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#GermanSongs #GefühlvolleSchlager #MusikFürDieSeele

**German Songs wenn die Nacht meine leisen Gedanken kennt | Gefühlvolle Schlager für Herz und Seele**

Willkommen bei **Herz & Melodie** – zu sieben gefühlvollen deutschen Schlagern über stille Nächte, schlaflose Gedanken, alte Erinnerungen und den Frieden, der manchmal erst kurz vor dem Morgen entsteht.

Wenn die Häuser schlafen und draußen kaum noch ein Licht brennt, werden die Gedanken oft lauter. Dann erinnern wir uns an Menschen, die uns fehlen, an Wege, die wir nicht gegangen sind, und an Worte, die wir viel zu lange aufgeschoben haben.

Diese Playlist begleitet einen reifen Mann durch eine einzige lange Nacht. Er steht am Fenster, geht durch den stillen Flur, hört die Uhr zwischen zwei und drei und fragt sich, wie sein Leben auf anderen Wegen verlaufen wäre. Alte Stimmen kehren in seine Erinnerung zurück – nicht als Schatten, sondern als Zeichen dafür, wie viel Liebe ihn durch sein Leben getragen hat.

## Tracklist

00:00 - 1. Wenn die Häuser schlafen
06:16 - 2. Das Licht im Flur brennt noch
11:06 - 3. Zwischen zwei und drei
16:25 - 4. Was wäre gewesen, wenn
21:50 - 5. Manche Stimmen schlafen nie
27:18 - 6. Heute Nacht muss ich nichts lösen
32:33 - 7. Wenn der Morgen leise kommt

Die sieben Lieder erzählen eine zusammenhängende Reise von der tiefen Nacht bis zum ersten Morgenlicht.

Am Anfang steht ein Herz voller Fragen. Doch mit jeder Stunde erkennt der Mann, dass nicht alles sofort gelöst werden muss. Manche Erinnerungen dürfen bleiben. Manche Wunden brauchen Zeit. Und manchmal genügt ein ehrlicher Gedanke in der Nacht, um am nächsten Morgen einen Menschen anzurufen und endlich zu sagen:

**„Du hast mir gefehlt.“**

Ein **warmer, reifer männlicher Bariton** trägt diese nächtlichen Geschichten mit einer tiefen, leicht rauen und erfahrenen Stimme. Klavier, Akustikgitarre, Cello, sanfte Streicher und zurückhaltende Schlager-Rhythmen schaffen eine ruhige Atmosphäre voller Sehnsucht, Trost und innerer Wärme.

Diese Musik ist für alle, die nachts länger wach bleiben. Für Menschen, deren Gedanken zwischen Erinnerungen, Fragen und stiller Hoffnung wandern. Und für alle, die wissen:

**Nicht jede Frage braucht in derselben Nacht eine Antwort. Manchmal reicht es, wenn das Herz endlich ehrlich sein darf.**

Welche Gedanken besuchen dich, wenn die Welt um dich herum still geworden ist?
Schreib deine Erinnerung gern in die Kommentare.

