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  • 5 weeks ago
Best Of Ladies Night 2025

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00:10I was going to spend with my husband last time. I thought he was super, he liked to go to
00:15the
00:15train. But then we came to a telephone cell and he asked me, what is that? And I thought,
00:22is he not a telephone cell or what? I mean, well, she was really very full. I thought
00:26im ersten Moment, oh, guck mal, unentdecktes Kunstwerk von Christo. Aber was ich alles in
00:33dieser Telefonzelle erlebt habe damals, meine ersten Scherzanrufe, habt ihr das auch gemacht?
00:40Scherzanrufe zur fünften Telefonzelle rein. Wenn du Glück hast, war wieder ein Telefonbuch da,
00:45dann auf, dann war das verkokelt oder verklebt, aber manchmal war auch der Name erkannt und dann so,
00:49okay, okay, wer ruft an, wer ruft an? Und dann so mit verstellter Stimme,
00:53hallo, Herr Müller, Sie sind doof. So, bam, ja, gesiezt. Rotzfrig, aber mit Manieren. Und man
01:04musste es auch richtig wollen, weil nix Flatrate, das hat ja 20 Pfennig gekostet. Da musstest du
01:08richtig vorher überlegen, was machen wir? Gehen wir zum Kiosk, holen uns zwei saure Zungen und
01:13eine Salve-Jagd-Kugel oder verarschen wir Herrn Müller. Und dann, Herr Müller, kann das sein,
01:19dass ich mit einem Kind spreche? Unverschämtheit. Und dann aufgelegt und
01:23waaah! Man ist weggerannt, weil man wirklich gedacht hat, die Mahne-Fang-Schaltung. Ja,
01:30natürlich, die haben ja nix besseres zu tun, als dieses Schwärmverbrecher-Ding festzumachen.
01:35Wenn man aber wirklich mal telefoniert hat in der Telefonzelle, man hat immer so ein bisschen die
01:39Tür aufgelassen, weil es ja olfaktorisch, sag ich mal, immer so eine kleine Herausforderung war.
01:43Also, hu, was für Gerüche, wenn du Glück hattest, hat vorher einer drin geraucht. Das war, das war noch das
01:53angenehmste. Deswegen hat man auch den Hörer immer so ein bisschen weggehalten. Das ist immer so ein bisschen so,
01:59es sagt, ja, du wolltest keinen Kontakt mit der Schleimhaut. Das ist ja, das ist ja klar, meistens auch
02:04nur so zwei Fingern. Es sei denn, am nächsten Tag war Mathearbeit. Dann war...
02:13Das war wieder gut.
02:18Oh Mann.
02:23Aber, falls ihr jetzt auch denkt, wo war die Lisa mit ihrem Sohn spazieren in den 80ern?
02:29Nee, es gibt tatsächlich in ganz Deutschland noch 3000 Telefonzellen. Gerade in München sind die sehr
02:34beliebt als Studentenwohnung. Ja. Nein, das ist total praktisch. Telefonanschluss liegt, äh,
02:42botentiefe Fenster und dann 6000 Euro kalt. Klar, das bleibt dann auch leider so. Nein, die stehen sogar
02:48teilweise unter Denkmalschutz. Wo du auch denkst, warum hat da mal ein Mammut reingepullert, hat Goethe da drin
02:53Faust geschrieben. Nee, es ist ein Kulturgut. Und das ist ja auch super. Deswegen kann ich ja jetzt meinem Sohn
02:58auch so
02:58zeigen, schau mal, Mutti hat da ihre halbe Jugend verbracht. Ja, oder? Erste Knutscherei, zweite Knutscherei,
03:06Abiball, wir hatten doch nichts. Nein, das ist, das ist natürlich heute schon praktischer mit dem Handy, aber
03:12wisst ihr, wofür ich das Handy hauptsächlich benutze? Um Speisekarte zu fotografieren und großzuziehen, wenn ich
03:20die Brille vergessen hab. Ja. Ich bin nicht allein. Aber ich hab jetzt tausende Speisekarten auf dem Handy. Ich denk
03:31immer, wenn
03:31jemand mal in meinen Fotos blättert, der denkt, ist das ein Fetisch oder was? Auf der anderen Seite, man gibt
03:37sein Handy ja eh
03:38nicht so gerne ab, ne? Wenn jemand mal in sich, weißt du, du willst dir ein Foto zeigen, man hält's
03:43ja immer so ein bisschen
03:44noch in der Hand. Und dann der andere, kann ich's mal haben? Ich kann's ganz schwer erkennen. Und dann geht
03:52der Stress los, ne?
03:54Siehst du das? Kann ich's wieder? Und du denkst die ganze Zeit nur, nech, na längst wischen. Ne, ne.
04:03Und natürlich hätte ich gerne auch früher ein Handy gehabt, aber es ging halt nicht. Ja, wenn wir da irgendwie
04:08gefeiert
04:09haben und dann dachtest du, okay, Mutti soll mich abholen, dann musstest du bei den Eltern fragen, ob du
04:15telefonieren darfst, ne? Und dann ging's los. So, einmal noch. Atmen da ganz, da merk ich nix. Okay.
04:28Entschuldigung, Frau. Frau Schulz, kann ich kurz bei Ihnen telefonieren. Ich war der Anfang.
04:40Dann hast du, Mann, muss ich anrufen, dass du mich abholen kommst.
04:57Dann hast du, dann hast du, dann hast du, dann hast du, dann hast du angerufen, ja, ja, ich komme,
05:00und dann und, wie war's?
05:01and they didn't notice anything.
05:07The contact to young generation is very important.
05:11Or, say, I'm not sure.
05:12Because I'm also invited to the ÖPNV.
05:16Just like the 500 other guests,
05:19who are in the regional express.
05:22So I have the choice.
05:24Either the seat of the seat of the seat of the seat
05:26or the seat of a young student
05:31who comes from Wiesbaden.
05:34Every day.
05:35Yeah, she pendled to Köln,
05:37um here in anwesenheitspflichtigen Seminaren
05:40to learn,
05:41how she will be an Immobilien-Besitzer.
05:43Best from an Eigentums-Wohnung-Komplex,
05:46in which she doesn't have a Social-Wohnung
05:48to integrate,
05:49because there are half-legal Schlupflöcher.
05:51They'll take the next semester,
05:54says the Joschi.
05:55All this I know from the conversation,
05:57that the student with her mother
05:59in the near of Wiesbaden
06:00will be per Telephone.
06:03The mother of the student
06:04finds now,
06:05that this,
06:06to Silber-Hochzeit
06:07from Tante Inge,
06:08should already wear a blue coat
06:10but then,
06:11with a little bit of a jacket.
06:13Not because of the weather
06:14should be fine,
06:15but because of the Arme.
06:18Also,
06:18the Arme of your daughter.
06:20I have questions,
06:21but I don't ask them.
06:22The important thing is for me,
06:24why a mother
06:26will the Arme of her daughter
06:27under a Jäckchen
06:28verstecken.
06:29So,
06:30a Bolero,
06:31will she say,
06:32but always
06:33Bolero.
06:36And suddenly,
06:37I feel the student
06:38even more verbunden
06:39than I am sure.
06:40I will empower her
06:41to call her.
06:41Your arm is nothing to set
06:43you.
06:43You don't have to hide.
06:45Believe me,
06:45I can prove it.
06:46I have just
06:47your arm
06:48in the last
06:49Vollbremse.
06:50The smell
06:50completely normal.
06:53So,
06:54how she feels
06:54I don't have to empower her,
06:56because the student says,
06:57I don't take a jacket
06:59over.
06:59The Joshi
07:00finds my Arme
07:01in order.
07:02So,
07:03from Wiesbaden
07:05it's back.
07:06Jessica,
07:07if the Joshi
07:08your Arme
07:08without a Bolero
07:09in order,
07:10then finds the Joshi
07:11in Köln
07:12in Köln
07:12for you.
07:12She shreit
07:14ins Handy.
07:15Mama,
07:15der Joshi
07:15hat selbst
07:16keine eigene Wohnung.
