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00:05Adrenaline, the first association of situations in which the pulse is the limit, it is also
00:11dangerous. Adrenaline, I would like to have it every day, because I think there is nothing better.
00:21Adrenaline-Junkies get not enough of it and search their limits.
00:27Adrenaline kann uns in unterschiedliche emotionale Zustände versetzen. Also von hoch euphorisch in super ängstlich.
00:38Ich muss sagen, ich mag auch das Gefühl, diese Nervosität, diese Aufregung, ich mag das. Ich finde, dass es mich
00:44so ein bisschen pusht.
00:46Und doch, Adrenalin ist viel mehr als das. Adrenalin ist ein Überlebenshormon, lässt uns im Notfall klar denken.
00:53Ungeahnte Kräfte mobilisieren und kann als Medikament sogar Leben retten.
00:59Das ist überlebensnotwendig, sonst wird es die Menschheit wahrscheinlich gar nicht geben ohne das Adrenalin.
01:16Wenn wir über Adrenalin reden, dann sollte uns eines bewusst sein, es ist großartig.
01:24Adrenalin ist eine Substanz, die uns ermöglicht, in vielen Situationen richtig zu reagieren.
01:29Hätten wir das nicht, würden wir manche Situationen möglicherweise gar nicht überleben und hätten wir auch urgeschichtlich überhaupt nicht überlebt.
01:39Mein Name ist Dr. Claudia Tramüller. Ich bin Psychologin und arbeite als Wissenschaftlerin am Institut für Psychologie an der Universität
01:47Graz.
01:48Mein Schwerpunkt wissenschaftlich ist seit Ewigkeiten alles, was sich um Stress, Stressdiagnostik, Ressourcenmanagement dreht.
01:57Und in dem Fall kommt man um die Stresshormone natürlich nicht herum.
02:01Und wenn wir von Stresshormonen reden, zieht es den meisten Leuten gleich alles zusammen und die sagen so, oh Gott,
02:07Stresshormone, alles schlimm.
02:09Damit, glaube ich, sollte man mal Schluss machen und auch sagen, Stresshormone sind definitiv unsere Freunde.
02:18Ohne Stresshormone würden wir so ein Leben gar nicht leben können. Schwierig wird es dann, wenn es ein zu viel
02:24und ein zu lange gibt.
02:25Aber grundsätzlich sind Stresshormone ein ganz, ganz wichtiger Überlebensfaktor für uns alle.
02:36Ich war damals mit zwölf Jahren der Jüngste, der weltweit mit dem Motorrad einen Rekordseiter, also einen Backflip gesprungen hat.
02:42Das war schon so ein, sag ich mal, ein Meilenstein damals für mich. Das war eigentlich so auch der Start
02:48meiner Karriere.
02:49Mittlerweile habe ich einige Rekorde aufgestellt. 2018 bin ich jüngster Europameister geworden.
02:55Dann 2019 habe ich es geschafft, die Weltmeisterschaft zum ersten Mal zu gewinnen und damit war ich auch erster Deutscher
03:02und jüngster Weltmeister.
03:04Unter anderem habe ich dann noch die X Games gewonnen, habe dort zum ersten Mal Gold geholt.
03:09Ja, das waren so die größten Erfolge in meiner Karriere bis jetzt und ich hoffe, das war noch nicht alles.
03:15Die Rampe ist drei Meter und fünf hoch und dadurch ist es halt möglich, dann diese doppelte Rotation zu machen.
03:22Ich war damals in der Schule nicht gut in Physik, aber so mit dem Motorrad fahren geht's.
03:31Mein Name ist Luke Ackermann, ich bin 26 Jahre alt und bin Freestyle-Motocross-Profi.
03:36Und heute steht einer der wichtigsten Tage des Jahres bevor.
03:40Ich will meinen Titel bei der Night of the Jumps verteidigen und werde einiges an Adrenalin heute ausschütten.
03:48Freestyle-Motocross ist eine Sportart, bei der man sehr viel Ehrgeiz benötigt und auf der anderen Seite aber einem auch
03:56sehr viele Glücksgefühle wieder zurückgibt.
03:59Das ist eine lebensgefährliche Situation. Da kann so viel passieren und damit ist diese Person natürlich auch mega unter Spannung.
04:12Adrenalin ist eigentlich fast immer vorhanden. Ich bin ziemlich froh darüber, dass es immer an meiner Seite steht.
04:22Das ist die Perspektive der Fahrer. Das heißt, er feuert hier ran und wenn er mit dem Vorderrad auf der
04:29Rampe ist, es ist Feierabend, dann ist der Vorgang am Lauf.
04:34Erfahrung ist super wichtig und wenn der jetzt merkt, ich schaffe das nicht, ich kriege mein Motorrad dann nicht mehr
04:40drunter, muss er in der Situation die richtige Entscheidung treffen, die ihm sein Überleben sichert in dem Fall.
04:48Also diese Arenen sind sehr anspruchsvoll, weil man halt auch, ja man hat null Toleranz im Training. Das heißt, wenn
04:55in der Anfahrt irgendwas nicht stimmt, kann man maximal noch irgendwie abbrechen und versuchen Grenzen von der Rampe, aber in
05:02so einem Lauf ist man da absolut nicht drauf vorbereitet und das heißt, es muss alles stimmen.
05:12Also es sieht immer so einfach aus, was wir da machen, aber es sind wirklich hunderte bis tausende Sprünge, die
05:19wir da dafür trainieren, um das so einfach aussehen zu lassen.
05:23Es ist nicht nur im Kreisfahren und ein paar Tricks machen, sondern es ist wirklich extrem, was man in diesen
05:28Sekunden da leisten muss.
