00:12Untertitelung. BR 2018
00:32Für Rosa Ausländer war Schreiben gleichbedeutend mit Leben. Im Kellerversteck, im Exil, in der Isolation des Zimmers im Altenheim.
00:41Allein das Wort war Zuflucht. So wurde aus Verzweiflung Hoffnung, dass ihre Gedichte, ihr Wunderwort, nicht vergessen werden.
00:53Ich denke, ich denke an die Eltern, die mich verwöhnten, an Spielzeug und Kindergespielen, an Lust und Qual meiner ersten
01:03Liebe,
01:03an Venedig, Luzern, die Riviera und Israel, an Hölderlin, Trakel, Kafka und Selan, an das Ghetto, an Todestransporte, Hunger und
01:17Angst,
01:18an den Unfall, das ewige Bett, an Freunde, die mich verließen und Menschen, die mir beistehen.
01:26Ich denke an die Ohnmacht meines Körpers, die Macht des Denkens, an Zauberworte und Lebenszauber.
01:35Der winkende Tod denkt an mich.
01:48Der winkende Tod denkt an mich.
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