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00:00I had the area in front of the triage, so I had to read the Karten,
00:04administrative on the computer, and I had in front of the cabins,
00:07so that I had to carry the patient, so that I had to carry the patient.
00:10I had to carry the patient's blood, carry the Nadella,
00:12give the Infusion, bring the band, and drive the Röntgen.
00:16That means that I had to carry the work of three people alone.
00:20And when there comes a patient, who is really angry and is so close to your face,
00:26it is that you notice the smell everywhere in your face,
00:29because it is so close to your face.
00:31A small blonde, that is associated with clothes and clothes,
00:35but that means that I have nothing on the table.
00:43Dear children, I hope you are here today,
00:46because I believe that you are the most famous patient in Germany
00:49and you are the one who really uses their capacity.
00:52One Million Menschen zeigst du, wie der Alltag im Krankenhaus ist,
00:57der wirklich unfassbar herausfordernd sein kann.
01:01Und wir schauen jetzt noch mal zusammen in deinen Klinikalltag rein.
01:05Ich bin Schwester Kim und ich nehme dich heute mit zu meinem Spätdienst.
01:08Ich arbeite in der Notaufnahme.
01:10Das ist ein Funktionsbereich, deshalb tragen wir blaue Kleidung.
01:12Und dann ging die Arbeit auch schon los.
01:14Ich habe von meinem Kollegen einen Patienten übernommen,
01:16der unbehemd vom Fahrrad gestürzt ist.
01:17Und hier ein kleiner Reminder an euch.
01:19Lieber Helmfrisur statt Schädelfraktur, bitte tragt einfach euren Helm.
01:23Weiter ging es mit diversen Blutabnahmen bei Infektverdacht.
01:26Der Rettungsdienst hat uns dann noch einen Patienten
01:27mit Verdacht auf Schenkelhalsfraktur gebracht,
01:29was sich im Röntgen auch bestätigt hat.
01:31Wie ihr seht, war ich an den restlichen Dienst
01:32mit Durchleuchten und Gipsen beschäftigt.
01:34Ich sehe danach immer aus, als hätte ich mich selber eingegipst.
01:37Um 20 Uhr ist bei uns immer Schichtwechsel.
01:39Ich habe noch etwas nachgearbeitet,
01:40mich von meiner Kollegin verabschiedet und mich dann umgezogen.
01:42Bis zum nächsten Mal.
01:50Warum ist es dir so wichtig, auf Social Media über deine Arbeit zu sprechen?
01:53Also ich finde, dass der Beruf, also unser Beruf oft unterschätzt wird.
01:59Es heißt oft, ja, es ist ja nur in Anführungszeichen eine Ausbildung.
02:03Aber man hat irgendwann wirklich richtig was auf dem Kasten als Krankenschwester.
02:08Es ist nicht irgendwie nur Betten beziehen und irgendwelche Bettpfannen stecken,
02:12sondern man hat Menschenleben quasi in der Hand.
02:15Und man trägt maßgeblich dazu bei, dass Menschenleben gerettet werden,
02:19dass sich Menschen besser fühlen.
02:21Und ich finde, dass das viel mehr Aufmerksamkeit verdient hat.
02:27Einfach dieser Job.
02:35Definitiv.
02:35Wir werden ja heute auch über dein verrücktes Leben sprechen.
02:37Das ist ja so ein bisschen Hannah Montana Lifestyle.
02:39Du hast so zwei Doppelleben, die du gleichzeitig führst und unter einen Hut bekommst.
02:43Und wir werden auch darüber sprechen, was, glaube ich, für dich ein einschneidender Moment war,
02:49der dein Leben auf den Kopf gestellt hat, als du plötzlich nicht mehr als Krankenschwester im Krankenhaus warst,
02:54sondern selbst als Patientin.
02:56Aber davor würde mich total interessieren, was war der Moment, als du gesagt hast,
03:00ich möchte unbedingt irgendwann mal Krankenpflegerin werden?
03:04Das war tatsächlich so mit 13, 14.
03:07Da hatte ich einen Schulunfall.
