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00:00:25Caffeine
00:00:53Willst du den Schrank nicht einfach hier lassen?
00:00:56Nee, ich will den Schrank nicht einfach hier lassen.
00:01:00Da kommt er.
00:01:03Wake up, wake up, wake up, wake up.
00:01:17Hey, Ole. Na, herzlich willkommen.
00:01:21Willst du, Meg? Oh, hallo, wie schön. Das wussten wir gar nicht, dass Sie auch...
00:01:26Wir sind der Meinung, dass nicht nur das Kind seine neue Umgebung kennenlernen sollte.
00:01:30Das Jugendamt nimmt seine Aufgabe ernst, Frau Kramer. Find ich gut.
00:01:38Hi, Ole. Hi.
00:01:41Ich find's gut, dass jemand auf die beiden aufpasst.
00:01:43Und immer daran denken, es ist kein Knast, du kannst wieder ausziehen.
00:01:47Ich ruf dich heute Abend an. Ja, bis später.
00:01:58Ja, dann erst mal herzlich willkommen.
00:02:02Ole.
00:02:05Willst du mal dein Zimmer sehen?
00:02:06Ach.
00:02:09Würdest du bitte aufpassen? Das ist ja kein Kartoffelsack.
00:02:13Zumutung genug für mich hier in eine Abstellkammer ziehen zu müssen.
00:02:17Tante Ingrid, das ist doch keine Abstellkammer.
00:02:19Das ist ein sehr schönes Zimmer.
00:02:21Wo man mir einen Platz zwischen allerlei Gerümpel zuweist.
00:02:26Du wirst dich schon dran gewöhnen. Das war mal Jeremy's Raum.
00:02:30Das ist mir durchaus bewusst.
00:02:36Ich bin schließlich eine echte Verwandte.
00:02:41Du kannst doch alles umstreichen.
00:02:43Kein Problem.
00:02:44Ach, und wo lebe ich dann derweil? Im Kartoffelkeller?
00:02:47Es wäre doch viel organischer, wenn Sie Ihr Findelkind dann unterbringen würden.
00:02:53Nun ja.
00:02:54Ganz schnell.
00:02:56Hier beginnt der private Bereich.
00:03:00Das ist mein Bruder Stefan. Hier rechts und rechts.
00:03:05Das ist es.
00:03:11Und?
00:03:17Toll.
00:03:18Ja, morgen werden wir dann Möbel einkaufen.
00:03:20Aber vielleicht packst du erst mal aus und dann zeigen wir dir später alles.
00:03:25Genau.
00:03:27Ja, Frau Wilsneck, möchten Sie vielleicht eine Tasse Kaffee, ein Stück Kuchen?
00:03:31Ja, warum nicht?
00:03:32Gerne.
00:03:37Tante?
00:03:37Und das ist also Ole.
00:03:40Ach, das ist Tante Ingrid. Das ist die Schwester von Annettes verstorbenem Vater.
00:03:43Und die nette Dame, die für dich das Zimmer räumen musste.
00:03:46Das hatten wir.
00:03:47Das hatten wir. Das ist hier das Neue. Und damit basta.
00:03:51Mhm.
00:03:53So.
00:04:17Formaljuristisch bedeutet das, die Vormundschaft des Jugendamts bleibt zunächst bestehen.
00:04:21Aber Sie beide sind zu einer Betreuung autorisiert.
00:04:25Sie werden also all die Pflichten übernehmen, die man gemeinhin die Elterlichen nennt.
00:04:31Mhm.
00:04:32In der nun folgenden Probezeit werden die Lebensumstände des Kindes in regelmäßigen Abständen von einem unserer Mitarbeiter geprüft.
00:04:40Mit wem reden die denn da so lange?
00:04:43Hermine, du hattest doch hoch und heilig gelobt, dich da rauszuhalten.
00:04:48Ja schon.
00:04:50Aber das wäre ja dann so gar nicht meine Art.
00:04:56Sie, Frau Kramer, haben ja bereits ein Kind.
00:04:59Aber für Sie stellt Elternschaft eine neue Erfahrung dar.
00:05:02Seien Sie sich also gewiss, dass dieses Amt ganz besonders daran interessiert sein wird, wie Sie mit dieser Aufgabe zurechtkommen.
00:05:13Ich will ganz offen zu Ihnen sein.
00:05:15Als mir Ihr Antrag vorgelegt wurde, war ich zunächst sehr skeptisch.
00:05:18Wie sehr skeptisch?
00:05:20Weil mir die berufliche Auslastung einer Hoteldirektorin und eines Psychotherapeuten als zu hoch erschien,
00:05:25um noch genügend Zeit für ein Kind übrig zu haben.
00:05:27Also ich habe ja bereits...
00:05:28Ich freue mich, wenn Sie mich eines Besseren belehren.
00:05:31Und in diesem Sinne wünsche ich Ihnen Gottes Segen.
00:05:39Alles Gute.
00:05:40Tschüss, Frau Wilsneck.
00:05:41Frau Kramer.
00:05:42Ola.
00:05:44Kann ich jetzt rein?
00:05:46Ja, logisch.
00:05:47Klar.
00:06:05Wieso sagt Ihr sowas?
00:06:06Ich habe doch jahrzehntelange Erfahrungen mit Jugendlichen.
00:06:08Ist doch völlig egal jetzt.
00:06:10Wir sind Eltern.
00:06:12Hey!
00:06:13Hm?
00:06:13Du und ich, Eltern.
00:06:15Ja.
00:06:18Eltern.
00:06:22Was sehen wir?
00:06:23Nick, komm jetzt!
00:06:32Was sind die.
00:06:44Walten.
00:06:48Wir haben hier ja gesehen.
00:06:53Drei mal,
00:06:55Hello!
00:06:58Ah!
00:07:01Ta-ta!
00:07:02It's fun, Ole!
00:07:03Hi!
00:07:04Welcome!
00:07:06And when you're hungry, here's the Magical Ort.
00:07:08It's great, that it worked with Ole.
00:07:11And if you think you've eaten something good,
00:07:15then wait until you eat something from Daniela.
00:07:17Ole, Stefan, Stefan, Ole, my little brother.
00:07:21Hello!
00:07:24Hey.
00:07:25Ja, die Terrasse kennst du ja schon.
00:07:27Und bei schönem Wetter kannst du hier sogar Hausaufgaben machen.
00:07:29Genau.
00:07:31Ups.
00:07:32Oh, da muss ich aber, glaube ich...
00:07:33Ich lasse euch einfach mal, ja?
00:07:35Bis später.
00:07:36Äh...
00:07:37Ich muss.
00:07:37Ja, tschüss.
00:07:38Tschüss.
00:07:42Ja, Ole, das Problem ist nur ein bisschen heute,
00:07:43weil ich in 20 Minuten meine ersten Klienten habe.
00:07:45Aber um 17 Uhr bin ich wieder hier und dann machen wir was zusammen.
00:07:49Ole, ich weiß, das ist total blöde gerade,
00:07:51aber das bleibt auch die Ausnahme.
00:07:53An dem Timing müssen wir noch ein bisschen arbeiten.
00:07:56Stefan ist ja auch da.
00:07:57Und vielleicht kommt auch mal Flo vorbei.
00:07:59Flo?
00:08:00Äh, Floriane.
00:08:02Anettes kleine Schwester.
00:08:03Bis, ähm, bis später.
00:08:22Kannst du mich für zu einfach nur in den Arm nehmen?
00:08:26Was ist?
00:08:28Maurice.
00:08:30Wir hatten einfach den größten Knall in der Geschichte der Menschheit.
00:08:33Ich dachte, das ist eure Dynamik.
00:08:36Ja, das ist es auch.
00:08:38Aber bis er mit jeder Kursleiterin in die Kiste gestiegen ist...
00:08:41Oh Gott.
00:08:42Ich hab ihm gesagt, er hat drei Tage Zeit und dann will ich ihn nicht mehr sehen.
00:08:46Kann ich bei euch schlafen solange?
00:08:47Ja, logisch.
00:08:49Also, beziehungsweise, wir sind voll.
00:08:51Okay.
00:08:51Dann nehm ich mal Mastzimmer.
00:08:52Nee, da zieht doch gerade Ole ein.
00:08:58Wir finden was für dich.
00:09:05Hallo?
00:09:07Guten Tag.
00:09:08Guten Tag.
00:09:09Christine, Kanzlei Christine Bensko, Dresden, Hannover, Köln, Doppel21.
00:09:12Herzlich willkommen im Hotel Heidelberg.
00:09:14Vielen Dank.
00:09:15Hatten Sie eine gute Anreise?
00:09:17Eine sehr gute sogar.
00:09:17Es ist immer eine große Freude, durch unser schönes Deutschland zu fahren.
00:09:21Einmal ausfüllen, bitte.
00:09:23Sie bleiben die ganze Woche?
00:09:24Ja, unsere Anwaltskanzlei vergrößert sich.
00:09:26Wir müssen die Gesellschaft der Verträge neu ausarbeiten.
00:09:29Da dachten wir, wo, wenn nicht da, wo einmal alles begonnen hat.
00:09:32Ach, Sie haben hier studiert?
00:09:33Ja, die juristische Fakultät hat uns sicherlich in ganz besonderer Erinnerung.
00:09:38Wo hier?
00:09:39Christine übrigens mit SS.
00:09:4312 und 13 sind die Einzelzimmer im zweiten Stock.
00:09:45Für die beiden Leitwölfe.
00:09:48Und 5 bis 8, das sind Doppelzimmer.
00:09:52Wenn Sie mir noch sagen möchten, wie Sie die Zimmeraufteilung wünschen.
00:09:55Prima.
00:09:565 ist Piontek und Rasche.
00:10:00Gerstorf und Pialas auf der 6.
00:10:02Reitz und Menzdorf auf der 7.
00:10:048 Steinbach und Röding.
00:10:05Kameraden?
00:10:18Aber du wohnst nicht wirklich hier, oder?
00:10:21Nee, nur vorübergehend.
00:10:23Flor, einen riesigen Bauernhof. Den musst du dir unbedingt mal ansehen.
00:10:28Ja, unbedingt. Ich habe sogar zwei Pferde. Kannst du reiten?
00:10:32Nee.
00:10:33Ach, da kannst du gar nicht gucken, so schnell wie ich dir das beigebracht habe.
00:10:37Et voilà. Mit freundlichen Grüßen vom Hotel Heidebulti.
00:10:41Danke.
00:10:43Und, habt ihr schon Pläne für heute?
00:10:45Na ja, Ingolf hat ja noch bis 5 Uhr Klienten.
00:10:48Und Annette, die macht noch was wegen der Buchhaltung.
00:10:51Und dann muss sie noch zur Stadtverwaltung.
00:10:53Verstehe.