07:17Der Joshi.
07:17Dann fällt ihr
07:18das Handy aus der Hand
07:19direkt in meine.
07:21Die Studentin weint jetzt
07:23oder schwitzt durch die Augen.
07:24Ihre Mutter hingegen schreit,
07:25Hallo,
07:26Jessica,
07:26Hallo,
07:27Hallo Kind,
07:28musst du denn immer
07:28durchs Funkloch fahren?
07:30Und da reicht es mir.
07:33Ich übernehme die Verantwortung
07:34und das Gespräch.
07:37Hallo,
07:38sage ich,
07:39hier ist Jessica.
07:41Und das ist nicht mehr
07:42komplett gelogen.
07:43Mein zweiter Vorname
07:44ist Jessica.
07:45Trotzdem traut mir
07:45Jessicas Mutter nicht.
07:46Hallo,
07:47Jessie,
07:47was hast du nun plötzlich
07:48für eine tiefe Stimme?
07:49Ich spreche weiter
07:50in ihr Handy.
07:51Meine Stimme ist zu tief,
07:53weil ich ihre Tochter
07:54Jessica
07:54in zehn Jahren bin.
07:57Jessica,
07:57die echte hebt,
07:58eine Augenbraue.
07:59Ich korrigiere,
08:00naja, sagen wir,
08:01in 30 Jahren, okay.
08:03Ich bin Zukunft,
08:04Jessica,
08:05aus der Vergangenheit.
08:08Jessicas Mutter zweifelt.
08:09Jessica,
08:10hast du was genommen?
08:11Drogen?
08:12Ich bin kurz versucht,
08:14dieses wichtige Gespräch
08:15zwischen Mutter,
08:16Tochter und Mediatorin
08:17abzukürzen,
08:18zu sagen,
08:18ja genau, Mutter,
08:19ich habe Drogen genommen
08:20und jetzt brauche ich mehr davon.
08:22Schick mir Geld,
08:23damit ich nicht
08:24Beschaffungskriminell werde.
08:26Aber ich habe hier einen Auftrag,
08:27also sage ich,
08:28Mutter!
08:30Zukunft Jessica hat eine Botschaft an dich.
08:33Niemand findet einfach eine Wohnung in Köln.
08:35Nicht Joschi,
08:36nicht sie,
08:37ja nicht mal ich.
08:38Wissen Sie,
08:39wie lange wir nach einer neuen Wohnung gesucht haben?
08:41Sieben Jahre.
08:42Und wir haben nur klamme Löcher
08:43zu Wucherpreisen angeboten bekommen.
08:45Und wissen Sie,
08:46wann wir was gefunden haben?
08:47Gar nicht.
08:47Wir sind nach Leverkusen gezogen.
08:50Ja, Leverkusen.
08:52Ich bin 48 Jahre alt.
08:55Ihre Tochter steht auf meinem Fuß.
08:56Und ich habe schon deren Klamotten
08:58mit durchgeschwitzt.
09:00Aber wissen Sie,
09:00deswegen heult die nicht,
09:01die Jessica.
09:02Die weint,
09:03weil sie ihr ein Jäckchen überziehen wollen
09:05über ihre Arme
09:05zu der Silberhochzeit von Tante Inge.
09:07Und Jessicas Mutter unterbricht mich.
09:09Leverkusen, sagten Sie?
09:12Ich, ja.
09:13Sie,
09:13ja, herzlichen Glückwünsche zur Meisterschaft, ne?
09:18Danke.
09:19Letztendlich war es eine Teamleistung,
09:21gebe ich zurück.
09:23Und reiche der echten Jessica-Handy.
09:26Sie ist wieder bereit zu sprechen.
09:28Ja?
09:28Ja, Mama,
09:29hier sind öfter solche Freaks in der Bahn.
09:32Eigentlich immer.
09:33Ja, nee, Mama,
09:33ich kann jetzt deswegen nicht ICE fahren.
09:36Ach, ach, eine Bahncard 100,
09:37die würdet ihr mir spendieren.
09:384.000 Euro kostet die, ne?
09:40Ja, ist günstiger als eine Wohnung in Köln.
09:42Ist klar doch, ja.
09:44Ich überleg mir das.
09:45Und was das Jäckchen angeht,
09:46obwohl ich am nächsten halt raus muss,
09:49sehe ich es als meine Pflicht,
09:50mich hier nochmal in das Gespräch einzuklinken.
09:53Übrigens, es heißt Bolero und nicht Bollero.
09:56Frau Jessicas Mutter, schreie ich,
09:58als ich schon durch die Tür bin,
09:59auf dem Bahnsteig stehe.
10:01Da bin ich erstaunlich gut durchgekommen.
10:03Alle anderen Fahrgäste haben mir eine Schneise gebildet.
10:06Aus Ehrfurcht und Hochachtung nehme ich an.
10:08Als die Türen sich schließen, winke ich Jessica.
10:11Die zeigt mein Vogel, grinst aber dabei.
10:14Ich lächle zurück.
10:15Und mir fällt auf,
10:16Winken, das ist so das einzige Armtraining,
10:18das ich überhaupt mache.
10:20Aber es ist sehr effektiv.
10:21Mein Bizeps ist so gestellt,
10:23da bekäme ich gar kein Jäckchen mehr drüber.
10:25Es sei denn, so einen richtigen Bolero.
10:28Dankeschön.
10:31Ich war lange 69.
10:35War eine schöne Zeit.
10:36Ich habe die Zahl geliebt, 69.
10:40Ich habe mich an unsere Jugend erinnert.
10:43Da war das auch eine sehr wichtige Zahl.
10:48Boah, das dauert aber lange, Leute.
10:50Was ist denn hier los?
10:53Nein, und dann bin ich ja auch noch Boomer.
11:00Ja gut, ich persönlich würde sagen Boomerinnen,
11:02aber ich bin mir gar nicht sicher,
11:04ob Gendern inzwischen verboten ist oder nur in Bayern.
11:08Also ich würde mich auch auf Boomerette einlassen.
11:14Und Fakt ist die Diskussion, wir sind alles schuld.
11:18Und jetzt wollen wir alle auch noch Rente.
11:21Und die schärfste Idee, die Sie sich ausgedacht haben, finde ich,
11:24ist dieses freiwillige soziale Jahr für Rentner.
11:31Sag mal, ticken die nicht mehr ganz zauber?
11:34Echt? Ich meine, eine Frau, die einen Mann an der Backe hat, ne?
11:39Und keinen Garten, wo sie ihn outsourcen kann, verstehst du?
11:55Die hat doch eigentlich die ganze Zeit ein freiwilliges soziales Leben gehabt.
12:01Was ist das denn? Ich meine, wir Boomer retten.
12:03Wir haben doch alles erfunden.
12:05Alles, alles, was gut ist.
12:06In dieser runtergerockten Garage im Silicon Valley haben wir Internet erfunden.
12:11Was haben wir noch alles erfunden?
12:13Hier, Woodstock.
12:14Komm, Wacken haben wir auch erfunden, ne?
12:17Das andere hier, neue deutsche Welle.
12:20Ja, wir haben Fehler gemacht, mein Gott, ey.
12:22Die Frauenbewegung, die Grünen, Disco, alles.
12:26Und Leute, was haben wir gekifft?
12:30Also ihr vielleicht nicht, aber ich.
12:33Und weißt du was? Damals war das illegal.
12:36Wir haben illegal gekifft, wir haben im Widerstand gekifft.
12:40So sieht's aus. Heute legal Cannabis.
12:43Womöglich aufs Rezept.
12:45Was sind das für weicher, ja?
12:48Hallo?
12:49Und wir haben, wir haben keine Schritte gezählt.
12:54Aber irre ist, wir haben sie trotzdem gemacht.
12:58Ich finde, wir Boomer retten, wir sind die, die kreativste, innovativste und friedlichste Generation ever.
13:06So.
13:07Hallo?
13:14Und ich habe nach all dem, nach all dem, was ich euch jetzt erzählt habe, habe ich ein paar Tage
13:20nach meinem Geburtstag, habe ich von der Stadt Oberhausen Post gekriegt.
