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FilmEck präsentiert Klassiker in HD :
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Transkript
00:00:09Musik
00:00:43Musik
00:01:09Musik
00:01:36Musik
00:02:06Sie haben einen Kinderwagen?
00:02:07Herr Kammerzinger, vorne schon 20 Jahre damit.
00:02:10Damals war er größer.
00:02:122,50 Kronen.
00:02:132,70 Kronen, Herr Kammerzinger.
00:02:15Wieso 2,70 Kronen?
00:02:16Wir haben einen Umweg gemacht.
00:02:17Warum?
00:02:18Weil der Schnee nicht weggerannt ist, hinterhergegassen.
00:02:20Oh, schiss.
00:02:21Haben Sie 3 Kronen?
00:02:22Herr Kammerzinger, zahlen Sie sowieso immer 3 Kronen.
00:02:25Es handelt sich hier um das Prinzip.
00:02:27Ich mache nicht gerne Umwege.
00:02:29Meine Verhehrung, Herr Kammerzinger.
00:02:30Adieu.
00:02:31Ja.
00:02:41Ui.
00:02:42Geh.
00:02:43So was Blödes.
00:02:45Frau Bichler, gib mir kochendes Wasser.
00:02:47Frau Bichler.
00:02:48Ja, was ist denn?
00:02:49Was ist denn schon wieder?
00:02:50Sind Sie wahnsinnig.
00:02:51Das müsstest du ein Gefühl haben.
00:02:52Wenn Sie mich umbringen, ich bitte in kochendes Wasser, kann ich doch nicht.
00:02:56Heute ist es nicht so heiß.
00:02:57Das letzte Mal war es eben zu kalt.
00:02:59Es ist da ein Unterschied, nicht wahr?
00:03:00Man muss da kt.
00:03:02Schon wieder, schon weg.
00:03:10Warte!
00:03:13Warte!
00:03:14Mein Gott, der macht mich wahnsinnig mit seiner Schreierei.
00:03:17So ist es ja eine Stimme für die Oper aufheben.
00:03:20Frau Bichler.
00:03:21Ja, was ist denn? Was wollen Sie denn schon wieder?
00:03:23Schauen Sie mal was, ob ich... Na! Geh!
00:03:25Was ist denn?
00:03:26Huch!
00:03:29Bitte fragen Sie mal, reden Sie nicht!
00:03:31Da kann doch Menschen...
00:03:32Ich fahre mal stoßen...
00:03:33Da macht man abmerksam, sagt man, bitte einen Moment, jetzt kommt was Gehaltes.
00:03:38Fragen Sie mal, was er will.
00:03:41Ist ja schrecklich.
00:03:42Und der soll nicht immer, der soll nicht immer Bader zu mir sagen.
00:03:44Für ihn bin ich ein Herr.
00:03:46Genauso, ihm ist ja auch nicht recht, was er zu ihm Schellenberg sagt.
00:03:49So, wie er es ihm herstellen will.
00:03:50Aber der, Herr Kamersinger...
00:03:52Wo ist der Bader?
00:03:53Der Bader, der Herr Bader, der nimmt gerade ein Fußbad.
00:03:56Ein Fußbad? Unglaublich!
00:03:59Was wünschen Sie denn, Herr Kamersinger?
00:04:00Ein sauberes Treppengeländer wünsche ich, Frau Pichler!
00:04:04Na ja, das wird heute wieder einer mit schmutzigen Fingern angegriffen haben.
00:04:07Wahrscheinlich der Rauffangkehrer, der war ja heute da.
00:04:09Wer das getan hat, das interessiert mich nicht.
00:04:12Die Tatsache bleibt, das Treppengeländer ist wieder einmal nicht sauber.
00:04:16Sie ist halt Messing, die ewige Plag.
00:04:19Ein schönes Schmiedeisernes Treppengeländer tät herkön.
00:04:22Das sagt der Herr Bader schon immer.
00:04:23Das sagt er seit zehn Jahren.
00:04:26Der Herr Bader.
00:04:28Habe die Ehre, Herr Kamersinger.
00:04:34Zumachen, wenn ich transpiriere!
00:04:36Ja.
00:04:37Na also, was hat er denn wieder wollen, Herr Kamersinger?
00:04:40Was wird er wollen haben?
00:04:41Das Treppengeländer hat ihm wieder nicht gepasst.
00:04:43Hat wahrscheinlich einer angegriffen.
00:04:44Dazu ist es ja da, zum Anhalten, nicht wahr?
00:04:47Ist ja lächerlich.
00:04:48Die kann doch nicht an jedem nachlaufen und kann fragen,
00:04:50haben Sie sich die Hände gewaschen?
00:04:52So ein Messing, sieht man an jedem Fleck.
00:04:54Jedenfalls ein Zeichen, dass es geputzt ist.
00:04:56Nicht nur denn, wenn es nicht geputzt werde,
00:04:58so möchte es gut nicht aufholen.
00:05:01Ist auch noch immer da?
00:05:04Es war ein Blödsinn von mir,
00:05:06dass ich ein Inserat in die Zeitung gegeben habe.
00:05:08Schaut ums Geld, es kommt ja sowieso niemand.
00:05:10Es waren aber Leute da.
00:05:11Frau Pickler, warum sagen Sie mir das nicht?
00:05:13Sie waren ja nicht zuhause.
00:05:15Na, da hast du's. War ich nicht zuhause.
00:05:16Den ganzen Tag huck ich zuhause, kommt niemand.
00:05:19Kaum stecke ich die Nasen bei dir heraus,
00:05:21kommen sie scharenweise.
00:05:22Scharenweise kann man nicht sagen.
00:05:24Zwei waren da.
00:05:25Immerhin.
00:05:26Und denen war er zu teuer.
00:05:28Und zu groß war er den Leuten auch.
00:05:31Na ja.
00:05:32Was gehört? Zu groß bist.
00:05:35Gefällt mir aber nicht mehr.
00:05:36Gefällt mir nicht mehr.
00:05:38Ein Engel gehört zart,
00:05:40aber nicht so ausgefressen so.
00:05:43So was Überirdisches, Herr Engel.
00:05:46Sie können halt auch nicht mit den Leuten,
00:05:48mit den Käufer umgehen, wie der Maria.
00:05:52Ich habe Ihnen ja gesagt, er ist aus der Erbschaft von Ihrem Herrn Onkel.
00:05:57Ja, es ist ein Unsinn.
00:05:58Die Leute interessieren doch nicht die verwandtschaftlichen Beziehungen, nicht?
00:06:02Da müssen Sie sagen, er ist aus dem Besitze des akademischen Malers Jertscherbeck,
00:06:07der ein vorbildlicher Sammler von Kunstgegenständen, Antiquitäten, etc.,
00:06:12und historischen Kostümen ist der Läufer, die man da hört.
00:06:15Ist ja auch verschroben, solche Sachen zu sammeln.
00:06:18Mir wäre es ja auch lieber gewesen, wenn er Münzen gesammelt hätte, nicht?
00:06:21Schon gut.
00:06:22Aber wir haben die Platte mit.
00:06:25Was habe ich denn da so gespaßig?
00:06:30Moment.
00:06:33Ist das gerade?
00:06:34Ja, gerade mit den Niedeln.
00:06:35Gerade mit den Niedeln bringen wir?
00:06:36Gestern haben wir die ersten Niedeln gehabt.
00:06:38Gestern haben wir sie mit den eingemachten Hasen gehabt.
00:06:40Na ja, na ja, warum?
00:06:42Morgen kriegen wir sie vielleicht mit einer Schwammerlsoße.
00:06:44Nein, mit der selten.
00:06:45Mein Gott, sagen Sie mal mal, Frau Bickel, haben Sie gar keine Fantasie.
00:06:49Wir müssen noch mal auf was anderes auch drauf kommen.
00:06:51Immer mit.
00:06:51Mein Gott, wie viele Gnädeln. Wer braucht denn so viele Gnädeln?
00:06:54Das sind Reserve-Gnädel.
00:06:57Na ja, Reserve, wenn Sie Gnädeln hamstern, ist doch lächerlich.
00:07:01Mein Gott, Frau Bickel, jetzt zu Ihnen geht Ihnen.
00:07:04Engels Geduld.
00:07:06Herr Kammersänger.
00:07:09Herr Kammersänger.
00:07:11Mein Bett wird umgestellt, Frau Angerer.
00:07:14Umgestellt?
00:07:15Jawohl.
00:07:17Und zwar genau in nord-südlicher Richtung.
00:07:20In nord-südlicher Richtung.
00:07:23Jawohl.
00:07:24Es sollte schon zwei Tage in nord-südlicher Richtung stehen.
00:07:28Seit zwei Tagen ist die neue Konstellation.
00:07:31Aber das verstehen Sie nicht.
00:07:33Jedenfalls, das Bett wird umgestellt.
00:07:36»Das?«
00:07:47Ass, Ass, Ass, wenn du was noch nicht gemerkt haben solltest.
00:07:54Aber Papa, wie soll ich es denn merken? Du gib mir ja keinen Unterricht.
00:07:57Weil ich nicht an deinem Unglück schuld sein will.
00:07:59Aber ich...
00:08:00Was dir zur großen Sängerin fehlt, ist nichts als deine Stimme.
00:08:04Gib's doch endlich auf.
00:08:06Aber vielleicht steht in meinen Sternen geschrieben, dass ich einmal eine große Karriere mache.
00:08:10Was in deinen Sternen geschrieben steht, mein Kind, das weiß ich seit gestern besser als du.
00:08:15Herr Mellarek war so liebenswürdig, mir dein Horoskop aufzustellen, in angestrengtester Arbeit.
00:08:22Darum sieht er auch heute so blass aus. Was hat er denn wieder dafür verlangt?
00:08:26Ach was, ich sing doch auch nicht umsonst.
00:08:29Lächerlich.
00:08:30Ich war soeben dabei, dein Horoskop auszuwerten.
00:08:33Ich muss ehrlich sagen, dein Sonnenaspekt gefällt mir gar nicht.
00:08:38Die typische Konjunktion mit der Venus.
00:08:43Leichtfertigkeit, Mangel an Zielstrebigkeit.
00:08:45Venus, das letzte Mal hast du mir noch erzählt, da Mars sei für mich ausschlaggebend.
00:08:49Daher dein Widerspruchsgeist.
00:08:51Eines steht fest.
00:08:53Kinder kriegen, Strümpfe stopfen, Haushalt führen.
00:08:57Das sind deine wesentlichsten Elemente.
00:08:59Dankeschön, Papa.
00:09:00Jetzt weiß ich wenigstens ganz genau, was ich nicht mache.
00:09:02Ich wollte fragen, ob du bei uns aushelfen willst, beim Servieren.
00:09:05Nein, nein.
00:09:06Setz sie nieder.
00:09:07Willst du ein bisschen Lernkaffee?
00:09:08Ja.
00:09:09Frau Pichl, Lernkaffee für den Johann.
00:09:11Wir haben nämlich ein großes Soupé.
00:09:12Nein, nein, ich mag es nicht.
00:09:14Warum denn?
00:09:14Nein, nein.
00:09:15Weil mir ein junger Graf nicht passt.
00:09:18Verstehst du?
00:09:18Und ich würde dir was sagen, wenn man wirklich zufällig einmal das Pfefferpichl beim Servieren
00:09:23in seine Suppen hineinfällt, ist das noch immer kein Grund, dass es so ausfallen wird,
00:09:27wie das letzte Mal.
00:09:28Da ist der alte Graf ganz anders.
00:09:30Ja, der alte Graf.
00:09:31Er ist ein Kavalier, er ist ein Kavalier.
00:09:33Und den habe ich das letzte Mal von oben bis unten mit der Mayonnaise angetropft.
00:09:38Und was hat er gesagt?
00:09:39Nichts hat er gesagt.
00:09:40Er hat nur gesagt, nein, nein, nein, aber Bader.
00:09:43Das war alles.
00:09:44In gewissen Sinne auch ein Tadl, nicht wahr?
00:09:47Aber es tut nicht weh.
00:09:48Da kann sich der Junge ein Beispiel an ihm nehmen.
00:09:51Aber der Junge ist nichts.
00:09:52Der ist nicht, der unreif.
00:09:54Ah, jetzt, jetzt, jetzt.
00:09:57Hux.
00:09:58Johann, Johann.
00:10:01Hab sie, Herr Graf, in der Brotelette.
00:10:03Wie?
00:10:04Ich weiß nicht, ich glaub nicht, Gott sei Dank.
00:10:08Das Eis ist ja aber ganz besonders gut.
00:10:11Ja, aber nicht.
00:10:12Nur, nur führen Sie mich schon weg.
00:10:24Ja, kein Eiswalzer tanzen, Johann, nicht?
00:10:29Schnell, schnell tummeln Sie sich.
00:10:31Ja, was denn?
00:10:31Nur heruntergeben die Schlittschuhe.
00:10:39Verschwindens, Johann, verschwindens.
00:10:41Ja, küsst die Hand, meine Gnächsten.
00:10:44Herr Graf, sind auch da?
00:10:45Auch da.
00:10:46Ist gut, seit einer geschlagenen Stunde fahr ich mutterseelen allein hier umhermammt.
00:10:49Lauter Achter, vorwärts und rückwärts.
00:10:51Ich bin schon ganz däffert von vielen Achter.
00:11:02Kennen Sie ihn schon lange?
00:11:05Ja und nein.
00:11:11Also, heute Abend?
00:11:12Möglich.
00:11:13Versprechen tue ich nichts.
00:11:15Die Hoffnung allein genügt mir vollkommen, meine Gnädigste.
00:11:18Und wenn ich sechs Stunden warten muss.
00:11:21Also, auf Wiedersehen, Ferdinand.
00:11:23Ist das ein Versprechen?
00:11:24Vielleicht.
