00:25Ich glaube, das Schlimmste ist gar nicht die Tat.
00:30An sich.
00:34Sondern der Leerlauf danach.
00:39Was meinen Sie mit dem Leerlauf?
00:46Dieses Warten.
00:50Man sitzt einfach da.
00:53Nichts passiert.
00:55Und man wartet.
00:56Man wartet darauf, dass die eigenen Gedanken einen von innen langsam auffressen.
01:10Woran denken Sie in diesen Momenten?
01:15Alles Mögliche.
01:20Irgendwas Beruhigendes.
01:23Letzte Woche habe ich einen Spaziergang zu Schloss Richmond gemacht.
01:29Und ich muss sagen, es ist erstaunlich beruhigend dort.
01:33Und die ganzen Menschen, die da vorbeilaufen.
01:40Nichts wahrnehmen.
01:44Niemand achtet auf irgendwen.
01:50Ich mag Menschen, die zuhören.
01:53Das können nicht so viele.
01:56Sie müssten reden einfach nur.
01:59Und reden und reden und reden.
02:02Ohne dabei irgendwas von Bedeutung gesagt zu haben.
02:07Sie dagegen hören zu.
02:10Und manchmal wissen sie sogar genau, was sie sagen müssen.
02:15Danke.
02:17Gibt es irgendwas, das Ihnen Sicherheit gibt?
02:25Licht.
02:28Meine Oma hat früher immer gesagt, solange irgendwo eine Laterne brennt, findet jeder nach Hause.
02:38Ich glaube mittlerweile, sie hatte Unrecht.
02:43Oder meinen Sie, sie hatte recht?
02:47Ich glaube, Ihre Oma wollte Ihnen Hoffnung geben.
02:51Und ich denke, sie hat damals das Beste getan, was sie für sie tun konnte.
02:55Und ich glaube, Sie wissen gar nicht, wovon Sie sprechen.
03:00Ich weiß es besser, als Sie denken.
03:01Und wenn Sie nicht langsam erkennen, dass Ihre Probleme nicht immer von anderen kommen,
03:05dann wird sich nie irgendwas ändern.
03:20Bis eben haben Sie so schön zugehört.
03:38Wir sehen uns morgen.
03:50Wir sehen uns morgen.
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