05:32Dann geht's auch schon los.
05:36Und hier rüber zur zweiten Rampe, auch wieder 8 Meter Radius, 21 Meter Radius.
05:45Jetzt machen wir nochmal an den Becken.
05:51Das Adrenalin macht einen dann noch eher nervöser und ist dann als Anfänger sehr, sehr schwierig, da erstmal ruhig zu
05:59bleiben und das Adrenalin vor allen Dingen zu kontrollieren.
06:01Mittlerweile habe ich das viel besser unter Kontrolle. Man muss da seinen Weg finden.
06:06Wenn man das gelernt hat, ist es ein sehr, sehr gutes Tool, um wirklich noch viel besser fahren zu können
06:12oder seinen Sport ausüben zu können.
06:23Adrenalin ist ein Stresshormon und gehört zur Gruppe der sogenannten Katecholamine.
06:29Dazu zählen außerdem die Botenstoffe Noradrenalin und Dopamin.
06:36Alles Hormone, die ihre Wirkung an Rezeptoren des Herz-Kreislauf-Systems entfalten.
06:43Adrenalin versetzt uns in Alarmbereitschaft.
06:47Der Organismus bekommt kurzfristig so etwas wie Superkräfte und kann besser auf Stresssituationen reagieren.
06:56Dieser Mechanismus stammt aus Urzeiten und diente ursprünglich dazu, sich in gefährlichen Situationen blitzschnell entweder für Kampf oder Flucht entscheiden
07:04zu können.
07:15Auch einige Lebensmittel regen die Produktion des Hormons an.
07:20Bestimmte Teesorten, zum Beispiel grüner Tee.
07:23Und generell koffeinhaltige Getränke wie zum Beispiel Mate, Kaffee oder Energydrinks.
07:29Befinden wir uns schon in einer stressigen Situation, kann der Konsum das Stressgefühl sogar noch verstärken.
07:36Obergefreiter Ruggler, Meldings zu meinem Fünfer.
07:38Begleit der Fallen.
07:38Oder rechts, Meldingskanal.
07:45Also ich merke schon so ein bisschen die Adrenalin, wie es kickt, wenn ich dann oben schwinge.
07:51Oh ja.
07:53Mein Name ist Serin, ich bin 23 Jahre alt, seit einem Jahr bei der Bundeswehr.
07:57Ich bin Fallschirmpackerin und Fallschirmspringerin.
08:01Am Fallschspringen gefällt mir am meisten, dass man sich überwinden muss und einfach nur das Gefühl vom Rausspringen.
08:18Das wäre jetzt die Phase, Landefall vorwärts rückwärts.
08:21Hier geht die Technik, dass die Drehung aus der Hüfte ist.
08:24Das wäre ein ganz sauberer Landefall.
08:25Und wenn es den so auf den Boden draußen bekommt, wird es sich auch nicht verletzen.
08:29Unbekannt?
08:36Ich glaube, das kickt auch so ein bisschen den Überlebenssinn, aber ich glaube, das ist gut, dass man das so
08:41spürt.
08:41Und ich glaube, jeder spürt das auch, ob es jetzt erster Sprung ist, ob es wirklich Sprung ist oder ob
08:45es hier Pendel ist.
08:46Die Nervosität ist immer da.
08:48Der war kacke.
08:50Das ist eine Stresssituation, aber dennoch schaffen es halt viele draußen diesen Stress, das Adrenalin nicht in den Griff zu
08:55bekommen.
08:56Und dann ist die größte Gefahr natürlich, mit geöffneten Beinen zu landen.
08:59Das heißt, die Belastung ist aber auf einem Sprunggelenk.
09:01Und wir haben eine Quote von ungefähr drei Prozent.
09:04Das heißt, so traurig wie es ist, von diesen 75 werden sie wahrscheinlich ein oder zwei auch ordentlich verletzen und
09:09vielleicht auch die Beine brechen.
09:13Ich denke, dass unterschiedliche Menschen unterschiedliche Bedürfnisse haben.
09:17Und ich denke schon, dass manche Menschen diesen Adrenalin-Kick halt einfach brauchen, dass sie dieses Gefühl brauchen.
09:24Und es gibt halt Menschen, die eher 9-to-5-Job machen wollen, deren Ruhe haben wollen, einfach Familie, Haus
09:29und gut ist.
09:30Das finde ich aber auch schön, dass es halt diese Mischung gibt.
09:34Ich bin gespannt, wie es abläuft.
09:37Ja, ich denke.
09:40Das ist alles eng. Passt, ja.
09:42Wenn man Faschenjäger werden will, muss man eine vierwöchige Ausbildung oder einen Lehrgang hinter sich bringen.
09:48Nicht viel, für das man eigentlich aus dem Flugzeug springt.
09:51Aber da man wirklich täglich das ein und selbe macht und wiederholt und einfach verinnerlicht,
09:56merkt man schon, dass nach vier Wochen genug ist.
09:59So, kommen wir noch eine Einweisung zur nächsten Turmstunde.
10:01Euer Ziel heute, natürlich die Fehler abzustellen.
10:05Versucht kräftig in die Abschwungposition zu gelangen.
10:09Springer ab!
10:1010.000, 2.000, 3.000, 4.000!
10:13Also dieser Drill natürlich, sei es gesungen, sei es geschrien, lässt ja nicht viel Spielraum.
10:19Ich kann da nicht überlegen, mache ich es erst dieses oder jenes oder mache ich es umgekehrt.
10:23Super, da rennt euer Leben!