00:11:33Oh, sie hat nie die Seile.
00:11:43Ah, hat mir gerade recht.
00:11:46Ist das passiert?
00:11:47Nein, gar nicht.
00:11:49Bitte schön.
00:11:51Oh, na doch.
00:11:53Bezauber.
00:11:58Gefällt es Ihnen?
00:11:59Schön, aber schneller.
00:12:01Gern.
00:12:06Gottes Willen.
00:12:08Haben Sie sich wehgedankt, liebe Freude?
00:12:10Ich habe noch keine Spur.
00:12:12Nein, das muss mir passieren.
00:12:14Sind Sie mir böse?
00:12:15Nein.
00:12:15Ich bin eben da hingefahren, wie im Traum.
00:12:17Ja, aus solchen Träumen macht man gewöhnlich so auf.
00:12:21Übrigens sitzen wir ja ganz reizend hier.
00:12:23Ja.
00:12:24Können Sie sich erinnern, wann wir das letzte Mal so nebeneinander gesessen sind?
00:12:27Das war am 21. Februar.
00:12:30Das wissen Sie noch so genau?
00:12:31Auf der großen Treppe beim Maskenwald unseres Theaters.
00:12:33Und da sind wir fast über eine Stunde so gesessen.
00:12:37Das wissen Sie noch so genau?
00:12:39Aber jetzt können wir nicht so lange hier sitzen bleiben.
00:12:40Sie werden sich erkehlen.
00:12:42Bei einem so strebsamen Sänger wie Sie.
00:12:44Naja, bei allem Fleiß.
00:12:45Ist doch nicht viel los.
00:12:46Aber es wird schon werden, Herr Frank.
00:12:48Übrigens, ich möchte Sie um etwas bitten.
00:12:50Ja, bitte.
00:12:51Ich möchte so schrecklich gerne singen lernen und Papa will es nicht.
00:12:54Behauptet, ich hätte keine Stimme.
00:12:56Vielleicht sagen Sie das auch, aber ich möchte so gern.
00:12:58Wollen Sie mir helfen?
00:12:59Aber schrecklich gern, aber wie?
00:13:00Ja.
00:13:02Wo üben Sie denn eigentlich?
00:13:03Ja, wissen Sie, das ist nämlich so.
00:13:05Ich hab noch kein Klavier, kann mir keines leisten.
00:13:08Ach, und da üben Sie im Theater, das ist schade.
00:13:10Nein, nein, ich hab da einen anderen Ausweg gefunden.
00:13:12Aber es müssen versprechen, es niemandem zu sagen.
00:13:14Ich schwöre.
00:13:15Herr Bader hat in seiner Wohnung ein Zimmer.
00:13:18Und da ist ein Pianino, zwar uralt, aber noch ganz gut.
00:13:21Und wenn er nicht da ist, zum Beispiel heute Abend bei seiner Trockmatte,
00:13:24dann wird die Frau Pichler erlaubt, da zu üben.
00:13:26Das ist ja wunderbar.
00:13:27Da könnte ich ja hinunterkommen, wenn Papa weg ist.
00:13:29Na, selbstverständlich.
00:13:30Und Sie werden mir ehrlich Ihre Meinung sagen.
00:13:32Na, ich schwöre.
00:13:32Ins Kriegsgewühl hinein will es mich reißen.
00:13:35Es treibt mich fort mit Sturm, ist Ungestüm.
00:13:39Den Feldruf hör ich mächtig zu mir dringen.
00:13:42Das Schlachtrost steigt und die Trompeten klingen.
00:14:08Jetzt ist das Vorspiel aus.
00:14:10Da dauert es gerade noch drei Stunden.
00:14:12Na ja, aber die Wagen aus Wien redet doch so langsam.
00:14:16Da dauert es eine Viertelstunde länger.
00:14:21Guten Abend, Frau in Schellenberg.
00:14:23Guten Abend, Frau Pichler.
00:14:29Schon nach dem Vorspiel geht sie.
00:14:32Das war doch die Tochter vom Kammersänger.
00:14:34Ja.
00:14:35Aber dass sie nicht bleibt.
00:14:37Schon was vorhaben.
00:14:39Ein kleines Radehut.
00:14:45Habe die Ehre.
00:14:46Verzeihung, zu Herrn Grafen Schwarzedorf.
00:14:48Ja.
00:14:48Bitte um die Ecke.
00:14:51Gleich um die Ecke, bitteschön.
00:14:56Ja, aber jetzt soll mal den Anfang.
00:14:58Darf ich mir die Frage erlauben,
00:15:00kennen der Herr Graf die Dame schon länger?
00:15:02Wie?
00:15:04Ja, schon.
00:15:05Aber hierher kommt es zum...
00:15:07Erstmal.
00:15:08Also in solchen Fällen prägt der Herr Papa
00:15:09immer den alten Sherry zu leben.
00:15:11Garantiert 1832, bloß ein Glas vor der Suppe.
00:15:15Es wird lauwarm serviert.
00:15:16Die Suppe?
00:15:17Nein, Sherry.
00:15:18Ach so.
00:15:20Warum?
00:15:21Na, ist besser.
00:15:22Es geht mehr ins Blut.
00:15:23Am Anfang weiß man ja nie recht,
00:15:24was man reden soll.
00:15:26So, da wären wir jetzt
00:15:27ein ewiges Fräulein.
00:15:28Gieß die Hand, meine Fräulein.
00:15:36Bitte.
00:15:41Oh, verehrend, Christian.
00:15:43Bitte.
00:15:51Also doch, meine Gnädigste.
00:15:55Ausschauend uns wieder.
00:15:57Ausschauend.
00:15:58Jesus, das ist ja meine Lieblingsfarbe.
00:16:01Bezauberend.
00:16:02Bitte.
00:16:08Die schönen Rosen.
00:16:10Danke.
00:16:10In solchen Fällen pflegt sie, wenn man die Hosen in eine Vase zu geben.
00:16:16Danke schön.
00:16:21Gehen wir, gehen wir.
00:16:23Ja, Herz habe ich anzeigen.
00:16:26Ruhe.
00:16:27So was habe ich noch nicht gesehen.
00:16:28So was war nicht zu verlieren.
00:16:30Aber Gänz war da nicht zu verlieren.
00:16:32Da habe ich die Herzanzettel.
00:16:33Du bist aber unschuldig.
00:16:34Na ja, unschuldig, aber zahlen kann ich.
00:16:36Jetzt lass mich her.
00:16:38Warum?
00:16:39Ich spiele weiter.
00:16:40Ja, aber...
00:16:41Du hast bloß übernommen.
00:16:42Tschüss, sie haben...
00:16:43Aber von Anfang, sie haben sie nicht zu mir.
00:16:45Schauen Sie, sie braucht keinen Kiebel zu nehmen.
00:16:49Traurig, wenn man so eine harte Haut hat, hat das was nicht.
00:16:53Der Blatt kriegt.
00:16:55Dann schau es nicht.
00:16:58Franz, ein Bier?
00:17:00Ja?
00:17:00Was ist denn mit dem Kulasch?
00:17:02Kommt so voll.
00:17:03Na ja, vor einer Stunde habe ich sie bestellt.
00:17:04Kulasch mit Knöbel.
00:17:06Nicht mit.
00:17:07Erde für Püree.
00:17:08Passt ja gar nicht dazu.
00:17:09Das ist ja Wurscht.
00:17:10Nicht wahr?
00:17:11Ich habe noch nicht gehört, dass einer zum Kulasch Erde für Salat isst.
00:17:15Von Salat war keine Rede.
00:17:16Ich habe gesagt Erde für Püree.
00:17:17Nicht wahr?
00:17:17Schon meine Sache.
00:17:18So eine ganze Inti...
00:17:20Inti...
00:17:24Inti...
00:17:24Solo.
00:17:27Jetzt auf einmal.
00:17:30Contra!
00:17:39Mit dem Kulasch mit dem Kulasch mit dem Kulasch...
00:18:24Mitten...
00:18:27Ein Kreuzgulasch, aber kein Rindsgulasch, bringt ein Rindsgulasch.
00:18:30Ich trau es Ihnen oben.
00:18:30Aber was, die Kreuz sind, also ich frage sie überhaupt nicht.
00:18:33Nass sie mich wieder her.
00:18:34Ja, jetzt sitz sie, jetzt spiele ich.
00:18:42Kiewitz habe ich verneckt gern.
00:18:45Hast du sowas erlebt?
00:18:47Erst hat er mich vergenommen und dann sagt der Kiewitz war der Feind.
00:18:50Hier.
00:18:54Ja, ich bin auch nicht begeistert von einem Kiewitz.
00:18:57Bleib sitzen.
00:18:59Da musst du überhaupt nicht sofort gehen.
00:19:01Da musst du euch an heute nicht laufen abholen, nicht?
00:19:03Den Alten?
00:19:04Der ist froh, wenn er um die Zeit im Bett liegt.
00:19:07Der Junge ist drüben, im Separi.
00:19:09Der Junge?
00:19:10Ist er so eine Erobernatur?
00:19:12Spassig.
00:19:14Hat der noch immer die Bonelle?
00:19:15Weil der ist ja schon lange abgelöst.
00:19:16Wem hat er denn jetzt?
00:19:17Frag mich nicht aus über meine Herrschaft.
00:19:19Ich sehe nichts.
00:19:20Ich höre nichts.
00:19:21Ich weiß nichts.
00:19:22Ich spiele.
00:19:23Wo ist denn?
00:19:24Wo ist denn mit?
00:19:25Warum?
00:19:26Nein, nein, ich tu mir nichts träg.
00:19:28Nur dann Exemplare bleiben übrig.
00:19:33Deshalb darf ich mir erlauben auf ihr ganz Spezielles.
00:19:44Wenn nur der Junge Graf lang bleibt.
00:19:48Ich will mich die Wesselakei haben.
00:19:50Der hat ja Ruhe.
00:19:51Was?
00:19:51Der ist vielleicht schon weg?
00:19:52Oh Herr denn.
00:19:53Beim alten Grafen hast du immer ganz genau gewusst, wann er so weit ist, dass er abfährt.
00:19:59Aber auf die junge Generation ist ja kein Verlassen.
00:20:04Übrigens hängt das ganz von ihr ab.
00:20:06Was ist denn das Fähne?
00:20:07Ist sie fesch?
00:20:09Hat eigentlich der Schellenberg heutzutun.
00:20:11Sehst du es doch nicht hier?
00:20:12Heute ist doch Schaufspiel.
00:20:14Der Schellenberg hat doch eine Tochter, gell?
00:20:16Und was geht denn das dir an?
00:20:17Gar nichts.
00:20:19Übrigens habe ich dich gar nicht gefragt.
00:20:21Aber ein bisschen sauberes Mädchen ist das.
00:20:23So.
00:20:23Ich denke sie aber sehr genau zu kennen.
00:20:25Vielleicht.
00:20:36Spömer.
00:20:40Rasend mündlich, nicht?
00:20:42Ja.
00:20:44Auf ihr Wohl, wenn ich nix.
00:20:53Jesus.
00:20:54Jesus ist ja zu scharf.
00:20:56Mich hat da hilft nix wie draufklopfen.
00:20:59Ziemlich stark draufklopfen.
00:21:03Dankeschön.
00:21:04Es geht schon wieder.
00:21:06Christa, jetzt müsste ich eigentlich was tun.
00:21:09Ja?
00:21:10Was denn, Ferdinand?
00:21:12Ja Christa, ich möchte was tun, was ganz etwas wird.
00:21:16Um Gottes Willen, Ferdinand.
00:21:18Aber nicht bös sein und nicht bös werden.
00:21:21Ich bitte schon nicht.
00:21:23Darf ich ums Werder Handel bitten?
00:21:31Na und?
00:21:33Ja, das wär's halt gewesen.
00:21:39Entschuldigen Sie bitte, wen suchen Sie denn?
00:21:41Ja, geht, sind Sie bitte nicht.
00:21:42Ich such den jungen Grafen von Schwarzentdorf.
00:21:45Ist doch bei Ihnen.
00:21:46Ja, ja, schon, aber jetzt...
00:21:48Es war sehr wichtige Sache.
00:21:49Streng vertrauliche Angelegenheit.
00:21:51Also gut, ich werde Sie anmelden.
00:21:52Ja, bitte, danke.
00:21:53Das mache ich schon.
00:21:54Das mache ich schon.
00:21:55Ja, aber das geht doch nicht.
00:21:57Aber ja, aber ja.
00:21:58Ganz sicher.
00:22:04Ja, aber...
00:22:05Ja, wie kommen Sie denn hierher?
00:22:07Guten Abend.
00:22:08Entschuldigen Sie, wenn ich stehre, aber es handelt sich um eine dringliche Sache.
00:22:10Ja, also ich muss schon sagen...
00:22:12Pardon, bitte.
00:22:13Kann ich Sie unter viel Augen sprechen?
00:22:14Jetzt hören Sie.
00:22:15Entschuldigen Sie bitte.
00:22:16Das ist doch sozusagen nicht üblich.
00:22:20Was ist denn geschehen?
00:22:21Die Dame wünscht Ihnen einen Mantel.
00:22:23Aber so reden Sie doch, Herr Bader.
00:22:24Ist etwas los mit Papa?
00:22:26Aber nein.
00:22:26Was ist denn passiert?
00:22:27Aber nix.
00:22:28Na, hören Sie.
00:22:28Wie können Sie sich denn da erlauben, hier einfach herein zu kommen?
00:22:31Ja, ja.
00:22:31Wir werden uns sogar noch mehr erlauben.
00:22:32Sagen Sie, ist das ein Benehmen?
00:22:33Ist das ein Anstand für eine junge Dame?
00:22:35Was heißt denn das?
00:22:36Sie können doch nicht so mir nix, dir nix mit einem Menschen in ein Separee gehen.