13:24Pass auf, da schreiben die sehr geehrte Frau Janke, in unserer Stadt nimmt der Anteil der Seniorinnen und Senioren ständig
13:32zu.
13:34Und dann kommen nur Notfallnummern, nur Notfallnummern.
13:37Ne, ich bin fertig, will abgeputzt werden, kannst du jemanden anrufen oder auch das Gesicht vom Pfleger passt mir nicht
13:44mehr, ich brauche neun, kannst du jemanden anrufen.
13:46Ich habe den Eindruck, ab 70, ja, ist mein ganzes Leben eine Anreihung von Notfällen.
13:53Andererseits habe ich mal wieder Post gekriegt.
13:56Ich hätte nicht gedacht, dass ich jemals so empfinde, aber ich vermisse ein bisschen die dummen Briefe von den Männern.
14:07Oh, nein, hör mal, ah, ich danke dir, wow, ah, also, sind aber eine ganze Menge, ne, ich habe mir
14:23keinen Nachsenderantrag, habe ich nicht gestellt.
14:26Moment, Jan Wapelhorst aus Hamburg, Namen gibbet, hallo Frau Janke, ich und meine Frau, pass auf Wapelhorst, das heißt meine
14:37Frau und ich, Chefin immer zuerst, äh, schon kein Bock mehr.
14:41Wir fühlen uns noch rüstig, interessiert mich nicht, auch sexuell.
14:46Allerdings macht mein Rücken immer häufiger Mucken.
14:50Deshalb wollte ich mich ganz romantisch mit Haken unter die Decke dübeln.
15:00Jippie, ja, ja, jippie, jippie, als Überraschung.
15:04Ja, da wird die Wapelhorsterin wahrscheinlich extrem überrascht sein.
15:08Meine Damen, es gibt Situationen im Leben, da darf man den Mann auch mal hängen lassen.
15:14So, den Rest lese ich mir hinten durch.
15:18Danke euch!
15:24Also, bei uns früher hat das Pferd schon zu mir gesagt, muss mal auf, Hildegard.
15:30Da kommt nix.
15:34Gar nix!
15:37Ja?
15:39Und dann ist es abgehauen.
15:42Das war der Erste, der mich geghostet hat.
15:49Aber wir hatten noch einen Pony.
15:53Aber dann hat sie mir gesagt, okay, Hildegard, unter uns.
15:58Da ist nix.
16:00Da wird nix.
16:02Und da kommt nix.
16:05Ja?
16:06Oder vielleicht alles.
16:08Oder auch nix.
16:10Uhhh.
16:12Uhhh.
16:14So.
16:15Aber wenn du n'n Pony verstehst, dann weißt du, dass dein Leben eigentlich vorbei ist.
16:21Weißt du?
16:24Weißt du?
16:25So.
16:26Und der Erste, der mir dann mal endlich so nahe kam, dass du dachtest, moah!
16:32Das war der völlig übersteuerte Dominanz-Dackel von meiner Tante.
16:39Der wollte immer an meinem Bein rammeln.
16:43Pah!
16:45Ne?
16:46So n' Blödmann!
16:48Rennt einem dauernd hinterher.
16:51Ne?
16:53Weißt du, wie in dieser Knickknack-Zeit hier.
16:55Vor kurzem.
16:57Wo so alle rumrennen.
16:59Ne?
17:00So.
17:00Da hat mich ein Typ angesprochen.
17:01Hallo.
17:05Ich komme aus der Stadt mit D.
17:11Und ich, okay, Dönchengladbach.
17:16Dann hab ich gesagt, ich bin aus der Stadt mit K.
17:20Küsseldorf.
17:23Da war er beleidigt.
17:26So isset.
17:27So, und dann hab ich einen Puma kennengelernt.
17:29Der wollte die Antilopie reißen.
17:31Hohoho.
17:33Da hab ich gedacht, fang mal an.
17:35Er so.
17:40Zieh dran.
17:45Ich so, wie?
17:49Zieh dran.
17:52Es wurde unangenehm zwischen uns.
17:57Und dann dachte ich mir, ach komm, mach's doch.
18:00Hab ich am Öhrchen gezogen.
18:03Hat er geheult.
18:04Hat gedacht, ja guck mal.
18:06Wie de Mama.
18:09Ja, und dann triffst du Leute, die sagen,
18:12Oh, Hildegard.
18:14Du Prinzessin, du Schneewittchen.
18:17Hm.
18:18Du meine Königin.
18:21Und von wem musst du dir sagen lassen?
18:24Von Märchentypen.
18:26Irgend so ein Prinz, der noch, wenn du im Sarg liegst,
18:28was von dir will.
18:32So, und dann gibt es noch Typen.
18:34Die machen das so.
18:36Die schätzen dich ein, gucken dich an.
18:39Ne?
18:39Dann wirst du eingeteilt in O-Typen, A-Typen, Birn-Typ, I-Typ, Null.
18:46Ich bin ne geile Art.
18:50Ne?
18:51Und dann, dann sagen sie, ja, aber Hildegard,
18:55ein bisschen viel ist schon dran.
18:56Ich sag, hallo, ich bin bei Instagram.
19:01Und da hab ich gedacht, so, jetzt reicht's mir.
19:03Wenn mir noch einmal ein Typ sagt, Hildegard, du bist mir zu dick.
19:09Da ist zu viel an dir dran.
19:11Dann sag ich, pass mal auf.
19:13Da gehst du in den Baumarkt, kaufst dir Draht.
19:15Ja, und den kannst du knicken.
19:23Ich hab auch, wie viele Frauen aus Bayern, grad in meiner Familie,
19:28seit ich sechs bin, einen stabilen Bartwuchs.
19:32In meiner Schultüte war Lady Schäfer.
19:36Und ich hab auch ganz lang nicht gewusst,
19:39dass Lady Schäfer eigentlich für die Beine sind.
19:41Oder für die Achseln.
19:43Ähm, ich weiß schon, ihr denkt euch jetzt, sie ist 42,
19:46die ist doch wohl nicht schon im Wechsel.
19:48Ja, ich war auch überrascht.
19:49Ich war dann wegen meiner Gebärmutter-OP bei der Frauenärztin
19:52zur Nachuntersuchung.
19:54Und dann hat sie gesagt, ja, alles gut verlaufen mit der OP.
19:57Und sie sind ja jetzt auch schon im Wechsel.
19:59Hab ich gesagt, ne, die Eierstöcke sind ja noch drin.
20:01Ich hab ja noch.
20:02Also, Hormone gibt's ja noch.
20:03Sagt sie, nein.
20:05Ähm, hab ich gesagt, ja, wie geht das jetzt?
20:08Hättest du da irgendwelche Anzeichen geben können?
20:10Hat sie gesagt, na ja, also, viele Frauen können zum Beispiel das Atmen vom Partner nicht mehr ertragen.
20:16Ähm, die kriegen Hitzewallungen, die schlafen schlecht, ähm, die Brust verändert sich, Haare wachsen überall am Körper, aber nur mal
20:27am Kopf.
20:28Ähm, die Schleimhäute trocknen aus, alle gleichzeitig.
20:32Und dann gibt's oft noch Angststörungen und Depressionen.
20:36Und manche Frauen merken's dann erst daran, wenn sie einmal vor einem Mephisto-Schuhladen in der Innenstadt stehen und sich
20:43denken,
20:44das sind aber schöne, bequeme Schuhe.
20:56Und ich sitz da auf dem Stuhl bei der Frauenärztin und bin plötzlich klatschnass durchgeschwitzt vor lauter Wut.
21:02Und ich hab mir die Barthaare ausgerissen, weil ich so sauer war, ne?
21:06Ich hab gesagt, das kann ja wohl nicht sein.
21:09Dann hab ich gesagt, Mephisto, das ist elegantes, klassisches, bequemes Schuhwerk.
21:15Die hab ich schon seit Jahren. Das bedeutet doch noch lange nicht, dass man weg ist.
