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  • vor 2 Wochen
Schule des Glaubens. Seelsorge nach Psalm 118
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Prediger: Henning Westrup, Senior Straßenprediger, Germany
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Kategorie

Menschen
Transkript
00:01Lieber Bruder, liebe Schwestern, im Herrn Jesus Christus, ich sage ja nun mal nichts Neues.
00:05Die Bedrängnisse nehmen mich ja ganz offenkundig heftig zu, hierzulande, europaweit, weltweit.
00:11Und wir werden sehen, ob das dann vielleicht mal irgendwann einmündet in die große finale Trübsalzzeit.
00:18Aber das alles kann uns irgendwo nicht anrühren.
00:21In unserem Herzen wohnt nicht die Welt, sondern der Christus, darum heißen wir Christen.
00:26Weil der Christus unser Herz bewohnt und auch unser Leben regiert.
00:31Und darum haben wir nichts anderes als den Dank, Lobpreis und eigentlich auch den Jubel,
00:38dass wir erlöst sind von dieser Welt und uns freuen dürfen im Herrn alle Wege.
00:43Psalm 117 sagt, lobt den Herrn alle Heiden, preist ihn alle Völker, also alle.
00:49Denn seine Gnade und Wahrheit waltet über uns in Ewigkeit.
00:54Welch eine Verheißung!
00:56Und in Psalm 50, Vers 15 sagt er zu uns, rufe mich an in deiner Not, so werde ich dich
01:04erretten.
01:04Und du, du sollst mich Lobpreisen.
01:07Das ist aber nicht nur Gebot, sondern auch Verheißung, nicht?
01:12Und wenn wir danach trachten, leben und streben, dann gehören wir zu den Siegern.
01:18Und unsere Siegesfreude teilt sich dann mit in Psalm 118.
01:22Danke dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte wehret ewiglich.
01:28Und in Vers 5, jetzt kommt's, der Gehorsam.
01:31In der Angst rief ich den Herrn an, wie er es denn ja auch befohlen hat, nicht?
01:36Und der Herr hörte mich und tröstete mich.
01:40Psalm 118, Vers 5.
01:42Und Martin Luther legt es so aus, nämlich in der Angst, in den Leiden auch des Gewissens,
01:50rief ich den Herrn an.
01:51Und zwar nicht vergeblich, wie auch der Psalm 145 sagt, oder Psalm 116, Psalm 120, 1. Petrus 1, Vers 11.
02:00Alle sind voll des Dankes und Globes über erhörte Gebete.
02:05Und der Herr erhörte mich und tröstete mich.
02:08Der Herr erhörte mich in weitem Raum.
02:13Ja, er hat mein Herz mit dem Trost seines Geistes ganz groß und weit gemacht.
02:21Angst heißt oder lautet im Hebräischen das, was eng ist.
02:27Und das, was enger ist, darin wird einem schon mal Angst und Bange.
02:33Und gleich wie die Not unser enger Raum ist, der uns betrübt und beklemmt,
02:40also ist die Hilfe Gottes unser weiter Raum, der uns frei und fröhlich macht.
02:48Ja, der Geplagte in der Not läuft nicht hin und her wie die Gottlosen und klagt allen Leuten die Ohren
02:55voll und flucht und schimpft.
02:58Nein, und schimpft schon gar nicht gegen Gott mit der Frage, warum tut Gott das, warum kann Gott das nur
03:04zulassen.
03:05Nein, der Christ verzahrt auch nicht an Gott, der ihm solches zuschickt und hält ihn deswegen auch nicht für zornig
03:13oder für seinen Feind.
03:14Sondern er erhebt sich über solches Alles und kann Gottes väterliches Herz sehen und darf den Herz sich anrufen, der
03:27ihn schlägt und sich so richtig sauer gegen ihn stellt.
03:31Das ist doch die Kunst über alle Kunst und allein das Heiligen Geisteswerk, nämlich den Gottesfürchtigen und den rechten Christen
03:41gut bekannt.
