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Adi Hütter wurde als neuer Cheftrainer von Eintracht Frankfurt vorgestellt und gab unter anderem erste Einblicke in seinen Führungsstil. Unser kicker-Reporter Julian Franzke war vor Ort und ordnete die ersten Worte des Rückkehrers ein.

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Sport
Transkript
00:02Der Pressekonferenzraum hier hinter mir im Proficamp der Eintracht war pickepacke voll,
00:06als Adi Hütter am Montag durch die Tür schritt, um sich als neuer Eintracht-Trainer vorzustellen.
00:12Fünf Jahre nach seinem unrühmlichen Abschied aus Frankfurt. Man hat das Gefühl, dass die
00:16Wogen inzwischen geglättet sind, dass auch die meisten Fans ihm verziehen haben, dass er damals
00:21sehr ungeschickt, sehr unglücklich kommuniziert hat und dass sich viele auch sehr freuen, dass
00:25er jetzt zurück ist. Mein Eindruck ist schon, dass er jetzt hier als Hoffnungsträger kommt
00:30und man hat auch wirklich das Gefühl, dass er sich sehr, sehr auf diese Aufgabe freut. Es
00:34war fast schon so ein spitzbübisches Lächeln, dass sein Gesicht umspielte, als er seine ersten
00:39Eindrücke schilderte, als er gestern Abend in Frankfurt landete und hat er Folgendes gesagt.
00:44Wenn ich ganz ehrlich bin, ich habe natürlich jetzt gedacht, wenn ich wieder zurückkomme,
00:48was erwartet mich hier? Jetzt bin ich hier, viele bekannte Gesichter noch zu meiner ersten
00:54Ära. Und ja, wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich emotional eigentlich noch mehr berührt
00:59jetzt. Ich bin gestern am Abend angekommen, habe vom Hotel aus die Skyline gesehen und
01:06habe gedacht, Adi, das ist wieder der richtige Platz für dich und habe eine Riesenfreude,
01:11dass ich wieder da bin. Und ich möchte mich an dieser Stelle auch ganz recht herzlich bedanken,
01:15auch bei dir, Markus, und auch bei Axel Hellmann, dass das alles so funktioniert hat und ich auch
01:21das Gefühl habe, dass ich hierher gehöre und dass ich noch nicht fertig bin, wie ich
01:26dazu mal aufgehört habe.
01:27Bütter hat bei seinem ersten Auftritt natürlich auch klargemacht, für welchen Fußball die
01:31Eintracht künftig stehen soll. Natürlich einerseits für den von ihm gewohnten Offensivfußball
01:36mit viel Power, viel Intensität, aber eben auch für bedingungsloses Verteidigen, für
01:41eine gute Restverteidigung. Und ja, er hat immer wieder davon gesprochen, dass die Spieler
01:46hungrig sein müssen, dass er eben auch im Training sehr harte Arbeit einfordern wird,
01:51damit die Intensität eben so auf den Platz kommt, wie es die Fans hier im Waldstadion
01:55lieben und wie sie es in den letzten Jahren doch immer mal wieder vermisst haben, insgesamt
01:59sicher zu oft vermisst haben. Spannend fand ich noch, was er zu seinem Führungsstil gesagt
02:03hat, über das Nähe-Distanz-Verhältnis zu seinen Spielern.
02:06Ich bin sicherlich nicht der Freund der Spieler, aber ich bin weit weg der Gegner zu sein.
02:11Ich liebe dieses Nähe-Distanz-Verhältnis. Das wird auch meine erste Aufgabe sein, die
02:18Spiel mit den Spielern individuelle Gespräche zu führen. Die Jungs haben ja alle eine
02:21Erwartungshaltung, die haben ja Bedürfnisse. Ich möchte einfach versuchen, mit jedem
02:25Einzelnen eine Beziehung aufzubauen, klare Vorstellungen zu haben, wie wir spielen
02:30wollen, was jeder Einzelne auf seiner Position, was ich mir denke. Ich möchte aber auch
02:34natürlich die Jungs hören. Als Trainer bist du heute nicht nur Trainer auf dem Platz, du
02:39bist Coach, du bist auch Motivator, du bist Kommunikator. Ich möchte auch für die
02:44Jungs der Ansprechpartner sein, auch manchmal eine Vaterfigur sein. Am Ende des Tages geht
02:49es hier um Beziehungen aufzuwählen, ja. Aber auf der anderen Seite möchte ich einfach
02:52Spieler auf dem Platz haben, die wissen, was sie zu tun haben, dass sie Verantwortung
02:56auch auf dem Platz übernehmen. Dahingehend wird meine Arbeit sicherlich speziell im Beginn meiner
03:02Antrittszeit sein, dass ich die Spieler alle versuche, in die gleiche Richtung zu ziehen.
03:09Das wird meine spezielle Aufgabe sein, was die Beziehung betrifft. Aber ich muss auch
03:13ihnen Erfolgserlebnisse vermitteln. Da reden wir von der fachlichen Kompetenz, dass ich
03:17mit meiner Art und Weise, wie ich Fußball denke, dass ich es schaffe, das so zu vermitteln, dass
03:23es auch in die Köpfe der Spieler geht. Glauben Sie mir, ich kann schon sehr hart sein, aber es geht
03:29mir hier um Disziplin.
03:30Ich will, dass wir arbeiten. Wir müssen wieder auf dem Platz arbeiten. Wir müssen
03:34alle wieder mehr tun. Da bin ich auch überzeugt, dass wir wieder in die richtige Richtung gehen.
03:38Aber ich möchte einfach das Bestmögliche und das Potenzial der Spieler, die wir hier haben,
03:43ausnützen. Aber es gibt natürlich eine klare Richtung und es gibt eine klare Richtlinie, es gibt
03:48eine Disziplin. Und trotzdem bin ich ein sehr, sehr angenehmer Partner auch für die Spieler,
03:54wenn es mal nicht so läuft. Aber am Ende des Tages, ja, für was bin ich hier, dass wir gemeinsam
03:59versuchen, erfolgreich zu sein. Alles in allem war das ein Auftritt von Hütter, der der ganzen
04:03Eintracht-Familie Mut machen kann. Mut machen kann, dass diese Unruhigen in den vergangenen
04:08Monaten endlich der Vergangenheit angehören und dass es in der neuen Saison wieder deutlich
04:12mehr Freude gibt als Frust.
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