21:22Die Frauenärztin war so mit der Untersuchung fertig und hat sie dann mit der Machete so aus meiner Körperbehaarung rausgeschnitten.
21:29Und da hat sie mir gesagt, ja genau, und grundlos wütend sind die Frauen dann auch noch.
21:36Dann ist mir die Spocke weggeblieben, ne?
21:39Mein Mund war so trocken, ich hab Staub rausgeatmet.
21:44Und ich hab dann gesagt, das ist eine Kneise.
21:47Sie hat mir dann was zu trinken gegeben und dann hab ich gesagt, aber das ist doch scheiße.
21:51Ich mein, wer hätte denn das merken sollen mit meiner Brust?
21:54Ich hatte ja nie eine.
21:56Wie verändert sie sich denn dann im Wechsel?
21:59Beruflich?
22:00Macht sie einen Schüleraustausch in Argentinien oder was?
22:05Wie soll man denn das merken?
22:07Und natürlich war mir heiß in letzter Zeit.
22:09Aber ich dachte halt, das ist Klimaerwärmung, nicht Klimakterium.
22:14Menschen mögen nicht, wie andere Menschen atmen.
22:17Ich mach das nie.
22:19Nie mach dich, wie Menschen atmen.
22:21Ich komm aus einem Dorf bei Regensburg.
22:24Bei uns mag niemand, wenn andere Menschen laut atmen.
22:27Wenn da so ein Kind auf die Welt kommt, so ein Baby und macht einmal zu laut.
22:31Dann wird das in ein Weidenkörbchen gesetzt und Donauabwärts.
22:42Und Donauabwärts geschickt.
22:44Deswegen atmen doch Österreicher so wahnsinnig laut.
22:49Wie soll einem in so einer Umgebung auffallen, dass man schlecht gelaunt ist wegen einem Wechsel?
22:53Das funktioniert ja überhaupt nicht.
22:55Und Angststörungen und Depressionen habe ich auch.
22:58Und schlecht schlafen tue ich auch.
23:00Und warum?
23:01Weil unsere Politik so ist, wie sie momentan ist.
23:04Weil unsere Politiker und Politikerinnen nicht mehr wissen, was echte Nachrichten sind und was Fake News.
23:10Weil irgendwelche Nachrichtenportale, die vollkommen an den Haaren herbeigezogene Mist erzählen,
23:16plötzlich beeinflussen, wer bei uns als Verfassungsrichterin besetzt wird.
23:20Weil Leute gibt, die die Tats mit News vergleichen.
23:24Da kann doch niemand mehr schlafen.
23:26Da kriegt jede Angststörung und jede Depression.
23:29Die einzige, die da noch schläft, ist Julia Klöckner.
23:31Und auch nur, wenn er Pilara nicht schnacht.
23:47Ja, mein Herzchen hat mir dann so Hormonsalbe gegeben.
23:50So als Hormonersatztherapie.
23:53Und sie hat dann erst gesagt, schmieren Sie sich jetzt einfach die Unterarme ein.
23:58Und dann hat sie kurz überlegt und hat gesagt, wissen Sie was, schmieren Sie einfach den ganzen Körper ein.
24:08Am Anfang von der Beziehung, kannst du dich noch erinnern? Am Anfang, mein Gott, was hat er gekribbelt, oder? Am
24:12ganzen Körper hat er gekribbelt.
24:15Und dann, im Laufe der Zeit, kribbelt gar nichts mehr.
24:26Man wundert sich eher, dass man sich das ausgesucht hatte.
24:33Und dann, vergeht wieder Zeit, es fängt wieder an zu kribbeln.
24:38Immer wenn ihr hinguckst in Halsgegen, immer wenn ihr hinguckst.
24:41Also guckst gar nicht mehr hin, sprichst auch nicht an.
24:45Guckst alleine Fernsehen oder gehst alleine ins Theater.
24:48Aber irgendwann ist der Moment gekommen, da musst du ihm das sagen.
24:53Das Schluss ist, alles vorbei, finito, jene verblühe, bis hierhin.
24:58Und nicht weiter.
24:59Im Kopf ist alles klar, aber auf der Zunge...
25:05Nur Wurstsalat.
25:08Was ist so aus der Liebe geworden, die früher wie Zuckerwatte auf den Lippen klebte?
25:15Und jetzt nur nach Graupensuppe schmeckt.
25:20Labbrige Leidenschaft, wie vergessene Chips in der Sofa-Ritze vor sich hinmodern.
25:25Ja, was für ein Mann eine Oliukenie-Beziehung ist, kann für eine Frau eine Gefühls-Diät sein.
25:32Die Ehe.
25:34Das Weight Watchers der Liebe.
25:36Oh!
25:381
25:45Oh!
25:49Oh!
25:51Oh!
25:51HLEs?
25:52H 있지만 Day
26:06It's a raw egg, it will be the same, where I'm going to fall.
26:13When today I'm going to cry and I'm going to show you how the dog is going.
26:20You can do it, so I can do it.
26:24You can do it, it's very easy.
26:28You can do it, so I can do it.
26:31You can do it, so I can do it.
26:34So I'm going to show you how the world over,
26:36I'm going to show you how the world is over,
26:37I'm still more clopped,
26:41If it works, I'm still in the house,
26:45The world is overplayed,
26:50I'm still the whole show up,
26:54When it'm going to work, I'm coming back,
26:57I'm going to show you how the hell is over,
27:00I have a lot of problems, because I'm an angel!
27:04It's loud, it's loud!
27:08I'm my angel-hexed star!
27:11It's loud, it's loud!
27:14Best Übung gibst du dich jetzt oder gleich beim Schluss-A-Platz!
27:20And we dance together the cha-cha-cha, but with the hands!
27:231, 2, cha-cha-cha, king, or hin, or...
27:26Hände nach oben!
27:301, 2, 3...
27:32Jetzt wird laut!
27:36Jetzt wird laut!
27:43Jetzt wird laut!
27:47Jetzt wird laut!
27:49Jetzt wird laut!
27:51Ich will gleich mal meine Welt, putz auf!
27:55Jetzt wird laut!
27:57Jetzt wird laut!
27:57Am besten Übung gibst du dich jetzt oder gleich beim Schluss-A-Platz!
28:08Ich wollte eigentlich nur eine Überweisung machen.
28:11Danach hatte ich graue Haare, auch unterm Arm.
28:15Meine Bank hatte nun auch die vorletzte Filiale geschlossen und alles sollte, so der Werbespruch, ganz easy gehen.
28:22Die Umstellung auf 100% Online-Banking sollte einem Arbeit ersparen.
28:27Vor allem wurde den Menschen, die bis dahin bei der Bank gearbeitet hatten, Arbeit eingespart.
28:32Die komplette Arbeit nämlich. Ganz easy!
28:34Es gibt Online-Portale, die gut funktionieren.
28:38Und es gibt Online-Portale, da möchte man das Internet löschen, eine Bank anzünden und sogar ein unschuldiges Eichhörnchen verkloppen.
28:45Ich musste natürlich nicht mehr uneffektiv mit einem echten Menschen sprechen, denn da war nirgendwo mehr ein echter Mensch.
28:53Nur das Online-Portal wie das Portal zur Hölle.
28:55Klar, dass ich davon ein bisschen komisch werde.
28:59Am frühen Nachmittag, als der Mann nach Hause kommt, findet er mich vor dem Online-Portal im Schneidersitz.
29:04Das Online-Portal und ich schauen wechselseitig ineinander hinein.
29:09Ich habe daraus eine Achtsamkeitsübung gemacht.
29:12Ich beobachte ganz achtsam, wie das Portal zusammenbricht.
29:17Und ich bin ganz im Hier und Jetzt, wenn ich wieder und wieder die Nummern eingebe.
29:21Die Null, weil die Null der Anfang ist.
29:24Die Acht, das liegende Unendlichkeitszeichen.
29:27Zwei Zweien, wie zwei Schwäne, die hintereinander schwimmen.
29:30Ich schaue den Mann an und sage sanft, wollen wir einfach alles Geld abheben, verbrennen und nackt im Wald leben?
29:39Zu kalt, sagt er.