00:10:54Aber dann ist Ingolf ja wieder da.
00:10:56Klar.
00:11:00Hier kannst du immer herkommen.
00:11:01Mich besucht ja sonst hier keiner.
00:11:03Oh.
00:11:31Hey.
00:11:32Guck mal, das hätte ich fast...
00:11:34Das ist für dich.
00:11:36Was ist das?
00:11:37Es gibt eine ganz einfache Möglichkeit, das rauszukriegen.
00:11:48Es hat Generationen von Vätern und Söhnen die Tränen in die Augen getrieben.
00:11:52Ach, danke.
00:12:00Wenn du Lust hast.
00:12:01Also mit meinem Vater habe ich immer total gerne viel dabei gespielt.
00:12:05Aha, hier seid ihr.
00:12:11Ist es eigentlich okay für euch, dass ich das Foto...
00:12:15Na klar, das sind deine Eltern.
00:12:20Na ja, ihr jetzt eigentlich auch.
00:12:22Deine Eltern bleiben immer deine Eltern, auch wenn sie nicht mehr am Leben sind.
00:12:26Okay?
00:12:27Also, Tagesablauf für morgen.
00:12:29Halb sieben aufstehen, sieben Uhr Frühstück in der Küche.
00:12:32Halb acht musst du schon los in die Schule.
00:12:34Ist es mega peinlich, wenn ich dich begleite, nur damit du den Weg kennst.
00:12:37Nee, nee, ist schon okay.
00:12:39Mittags holen wir dich ab und nachmittags können wir schon los wegen der Mühe.
00:12:43Okay.
00:12:43Ja?
00:12:49Ah!
00:13:02Gut.
00:13:02What's the night?
00:13:08Puh!
00:13:11Yeah!
00:13:22Is that too?
00:13:24Oh!
00:13:30I'll show you.
00:13:33You're now your father.
00:13:38That's right.
00:13:59I'll show you.
00:14:03Hallo?
00:14:04Entschuldigung.
00:14:09Das war's.
00:14:11Das war's.
00:14:13Das ist leise, aber es geht trotzdem nicht.
00:14:17Die anderen Gäste haben sich schon gespielt.
00:14:18Ich möchte keinen Schloss trinken.
00:14:26Seien Sie doch kein Spielverderber.
00:14:27Ich möchte Sie bitten, Ihren Kollegen zu sagen, dass das nicht geht.
00:14:30Das ist ein Hotel.
00:14:30Aber die Leute möchten schlafen.
00:14:35Herr Krasin, das ist die allerletzte Verwarnung jetzt.
00:14:40Frau Kramer, sehr gut.
00:14:43Uns fehlt noch eine weibliche Stimme.
00:14:44Ich kann Sie sehr gerne an unseren hiesigen Kirchenchor verweisen,
00:14:47aber mit Rücksicht auf alle anderen Gäste erkläre ich dieses kleine Konzert jetzt für beendet.
00:14:53Sie haben recht. Wir entschuldigen uns.
00:14:54Ja. Im Übrigen höre ich nur ungern irgendetwas über irgendeine märkische Heide.
00:15:00Frau Kramer, sagen Sie mal, das ist doch die Landeshymne von unserem schönen Brandenburg.
00:15:07Sie werden doch nichts gegen die neuen Bundesländer haben.
00:15:10Ist das wirklich okay?
00:15:11Nein.
00:15:11Nein.
00:15:11Nein.
00:15:11Nein.
00:15:11Nein.
00:15:11Nein.
00:15:24Nein.
00:15:37Is this really okay?
00:15:39Of course, Schwesterherz.
00:15:42Maurice has always new women.
00:15:44Can we please not talk about it?
00:15:48Well, good night.
00:15:51Can you still not sleep without reading before?
00:15:56You can still not sleep without the light.
00:16:04It's a brand new day, a place of crimson haze, I open my eyes, I smile and I say good
00:16:16morning, hello, hello.
00:16:20Today gonna be a good day, I say good morning, hello, today gonna be a good day.
00:16:27I say good morning, hello, today gonna be a good day.
00:16:32An der Rehne geht gar nicht, weil das ist ja eine Art Industriefest.
00:16:35Und das hier ist Gruyère.
00:16:37Das ist ein herzhafter, je nach Lagerungszeit, eher kräftiger Hartkäse aus der Ostschweiz.
00:16:42Nein, Westschweiz.
00:16:44Westschweiz.
00:16:44Man kann auch Greizer sagen.
00:16:46Hast du an Obst für Ole, bitte?
00:16:49Habt ihr an Obst für Ole gedacht?
00:16:51Nein, haben sie vergessen.
00:16:53Obst ist ganz wichtig.
00:16:55Ich für meinen Teil habe jahrelang den klassisch ernährungswissenschaftlichen Fehler gemacht, zu wenig Vitamine zu mir zu nehmen.
00:17:01Meiner Mutter war das nicht so wichtig.
00:17:03Aber Obst ist essentiell?
00:17:05Mein Stefan, da musst du mir bei Gelegenheit unbedingt mehr darüber erzählen.
00:17:08Das ist ja wirklich alles hochinteressant.
00:17:10Schönen Tag.
00:17:11Sehr gern.
00:17:12Aber ich wusste gar nicht, dass du das nicht wusstest, als Köchin.
00:17:15Inghoff, du musst jetzt aber nicht extra auch noch mitkommen.
00:17:18Spinnst du?
00:17:19An seinem ersten Tag?
00:17:20Na gut.
00:17:25Oh nee, jetzt kommt gleich das Heizöl.
00:17:27Dann, dann bleib ich aber besser hier.
00:17:30Oder ist das blöd, Ole?
00:17:31Nee, ist schon okay.
00:17:32Deine Männer kriegen das schon hin.
00:17:33Ja?
00:17:33Bis heute Abend.
00:17:35Na.
00:17:37Tschü.
00:17:37Ah, Ole.
00:17:40Viel Spaß.
00:18:30Ah, so ein Mist.
00:18:32Entschuldigung.
00:18:33Ech, guten Tag erst mal.
00:18:35Das geht alles von Ihnen aus.
00:18:37Ja.
00:18:37Ja.
00:18:43Ja.
00:18:43Wie war denn die letzte Woche?
00:18:46Mhm.
00:18:46Wichtig, dass wir es morgens bis 11 Uhr anstehen.
00:18:49Ja.
00:18:50Wie war denn die letzte Woche?
00:18:50Die Wahrnehmung zu kontrollieren.
00:18:51Das ist nicht wichtig.
00:18:52Wie macht ihr das fertig?
00:18:55Ja, in meiner Tasche.
00:18:57Das ist beschissener als die noch davor.
00:19:00So lala.
00:19:01Wie früher.
00:19:02Wie früher.
00:19:03Wie früher, ja.
00:19:03Ich verstehe nicht.
00:19:04Ich verstehe sie, ne?
00:19:06Ich verstehe sie, ne?
00:19:06Ja, nette.
00:19:11Mein Tod ist gestoppt.
00:19:18Das war's.
00:19:28Das war's.
00:19:31Das war's.
00:19:33Das war's.
00:19:38Das war's.
00:19:38Das war's.
00:19:42No.
00:19:45Das war's.
00:19:49Mutisius.
00:19:50Ole.
00:19:51Du, ich hab grad überhaupt keine Zeit.
00:19:53Was gibt...
00:19:55Wie ist es, keiner da.
00:20:06Do you have to buy a Wagen?
00:20:18You don't always have to buy a Wagen. I'm already 14.
00:20:23No, you said you would buy a Wagen.
00:20:26No, I wanted to bring him back.
00:20:28Then you would come with me.
00:20:30Then I'd be here and you'd like to buy a Wagen.
00:20:33But I've said that today.
00:20:35But I thought you'd bring him back.
00:20:36But how do I buy six clients?
00:20:38How do I buy a Wagen?
00:20:41And I'm going to buy a Wagen.
00:20:43And I'm going to buy a Wagen.
00:20:44Yeah, better so.
00:21:02Hübsch hast du's hier.
00:21:05Aber ist dir das denn modern genug?
00:21:10Heute Nachmittag gehen Annette und Ingolf mit mir neue Möbel kaufen.
00:21:14Dann wird das bestimmt noch hübscher.
00:21:17Aber ich dachte bloß, haben die mit dir schon über Taschengeld gesprochen?
00:21:23Na ja, ich bin ja noch nicht so lange hier.
00:21:26Hm, weil ich weiß ja, dass man in jungen Jahren immer gut Geld gebrauchen kann.
00:21:32Und ich würde mich da nicht knausrig zeigen.
00:21:35Allerdings müssen wir beide dann erstmal grundsätzlich über die neue Zimmerverteilung reden.
00:21:48Ich versuche auch den Gästen auch noch den allerkleinsten Wunsch zu erfüllen.
00:21:51Aber was ich echt nicht brauchen kann, sind Leute, die unsere Speisekarte einfach ignorieren.
00:21:56Und diese, diese, diese Herren da wollen im Prinzip völlig andere Gerichte.
00:22:01Na ja, Schweinebraten würden schon viele. Ich zum Beispiel auch.
00:22:08Schweinebraten, Stefan, hör mal.
00:22:12Schweinebraten, ja?
00:22:13Schweinebraten, Königsberger Klopse, Leipziger allerlei, rheinischer Sauerbraten.
00:22:17Fällt dir echt gar nichts auf?
00:22:19Nee, tut mir leid, ich steh jetzt grad auf dem Schlauch.
00:22:22Der Typ, der mir diese Liste gegeben hat, hat mir erklärt, dass er und seine Kollegen in einem guten deutschen
00:22:28Hotel,
00:22:28auch gutbürgerlich deutsche Küche verlangt.
00:22:30Und ich weiß, wir können unsere Gäste mit aussuchen, aber jetzt weißt du, wer hier wohnt.
00:22:34Ach, jetzt hör doch mal auf. Nur weil die gerne Schweinebraten essen.
00:22:37Und ein paar von denen aus Dresden sind. Das ist wieder so typisch. Die sind jetzt an allem schuld.
00:22:40Das sind unsere westdeutschen Vorurteile.
00:22:43Nein, nein, nein, nein. Ich weiß es, weil ich Köchin bin und weil ich hier eine gute Nase habe.
00:22:48Ich rieße sowas.
00:22:49Das sind gute deutsche Gerichte.
00:22:51Ach, Quatsch.
00:22:56Was ist denn, Tante Ingrid?
00:22:58Was will ich dir genau sagen? Erst werde ich gezwungen, in eine winzige Sardinenbüchse zu ziehen.
00:23:04Und zwar für einen Jungen, mit dem wir uns nicht mal verwandt sind.
00:23:07Guten Abend. Wir wollen wohl adoptieren.