10:25Sondern, das ist ganz klar, das sind die Schritte, die zu tun sind in der Chronologie.
10:31Und da kann ich nicht das eine gegen das andere ersetzen, sonst bin ich tot.
10:34Ich glaube, der einzige Moment während der Ausbildung, wo ich wirklich nervös war, war beim Turm.
10:40Ich glaube, der Turm simuliert einfach am meisten den Sprung aus dem Flieger.
10:50Das macht einen schon so ein bisschen aufgeregt.
10:53Man kann von hier auch sehen, wie die jetzt springen.
10:57Das addiert sich alle ein bisschen.
11:01Sinnes-Eindrücke sagen dem Körper Gefahr.
11:05Und dann geht es los.
11:07Adrenalin wird im Nebennierenmark gebildet.
11:11Wie kleine Hüte liegen die Nebennieren auf den beiden Nieren.
11:15Kleine Drüsen, die lebensnotwendig sind.
11:19Hier entstehen neben Adrenalin noch weitere Hormone wie Dopamin und Cortisol.
11:25Adrenalin gelangt bei jeder Art von akutem Stress, sei es psychisch oder physisch, ins Blut.
11:31Es gibt uns genau so viel Energie für Reaktionen, wie wir in diesen Situationen brauchen.
11:38Springen wir mal 24.
11:40Eins, zwei, drei, vier, fünf.
11:44Pumptung.
11:46Ich glaube, hier passieren auch die meisten Verletzungen während dem Lehrgang.
11:50Eins, fünf, hoch.
11:54Wir haben eine linke Tür.
11:58Wir haben eine linke Tür.
12:01Adrenalin wird immer dann ausgeschüttet, wenn ich das Gefühl habe, in Gefahr zu sein.
12:08Jede Person hat eine andere Biografie.
12:11Jede Person ist anders aufgewachsen, hat andere Erfahrungen gemacht.
12:15Und die sind im Gehirn gespeichert.
12:17Die kannst du nicht löschen.
12:18Und deswegen ist es auch erklärt, warum manche Personen eine Situation sehr stressig empfinden,
12:24weswegen andere Personen vielleicht nicht.
12:27Ob ich in einer Situation Adrenalin brauche oder nicht, hängt ganz stark von der Bewertung der Situation ab.
12:35Man ist quasi in so einem engen Raum, man hat seinen Absitzer vor sich und man springt jetzt raus.
12:40Springer Nummer 25.
12:42Ins nichts.
12:44Und deswegen, glaube ich, ist man so aufgeregt.
12:46Go.
12:471, 2, 3, 4, 5.
12:528.000, 7.000, 3.000, 4.000.
12:55Üben auf durch die Kappe.
12:57Denenzhaltung.
12:581, 2, 3.
13:00Adrenalin bleibt nicht lange im Körper.
13:03In dem Moment, wo eine Situation kommt, wird das ausgeschüttet, unglaublich schnell.
13:07Und genauso schnell wird das wieder abgebaut und wird über den Urin ausgeschieden.
13:12Und wie schnell es abfällt, hängt davon ab, kann ich mich dann von dem Stressreiz distanzieren oder nicht.
13:28Ich springe ja Nummer 25, meine ich zum Korrektor.
13:30Nummer 25, Sprung war sehr gut.
13:32Könnt es einen Tick kräftiger wegspringen.
13:34Ziegenreserve wird auch gepasst.
13:35Jawohl, danke schön.
13:39Ich muss sagen, es war schon leichter oder besser, als ich es mir vorgestellt habe.
13:46Das ist so eine Mischung aus vielen, vielen Gefühlen.
13:49Aber ich freue mich.
13:51Die Produktion von Adrenalin ist so wichtig und auch ein schönes Gefühl.
13:57Ich stehe vor einem Vortrag, ich stehe vor einer körperlichen Aktivität, ich stehe vor einer Hochzeit vielleicht.
14:03Das ist ja auch eine Extremsituation.
14:07Das fühlt sich gut an.
14:09Das fühlt sich vital an.
14:11Das fühlt sich lebendig an.
14:12Ich finde das unglaublich faszinierend, dass der Körper das schafft, uns einfach da so ein gutes Gefühl zu geben,
14:20um dann auch positive Dinge wie auch schwierige Dinge besser zu schaffen.
14:29Oh, cool.
14:32Also die Fahrer sind sehr entspannt aus dem Gegensatz zu uns.
14:35Wir waren, glaube ich, aufgeregter als die, als wir zu her kamen.
14:38Oh, cool.
14:39Ja, der ist mega aufgeregt.
14:41Auf einer Skala von 10.
14:43Ja, so eine 19.
14:4412.
14:45Ja, schon.
14:46Wenn ich mein Idol treffe, dann lässt mich das nicht kalt.
14:49Dann bin ich ultimativ aufgeregt.
14:52Und dann stehe ich voll am Gas innerlich und alle Stresshormone kommen da auch wieder,
14:58aber auch aus einem ganz anderen Grund.
15:00Ich bewerte die Situation als Ausnahmesituation.
15:03Und schon kommt der Sympathikus und sagt, alles klar, du brauchst mehr Energie.
15:08Und dann fängt schon an wieder mit Adrenalin und mit den ganzen Folgereaktionen.
15:15Wir kommen so gut wie jeden Tag in Situationen, in denen uns Adrenalin beeinflusst.
15:20Zum Beispiel im Straßenverkehr, in Prüfungssituationen.
15:24Manchmal suchen wir die Situationen sogar in unserer Freizeit.
15:29Auch körperliche Belastung erfordert Adrenalin.