00:22:39Das tun Sie Ihren Vater an.
00:22:40Das tun Sie mir an.
00:22:41Was heißt Ihnen?
00:22:42Na, schließlich.
00:22:43Schließlich bin ich eine erwachsene junge Dame und kann tun und lassen, was ich will.
00:22:46Nein, das können Sie nicht.
00:22:47Bitte mischen Sie sich nicht in meine Angelegenheiten.
00:22:49Aha.
00:22:49Ein für alle Mal.
00:22:50Ja, doch schön.
00:22:51Das ist aber nicht erwartet, dass Sie so mit mir reden.
00:22:53Sag Sie, glauben Sie, der wird Sie heiraten?
00:22:55Der Ferdinand tut heiraten?
00:22:57Aber Herr Bader, ich denke doch nicht dran.
00:22:59Das kennen wir überhaupt nicht aus.
00:23:01Na, was haben Sie denn überhaupt gedacht?
00:23:02Na, gar nix.
00:23:03Ich war halt neugierig.
00:23:04Was auf dem Ferdinand?
00:23:06Ach, auf Separee.
00:23:07Aber geh.
00:23:08Das ist doch die einzige Entschuldigung, dass Sie nicht wissen, wo Sie anstehen.
00:23:11Besser.
00:23:14Danke schön.
00:23:15Danke.
00:23:16Bitte.
00:23:19Gute Nacht.
00:23:28Gute Nacht, Herr Bart.
00:23:30Gute Nacht.
00:23:31Gute Nacht.
00:23:31Und zu Hause gehen.
00:23:33Sofort zu Hause gehen.
00:23:36Gute Nacht.
00:23:37Sonst...
00:23:37Was soll man denn jetzt machen?
00:23:40Ja.
00:23:40In solchen Fällen pflegt er der Herr Papa, einfach nach Hause zu fahren.
00:23:53Guten Morgen, Herr Bader.
00:23:54Guten Morgen.
00:23:54Schon so fleißig?
00:23:56Ja, hier gibt's wieder.
00:23:57Bemerk's.
00:23:58Ja, wenn wir Sie nicht hätten.
00:23:59Na ja, hätten Sie ein anderes...
00:24:00Na, so was wie Sie gibt's doch nicht wieder, so was Tüchtiges.
00:24:03Immer alles in schönster Ordnung.
00:24:05Ich hab mich noch in keiner Wohnung so wohl gefühlt wie hier.
00:24:07Ja, ich weiß nicht.
00:24:09Guten Morgen, mein lieber Herr Bader.
00:24:11Guten Morgen.
00:24:17Guten Morgen, mein liebesvoller Schellenberg.
00:24:19Welche angenehme Überraschung.
00:24:21Guten Morgen, Herr Mennarek.
00:24:22Schon so früh auch.
00:24:24Eine lobenswerte Angewohnheit.
00:24:25In der freien Natur konzentriert man seine Gedanken am besten.
00:24:28Und was machen Sie?
00:24:29Interessiert Sie das wirklich, Herr Mennarek?
00:24:32Interessieren?
00:24:32Die Tochter meines, ich darf wohl sagen hochverehrten Freundes Schellenberg,
00:24:36muss mich ja interessieren.
00:24:37Wenn ich nur ausdrücken dürfte, was mich bewegt.
00:24:40Auf Wiedersehen, Herr Mennarek.
00:24:41Ich habe leider gar keine Zeit.
00:24:44Morgen, Frau Christl.
00:24:45Morgen, Herr Bader.
00:24:47Haben Sie gut geschlafen?
00:24:48Wenn man brav ist, schläft man immer gut.
00:24:50Da haben Sie ganz recht.
00:24:51Ich habe auch ausgezeichnet geschlafen.
00:24:53Schon her.
00:24:53Aber nicht wahr.
00:24:54Dem Papa erzählen Sie nichts.
00:24:56Was?
00:24:56Ach, Sie wissen schon.
00:24:57Wen gestern Abend?
00:24:58Was war denn?
00:24:59Ich weiß ja gar nichts.
00:25:00Oder habe ich so ein schlechtes Gedächtnis, dass ich alles vergiss?
00:25:02Dankeschön.
00:25:03Was hat er denn wollen, der Sternteiter?
00:25:06Das gehört Gesellschaft für Sie.
00:25:07Ach, Herr Bader, wenn Sie wüssten, wie ekelhaft mir dieser Mensch ist.
00:25:10Seitdem der im Haus ist, ist mit dem Papa überhaupt nicht mehr zu reden.
00:25:13Alles, was der Herr sagt, ist richtig.
00:25:14Es geschieht überhaupt nicht mehr, was der Herr Mennarek will.
00:25:17Nicht mehr lang.
00:25:17Was?
00:25:18Nicht mehr lang.
00:25:19Können Sie sich auf mich verlassen mit dem Herrn, wer schon in Ordnung gekommen?
00:25:23Der fliegt im Bogen.
00:25:25Ach, Herr Bader, wenn Sie das fertig bringen könnten.
00:25:27Oh, können Sie davon überzeugt sein.
00:25:28So sofort, mit dem ist man mal ganz energisch.
00:25:31Jetzt bin ich gerade so in Stimmung.
00:25:40Morgen kann man singen.
00:25:43Morgen.
00:26:06Aber durch die Hergelgasse, bitte.
00:26:08Geht nicht, Herr Kammersinger.
00:26:09In der Hergelgasse liegt Schnee.
00:26:11Also wieder 2,70.
00:26:18Guten Morgen, Herr Mennarek.
00:26:20Guten Morgen, mein lieber Herr Bader.
00:26:23Bin ich der liebe Herr Bader?
00:26:24Ja, weil es verschafft mir das Vergnügen.
00:26:26Ob das für Sie ein Vergnügen ist, das wird sich ja noch herausstellen.
00:26:31Entschuldigen Sie, lieber Herr Bader.
00:26:33Entschuldigen Sie.
00:26:34Ja, bitte.
00:26:35Frau Gräfin.
00:26:37Ah, ja.
00:26:38Heute nach Mittag, nein, das ist leider nicht möglich.
00:26:41Nein, nein, nein.
00:26:42Ich bin nicht in Stimmung.
00:26:43So ist es.
00:26:43Ich unterliege Einflüssen, über die ich nicht Herr bin.
00:26:46Nein, die Konstellation ist schlecht.
00:26:49Ja, vielleicht nächste Woche.
00:26:50Ach so.
00:26:50Sie rufen noch einmal an, Frau Gräfin.
00:26:53Danke vielmals.
00:26:54Tiefste Verhehrung, Frau Gräfin.
00:26:55Sind Sie fertig, sind Sie fertig.
00:26:57Schauen Sie.
00:26:58Darf ich bitten, mein lieber Herr Bader.
00:26:59Wenn Sie mir nicht bringen.
00:27:01Wenn Sie nicht bringen.
00:27:02Aber Sie müssen entschuldigen, es ist leider nicht aufgeräumt.
00:27:04Ob aufgeräumt ist, dass Sie es mir erzählen, tut es mir immer so umarmen.
00:27:08Ich will ja gar kein Kind.
00:27:09Aber gehen Sie doch, treten Sie doch rein.
00:27:10Ich mache Sie doch ein Kind.
00:27:12Oh, verzeihen Sie.
00:27:13Das tut aber schrecklich rein.
00:27:15Aber setzen Sie sich.
00:27:16Da wird es gleich kommen.
00:27:17Davon habe ich ja nichts mehr in seiner Leitung.
00:27:18Nehmen Sie Platz.
00:27:19Aber wenn Sie auch so herumschusset.
00:27:20Oh, oh, oh.
00:27:21Komm, ich mit blauen Flecken zu Hause.
00:27:24Es handelt sich um Folgendes.
00:27:25Ja, ich weiß ja, lieber Herr Bader.
00:27:27Wenn Sie es wissen.
00:27:28Trinken Sie erst einen Cognac, Herr Bader.
00:27:30Es sind Leib und Seele zusammen.
00:27:32Aber nur in der Füge.
00:27:34Es ist ein wunderbarer alter Cognac von der Gräfin.
00:27:36Die Gräfin interessiert mich ja nicht.
00:27:38Auf Ihr Wohl.
00:27:39Wohl, Ihr Wohl, Wohl.
00:27:41Der Kofahner.
00:27:42Trinken Sie ihn auch nicht.
00:27:44Brauch, du es.
00:27:48Gut, nicht?
00:27:49Naja, es ist nicht schlecht.
00:27:50Ich bin nicht wegen ein Cognac hergekommen.
00:27:52Sondern, lieber Herr Bader.
00:27:53Sie wissen ganz genau, dass er der Fünfzehnte ist.
00:27:55Wirklich schon der Fünfzehnte, zwölfte, dreizehnte, dreizehnte.
00:27:57Brauchen Sie gar nicht nachrechnen.
00:27:58Es ist der Fünfzehnte.
00:28:00Und dann möchte ich Sie fragen, ob Sie vielleicht in der Hitze des Gefechtes vergessen haben,
00:28:04dass der Zins am ersten fällig war.
00:28:06Ich sage wahr.
00:28:07Wohlgemerkt, ich sage wahr.
00:28:09Sie sind gewissermaßen auch Wahrsager, mein lieber Herr Bader.
00:28:12Sie wissen ganz genau, was ich will.
00:28:15Vielleicht noch ein Cognac.
00:28:16Nein, mich werden Sie nicht blöd machen.
00:28:18Ich geh ja nicht zu Ihrer Kundschaft.
00:28:20Ich bin ja nicht die alte Gräfin.
00:28:21Leider, leider.
00:28:21Ich müsste es lieber, dass ich nicht die alte Gräfin bin.
00:28:26Hören Sie auf.
00:28:27Sie brauchen nicht weiterreden.
00:28:28Ich weiß genau, was Sie wollen.
00:28:28Sie wollen die Miete holen.
00:28:29Natürlich.
00:28:30Und Sie sollen sie haben.
00:28:31Na ist gut.
00:28:32Na bitte.
00:28:33Was brauchen wir uns da aufzuregen?
00:28:35Ich reg mich gar nicht auf wegen so einer Kleinigkeit.
00:28:38Dann geht alles in Güte.
00:28:39Natürlich.
00:28:40Prosit.
00:28:41Ich bin ein friedliebender Mensch.
00:28:44Aber nur die Quittung mitgebracht.
00:28:46Bravo.
00:28:47Das ist schön.
00:28:48Ordnung muss sein.
00:28:49Ordnung ist das halbe Leben.
00:28:50So geht auch.
00:28:51Und in drei Tagen, dann bringen Sie mir die Quittung unterschrieben wieder.
00:28:54Gut.
00:28:54Gut.
00:28:56Wieso?
00:28:56Warum erst in drei Tagen?
00:28:58Was sind schon drei Tage vor der Ewigkeit, lieber Bader?
00:29:01Was ist schon Geld?
00:29:03Irdischer Tank.
00:29:04Wie gleichgültig ist es, ob wir es besitzen oder nicht besitzen.
00:29:07Nicht wahr, lieber Herr Bader?
00:29:07Wir müssen es aber, wir müssen es schon lieber in Hops.
00:29:09Es sind schwindelig, Herr Bader.
00:29:11Na, gar nicht.
00:29:11Sehen Sie sich vor.
00:29:12Kommen Sie, ich werde Sie stützen.
00:29:13Ich passe auf auf Sie.
00:29:14So, lieber Herr Bader.
00:29:16Meine Stütze.
00:29:16Aber besser ist besser.
00:29:18So kommen Sie.
00:29:18Es war reizend von Ihnen, mich besuchen zu haben.
00:29:21Ich hoffe, es war nicht das letzte Mal.
00:29:23Morgen, Herr Bader.
00:29:24Drei.
00:29:25Drei.
00:29:28Was hab ich jetzt wollen?
00:29:30Ja.
00:29:31Den Zins wollte ich einkassieren.
00:29:34Was hab ich nicht gekriegt?
00:29:35Den Zins.
00:29:37Und er hat mich niedergeredet.
00:29:40Kerl.
00:29:42Überlistet.
00:29:43Er hat mich überlistet, aber...
00:29:46Den kaufen wir schon noch.
00:29:48Den kaufen wir.
00:29:54Frau Bichler?
00:29:55Was ist denn?
00:29:56Wo geht's denn hin?
00:29:57Wo kommen Sie denn her?
00:29:58Wissen Sie, Herr Vater, ich hab nicht...
00:30:00Vorbeigegangen sind Sie nicht an mir.
00:30:02Vorbeigeflogen können Sie auch nicht sein.
00:30:04Sie sind ja kein Vogel.
00:30:07Na, weiss er.
00:30:09Oben waren Sie.
00:30:10Beim Frank...
00:30:11Lügen Sie?
00:30:12Lügen Sie nicht?
00:30:13Sie waren oben.
00:30:13Beim Frank Essen haben Sie ihm getrunken.
00:30:16Hinau.
00:30:17Sie dürfen nicht glauben,
00:30:19weil ich ein paar Cognac getrunken hab, dass ich...
00:30:21Das gibt mich ja nix an.
00:30:22Na, weiss er.
00:30:23Gehen Sie nicht in die Küche.
00:30:25Und so fort.
00:30:26Und den will...
00:30:27Den will ich meiner Meinung sagen.
00:30:30Den...
00:30:31Nix ist es.
00:30:33Und ich...
00:30:35Keine Milch, der darf mir haben.
00:30:38Herr Rhein.
00:30:39Na, guten Morgen, Herr Bader.
00:30:42Morgen.
00:30:43Sie müssen sich erinnern können, das hab ich Ihnen schon gesagt.
00:30:46Wie?
00:30:46Zur Wurst habe ich einen Ansatz.