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Kategorie

🎵
Musik
Transkript
00:16Wenn die letzte Lampe ausgeht
00:31Auf dem Tisch die kalte Tasse, neben mir die alte Uhr
00:38Tagsüber hör ich viele Stimmen, nachts die leisen in mir nur
00:45Dann kommen Fragen ohne Eile und Erinnerung Stück für Stück
00:52Die Nacht kennt all die stillen Dinge, die ich am Tage nicht aussprech
01:01Wenn die Häuser schlafen, kennt die Nacht meine leisen Gedanken
01:11Sie hört jeden Namen, den ich heimlich noch einmal in die Dunkelheit sag
01:21Wenn die Häuser schlafen, muss mein Herz sich nicht verstecken
01:30Denn die Nacht fragt nicht, warum ich schweige
01:34Sie bleibt bei mir, bis der Morgen erwacht
01:40Ich denk an Wege, die ich ging
01:43An Türen, die ich offen ließ
01:47An Menschen, die noch in mir wohnen
01:51Obwohl die Zeit sie weiter zog
01:54Ich denk an Worte, die mir fehlten
01:57An ein Danke viel zu spät
02:01Und an all die kleinen Hoffnungen, von denen sonst kein Mensch etwas weiß
02:08Am Tag kann ich mich gut verlieren
02:11Zwischen Pflichten, Lärm und Zeit
02:14Doch nachts sitzt meine Wahrheit neben mir
02:18Und wartet, bis mein Herz bereit ist
02:22Wenn die Häuser schlafen, kennt die Nacht meine leisen Gedanken
02:31Sie hört jeden Namen, den ich heimlich noch einmal in die Dunkelheit sag
02:42Wenn die Häuser schlafen, muss mein Herz sich nicht verstecken
02:50Denn die Nacht fragt nicht, warum ich schweige
02:54Sie bleibt bei mir, bis der Morgen erwacht
03:00Vielleicht sind Gedanken keine Last
03:04Wenn man ihnen einen Platz erlaubt
03:07Vielleicht müssen alte Fragen nicht in einer einzigen Nacht vergehen
03:14Manches darf noch offen bleiben
03:17Manches findet später Sinn
03:20Und manchmal reicht es, still zu wissen
03:24Ich bin mit meinen Gedanken nicht allein
03:30Der Mond steht ruhig vor dem Fenster
03:34Die Uhr geht weiter, Schritt für Schritt
03:37Und zwischen all den alten Stimmen
03:40Hör ich auch mein eigenes Herz
03:45Ich flüstere
03:46Nacht kennst du auch die Antworten
03:49Sie sagt nichts
03:52Doch plötzlich fühlt sich diese Stille nicht mehr leer
03:55Sondern wie ein Raum
03:58In dem ich endlich ehrlich sein darf
04:04Wenn die Häuser schlafen
04:08Kennt die Nacht meine leisen Gedanken
04:14Sie trägt meine Fragen durch die Stunden
04:19Ohne sie noch schwerer zu machen
04:22Wenn die Häuser schlafen
04:28Darf mein Herz ganz langsam atmen
04:31Denn nicht jeder stille Gedanke
04:36Braucht sofort ein Ziel oder ein Ende
04:40Wenn die Häuser schlafen
04:44Bleibt die Nacht noch etwas bei mir
04:47Und wenn das erste Licht ins Zimmer fällt
04:52Nimm mich nur das mit
04:54Was mir Frieden gibt
04:58Die Uhr schlägt leise fünf
05:01Am Himmel wird das Dunkel heller
05:05Ich öffne ein Spalt das Fenster
05:08Und hör den ersten Vogel singen
05:12Die Nacht nimmt meine Fragen nicht fort
05:16Doch sie hat sie mit mir getragen
05:19Und manchmal ist genau das schon genug
05:46Kurz nach Mitternacht steh ich auf
05:49Weil der Schlaf mich wieder nicht behält
05:56Im Flur brennt noch die kleine Lampe
05:59Wie ein warmer Punkt in meiner Welt
06:06Früher ließ ich sie für euch an