15:32Zum Beispiel Sport.
15:34Seelische Ausnahmesituationen wie Liebeskummer können zur Adrenalinproduktion führen.
15:38Und auch wenn wir uns verletzen, kommt Adrenalin ins Spiel.
15:47Mit neun habe ich mir die Schneidezähne mit dem BMX rausgehauen.
15:52Dann habe ich mit dem Motorrad das erste Mal Schlüsselbein gebrochen.
15:55Das folgende Jahr habe ich mir das andere Schlüsselbein gebrochen.
15:58Danach habe ich mir das Schulterblatt gebrochen.
16:01Dann habe ich einen Kreuzbandriss rechts und links gehabt.
16:04Ich habe mir das Wadenbein gebrochen, den Zeh gebrochen, den Oberschenkel gebrochen.
16:10Sich den Oberschenkel zu brechen, den kann ich wirklich keinem empfehlen.
16:13Das sind wirklich abartige Schmerzen.
16:21Da habe ich mit einem großen Motorrad Double Backflips probiert.
16:23Und ich bin einfach nach eineinhalb Rotation kopfüber im Schaumgummi gelandet.
16:28Und das war natürlich die absolute Qual.
16:30Man denkt immer, das ist so ungefährlich.
16:33Aber wenn das Motorrad als erstes landet und man dann da draufknallt,
16:38das ist ja genauso hart, wie wenn man aus zehn Metern auf den Boden fällt.
16:42Ich habe dann da im Schaumgummi gelegen und musste mir erst mal klar werden,
16:48wie ich überhaupt da rauskomme.
16:49Das Adrenalin lässt einen ja noch krasser denken, wo man sonst so denkt,
16:56okay, wo finde ich jetzt eine Lösung für das Problem?
16:58Hatte ich in dem Moment gleich eine Lösung parat?
17:01Und das war eigentlich schon Wahnsinn.
17:05Und dann habe ich gesagt, jetzt gibt es nur eine Möglichkeit, hier rauszukommen.
17:08Und das war der Kran.
17:14Mein Oberschenkel stand von hier nach da rüber.
17:17Also sowas habe ich auch noch nicht gesehen.
17:19Und dann habe ich mich an den Kran gehangen und der Kran hat das Bein wieder gerichtet.
17:23Also das waren, ja, Schmerzen.
17:27Gerade in solchen extremen Momenten kann das Adrenalin im Körper was auslösen,
17:33was den Körper förmlich mutieren lässt.
17:36Was der Körper in dem Sinne dann leisten kann mit diesem Adrenalin,
17:40das ist nicht mit Worten zu beschreiben.
17:44Weil die ist respiratorisch so schlecht geworden, gell?
17:47Ja, wir können super vernebeln.
17:54Das wäre doch eine super Idee, ja?
17:55Ja.
17:57Das ist jetzt eine spannende Situation.
17:59Da steigt unsere Adrenalin in dem Fall.
18:01Weil wir letzte Woche halt auch die Situation hatten,
18:04dass wir zwei Stunden lang wirklich um das Leben der Patientin gekämpft haben.
18:07Und da sind jetzt so Tupfer drin in der Lunge,
18:09die die Lungenblutung verhindern.
18:11Und das Ziel ist jetzt, die Tupfer rauszunehmen.
18:14Und unsere Aufgabe wird jetzt auch wieder sein,
18:17dass die Kollegin, die jetzt Bronchoskopiert, die Ruhe hat.
18:21Und wir versuchen natürlich, hier drumherum die Möglichkeiten zu schaffen,
18:24die Situation stressfreier zu bekommen, Adrenalinfreier zu bekommen.
18:30Wo geht der Zugang hin?
18:33Weiß das jemand?
18:37Mein Name ist Michael Zoller.
18:39Ich bin einer der Oberärzte auf der Anästhesiologischen Intensivstation im Klinikum Großhadern.
18:45Und wir arbeiten hier oft mit Adrenalin.
18:51Damit ist das natürlich schon ein lebenswichtiges Medikament.
18:55Und wenn wir Patienten mit dem Kreislaufstillstand, also tote Patienten, die wir wieder reanimieren,
19:03wieder zurückbekommen, dann bekommen die zum Beispiel Adrenalin regelmäßig.
19:07Da ist es lebensnotwendig.
19:14Adrenalin nutzen wir jetzt hier bei der Patientin, weil die ja immer noch blutet in der Lunge.
19:19Dann vernebeln wir jetzt Adrenalin.
19:22Und dann führt es dazu, dass die Gefäße sich in der Lunge, eben die kleinen Blutgefäße sich verengen,
19:28dass es nicht so blutet.
19:30Also ganz entspannt.
19:32Wir gehen jetzt mal zu dem anderen Kollegen.
19:35Da ist ja was faul.
19:36Der Patient hatte einen Autounfall.
19:39Damit ist er bei uns gelandet, weil er einen Polytrauma hatte.
19:42Das heißt, er hatte so viele schwere Verletzungen, dass sie lebensgefährlich sind.
19:47Und kam dann zu uns.
19:49Ja, und die oben, wir haben die OP ja abgebrochen und haben gesagt, er kann nicht operiert werden,
19:53weil er nicht stabil genug ist.
19:56Und das heißt, jetzt müssen wir schon nochmal schauen, warum er sozusagen so kreislaufinsuffizient ist
20:01und jetzt so viel Noradrenalin braucht für die Kreislaufstabilisierung.
20:05Das Noradrenalin ist noch kein wirkliches Adrenalin.
20:08Deswegen ist es ein Noradrenalin.