29:41Er ist immer so praktisch.
29:43Was sollst du denn genau machen, fragt der Mann.
29:46Von dem Online-Portal aus gesehen oder galaktisch gesehen, frage ich zurück.
29:50Also, galaktisch gesehen soll ich einfach überleben, glaube ich.
29:54Ich hatte den ganzen Tag versucht, ganz easy irgendwelche Nummern einzugeben
29:58und immer war die neu eingerichtete Seite zusammengebrochen.
30:01Vermutlich, weil gerade die letzten verbliebenen Kunden alle drei dasselbe taten.
30:06Die Online-Seite war in Wahrheit ein Stream live in den Keller in Wumswede.
30:12Der Hausmeister filmte auf eine Tafel, auf welcher mit Kreide der Pfad zur Anmeldung aufgemalt war.
30:18Wenn ein Kunde etwas eintippte, flüsterte die Putzfrau dem Hausmeister zu,
30:22wo er schnell mit der großen Papphand hinzeigen sollte.
30:25Dann kurz die Kreide wegwischen und eine neue Aufforderung an die Tafel malen.
30:29Das dauert, ist klar.
30:31Irgendwann konnte ich auf der Seite etwas eingeben, nämlich alles eigentlich.
30:35Größe, Hobbys, Lieblingsband und meine Klim-Bim-Pin, die ich aber erst beantragen müsste.
30:40Hier war also erstmal Ende für meine Mission.
30:42Es machte Bumm im Keller der ehemaligen Hauptfiliale.
30:44In Wumswede fiel dem Hausmeister das Stativ seiner Acht-Spur-Kamera um.
30:49Ganz easy!
30:50Schon am nächsten Tag bekam ich 500 E-Mails, in denen sieben Nummern versteckt waren.
30:55Sieben Stück, denn zwei davon bräuchte ich, um den Papst unfruchtbar zu machen.
31:00Und zwei, um die Klim-Bim-Pin zu aktivieren.
31:04In dem Brief stand allerdings, dass ich eine neue Klim-Bim-Pin beantragen müsste,
31:08weil ich versucht hatte, mich über das Online-Portal anzumelden,
31:12wobei die Anmeldezeit überschritten worden war.
31:14Der Vorgang sei abgebrochen worden und müsste nun wiederholt werden,
31:17aber mit einer Raxli-Faxli-Pin.
31:19In dem Brief ist nur eine Lirum-Larum-Pin und eine Simsalabim-Pin.
31:23Um die Raxli-Faxli-Pin zu beantragen, braucht man eine Mene-Tekel-Mene-Tekel-Pin.
31:28Sie leuchtet Dienstagnacht für drei Sekunden an der Hinterseite eines Elches in Lappland auf
31:34und danach wird der Elch vernichtet.
31:38Möchten Sie...
31:51Möchten Sie die Mene-Tekel-Mene-Tekel-Pin beantragen, geben Sie den Abracadabra-Code ein
31:57und beantragen ein sicheres Safe-Wort.
32:01Das Safe-Wort wird einem in die Geschlossene geschickt, wenn man die Zugangsdaten in die Luft wirft,
32:06sich darunter im Kreis dreht und Tandaradei ruft.
32:12Das glaub ich nicht. Stoppt mich der Mann, der mir sehr lange zugehört hat.
32:17Du übertreibst wieder.
32:19Ich übertreibe? Ich werfe die Hände in die Luft.
32:21Niemals, in Wahrheit ist es noch viel schlimmer.
32:23Ich soll meine drei Geburtstage ändern und meinen Pass einscannen,
32:27das Bild ausdrucken, zerschneiden und auf dem Rücken liegen von unten an mein Bett kleben.
32:32Ja, ist gut, sagt mein Mann. Ist ja gut. Alles wird gut.
32:36Wir beugen uns zusammen über den Brief. Wie es aussieht, brauchen wir nur zwei Handys,
32:41ein TAN-Gerät, zwei Laptops und nur fünf Pins und nicht vier.
32:45Einen Einfüllstutzen und einen undefinierten Fropfen. Ja, dann geht's ja eigentlich.
32:50Wir tippen gleichzeitig in alle Geräte alle Nummern, dann werden sie gesperrt,
32:54weil ich ohne Beweis eines Beweises nicht beweisen kann, dass ich einen Beweis habe.
33:00Du übertreibst schon wieder, sagt der Mann. Das ist lieb, wie du mich immer wieder beruhigst.
33:05Du bist einfach der beste Mann der ganzen Welt. Da sagt er nichts.
33:09Wenn ich mich mal richtig übertreibe, merkt er es gar nicht.
33:14Dankeschön.
33:17Wie wäre das eigentlich, wenn man so beim Weitersappen einfach immer die gleiche Nachricht sehen würde,
33:23aber eben auf unterschiedlichen Programmen in unterschiedlichen Formaten.
33:28Oder, kürzer ausgedrückt, die gleiche Nachricht in fünf Moderationsstilen.
33:50Wo ist meine Muschi?
33:53Diese drängende Frage lässt die 53-jährige Silke K. aus Langen Salzer in Thüringen nicht mehr los.
33:59Und das für unfassbare 17 Stunden.
34:03Bei der Suche nach ihrer geliebten Katze gerät die verzweifelte Frau irgendwann so in Panik,
34:08dass sie keinen anderen Ausweg weiß, als den Notruf zu wählen.
34:12Mit Großeinsatz rückt die Feuerwehr an, denn das Tier ist auf dramatische Weise in einer Baumkrone gefangen.
34:18Heiko Plaschke berichtet.
34:19Heiko Plaschke berichtet.
34:40Und dann ist am Abend die Feuerwehr im thüringischen Bad Langensalzer ausgerückt.
34:44Eine entlaufene Katze hatte sich in einer Baumkrone in über 15 Metern Höhe verirrt.
34:50In den späten Nachmittagsstunden waren mehrere Notrufe von Passanten eingegangen, die das Tier entdeckt hatten.
34:56Straßen wurden weitläufig abgesperrt. Es kam zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen.
35:01Die Bahn stellte den Zugverkehr in mehrere norddeutschen Bundesländern ein.
35:20Wenn die Mieze mit dem Baume. Ja ja, wir alle kennen sie noch.
35:24Die herzergreifende Geschichte einer Thüringer Katze, die im Frühjahr dieses Jahres nur durch die heroische Rettung der Floriani-Jünger zurück
35:32auf den Boden geholt werden konnte.
35:34So human dieser Akt der Nächstenliebe im Wortsinn ist, so wirft er eben deshalb auch die Frage auf, darf der
35:41Mensch in die Natur eingreifen?
35:43Eine Frage, mit der sich schon wie vor sokratischen Denker um Sylphe von Knossos und Papadam von Tangens beschäftigten.
35:49Die Ausstellung Yes, We Cat, die dieser Tage in Zürich eröffnet, versucht darauf eine Antwort zu finden.
35:56Und verhandelt dabei eine im Grunde zutiefst gesellschaftsphilosophische, ja gar politische Dimension zur Seite stellt geworden hat.
36:05Quo Vadis Homo Sapiens.
36:20Okay, laufen wir? Alles klar.
36:23Ja, also die Freiwillige Feuerwehr hat jetzt die Katze wieder vom Baum runter geholt oder den Kater, man weiß es
36:28jetzt ja noch nicht genau.
36:30Deswegen soweit erstmal alles safe.
36:31Und ich stelle mir jetzt an dieser Stelle der Reportage so ein bisschen die Frage, wie gerecht ich das eigentlich
36:37finde, weil es ist schon wieder eine Katze, die gerettet wurde.
36:41Und wenn wir uns mal die Zahlen der Feuerwehreinsätze ansehen aus dem letzten Jahr, die zum Beispiel Komodowarane oder Spechte
36:49aus Bäumen gerettet haben, dann sind die im Verhältnis zu Katzen ganz klar unterrepräsentiert.
36:54Ich habe deswegen gerade auch mal mit dem Deutschen Tierschutzverbund telefoniert, also geschrieben.