00:23:09Aber das kann doch nicht bedeuten, dass ich plötzlich Luft bin für euch alle.
00:23:14Du, in einer halben Stunde beginnt mein Konzert im Schlosspark. Jeremy kann nicht, weil er Vorlesungen hat.
00:23:21Und nicht einer von euch allen kommt auch nur auf die Idee, mich dahin zu begleiten.
00:23:26Ja, weil hier alle arbeiten müssen.
00:23:28Ach, außer dir.
00:23:29Wenn du glaubst, die darin versteckte Andeutung entgeht mir.
00:23:32Was denn für eine versteckte Andeutung? Auf die Acht bitte. Das ist doch eine klipp und klare Verabredung.
00:23:37Du darfst hier wohnen und...
00:23:39Ach, wie gnädig von euch.
00:23:40Und wir sind nicht für deine Unterhaltung zuständig. Übrigens finde ich das eine super Idee, dass du alleine gehst.
00:23:45Da erhöhen sich deine Chancen, endlich jemanden kennenzulernen.
00:23:48Ach, womit ja praktischerweise jeglicher Verpflichtung mir gegenüber entbunden werden.
00:23:53Nein, nicht richtig. Ich muss jetzt arbeiten. Und wenn du noch einmal auf die Idee kommst, Ole sein Zimmer abzukaufen,
00:24:03dann solltest du dein Geld besser in eine Therapiesitzung bei meinem Mann investieren. Echt?
00:24:14Es ist unglaublich. Hier, das Lied Märkische Heide, was die Anwälte gestern geschmettert haben.
00:24:24Stefan, dann komm doch mal.
00:24:25Das war ursprünglich ein ganz harmloses Wanderlied, ja. Und dann im dritten Reich war es die Erkennungsmelodie der SA.
00:24:35Hier, da gab es diese Schallplatte, das Lied von Horst Wessel auf der A-Seite und auf der B-Seite
00:24:39Märkische Heide.
00:24:41So, und rat mal, was es jetzt ist.
00:24:44Die inoffizielle Hymne in Brandenburg. Das kann doch nicht sein.
00:24:47Doch. Bürger und Bauern vom Märkischen Geschlecht hielten stets und treu zum Märkischen Heimatfest.
00:24:53Na, kannst du so oder so verstehen.
00:24:56Frau Kramer, kommen Sie mal bitte.
00:25:15Oh, da kommt die Gräfin. Oh, die Gräfin. Oh, die Gräfin. Oh, die Gräfin.
00:25:27Herr Christine. Frau Kramer. So was sehen wir hier eigentlich nicht so gerne. So was?
00:25:33Mit so was, da meinen Sie das Symbol dieses unseres Landes, wie unser Altbundeskanzler zu sagen pflegte?
00:25:38Nein, jegliche politische Meinungsbekundung. Was ist das denn?
00:25:43Ich meine, nächstes Jahr bei der Fußball-WM flattert diese Fahne wieder an Millionen Autos und in den USA.
00:25:47Ich bin in Hotels gewohnt, da standen die Stars & Stripes auf jedem Tisch.
00:25:50Wir sind hier aber nicht in den USA, sondern im Hotel Heidelberg.
00:25:53Frau Kramer, die deutsche Fahne ist nichts Illegales. Ganz im Gegenteil, sie ist Ausdruck dafür, dass man stolz sein kann
00:25:59auf dieses Land.
00:26:00Das ist nicht das Thema, Herr Christine. Das Thema...
00:26:02Ist ein weites Feld, ich weiß.
00:26:06Als Anwalt kann ich ihn versichern, Sie werden große Probleme haben, das Entfernen dieses Wimpels juristisch durchzusetzen.
00:26:13Ja?
00:26:15Ja.
00:26:20Ja.
00:26:21Wie gesagt.
00:26:22Ich weiß jetzt nicht.
00:26:24Ah, Annette!
00:26:26Dieser Herr möchte gerne mit dir...
00:26:27Was möchte er denn? Auch ein Liedchen trellern?
00:26:33Annette, du musst mich doch erkennen.
00:26:41Klaus?
00:26:43Ja?
00:26:44Klaus Wengler?
00:26:45Ja.
00:26:47Stefan, das ist der Klaus aus meiner Abi-Klasse.
00:26:50Oh, oh.
00:26:52Na?
00:26:52Stefan.
00:26:53Stefan.
00:26:55Der Quengler.
00:26:56Ah, das ist lange her.
00:26:57Wie lange ist das eigentlich her?
00:26:5924 Jahre.
00:27:00Oh.
00:27:01Und?
00:27:03Wohnst du nicht mehr in Heidelberg?
00:27:04Doch.
00:27:05Immer noch in Wiesloch draußen bei meinen Eltern.
00:27:07Ah, und jetzt möchtest du uns ins Hotel ziehen?
00:27:09Nein, will ich nicht.
00:27:10Ich arbeite jetzt beim Jugendamt Heidelberg-Wiesloch.
00:27:14Und ich bin hier, um nach dem Rechten zu gucken.
00:27:18Und muss prüfen, ob du und dein Mann, ob ihr die Voraussetzung bietet,
00:27:22Ole Dornbach, geboren am 04.11.2002, ein gutes Zuhause zu ermöglichen
00:27:28und ob ihr in der Lage seid, euren elterlichen Pflichten angemessen nachzukommen.
00:27:32Das ist ja irre.
00:27:35Ehrlich gesagt ist das eine sehr ernste Aufgabe.
00:27:38Klar, nein, aber verrückt, dass sie gerade dich ausgesucht haben.
00:27:43Bist du überhaupt objektiv?
00:27:46Scherz.
00:27:48Ich tue mein Bestes.
00:27:50Das ist ja quasi der Hauptgewinn.
00:27:53Da schicken wir uns einen Prüfer, der wie Wachs in meinen Händen ist.
00:27:57Wie ernst war das denn damals zwischen dir und dem?
00:28:00Wie, wie ernst?
00:28:01Da war gar nichts.
00:28:02Okay.
00:28:03Also, er wollte, aber das Problem ist, dass Klaus Wengler immer schon ein totaler Nerd war.
00:28:10Das heißt, du hast ihn abblitzen lassen?
00:28:12Mhm.
00:28:12Und wenn er sich das gemerkt hat?
00:28:14Du hast ihn nicht erlebt eben.
00:28:16Der findet mich genauso super wie früher.
00:28:19Was man ja irgendwie auch verstehen kann.
00:28:22Oh.
00:28:25Ach so, ich werde das morgen wieder nicht schaffen mit den Möbeln.
00:28:28Das tut mir leid.
00:28:28Ihr müsst das irgendwie hier alleine.
00:28:30Ja?
00:28:30Ich krieg's nicht hin.
00:28:31Ah, ne?
00:28:43Hier bist du.
00:28:46Ich hab dich schon gesucht.
00:28:51Hm.
00:28:55Vermisst du eigentlich, Jeremy?
00:29:00Wir haben doch jetzt dich.
00:29:04Ich find's toll hier.
00:29:07Hey.
00:29:11Hey.
00:29:12Hey, meine Seite.
00:29:13Mann.
00:29:15Hey.
00:29:16Hey.
00:29:17Hey.
00:29:22Hey.
00:29:29Hey.
00:29:29Hey.
00:29:30Hey.
00:29:30Hey.
00:29:30Hey.
00:29:30Hey.
00:29:31Ja, hallo!
00:29:37Hey.
00:29:40Hey, Denver.
00:29:40I'll take you there.
00:29:42Can't be all.
00:29:44I'll take you there.
00:29:45So far.
00:29:47And the Hugo Noten had to take you there.
00:29:50Oh!
00:29:53I'll take you there.
00:29:55Oh!
00:29:57Where is the...
00:30:00Oh!
00:30:01Let me take you there.
00:30:03Oh!
00:30:05Let me take you there.
00:30:08I'll take you there.
00:30:09Genau der.
00:30:13Hast du...
00:30:15Okay.
00:30:17Wir müssen eigentlich die ganze Zeit durch die Stadt laufen.
00:30:19Wir machen gleich so viel.
00:30:21Was hältst du davon?
00:30:23Also, Kressin und Bensko gibt's seit über zehn Jahren.
00:30:27Hannover, Köln, Dresden.
00:30:30Kressin ist Dresden, richtig?
00:30:32Schon.
00:30:32Aber das ist eine renommierte Kanzlei.
00:30:34Bundesweit.
00:30:36Bensko?
00:30:37Der ist in Hannover.
00:30:39Gleichberechtigter Partner.
00:30:41Aber die treibende Kraft ist Kressin.
00:30:42Und Bensko lässt sie machen.
00:30:44Das hat mir übrigens alles Kotrinath erzählt.
00:30:46Weißt du?
00:30:47Der, mit dem ich damals in der Aula alles unter Wasser gesetzt habe?
00:30:51Mit dem Waschlappen in der Spüle?
00:30:52Kotrinath!
00:30:53Das sind alles Beziehungen.
00:30:54Der ist heute Chef der Anwaltskammer in Heidelberg.
00:30:58Dann bin ich auf das Studentenverzeichnis von 2006 gestoßen.
00:31:01Und da erfährt man, dass Kressin Burschenschaftler war.
00:31:05Diese Burschenschaft hat ihre eigene Website.
00:31:08Und darauf sind befreundete Vereine.
00:31:10Und einer davon ist in Dresden.
00:31:15Bitte nicht.
00:31:18Was machen die denn?
00:31:19Das ist immer dasselbe.
00:31:21Und wenn ich diesen Schlüssel schon sehe, ja?
00:31:23Guck mal, man kann das doch hier so...
00:31:25Ja, aber hier müssten auch noch zwei Löcher sein.
00:31:27Eigentlich schon.
00:31:28Ich krieg eine Krise.
00:31:30Kommst du dann?
00:31:32Was denn?
00:31:35Ach so, stimmt ja.
00:31:37Auch das noch.
00:31:41Okay, Ulle, wir machen später weiter, ja?
00:31:44Bis gleich.
00:31:45Bis später.
00:31:51Er ist 14.
00:31:53Er langweilt sich zu Tode.
00:31:54Meine Mutter hat uns immer gezwungen mitzumachen.
00:31:56Ich hab das gehasst.
00:31:57Wirklich.
00:31:58Ja, das mag ja sein, aber es könnte ihm das Gefühl geben, dazu zu gehören.
00:32:02Es sei denn, er schläft vorher ein.
00:32:08Ingrid, darf ich dich bitten, dass du das in uns das lässt?
00:32:12Nun versteh mich doch bitte nicht absichtlich falsch.
00:32:16Ich finde es genau wie du nicht richtig, ihn bei dieser Besprechung dabei zu haben.
00:32:22Schließlich heißt es ja auch Familienkonferenz.
00:32:24Er wird bald zur Familie gehört.