20:11Und das ist eigentlich das Erste, was im zentralen Nervensystem aktiviert wird.
20:16Also bluten tut er nicht, da sind wir uns sicher.
20:18Ja, dass er sozusagen da eine Sepsis entwickelt und deswegen einen schlechten Blutdruck hat.
20:25Oder er kann auch einen Herzinfarkt am Ende vielleicht auch haben.
20:34Adrenalin, kann man sagen, das lässt alles anspringen.
20:38Noradrenalin ist ein Katecholamin, das vor allem außen im Kreislauf, in der Peripherie, selektiv die Gefäße eng macht.
20:47Also was wir hier jetzt sehen, wir kriegen jetzt auch das Herzzeitvolumen des Patienten.
20:52Hier haben wir einen grünen Punkt. Das heißt, das ist gar nicht so schlecht. Er pumpt also gut.
20:56Wir werden kein Adrenalin brauchen. Aber wo wir schlecht sind, und das sieht man hier, ist in der Peripherie.
21:03Das heißt, das Blut versackt uns gerade in der Peripherie. Also wir brauchen mehr Noradrenalin.
21:09Also das ist wahrscheinlich jetzt kein Herzinfarkt, weil dafür ist die Pumpfunktion zu gut.
21:15Und das wäre vielleicht schon ein Zeichen eben, dass er doch irgendwie eine Sepsis hat.
21:21Routine und Erfahrung helfen uns, Situationen anders zu bewerten, als wenn ich das erste Mal in seiner Situation bin.
21:29Weil wenn ich das erste Mal in so einer Situation bin, weiß ich noch gar nicht, ob ich die schaffen
21:33kann oder nicht.
21:35Klar, in Notfallsituationen, Akutsituationen, Extremsituationen haben wir in Jungen erst mal als Assistenten,
21:41oder wenn wir junge Ärzte sind, erst mal natürlich große Adrenalinschübe, Stresssituationen.
21:47Und dann versuchen wir durch die Erfahrung eben das Adrenalin zu beherrschen.
21:52Wie wenn man jetzt älter wird, dann lässt es natürlich so ein bisschen nach, durch die Erfahrung wird man natürlich
21:57etwas ruhiger.
21:57Das ist ja auch das Ziel. Also ich glaube, dass wir eher so die Jongleure des Adrenalins sind.
22:04Oder wir wollen das Adrenalin eigentlich beherrschen eher. Wir wollen nicht den Kick.
22:08Unser Ziel ist ja immer, dass wenig passiert.
22:11Und wenn wir einen Notfall beherrscht haben, dann ist es nicht am Ende so, dass wir sagen,
22:16oh super, toll und klatschen uns in die Hände, dass wir den Notfall beherrscht haben.
22:20Sondern es geht eher darum, wir besprechen, war das gut beherrschbar, haben wir das in den Griff bekommen mit dem
22:25Team.
22:26Und dann fragen wir uns als Allernächstes, hätten wir das verhindern können.
22:35So, Kameraden, dann darf ich erst heute begrüßen alle. Es wird heute ein sehr stressiger Tag.
22:40Euer Leistung muss heute sein, vom ersten bis zum letzten Sprung natürlich die Konzentration aufrecht zu halten.
22:47Und die Angst. Fühlt sich irgendjemand nicht in der Lage, heute das Ganze durchzuziehen?
22:51Dann wünsche ich Glück ab. Ein verletzten Hammer. Ich hoffe, dabei bleibt. Muss aufsitzen. Glück ab. Bis nachher.
22:58Das war mein erster Gepäcksprung. Und das war auch mein erster Sprung, wo ich die Tür sprengen war.
23:04Und die Aufregung war halt einfach wie neu.
23:09Ich persönlich schlafe. Schlafe immer, wenn ich ein bisschen aufgeregt bin.
23:14Ich glaube, bei mir hilft es am meisten, einfach so auszuschalten.
23:23Early this morning.
23:27When you knock on my door.
23:29Wenn das Adrenalin gekickt oder was auch immer, bin ich konzentrierter.
23:32Wie zum Beispiel jetzt das Anlegen, da sollte man noch keine anderen Gedanken im Kopf haben.
23:36Was passiert später, was auch immer, sondern einfach nur in dem Moment da sein und dann wird alles eh auf
23:43einen zukommen.
23:44Die Springer sagen, man gewöhnt sich mit der Zeit, aber momentan fühlt sich das nicht so an, dass ich mich
23:49dran gewöhnen kann.
23:50Zack, sehr Weihnachten.
23:56Die ganze Warterei ist, glaube ich, am schlimmsten.
23:59Das zieht sich einfach alles in der Länge und das macht einen eigentlich schon ein bisschen wahnsinnig.
24:05Das ist wieder gestiegen, obwohl ich eigentlich nichts mache gerade.
24:12Ich glaube nicht, dass das ein normales Gefühl wird und das ist auch nicht Sinn und Zweck der Sache, weil
24:17das würde bedeuten, ich bin nicht mehr aufgeregt.
24:20Das würde bedeuten, ich kriege keine zusätzliche Energie für eine Situation X.
24:24Das ist gefährlich, das bleibt gefährlich, das bleibt beim 100. Sprung gefährlich.
24:30Und deswegen kriegen wir auch da, trotz der Erfahrung, immer noch die Hilfe vom Körper, dass wir schnell reagieren können.
24:48Wenn man aufsteht, Richtung Flieger geht, dann geht alles, glaube ich, los.
24:55Aufregung, Adrenalin. Das war schon ein komisches Gefühl. Das fängt bei mir eigentlich immer an mit so ein bisschen Bauchkribbel.