06:09Wenn ihr spät nach Hause gekommen seid
06:16Dann hörte ich den Schlüssel in der Tür
06:20Und wusste
06:21Jetzt ist alles gut
06:27Heute bleibt die Haustür still
06:29Doch meine Hände kennen den Schalter
06:33Manche alten Gewohnheiten
06:35Tragen mehr Erinnerung
06:39Als man glaubt
06:41Das Licht im Flur brennt noch
06:46Als käme gleich jemand nach Haus
06:49Als würden Schritte auf der Treppe
06:52Durch die lange Stille ziehen
06:56Das Licht im Flur brennt noch
06:59Und hält die dunklen Zimmer warm
07:02Vielleicht braucht auch ein stilles Herz
07:06Ein kleines Zeichen
07:07Du bist nicht allein
07:12Ich sehe Jacken an den Haken
07:16Die längst in anderen Häusern hängen
07:19Sehe kleine Schuhe vor der Tür
07:22Und hör euch über morgen reden
07:25Du kamst oft später aus der Arbeit
07:29Hast mir leise zugelächelt
07:32Ich tat als wär ich längst im Schlaf
07:35Doch wartete
07:36Bis du sicher
07:38Bei mir warst
07:42Die Jahre räumen vieles fort
07:45Doch nicht den Weg durch unseren Flur
07:48Und manchmal geht die Erinnerung
07:51Noch einmal jeden alten Schritt
07:56Das Licht im Flur brennt noch
08:00Als käme gleich jemand nach Haus
08:03Als würden Schritte auf der Treppe
08:07Durch die lange Stille ziehen
08:10Das Licht im Flur brennt noch
08:13Und hält die dunklen Zimmer warm
08:16Vielleicht braucht auch ein stilles Herz
08:20Ein kleines Zeichen
08:22Du bist nicht allein
08:26Ich weiß, dass niemand heute klingelt
08:30Und dass die Nacht nur Nacht sein wird
08:33Doch dieses Licht ist keine Hoffnung
08:36Die sich vor der Wahrheit irrt
08:40Es ist ein Gruß an all die Abende
08:43An denen dieses Haus noch voller war
08:46An jeden Ruf
08:48Ich bin wieder da
08:52Und dann mein leises
08:55Gut, dass du da bist
08:59Vielleicht sind Häuser wie wir Menschen
09:03Sie behalten, was durch sie hindurch ging
09:06Ein Lachen in den alten Dielen
09:10Eine Hand noch
09:13Auf dem Türgriff
09:18Ich frage mich
09:19Warum lässt du das Licht noch an?
09:24Dann sehe ich den langen Flur
09:25Und antworte mir selbst
09:28Weil hier so viele Menschen
09:32Nach Hause gekommen sind
09:37Das Licht im Flur brennt noch
09:40Nicht, weil ich auf gestern warte
09:44Sondern, weil ein Teil von gestern
09:47Mich bis heute freundlich trägt
09:51Das Licht im Flur brennt noch
09:54Und macht die Nacht ein wenig mit
09:57Für jeden Menschen, der mal heim kann
10:01Bleibt in diesem Hause etwas Licht
10:04Das Licht im Flur brennt noch
10:07Bis der erste Morgen durch die Fenster fällt
10:10Dann lösche ich die kleine Lampe
10:14Und trag ihre Wärme mit in meinen Tag
10:20Kurz vor sechs wird draußen alles heller
10:23Ein Wagen fährt die Straße entlang
10:27Ich schalte langsam das Licht aus
10:31Und bleibe noch einen Augenblick stehen
10:34Der Flur ist still
10:37Doch nicht mehr leer
10:41Denn jeder, der hier einmal heimkam
10:45Hat etwas von sich
10:48Im Licht zurückgelassen
10:50Und behaimt noch ein wenig mit dem
10:54Und behaimt noch ein wenig mit dem
10:56Das Licht im Flur brennt noch ein wenig mit dem
10:56Ich schalte mich mit dem
11:20Zwischen zwei und drei Uhr morgens, wenn kein Wagen draußen fährt,