00:32:26Ja, ja, aber bis jetzt ist es doch nur so eine Art Antrag, oder?
00:32:29Und eben deswegen wäre es falsch, ihm die Illusion zu vermitteln, quasi bereits dazu zu gehören.
00:32:44Unser Verein, der Deutsche Weg, hatte sich zur Aufgabe gemacht, gerade aufgrund jüngster Ereignisse, in Gefahr geratenen nationalen und vaterländischen
00:32:53Tugenden, wie Traditionsbewusstsein, Heimatliebe und Wahrung unserer geschichtlichen Verantwortung zu pflegen und wieder ins Bewusstsein zu rufen.
00:33:02So.
00:33:08Worauf warten wir?
00:33:10Worauf warten wir?
00:33:12Ich meine, die Typen, die sind doch auf halber Strecke zwischen Faschos und Neonazis.
00:33:16Das sind doch Rechtsnationale, die müssen mal rausschmeißen.
00:33:18Warte mal, Sie haben doch gegen kein Gesetz verstoßen.
00:33:23Aber Stefan, hier geht es doch nicht um eine rein juristische Frage. So was hat man auch im Gefühl, oder
00:33:28etwa nicht?
00:33:29Daniela, ich fühle auch. Bloß...
00:33:31Bloß, bloß leiten wir ein Hotel. Wir können doch nicht jeden rausschmeißen, weil uns sein Gesicht nicht gefällt.
00:33:38Solche Leute sollte man gar nicht provozieren.
00:33:40Nee.
00:33:41Das ist ja genau das, was die wollen. Eskalation. Damit sie sagen können, guck mal, wie die mit uns umgehen.
00:33:46Inga, aufs Tilda habt ihr damals auch einfach rausgeschmissen.
00:33:48Das war nicht meine Tilda.
00:33:50Das sind Anwälte. Was glaubst du, was die als nächstes machen?
00:33:54Ja, was soll denn das jetzt heißen? Ich setze jetzt morgen Königsberger Klops auf die Karte, oder?
00:33:57Nein, natürlich. Zigeunerschnitzel, doch.
00:33:59Nein, natürlich. Was denn sonst?
00:34:02Was? Was?
00:34:06Warum schaut ihr mich so an, als wäre ich die kleine Schwester von Eva Braun?
00:34:13Ja, was heißt denn das jetzt? Die sind nächste Woche wieder weg und schon...
00:34:17Super. Bug vorbei.
00:34:19Das hat man in Deutschland schon mal gesagt.
00:34:22Oh, jetzt habe ich aber, glaube ich, gerade nicht richtig gehört.
00:34:25Ja, aber was soll das Zitat jetzt?
00:34:27Ja, das ist abgelaufen.
00:34:29Ja, das ist abgelaufen.
00:34:29Ja, abgelaufen.
00:34:30Ja, abgelaufen.
00:34:32Ja, abgelaufen.
00:34:44Entschuldige bitte, aber diese Sitzung...
00:34:47Entschuldige bitte, aber diese Sitzung...
00:35:00Das läuft gut.
00:35:19Nein, ich wollte mit Ohne zusammen seine Möbel aufbauen. Aber du hältst es ja offensichtlich für wichtiger, dass ich an
00:35:24einer deiner Sitzungen teilnehme.
00:35:25Meine Sitzungen! Ich das höre! Meine Sitzungen!
00:35:28Annette, Ole kommt gerade mal hier an. Und da musst du die Erfahrung machen, dass alles wichtiger ist, außer er.
00:35:34Du warst doch den ganzen Tag mit ihm unterwegs.
00:35:37Ja, genau. Ich.
00:35:38Och, super. Bravo. Applaus. Du bist ein ganz toller Typ.
00:35:42Also bitte mal sachlich bleiben, oder?
00:35:43Na, ich soll sachlich bleiben. Du bist ja immer sachlich.
00:35:45Du wolltest dieses Kind haben. Jetzt ist es da. Mach auf mir bitte nicht die wilde Stiefmutter.
00:35:50Das wird bei mir schon auf die Palme gehen. Was heißt denn hier du?
00:35:53Wir!
00:35:54Ist doch so!
00:35:55Bei mir, den haben wir beide auf Augenhöhe entschieden, Ole zu nehmen.
00:36:00Und? Ole ist nicht mehr drei, sondern 14.
00:36:02Cool!
00:36:03Cool?
00:36:04Ja!
00:36:05Ja, genau?
00:36:07Kannst du mir warum oder?
00:36:07Ja!
00:36:22Du bist nur nicht.
00:36:24Oh my God.
00:36:50Ole?
00:36:50Olle, later we'll have your clothes on.
00:36:55Yeah?
00:36:55Yeah.
00:36:57Hi, Olle.
00:37:19Hi.
00:37:22Was machen Sie denn hier? Sind Sie Privatdetektiv oder so?
00:37:26Leider nein. Obwohl das sicher eine spannende Tätigkeit wäre.
00:37:30Ich arbeite für das Jugendamt Heidelberg-Wiesloch.
00:37:36Oh Gott!
00:37:38Oh, wow. Was für eine Kettenreaktion.
00:37:48Faszinierend, wie im Universum immer eins zum anderen führt.
00:37:51Ja.
00:37:55Bestimmt, ja.
00:37:58Okay, bis dann.
00:38:00Bis dann.
00:38:08Und das war wirklich deine Idee?
00:38:11Herrgott, ja.
00:38:12Ingolf hat angedeutet, dass ihr beide zeitlich recht eingespannt seid.
00:38:17Aber irgendwann wird dieser Junge ja auch juristisch gesehen unser Enkel sein.
00:38:22Was ist denn daran so furchtbar, wenn wir ihn mal mit ins Kino nehmen?
00:38:25Gar nichts. Da ist gar nichts furchtbar dran, Susanne.
00:38:29Ich möchte nur, dass er erst mal hier ankommt. Verstehst du?
00:38:35Und grundsätzlich haben wir ja die Erfahrung gemacht, also speziell wir beide, dass wir uns eigentlich...
00:38:43nicht mögen.
00:38:46Ja.
00:38:48Deswegen macht doch am besten jeder sein Ding, ne?
00:38:53Oder fürchtest du vielleicht, er könnte Dinge erfahren, die er besser nicht wissen sollte?
00:38:59Was denn zum Beispiel?
00:39:01Na ja, zum Beispiel, dass du dich zu dieser Adoptionsidee nur deswegen bereit erklärt hast, um eine Schwangerschaft zu vermeiden.
00:39:08Das ist die Susanne, die ich kenne.
00:39:11Um Ruhe zu haben.
00:39:12Wie ist es möglich, dass der netteste Mensch der Welt eine so notorische Giftspritze als Mutter hat?
00:39:19Nur weil ich die Wahrheit ausspreche?
00:39:21Dass euer Ole für meinen Ingolf letztlich doch nur ein Trostpreis ist?
00:39:51Gut.
00:39:55Hey, du, Ole, du kannst hier nicht sitzen. Das hier sind unsere Gästetische.
00:39:59Aber ich dachte, ich könnte hier kurz meine Hausaufgaben machen.
00:40:02Kannst du ja auch, aber nur so drüben, ja, in der Ecke.
00:40:05Das konnte ich ja nicht wissen.
00:40:07Deshalb sag ich's dir ja. Die Gästetische sind natürlich, wie der Begriff schon sagt, ausschließlich für unsere Gäste reserviert.
00:40:13Hm?
00:40:15So.
00:40:18Hier ist er auch ganz schön.
00:40:21So, und jetzt frohes Schaffen.
00:40:26Annette wollte mich gar nicht, oder?
00:40:29Was?
00:40:30Ja, Ingolf wollte ein richtiges Kind mit dir.
00:40:33Aber das wollte sie nicht.
00:40:35Gut, dann haben sie sich auf Adoptieren geeinigt.
00:40:38Ich kenne meine Schwester seit 39 Jahren.
00:40:40Es gibt niemanden, außer meiner Mutter vielleicht, die einen größeren Dickopf wäre.
00:40:44Und wenn sie dich nicht total gern und lieb hätte, keine Macht der Welt, würde sie dazu bringen, dich adoptieren
00:40:49zu wollen.
00:41:02Und, was lernt ihr gerade?
00:41:05Ah, die deutsche Revolution von 1848-49.
00:41:10Anspruchsvolles Thema.
00:41:11Es muss aufregend sein für dich als junger Mensch, dass es in Deutschland mal eine Zeit gab, in der das
00:41:16Volk den Mut hatte, sich gegen unhaltbare Zustände zu erheben.
00:41:23Dann bin ich sofort zu dir gekommen.
00:41:25Aber jetzt nochmal ganz von vorne. Ich bin sofort bei Ihnen.
00:41:28Was genau hat dieser Christine denn zu dir gesagt?
00:41:32Er hat gesagt, dass eine Adoption niemals glatt läuft.
00:41:34Ach, dieser...
00:41:36Das hat er dann nur gesagt, um uns an Karren zu fahren.
00:41:40Ich will aber nicht wieder weg von dir.
00:41:44Ole, das musst du doch auch nicht.
00:41:48Versprichst du's?
00:41:49Aber klar. Großes Psychologen-Indianer-Ehrenwort. Bloß...
00:41:56Ähm, wir reden später weiter. Okay?
00:42:00Und dann bauen wir auch die Möbel auf. Okay? Bis dann.
00:42:14Das hast du ihm versprochen?
00:42:16Er hatte Angst. Weil dieser Idiot von Christine...
00:42:19Und wenn was schief geht?
00:42:21Ole fühlt sich doch wohl hier.
00:42:22Dieser Typ vom Amt ist ein uralter Freund von dir. Was soll denn da schief gehen?
00:42:25Es kann immer was passieren. Und wenn es das tun sollte...
00:42:28Was wird das jetzt hier eigentlich?
00:42:29Die ganz große, so isst man ein guter Vater-Lektion oder was?
00:42:33Ole ist ein Kind. Und Kinder nehmen das ziemlich krumm, wenn man sein Versprechen nicht einhält.
00:42:45Ja, es geht auch, wenn dann, nur bis 20 Meter.
00:42:47Schauen wir mal ein bisschen.
00:42:51Und dann, hier schon weiter.
00:42:54Ja, das wird noch schön.
00:42:58Herr Klassin?
00:43:00Ja, der Hauspsychiater.
00:43:01Ja, keine Bange. Das geht doch ganz schnell.
00:43:03Mhm. Bitte?
00:43:04Wenn es nämlich Ihrer Vorstellung von Männlichkeit und Stärke entsprechen sollte, einen kleinen Jungen zu verunsichern,
00:43:09dann sollten Sie vielleicht einfach mal darüber nachdenken, was das eventuell über Ihr eigenes Selbstwertgefühl aussagen könnte.
