00:00Dico, war es ein perfekter Fußballabend?
00:04Ja, für das, was wir heute bis zur Hälfte der beiden Spiele erledigen
00:08konnten, war es, glaube ich, perfekt.
00:10Perfekt wäre es gewesen, wenn wir heute schon mit dem Ergebnis
00:14weiter gewesen wären.
00:15Aber wir wissen, dass noch ein hartes Stück Arbeit auf uns wartet,
00:18dass es ein Hexenkessel geben wird im Auswärtsspiel.
00:21Nichtsdestotrotz können wir, glaube ich, mit dem heutigen Spiel
00:22mehr als zufrieden sein.
00:24Aber ich glaube, es war schon relativ nah dran an der Perfektion.
00:27Vor allen Dingen auch, weil wir so ein bisschen das Gefühl hatten,
00:30dass vor allen Dingen die Balance auch sehr gut gestimmt hat.
00:33Also zwischen Defensive, Offensive.
00:35Der Funke vom Publikum ist sofort übergesprungen.
00:38Und dann ist das dann so ein Automatismus,
00:41dass man sich so ein bisschen in den Rausch gespielt hat.
00:42Hatten Sie auch das Gefühl?
00:43Ja, absolut.
00:44Also ich glaube, diese Balance, die lässt sich in erster Linie damit
00:48erklären, dass wir immer eine Kontrolle über das Spiel haben wollen.
00:51Dass wir auch mit Ballbesitz einfach die ganzen 90 Minuten über eine
00:56Sicherheit haben wollen, dass wir nicht in Umschaltmomente kommen,
00:59dass wir in der Kontersicherung gut stehen.
01:01Und da haben wir wirklich unglaubliche Fortschritte in den letzten
01:05Wochen gemacht.
01:06Und dementsprechend haben wir diese Balance gefunden,
01:09haben immer mehr Selbstvertrauen mit Ball.
01:12Und deswegen sind wir sehr zufrieden, dass wir so eine Leistung heute mit
01:16Kontrolle und mit schönen Offensivszenen hinlegen konnten.
01:18Und mit Traumtoren waren eigentlich direkt zwei Bewerbungen für das
01:22Tor des Monats dabei, oder?
01:23Ja, sehr schön.
01:25Freut uns natürlich gerade auch immer in den Einzelfällen für die Jungs.
01:29Sehr schön getroffen, zweimal die Bälle.
01:32Ich glaube, wäre noch das ein oder andere Tor mehr möglich gewesen.
01:35Aber ja, wir sind froh, heute mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in das Spiel dann
01:42in der nächsten Woche gehen zu können.
01:43Wir haben gerade auch noch mal das 1 zu 0 von Sarno gesehen.
01:46Das 2 zu 0 dann von Stefan Posch nach Ecke von Paul Nebel.
01:51Sah so aus, als hätten die beiden das schon mal ein, zwei Mal im Training so
01:55gemacht.
01:57Ja, Variante, schön geklappt.
01:59Ich glaube, eine Viertelstunde später hatten wir fast noch mal die identische
02:01Situation mit Silvan Wittmer, der den Ball nicht ganz trifft.
02:05Standardsituationen sind immer wichtig.
02:07Gerade in so Spielen, wo du weißt, hier kommt es in 180 Minuten,
02:11dann vielleicht auf eine Kleinigkeit an.
02:13Und wenn uns da am Ende dann ein Standardtreffer das Tor zum Halbfinale
02:18öffnet, dann nehmen wir das auch gerne.
02:21War das jetzt mehr als die halbe Miete mit Blick auf das Rückspiel?
02:25Vor allen Dingen, weil halt auch die Art und Weise sehr, sehr überzeugend war.
02:31Also halbe Miete, das mag ich nicht so gerne, den Begriff, weil das hört sich
02:34schon so ein bisschen nach zurücklehnen an und nach was etwas erreicht an.
02:38Also wir wissen ganz klar, dass wir da nach Frankreich fahren in sieben Tagen und da
02:44wird das Stadion brennen.
02:45Und Straßburg wird von Minute eins an versuchen, uns diesen Zwei-Tore-Vorsprung wegzunehmen.
02:51Und wenn wir da ein Prozent weniger reinhauen als heute, dann wird es schwierig.
02:54Ich glaube, wir haben insgesamt vorgelegt.
02:57Aber ja, wir müssen uns komplett auf diese 90 Minuten nochmal fokussieren.
03:01Straßburg ist in der Liga-Phase sozusagen da durchgefegt.
03:05Also auf Platz eins nach der Liga-Phase.
03:07Inwiefern waren Sie auch überrascht, dass Sie ja so doch schwach, muss man sagen,
03:12im Vergleich zur Liga-Phase waren?
03:14Ja, uns war klar, wir können das Spiel heute über das Kollektiv gewinnen.
03:19Dass Straßburg unglaubliche Einzelspieler hat, wenn sie mal in Fahrt kommen, wenn man sie lässt.
03:24Das war uns bewusst.
03:25Also das ist eine unglaubliche Marktwerte, unglaubliches Talent, unglaubliche Spieler,
03:30die sie da auf dem Platz haben.
03:32Und wir haben, glaube ich, über das Kollektiv heute einen sehr, sehr guten Job gemacht.
03:36Einzelne Spieler können da natürlich auch aus dem Kollektiv rausragen.
03:39Aber ja, wir haben unsere Hausaufgaben heute gemacht und für Straßburg da im Schach gehalten.
03:43Dann sagen wir vielen Dank, Nico Bungert.