36:58Und die sagen ganz klar, ja, das stimmt, aber man müsse auch sehen, dass Komodowarane tendenziell selten auf Bäume klettern
37:05und Spechte sich selbst befreien können.
37:07Okay, fair enough, aber abgesehen von diesen schönen, harten Fakten, finde ich persönlich ist an dieser Stelle des Films schon
37:15aus Gründen der Gleichberechtigung total wichtig zu benennen und einzuordnen, dass hier eine gefühlte Ungerechtigkeit vorliegt.
37:21Das darf einfach nicht unerwähnt bleiben.
37:37Schönen Nachmittag, herzlich willkommen zur Servicezeit.
37:41Wir beschäftigen uns in den nächsten 6,5 Stunden ganz mit dem liebsten Vieh.
37:46Ein kleines Thema ist Katzen und zwar testen wir verschiedenes Katzenstreu live mit Eigenurin.
37:52Drüben in der Gartenecke zeigt uns Bärbel Schwindler, wie man ein herbstliches Gesteck aus Katzengras pökelt.
37:59Ich bin schon sehr gespannt, Heike.
38:02Drüben im Kochstudio zaubert uns die wunderbare Janine Bertrand, ein köstliches Katzen-Ragout.
38:09Und in der Zuschauerzeit beantwortet der Feuerwehrmann Wolfram Eggert die Frage, wie kommt die Katze eigentlich vom Baum, wenn sie
38:17sich zu weit nach oben verirrt hat.
38:19Das ist dumme Ding.
38:19Schön, dass Sie dabei sind. Bis gleich.
38:26Ich bin letztes Jahr Mutter geworden.
38:29Oh, danke schön.
38:35Und ich habe versucht, meinen Sohn zu stillen und vielleicht kennt es einige Frauen.
38:39Es war Walla eine Katastrophe.
38:41Ja, es war wirklich, also ich habe, ich nehme euch mal mit, im Krankenhaus habe ich angefangen mit der ersten
38:46Snacktime.
38:47Ich wollte meinem Kind die Brust geben.
38:49Und mein Sohn hat geschrien, der hat geweint, der hat nach der Zitze getreten.
38:54Also ich habe ja wirklich noch nie für meine Brüste so ein negatives Feedback bekommen.
39:01Mein Mann meinte auch nur so, hat der nicht von mir, hat der nicht von mir.
39:07Ich habe die Hebamme rufen lassen und ich meinte, red mal mit dem bitte.
39:11Und dann meinte sie, das ist normal, dass man stillen kann, dauert.
39:15Bei ihr und ihrem Sohn, bis sie das gelernt hätten, hätte das vier bis sechs Wochen gedauert.
39:19Und ich habe gesagt, vier bis sechs Wochen und was macht mein Kind in der Zeit jetzt? Ramadan oder?
39:31Ich wollte es nicht so weit kommen lassen, ja. Ich wollte dann die Flaschenmilch geben.
39:35Anfängerfehler. Soll man nicht machen, weil das macht Saugverwirrung.
39:39Ich so, what the fuck ist Saugverwirrung?
39:41Ist das, wenn so der Staubsaugrobot ja gegen die Wand fährt?
39:44Da meinte sie, nein, so heißt es, wenn das Kind immer so am Schnuller oder an der Flasche nuckelt und
39:49verlernt, an der Brust zu trinken, ja.
39:51Zitat, man darf nur an einer Sache nuckeln lernen.
39:58Und sagt, Schwester, wer hat dir das erzählt, dein Ex-Freund?
40:10Ich habe nicht auf ihren toxischen Ex gehört, ja. Ich habe die Flasche gegeben.
40:14Aber ich habe weiter still und zu Hause trainiert, ja. Ich bin von Hebamme zu Hebamme gegangen, war richtig wild,
40:19ja.
40:19Weil jeder hatte einen anderen Tipp für mich, ja.
40:21Der erste Hebamme meinte, es kommt nicht genug Milch. Ich soll den Mutterinstinkt aktivieren, ja.
40:25Was habe ich gemacht? Ich habe an dem Kind gerochen. Ich habe mit dem geschmust, ja. Ich habe Philipp Amthor
40:30Videos angeguckt.
40:40Die nächste Hebamme meinte, Zitat, ne, es ist kein Scherz. Sie meinte, ich reiche die Titte nicht richtig an, ich
40:45soll das machen wie ein Sandwich.
40:47Ich so, ach so, okay, ich habe angegeben wie Döner. Kulturelles Missverständnis. Ich kann auch Lahmacun, aber Sandwich bin ich
40:56nicht drauf gekommen.
40:59Und die dritte Hebamme meinte, ich soll noch zusätzlich zur Brust Flaschenmilch mit so einer Spritze rausträufeln.
41:06Der Junge braucht ein Erfolgserlebnis mit Brüsten. Ich so, warum? Ist der Informatikstudent oder was?
41:21Ich war verzweifelt. Ich habe das wochenlang, mehrmals am Tag gemacht, ja. Irgendwann kam mein Mann nach Hause. Ich war
41:27so, der Junge kann nicht normal werden, ja.
41:31Wusstest du, dass Jeffrey Dahmer auch nie gestillt wurde?
41:35Bei uns hat mit dem Stillen nicht geklappt. Ich habe dann irgendwann abgepumpt und dann nur noch die Flasche gegeben.
41:40Aber was sich geändert hat, ist meine Sicht aufs Stillen. Früher, wenn ich so Frauen gesehen habe beim Stillen, dachte
41:46ich mir halt so, ja, Gebärmaschine.
41:48Jetzt denke ich mir, Wallah, Gebärmaschine. Läuft mal die Schwester.
42:00Es gibt ja Frauen, denen ist es unangenehm oder die werden komisch angeguckt beim Stillen in der Öffentlichkeit.
42:05Könnte ich nicht mehr nachvollziehen, nach dieser Arbeit, die manche Frauen zu Hause machen, ne.
42:09Also wenn ich hätte stillen können, ich würde, weiß nicht, ich würde immer stillen. Ich glaube, ich würde so oben
42:14ohne die ganze Zeit rumlaufen.
42:16Ich wäre so eine Art muslimischer St. Martin mit so einem halben Mantel und ein Kind immer an der Titte.
42:29Ja, Daphne hat es ja gerade schon erzählt. Ich habe tatsächlich bis vor einem Jahr als Anästhesistin Vollzeit gearbeitet, als
42:35Narkoseärztin.
42:36Und ich habe von meinen Kollegen gehört, in einem anderen Krankenhaus gibt es so einen neuen Brauch.
42:42Und zwar nach der Narkose, kennen vielleicht einige, wird man ja in den Aufwachungen gefahren, ne.
42:48Das ist der Ort, wo man da erstmal ausnüchtert, ne. Man hat ja oft so einen Filmriss.
42:52Und es gibt wohl einen Aufwachungen im Klinikum, da hängt ein Kalender von 2032.
43:08Das ist schon fies, ne. Ich würde es nicht so machen. Ich wäre spezifischer, ja.
43:13Also wenn da so ein türkischer Patient wäre, würde ich so ein Alice Weidel Plakat aufhängen.
43:19Unsere Führerin.
43:22Und wenn da so ein AfD-Wähler wäre, würde ich den begrüßen mit Salam Aleikum.
43:27Köln, ihr seid ein super Publikum. Vielen lieben Dank.
43:32Warum haben manche Männer so Angst vorm Gendern?
43:35Haben sie Angst, dass ihnen dann Brüste in Doppel-D wachsen?
43:40Haben sie Angst, dass sie sich zum Beispiel zum Geburtstag ein Einhorn wünschen?
43:44Oder dass sie zum Beispiel im Drogeriemarkt zum falschen Rasierer greifen?
43:50Ja, ja. Stellt euch vor, statt zu Gillette für das Beste im Mann zu.
43:57Gillette spüre die Göttin in dir.
44:00Ja. Ja. Furchtbar.
44:10Na.
44:11Ein Traum?
44:13Ein Traum?
44:16Ein Traum?
44:17Mein anderes Lieblingsthema, passup!
44:20Menstruation!