00:43:14Vielen Dank.
00:43:16Entschuldigen Sie, aber ich glaube, ich kann Ihnen leider nicht ganz folgen.
00:43:21Gut, dann nochmals zum Mitschreiben. Sie sollten sich einfach mal fragen, ob sich da hinter diesem starken, deutschen Mann nicht
00:43:30vielleicht doch einfach nur ein mickriges, deutsches Männlein verbergen könnte.
00:43:37Guten Abend.
00:43:39Was war Trumpf?
00:43:42Krang, ich bin dran.
00:43:49Und warum machst du das?
00:43:52Weil Ole mein Sohn ist. Oder so gut wie. Dann stelle ich mich natürlich vor ihn, weil er es ein
00:43:58guter Vater nun mal so macht.
00:44:00Entschuldige, du hast uns gestern erklärt, dass man solche Leute nicht provozieren soll, weil die nur drauf warten.
00:44:05Annette, ich habe ihn nicht provoziert. Ich habe ihm lediglich gesagt, dass ein 14-jähriger Junge absolut tabu ist.
00:44:13Gut, das wird sicher eine Menge bringen.
00:44:14Ja, das wird es auch. Weil Ole nämlich spürt, dass wir auf seiner Seite sind.
00:44:27Ich weiß nicht, ob du dich erinnerst, aber vor deiner sogenannten Entscheidung für die Adoption hast du dich mit deinem
00:44:34Vater ausgetauscht.
00:44:37Mit mir zu sprechen schien dir offenbar unnötig.
00:44:41Also erstens, ich kann mich sehr wohl daran erinnern und zweitens, dreimal darfst du raten, warum ich nicht mit dir
00:44:45gesprochen habe.
00:44:47Natürlich, weil ich das Ungeheuer bin und so weiter.
00:44:49Das hat nichts mit Ungeheuer zu tun, aber du weigerst dich einfach hartnäckig deine Nase aus meinem Leben zu halten.
00:44:54Ganz ehrlich, es gibt nicht mehr so viele Leben um mich herum, die es mir wert sind, meine Nase hineinzustecken.
00:45:01Und ich wünsche dir aufrichtig, dass du das Gefühl nie kennenlernst.
00:45:06Na.
00:45:20Ja.
00:45:29Ja.
00:45:32Ja.
00:45:33Ja.
00:45:34Ja.
00:45:35Ja.
00:45:44Herr Bergstein.
00:45:47Frau Bergstein.
00:45:48Frau Kramer.
00:45:49Und keinen Tag älter.
00:45:51Ich muss ja mit Ihnen konkurrieren können.
00:45:54Wie schön, dass Sie da sind.
00:45:56Die Freude ist ganz auf unserer Seite.
00:45:57Geht's Ihnen gut?
00:45:58Ja, also abgesehen davon, dass ich überlege, ob meine zweite Eheschließung nicht doch eine Alterstorheit gewesen sein könnte.
00:46:07Also abgesehen davon eigentlich blendend.
00:46:10Frau Kramer, herzlichen Glückwunsch.
00:46:12Danke.
00:46:14Werden wir denn Zeit haben zu einem kleinen Plausch?
00:46:17Nun, wir, ursprünglich wollten wir eine Woche bleiben.
00:46:23Allerdings sprachen wir gerade darüber, ob wir unter den neuen Umständen an Ihrem Haus
00:46:29nicht vorzeitig abreisen werden.
00:46:31Den neuen Umständen?
00:46:33Ja.
00:46:43Einer von denen ist echt hier reingekommen und hat gefragt, was jetzt mit dem Königsberger Kloppsen sei.
00:46:47Das nächste Mal haue ich dem ein halbes Konchili in seine deutsche Küche.
00:46:50Sag einfach, wir haben Asia-Wochen mit Nazi-Goreng.
00:46:53Ja, echt.
00:46:55Kann ich mir einen Punkt machen?
00:46:57Ja, klar, nimm nur.
00:46:58Schule schon aus?
00:46:59Äh, ja, Geschichte ist ausgefunden.
00:47:01Du, ich hab dem gesagt, die Speisekarte muss er schon mir überlassen.
00:47:04Aber wenn der so weitermacht, ich sag dir.
00:47:06Ey, für die Butter nicht.
00:47:07Ach, ich kann nicht.
00:47:08Da müssen mindestens drei Packungen sein.
00:47:11Annette, absolute Alarm.
00:47:13Ah.
00:47:16Was?
00:47:16Mama und die Anwält.
00:47:19Äh, Kartoffeln sind hier.
00:47:20Ja, danke.
00:47:25Sag mal, muss es unbedingt jetzt sein?
00:47:31Wer sind Sie überhaupt, dass Sie sich hier quasi Amtsgewalt anmaßen?
00:47:35Ich bin die höchste Instanz, der Sie innerhalb dieser Mauern begegnen werden.
00:47:39Und als solche kann ich Ihnen versichern, dass hier keinerlei Propagandafeldzüge stattfinden werden.
00:47:46Das ist in Ihren Augen Propaganda, dass wir offen unsere Vaterlandsliebe bekunden.
00:47:51Können Sie gerne, aber nicht in meinem Hotel.
00:47:54Moment.
00:47:56Das würde ich mir an Ihrer Stelle nochmal sehr gut überlegen.
00:48:00Ich habe mir die letzten 73 Jahre nur sehr wenige Dinge sehr gut überlegt.
00:48:06Und ich bin ausgezeichnet damit gefahren.
00:48:09Sie wollen tatsächlich die Deutschlandfahne in den Müll werfen, ja?
00:48:13Ich will das gar nicht.
00:48:14Heinrich Heine, Boris Becker, Plunderstritzel, alles große Klasse.
00:48:19Ich mache es aber.
00:48:23Ups.
00:48:24Bravo, Frau Krame.
00:48:26Das ist ein großer Fehler gewesen.
00:48:27Mama, Herr Tassim, wie sehr habt ihr euch schon kennengelernt?
00:48:30Ich habe nur jemanden kennengelernt, der sich ein bisschen dumm stellen will.
00:48:33Und leider bin ich selber darin ganz groß.
00:48:44Danke.
00:48:49Gestattet mir eine kleine Vorbemerkung, die uns allen allerdings eine Menge Lebenszeit sparen wird.
00:48:56Nicht, dass sie in jedem Fall besonders kostbar wäre.
00:49:05Nur über meine Leiche werde ich mich bei einem Nazi entschuldigen.
00:49:15Und somit steht der Rest des Abends zu eurer freien Verfügung.
00:49:19Vielen Dank, Mama. Das war sehr hilfreich.
00:49:22So gut solltest du deine Mutter aber kennen.
00:49:24Es wäre doch sehr erstaunlich gewesen, wenn sie plötzlich sich rationalen Argumenten gegenüber offen gezeigt hätte.
00:49:30Habt ihr das auch gehört? Gerade?
00:49:35So etwas wie das Zirken meiner Grille.
00:49:38So kommen wir nicht weiter, Mama.
00:49:40Gut. Also, ich finde, Mama hat recht.
00:49:43Ja, der darf nicht einfach eine Fahne hier aufstellen. Punkt.
00:49:46Darum geht es eben gerade nicht.
00:49:48Mama hat ihn provoziert und jetzt müsste sie sich entschuldigen eigentlich.
00:49:53Die Bergsteins kommen seit 30 Jahren hierher.
00:49:57Und zwar obwohl ihre Familie hier in Deutschland umgebracht wurde.
00:50:03Sollte ich vielleicht besser die provozieren?
00:50:06Warum diskutieren wir eigentlich noch?
00:50:10Tante Ingrid?
00:50:12Um Gäste rauszuschmeißen, benötigen wir irgendeine Rechtsgrundlage, die hier nun mal nicht gegeben ist.
00:50:18Als die Stolz 1974 hier mein halbes Mobiliar zerdeppert haben,
00:50:24da brauchte ich auch keine Rechtsgrundlage, um sie achtkantig rauszuschmeißen.
00:50:30Die Konfliktlösung fällt eben dem einen leichter als dem anderen.
00:50:34Leute, ich kapiere einfach nicht, dass wir das immer noch diskutieren.
00:50:37Wir haben Nazis im Hotel Heidelberg.
00:50:40Nur leider sind das deutsche Juristen, die wohl kaum deutsches geltendes Recht verletzen werden.
00:50:44Und genau das macht sie noch gefährlicher, Ingolf.
00:50:46Wir müssen hier einen Weg finden.
00:50:51Was heißt denn dann Zivilcourage für dich?
00:50:54Ja, dass man solche Leute jetzt in Watte packt?
00:51:06Frau Kramer?
00:51:09Erst die gute oder erst die schlechte Nachricht?
00:51:12Unbedingt erst die schlechte.
00:51:13Soll doch aufwärts gehen in Deutschland.
00:51:18Meine Mutter wird sich auf gar keinen Fall bei Ihnen entschuldigen.
00:51:22Allerdings werden wir respektive das Hotel Ihr Hiersein für die verbleibenden vier Tage tolerieren.
00:51:30Tolerieren?
00:51:32Ah.
00:51:34Äh, und noch was, Herr Kressin.
00:51:36Ja?
00:51:37Ich mag's gar nicht, wenn mir gedroht wird.
00:51:39Hm, interessant.
00:51:41Und als Anwalt kennen Sie natürlich auch den juristischen Fachbegriff dafür.
00:51:44Das ist Nötigung.
00:51:45Haben Sie gegoogelt?
00:51:47Und Sie wollen doch sicher nicht, dass Ihre saubere Kanzlei mit so einem hässlichen Begriff in Verbindung gebracht wird, oder?
00:51:53Wissen Sie was, Frau Kramer? Ich mag auch so einiges nicht.
00:51:57Zum Beispiel, wenn man in einem derartigen Ton mit mir redet.
00:52:06Was für ein Arschle.
00:52:17Mann.
00:52:19Aber warum machst du das?
00:52:20Weil der Typ mich rasend macht. Ich könnte ihm dermaßen...
00:52:23Ja, das merkt man.
00:52:24Ja, weißt du, was der zu mir sagt? Dass ihm mein Ton nicht gefällt. Das sagt er mir.
00:52:29Jetzt mal fällt dir eigentlich auf, dass du dich langsam aber sicher nur noch mit diesen Typen beschäftigst.
00:52:33Weil diese Typen ein Problem sind.
00:52:35Ja, das stimmt. Die sind ein Problem.
00:52:38Aber wir haben noch ein anderes Problem.
00:52:41Wir sind nämlich mitten in der Probezeit.
00:52:44Was ist, wenn dein Klaus mitkriegt, dass Ole hier im totalen Chaos gelandet ist?
00:52:49Lass Klaus bitte meine Sorgen sein, ja?