00:30:48Jedenfalls mache ich Sie abmerksam, dass der Zins am ersten fällig war
00:30:51und wenn er bis zum Ultimo nicht begleiten wird,
00:30:53tut mir sehr leid damit,
00:30:54da werde ich in Maßnahmen ergreifen.
00:30:55Und zwar einschneidender Art.
00:30:56Oh, Herr Bader.
00:30:57Schauen Sie mich nicht so dreherzig an,
00:30:59ich lass mich rein von Ihnen an meinen Finger weggeln.
00:31:01Schau'n, Herr Bader,
00:31:02das ist alles, was ich hab.
00:31:03Anzahlungen werden überhaupt nicht entgegengenommen.
00:31:05Der...
00:31:06Der hat ja gar nix.
00:31:06Aber gut, steht doch da mit der Veränderung.
00:31:08Nehmen Sie doch Platz, Herr Bader.
00:31:10Tizio.
00:31:10Tizio.
00:31:11Danke.
00:31:12Herr Bader,
00:31:13ich bin ein angehender Künstler.
00:31:15Angehende Künstler haben Hoffnungen, aber kein Geld.
00:31:17Leider.
00:31:17Das einzige, was unser eins hat,
00:31:19ist der Glaube ans eine Talent,
00:31:20der Glaube an die Kunst.
00:31:22Schau'n, Herr Bader.
00:31:23Ja.
00:31:24Ansinnen, lass' ich mich von Ihnen nicht.
00:31:25Versuch' ich Ihnen gleich.
00:31:26Das würd' ich mir doch gar nicht erlauben bei Ihnen, Herr Bader.
00:31:30Das sagen die Leute immer,
00:31:31ein Mitglied des Landestheaters.
00:31:33Angezogen muss man sein.
00:31:34Gut angezogen.
00:31:34Der Schneider, der Schuster,
00:31:35alle wollen Sie Geld.
00:31:36Ich kriegen kann's.
00:31:38Dann geht's genauso wie mir.
00:31:40Zum Leben zu wenig,
00:31:43zum Verhungern zu viel.
00:31:46Ja, und die Frau Pickel hat Ihnen doch was zum Essen draufgebracht, nicht?
00:31:49Sie wissen.
00:31:50Schau'n Sie, ich weiß alles.
00:31:52Sie ist eine gute Frau.
00:31:55Gute Frau ist ja von mir, nicht wahr?
00:31:57Sie ist ja von mir schließlich.
00:31:59Mir nimmt sie...
00:32:00Denn, Herr Bader,
00:32:02wenn ich hier so allein bin
00:32:03und ich schau' da zum Fenster hinaus,
00:32:06da hinüber aufs Theater,
00:32:08dann denk' ich mir,
00:32:10einmal wirst du ein großer Sänger sein,
00:32:12wirst du auf der Bühne stehen,
00:32:13wirst du ein Regoletto singen
00:32:15und die Leute werden dir zujubeln.
00:32:17Na, Sie auch, Herr Barnum,
00:32:19in Ihrem schönsten Anzug.
00:32:20Mir freilich,
00:32:21ich wär' mir ein Frakkert.
00:32:22Natürlich krieg' ich's auf Freikarten.
00:32:24Und dann werden Sie sagen,
00:32:25da hat er mal bei mir gewohnt
00:32:26und gehabt er da damals gar nix.
00:32:28Schauen Sie,
00:32:28keine Sentimentalitäten.
00:32:30Wohin, bitte.
00:32:31Hab' ich nicht gern.
00:32:33Was auch holtest du herinnern?
00:32:39Was?
00:32:39Am Herzen ist er nicht?
00:32:40Weil ich keine Kohlen hab.
00:32:41Ah, Kohlen haben Sie auch nicht?
00:32:43Schrecklich.
00:32:43Nur, was machen Sie denn da?
00:32:44Wenn's gar zu kalt wird,
00:32:45ich decke mich ins Bett,
00:32:45decke mich zu
00:32:46und träum' so vor mich hinten.
00:32:48Da träumen Sie, dass wir
00:32:49einen Zins zahlen, nicht?
00:32:50Sie haben leicht lachen, Herr Bader.
00:32:52Mir ist gar nicht zum Lachen,
00:32:53etwa.
00:32:53Die Situation ist zu ernst.
00:32:57Christel?
00:32:58Ja?
00:32:58Wie kommen Sie denn so zum Bild?
00:33:00Das wissen Sie doch damals
00:33:01auf dem Maskenball
00:33:01im vorigen Winter,
00:33:02wo wir uns kennengelernt haben.
00:33:03Das ist mein Fächer.
00:33:04Den hat sie von mir gekriegt
00:33:05zur ersten Tanzstunde.
00:33:07Von mir hat sie kein Bild gegeben.
00:33:09Ja, ich weiß nicht,
00:33:10was ich mit Ihnen anfangen soll.
00:33:11Ich kann Ihnen da nicht
00:33:12den Zins zahlen, nicht?
00:33:13Ja, das können Sie nicht,
00:33:13Herr Bader.
00:33:14Das können Sie wirklich nicht.
00:33:16Wenn ich will,
00:33:17kann ich alles, nicht wahr?
00:33:18Aber, Herr Bader.
00:33:19Tun Sie nicht da und
00:33:20Sie haben ihn noch nicht.
00:33:21Ja, gewiss.
00:33:22Gewiss nicht.
00:33:23Natürlich haben Sie,
00:33:23aber ich habe ihn noch nicht.
00:33:25Na, da wollen wir
00:33:25in der Schiene-Soße wegsitzen.
00:33:29Sau kalt ist es hier.
00:33:31So etwas darf man mir nicht zumuten.
00:33:33Was ist das für ein Zustand,
00:33:35Direktor?
00:33:35Tja, wir sind in einem Winterwalde.
00:33:38Ach was,
00:33:38ich bin zum Scherzen nicht aufgelegt.
00:33:40Es ist eine Zumutung,
00:33:41in einer solchen Kälte
00:33:42probieren zu müssen.
00:33:43Oh, oh, oh,
00:33:44da haben Sie es belegt.
00:33:46Ja, aber lieber Schellberg,
00:33:47ist es ja sowieso die Schlussszene.
00:33:48Also hier mitten im Chor
00:33:50steht Girol,
00:33:51Herr Frank.
00:33:51Wo ist Herr Frank?
00:33:52Wenn ich hier sein kann,
00:33:54kann der Herr auch da sein.
00:33:55Ja, er hat doch nichts zu reden
00:33:56in dieser Szene.
00:33:57Egal, er hat da zu sein.
00:33:58Ja, zu reden haben Sie selber.
00:34:00Was habe ich zu reden?
00:34:01In meinem Buch steht gar nichts.
00:34:04Doch, doch, Herr Kammersänger.
00:34:07Hier steht's ja.
00:34:09Der Marquis ruft mit einem Aufschreiter Kaiser.
00:34:11Hm.
00:34:12So würde ich das nie gesagt haben.
00:34:14Und sage es auch nicht, Herr Kaiser.
00:34:17Herr Kaiser!
00:34:18Heißt es.
00:34:20Na schön.
00:34:21Daraufhin erscheint Napoleon
00:34:22ganz oben auf der Freitreppe.
00:34:24Wo ist die Freitreppe?
00:34:25Bühne.
00:34:26Treppe.
00:34:36Und zweitens sehe ich keine Napoleon.
00:34:39Aber Schellenberg,
00:34:40wir wollen doch fertig werden.
00:34:41Das Weihnachtsmärchen fängt doch gleich an.
00:34:42Wir markieren doch bloß.
00:34:43Also bitte rufen Sie jetzt der Kaiser.
00:34:45Kaiser!
00:34:47Spielt denn der Müller den Kaiser?
00:34:48Aber nein, nur jetzt auf der Stellprobe.
00:34:50Den Kaiser spielt der Granzeder.
00:34:53Granz!
00:34:54Ha!
00:34:55Granzeder als Napoleon!
00:34:57Ha!
00:34:58Der braucht auch nicht hier zu sein.
00:35:00Der hat auch nichts zu reden.
00:35:01Der spielt doch den Zwerg im Weihnachtsmärchen.
00:35:04Ein Zwerg als Napoleon!
00:35:08Unfassbar!
00:35:09Schluss, mein Herr!
00:35:10Bühne frei!
00:35:11Das Weihnachtsmärchen geht gleich an.
00:35:13Mit Napoleon als Zwerg.
00:35:17Auf Wiedersehen, meine Herren!
00:35:19Herr Direktor, Herr Heller!
00:35:21Auf Wiedersehen, Herr Kammer-Sänger!
00:35:27Oh, meine Verehrung, Herr Granzeder!
00:35:29Meine Verehrung!
00:35:31Guten Tag, Herr Kammer-Sänger!
00:35:43Guten Tag, Frau Schellenberg!
00:35:46Ach, guten Tag!
00:35:46Ich freue mich, Sie zu sehen.
00:35:48Wie geht's Ihnen?
00:35:49Danke, gut.
00:35:50Werden Sie heute Abend kommen?
00:35:51Leider, Herr Frank, heute Abend geht es nicht.
00:35:53Schade, gerade heute Abend wäre Herr Bater nicht da.
00:35:55Da hätten wir so schön üben können.
00:35:56Ja, aber wir haben große Gesellschaft, da kann ich nicht weg.
00:35:59Aber, wenn Sie wirklich so liebenswürdig sein wollen, dann vielleicht morgen Abend.
00:36:04Da ist Papa im Theater.
00:36:05Haben Sie Zeit?
00:36:05Natürlich!
00:36:06Ich werde wachen!
00:36:07Danke Ihnen!
00:36:08Auf Wiedersehen!
00:36:09Auf Wiedersehen, Frau Herr Schellenberg!
00:36:18Herr Frank, bitte schön einen Augenblick!
00:36:21Grüß Gott, Frau Pichlack!
00:36:22Was gibt's?
00:36:23Kommen Sie doch herein.
00:36:25Ich muss Ihnen was Wichtiges sagen.
00:36:30Also, das sollten Sie nicht tun, Herr Frank.
00:36:32Was denn, Frau Pichlack?
00:36:33Sie verstehen mich schon.
00:36:34Das mit der Christel meine ich.
00:36:36Aber ich werde doch mit ihr sprechen dürfen.
00:36:38Na, aber so auf der Straße.
00:36:39Sie wissen doch, wie die Leute sind.
00:36:42Na, und gestern Abend.
00:36:44Also, das Mädel ist wirklich leichtsinnig.
00:36:46Ich verstehe gar nicht, was Sie meinen, Frau Pichlack.
00:36:49Wenn hier jemand leichtsinnig ist, dann bin ich's.
00:36:51Das ist es ja, was ich Ihnen sagen will.
00:36:53So Geschichten wie gestern im Theater.
00:36:56Die Christel geht weg, kaum hat's begonnen
00:36:58und kommt wieder zurück kurz vor Schluss.
00:37:01Das fällt doch auf.
00:37:02Sowas schadet doch einem jungen Mädel.
00:37:05Ich hab gedacht, Sie haben Sie gern.
00:37:07Ja, natürlich hab ich Sie gern.
00:37:08Aber was hat denn das mit dem Theater zu tun und mit gestern?
00:37:11Herr Frank, Sie hätten mir das sagen sollen,
00:37:13dass Sie schon so weit sind mit ihr.
00:37:15Sie haben doch ein Rendezvous gehabt gestern.
00:37:17Na, aber gescheiter hättet ihr das anstellen dürfen.
00:37:21Jetzt hören Sie mal, Frau Pichlack.
00:37:22Was war das?
00:37:24Christel war gestern im Theater, ist gleich wieder weggegangen.
00:37:26Und dann?
00:37:27Uns doch nicht so, als ob Sie von nichts wüssten.
00:37:31Habt's euch halt gar nicht drängen können, hm?
00:37:34Ja, ja, so wird's wohl gewesen sein.
00:37:37Frau Pichlack, wie war's?
00:37:41Dankeschön.
00:37:42Grüß Gott, Frau Pichlack.
00:37:43Aber Herr Frank, Sie nehmen mir das doch nicht übel.
00:37:47Ich mein's ja doch nur gut.
00:37:49Ja, ja, ich weiß schon, das ist gut mit uns mal.
00:37:55Bitte.
00:37:56Dankeschön.
00:37:57Also, Frau Angerer, hier sitzt der Graf Schwarzendorf.
00:38:00Ja.
00:38:00Übrigens, der alte Graf schläft gern.
00:38:02Wenn man das beim Servieren bemerkt, dann soll man ruhig an ihm vorbeigehen.
00:38:05Wenn er aber aufwacht und hat nichts.
00:38:07Das macht gar nichts.
00:38:08Der alte Graf glaubt an, er hat schon gegessen.
00:38:10Hier sitzt unsere Primadonna und hier sitzt der Ferdinand.
00:38:15Und neben dem Ferdinand, da setzen wir die Tochter von unserem Theaterdirektor.
00:38:21Die redet genauso wenig wie er.
00:38:23Da muss sich ja der Ferdinand gut unterhalten.
00:38:25Da sitzt der Papa und hier sitzt die Gräfin.
00:38:28Und neben der Gräfin, da sitzt natürlich der Professor Männerig.
00:38:32Da können Sie sich dann stundenlang über Geistergeschichten unterhalten.
00:38:35Das gibt eine richtige spiritistische Ecke.
00:38:37Der Papa, die Gräfin und der Männerig.
00:38:38Das kann ja gut werden.
00:38:41Übrigens, Frau Angerer, sind die Diener schon da?
00:38:43Einer ist schon in der Küche.
00:38:44Aber er hat gesagt, der andere kommt nicht.
00:38:46Was, der kommt nicht?
00:38:47Und das sagen Sie mir erst jetzt?
00:38:48Ja, dann müssen wir doch sofort...
00:38:50Ich bitte Sie, gehen Sie schnell herunter zum Herrn Bader.