11:27liegt die Stadt wie unter Decken und mein Herz wird plötzlich ehrlich.
11:33Die alte Uhr geht durch die Stille, der Kühlschrank summt im Nebenraum.
11:40Ich liege wach und zähle Fragen, die am Tage keiner hören kann.
11:46In dieser Stunde gibt es keine Ausreden, kein Lächeln, hinter dem ich mich versteck.
11:54Nur mich die Nacht und all die leisen Dinge, die ich zu lange von mir weggeschoben hab.
12:04Zwischen zwei und drei kommen die Gedanken ohne Schuhe,
12:10setzen sich ganz still zu mir und fragen, was ich wirklich fühle.
12:18Zwischen zwei und drei wird aus Erinnerung ein leiser Ton
12:23und die Nacht hält meine Wahrheit, bis der erste Morgen kommt.
12:32Ich denke an den alten Freund, dem ich seit Jahren schreiben wollte,
12:39an meine Tochter weit im Süden und den Satz, ich ruf dich morgen an.
12:46Ich denke an die kleine Brücke, wo wir früher Pläne machten
12:53und an all die Wege, die ich ging, nur weil ich Angst vor Umkehr hatte.
13:00Die Nacht verurteilt keinen Umweg, sie legt nur alles vor mich hin.
13:07Und manchmal sehe ich in der Dunkelheit ein wenig klarer, wer ich bin.
13:13Zwischen zwei und drei kommen die Gedanken ohne Schuhe,
13:19setzen sich ganz still zu mir und fragen, was ich wirklich fühle.
13:27Zwischen zwei und drei wird aus Erinnerung ein leiser Ton
13:32und die Nacht hält meine Wahrheit, bis der erste Morgen kommt.
13:41Vielleicht sind diese wachen Stunden nicht nur verlorene Zeit.
13:48Vielleicht öffnet uns die Stille eine Tür zur Ehrlichkeit.
13:55Ich muss nicht jede Frage lösen, nicht jede Wunde heut verstehen.
14:01Doch ich kann einen Namen aufschreiben und morgen einen Schritt
14:07auf jemanden zu gehen.
14:12Ich kann sagen, du hast mir gefehlt oder
14:17es tut mir leid, kann einen Satz nicht länger sparen,
14:23nur weil mein Stolz noch bei mir bleibt.
14:30Ich schalte die kleine Lampe an und nehme den Block vom Nachttisch.
14:36Dann schreibe ich, morgen rufe ich dich an,
14:42darunter nur einen Namen.
14:45Und plötzlich wird die Nacht ein wenig leichter.
14:50Zwischen zwei und drei dürfen meine Gedanken leise atmen.
14:57Sie müssen heute nichts beweisen und nicht jede Antwort haben.
15:06Zwischen zwei und drei wird aus der Unruhe ein neuer Mut.
15:11Denn ein Gedanke, den man ehrlich ansieht,
15:15kann am Morgen etwas Gutes tun.
15:19Zwischen zwei und drei bleibt die Nacht noch kurz bei mir.
15:25Und wenn das erste Licht erscheint,
15:30nehme ich meine Wahrheit mit zur Tür.
15:37Kurz vor drei wird alles ruhiger,
15:40die Uhr klingt nicht mehr ganz so laut.
15:44Ich lege den Zettel neben das Telefon
15:47und schließe langsam meine Augen.
15:52Die Fragen sind noch da,
15:57doch eine davon hat jetzt einen Namen.
16:05Und morgen bekommt sie meine Stimme.
16:42Die Nacht liegt still auf meinen Bildern,
16:46der Regen zeichnet an das Glas.
16:50Ich seh den jungen Mann von damals,
16:53der noch so viele Wege vor sich sah.
16:57Ein Zug fuhr fort, ich blieb am Bahnhof,
17:00ein Brief blieb ungeöffnet liegen.
17:03Und manchmal frag ich mich bis heute,
17:07wohin die anderen Türen führten.
17:11Am Tage geh ich weiter,
17:14als wär mein Weg der einzig wahre.
