des Glaubens nämlich beschrieben.
01:11Gib den Armen und mach dir Freunde.
01:15Als wollte er sagen, ich will jetzt nicht vom Glauben lehren,
01:18sondern davon, wie du deinen Glauben beweisen sollst.
01:23Darum tu dem Nächsten Gutes, wo du es geben kannst, aus dem Herzen, so bist du gewiss, dass du gläubst.
01:31Die Schrift redet an einigen Stellen vom äußerlichen Wandel, an anderen von innerlichen.
01:38Willst du nun das, was vom Äußerlichen gesagt wird, ins Herz reinführen und damit vermengen,
01:43so verkehrst du es und tust absolut Unrecht.
01:47Darum musst du es unterschieden bleiben lassen.
01:51Und so sind die Worte, ich bin hungrig, durstig, ohne Herberge, nackt gewesen und so weiter,
01:57auf den äußerlichen Wandel bezogen und bedeutet so viel wie,
02:04ihr habt nie einen solchen äußerlichen Wandel geführt, dass ich euren Glauben gesehen hätte.
02:11Da will ich die armen Leute zum Zeugen nehmen.
02:15Darum muss der Glaube zuerst da sein, dass er denn fromm mache,
02:22danach die Werke, um den Glauben dann auch zu beweisen.
02:26Deshalb spricht er, oh Gott, ich will mit meinen Werken nichts von dir verdienen,
02:33sondern, dass sie allein dahin richten, dass ich damit dem Nächsten diene.
02:40Das ewige Leben hat zweierlei, den Glauben und was dem Glauben folgt.
02:46Wenn du gehst und glaubst und tust dem Nächsten Gutes,
02:51so muss das ewige Leben folgen.
02:54Auch wenn du es nie erwartet hättest.
02:57Eben drum ist uns Christus ja zu einem Mittler gegeben,
03:01dass wir nicht mit guten Werken mit Gott verhandeln,
03:05wenn wir vor Gericht erscheinen.
03:08Denn so stoßen wir doch Christus aus dem Mittel,
03:11da können wir denn doch von Gott egal überhaupt nicht bestehen.
03:14Darum lasst ihn, den Mittler sein,
03:18und haltet euch unter seine Flügel,
03:21wie der Psalm in Psalm 91, Vers 4 nämlich sagt,
03:25er wird dich mit seinen Fittichen bedecken
03:28und deine Zuversicht wird sein unter seinen Flügeln.
03:33Darum darfst du den Himmel nicht mit irgendeinem Werk suchen,
03:37nein, sondern tu nur diese Werke frei dahin,
03:41so wird das ewige Leben von selber kommen,
03:44ohne dein Suchen und Wirken und Laufen.
03:47Denn wenn ich den Himmel offenstehen sehe
03:50und könnte ihn mit dem Aufheben eines Strohhalmes verdienen,
03:53so wollte ich es doch nicht tun.
03:55Auf dass ich nämlich nichts sagen könne,
03:57seht, ich habe es verdient.
03:59Nein, nicht mein Verdienst,
04:03sondern Gott allein sei die Ehre,
04:05der nämlich für mich seinen Sohn dahin gegeben hat
04:09und meine Sünde und dazu die Hülle hat vertrieben lassen.
04:15Das ist der ganze Lohn, der ganze Verdienst Jesu Christi.
04:19Amen.
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