00:13Was war denn, bevor du da angefangen hast, selber Fernsehen zu machen, dein Verhältnis zum Fernsehen?
00:18Meine Verhältnis zum Fernsehen fängt mit der Mondlandung an.
00:22Für die Mondlandung habe ich ein Fernsehgerät gekauft, damit wir die sehen konnten.
00:27Diese Mondlandung war dann irgendwie tief in der Nacht, erst zum Morgen hin.
00:32Und davor lief ein Audi-Murphy-Western. Also völlig absurd.
00:38Und ich hatte ein klein bisschen, ich habe erwähnt, dass ich Marcel Ofels Sachen im Fernsehen gesehen habe.
00:47Aber ich hatte ganz wenig Fernsehen gesehen.
00:50Ich wusste von diesem Programm da in Köln, was ja auch in Berlin nicht zu sehen war,
00:56wusste ich von diesem Programm überhaupt nichts.
01:00Das musste ich alles erst lernen.
01:03Wir mochten so einen Ausdruck wie Filmkunst, mochten wir irgendwie nicht.
01:07Es gab halt Filme und die fanden wir gut oder schlechter.
01:10Jeden Film, den wir gezeigt haben, ordneten wir den Bildungsauftrag runter.
01:18Wie bist du dann dazu gekommen, dass du zuständig wurdest für Dokumentarfilme?
01:23Also jetzt innerhalb des Films?
01:25Ach, ich könnte flapsigerweise sagen, weil sich kein anderer drum gekümmert hat.
01:29Vielleicht gewissermaßen mit so einem ernsten Kino.
01:32Vielleicht als Strafe für meine jugendlich-kindliche Kinobegeisterung,
01:36dass ich das Kino jetzt ganz ernst nehmen muss.
01:54Das heißt, wir haben mal, als das Kino ganz miserabel war,
01:59haben wir so einen Ersatz für Kino geschaffen.
02:02Die Filmwissenschaft fand bei uns statt.
02:17Die Filmwissenschaft
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