17:18Doch nachts stellt sich die leise Frage,
17:21die kein Kalender ganz begraben kann.
17:27Was wäre gewesen, wenn ich damals anders gegangen wär?
17:35Wenn ich den Zug genommen hätte,
17:38oder dieses eine Wort nicht gesagt hätte?
17:42Was wäre gewesen, wenn ich meinen Stolz
17:46rechtzeitig verloren hätte?
17:49Die Nacht kennt all die anderen Wege.
17:53Doch sie sagt mir nicht,
17:56wohin sie führten.
18:00Vielleicht wär' ich am Meer geblieben,
18:04vielleicht in einer fremden Stadt.
18:08Vielleicht hätt' ich den alten Freund
18:10nicht aus den Augen und dem Herzen verloren.
18:14Vielleicht hätt' ich dich früher gefunden,
18:18oder wär' an dir vorbeigegangen.
18:21Vielleicht wär'n all die schweren Jahre
18:24dann niemals Teil von uns geworden.
18:28Doch jeder Weg, den ich mir ausmale,
18:32nimmt auch etwas mit, das heute bleibt.
18:35Denn wer ein anderes gestern wählt,
18:38verliert vielleicht
18:41sein heutiges Glück.
18:45Was wäre gewesen, wenn
18:48ich damals anders gegangen wär?
18:52Wenn ich den Zug genommen hätte,
18:56oder dieses eine Wort nicht gesagt hätte?
19:00Was wäre gewesen, wenn
19:02ich meinen Stolz rechtzeitig verloren hätte?
19:07Die Nacht kennt all die anderen Wege.
19:10Doch sie sagt mir nicht,
19:13Wohin sie führten.
19:17Hätte ich die falsche Straße gemieden,
19:21wär' ich vielleicht nie bei dir angekommen.
19:24Hätte ich jeden Fehler verhindert,
19:28wären unsere Kinder
19:29nicht dieselben Menschen.
19:32Vielleicht braucht's selbst ein gutes Leben,
19:35ein paar Umwege, die man später erst versteht.
19:38Nicht jede Narbe war notwendig,
19:42doch manche zeigte mir,
19:44was wirklich zählt.
19:45Ich darf bedauern, was ich versäumte
19:49und trotzdem dankbar für mein Leben sein.
19:53Denn Reue und Zufriedenheit
19:56müssen keine Feinde
19:58im Herzen sein.
20:02Ich frage die Nacht,
20:06welcher Weg wäre besser gewesen?
20:09Der Regen antwortet nicht.
20:12Dann seh' ich dein Bild auf meinem Tisch
20:15und denke,
20:17dieser Weg hat mich zu dir geführt.
20:21Was wäre gewesen,
20:24was wäre gewesen, wenn
20:24wird heute keine Antwort mehr bekommen?
20:29Doch ich kann aus den alten Fragen
20:32einen ehrlicheren Morgen machen.
20:36Was wäre gewesen, wenn
20:39darf leise durch die Dunkelheit ziehen?
20:42Ich muss mein Leben nicht neu schreiben,
20:47um seine Fehler klarer zu sehen.
20:50Was wäre gewesen, wenn
20:52vielleicht gehört die Frage einfach dazu?
20:57Doch wenn das erste Licht ins Zimmer fällt,
21:00sag ich zu meinem Leben,
21:03Trotz allem warst du gut.
21:08Der Regen wird am Fenster leise,
21:12die Bilder liegen noch vor mir.
21:15Ich dreh sie um,
21:17bis nur das eine vorn uns beiden bleibt.
21:21Dann lösche ich die kleine Lampe,
21:26nicht weil alle Fragen fort sind,
21:30sondern weil ich heute Nacht
21:35nicht mehr vor meinem Leben fliehen muss.
22:05Kurz nach drei wird es ganz still,
22:09nur der Regen spricht am Fenster.
22:13Dann hör ich Worte von früher,
22:16als stündest du noch neben mir.
22:20Nicht wirklich laut, nur in Gedanken,
22:23ein Satz, ein Lachen, ein vertrauter Ton.
22:25Die Jahre nahmen viele Menschen,