00:38:52Und sagen Sie ihn, ich lasse ihn schön grüßen.
00:38:54Und ich lasse ihn bitten, er möchte heute Abend bei uns aushelfen.
00:38:56Der Herr Bader?
00:38:57Ja.
00:38:57Ja, kann denn der das?
00:38:58Aber natürlich, der Herr Bader kann doch alles.
00:39:00Also gehen Sie schnell.
00:39:01Und nicht vergessen, ich lasse ihn herzlich bitten, ja?
00:39:03Ist gut, gnädiges Fräulein.
00:39:05Gnädiges Fräulein.
00:39:06Ja, bitte.
00:39:08Ach, die Herren sind schon da.
00:39:09Ja, wir werden doch Herrn Kammersänger nicht im Stich lassen.
00:39:11Schön.
00:39:12Womit sollen wir denn anfangen, gnädiges Fräulein?
00:39:14Sicherlich wie immer mit dem Festmarsch.
00:39:15Aber ich werde vorsichtshalber Papa noch fragen.
00:39:17Sehr wohl, gnädiges Fräulein.
00:39:19Bitte schön, meine Herren.
00:39:21Papa?
00:39:21Ist schon jemand da?
00:39:23Die Musiker lassen fragen, womit sie beginnen sollen.
00:39:25Hm.
00:39:27Sagen wir dieses Mal mit dem Festmarsch.
00:39:30Aber ich werde mir die Sache noch überlegen.
00:39:32Ich komme gleich.
00:39:34Ist gut, Papa.
00:39:37Ich weiß nicht, Karl.
00:39:39Heute Abend sind so wenig Leute da.
00:39:41Ich habe kein gutes Gefühl.
00:39:43Ich habe so eine dumme Ahnung.
00:39:45Ahnung kannst du in deinem Geschäft haben.
00:39:46Aber diese Trottels, die glauben doch sowieso an dich.
00:39:48Die erzählst du nicht so'n Quatsch.
00:39:50Na hier.
00:39:53Du glaubst nicht, dass man das merkt?
00:39:54Aber wo?
00:39:55Kein Aß merkt das.
00:39:56Ich verstehe mein Geschäft.
00:39:57Ich wünsche dir, du verstehst das auch so gut.
00:40:04Ja, Herr Rind.
00:40:05Guten Abend, Herr Bader.
00:40:06Guten Abend, Frau Angerda.
00:40:07Was?
00:40:08Bringen Sie mit den.
00:40:09Entschuldigen Sie, Herr Bader.
00:40:10Aber wir sind so in Verlegenheit.
00:40:12Die Aushilfe ist uns ausgeblieben.
00:40:14Und der Herr Kammerzinger hat doch heut Gäste.
00:40:16Der Schellenberg?
00:40:16Ja.
00:40:17So ihn hat das keiner.
00:40:18Aber Herr Bader.
00:40:18Nein, schauen Sie.
00:40:19Ich kann kein Dinner oder wer ununterbrochen machen.
00:40:22Nicht wahr?
00:40:22Schließlich.
00:40:22Ich bin Haus ins Bett.
00:40:24Ja, das ist schon.
00:40:25Das habe ich ausnahmsweise gemacht.
00:40:27Beim Grafen, nicht wahr?
00:40:28Ja.
00:40:29Bei den alten Herren.
00:40:29Aber so tut mir leid.
00:40:30So tut mir leid.
00:40:31Das ist aber schade.
00:40:32Die Freundin Christl hat eigentlich gemeint.
00:40:33Sie lässt Sie recht herzlich bitten.
00:40:35Die Christl?
00:40:36Ja.
00:40:37Warum sagen Sie das nicht klar?
00:40:39Ja.
00:40:39Kommen Sie dann.
00:40:39Kommen Sie dann.
00:40:40Kommen Sie dann.
00:40:43Kommen Sie sofort, Frau Bick.
00:40:45Frau Bick, ja.
00:40:46Die weiße Gravaten und die Handschuhe.
00:40:49Ja, geht Sie vor?
00:40:50Die weiße Gravaten und die Handschuhe.
00:40:56Herr Schellenberg.
00:40:58Ach, Tascha!
00:40:59Herr Bader.
00:41:00Ja, grüß Sie gut.
00:41:02So vielleicht?
00:41:03Von dieser Seite?
00:41:04Ja, bitteschön.
00:41:05Ich danke sehr.
00:41:07Nein, danke.
00:41:08Ja, so.
00:41:09Komm später.
00:41:11Der Herr Bader hilft bei Ihnen aus.
00:41:14Na, mir hat er abgesagt.
00:41:15Sie scheinen ja ein besonderer Liebling von ihm zu sein, Herr Schellenberg.
00:41:19Jawohl.
00:41:20Herr Schellenberg.
00:41:21Natürlich, bitte.
00:41:23Das bleibt doch nicht üblich.
00:41:26Frau Pflocken.
00:41:28Ziemlich stark, Frau Pflocken.
00:41:31Entschuldigung, auch für Sie.
00:41:33Wie sind Sie?
00:41:34Danke schön.
00:41:37Die Haferpflocken kommen gleich.
00:41:41Ja.
00:41:41Wir rühren Sie schon um.
00:41:44Die Dinge sind nicht tot.
00:41:46Jeder Gegenstand hat sein geheimes Leben.
00:41:50Wenn ich ihn berühre,
00:41:53strahlt er eine ganze Geschichte für mich aus.
00:41:56Das nennt man dann, soviel ich weiß,
00:41:58Tele...
00:41:59Telepathie, Griechen.
00:42:01Das ist das.
00:42:03Louis, du...
00:42:03Sehr richtig.
00:42:05Mir passieren oft die merkwürdigsten Dinge.
00:42:07Neulich war ich auf einer Gesellschaft eingeladen, wie ich das Messer ergreife.
00:42:12Durchzuckt es mich.
00:42:15Blitzartig weiß ich, mit diesem Messer ist jemand umgebracht worden.
00:42:19Oh mein Gott.
00:42:21Ist denn sowas möglich?
00:42:23Na und?
00:42:25Es war so.
00:42:28Nein.
00:42:29Die Exzellenz.
00:42:31Super.
00:42:31Die Haferflocken.
00:42:32Ja.
00:42:32Ja.
00:42:34Haben Sie den Zucker hineingetragen?
00:42:36Zucker sind sechs Tögel.
00:42:38Die biegt ja direkt.
00:42:39Die biegt ja.
00:42:39Bitte.
00:42:40Nun Herr Graf, ist das so recht?
00:42:43Ausgezeichnet.
00:42:43Ja, wenn ich meine Haferflocken nicht habe, bin ich nur ein halber Mensch.
00:42:46Jeden Abend, bevor ich einschlafe, kriege ich meine Haferflocken.
00:42:53Glaubet man gar nicht so ein Steigerung ist.
00:42:55Direkt ein Strafgottes.
00:42:56Warum nehmen Sie denn keinen Umliek dran?
00:42:58Ich nehme ja einen, ich nehme ja einen.
00:42:59Ich habe ja einen eingesteckt.
00:43:00Na, Alter.
00:43:01Ich probiere immer wieder eine Steigerung.
00:43:03Immer wieder.
00:43:04Sie lassen sich noch helfen.
00:43:05Nein, sie macht was.
00:43:09Ach, die Sekunde.
00:43:12Geh weg.
00:43:13Seid jetzt.
00:43:14Sie macht man so.
00:43:15Sie macht man so.
00:43:16Kommt immer mit seinen.
00:43:18Sie kommen immer in den ungeeigneten.
00:43:19Moment.
00:43:20So, das geht noch durch den Schnee.
00:43:22Fertig.
00:43:23Geht der richtigen Gang her.
00:43:24Der nächste Gang.
00:43:25Ich bin ja dabei.
00:43:26Ich bin dabei.
00:43:27Ja, ja.
00:43:29Der macht sich wichtig.
00:43:31Was ist denn dort und hier an dem Zug?
00:43:34Bitte, bitte.
00:43:35Liebe Gräfin, es ist doch ganz undenkbar.
00:43:38Der Lärm.
00:43:39Die Menschen.
00:43:40Es kann kein Fluidum aufkommen.
00:43:43Also versuchen Sie es doch einmal.
00:43:45Da.
00:43:45Meine Herrschaft.
00:43:47Leise.
00:43:48Leise.
00:43:50Leise.
00:43:51Oh Gott.
00:43:52Lieber Herr Schellenberg.
00:43:54Könnten Sie veranlassen, dass die Musik ein bisschen ...
00:43:58Schon geschehen, Meister.
00:44:00Schon geschehen.
00:44:01Danke.
00:44:02Danke.
00:44:02Danke.
00:44:13Nein, es ...
00:44:14Es geht so nicht.
00:44:16Ich ...
00:44:16Ich fühle nichts.
00:44:18Ach, das ist aber schade.
00:44:20Schade.
00:44:20Schade.
00:44:23Vielleicht etwas weniger Licht.
00:44:25Weniger Licht.
00:44:35Danke.
00:44:36Ach, jetzt versuch es doch noch einmal.
00:44:38Bitte noch einmal.
00:44:39Darf ich bitten, meine Herrschaft?
00:44:42Ich muss mich konzentrieren.
00:44:45Schade.
00:44:46Schade.
00:44:52Schade.
00:44:56Schade.
00:44:59Schade.
00:45:00Schade.
00:45:01Schade.
00:45:09Schade.
00:45:10Schade.
00:45:16Schade.
00:45:17Jetzt ...
00:45:19Ich sehe einen Strom ...
00:45:23Höre Musik ...
00:45:26... ein Mann in Rüstung ...
00:45:32Strahlend, ein Schwan, eine Frau erscheint, schön, groß, sie trägt die Perlenkette, sie ist unruhig, sie wendet sich um, ein
00:45:46Vorhang, der Ritter erscheint, der Ritter tritt ein, näher, er sinkt in die Knie, er greift ihre Hand und, was
00:45:56ist das?
00:45:58Ebi, steigt auf, das Bild verhüllt sich, Rosenblätter fallen, ich sehe nichts mehr.
00:46:14Fantastisch, fantastisch.
00:46:16Unheimlich.
00:46:20Den Tannhäuser, den Lohenkrien hat er gemeint.
00:46:24Ja, Ferdinand, Sie haben ja endlich einmal recht.
00:46:26Ja, mit der Elsa und dem Schwan.
00:46:30Seltsam, ganz außerordentlich.
00:46:34Dürfte ich um etwas mehr Licht bitten?
00:46:37Aber gewiss, Meister, gewiss.
00:46:40Und vielleicht um eine kleine Erfrischung, meine Damen.
00:46:45Frau Gräfin, Sie haben bestimmt verstanden, welches Erlebnis Herr Mähnarek mit der Kette intuitiv erfasst hat.
00:46:53Ja, es ist wirklich verblüffend.
00:46:55Ich erinnere mich nur, dass ich vor 20 Jahren bei einer Lohenkrien-Auführung die Perlenkette zum ersten Mal getragen habe.
00:47:02Erstaunlich, daher also der Schwarm?
00:47:05Na, siehst du das?
00:47:06Ich habe ja gleich gewusst.
00:47:07Und es klappt nicht, aber die Frau Bichler.
00:47:10So was von der alte Schellenberg ist jetzt da ganz verkehrt.
00:47:12Und jetzt kommt der Duett.
00:47:25Und jetzt kommt der Duett.
00:47:44Ja, was singen wir denn nun, lieber Kollege?
00:47:47Was singen wir nur, verehrte Kollegin?
00:47:49Vielleicht Lohengrinz, bitte achten.
00:47:51Ach, nicht immer Lohengrinz.
00:47:53Tja, was denn dann?
00:47:54Was denn dann?
00:48:09Fern von der Heimat im fremden Land gab's mir zum Abschied noch einmal die Hand.
00:48:22Fern von der Heimat, lang ist es heil,
00:48:30Wart mir der Abschied schwer, ach so schwer.
00:48:38Doch die Gedanken blieben, so wie immer lieben.
00:48:52Wo geht denn der Männer weg hin?
00:48:54Ich weiß nicht.
00:48:55Vielleicht ist er nicht musikalisch.
00:48:57Sind Sie musikalisch?
00:48:58Ich?
00:48:59Nein.
00:49:00Und also, sind ja auch durch, wenn jeder er wickelt, ihr Mächtchen.
00:49:05Was ist denn nun los?
00:49:06Ich warte da draußen und tue.
00:49:07Unmöglich!
00:49:08Was heißt unmöglich?
00:49:09Die Gräfin trägt heute eine ganz andere Kette.
00:49:11Alter, Fluch.
00:49:12Aber was mit Schellenberg?
00:49:13Das wird auch nicht gehen.
00:49:14Er singt gerade.
00:49:16Dort strahlte unser Liebesstern.
00:49:23Heimat, du Schöne, dir gehör'n wir beide.
00:49:42Also gesungen haben Sie meine Gnädigste, wie eine Sirene.
00:49:50Sehr lieb.
00:50:03Mein lieber Herr Schellenberg, Sie haben wieder gesungen, na, ich muss schon sagen, keine Komplimente, Meister, keine Komplimente.
00:50:12Auch Sie haben uns heute wundervolle Beweise Ihrer herrlichen Kunst gegeben.
00:50:16Übrigens hätte eine große Bitte an Sie, lieber Menarik. Sie haben uns in Ihren spiritistischen Sitzungen so oft mit den
00:50:24Stimmen berühmter Persönlichkeiten in Verbindung gebracht.
00:50:27Ich erinnere nur an Alexander den Großen. Können Sie uns nicht Napoleon zitieren?
00:50:33Napoleon?
00:50:34Ja, ich habe nämlich eine kleine Auseinandersetzung mit meinem verehrten lieben Direktor.
00:50:39Aber doch nicht hier.