44:21Ja! Ja, ja, ja. Da können einige mitreden im Saal, bin ich mir sicher.
44:25Menstruation.
44:26Doch! Ist ein superspannendes Thema, wenn wir Frauen uns zum Beispiel mal überlegen,
44:31was uns das im Leben an Geld kostet.
44:34Ja, ja.
44:34There should be a new baby that is a baby that is a woman,
44:38a Menstruation-Fonds.
44:41The one could then do a Wechsel-Jahres-Fonds.
44:45Of course!
44:49I'll just say,
44:53you're only going to binden and stöpseln.
44:56You're in your life at 6-7000€.
45:00There's also a lot of pressure and pressure and pressure.
45:03And all the things they like,
45:04go to 4-7000€.
45:06And, i'm going to have a friend of mine.
45:12And, you've got a friend of mine,
45:15we need to pay attention to it.
45:23Look, you're in my house.
45:23Look, you'll have to pay attention!
45:23And there are all sorts of people who need to pay attention to it.
45:24And this is not a bad idea.
45:25We need to pay attention to it.
45:26And then, of course,
45:27and then, of course,
45:29Schwangerschaftstests?
45:30Ja, es sind ja goldene Zeiten heut.
45:33Goldene Zeiten!
45:34Du gehst in den Drogeriemarkt
45:36und kaufst dir einfach einen 10er-Pack Schwangerschaftstests!
45:40Früher, als ich noch Sex hatte.
45:42Also ...
45:43Ja! Ja, ja!
45:46Und der Kaiser Wilhelm.
45:47Ja! Ja!
45:50Ja!
45:51Wenn du da einen Schwangerschaftstest gebraucht hast,
45:54dann musstest du in die Apotheke,
45:56im nächsten Dorf,
45:58in der nächsten Stadt,
45:59damit dich ja niemand kennt, oder?
46:02Und dann bist du da rein, bei Nacht und Nebel,
46:04und dann stand da der Apotheker.
46:06Sag, was darf's denn sein?
46:09Äh ...
46:10Äh ...
46:11Äh ...
46:15Bitte was?
46:17Äh ...
46:18Äh ...
46:21Wisst ihr, was wir hätten machen müssen?
46:23Wir hätten reingehen müssen und sagen,
46:24schönen guten Tag!
46:26Ich bin frisch gefächelt,
46:28ich bin jung und fruchtbar,
46:30mein Freund ist es auch.
46:31Wir brauchen einen Schwangerschaftstest!
46:34Ja!
46:39Ja!
46:40Ja!
46:44Ja!
46:48Ja!
46:51Ja!
46:51So hätten wir das machen müssen.
46:52Ich mein, heute lacht ja nur jeder, wenn ich das sag.
46:54Aber natürlich kauf ich die noch immer.
46:57Natürlich geh ich in den Drogeriemarkt
46:58und leg mir das Zähnepack aufs Band.
47:00Ja!
47:00Weil ich's kann!
47:02Und natürlich gucken dann alle.
47:04Und dann sag ich, sie brauchen nicht gucken.
47:06Die eine Hälfte ist für mich,
47:07aber die andere ist für meine Mutti.
47:09Ja!
47:11Dankeschön!
47:16Überall sind wir Mängelwesen.
47:18Im besten Fall haben wir Potenzial.
47:20Äh, Potenzial.
47:21Was hat Potenzial?
47:23Die Deutsche Bahn und das Wetter im Februar.
47:25Du hast Potenzial.
47:27Das heißt doch vor allem, da geht noch was.
47:29Das geht doch schöner, schneller, schlanker.
47:31Aus dem Gesicht kannst du noch was machen.
47:33Den Hintern kannst du auch aufrüsten.
47:34Wir optimieren alles.
47:36Unsere Haut, unsere Ärsche, unsere Freundschaften,
47:39unsere Kinder, unsere Männer.
47:42Es ist nie genug.
47:43Es reicht nie.
47:44Das Gesicht ist schon wieder zu faltig.
47:46Der Mann ist zu langsam.
47:48Die Arme sind zu lämmerig.
47:50Da kann man doch mal denken,
47:52guck mal, wie schön das schwingt.
47:53Da fächer ich mir Winzu im Sommer.
47:56Merken Sie?
47:56Kommt was an?
47:57Ich brauche keinen Fächer.
47:59Ich habe ja Arme.
48:02Nein, meine Brüste hängen nicht.
48:04Nein, die sind, äh, tiefer gelegt.
48:08Das wärs doch mal, dass ein Mann sagt,
48:10boah, ich habe eine geile Frau.
48:12Die hat tiefer gelegte Brüste.
48:14Boah!
48:15Meine Frau ist nicht dick.
48:17Meine Frau ist weich.
48:18In der kann man so schön versinken.
48:20Wie früher in den blauen Turnmatten.
48:22Krass!
48:25Und Falten sind nur dann ein Problem,
48:27wenn sie in die falsche Richtung gehen.
48:29Ansonsten erzählen sie Geschichten.
48:31Das ist doch, was wir alle wollen.
48:32Wir wollen doch eigentlich was erlebt haben.
48:34Wir wollen doch keinen Roman ohne Inhalt lesen.
48:37Wir wollen doch nicht irgendwann in der Kiste liegen.
48:40Die Trauergemeinde zieht vorbei und sagt,
48:42guck mal, die hat sicherlich immer mit Gurkenmaske geschlafen
48:45und das auch stets vor zwölf.
48:47Nein!
48:49Herrgott, noch mal!
48:51Lasst doch mal damit aufhören, uns die ganze Zeit zu vergleichen
48:55und in die Tonne zu kloppen.
48:56Wenn wir endlich mal in dem Gefühl leben würden,
48:59ich bin okay, ja, ich bin super.
49:02Herrgott, wir würden so viel auf die Kette kriegen.
49:04Wer reicht, der fluppt.
49:06Ja, wir müssten nicht dauernd angeben und uns zuschminken
49:09und ich weiß nicht was, wir würden zusammensitzen.
49:12Wir hätten richtig Spaß.
49:13Wir sehen ja alle gleich scheiße aus.
49:15Also, Freunde, auf die Mütze!
49:24Weil es Spaß macht, ob als das Leben ist.
49:27Weil das Leben schöner ist, wenn man es zwischendurch genießt.
49:31Weil man besser aussieht, wenn man weich ist.
49:34Wenn man liebt und damit innerlich so reich ist.
49:37Weil kein Aktienverwalter jemals Händchen hält.
49:40Wenn der Hochglanz vorbei ist.
49:43Die Tage gezählt.
49:46Ja, wie soll's denn mal zu Ende gehen?
49:48Nicht, dass ihr Mann später mal seinem Freund sagt,
49:51du, ich glaub, meine Frau ist tot.
49:52Und dann sagt der Freund, ja, wie komm's denn darauf?
49:54Und dann sagt ihr Mann, ja, pff, im Bett ist alles so wie immer.
49:57Aber die Küche sieht aus.
50:07Vor kurzem war ich mit meiner Freundin Birgit Kaffee trinken.
50:09Da zeig ich die so unter den Tisch.
50:11Sagt sie, guck mal, sag ich Beine?
50:15Nee, sagt sie, tiefer.
50:19Sag ich Füße?
50:21Nein, sagt sie, dazwischen.
50:23Sagt sie, ich hab Wöchel.
50:25Sag ich, was sind denn Wöchel?
50:27Na, sagt sie, ja, wenn Wade und Knöchel quasi eins werden.
50:34Na, sagt sie, meinst du, das kann man sich wegmachen lassen?
50:46Sag ich, Birgit, tu mal mit deinen Schönheitseingriffen.
50:49Sag ich, hast du vergessen, was beim letzten Mal passiert ist?
50:52Als du deine Lippen hast ausspritzen lassen?
50:54Zwei Wochen konntest du nicht richtig laufen.
50:56Zwei Wochen!
50:59Der Bekannte von mir war auch beim plastischen Chirurgen.
51:02Die hatte nämlich zwei Kinder auf die Welt gebracht und hat gesagt,
51:05Herr Doktor, gucken Sie mal hier am Bauch, das hängt hier so.
