00:08My guest today at 12 Minutes Whiz is Gunther Krichbaum.
00:11He is Minister of State and is here for Europe.
00:16Thank you for taking the time for us today.
00:18Thank you very much.
00:19You have a brief with other EU-Staates in the EU-Kommission written and the plan of the EU-Beamten
00:28-Jobs.
00:28How about you?
00:30It's about the time of the financial finance and next time 2500 new Stellen will be created.
00:40It's very clear that it's about central areas of cyber security,
00:46we have to do more.
00:48But we are, I think, very well prepared,
00:51if we are on the European Union, the European Commission,
00:54that the possibilities are limited.
00:57And then I also expect,
00:58that it's inside the Apparates of Umschicht.
01:01That should be the goal,
01:03because the measures are limited.
01:05And that we will see in the very complicated conversations
01:08of the MFR.
01:09That we are also to spire.
01:10You just talked about the new EU-Staates of the EU-Staates.
01:15You spoke the new EU-Staates of the EU-Staates of the EU-Staates.
01:16It's in the debate,
01:17the current proposal is about 2 Billionnais Euro.
01:20Berlin will the whole thing senken,
01:22about 400 Mrd. Euro.
01:25What is that for this drastical Kourth?
01:27What is that for this Senk?
01:28Well, in the fact,
01:30the European Commission is now at 1,7 Billion Euro for 7 years.
01:35That must be fair to say.
01:38But,
01:38again,
01:39the possibilities of nationality,
01:42especially of the Republic of Germany,
01:44are limited.
01:45I think we should have more thinking about it.
01:48Where do we want to put the important points?
01:51And,
01:52I say it,
01:52it's a bit provocative.
01:55If we would today
01:56the European Union neu erfinden,
01:58we would have theoretically
01:59a reset button,
02:00on the way we could do it.
02:01We would not
02:02with the agriculture politics begin.
02:04That was,
02:05undoubtedly,
02:06the right decision
02:07in the last half of the years.
02:09But,
02:10today,
02:10there are issues like
02:12security,
02:13defense,
02:14cybersecurity,
02:16but,
02:16of course,
02:16space,
02:17kĂĽnstliche Intelligenz,
02:19Wettbewerbsfähigkeit,
02:20all those things,
02:21from which we believe,
02:23that we will in 5,
02:24in 10,
02:24in 15,
02:25and 20 years
02:26our Wohlstand
02:27will be able to do it.
02:28Ohne jeden Zweifel
02:29and um jedes Missverständnis
02:30to avoid it.
02:32The Landwirtschaft
02:33remains important,
02:34but the focus
02:35must be on other areas.
02:37You said it right now,
02:39the costs for the Landwirtschaft
02:41are going down.
02:42That is already seen,
02:43at least,
02:44it is so on the table.
02:45That will France
02:46besonders stark treffen
02:47and in France
02:48are 2027
02:50Wahlen.
02:51How could Germany
02:52France
02:52from KĂĽrzungen
02:54ĂĽberzeugen
02:55or are there
02:56problems
02:57on the EU-Tandem
02:58Germany-Frankreich
02:59to?
02:59All the countries
03:00in the EU
03:01have an interest in
03:03that we have
03:04the more-year-old
03:05finance,
03:05as it is
03:05in our interest.
03:10We recognize
03:10that in many countries
03:13have been
03:13a important role
03:15to strengthen
03:16the Landwirtschafts-
03:17policy.
03:18That is not
03:19either from our side.
03:21We have to learn
03:22that we have to
03:23learn to set the
03:24Because
03:25of course
03:26to the
03:26part of the
03:27part of the
03:27part of the
03:31world
03:31in the
03:32part of the
03:33the
03:33part of the
03:35Microsoft
03:35world
03:37in a Rubrik, in a Säule,
03:40in a sense of a sense.
03:41Then it's also the same for the
03:43United States themselves,
03:45how they take the weight of them.
03:47But for us is this second Rubrik
03:49of great importance for us
03:52as the Republic of Germany.
03:54There is the future.
03:57And there we want to set the point.
04:00And are you going to see a chance
04:01on a year before the end of the year?
04:03That hope I do.
04:05That hope I do from many reasons.
04:06Because we can say we can say
04:09what is still in this year 2026.
04:12But I can say not what is still in the year 2027.
04:17And then could a new agreement
04:19be more difficult.
04:20That means it's already complicated enough.
04:23I think we have a big interest in it.
04:26We have a lot of interest in it.
04:26We have a lot of interest in it.
04:27We have a lot of interest in the more-year-old-finanz-rahmen
04:28at the end of the year really finalized to have.
04:31You spoke about modernization.
04:33Your party, the CDU,
04:34will auch weniger Regeln
04:36fĂĽr Unternehmen in ganz Europa.
04:38Der Verwaltungsaufwand soll runter.
04:40Innovation und Wettbewerbsfähigkeit rauf.
04:43Wie wollen Sie das erreichen?
04:45Wir mĂĽssen insbesondere daran gehen,
04:47den Binnenmarkt zu finalisieren.