22:30doch manche Stimmen ziehen nicht fort.
22:34Am Tage liegen sie verborgen,
22:39unterwegen Pflicht und Zeit.
22:42Doch wenn die Nacht die Türen schließt,
22:45sind sie wieder nah bei mir.
22:50Manche Stimmen schlafen nie,
22:54sie werden leiser, doch sie gehen nicht fort.
22:57Sie wohnen tief in unseren Herzen
23:00und finden nachts ihr altes Wort.
23:04Manche Stimmen schlafen nie,
23:08sie tragen Wärme durch die Dunkelheit.
23:11Und wenn ich ihren Klang noch hören kann,
23:15ist ein Teil von damals noch bei mir.
23:21Ich hör noch Vaters kurzes Lachen,
23:25wenn etwas endlich wieder lief.
23:28Und Mutters leises zieh dich Wärme an,
23:31bevor ich aus der Haustür ging.
23:35Ich hör den Freund aus jungen Jahren,
23:38der sagte, komm, wir fahren einfach los.
23:42Und deine Stimme, die mich tröstete,
23:46als meine Welt zu schwer geworden war.
23:50Kein Turmband hält das Leben fest,
23:54kein Bild bewahrt den ganzen Menschen.
23:57Doch manchmal reicht ein einziger Satz
24:00und deine alte Nähe
24:05wird lebendig.
24:07Manche Stimmen schlafen nie,
24:11sie werden leiser, doch sie gehen nicht fort.
24:14Sie wohnen tief in unseren Herzen
24:17und finden nachts ihr altes Wort.
24:21Manche Stimmen schlafen nie,
24:25sie tragen Wärme durch die Dunkelheit.
24:28Und wenn ich ihren Klang noch hören kann,
24:32ist ein Teil von damals noch bei mir.
24:38Ich habe lange gegen dieses Erinnern,
24:41wie gegen einen Schmerz gekämpft,
24:45wollte Namen nicht mehr denken,
24:49damit die Sehnsucht mich nicht findet.
24:52Doch Liebe wird nicht kleiner,
24:55wenn ein Mensch nicht mehr im Zimmer steht.
24:59Und Trauer heißt nicht nur verlieren,
25:02sie zeigt auch,
25:03was für immer mit uns geht.
25:09Vielleicht höre ich nicht eure Stimme,
25:13vielleicht spricht nur mein eigenes Herz.
25:16Doch jedes Wort, das ihr mir liest,
25:20trägt mich noch heute
25:22durch den Schmerz.
25:26Ich flüstere in die dunkle Küche.
25:30Ich hab euch nicht vergessen.
25:33Die Nacht antwortet nicht.
25:37Doch in mir klingt ganz leise,
25:39das wissen wir.
25:41Und zum ersten Mal
25:45muss ich darüber nicht weinen.
25:49Manche Stimmen schlafen nie,
25:53sie gehen mit uns durch die späten Jahre.
25:56Sie sagen, bleib dir selber treu
25:59und hab keine Angst vor einem neuen Morgen.
26:03Manche Stimmen schlafen nie,
26:07sie sind kein Schatten, der mich hält.
26:10Sie sind das Licht aus alten Tagen,
26:14das noch immer auf mein Heute fällt.
26:17Manche Stimmen schlafen nie,
26:20und wenn die Nacht ganz ruhig wird,
26:24dann hör ich nicht nur,
26:25wen ich verloren hab,
26:28sondern auch, wie reich
26:30mein Leben war.
26:33Der Regen hört am Fenster auf,
26:37die Uhr geht langsam Richtung vier.
26:41Ich lösche nicht sofort das Licht
26:43und bleibe noch ein wenig hier.
26:47Nicht um auf gestern zu warten,
26:51nur um den Stimmen zu danken,
26:55die längst verstummt sind
26:57und mich trotzdem bis heute begleiten.
27:12Bis heute begleiten.
27:31Die Uhr geht langsam auf halb vier,
27:34die Bilder liegen noch vor mir,
27:38so viele Namen, so viele Jahre
27:40und jeder Gedanke will noch etwas sagen.