51:07Das ist nicht mehr so schön wie früher.
51:08Können Sie da was machen?
51:10Da sagt er auch, dann machen wir hier ein Schnittchen und da ein Schnittchen.
51:14Ist das alles wieder tip-top.
51:15Sag sie, sehr toll.
51:17Und hier, schauen Sie mal, am Kinn, das ganze überschüssige Material.
51:22Könnte man da vielleicht, ach, sagt der knäge Frau, dann machen wir hier ein Schnittchen und da ein Schnittchen.
51:27Zapp, alles wieder tip-top.
51:29Sagt sie, mein Gott, wie toll.
51:30Sagt sie, ich hätte da noch ein Anliegen.
51:35Aber da geht es um meinen Mann.
51:38Dann sagt er, wie kann ich helfen?
51:40Na ja, sagt sie, ach Gott, das ist aber ein bisschen, da schieniere ich mich.
51:44Dann sagt sie, wissen Sie, der ist untenrum sehr, sehr groß.
51:50Orale Vergnügungen sind da quasi gar nicht möglich.
51:54Sagt der knäge Frau, dann machen wir hier ein Schnittchen und da ein Schnittchen.
52:09Ich habe mir ja sagen lassen, dass jüngere Menschen ja sehr aufgeschlossen sind, wenn es um das Thema kosmetische Veränderungen
52:16geht.
52:17Die gehen teilweise mit so einem Bild, was sie mit so einem Filter gemacht haben, dann zum Schönheitschirurgen und sagen,
52:22hier könnten Sie mich so operieren, dass ich dann so aussehe.
52:25Ich meine, gut, nur will ich mich ja neuen Trends nicht entgegenstellen.
52:29Warum nicht? Öfters mal was Neues.
52:31Habt ihr vielleicht für mich auch mal so ein Filterbild?
52:38Also ich finde, man muss es ja nicht gleich übertreiben, oder?
52:41Kennt ihr nicht diese Geschichte von dieser Frau, die im Krankenhaus liegt, auf dem OP-Tisch und soll gleich operiert
52:47werden und die Frau hat natürlich unglaubliche Angst vor diesem Eingriff, nicht?
52:50Und im Moment ihrer größten Angst erscheint ihr der liebe Gott und sagt, hab keine Angst, das wird alles gut
52:59gehen.
53:00Ich verspreche dir, du hast hinterher noch 38 schöne Jahre zu leben.
53:04Dann ist sie natürlich beruhigt. Ich meine, wenn man Besuch vom Chef persönlich kriegt, nicht?
53:08So, jetzt lehnt sie sich zurück, wartet auf den Narkosearzt und fängt an nachzudenken, nicht?
53:14Und denkt sich, puh, 38 Jahre ist natürlich schon noch ganz schön lang, nicht?
53:19Das wird sich ja direkt rentieren, dass man noch ein bisschen was aus sich macht.
53:24Jetzt kommt dieser Narkosearzt rein, da sagt sie, ähm, sagen Sie mal, Herr Doktor, haben Sie hier auch so einen
53:28plastischen Chirurgen in der Klinik?
53:30Sagt er, ja. Sagt sie, schicken Sie den mal rein, bitte. Der kommt rein, sagt, was kann ich für Sie
53:34tun? Sagt sie, alles.
53:37Sagt er, geben Sie Gas, keine Hemmungen. So, jetzt wird die operiert, nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern auch quasi
53:44rundum erneuert.
53:46Und es klappt auch alles, alles wunderbar, wie versprochen. Und nach zwei Wochen kommt dieser Verband ab und sie sieht
53:52aus, bildschön, wie noch nie in ihrem ganzen Leben, nicht?
53:56Und jetzt kommt die aus der Klinik raus und wird draußen vom Bus überfahren.
54:04Jetzt kommt die im Himmel an, stocksauer, geht durch bis zum Chef und sagt zu dem, sag mal, hast du
54:13sie nicht alle?
54:14Du hast mir versprochen, ich hätte noch 38 schöne Jahre.
54:19Warum hast du mich nicht gerettet, als mich vor fünf Minuten der Bus überfahren hat?
54:23Da guckt der so und sagt, ganz ehrlich, ich hab dich nicht erkannt.
54:35Ähm, ähm, was haben Schutzengel und Frauen gemeinsam? Hm? Hm? Hab ich gefragt.
54:45Ich sag's euch. Man ahnt, dass es sie geht, aber man sieht sie nicht.
54:59Ich sag das deshalb, weil die Sichtbarkeit von Frauen in der Gesellschaft in der letzten Zeit abgenommen hat.
55:08Zum Beispiel will so jemand wie Friedrich Merz die Frauen vor ihrem eigenen Scheitern schützen.
55:16Hallo? Ich meine, das sagt ja wohl der Richtige.
55:22Sein Schutzengel lässt ihn ja wohl in nahezu jedem Fettnapf treten, der sich irgendwo auftut.
55:31Und dieser Donald Trump, der will sogar das Wort Frauen nicht mehr so gerne hören.
55:39Ja, er hat's aus Webseiten und Dokumenten hat er's streicheln lassen.
55:44Und das ist schlimm, ihr Erdenmenschlein.
55:48Weil das schwappt doch über.
55:49Ja, ich sehe schon in absehbarer Zeit, dass ein verliebter Mann vor seiner Geliebten auf die Knie geht und sie
55:58fragt,
55:59Geliebte, willst du mein F-Wort werden?
56:04Ja, und dann kommt der Pfarrer und sagt, hör, ich signe euch, hiermit mach ich euch zu Mann und XX
56:11-Chromosomen.
56:12Und das alles nur, weil dieser Trump ja wohl offensichtlich seine Haare mit Eigenurin färbt.
56:25Mittelstrahl.
56:27Und ja, weil da entstehen ja Dämpfe.
56:31Und diese Dämpfe sind es vermutlich auch, die ihn nun zum zweiten Mal aus dem Pariser Abkommen fürs Klima haben
56:40austreten lassen.
56:41Und dabei, dabei hatten wir uns doch alle so sehr gewünscht, dass seine Eltern ein Pariser Abkommen gehabt hätten.
56:52Ich meine, es wär uns doch einige sehr sparen geblieben.
57:01Ja, Trumps Mutter hätte zu Trumps Vater sagen sollen, your penis is my choice, I want it covered.
57:10Not cover it up, I don't wanna see it covered up, hide it, Epstein, Epstein, alles muss versteckt sein.
57:27Ja, das macht mich schon, das macht, ich nehme noch einen kleinen Sehnschmeichler zu mir, weil mich das schon, weil
57:36mich das schon so ein bisschen verstört.
57:38Wenn ich darüber nachdenke, was mit den Frauen passiert.
57:49Und ich muss nicht fröhlich sein Lohn zu trinken.
57:55Und wenn man dann mal eine Frau sieht, wenn man dann einmal eine Frau sieht in den Medien, dann ist
58:04das so jemand wie Alice Weidel und die Alte, die kann doch noch nicht einmal BGB rückwärtsbuchstabieren, ohne an ihren
58:14eigenen Brüchen zu ersticken.
58:16Und Thomas, Thomas wird dann gewählt.
58:20Und sogar die jungen Menschen wählen die dann und weiß nicht, warum, warum, warum wählen die die?
58:28Warum wählen die die?
58:31Und ihr Schutzengel hat mich gefragt, wie gendert man Hurensohn?
58:37Und ich hatte keine Antwort.
58:41Ich weiß es nicht.
58:44Ich weiß es doch auch nicht.
58:48Warum schaut ihr mich denn so an?
58:54Ich hab doch nur versucht, meine Sorgen in Alkohol zu ertränken.
59:00Aber die Sorgen können schwimmen.
59:05Aber wie heißt es bei uns in der Schutzengelbranche?
59:11Oder heißt es hinfallen, wieder aufstehen, heiligen Schein richten und weiter kämpfen?
59:21Luja!
59:23Leute!
59:28Das ist nicht aja!
59:29Leo!
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