03:08Also ich habe gerne Fußball gespielt.
03:11Und da hatte ich einen kleinen Unfall.
03:12Mir ist ein Mitschüler mit seinen Stollenschuhen auf meinen Unterarm getreten.
03:16Und dann wurde ich mit dem Krankenwagen, mit Blaulicht sogar,
03:20in mein jetziges Krankenhaus gefahren, in dem ich jetzt auch arbeite.
03:24Wurde dort auch operiert.
03:26Wurde eine Platte drauf gemacht.
03:28Und ich habe das aber überhaupt nicht negativ in Erinnerung diese Zeit,
03:32weil es mir so gefallen hat in diesem Krankenhaus auf Station 1 bei den Schwestern,
03:37dass ich sogar am Tag der Entlastung, der eigentlichen Entlastung, mir ging es wirklich super,
03:42da hat der Arzt so gesagt, ja, du könntest jetzt eigentlich nach Hause gehen.
03:45Und dann war ich sehr traurig.
03:46Da habe ich gesagt, vielleicht kann ich nicht noch eine Nacht da bleiben.
03:49Und dann durfte ich tatsächlich noch eine Nacht da bleiben, weil er gesagt hat,
03:51ja, dann können wir morgen noch mal Physiotherapie machen.
03:53Also wir haben es dann auch begründet, dass ich da bleiben darf.
03:56Und dann hat es mir so gut gefallen, dass ich tatsächlich dann irgendwann wiedergekommen bin,
04:00ein paar Jahre später, aber dann nicht als Patientin, sondern als Auszubildende.
04:04Das ist so eine schöne Geschichte.
04:10Das heißt, du hast mit 17 Jahren dann deine Ausbildung zur Krankenpflegerin begonnen.
04:15War die dann auch so, wie du es dir vorgestellt und gewünscht hast?
04:18Ich war natürlich nicht nur in dem Krankenhaus, in dem ich mich da quasi beworben habe,
04:23wo ich auch nach meinem Unfall war, sondern auch auf anderen Stationen,
04:27auf Stationen, wo ich gesagt habe, da kann ich auf keinen Fall später arbeiten.
04:34Zum Beispiel auf der Palliativstation.
04:36Die hat mich sehr, sehr, sehr geprägt.
04:38Inwiefern?
04:39Du bist gerade 18 geworden dann während der Ausbildung und hast eigentlich,
04:44also damals hatte ich wahrscheinlich irgendwie Freunde feiern und so im Kopf
04:48und wirst dann plötzlich damit konfrontiert, dass das Leben endlich ist,
04:52dass es sehr, sehr schlimme Krankheiten gibt und dass das alles ziemlich ernst werden kann.
05:00Und eine 18-Jährige dann so mit dem Tod zu konfrontieren, war natürlich auch nicht leicht für mich.
05:07Und dann Menschen auch tatsächlich zu kennen.
05:10Das heißt, man kannte den Namen des Patienten, man kannte die Geschichte,
05:15man kannte die Familie, die tagtäglich ein- und ausgegangen ist aus der Station.
05:19Und das dann mitzuerleben, dass der Patient dann verstorben ist
05:24und auch wie die Menschen Angst vor dem Sterben hatten,
05:28das hat man ja hautnah mitbekommen, ist dann mit 18 nicht so leicht zu verkraften.
05:34Unfassbar, dass du das trotzdem gemacht hast.
05:37Gab es da so einen bestimmten Moment, wo du für dich gemerkt hast, ich kann das nicht?
05:41Ja, da war eine Patientin, die hatte, also die war krebskrank und man hat so gemerkt,
05:49dass sie so dolle Angst vor dem Sterben hat, dass sie dann auch Tabletten bekommen hat,
05:55die ihr die Angst genommen haben logischerweise.
06:00Aber ich konnte nachts dann auch nicht schlafen, weil die Patientin hat mich verfolgt,
06:05ihr Weinen hat mich verfolgt und die Art, wie sie gestorben ist, hat mich verfolgt.
06:09Und ich hätte das nicht gekonnt.