25:01Mit der Zeit wird es dann so ein bisschen schwitzige Hände, dann so ein bisschen Puls, der langsam so steigt.
25:09Ein bisschen Herzklopfen.
25:17Ich muss sagen, ich mag auch das Gefühl, diese Nervosität, diese Aufregung. Ich mag das.
25:22Ich finde, dass es mich so ein bisschen pusht und ich hoffe eigentlich auch, dass ich immer dieses Gefühl noch
25:26spüren werde, auch mit den Jahren.
25:28Weil das ist eigentlich ein schönes Gefühl.
25:51Das hat sich auch sehr langsam alles angefühlt. Die Zeit hat sich sehr lange angefühlt.
26:01Aber die letzten paar Minuten, wo wir uns fertig machen mussten, vor dem Sprung, da habe ich eigentlich kaum was
26:09mitbekommen.
26:10Da habe ich eigentlich auch alles so ein bisschen verdrängt.
26:12Da habe ich nichts weiteres gehört von den anderen. Da habe ich einfach nur mein Herzklopfen gehört.
26:24Ich war wie in so einer Bubble eigentlich.
26:27Sie schaut oft zu Boden. Sie versucht sich zu konzentrieren. Sie versucht sich zu fokussieren.
26:32Und das sieht man bei all den Leuten, dass die dann nicht frei herumschauen.
26:36Die dreht sich nie um und redet mit ihrem Kollegen hinten und sagt, wie geht es dir jetzt?
26:41Sondern die hält ihren Fokus. Die kann sich das gar nicht leisten, ihre Aufmerksamkeit jetzt wegzudrehen und mit dem anderen
26:48zu teilen.
26:50Wird Adrenalin ausgeschüttet, steigt der Blutdruck. Das Herz pumpt schneller und die Atmung beschleunigt sich.
26:56So kommt mehr Sauerstoff ins Blut und damit auch zu den Muskeln.
27:02Gleichzeitig wird die Darmtätigkeit heruntergeschraubt, weil die erstmal keine Priorität mehr hat.
27:08Adrenalin sorgt auch für eine ausreichende Versorgung mit Brennstoff.
27:11Der Blutzuckerspiegel schnellt in die Höhe und der Fettabbau wird angekurbelt. Das bedeutet mehr Energie.
27:21Außerdem erhöht Adrenalin die Wachsamkeit. Die Pupillen weiten sich leicht, was die Wahrnehmung vorübergehend verbessert.
27:28Die Gedanken fühlen sich glasklar an. Und es ist auch nachgewiesen, dass die Konzentrationsfähigkeit ansteigt.
27:45Innerlich hat man schon Bock. Also man ist schon glücklich, dann einfach so ein Flieger zu sein und wenn man
27:51weiß, dass man jetzt auch rausspringt.
28:08Ich erinnere mich nur, die Tür ging auf. Da muss ich ein bisschen vorgehen.
28:30Licht ging auf gelb. Dann habe ich nur so ein Klopfen gespürt vom Obsetter. Dann springt man raus.
28:43Musik
28:44Musik
28:44Musik
28:44Musik
28:47Musik
29:15I'm running out, I can't see anything,
29:17my legs, go down, I'm going to go and enjoy the sink.
29:22Then I'm looking up, the bottom is coming near, I'm going to go and say,
29:25oh shit!
29:26Then I'm going to go and make my landing a bit.
29:28My feet, my knees, all the way, all the way, all the way, and then it's just that boom!
29:36Better or better, you can't describe it.
29:38It's just a boom.
29:40That's awesome, that's really cool.
29:43That's really cool.
29:44It's a moment that you can't describe it.
29:48You're just happy.
29:50You think it's just like, it's great.
29:53Then it comes to the next hormone,
29:57which is dopamine.
29:58And that's a good hormone.
30:00And that in combination,
30:02is of course the insane.
30:03That's a super high activity level,
30:06which is already positive,
30:08but also positive,
30:09but also positive.
30:10In the sense,
30:11that's a small potential,
30:13especially in this combination.
30:15Because then I think,
30:16that's a good feeling,
30:18that I would like to go again.
30:20I had actually just a positive adrenaline.
30:24Also, I was never in a situation,
30:27in which I was negative to do.
30:30And that's why I'm trying to try more things
30:34because it just felt good.
30:36And that's what it felt like.
30:37I think,
30:39I think,
30:43that's...
30:44I think,
30:44that's...
30:49That's what I think.
30:53I think,
31:00that's what I think.
31:01...that's what I feel about,
31:01and a little bit more of this feeling
31:02to experience it.
31:05It's like...
31:09Slate over...
31:10When I get the areas as a challenge
31:14for me,
31:15as a challenge for me,
31:15as a challenge to find out,
31:16then,
31:17it makes the body in the body
31:18very differently,
31:20as if I get a threat,
31:22this fear has.
31:23And that again,
31:24has a different reaction to my body.
31:27It's in the Intensivstation.
31:31Let's see what we're expecting today.
31:33It can be a calm day or it can be wild.
31:37Every day we're expecting a different scenario.
31:43Let's see what's going on.
31:46He can also with stress extremely well,
31:49because he doesn't fear it.
31:53When we have this phone with home,
31:55we have it near the bed,
31:56we have it,
31:57and it's of course at night.
32:00It's not so seldom.
32:02And then you're immediately awake,
32:05you take this phone,
32:07and then you get a story,
32:09even a serious story.
32:11It's so out of sleep.
32:13And then that's the phone.
32:16The Adrenalinspiegel is probably a point,
32:19where it's really high.