03:44Darum zweifle auch nicht, dass Gott uns solche Not nicht zuschickt zum Verderben.
03:50Nein, Gott will nicht unser Verderben, sondern dass er uns damit ins Gebet treiben will, zum Rufen, damit er und
04:02wir den Glauben üben und lernen Gott erkennen.
04:07Und wir sollen uns auch daran gewöhnen, den steten Kampf zu führen gegen den Teufel und die Sünde.
04:15Das gehört alles zusammen, das ist Schule Gottes.
04:19Und letztlich werden wir mit Hilfe Gottes immer siegen.
04:24Es geht allein um den Glauben, es geht allein um Christus, es geht allein um das Wort.
04:29Also, deshalb ist uns Not und Trübsal wichtig, wichtig für das Glaubensleben, wichtig für die Erkenntnis Gottes, wichtig für das
04:44Bestehen in allen kommenden Trübsalen.
04:47Und darum heißt es doch, ich rief den Herrn an.
04:52Also, rufen müssen wir alle lernen und nicht, dass wir da bei uns selber sitzen oder liegen und den Kopf
05:00hängen und schütteln und mit den Gedanken uns selber nur beißen und fressen, sorgen und suchen, dass wir so loswerden
05:05und nichts anders ansehen, wie übel es uns geht, wie viel es uns geht und was für ein elender Mensch
05:12ich doch bin, nicht?
05:13Das ist der falsche Weg. Dieser Weg konzentriert sich auf mich, auf das Fleisch und kann niemals in der Herrlichkeit
05:21enden.
05:21Sondern, Martin Luther sagt, steh auf, du fauler Schelm, fall auf die Knie, die Augen und die Hände gen Himmel
05:28gehoben und dann lies im Psalm oder bete den Vaterunser in deiner Not und bring das alles vor den Herden.
05:35Das ist die richtige Adresse für deine, meine, unsere Sorgen und Nöte, für alle.
05:39Und da genau hörst du auch, dass Beten, die Nöte anzeigen und das Hände aufheben, für Gott das angenehmste Opfer
05:49sind.
05:49Er begehrt es, er will es haben, so will er es haben.
05:53Und er will auch, dass du schwach wirst in solchen Nöten und dass du dann lernst, in ihm stark zu
06:02werden, dass er in dir gepreist wird durch seine Stärke.
06:07Und siehe, da werden dann Leute draus, die eben Christen heißen.
06:14So wirst du nämlich zum echten Christ.
06:16Du musst aber auch nicht zweifeln, dass Gott deine Not sehe oder solches Gebet erhöre und musst nicht irgendwo in
06:24den Wind hinbeten.
06:25Das geht auch nicht.
06:27Sondern du musst das Stück in diesem Vers auch lernen.
06:32Und der Herr erhört mich in weitem Raum.
06:35Der Herr erhört alle unsere Gebete.
06:38Und ob der Teufel auch über dich herfällt und dir einreden will, du bist nicht so heilig und würdig und
06:43fromm, wie zum Beispiel der David.
06:45David, so sprich du ganz kühn, lass ihn fromm und würdig sein, wer will.
06:51Ich aber weiß sehr wohl, dass ich eben denselben Gott habe und desselben Gottes geschöpft bin, eben wie auch David.
07:00Es ist halt nur ein Gott, beide der Heiligen und der Sünder.
07:06Der von allen geehrt, angerufen und gebeten sein will, der es ihm gegeben hat, der hat es auch mir verheißen.
07:15Er hat auch verheißen und geboten zu fordern, zu suchen, zu beten und anzuklopfen.
07:20Lies Matthäus 7, Vers 7, da hörst du es, steht schwarz auf weiß.
07:25Ja, Vers 6 und damit Schluss.
07:27Der Herr ist mit mir in der Überwindung des Bösen und Vollendung des Guten.
07:35Darum fürchte ich mich nicht weltlich.
07:38Was können mir den Menschen tun?
07:41Glaube, Glaube und Vertraue auf Jesus Christus allein und der Sieg ist dein.
07:46Halleluja. Amen.
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