04:49Den haben wir in manchen Bereichen.
04:52Gerade beim freien Warenverkehr
04:53funktioniert es im GroĂźen und Ganzen
04:55doch relativ gut.
04:57Aber wenn ich an bestimmte Sektoren denke,
05:00Telekommunikation, Energie,
05:02insbesondere auch Finanzdienstleistungen,
05:05da bleibt noch eine Menge zu tun.
05:06Und nur dann werden wir den Wettbewerb bestehen können
05:10gegenĂĽber China, gegenĂĽber den USA.
05:12Darauf kommt es in der Zukunft an.
05:14Das heiĂźt, der Letterbericht ist auch eine Art Wake-up-Call.
05:17Und das mĂĽssen wir in Europa begreifen.
05:19Wir haben keine Zeit zu verlieren.
05:20Und dieses Carpe Diem gilt dort,
05:22wie auch beim mehrjährigen Finanzrahmen, gleichermaßen.
05:25Auf welche Vereinfachungen könnten sich denn
05:28die Unternehmen in ganz Europa dann einstellen?
05:31Das Thema BĂĽrokratieabbau spielt eine sehr zentrale Rolle.
05:34Wir wollen insbesondere beim Berichtswesen,
05:37bei den Dokumentationspflichten heruntergehen.
05:39Das ist etwas, was nicht nur die groĂźen Unternehmen belastet,
05:43sondern die vielen, vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen,
05:46die Handwerksbetriebe.
05:47Da brauchen wir eine deutliche Entlastung von der BĂĽrokratie.
05:50FrĂĽher hat man Rahmen vorgegeben,
05:53Rechtsrahmen durch die Richtlinien.
05:55Heute geht man doch sehr, sehr in die Details hinein,
05:58gerade zu einer Detailverliebtheit.
06:00Die braucht es nicht.
06:01Das belastet BĂĽrgerinnen und BĂĽrger gleichermaĂźen wie die Unternehmen.
06:05Und damit muss Schluss sein.
06:06Ein anderes Thema auf europäischer Ebene
06:08ist momentan die EU-Erweiterung.
06:10Die Westbalkanstaaten, also Albanien,
06:12Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro,
06:15Nordmazedonien und Serbien,
06:16warten seit Jahren auf den EU-Beitritt.
06:19Friedrich Merz und Emmanuel Macron
06:21wollen die Erweiterung jetzt schneller vorantreiben.
06:24Warum hat das jetzt größere Priorität?
06:27Es hat sicherlich dadurch eine höhere Priorität erfahren,
06:31dass die Erweiterungen sehr viel stärker als früher
06:34unter geopolitischen Gesichtspunkten zu bewerten sind.
06:37Aber es ist der richtige Ansatz und der richtige Zeitpunkt,
06:41kritisch darĂĽber nachzudenken,
06:43ob wir denn aktuell alles so richtig machen.
06:45Was meine ich damit?
06:47Die sogenannte Methodologie der Europäischen Union
06:50passt einfach nicht mehr.
06:52Lassen Sie es mich bildlich ausdrĂĽcken.
06:54Wir organisieren die Beitrittsverfahren
06:56wie eine Art Hochsprung-Wettbewerb.
06:59Die Latte liegt auf 1,50 Meter,
07:01nämlich der sogenannte acquis communautaire,
07:04alle rechtlichen Regeln,
07:05der gesamte rechtliche Besitzstand der Europäischen Union,
07:08auf 1,50 Meter.
07:10Und die Länder sollen drüber springen.
07:12In Wirklichkeit liegt dieser acquis communautaire
07:15nicht mehr bei 1,50 Meter,
07:17sondern bei 2,10 Meter,
07:18weil sich alle rechtlichen Regelungen
07:20über die letzten 10 Jahre, 20 Jahre hinweg verschärft haben.
07:24Neue Regelungen dazukamen.
07:25Denken Sie nur an den Verbraucherschutz.
07:27Denken Sie insbesondere auch an den ganzen Umweltschutz.
07:32Das ist nicht mehr vergleichbar mit frĂĽheren Standards.
07:35Aber die Länder, die jetzt hier drüber springen sollen,
07:38die hätten schon ihre hohen Herausforderungen mit 1,50 Meter.
07:43Das heiĂźt, wir mĂĽssen weg von diesem Hochsprung-Wettbewerb.
07:46Wir mĂĽssen das Ganze aufbauen gewissermaĂźen
07:48als eine Art Treppe in einem Stufensystem.
07:51Und um jedes Missverständnis auszuschließen,
07:54Final Destination, der Zielbahnhof,
07:57ist und bleibt die Vollmitgliedschaft in die Europäische Union.
08:00Es geht lediglich um einen besseren Weg dorthin.
08:03Und so soll nach jeder Treppenstufe ein Added Value stehen,
08:07sodass fĂĽr die BĂĽrgerinnen und BĂĽrger erkennbar ist,
08:10da habe ich jetzt von was gehabt.
08:12Das sind die Anstrengungen, die sich gelohnt haben.