00:52:55Anette, mit Ole klappt irgendwie überhaupt gar nichts.
00:52:59Was denn? Was klappt denn nicht?
00:53:01Ach ja, das ist alles irgendwie, ich weiß auch nicht, eine Riesen-Improvisation. Mal hab ich Zeit, mal hast du
00:53:07Zeit.
00:53:09Und ich hab mit ihnen Möbel eingekauft, gebummelt, Eis gegessen und Federball gespielt.
00:53:15Ach, wie toll. Guck mal da, der Musterpapa. Und ich bin die böse, abgelenkte, arbeitende Frau.
00:53:20Darum geht's doch gar nicht. Aber Daniela hat erzählt, dass er achtmal am Tag bei ihr in der Küche erscheint.
00:53:25Und warum? Weil niemand für ihn da ist.
00:53:27Wolltest du deswegen deine Mutter einschalten?
00:53:30Ja, ich dachte, das ist praktisch. Aber das ist natürlich total blöd.
00:53:33Weil wir können dieses Problem nicht auf die Großeltern abwälzen.
00:53:36Wir müssen das hinkriegen. Wir, die...
00:53:41Eltern.
00:53:55Ja, das ist wirklich sehr interessant. Vielen Dank.
00:53:58Also, das ist jetzt mal eine ganz persönliche Einschätzung.
00:54:01Ah, da bist du ja.
00:54:03Äh, Klaus. Ulle will jetzt gerade los zur Schule.
00:54:07Hallo, Herr Lengler.
00:54:08Oh, Herr Lengler.
00:54:09Hallo, Ulle.
00:54:10Hallo.
00:54:10Alles gut?
00:54:11Ähm, ja, alles best.
00:54:12Ich bin versorgt. Da kriegt man gleich Hunger.
00:54:14Du, bitte, bedien dich bei uns am Buffet.
00:54:16Das wäre ja Beamtenbestechung.
00:54:18War jetzt eher als Gastfreundschaft gemeint.
00:54:21Ähm, ich muss jetzt los, okay?
00:54:22Mhm.
00:54:23Tschüss.
00:54:23Bis später.
00:54:28Na ja, dann vielleicht einen Kaffee.
00:54:29Gern.
00:54:31Ich komm gleich zu dir raus.
00:54:36Also, ich bin mir bei diesem Typen nicht so sicher.
00:54:39Wieso?
00:54:40Ich weiß nicht. Tschüss.
00:54:42Tschüss.
00:54:45Ähm, kann ich dich mal was fragen?
00:54:48Ja, machst du doch gerade.
00:54:51Was ist dein Eindruck?
00:54:53Wie läuft das zwischen, zwischen Ulle und uns?
00:54:56Was meinst du?
00:54:58Ganz ehrlich?
00:54:59Na klar.
00:55:03Okay.
00:55:04Also, ich denke, das wird nicht klappen.
00:55:06Wie, das wird nicht klappen?
00:55:08Ja, am Anfang habt ihr große Töne gespuckt.
00:55:11Und Ingolf hat einmal etwas mit ihm unternommen.
00:55:14Aber der Junge hängt hier vollständig in der Luft.
00:55:16Und zwar, weil du und Ingolf, im Prinzip ihr beide,
00:55:19euer Leben genauso weiterlegt wie vorher.
00:55:21Entschuldigung mal bitte. Ich mache, was ich kann.
00:55:23Und Ingolf auch.
00:55:24Aber ich leite ein Hotel und er hat seine Patienten.
00:55:27Ist ja richtig, stimmt ja. Hast ja recht.
00:55:30Aber du hast mich gefragt.
00:55:33Guck mal. Guck mal her.
00:55:36Das glaubst du jetzt nicht.
00:55:39Hier?
00:55:41Liebe Kameraden und Patrioten von nah und fern.
00:55:43Wie ihr sehen könnt, verbringen wir herrliche Tage im schönen Heidelberg
00:55:47und erinnern uns unserer Studienzeit.
00:55:50Denn hier, an einer der Geburtsstätten nicht nur des deutschen Idealismus,
00:55:53sondern auch traditioneller Werte, wollen wir uns auf unsere Wurzeln besinnen.
00:55:58Versüßt wird unser Aufenthalt durch die Unterbringung im Traditionshotel Heidelberg.
00:56:02Angeboten wird hervorragende deutsche Küche.
00:56:05Das Haus wird in traditionellem Geist geführt,
00:56:08von einer sympathischen deutschen Inhaberin mit...
00:56:15...aufrechtlich gesehen.
00:56:16Gut, das reicht. Reicht jetzt.
00:56:19Annette!
00:56:20Die fliegen jetzt raus.
00:56:21Nein!
00:56:21Doch!
00:56:26Hast recht.
00:56:35Jetzt hören wir mal auf, uns dummzustellen.
00:56:37Wer das ließ, denkt, ich bin eine Nazi-Braut und das hier ist ein Nazi-Hotel.
00:56:40Ja, aber dann würden Sie doch keine Gäste mit dem schönen Namen Bergstein beerbergen.
00:56:43Was?
00:56:45Sagen Sie es noch einmal, ich schmeiß Sie hier raus.
00:56:47Das ist sehr gut.
00:56:49Tun Sie das.
00:56:50Ich sag Ihnen, was dann passiert.
00:56:51Sie schmeißen uns raus und dafür werden wir Sie mit einer derartigen Flut von Klagen überschwenden,
00:56:56dass Sie nicht mehr dazu kommen, die Betten hier abzuziehen.
00:56:58Dann werden Sie an die Medien gehen, was allerdings auch wir tun werden.
00:57:01Und ab dem Zeitpunkt garantiere ich Ihnen,
00:57:04wird der Name Ihres Hotels für immer mit uns in Verbindung gebracht werden.
00:57:08So, jetzt holen Sie noch mal tief Luft und atmen noch mal tief durch.
00:57:11Sie überlegen sich genau, ob Sie das Ganze nicht vielleicht auch friedlich beenden wollen.
00:57:19Ich habe nur mal tief durchgeatmet.
00:57:21Ich habe keine Ahnung, was Sie hier abziehen wollen,
00:57:23aber es wird garantiert keinen Erfolg haben.
00:57:25Und jetzt tun Sie genau Folgendes.
00:57:27Ja, Herr Wengler, das verstehe ich sehr gut.
00:57:31Aber das kann doch am Umkehrschluss nicht bedeuten, dass...
00:57:34Das sind alles Faktoren, die wir beachten müssen.
00:57:37Das Kindeswohl...
00:57:39Ja, natürlich.
00:57:44Alles klar.
00:57:45Ja, wünsche ich Ihnen auch.
00:57:46Bitte.
00:57:47Ich glaube es nicht.
00:57:48Was denn?
00:57:49Dieser Wengler, der hat mir gerade minutiös...
00:57:53Der hat mir gerade minutiös vorgerechnet, wie viele Stunden ich gestern in meiner Praxis war
00:57:56und ich mich ergo nicht um Ole kümmern konnte.
00:57:59Sag mal, spinnt der jetzt?
00:58:01Das ist genau das, was ich dir gesagt habe.
00:58:02Das geht nicht, das geht nicht.
00:58:04Das ist genau, was ich dir gesagt habe.
00:58:05Der wusste sogar, dass die Abends noch bei meiner Supervision war.
00:58:08Dein alter Freund.
00:58:09Also anscheinend observiert der mich rund um die Uhr, rund um die Uhr.
00:58:13Ja, dann ist das jetzt so.
00:58:14Dann musst du kürzer treten, bis die Adoption durch ist.
00:58:17Ja, natürlich.
00:58:19Ich rufe jetzt alle meine Klienten an und sage denen, die sollen zwischenzeitlich einfach Psychopharmaka nehmen.
00:58:23Aber nur so lange, bis die Adoption durch ist?
00:58:25Weißt du was? Du kannst nicht mal!
00:58:37Das ist weg.
00:59:03Mach mal.
00:59:04Yeah.
00:59:05Not yeah.
00:59:06Now.
00:59:10You're like Jeremy.
00:59:12I said to him 100.000 times,
00:59:14you're going to pack your Schultasche
00:59:15before the evening.
00:59:17But no.
00:59:20What is?
00:59:22I don't believe that I'm like Jeremy.
00:59:25I know.
00:59:29Hey, you're something special.
00:59:33Na klar.
00:59:35Du, dann sag mir bitte mal,
00:59:37wie ich dich behandeln soll
00:59:38und falls die Antwort ist wie ein rohes Ei,
00:59:39tut mir leid, das mache ich nicht.
00:59:41Du bist nämlich nicht der Einzige hier,
00:59:42der sein Leben leben muss.
00:59:43Etwas schneller, bitte.
00:59:51Tschüss.
00:59:52Ciao.
00:59:56Hi, Ole.
00:59:57Hey.
00:59:59Viel Spaß.
01:00:01Na?
01:00:03Hi.
01:00:04Was macht die deutsche Revolution?
01:00:12Sag mal, haben sie eigentlich schon mit dir geredet?
01:00:17Wegen der offenen Adaptionsfragen?
01:00:23Lass mich raten.
01:00:26Das Gespräch hat deine Mutter angeregt.
01:00:28Wie kommst du denn da drauf?
01:00:31Ich sage das nur, um einer Moralpredigt zuvor zu kommen.
01:00:36Aber versuchst du echt, Ole wieder rauszukraulen?
01:00:38Und hast du wirklich mit diesem Typen vom Jugendamt geredet?
01:00:41Das ist eine vollkommen überzogene Darstellung der Dinge.
01:00:45Ich dachte, das hättest du gar nicht mehr nötig.
01:00:47Du hast doch jetzt genau das, was du wolltest.
01:00:50Alle aus deiner Familie um dich.
01:00:52Von denen keiner Zeit hat.
01:00:53Es gibt ein Adoptiv-Kent, Neonazis, das Tagesgeschäft.
01:00:59Wen interessiert da schon eine alte Tante?
01:01:03Okay, aber hast du denn Zeit für sie?
01:01:06Kümmerst du dich irgendwie?
01:01:08Aber ich bin schon über siebzig.
01:01:10Du sollst ja keine Kohlen schleppen.
01:01:13Als wir das letzte Mal geredet haben,
01:01:14da hast du gesagt, dass wir dir vielleicht gut tun könnten.
01:01:18Und vielleicht kannst du uns auch gut tun.
01:01:21Aber dafür reicht es eben nicht, dass du einfach immer nur zusiehst.
01:01:41Zwei geliefert.
01:01:42Der Pulveri geht auch aus.
01:01:43Ja, ja.
01:01:44Bestell mir nach.
01:01:44Oh, der ist weg.
01:01:46Wie?
01:01:46Er ist weg.
01:01:48Er ist weg.