00:50:41Ach, bitte, bitte, Sie müssen uns den Gefallen tun, ja?
00:50:43Ich will sehen, was sich tun lässt. Ich habe mit allen meinen Mitteln versucht, Napoleon zu zitieren. Aber er erscheint
00:50:53niemals.
00:50:55In einer persönlichen Seance habe ich allerdings einmal mit ihm gesprochen.
00:51:01Übrigens, Aufschlüsse habe ich dort erhalten, die die Historiker sehr interessieren würden.
00:51:07Uns auch? Uns auch?
00:51:09Also, bei der nächsten Seance zitieren wir Napoleon.
00:51:13Ja, Napoleon!
00:51:14Ich will es versuchen, aber Geister lassen sich leider nicht kommandieren.
00:51:19Tja, bitte.
00:51:21Passen Sie doch auf, Baden!
00:51:24Schau mal, jetzt habe ich gefangst.
00:51:26Jetzt habe ich gefangst.
00:51:27Ich bin ja so zusammengefahren mit Welt über den Blödsinn, was der Herr da erzählt.
00:51:30Was nennen Sie Blödsinn?
00:51:31Was ist Hokus?
00:51:32Hokus, Hokus!
00:51:33Traurig, wenn jemand geistig hochsteht, dass so etwas...
00:51:36Bitte, bitte, sprechen Sie sich ruhig aus, Herr Wader.
00:51:38Es ist sehr interessant, einmal die Stimme des Volkes zu hören.
00:51:41Ich lasse mich mit Ihnen in keinen Tisch putzen.
00:51:43Ja, wir reden Sie mit meinen Gästen.
00:51:44Regen Sie sich doch nicht auf, Herr Schellenberg.
00:51:46Was kann schon in so einem Gehirn vor sich gehen?
00:51:48Das müssten Sie wissen, etwa, wenn Sie ein Hellseher sind.
00:51:51Mein lieber Herr, wenn Sie wüssten, was in meinem Gehirn vorgeht,
00:51:53dann möchten Sie bocken und möchten mich hinausschleudern in einen Bogen.
00:51:58Wader!
00:51:58Ja, Sie können gehen.
00:51:59Bitte, ich mach meinen Dienst fertig und geh lang.
00:52:05Jetzt habe ich eine Zeit lang genug, den servieren.
00:52:10Frau Bichler?
00:52:11Ja?
00:52:11Na, können wir essen?
00:52:13Schon da, Herr Wader.
00:52:14Ah, ist ja doch, bravo.
00:52:16Ja.
00:52:16Bravo, Mahlzeit?
00:52:17Gleichfalls.
00:52:21Es macht nichts, es ist besser, es war mir zu kalt.
00:52:26Soziale Probleme, wie Sie da geraten, damit beschäftigen Sie sich jetzt die ganze Zeit.
00:52:32Eine Eingabe wollen Sie machen für die armen Leute.
00:52:34Und dabei wäre die Sache so einfach.
00:52:36Wenn die reichen Leute nicht immer die reichen Leute einladen möchten, sondern die armen,
00:52:40so wird das Problem auf einmal gelöst.
00:52:44Haben Sie es verstanden?
00:52:46Nein.
00:52:47Macht auch nichts.
00:52:56Bader!
00:52:57Bader!
00:52:57Herr Bader!
00:52:58Ja, bitte, bitte, ich bin schon...
00:53:00Was soll dieser Kohlenkübel hier?
00:53:01Da bricht man sich ja beide Füße.
00:53:03Na ja, Sie müssen ja nicht reinsteigen, Herr Kammerseger, nicht?
00:53:06Den Gedanken habe ich Ihnen heute stehen lassen.
00:53:07Den Gedanken stehen lassen?
00:53:09Herr Bader hat Gedanken!
00:53:11Sie brauchen nichts als Gefälligkeit, so zu lachen, weil der Herr Kammerseger einen
00:53:14Witz gemacht hat, nicht wo?
00:53:16Da möchte ich Sie ja auch nebenbei bemerken, möchte ich Sie ja suchen um den Zins, um den
00:53:20Mitzins, nicht wo?
00:53:21Sie sehen doch, dass ich hier beschäftigt bin und ausgehe.
00:53:24Kommen Sie morgen.
00:53:25Na morgen sagen Sie mal über das dasselbe, nicht?
00:53:26Bader, benehmen Sie sich.
00:53:28Ist ja lächerlich, nicht wo?
00:53:29Sie können mich nicht mehr in aller Öffentlichkeit mahnen.
00:53:31Nein, Sie sehen ja, dass ich es kann, nicht wo?
00:53:33Den ist nix, sie nix, wollen wir nur so für reden.
00:53:35Vergessen auf die Lappalie.
00:53:36Wenn es eine Lappalie ist, dann zahlen Sie es, die Lappalie.
00:53:41Ich freue mich, dass Sie gut zusammen sind, die Herren.
00:54:05Entschuldigen Sie, Herr Frank, ich konnte leider nicht früher kommen.
00:54:08Ich freue mich, dass Sie überhaupt gekommen sind.
00:54:10Bitte.
00:54:15Bitte.
00:54:22Ein bisschen ungemütlich.
00:54:24Die ganze Erbschaft hat er hier untergebracht, der Herr Bader.
00:54:29Bitte.
00:54:33Ach, ich dachte, verzeihen Sie, ich meine nur, soll ich Ihnen nicht zuerst eine Arie vorsingen?
00:54:38Vielleicht die Hallen-Arie?
00:54:40Nein, nein, zuerst bei Stimmübungen.
00:54:48Wie bitte?
00:54:52Lauter, lauter, mehr Ausdruck, mehr Gefühl.
00:55:08Na, wenn das so weitergeht, das kann ja eine tolle Arie werden.
00:55:12Wenn Sie so mit mir reden, dann kann ich überhaupt nicht singen.
00:55:16Wieso?
00:55:17Wir sind doch zum Arbeiten hier.
00:55:18Bitte.
00:55:21Sagen Sie, Herr Frank, was haben Sie eigentlich?
00:55:24Sie waren gestern so ganz anders.
00:55:26Ja, gestern.
00:55:28Gestern, da habe ich auch noch nicht.
00:55:32Also fangen wir an.
00:55:34Nein, ich fange nicht an.
00:55:35Ich möchte wissen, was los ist.
00:55:36Was haben Sie gestern noch nicht?
00:55:38So, das wollen Sie wirklich wissen?
00:55:40Ja.
00:55:41Und wenn Sie es mir nicht sagen, dann gehe ich wieder.
00:55:43Dann frage ich Sie, wo waren Sie während der Aufführung der Jungfrau von Orléans?
00:55:47Sie sind nach dem Vorspiel weggegangen und erst am Schluss wiedergekommen.
00:55:50Woher wissen Sie denn das?
00:55:51Und überhaupt, wer gibt Ihnen ein Recht, so zu fragen?
00:55:55Allerdings, verzeihen Sie.
00:55:57Aber ich dachte immer, ich habe gehofft, dass...
00:56:00Was haben Sie gehofft?
00:56:03Sprech nicht mal darüber.
00:56:04Ist ja auch nicht wichtig.
00:56:06Doch, doch, doch.
00:56:07Für mich ist es sehr wichtig zu wissen, was Sie von mir denken.
00:56:09Aber ich kann mir schon vorstellen.
00:56:11Sicherlich hat man Ihnen irgendeine wilde Geschichte erzählt.
00:56:13Das hätte ich nie vom Bader geglaubt.
00:56:15Aber Bader hat mir kein Wort gesagt.
00:56:17So.
00:56:20Also bitte, ich war mit dem jungen Grafen...
00:56:23Was, mit Ferdinand?
00:56:24Ja.
00:56:25Ich habe mich mit ihm getroffen.
00:56:26Zum Abendessen.
00:56:28Im Separé.
00:56:30Im Separé?
00:56:31Mit dem Ferdinand?
00:56:32Lachen Sie mich nur ruhig aus.
00:56:33Es war sehr blöd von mir.
00:56:35Aber ich wollte so gerne wissen, wie es in einem Separé aussieht.
00:56:38Na, das ist allerdings eine wilde Geschichte.
00:57:00Ach.
00:57:02Liebes Frau, dein Christli, ich glaube...
00:57:05Ich fürchte das mit der Oper, das wird nichts.
00:57:08Müssen Sie unbedingt singen lernen?
00:57:10Na, müssen muss ich nichts.
00:57:11Aber sehen Sie, ich habe doch den ganzen Tag nichts zu tun.
00:57:14Und eine künstlerische Beschäftigung muss doch der Mensch haben, nicht?
00:57:17Und da habe ich mir gedacht, ich versuche es mal mit Singen.
00:57:19Na, es gibt doch auch andere künstlerische Beschäftigungen.
00:57:22Zum Beispiel?
00:57:22Zum Beispiel, äh, kochen.
00:57:26Und das macht doch die Köchin.
00:57:29Oder heiraten, zum Beispiel.
00:57:31Heiraten?
00:57:33Wen denn?
00:57:34Aber Sie brauchen sich doch nochmal umzusehen.
00:57:37Ich weiß, es ist nicht allzu viel los mit mir, aber...
00:57:40Doch, mit Ihrer Stimme.
00:57:42Das weiß ich doch.
00:57:43Ich meine, das wissen wir doch alle.
00:57:45Christl!
00:57:50Wollen wir es nicht lieber doch noch einmal mit dem Singen versuchen?
00:57:54Na so, bitte.
00:57:59Jetzt kann ich wirklich nicht mehr.
00:58:01Dann passen Sie auf, ich singe es Ihnen vor.
00:58:17Was ist denn, was erschrecken Sie denn so?
00:58:19Ja, ich bin...
00:58:20Haben Sie geglaubt, es kommt ein Gespenst?
00:58:21Haben Sie Gespenst zu sehen, wollen Sie zum Männerdegraf gehen.
00:58:24Ja, Herr Bader, Sie sind schon da?
00:58:27Na, ich glaube schon.
00:58:28Was haben Sie denn überhaupt?
00:58:29Na, ich habe gedacht, Sie...
00:58:30Was, warum sind Sie denn so verstört?
00:58:32Na, la, la, la, la, la, la, la, la, la, la, la, la, la, la, la, la, la, la, la,
00:58:37la...
00:58:37Wer singt denn dort?
00:58:37Na, Herr Bader, bitteschön nicht, Stern.
00:58:39Ich habe gedacht, es ist Ihnen recht.
00:58:41Was? Was ist mir recht?
00:58:42Na ja, schauen Sie, der Herr Frank, das ist doch so ein armer Künstler
00:58:45und hat kein Klavier und...
00:58:47Der Frank ist das?
00:58:48Ja, und da übt er halt immer.
00:58:50Aber nur, wenn der Herr Bader nicht da ist, damit er nichts stört.
00:58:53Dann muss man sagen, Heimlichkeiten vertrag ich nicht.
00:58:55Und Sie einfach ganz ruhig sagen können.
00:58:57Nicht eigentlich für alle Mal.
00:59:01Ganz gut, nicht schlecht.
00:59:03Kommen Sie, Herr Bader, ich möchte Ihnen was zeigen.
00:59:05Was denn?
00:59:06Ich glaube, ich habe eine gute Idee.
00:59:07Oh, meine liebe Frau, Ihre Idee, Ihre Idee.
00:59:13Wunderbar, haben Sie das gesungen?
00:59:15Wissen Sie, Herr Bader, ich...
00:59:17Was denn, was machen Sie denn?
00:59:18Ich habe mir nämlich gedacht, wenn wir da so einen Schleiferl oder einen Marschall herbekommen.
00:59:22Barock, eigentlich haben wir da nicht einen Marschall gegeben, sondern es schaut ja eh schon spaßig aus.
00:59:26Versuchen Sie es doch auch einmal.
00:59:26Aber das ist doch völlig unmöglich.
00:59:29Sind Sie immer noch nicht davon überzeugt?
00:59:31Dann probieren wir es einmal zusammen.
00:59:33Also gut.
00:59:47Wir sind auf einmal sehr hoch.
00:59:49Wissen Sie, Herr Bader, entschuldigen Sie.
00:59:51Wissen Sie, was?
00:59:52Das ist die Christl.
00:59:53Wo ist die Christl?
00:59:54Ja, so fleißig sind sie miteinander.
00:59:56Er bringt dir nämlich das Singen bei.
01:00:00Christl.
01:00:05Siehten zwei jungen Leute im Zimmer und üben angeblich.
01:00:08Und was hört man?
01:00:08Nichts beschweigen.
01:00:09Bin ja nicht blöd.
01:00:10Aber Herr Bader!
01:00:11Ruhe!
01:00:11Ruhe!
01:00:13So wird hier geübt.
01:00:15Das nennt man üben.
01:00:16Eine Büberei wird hier an mir verübt.
01:00:17Aber ich muss schon bitten, Herr Bader.
01:00:18Meine Gemeinheit, Sie haben überhaupt nichts zu bitten.
01:00:20Ich bedacht, wir waren Schellenberger als verlobt.
01:00:21Verlobt?
01:00:22Können Sie doch Frau Bichler erzählen.
01:00:23Ich habe die Ehre.
01:00:27Ich muss schon sagen, das hätte ich von Ihnen nicht erwartet.
01:00:30Herr Bader, lieber Herr Bader.
01:00:31Ich bin nicht lieb, ich will nicht lieb sein und jetzt schon gar nichts.
01:00:35Sie machen mir sehr viel Kummer.
01:00:36Was haben Sie denn gar nichts anderes im Kopf, wie diese Liebschaften?
01:00:38Aber was fällt Ihnen denn ein?
01:00:40Sie sind doch nicht mein Vormund.
01:00:41Sie sind nicht schon wieder keck?
01:00:43Ich habe mir schon genug gefallen lassen damals in Separé.