03:45Und einer, der die Hausaufgaben auch gemacht hat, ist Danny Da Costa.
03:49Herzlichen Glückwunsch.
03:51Danny, Sie kommen gerade aus der Kurve.
03:54Sie haben ja auch schon viel erlebt auf europäischer Bühne.
03:57War das auch vielleicht gerade auch in der ersten Halbzeit mit die beste Saisonleistung?
04:04Weiß ich jetzt nicht.
04:05Ich glaube, wir haben dieses Jahr schon viele gute Halbzeiten gespielt, generell viele gute Spiele gemacht.
04:09Es war auf jeden Fall ein sehr gutes Spiel von uns.
04:12Aber so wie es eben ist, man hat noch ein Rückspiel und da müssen wir das Ganze nochmal bestätigen.
04:17Was war verhältnismäßig wenig Gegenwehr von Straßburg?
04:19Hätten Sie auch mit mehr gerechnet, vor allen Dingen, weil Sie so eine starke Liga-Phase hatten?
04:25Auf dem Platz hat es nicht nach wenig Gegenwehr angefühlt, muss ich ehrlicherweise sagen.
04:29Aber es war schon so, dass es viele Phasen gab, in denen sie lange am Ball waren.
04:32Ich glaube, was wir gut geschafft haben, ist die Räume so zu verdichten, dass sie nicht wirklich Lösungen gefunden haben.
04:37Und ich glaube, so ist dann dieser Eindruck entstanden, dass wenig Gegenwehr wäre.
04:40Aber es ist schon verrückt auch, was mit dem FSV Mainz in den vergangenen Wochen und Monaten passiert ist.
04:45Oder als Urs Fischer übernommen hat auf dem letzten Tabellenplatz.
04:48Jetzt seid ihr auf Tabellenplatz 9 in der Fußball-Bundesliga näher an Europa dran als am Abstiegskampf.
04:55Ja, natürlich ist das verrückt.
04:56Aber ich glaube, was man uns lassen muss, wir haben die ganze Zeit an die Qualitäten in der Mannschaft gebraucht
05:01und geglaubt.
05:03Und vielleicht waren es einfach zwei, drei Dinge, die angepasst werden mussten, eine andere Ansprache.
05:07Ich weiß es letzten Endes nicht.
05:09Aber ich glaube, in den letzten Wochen ist es einfach ganz gut gelungen, diese Qualität, die im Team schlummert, diese
05:14Geschlossenheit auf den Platz zu bringen.
05:16Und das spiegelt sich einfach in den Ergebnissen wieder.
05:18Aber auch wenn wir vielleicht näher dran sind an den europäischen Plätzen, ist bei uns im Kopf noch ganz klar
05:23der Blick nach unten gerichtet.
05:25Das geht so schnell.
05:25Wir sind jetzt schnell nach oben gekommen.
05:27Wir wissen, wie schnell es auch in die andere Richtung gehen kann.
05:29Deswegen, wir haben dann noch ein paar Schritte zu gehen, damit wir dann auch wirklich sicher in der Liga bleiben.
05:34So, und jetzt geht es gegen die Freiburger.
05:36Da bringt natürlich so ein Flow einiges mit, oder nicht?
05:39Ja, definitiv.
05:40Also ich glaube, wir haben es uns verdient, dass wir mit Selbstvertrauen in das Spiel gehen.
05:43Ich glaube, in der Vergangenheit haben wir uns immer relativ schwer getan gegen Freiburgs immer eklige Spiele gewesen.
05:49Aber wie wir schon gesagt haben, wir haben einen guten Lauf, wir haben eine gute Mannschaft, sehr viel Selbstvertrauen.
05:53Und ich glaube, deswegen werden wir auch am Sonntag in der Lage sein, ein gutes Spiel zu machen gegen Freiburg.
05:58Besten Dank. Danny?
06:00Ganz schnell, Paul Nebel, Fragen.
06:03Paul, Traumtore und ein Traumabend, kann man es so zusammenfassen?
06:07Ja, ich glaube, ein guter Abend.
06:09Aber trotzdem ist noch nichts geschafft.
06:11Ja, ich glaube, man sieht, die Straßburger, die haben enorme Qualität.
06:16Und da müssen wir uns schon genauso gut vorbereiten auf das nächste Spiel, um dann auch weiterzukommen.
06:21Ihre Ecke auf Stefan Posch.
06:23Das war einstudiert.
06:25Und müssen wir den Stefan Posch jetzt demnächst dann auch vielleicht öfter mal im Sturm aufstellen?
06:29Ja, genau.
06:29Wir haben es unter der Woche trainiert und angesprochen.
06:33Man muss sagen, wir haben diese Variante gegen Hoffenheim gegen uns bekommen und fast ein Tor gekriegt.
06:39Und ja, schön, dass es heute geklappt hat.
06:41Aber diese Wucht hier heute Abend mit den Fans dann auch, sage ich mal, es war ja fast wie ein
06:46Schweizer Uhrwerk, was da heute Abend von Ihnen abgeliefert worden ist.
06:50Was ist da noch drin?
06:51Der Trainer hat ja gesagt, ich möchte auch, dass meine Spieler von was Großem träumen.
06:56Ja, das machen wir natürlich, wenn wir jetzt da, wo wir jetzt stehen.
06:59Ich glaube, da wäre es schlecht, wenn man nicht von etwas Großem träumt.
07:03Aber trotzdem müssen wir die Arbeit auf den Platz bringen, damit wir dann auch dahin kommen, was wir uns vorstellen.
07:10Besten Dank.
07:11Paul Nebel, alles Gute.
Kommentare