01:01:49Ich habe in der Schule auf ihn gewartet, aber er kam und kam nicht.
01:01:54Dann habe ich mit der Klassenlehrerin gesprochen.
01:01:56Er war überhaupt nicht in der Schule.
01:01:58Er ist pünktlich hier raus.
01:02:00Ja, aber anscheinend nicht in der Schule.
01:02:01War das irgendwas?
01:02:02Hast du ihn schon auf dem Handy angerufen?
01:02:05Mhm.
01:02:06Mailbox.
01:02:07Aber heute Morgen habe ich ihn doch gesehen.
01:02:10Und ich habe ihm ja sogar Hallo gesagt.
01:02:12Und dann ist er los.
01:02:14Und dann war dieser Kressin plötzlich da.
01:02:18Kressin?
01:02:19Ja, er ist rausgegangen und hat mit ihm geredet.
01:02:23Wie rausgegangen?
01:02:24Ja, er ist raus und hat mit ihm geredet.
01:02:32So.
01:02:36Herr Kressin, unser Junge ist weggelaufen.
01:02:38Oh, das tut mir schrecklich leid.
01:02:40Was haben Sie zu ihm gesagt?
01:02:42Ja, wir haben uns lediglich freundlich unterhalten.
01:02:44Wobei ich nicht verschweigen möchte, dass er irgendwie besorgt auf mich wirkte.
01:02:48Besorgt?
01:02:48Ja, besorgt.
01:02:49Ja, das war mein Eindruck.
01:02:51Über den Status quo seines Adoptionsverfahrens, das ja, wie ich gehört habe, mächtig zu wanken scheint.
01:02:58Außerdem denke ich, dass die Spannung in Ihrer Ehe nicht besonders ist.
01:03:04Und das haben Sie so zu ihm gesagt?
01:03:06Ja, das mag mir so herausgerutscht sein.
01:03:09Wenn man...
01:03:11Wenn man dem Jungen etwas zugestoßen ist, dann werde ich persönlich...
01:03:13Dann werden Sie was?
01:03:16Sigmund Freud zur Hilfe holen?
01:03:18Den hab ich sicher nicht nötig.
01:03:21So, und jetzt Tisch ab, Kleiner!
01:03:25Ach!
01:03:28Ach...
01:03:28Ach...
01:03:29Ach...
01:03:34tea auf deine Handlungen, denn Sie werden zu Gewohnheiten.
01:03:37Ich glaub nicht, was ich da gerade gemacht habe.
01:03:39Ich.
01:03:39I, Ingolf Muthesius, have just a man niedergeschlagen.
01:03:44But if someone earned it, then the one.
01:03:46Soll ich dir say, what is that?
01:03:48It felt absolutely great.
01:03:52I thought it was great.
01:03:53Absolutely great!
01:04:00Was there was between Ole and you?
01:04:03No.
01:04:06Wir sind ganz kurz aneinandergeraten heute Morgen,
01:04:09weil er zur Schule musste und es hat alles wahnsinnig lang gedauert.
01:04:12Dann hab ich zu ihm gesagt, hör mal, du bist nicht der Einzige,
01:04:14der hier im Haus sein Leben auf die Kette kriegen muss.
01:04:17Was?
01:04:18Was?
01:04:18Du kannst doch zu einem kleinen Jungen, der dabei zugesehen hat,
01:04:21wie seine Eltern ums Leben kommen, nicht sagen,
01:04:22dass es jeder irgendwie schwer hat.
01:04:25So hab ich das natürlich auch nicht gesagt.
01:04:27Ach, Mensch.
01:04:57Ich hab gehofft vielleicht von meiner Praxis, aber ...
01:04:59Ich war auf dem Friedhof vom Grab seiner Eltern.
01:05:02Aber auch Fehlanzeige.
01:05:03Ich fahr jetzt nach Hause.
01:05:04Ist wenigstens jemand da, wenn er kommt.
01:05:18Ich bin mir einfach ganz sicher, dass ihm nichts passiert ist.
01:05:33Entschuldigung.
01:05:34Haben Sie eventuell diesen Jungen gesehen?
01:05:42Nein.
01:05:43Ich danke.
01:05:44Ich danke.
01:05:45Ich danke.
01:05:51In der Regel.
01:05:53Ich danke ungefähr'nmaya ging.
01:05:57Ey, Müller, Stefano.
01:06:01Und?
01:06:02Hm.
01:06:04Vielen Dank.
01:06:08Sehr lieb.
01:06:23No, it's just because of my stupidity.
01:06:28We need to find the Olaf.
01:06:36Oh, Stichwort Klaus.
01:06:40Ich soll zu ihm aufs Amt kommen und ich soll Ole mitbringen.
01:06:44M-m-m.
01:06:56Mann!
01:07:10Äh, was soll denn das? Geht der jetzt einfach rein oder was?
01:07:17Äh, hallo? Wir warten hier schon eine Stunde.
01:07:20Schön, dass du gekommen bist.
01:07:23Wo ist Ole?
01:07:26Ähm, ich hab den jetzt nicht mitgebracht, weil ich irgendwie danke, weil ich deine SMS zu spät.
01:07:32Schade, ich hätte ihn sehr gerne auch angehört.
01:07:37Ja.
01:07:38Äh, äh.
01:07:41Ach so, okay, also pass auf.
01:07:44Äh, die haben das total hoch gespielt.
01:07:47Also hat der Mann das nicht getan?
01:07:49Doch, hat er.
01:07:52Aber der Typ hat den sowas von provoziert, also der wäre wahrscheinlich der friedlichste Mensch der Erde ausgerastet.
01:07:58Also Körperverletzung.
01:07:59Nee, ich will's dir ja gerade erklären. Hören wir doch mal zu.
01:08:03Annette, ein Ehepaar bewirbt sich um eine Adoption und ich muss feststellen, dass nicht nur beide berufstätig sind und sehr,
01:08:10sehr beschäftigt, sondern auch noch gewaltbereit, wenn nicht sogar gewalttätig.
01:08:15Das musst du feststellen. Vielleicht möchtest du mir erst mal zuhören.
01:08:19Ich gebe dir doch gerade Gelegenheit für eine andere Darstellung, aber das einzige, was du tust, ist das schlicht zuzugeben
01:08:25mit doch hat er.
01:08:28Klaus, der Typ ist ein Nazi.
01:08:30Ja. Und was wollt ihr Ole da mitteilen, dass man Andersdenkenden einfach ein paar reinhaut?
01:08:41Sag mal, kann das sein, dass du das überhaupt nicht willst, dass Ole bei uns ist? Dass du das nicht
01:08:46willst, dass wir, dass ich glücklich bin?
01:08:48Dass du vielleicht, vielleicht willst du überhaupt nicht, dass Menschen glücklich sind, weil du ja offensichtlich selber auch nicht glücklich
01:08:54bist.
01:08:55Ich kann dir nur versichern, dass ich jeden Fall, der mir hier vorgelegt wird, sehr gründlich und gewissenhaft prüfe.
01:09:01Hast du das immer noch nicht verwunden, dass ich dich damals hab ablitzen lassen?
01:09:08Ah, das ist echt schade. Vor allem, weil du immer noch keine Ahnung hast, warum.
01:09:15Ich befürchte, du wirst es mir gleich mitteilen.
01:09:18Ja, weil du damals das Gleiche warst wie heute. Ein richtiger Beamter, ein sturer, penibler, kleinkrämerischer Besserwisser.
01:09:29Und deswegen warst du auch damals schon einsam, weil du offensichtlich riesige Angst hast vor der ganzen Welt.
01:09:35Und jetzt sitzt du hier hinter deinem kleinen ordentlichen Schreibtisch und entscheidest über das Leben von Menschen, die du gar
01:09:42nicht kennst.
01:09:48Father, mit dir du έχst dich zumachen?
01:09:54Nein, ich bin jetzt dabei.
01:10:22She's...
01:10:28Oh, fuck.
01:10:54The only thing I had to do was to eat a bit of a Kreide.
01:10:57You had a responsible job, Klaus.
01:11:02And we built a mess and that's why I was so mean to you.
01:11:07So was.
01:11:08We were young.
01:11:11Stattdessen falte ich den Typen mehrmals zusammen,
01:11:14dass der uns Ole niemals geben wird.
01:11:18Mal davon abgesehen, dass ich nicht weiß, wo er ist.
01:11:23Das wird mir ihm öffentlich verzeihen, Mama.
01:11:26Aber das war doch vollkommen richtig, dem Mann das so zu sagen.
01:11:32Was nicht richtig ist, ist, dass du jetzt hier plötzlich Absolution willst.
01:11:39Ein Indianer wirft seinen Tomahack und dann reitet er weiter auf seinem einsamen Weg.
01:11:44Okay.
01:11:45Okay.
01:11:45Okay.
01:11:58Okay.
01:12:00Okay.
01:12:05Okay.
01:12:18Okay.
01:12:21Okay.
01:12:30I'm so sorry.
01:12:33Where did he go?
01:12:35In the garden.
01:12:36In the pavillon.
01:12:54In the garden.
01:13:11Weißt du was?
01:13:12Als Ingo von mir deine Geschichte erzählt hat,
01:13:14da dachte ich, das ist wahrscheinlich das Schlimmste,
01:13:17was einem überhaupt passieren kann.
01:13:18Und wir können das auch nicht rückgängig machen.
01:13:21Und jetzt sitzen wir hier, wir drei.
01:13:23Und ich glaube, wir müssen erst mal lernen,
01:13:26wie das eigentlich geht.
01:13:29Und Ole, wir sind für dich da.
01:13:32Aber das hier ist ein Hotel.
01:13:34Und deswegen wird es garantiert nie so sein,
01:13:38wie in irgendeiner gemütlichen Familienserie,
01:13:41wo die Mama auf dich mit dem Apfelkuchen wartet.
01:13:45Aber es wartet jemand.
01:13:47Das kann ich dir versprechen.
01:13:56Das war's.
01:13:57Alles wieder gut.
01:13:58Vielen Dank.
01:13:59Gerne.
01:14:00Dafür sind wir da.
01:14:01Schön, dass Ihr Sohn wieder da ist.
01:14:03Ja.
01:14:04Stimmt.
01:14:07Lass ihn gehen.
01:14:11Sie haben mich nicht nur deswegen gerufen, oder?
01:14:13Nein.
01:14:17Also, ich glaube, ich weiß, was Sie mich fragen wollen.
01:14:19Und ich kann Ihnen nur sagen, ich weiß es nicht.
01:14:21Ich weiß es einfach nicht.
01:14:23Und Sie kennen mich.
01:14:23Wenn ich nur die geringste rechtliche Handhabe hätte,
01:14:26dann wären diese Leute längst rausgeflogen.
01:14:28Nur ich hab sie leider nicht.