32:21But if that's done with the phone,
32:23then I'll turn off,
32:25I'll turn off and turn off.
32:28Ah, super.
32:30Oh, that's the station.
32:32Maybe there's something else going on.
32:36Zoller?
32:42Okay, then we're doing that.
32:48Okay.
32:49Riechtet ihr die Sachen her?
32:51Ich komm schon.
32:53Wir kommen jetzt.
32:56Sie hatte ja einen Herzinfarkt vor kurzem erst
32:58und ist vorerkrankt.
32:59Also,
33:00haben wir ja vorher schon gesagt,
33:01mit dem Blutdruck und so,
33:02wenn sie da Schwankungen kriegt,
33:03das ist nicht so ideal natürlich.
33:05Die Bronchien,
33:06die müssen ja alle offen sein normalerweise
33:08und in dem Fall ist jetzt da wahrscheinlich Sekret,
33:10das da vorne davor liegt.
33:12Ja, und damit ist natürlich ein Teil der Lunge nicht belüftet.
33:15So, wie weit seid ihr?
33:17Ja.
33:19Verhält mal den Tubus noch parallel auf.
33:23Ist gut, alles gut.
33:26Verkehren, meine Hand nehmen.
33:27Ja.
33:28Moment, da gebe ich mal das Telefon kurz weiter,
33:30weil wir hier im Notfall sind.
33:32Natürlich ist unser Ziel auch,
33:33in Notfallsituationen fokussiert und absolut präsent zu sein.
33:38Ja, weil dann können wir super arbeiten, ja.
33:41Wir tun jetzt den Tubus ein.
33:42Da ist der Fanta noch.
33:43Ja.
33:44Druck ist weiter, gut.
33:45Ich hab das wieder.
33:46Alles gut.
33:47Bisschen in Ruhe.
33:49Umgekehrt wollen wir natürlich den Stress
33:52und damit auch das Adrenalin
33:53aus dem gesamten Team ein bisschen rausnehmen.
33:55Weil wenn wir jetzt reinrennen würden
33:57und da auch dann völlig Stress verbreiten,
34:00dann wird das ein Chaos.
34:01Blutdruck ist gut, alles gut.
34:03Kein Stress jetzt.
34:04Er hat sich stimmlich nicht verändert.
34:07Weder von der Intonation,
34:08noch von der Stimmlage,
34:10noch von der Sprechgeschwindigkeit.
34:12Er sagt, Blutdruck ist okay.
34:15Wir sind safe.
34:16Das heißt, er hat Parameter in den Raum gestellt,
34:19an denen sich die Ärzte orientieren können.
34:22Das ist Gold wert für die Gesamtsituation,
34:26dass diese Adrenalinkonzentration
34:29nicht eine Schwelle übersteigt,
34:32weil der Oberarzt die Kontrolle behält.
34:36Es geht beatmen, alles gut.
34:39Es gibt zwei Stressachsen im menschlichen Körper.
34:42Die Hypothalamus-Hypophysen-Neben-Nieren-Achse,
34:45kurz HPA-Achse, das ist die zeitlich versetzte
34:49und langsamere Anpassungsreaktion.
34:51Und die Sympatho-Adrenale-Achse, kurz SAM-Achse,
34:55sie ist auf sofortige Reaktion ausgelegt.
34:59Die langsamere HPA-Achse wird hauptsächlich durch psychischen
35:03oder emotionalen Stress aktiviert.
35:05Zum Beispiel durch Schicksalsschläge in der Familie
35:07oder Probleme in der Partnerschaft.
35:10Es ist eine Reaktion, die den Körper über die Freisetzung von Cortisol
35:14auf längere Stressphasen oder chronischen Stress einstellt.
35:19Die SAM-Achse ist der schnelle Mechanismus,
35:22der den Körper in die Lage versetzt,
35:24unmittelbar auf eine Bedrohung zu reagieren.
35:27Mit Hilfe von Adrenalin und Noradrenalin.
35:30Die Ausschüttung von Stresshormonen ist unproblematisch,
35:34wenn das Hormonsystem nach der Stresssituation
35:36wieder herunterfahren und zur Ruhe kommen kann.
35:39Bei dauerhafter Aktivierung der Stressachsen
35:42können negative gesundheitliche Folgen auftreten,
35:44wie Bluthochdruck, chronische Entzündungen
35:47und eine erhöhte Anfälligkeit für psychische Erkrankungen.
35:56Grundsätzlich ist eine Stressreaktion eine gute Reaktion.
36:02Und wir sind auch ausgestattet, Stress auszuhalten.
36:06Ich meine, schaut man sich wieder unsere Urgeschichte an,
36:09das ist grundsätzlich überhaupt kein Problem.
36:11Das Problem, in dem wir im Moment sind,
36:14ist, dass diese Stressreize viel zu oft kommen.
36:17Wenn man sich das früher anschaut,
36:18da war halt mal irgendeine Stresssituation
36:20und dann gab es eine Pause.
36:23Das ist ein bisschen abhängig von meiner Konstitution,
36:25von meiner Lebensweise, von meinem Lebensstil,
36:28wie schnell das geht.
36:29Aber das ist notwendig.
36:31Adrenalin brauchen wir jetzt verdünnt, bitte.
36:33Adrenalin verdünnt, kommen wir.
36:38Die Patientin ist vor drei Tagen herzgepädelt,
36:40wird eine doppelte Blättchen hemmen und wärmen.
36:42Also diese Situation war von eins bis zehn wahrscheinlich
36:46so eine sieben, acht schon.
36:48Das war jetzt schon spannend.