08:14Und in diese Methodologie mĂĽssen wir hineinkommen,
08:20in diesen veränderten Ansatz.
08:22Und insoweit sind die Vorschläge von Bundeskanzler Merz
08:26und eben dem Präsidenten der Französischen Republik
08:28zeitlich perfekt gewählt
08:31und mĂĽssen jetzt auch in meinen Augen umgesetzt werden.
08:34Merz schlägt ja auch eine assoziierte EU-Mitgliedschaft
08:37fĂĽr die Ukraine, Moldau und die Westbalkanstaaten vor.
08:41Aber Kritiker bemängeln, das sei ein Wartezimmer
08:44oder eine Mitgliedschaft zweiter Klasse.
08:47Was wĂĽrden Sie Ihnen entgegnen?
08:49Dass Sie das Modell offenbar noch nicht verstanden haben.
08:52Denn es geht darum,
08:54dass mit dieser assoziierten Mitgliedschaft
08:56ein klares Bekenntnis geliefert wird.
08:58Warum sollten wir nicht diesen Ländern,
09:00die dann den Status des assoziierten Mitglieds haben,
09:04natĂĽrlich ohne Stimmrecht,
09:05aber die Möglichkeit eröffnen,
09:07an Sitzungen des Europäischen Parlaments teilzunehmen.
09:10Das kostet uns keinen Euro und keinen Cent.
09:13Oder beispielsweise an den Tagungen und Sitzungen
09:16des Europäischen Rates.
09:17NatĂĽrlich wiederum ohne Abstimmungsrecht,
09:20sonst müsste ich die Verträge ändern.
09:21Kostet uns keinen Euro und keinen Cent.
09:24Aber eine klare Message, eine klare Nachricht
09:27in Richtung China, in Richtung Russland,
09:29in Richtung anderer Länder.
09:30Diese Länder gehören zu uns, der Europäischen Union.
09:34Und auch zu Hause lieĂźe sich das, glaube ich,
09:37von jeder Regierung gut verkaufen
09:38und wäre doch eine Aufwertung.
09:41Denn man kann auf diese Weise zeigen,
09:43wir sind schon ein bisschen Teil des Clubs.
09:47Es ist noch ein bisschen Arbeit,
09:48bis zum endgĂĽltigen Beitritt zu leisten.
09:53Aber wir sind da dabei.
09:56Und darum geht es,
09:57diese Staaten heranzuholen, zu integrieren.
10:00Und ich glaube, das ist dann auch der richtige Weg
10:02und das richtige Signal.
10:04Wie sieht es ĂĽberhaupt aus mit den Kosten der EU-Erweiterung?
10:07Können die Nettozahler der EU das noch stemmen?
10:11Natürlich können sie es stemmen,
10:12denn letztlich wird es ja innerhalb des Haushaltes gemacht.
10:16Und frühere Nehmerländer sind heute Geberländer.
10:19Denn nehmen Sie mal ein Land wie Polen beispielsweise.
10:24Polen jetzt natĂĽrlich noch immer stark im Aufbau begriffen.
10:27Aber Polen ist doch nicht mehr vergleichbar als Land,
10:30wie es zum Zeitpunkt des Beitrittes aussah.
10:33Die polnische Wirtschaft boomt.
10:35Wenn man heute nach Polen reist,
10:37ist vieles auch an Infrastrukturvorhaben gelungen.
10:41Selbstverständlich auch mit Hilfe der Europäischen Union.
10:44Selbstverständlich mit der Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland
10:47als einem Nettozahler.
10:49Aber auch wir haben doch ein Interesse daran,
10:51dass die Autobahnen gut ausgebaut sind
10:53und die Waren und Güter schnell von A nach B transportiert werden können.
10:59Denn im Zweifelsfall ist es eine deutsche Spedition
11:02mit einem deutschen Lkw-Fahrer,
11:04der nach deutschem Arbeitsvertrag bezahlt werden muss.
11:07Und so ist es auch ein deutsches Interesse,
11:09dass die Waren schnell transportiert werden mĂĽssen.
11:11Freilich, wir mĂĽssen auch bei uns in die Infrastruktur investieren.
11:16Das tun wir auch.
11:17Deswegen sind auch für uns die Möglichkeiten beschränkt.
11:20Aber wir profitieren alle und untereinander davon,
11:24auch diesen Ansatz weiter zu wählen.
11:26Noch einmal zu den Beitrittsländern.
11:29Selbstverständlich ist dann auch das gewährleistet,
11:31dass man diesen Ländern weiterhilft, diese unterstützt.
11:35Aber wir, gerade als Bundesrepublik Deutschland,
11:38haben ein hohes wirtschaftliches Interesse daran,
11:41dass diese Länder möglichst schnell nach vorne kommen.
11:45Denn wir sind exportorientiert.
11:47Und dann haben wir auch ein Interesse daran,
11:49dass sie unsere Waren und Dienstleistungen nachfragen.
11:52Vielen Dank, Herr Krichbaum, für Ihre Einschätzungen und das Gespräch.
11:55Danke sehr.
11:55Sehr gerne.
11:56Vielen Dank.
Comments