01:14:30Wir verstehen, dass Ihre Situation wenig beneidenswert ist.
01:14:33Ja.
01:14:34Aber ehrlich gesagt, meine Frau und ich sind zu alt,
01:14:38um uns einer solchen Gesellschaft auszusetzen.
01:14:40Ja, wir wollten eigentlich noch eine ganze Woche bleiben,
01:14:43aber unter diesen Umständen möchten wir Sie bitten,
01:14:47unsere Rechnung vorzubereiten.
01:14:48Wir würden Sie dann nach dem Mittagessen verlassen.
01:14:51Das ist doch Quatsch.
01:14:53Das...
01:14:53Es geht nicht im geringsten um Sie, Frau Kramer.
01:14:57Aber in letzter Zeit spüren wir immer öfter,
01:14:58dass ich in diesem Land und auch in anderen etwas ausbreite,
01:15:03dass ich...
01:15:04Das uns einfach nicht gefallen kann.
01:15:09Und leider sagen immer weniger Menschen noch etwas dazu.
01:15:27Danke schön.
01:15:35Das...
01:15:36Das ist irgendwie schlimm.
01:15:38Das ist furchtbar.
01:15:42Jüdische Sehepaar reißt hier ab,
01:15:43weil wir es nicht auf die Reihe kriegen.
01:15:45Man kann es ja auch verstehen.
01:15:46Ja.
01:15:47Ja, ich würde am liebsten auch meine Koffer packen,
01:15:49anstatt mir den ganzen Tag diese Typen anzugucken.
01:15:54Irgendwie muss es doch einen Weg geben.
01:15:56Irgendwas.
01:16:14Ich glaube, die gehört Ihnen.
01:16:17Die habe ich schon vermisst.
01:16:19Schwupps ist sie wieder da.
01:16:21Ich wollte Ihnen sagen,
01:16:23dass ich auch irgendwie sehr stolz bin,
01:16:27in diesem Land leben zu dürfen.
01:16:30Wissen Sie was?
01:16:31Ich wusste, dass Sie zur Einsicht fähig sind.
01:16:35Bin ich auf jeden Fall.
01:16:36Schön.
01:16:36Schön, oder?
01:16:37Dass wir in einem freien Land leben.
01:16:39Und so ein Hotel ist ja auch ein bisschen wie ein Land.
01:16:43Ich finde, dass Sie als Gast erwarten dürfen,
01:16:46dass Freiheit, wie man so schön sagt,
01:16:48immer auch die Freiheit des Andersdenkenden ist.
01:16:54Liebe Hotelgäste, Sie alle haben ja in den letzten Tagen mitbekommen,
01:16:58was hier los ist.
01:17:00Ein Hotel kann sich seine Gäste nicht aussuchen.
01:17:04Und das heißt jetzt was?
01:17:06Das heißt...
01:17:08Ich weiß es nicht, Frau Bergstein.
01:17:10Aber die wollen doch nur, dass wir...
01:17:14Das heißt, es kommt nicht auf die an,
01:17:17sondern auf uns.
01:17:19Was...
01:17:20Was...
01:17:20Was wir denken.
01:17:21Wofür wir stehen.
01:17:23Das wissen Sie doch.
01:17:25Wofür wir stehen.
01:17:27Ja, Sie wissen das, ich weiß das,
01:17:28aber die wissen das vielleicht nicht.
01:17:30Danke, das wollen wir aber gar nicht wissen.
01:17:31Weil die sehr laut sind und wir leise.
01:17:34Vielleicht hören Sie uns deswegen nicht.
01:17:35Aber ich glaube, wenn jeder von uns
01:17:37ein bisschen lauter und klarer sagt,
01:17:39was er meint,
01:17:40dann hören die uns doch.
01:17:42Und selbst wenn nicht,
01:17:44dann kapieren Sie,
01:17:45dass Sie nur einige wenige sind
01:17:46und wir sind sehr viele.
01:17:53Bravo.
01:17:56So, ich meine...
01:17:57Komm, es reicht, Bernd.
01:17:59Sag mal, spinnst du?
01:18:00Was hast du gesagt?
01:18:01Ob du spinnst?
01:18:02Nee, das sollte ich als Anwalt besser nicht.
01:18:03Aber du spinnst vielleicht.
01:18:05Ich habe mir deine Aktivitäten
01:18:06sehr lange und sehr geduldig angesehen.
01:18:08Aber was immer du denken magst,
01:18:10zuallererst sind wir eine Kanzlei
01:18:11und kein politischer Debattierclub,
01:18:13der, wenn du so weitermachst,
01:18:15abziehbar noch die Hälfte unserer Klienten
01:18:16verscheuchen wird.
01:18:17Also komm mal wieder runter,
01:18:18auf den Teppich.
01:18:24Zeit, jetzt zu bepacken, Leute.
01:18:25Zumindest für die,
01:18:26die weiter vor unserer Kanzlei arbeiten wollen.
01:18:36Und Ihnen sei gesagt,
01:18:38eine aufrechte Gesinnung setzt sich immer durch.
01:18:54Hier.
01:18:55Komm.
01:18:55Da ist Stefan.
01:18:56Und Flo.
01:18:57Und ich bin da, mit dem Hut.
01:18:59Echt?
01:19:00Wie alt warst du da?
01:19:01Acht.
01:19:02Und das?
01:19:03Das ist Jeremy mit seinem Vater,
01:19:06also mit meinem ersten Mann.
01:19:08Mein Vorgänger sozusagen.
01:19:10Aber der ist gestorben, oder?
01:19:13Ja.
01:19:14Das war's schon.
01:19:20Und was sagt ihr denn denn jetzt morgen?
01:19:29Und das war's erst mal üben muss, als Eltern alles richtig zu machen.
01:19:32Normale Eltern haben da ja ein Leben lang Zeit für...
01:19:35Weißt du, das kann schon schief gehen morgen, aber...
01:19:38Aber das Wichtigste ist erst mal, dass wir drei miteinander klar sind.
01:19:43Ja, aber wir können auch einen Gang runterschalten.
01:19:46Das machen wir.
01:19:46Und guck mal, du hast Flo und Stefan und Daniela...
01:19:49Und diverse Omas und Omas, die jede Menge Zeit haben und die komplett auf dich stehen.
01:19:55Und was ist mit Tante Ingrid?
01:19:56Ich mein, die kann mich ja total nicht leiden.
01:19:58Boah, Tante Ingrid ist...
01:20:00Also, die ist so stur, die ist ein Sturkopf.
01:20:03Wie mein Vater.
01:20:04Aber schon kann Tante Ingrid dich sehr wohl leiden.
01:20:06Sie würde das selber nur nie zugeben, weil sie dafür viel zu stolz ist.
01:20:09Ja, deswegen ist die hier.
01:20:11Weil das hier Familie ist.
01:20:12Du bist Familie.
01:20:13Auch für sie.
01:20:14Auch wenn sie das Gegenteil behauptet.
01:20:17So, liebe Leute.
01:20:17Ich glaube, wir sollten mal schlafen gehen.
01:20:19Ja.
01:20:20Wir sind nebenan, ne?
01:20:21Wenn irgendwas ist.
01:20:23Hm?
01:20:23Gute Nacht.
01:20:25Mach mal Platz.
01:20:33Schlafen gut.
01:20:34Gute Nacht.
01:20:37Schlafen gut.
01:20:46Schlafen gut.
01:20:58Schlafen gut.
01:20:59Gute Nacht.
01:21:22Sie fahren mich zum Erlenbusch 40, warten dort …
01:21:26… und bringen mich anschließend …
01:21:28… genau exakt hierher wieder zum Alltag ...
01:21:30I'm going to go back.
01:21:52Frau Kramer, if you want any influence on my tomorrow's decision,
01:21:56I'm going to say that it's too late.
01:21:57You don't look like a happy person.
01:22:00Yes, I'm going to live.
01:22:02It's not about you.
01:22:04It's about a young man,
01:22:06who could now have a little bit of luck.
01:22:10I would say that we all can do it.
01:22:14You don't know what it means alone.
01:22:17Yes, you know that word,
01:22:19but you don't know what it means.
01:22:22That you see and see all these people,
01:22:27they are in a secret way
01:22:29together,
01:22:31through laughing,
01:22:32through laughing,
01:22:33or through unnötigen Streit,
01:22:35but because they belong together.
01:22:39I know that,
01:22:40hear you.
01:22:40Annette and Ingolf
01:22:42may not be enough of their criteria.
01:22:45However,
01:22:46I'm on their side.
01:22:49But they have achieved something.
01:22:52They have achieved something,
01:22:54a young man who has everything lost,
01:22:56that feeling,
01:22:58that he is not alone.
01:23:02Good evening.
01:23:04Good evening.
01:23:08Good evening.
01:23:08Good evening.
01:23:25Good evening.
01:23:26I'm going to go ahead and see you.
01:23:27I'm going to go ahead and see you.
01:23:27in the case of the very high
01:23:29and the very high school burden
01:23:30of both the Antragsteller
01:23:31are concerned.
01:23:32It's also asking you,
01:23:34if you would like to be a child
01:23:35to be a child in enough room
01:23:36to be able to do it.
01:23:37In the future teilweise
01:23:39very unorganized,
01:23:40teilweise sogar chaotische Zustände,
01:23:43as they automatically are in a hotel.
01:23:46Excuse me,
01:23:47this is a very unseitish view
01:23:49of the things.
01:23:49I was also in the hotel
01:23:50too.
01:23:51It's all right,
01:23:52but it's a different question.
01:23:54Why should a Prüfer
01:23:56make a picture of a picture?
01:23:57Yes.
01:23:58If I understand you right,
01:23:59would you also have to be able to
01:24:00do the Antrag to be?
01:24:01Yes.
01:24:03Good.
01:24:07That means nothing.
01:24:12Allerdings auch nein.
01:24:15If not,
01:24:16even so very nein.
01:24:18Herr Wengler?
01:24:21We always say,
01:24:23that the child is at first place.
01:24:26But no one of us knows,
01:24:28what it means,
01:24:2914 years old to be
01:24:30and his parents to lose.
01:24:31And we should not do that.
01:24:33We should not do that.
01:24:35And if I can say that
01:24:36so lax
01:24:36as I would say,
01:24:37if I would say
01:24:39at the Oles'
01:24:39point,
01:24:40I would say
01:24:41that I would
01:24:41at least
01:24:44not in the worst
01:24:45hands
01:24:45be.
01:24:50That means...
01:24:54...
01:24:56...
01:25:00...
01:25:01...
01:25:02...
01:25:02...
01:25:02...
01:25:04...
01:25:05...
01:25:06...
01:25:06...
01:25:07...
01:25:12...
01:25:12...
01:25:22...
01:25:23...
01:25:26...
01:25:39...
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01:25:40...
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