36:50Das ist jetzt wie verdünnt?
36:52100 Milliliter pro Millimeter.
36:53Also eins zu hundert.
36:55Eins zu zehn?
36:56Eins zu zehn.
36:57Du bist ja schon runter mit nur Adrenalin.
36:59Jetzt haben wir das Heparin mal pausiert,
37:01das wird jetzt ausmachen.
37:02Und dann tun wir hier auch Adrenalin vernebeln.
37:10Wir haben ja direkt sozusagen Adrenalin reingespritzt.
37:13Man hat gesehen, dass die Gefäße dann wieder eng machen
37:15und dass die Blutungen zum Stehen kamen.
37:18Und jetzt wird man regelmäßig Adrenalin inhalieren.
37:22Also das rettet sie jetzt erst mal.
37:42Jetzt haben wir eine spannende Situation erlebt.
37:55Jetzt wird so langsam ernst, das ist so die Phase.
37:59Ich finde, dass man meinte, dass man langsam in seinen Tunnel übergeht,
38:03sich konzentriert, ein bisschen aufwärmt.
38:07Und ja, jetzt ist noch ein Fahrer vor mir dran.
38:09Das heißt, ich muss mich jetzt gleich schon bereit machen,
38:11im Tunnel bereitstehen.
38:14Und dann geht's auch schon los.
38:20Wenn ich da draußen fahre, bin ich nicht ich, wie ich jetzt hier stehe,
38:24sondern ich fühle mich wie eine Arbeitsmaschine.
38:26Da draußen wird funktioniert.
38:28Ansonsten brauchen wir da gar nicht antreten
38:30und da gibt's keine Diskussion.
38:34Der braucht mehr Sauerstoff.
38:36Der braucht eine andere Muskelversorgung.
38:39Der braucht viel mehr von allem.
38:42Das heißt, das Herz muss schneller schlagen,
38:44damit mehr Sauerstoff durchgepumpt wird.
38:47Und das veranlasst natürlich das Adrenalin,
38:50das ihm im ersten Moment einen Megaschub gibt,
38:53gefolgt dann von dem Cortisol, das nachkommt
38:56und die Wirkung vom Adrenalin noch einmal unterstützt
39:00und länger da bleibt.
39:05Cool bleiben.
39:06Ich probiere mich auf meine Atmung zu konzentrieren.
39:29Gerade der Moment, in dem man in diesem Tunnel steht,
39:33hat man für da draußen mehrere tausend Leute.
39:35Und deswegen probiere ich immer,
39:37mich auf meine bestimmten Punkte nochmal zu fokussieren.
39:41Meine Tricks durchzugehen.
39:43Was mache ich, wenn jetzt was passieren sollte?
39:47Daran denkt man eigentlich gar nicht.
39:51Man hat ja über die Jahre auch schon öfters
39:53in diesem Tunnel dann gestanden und darauf gewartet,
39:56dass es gleich losging.
39:58Die Sekunden, was man da wartet fühlt,
40:00das fühlt sich an wie eine Stunde.
40:04Das Adrenalin macht den,
40:07solange die Situation nicht gelöst ist,
40:10unglaublich wach, fokussiert, konzentriert,
40:14aber auch kribbelig.
40:16Und das unter Kontrolle zu halten,
40:18dass das nicht überkippt,
40:20in eine Angst,
40:22das ist natürlich die Kunst.
40:31Man ist voll angespannt, man will da raus,
40:33man will jetzt zeigen, ich kann das.
40:36Und desto länger man wartet, desto schlimmer wird's.
40:38Und ich bin halt auch so einer,
40:40der dann gerne rausfährt und jetzt geht's los,
40:42dann geht's los.
40:43Nein!
41:18I don't know if I'm so sensitive to it.
41:21There's definitely a lot of suffering from Adrenaline.
41:24I think there's nothing better,
41:26because it brings me innerly to the rest of my life
41:29and just a kind of blissful feeling.
41:33And that's just my thing.
41:37After my final run, I felt pretty good.
41:40I think I'm almost fehlerfrei through.
41:43And I had to admit,
41:46that it had to be done with the Sieg.
41:48But of course, I'm still standing there.
41:50And I think...
41:52We mark on the decision.
41:54Jose Misha at the premiere
41:56or the German Luke Ackerman.
42:00Judges, give gas.
42:02We want to know.
42:06It's a game!
42:07And Luke Ackerman
42:09and it's the Tagessieb!
42:13When the result comes down,
42:15then it's really great.
42:18Because you know,
42:19the whole work and so on,
42:20for this season,
42:21it's worth it.
42:22And...
42:26And...
42:27It...
42:27Yeah, it...
42:29It's...
42:30a bit...
42:31It's a bit...
42:33The Ausschüttung from Dopamin
42:35makes this high-gefühl,
42:37this...
42:38This...
42:38A good feeling,
42:41this...
42:41Unbeas Programme.
42:43There...
42:43There's the adrenaline
42:44nothing more in the world,
42:45there's the dopamine
42:47already done.
42:47In fact, it's a complete disaster in the body that needs to be later on.
42:58The adrenaline was just a little through the deck.
43:02Now it's slowly coming back to the ground.
43:05But of course, when it's still there, I've achieved what I wanted.
43:10And that's of course wonderful.
43:20Actually, we're about to go through the season.
43:22What's also a bit of a bit of a joyous ride.
43:25As soon as I'm ready to go, I'm ready to go.
43:28I'm ready to go out of my theory test.
43:31I'm ready to go out of the street.
43:48I'm ready to go out of my theory test.
43:53I'm ready to go.
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