01:00:46Und Sie wissen nicht, wie Sie mich gekränkt haben.
01:00:48Herr Bader, reden Sie doch nicht so mit mir.
01:00:49Ich habe die Berechtigung, so mit Ihnen zu reden.
01:00:51Weil ich mich um Sie schon gekümmert habe, wie Sie noch ganz klein waren.
01:00:55Und wie Ihre Mutter, Gott, habe Sie selig angefangen hat zu kränkeln.
01:00:57Ich habe Sie immer die Stiegen rauf und runter getragen im Kinderwagen.
01:01:00Und dann habe ich Sie Buglkraxen getragen und habe sie von der Schule abgeholt,
01:01:02wenn ein Gewitter war, weil ich gewusst habe, dass Sie Angst haben vor dem Blitzen.
01:01:05Und bis Sie mit den Schuhen nachrichten, kommen Sie mit den Schlechten.
01:01:07Und mit den Buben-Geschichten habe ich beim Vater das alles geordnet.
01:01:10Und jetzt fangen Sie mit den Liebesgeschichten an.
01:01:12Einmal sitzen Sie mit den Großen in einem Separé,
01:01:14das andere Puzzeln Sie sich wieder mit einem Schauspieler, mit einem Opern-Singer.
01:01:18Aber Herr Bader, das ist doch jetzt alles ganz etwas anderes.
01:01:20Den habe ich doch gern.
01:01:21Aber Sie haben alle Anblick, keinen anderen gern. Das geht doch nicht.
01:01:24Sie haben schon recht, wenn Sie mir das alles sagen.
01:01:26Aber jetzt ist es ernst.
01:01:27Sogar sehr ernst.
01:01:29Herr Bader.
01:01:31Was ist immer wirklich der?
01:01:34Schrecklich.
01:01:36Ja, mein Gott, als Kinder werden leid.
01:01:39Ja, was will ich denn machen?
01:01:39Der ist doch nichts.
01:01:40Ja, aber er wird etwas werden.
01:01:42Na ja, so soll er heute warten, nicht?
01:01:44Jedenfalls müssen Sie mit dem Vater reden.
01:01:46Was, ich?
01:01:46Aber Herr Bader, das können Sie mir doch nicht antun.
01:01:49Könnten Sie nicht vielleicht...
01:01:50Aber was, warum?
01:01:50So alles soll ich mir so lernen?
01:01:53Das ist ja so furchtbar, ist das.
01:01:54Das ist noch viel furchtbarer.
01:01:56Der Vater will mich doch mit dem Männerregg verheiraten.
01:01:58Was, mit dem Männerregg?
01:02:01Herr Bader, ich muss schon bitten, das ist wirklich eine Zumutung.
01:02:03Ich weiß nicht, wie da jeder mit mir redet.
01:02:07Abschied.
01:02:11Und länger, wie bis drei, erzähl ich nicht.
01:02:13Sie ist bis drei.
01:02:18Na?
01:02:19Ich hab noch nichts angefangen.
01:02:23Eins,
01:02:24zwei,
01:02:26drei.
01:02:27Schluss.
01:02:28Schluss.
01:02:29Schluss.
01:02:30Mein Gott, einmal musst du eins sein, nicht?
01:02:34Sie gehen rauf ins Zimmer.
01:02:36Sie bleiben dort.
01:02:37Gute Nacht.
01:02:38Ja, ja.
01:02:38Gute Nacht.
01:02:39Herr Fischer.
01:02:40Klaus.
01:02:44Schönenberg ist ja wahnsinnig.
01:02:45So was habe ich noch nicht gesehen.
01:02:46Idee?
01:02:47Die Christel und der Männerregg.
01:02:48Was ist mit Männerregg?
01:02:49Heiraten, so ist es eben.
01:02:50Sie sehen die Christel?
01:02:51Ja.
01:02:52Sofort gehen auf und hau dem Kerl einen runter.
01:02:53Machst keine Dummheiten, bleiben Sie da.
01:02:55Wir werden uns die Sache schon in Ordnung bringen.
01:02:56Müssen wir überlegen.
01:02:57Ich könnte ihn ja rausschmeißen, aber der ist entstanden und zahlt seinen Zins.
01:03:00So ein Schwindler.
01:03:02He, der Trüger.
01:03:03Im Geist von Napoleon.
01:03:04Will er zitieren.
01:03:05Mit dem Herrn Männerregg.
01:03:06Und die Leute sind dumm genug und glauben das, nicht?
01:03:08Und der Geist von Napoleon hat gar nichts anderes zu tun,
01:03:11als wir aus dem Klavier herauszuschliefen und aus einem Nachhastleidl nicht gewohnt
01:03:15und in den Äther zu sich zu.
01:03:19Ja, mein?
01:03:19Das ist gar keine schlechte Idee, das mit dem Napoleon.
01:03:22Wie wäre es, wenn wir ihm wirklich einen Geist schicken würden?
01:03:25Mitten in die Sitzung hinein.
01:03:26Wenn er gerade seinen großen Schwindel aufführt.
01:03:30Wenn ich zum Beispiel...
01:03:31Nein, das geht nicht.
01:03:33Was will ich denn sagen?
01:03:33Ich verstehe nicht, was Sie...
01:03:34Nein.
01:03:35Nein, ich bin zu groß.
01:03:36Sonst hätte ich mich tatsächlich in die Sitzung geschlichen,
01:03:39hätte mich als Napoleon verkleidet
01:03:40und dann...
01:03:42Dann hätte ich ihm vor der ganzen Gesellschaft gesagt,
01:03:44was er für ein Lump ist.
01:03:46Es wäre gut, wenn wir das...
01:03:47Schade, dass Sie so groß sind.
01:03:49War der wirklich so klein?
01:03:51Ich habe mir gedacht, das war der Pippin.
01:03:52Der Pippin war ja nur...
01:03:55Oder eine Bohnen, oder?
01:03:56Was er sagt?
01:03:56Ja, natürlich.
01:03:57So.
01:03:57So in Ihrer Fik...
01:04:01Großartig, Herr Bader.
01:04:02Ich habe ihn.
01:04:04Ich habe ihn, Herr Bader, ich habe ihn!
01:04:06Ich bin neugierig, was er mir jetzt daherbringt.
01:04:14So, Herr Bader, probieren Sie das da.
01:04:17Na, ist ja großartig.
01:04:19Verschränken Sie mal die Arme.
01:04:21So, jetzt geben Sie die Rechte in den Westen-Ausschnitt,
01:04:24linker auf den Rücken.
01:04:25Also verschränkt, da kann ich aber das nicht machen.
01:04:27Na, ist fantastisch.
01:04:28Na, die da oben, die werden ja Ihre blauen Wunder erleben.
01:04:31Ja, und was haben wir denn zu tun?
01:04:32Gar nichts.
01:04:33Nichts nur erscheinen.
01:04:34Napoleon Bonaparte,
01:04:37L'Empereur des Français,
01:04:39Sprich zu uns.
01:04:41Ich beschwöre dich.
01:04:43Verlasse Manas,
01:04:45Geh über in Budi,
01:04:46Werde, was du bist, Atman,
01:04:49Und sprich zu uns.
01:04:54Wo bist du?
01:04:55Ich fühle dich.
01:04:57Komm näher.
01:05:02Noch einmal.
01:05:05Antworten,
01:05:07Napoleon.
01:05:10Mesdames,
01:05:12Messieurs,
01:05:14Je vous salue.
01:05:17Ha!
01:05:18Ha!
01:05:36Halt!
01:05:40Halt!
01:05:42Halt!
01:05:45Halt!
01:05:50Verschlossen!
01:05:52Unfassbar!
01:05:53Er war tatsächlich da.
01:05:58Hab ich selbst zugesperrt.
01:06:00Durch die verschlossene Türe.
01:06:04Das ist ja gar nicht möglich.
01:06:06Unheimlich.
01:06:09Ist mir selbst völlig unerklärlich.
01:06:13Der Astralleib Napoleons.
01:06:16Sind Sie verletzt?
01:06:19Wieso?
01:06:20Aber gesessen hat's doch,
01:06:22die Geister watschen.
01:06:25Ich habe nichts gespürt.
01:06:28Es war wie ein
01:06:31Eiseshauch.
01:06:33Die Aura
01:06:35Napoleons.
01:06:36Weißer herumkratzeln
01:06:37in meinen alten Tag.
01:06:39Das
01:06:39hab ich notwendig gehabt.
01:06:43Ui, ist das hoch.
01:06:44Ist das dann schwindelig?
01:06:45Mhm.
01:06:48Grüße Sie.
01:06:49Nein, meine Herrschaften,
01:06:50ich mache nicht mehr weiter.
01:06:51Ich muss Sie dringend bitten,
01:06:53sich zu verabschieden.
01:06:54Ich selbst war auf Ereignisse
01:06:55von derartiger Tragweite
01:06:57nicht vorbereitet.
01:06:58Oh, das tut mir aber
01:06:59wirklich leid.
01:07:01Sie Ernster,
01:07:01was müssen Sie ausgestanden haben?
01:07:03Komm, komm.
01:07:05Ist es schon aus?
01:07:06Ja, ja.
01:07:06An die watschen wird er denken.
01:07:08Schon lange lebt.
01:07:10Mich brennt jetzt nur
01:07:11die ganze Hand.
01:07:13So, wie wir ging es.
01:07:15Großartig, Herr Bader,
01:07:16großartig.
01:07:17Na, ja.
01:07:17Glauben Sie,
01:07:18es ist aber eine Kleinigkeit?
01:07:19Was glauben Sie,
01:07:20wie mir das Kragel drückt?
01:07:22Das ist ja viel zu eng.
01:07:23Das wirkt mich ja direkt.
01:07:25Jetzt muss ich aber morgen
01:07:25kaufen wir den Sauernherrn
01:07:27und den Schellenberg dazu.
01:07:29Also Wissen,
01:07:30beide sollen es wissen,
01:07:31dass ich es war.
01:07:32Morgen noch nicht,
01:07:33Herr Bader,
01:07:33noch nicht.
01:07:34Erst muss der Kerl
01:07:35noch richtig hineingetrieben werden.
01:07:37Bon.
01:07:37Bon.
01:07:38Dann gehen wir.
01:07:42Hey, hallo.
01:07:44Hallo.
01:07:47Komm raus.
01:07:48Was soll das heißen?
01:07:50Machst du für krumme Sachen mit mir?
01:07:51Hat ja gerade angefangen.
01:07:53Mesdames,
01:07:54Monsieur,
01:07:56je vous salue.
01:07:57Es ist etwas Tolles passiert.
01:07:59Was passiert?
01:08:00Er ist tatsächlich erschienen.
01:08:02Wer?
01:08:02Napoleon.
01:08:05Quatsch mal,
01:08:06ich gariere,
01:08:07dann kannst du deinen Trotteln erzählen.
01:08:09Der verkalkte Graf,
01:08:10der glaubt das vielleicht.
01:08:11Aber ich nicht.
01:08:12Sei ruhig,
01:08:12es ist wirklich so.
01:08:15hat mich einer reingelegt.
01:08:19Reingelegt?
01:08:22Merk,
01:08:23das ist faul.
01:08:26Das Ohr faul.
01:08:29Wenn ich nur wüsste,
01:08:30wer.
01:08:38Klaus,
01:08:39ich weiß nicht recht.
01:08:40Soll ich mich lieber doch?
01:08:41Aber Christel,
01:08:41du musst mitkommen.
01:08:42Auf der Generalprobe sieht ja kein Mensch,
01:08:44wer im Zuschauerraum sitzt.
01:08:45Und wenn Papa mich erwischt,
01:08:46du weißt,
01:08:47wie böse er ist,
01:08:47wenn er mich auf der Probe sieht.
01:08:49Aber liebster Direktor,
01:08:51das müssen Sie doch einsehen.
01:08:53Der Mann ist ja vollkommen unmöglich.
01:08:56Oh,
01:08:56das kann ich nicht finden,
01:08:57Liebster.
01:08:58Der Mann wird blendend aussieht.
01:09:00Aber das...
01:09:00Da lassen Sie mal die Beleuchtung dazu
01:09:02und dann die Entfernung.
01:09:03Der Mann wird auf der Bühne
01:09:04seine Wirkung nicht verfehlen.
01:09:06Aber lieber Direktor,
01:09:07das können Sie doch mir nicht erzählen.
01:09:10Ich weiß,
01:09:10wie er aussieht.
01:09:11Ich habe Napoleon gesehen.
01:09:14Na, hören Sie mal.
01:09:15Was haben Sie gesehen?
01:09:16Napoleon.
01:09:17Im Übrigen interessiert mich die Sache nicht.
01:09:20Das müssen Sie ja besser wissen.
01:09:22Ha!
01:09:23Na,
01:09:24Herr Direktor,
01:09:24was sagen Sie zu dem?
01:09:26solche sollten wir mehr davon haben.
01:09:28Ja, ja,
01:09:28das kommt von der Geisterseherei.
01:09:31Den müsste man mal gründlich kurieren.
01:09:34Aber Klaus,
01:09:34es hat doch gar keinen Sinn,
01:09:35mit Papa zu sprechen.
01:09:36Du kannst dir doch denken,
01:09:37dass Herr Männerig...
01:09:38Aber nein,
01:09:38immer noch der Männerig?
01:09:39Natürlich,
01:09:40jetzt erst recht,
01:09:41seit der Napoleon bei ihm erschienen ist.
01:09:43Na ja,
01:09:43der Napoleon.
01:09:44Ach,
01:09:44du lachst.
01:09:45Aber für Papa ist der Männerig
01:09:47jetzt dein Weltwunder.
01:09:48Weltwunder ist ein bisschen übertrieben.
01:09:50Du christlich musst ja etwas sagen.
01:09:52Aber noch darf es niemand wissen.