27:47Ich habe lange still geglaubt,
27:51dass ich die Nacht besiegen muss,
27:54dass jede Frage eine Antwort braucht,
27:57bevor ich endlich schlafen darf.
28:04Doch manche Dinge werden nicht leichter,
28:07nur weil ich sie hundertmal drehe.
28:11Vielleicht darf ich sie für heute
28:15einfach neben mich legen.
28:18Heute Nacht muss ich nichts lösen,
28:23keine Wunde ganz verstehen.
28:26Ich darf meine Sorgen leiser machen
28:29und sie bis zum Morgen ruhen sehen.
28:33Heute Nacht muss ich nichts lösen,
28:37nicht jedes Gestern neu begehen.
28:40Die Nacht kennt meine leisen Gedanken
28:43und darf ein Stück davon mitnehmen.
28:49Ich falte langsam alte Briefe
28:52und stelle jedes Bild zurück.
28:56Nicht weil die Menschen weniger fehlen,
29:00nicht weil ich ihre Namen vergesse.
29:03Ich lösche eine kleine Lampe
29:06und öffne kurz das Fenster weit.
29:10Die kühle Luft zieht durch das Zimmer
29:13wie eine Hand, die sagt,
29:15es ist genug für heut.
29:19Ich habe oft die ganze Welt
29:22in einer stillen Stunde tragen wollen.
29:26Doch selbst ein starkes Herz darf müde sein
29:29und muss nicht jede Nacht gewinnen.
29:34Heute Nacht muss ich nichts lösen,
29:38keine Wunde ganz verstehen.
29:42Ich darf meine Sorgen leiser machen
29:45und sie bis zum Morgen ruhen sehen.
29:48Heute Nacht muss ich nichts lösen,
29:52nicht jedes Gestern neu begehen.
29:55Die Nacht kennt meine leisen Gedanken
29:58und darf ein Stück davon mitnehmen.
30:04Morgen kann ich einen Menschen anrufen,
30:08einen Namen wieder laut aussprechen,
30:10kann um Verzeihung bitten
30:14oder einfach sagen,
30:17du hast mir gefehlt.
30:21Morgen kann ich neue Wege wählen,
30:24mit wachen Augen, Schritt für Schritt.
30:28Doch heute muss ich nicht beweisen,
30:31dass ich stärker als die Dunkelheit bin.
30:35Denn Frieden kommt nicht immer dann,
30:39wenn jede Frage Antwort fand.
30:50Ich lege die Hand auf mein Herz und flüstere,
30:56du musst nicht alles in dieser einen Nacht tragen.
31:01Dann atme ich langsam ein
31:04und zum ersten Mal glaub ich mir.
31:09Heute Nacht muss ich nichts lösen,
31:13ich darf einfach müde sein.
31:16Die Erinnerungen bleiben bei mir,
31:19doch sie müssen heute keine Last mehr sein.
31:23Heute Nacht muss ich nichts lösen,
31:26der Morgen wartet vor der Tür.
31:30Die Nacht kennt meine leisen Gedanken
31:32und ein Teil davon bleibt heute hier.
31:36Heute Nacht muss ich nichts lösen,
31:40ich schließe ruhig meine Augen zu.
31:43Denn auch ein Herz, das vieles trägt,
31:47hat ein Recht auf ein wenig Ruh.
31:51Die Uhr schlägt leise vier,
31:55der Himmel wird am Rand schon heller.
31:58Ich lege den Zettel neben das Telefon.
32:02und ziehe die Decke bis zur Brust.
32:05Die Fragen sind noch da,
32:09doch sie sitzen nicht mehr auf mir.
32:12Sie warten still bis morgen.
32:16Und ich darf schlafen.
32:25Und ich darf schlafen.
32:45Das erste Licht liegt auf den Dächern,
32:49ein Vogel singt im alten Baum.
32:53Die Nacht ist langsam weitergezogen
32:56und lässt ein wenig Ruhe hier im Raum.
33:01Der Zettel liegt noch beim Telefon,
33:04ein Name steht in meiner Schrift.
33:09Ich atme tief, zieh die Gardinen auf
