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  • vor 14 Stunden
Werner Dütsch war seit den 1970ern Dokumentarfilmredakteur beim WDR und hatte großen Einfluss auf das deutsche Fernsehen. Das Kino war sein tägliches Brot und seine Leidenschaft. Mithilfe seines letzten, 8-stündigen Interviews aus dem Jahr 2018 beleuchtet Christiane Büchner die cinephilen Erzählungen eines Kinogehers.

Mehr dazu: https://www.moviepilot.de/movies/erzahlungen-eines-kinogehers-werner-dutsch?

Kategorie

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Kurzfilme
Transkript
00:13Was war denn, bevor du da angefangen hast, selber Fernsehen zu machen, dein Verhältnis zum Fernsehen?
00:18Meine Verhältnis zum Fernsehen fängt mit der Mondlandung an.
00:22Für die Mondlandung habe ich ein Fernsehgerät gekauft, damit wir die sehen konnten.
00:27Diese Mondlandung war dann irgendwie tief in der Nacht, erst zum Morgen hin.
00:32Und davor lief ein Audi-Murphy-Western. Also völlig absurd.
00:38Und ich hatte ein klein bisschen, ich habe erwähnt, dass ich Marcel Ofels Sachen im Fernsehen gesehen habe.
00:47Aber ich hatte ganz wenig Fernsehen gesehen.
00:50Ich wusste von diesem Programm da in Köln, was ja auch in Berlin nicht zu sehen war,
00:56wusste ich von diesem Programm überhaupt nichts.
01:00Das musste ich alles erst lernen.
01:03Wir mochten so einen Ausdruck wie Filmkunst, mochten wir irgendwie nicht.
01:07Es gab halt Filme und die fanden wir gut oder schlechter.
01:10Jeden Film, den wir gezeigt haben, ordneten wir den Bildungsauftrag runter.
01:18Wie bist du dann dazu gekommen, dass du zuständig wurdest für Dokumentarfilme?
01:23Also jetzt innerhalb des Films?
01:25Ach, ich könnte flapsigerweise sagen, weil sich kein anderer drum gekümmert hat.
01:29Vielleicht gewissermaßen mit so einem ernsten Kino.
01:32Vielleicht als Strafe für meine jugendlich-kindliche Kinobegeisterung,
01:36dass ich das Kino jetzt ganz ernst nehmen muss.
01:54Das heißt, wir haben mal, als das Kino ganz miserabel war,
01:59haben wir so einen Ersatz für Kino geschaffen.
02:02Die Filmwissenschaft fand bei uns statt.
02:17Die Filmwissenschaft
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