01:09:54Also,
01:09:54der Nappen.
01:10:02Der Bader?
01:10:03Ja,
01:10:03Herr Bader persönlich.
01:10:04Ja,
01:10:05wenn das der Papa hört?
01:10:06Vorläufig,
01:10:06der hat gar nichts davon erfahren.
01:10:07Das ist meine Überraschung.
01:10:08Ja,
01:10:09aber ich...
01:10:11Gottes Willen,
01:10:12das Vorspiel.
01:10:12Ich muss mich ja schon zingen.
01:10:48Ich muss mich ja schon zingen.
01:10:58Was machst du denn hier?
01:11:00Verzeih,
01:11:00Papa,
01:11:00aber ich wollte so gern einmal hier.
01:11:02Aber du weißt doch,
01:11:03dass ich das nicht haben werde,
01:11:04wenn du bei den Proben bist.
01:11:05Ich weiß schon,
01:11:06Papa,
01:11:06aber ich möchte so gern zusehen.
01:11:08Ach,
01:11:10du kannst mir eine Gefallen tun.
01:11:11Ja.
01:11:12Ich habe mein Rollenbuch zu Hause vergessen.
01:11:14Vielleicht bist du so lieb
01:11:15und holst es mir.
01:11:16Gern,
01:11:16Papa.
01:11:17Darf ich dann hierbleiben?
01:11:18Meinetwegen.
01:11:20Es liegt in meinem Arbeitszimmer
01:11:21auf dem Schreibtisch.
01:11:32Menarik?
01:11:35Was ist denn das?
01:11:50Herr Menarik verreist?
01:11:52Ja,
01:11:52verreist,
01:11:53aber bloß auf ein paar Tage.
01:11:56Tag.
01:12:01Da stimmt doch etwas nicht.
01:12:07Herr Bader.
01:12:09Gott sei Dank,
01:12:10dass Sie da sind.
01:12:11Was ist denn?
01:12:11Was sind Sie denn so nervös?
01:12:12Denken Sie,
01:12:13es ist etwas Schreckliches passiert.
01:12:14Was denn?
01:12:14Was denn?
01:12:15Ich habe eben
01:12:15auf dem Schreibtisch von Papa
01:12:16eine Quittung von Herrn Menarik
01:12:17über 10.000 Kronen gefunden.
01:12:19Was von Menarik?
01:12:20Ja.
01:12:2010.000 Kronen hat er dem Menarik geteilt?
01:12:22Und gerade wie ich weggehen will,
01:12:23da sehe ich seinen Diener
01:12:24mit zwei großen Koffern
01:12:25die Treppe herunterlaufen
01:12:26und wie der gelaufen ist.
01:12:27Der Herr Menarik verreist,
01:12:28hat er gesagt.
01:12:29Was verreist?
01:12:30Der geht durch.
01:12:30Das unterliegt ja gar kein Zweifel.
01:12:32Der geht durch.
01:12:33Aber Herr Bader,
01:12:33das darf doch nicht sein.
01:12:34Denken Sie,
01:12:35das ganze ersparte Geld
01:12:36vom Papa.
01:12:37Und den Zins
01:12:37kriege ich auch noch von ihm.
01:12:38Nein,
01:12:39der Sache wird in Riegel vorgeschoben.
01:12:41Wozu ist denn die Polizei da?
01:12:42Und solange er den Zins
01:12:43nicht bezahlt,
01:12:44hat er nicht die Berechtigung,
01:12:45etwas wegzutragen,
01:12:46laut § 22 der Hausordnung.
01:12:4810.000 Kronen.
01:12:49Das könnte ihm so passen.
01:12:51Herr Bader,
01:12:51ich muss jetzt ins Theater.
01:12:53Geh, ja, gehen Sie nur.
01:12:53Geh, ja, gehen Sie nur.
01:12:54Es wird alles in Ordnung gebraucht.
01:12:55Sie können überzeugt sein.
01:12:56Der kommt nicht aus dem Haus.
01:12:57Wirklich, Herr Bader?
01:12:58Dann darf ich hin.
01:12:59Frau Bichler!
01:13:00Herr Bader?
01:13:01Sofort auf die Polizei,
01:13:02aufs Kommissariat.
01:13:02Wenn ein Menarik fragen Sie nicht,
01:13:04reden Sie nicht,
01:13:04schauen Sie nicht,
01:13:05nehmen Sie es um,
01:13:05hängt durch,
01:13:06gehen Sie aufs Kommissariat.
01:13:07Sofort aufs Kommissariat.
01:13:08Der soll mich kennenlernen.
01:13:09Das ist allerhöchste Eisenbahn.
01:13:19Was wollen Sie denn schon wieder?
01:13:21Guten Tag, Herr Menarik.
01:13:22Wieso schon wieder?
01:13:23Ich kann mich nicht erinnern,
01:13:24dass ich heute schon mal bei Ihnen war.
01:13:26Ah, Sie verweisen?
01:13:28Ja, nur ein paar Tage.
01:13:30Kleiner Vortrag in Dingsda.
01:13:32In Dingsda?
01:13:33Aha.
01:13:33Ist aber weit, Dingsda.
01:13:36Dann möchtest du ja suchen
01:13:36um einen Zins.
01:13:37Sie mit der ewigen Mietzinsforderung.
01:13:39Sie sehen doch,
01:13:40dass ich augenblicklich keine Zeit habe
01:13:41und außerdem habe ich zufälligerweise
01:13:43auch gar keinen...
01:13:44Sie haben Zeit und Sie haben Geld.
01:13:46Sie haben ja 10.000 Kronen gekriegt.
01:13:48Woher wissen Sie denn das?
01:13:49Naja, man weiß so manches.
01:13:51Die Polizei ist verständigt.
01:13:52Wo geben Sie die 10.000 Kronen her?
01:13:54Was soll ich?
01:13:54Könnte sehr unangenehm werden für Sie,
01:13:56Herr Menarik.
01:13:56Ich weiß alles.
01:13:57Ich weiß, dass Sie ein ganz gewöhnlicher Schwindel sind.
01:13:59Was hält Ihnen ein Gewoll?
01:14:00Sie sind ja nicht ein prächtiger Betrüger.
01:14:02Sonst gar nichts.
01:14:03Wissen Sie, wer der Napoleon war?
01:14:04Das war ich.
01:14:05Wissen Sie, wer ihnen die Waschen gegeben?
01:14:07Das war ich.
01:14:08Soll ich Sie nochmal davon überzeugen?
01:14:09Ja, ich weiß, wie der ganze Schwindel angefangen hat.
01:14:12Angefangen hat es mit der Gräfin,
01:14:13mit dieser Berlin-Kette.
01:14:14Aber ich bin nicht so naiv.
01:14:16Was will diese alte Dame?
01:14:17Wissen Sie?
01:14:17Sie hat die 10.000 Kronen.
01:14:19Sie haben mich in der Hand, Herr Bader.
01:14:21Ich glaube auch.
01:14:22Und sehr.
01:14:23Wann kommt die Polizei?
01:14:24Muss ich im Moment da sein.
01:14:31So.
01:14:32Ja, das...
01:14:33Ja, nehmen Sie nur.
01:14:34Es ist wirklich die echte.
01:14:35Bringen Sie der Gräfin mit einer schönen Empfehlung.
01:14:38Und hier ist er auf der Schick.
01:14:46Gute reise.
01:14:48Herr von Minnerich.
01:14:51Vloert.
01:14:56Guten Tag, Herr Karel.
01:14:58Ja.
01:14:59Wie geht's?
01:15:00Gut.
01:15:08Wenn ich dir sage, Bader hat das Geld.
01:15:10Du lügst, du Lump.
01:15:12Du willst mich um das Geld bringen.
01:15:14Du halbseit.
01:15:15Karl, ich schwöre dir, er hat es mir abgenommen.
01:15:17Geld und Perlenkette.
01:15:18Was?
01:15:18Die Perlenkette auch?
01:15:20Du hast das Geld doch gehabt, du.
01:15:24Rund, du.
01:15:28Im zweiten Stock, sagst du?
01:15:30Dankeschön.
01:15:30Mit dem Anhalt.
01:15:52Echt?
01:15:53Echt?
01:15:54Echt?
01:15:55Echt?
01:16:06Na, Herr Inspektor?
01:16:08Ach, Herr Panuschke, eigentlich sollten wir uns doch kennen.
01:16:11Doch, doch.
01:16:12Warum sind Sie so gelaufen?
01:16:14Wer? Ich bin doch nicht gelaufen.
01:16:16Na, eigentlich wollten wir zu Ihrem famosen Herrn Mönnarek.
01:16:19So.
01:16:20Na, es wird kaum möglich sein.
01:16:23Er schläft.
01:16:25Also gehen wir.
01:16:26Ganze Probe, Musik, rein!
01:16:32Musik, rein!
01:16:41Musik, rein!
01:16:46Musik, rein!
01:16:48Musik, rein!
01:16:50Musik, rein!
01:16:52Musik, rein!
01:16:53Musik, rein!
01:16:55Musik, rein!
01:16:58Musik, rein!
01:17:15Wie gefällt es dir?
01:17:16Also, du bist großartig.
01:17:19Aber ich bin so schrecklich unruhig.
01:17:21Wenn ich nur wüsste, was Bader erreicht hat.
01:17:22Er hat mir doch versprochen...
01:17:23Beruhig dich, Christel, auf den Bader, können wir uns verlassen.
01:17:39Aber Herr Bader, was wollen denn Sie bei mir?
01:17:43Entschuldigen bitte, ich möchte gerne Herrn Kammer-Sänger Schellenberg sprechen.
01:17:46Was, jetzt in der Generalprobe?
01:17:47Es handelt sich um eine sehr wichtige...
01:17:49Guten Tag, danke schön.
01:17:50Was machen Sie denn hier?
01:17:51Komm zu Ihnen, Herr Kammer-Sänger.
01:17:53Ach was, ich habe jetzt keine Zeit.
01:17:55Es handelt sich um eine sehr wichtige Angelegenheit.
01:17:57Ach was, ich wüsste gar nicht, was Sie mir für eine wichtige Angelegenheit...
01:17:59Ich möchte Sie nun aufmerksam machen, dass Ihr Freund, der Mängerek, ein ganz gemeiner, niederträchtiger Kerl ist.
01:18:04Ja, ich rede schön über meine Freundin.
01:18:06Aber schauen Sie, Sie haben ja keine Menschenkenntnis.
01:18:08Was heißt das?
01:18:08Sonst hätten Sie doch bemerken müssen, dass ich der Napoleon wurde.
01:18:11Was für ein Napoleon?
01:18:12Neulich bei dieser Sitzung, wo er reingekommen ist...
01:18:14Ach was, Sie sind kein Napoleon, Sie sind ein Hausmeister.
01:18:18Ja, ja, ich wollte...
01:18:19Ja, ja, ich wollte...
01:18:20Na, na, ich will nicht blöd sein.
01:18:22Sie sind nicht, dass wir da stehen und reden müssen.
01:18:24Haben Sie das gehört?
01:18:25Ein Wahnsinn, ich werde...
01:18:27Bildet sich einer bis der Napoleon.
01:18:29Werfen Sie ihn hinaus.
01:18:30Ups, da werde ich mir merken.
01:18:32Mit der Hausmeister wird ja...
01:18:34wird im Seer da ja...
01:18:36zu stehen kommen.
01:18:37Hören Sie mal, Bala.
01:18:38Was haben Sie da eben gesagt?
01:18:40Sie waren der Napoleon?
01:18:42Ja, ja, ich...
01:18:43Herrlich!
01:18:44Sie kommen mir wie gerufen.
01:18:46Kommen Sie mal mit.
01:18:47Nein, ich habe keine...
01:18:48Kommen Sie nur mit.
01:18:49Kommen Sie, kommen Sie doch.
01:18:50So kommen Sie doch.
01:18:51Kommen Sie doch.
01:19:02Ich bin Jerome, der König vom Westfalen,
01:19:06bin absolut in meinem kleinen Reich.
01:19:09Die braven Untertanen werden schon bezahlen
01:19:13und alles antritt im Peuch.
01:19:16Und alles andere ist im Peuch nicht breit.
01:19:20Er badet in Milch, er badet in Wein
01:19:23und lebt dazu die Damen ein.
01:19:28Regiert im Bett, das findet Orne nicht.
01:19:31Und will nichts anderes sein als König.
01:19:34Jetzt, jetzt, jetzt.
01:19:42Mein großer Bruder mag gern Schlachten führen
01:19:48und prüfen in die Luft, das Geld der Welt.
01:19:52Da will er sich so schnell noch sammisieren.
01:19:57Wer weiß, wie lang der ganze Zauber hält?
01:20:29Erkais!
01:20:32Na, na, wo bleibt die Kürasier?
01:20:34Psst!
01:20:36Na?
01:20:38Na?
01:20:39Na, na, na, na, na, na, na, na, na.
01:20:58Die Kürasier?
01:21:17Über
01:21:26Der Männereck ist verduftet.
01:21:28Was?
01:21:29Aber nicht in den Äther.
01:21:31Wieso?
01:21:31Er sitzt.
01:21:33Was ist denn los?
01:21:34Alles in Ordnung.
01:21:35Das ist ja mein Scheck.
01:21:37So rächt sich ein Hausmeister, Herr Hofmeister.
01:21:44Herr Bader, ich danke Ihnen.
01:21:47Ich spiele.
01:21:48Noch einmal das Ganze.
01:21:49Ab Auftritt Napoleon.
01:21:51Aber nicht mit mir.
01:21:52Nicht mit mir.
01:21:58Was ist denn das?
01:22:00Das ist in Ordnung.
01:22:09Genug, genug.
01:22:23Ich danke Ihnen.
01:22:24Herr Bader.
01:22:37Untertitelung des ZDF, 2020
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