33:13und merke, dass der Morgen mit mir spricht.
33:18Nicht jede Frage hat sich gelöst.
33:22Nicht jede Wunde ist verschwunden.
33:25Doch meine Gedanken tragen heute
33:28nicht mehr das Gewicht
33:30der dunklen Stunden.
33:34Wenn der Morgen leise kommt,
33:38nehm ich nicht alle Sorgen mit.
33:42Ich lass die Nacht bei meinen Fragen
33:45und geh mit etwas Frieden Schritt für Schritt.
33:50Wenn der Morgen leise kommt,
33:55wird aus seinem Gedanken neuer Mut.
33:59Denn was mein Herz im Dunkeln ehrlich fühlte,
34:04kann am Tage vielleicht etwas Gutes tun.
34:11Ich wähle langsam deine Nummer
34:14und hör das Freizeichen in der Hand.
34:18Dann sagt der Mann dann Ende deine Stimme.
34:22Ich hab schon oft an dich gedacht.
34:26Ich sage nicht die großen Sätze,
34:30nur du hast mir wirklich sehr gefehlt.
34:33Für einen Augenblick wird alles still.
34:37Dann sagst du gut,
34:40dass du dich heute meldest.
34:44Vielleicht beginnt ein neuer Weg,
34:47nicht mit Gewissheit oder großen Plänen.
34:50Manchmal nur mit einem ehrlichen Satz
34:53und dem Mut,
34:56nicht wieder wegzusehen.
35:00Wenn der Morgen leise kommt,
35:03nehm ich nicht alle Sorgen mit.
35:07Ich lass die Nacht bei meinen Fragen
35:11und geh mit etwas Frieden Schritt für Schritt.
35:17Wenn der Morgen leise kommt,
35:20wird aus seinen Gedanken neuer Mut.
35:23Denn was mein Herz im Dunkeln ehrlich fühlte,
35:30kann am Tage vielleicht etwas Gutes tun.
35:36Die Nacht hat mir nichts weggenommen.
35:39Sie hat doch keine Zeit zurückgedreht.
35:43Doch sie hat all die leisen Stimmen
35:45für ein paar Stunden neben mich gesetzt.
35:49Sie zeigte mir, wen ich vermisse,
35:52was ich bereue, was noch vor mir liegt.
35:55Und dass sein Herz nicht schwächer wird,
35:58nur weil es seine Wahrheit
36:00nicht mehr verschweigt.
36:04Ich muss mein Leben nicht erklären
36:08und nicht auf jede Frage, Antwort wissen.
36:11Ich darf mich heute anders entscheiden
36:14und deinen alten Freund wieder finden.
36:20Du fragst am Telefon,
36:23warum gerade heute?
36:26Ich schaue auf das Morgenlicht
36:30und sage, weil ich heute Nacht verstanden hab,
36:34dass man Nähe nicht auf morgen verschieben sollte.
36:40Wenn der Morgen leise kommt,
36:43trägt er mein Herz zurück ins Leben.
36:47Nicht ohne Narben, nicht ohne Fragen,
36:51doch mit dem Wunsch, noch etwas weiter zu geben.
36:57Wenn der Morgen leise kommt,
37:01ist die Nacht nicht einfach fort.
37:03Sie bleibt als stille Erinnerung,
37:07sei ehrlich, solange du noch Worte hast.
37:13Wenn der Morgen leise kommt,
37:16öffne ich die Tür und geh hinaus.
37:20Denn wer im Dunkeln Frieden findet,
37:23trägt ein kleines Licht mit
37:26in den Tag hinaus.
37:30Der Kaffee wird auf meinem Tisch kalt,
37:34doch ich merke es heut kaum.
37:37Wir reden lange über früher
37:40und ein wenig über morgen.
37:45Als wir auflegen, sagst du,
37:48ruf bald wieder an.
37:51Ich antworte, diesmal warte ich nicht so lang.
37:56Dann fällt die Sonne in den Flur
38:00und die Nacht ist nicht verschwunden.
38:04Sie hat mir nur gezeigt,
38:08wie der Morgen beginnen kann.
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