00:00Donald Trumps Wirkung auf Menschen wird oft unterschätzt.
00:03Anthony Scaramucci, einst Kommunikationsdirektor im Weißen Haus und heute einer der schärfsten Kritiker Trumps,
00:10hat jetzt eine überraschende Analyse veröffentlicht.
00:12Seine zentrale These.
00:14Wer Donald Trump nie persönlich begegnet ist, kann seine politische Karriere kaum nachvollziehen.
00:20Denn Trump entfaltet im direkten Kontakt eine verblüffende Ausstrahlung.
00:24Laut Scaramucci wäre Trump, würde er jetzt zur Tür hereinkommen, entwaffnend, gesellig und aufrichtig charmant.
00:32Genau das ist der blinde Fleck vieler Beobachter, die sich fragen, wie er es überhaupt ins Präsidentenamt geschafft hat.
00:39Doch hinter dieser Fassade steckt ein wiederkehrendes Muster.
00:43In der Öffentlichkeit zerstört Trump seine Gegner, nur um kurz darauf wieder Frieden zu suchen.
00:48Ein Beispiel.
00:49Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom wird öffentlich als Newscom beleidigt.
00:54Doch beim nächsten Treffen fragt Trump sofort, Gavin, sind wir wieder gut?
00:59Dasselbe passiert mit Journalisten.
01:01Erst werden sie vor laufenden Kameras attackiert, dann folgt ein versöhnlicher Anruf.
01:07Die eigentliche psychologische Schwachstelle liegt laut Scaramucci jedoch tiefer.
01:12Trump empfindet regelrechte Abscheu gegenüber Ja-Sagern.
01:16Er sehnt sich nach ehrlicher Auseinandersetzung, kann das aber nie offen zugeben.
01:21Besonders deutlich wird das im Kontakt mit Kanadas Premierminister Mark Carney,
01:25der Trump nie schmeichelt und genau deshalb für ihn so faszinierend bleibt.
01:35Untertitelung des ZDF, 2020
01:35Bis zum nächsten Mal.
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