06:11Also das habe ich jetzt gar nicht, um Gottes Willen.
06:13Aber ich habe das mit nach Hause genommen und das soll man natürlich nicht machen.
06:17Deshalb arbeite ich sehr gerne in der Notaufnahme, weil du da einen sehr großen Patientendurchlauf hast,
06:24dass du gar keine Zeit hast, eine Bindung mit den Menschen aufzubauen
06:28und auch keine Bindung, eine tiefere Bindung aufbauen sollst logischerweise.
06:32Also man muss empathisch sein, aber mit Grenzen.
06:35Trotzdem gibt es sehr emotionale Momente für dich, wo einfach auch alles zu viel ist.
06:39Und da schauen wir jetzt zusammen rein.
06:41Hi, ich bin Schwester Kim und ich habe heute im Dienst richtig die Nerven verloren.
06:45In den Augen verdrehen über sich einfach meinen Anweisungen widersetzen zu wirklich verbalen Beleidigungen,
06:50musste ich mir alles gefallen lassen.
06:51Bis ich dann meine Tränen einfach nicht mehr halten konnte, weil ich so unfair behandelt wurde.
06:55Schlussendlich kam eine Kollegin aus dem Rufdienst.
06:57Ich konnte mich beruhigen und wieder auf die Arbeit konzentrieren.
06:59Ich liebe meinen Job, aber das war ein Dienst, den ich so auf jeden Fall nie wieder erleben möchte.
07:04Kannst du uns nochmal mitnehmen, was das genau für ein Tag war und was da passiert ist?
07:08Also das war im Sommer, meine ich, wo sehr viel los ist in der Notaufnahme.
07:15Zusätzlich waren wir unterbesetzt und ich hatte den Bereich vorne mit der Triage.
07:19Also ich musste die Karten einlesen, administrativ aufnehmen, im Computer einschätzen,
07:24wie dringlich muss der Patient jetzt drankommen.
07:26Und ich hatte drinnen die Kabinen.
07:28Das heißt, die fußläufigen Patienten musste ich noch versorgen im Sinne von Blut abnehmen,
07:33Nadel legen, Infusionen geben, Verbände machen, zum Röntgen fahren.
07:37Das heißt, ich musste die Arbeit von drei Menschen alleine machen.
07:41Und wenn dann noch ein Patient kommt, der dich wirklich anschreit und so nah an deinem Gesicht ist,
07:48dass du die Spucke überall in deinem Gesicht merkst, weil er dich so doll anschreit, wie lange es denn jetzt
07:53noch dauert,
07:53obwohl er wirklich eine Verletzung hat, die nicht in die Notaufnahme gehört,
07:58sondern vielleicht auch beim Niedergelassenen behandelt werden kann,
08:02dann stand ich einfach vor dem und habe angefangen zu heulen, weil ich einfach nicht mehr konnte.
08:06Ich war einfach überfordert und das hat nichts damit zu tun, wie gut und wie schnell du arbeitest,
08:11aber das ist alles bei mir durchgeheult.
08:12Ich habe geheult, ich habe mich hingesetzt und dann gar nichts mehr gemacht.
08:16Oh Gott, musstest du den dann auch noch behandeln?
08:18Nee, tatsächlich haben wir dann die Möglichkeit, wenn alle Stricke reißen,
08:22wo man natürlich immer Hemmungen davor hat, weil die Kollegin zu Hause ist, aber wir hatten dann einen Rufdienst
08:28und dann habe ich die Kollegin angerufen und als die kam, hat sie dann den Patienten behandelt
08:33und sie ist so eine, die kann sehr gut sagen, wenn was nicht gestimmt hat und am Ende hat der
08:37Patient sich auch bei mir entschuldigt.
08:38Das ist so verrückt, weil du machst ja einfach was Gutes.
08:41Du bist da, um zu helfen und da kann nicht jeder an erster Stelle sein.
08:45Aber du machst es ja auch nicht aus bösem Willen.
08:47Nein, ich war nett und ruhig und sachlich und muss mich trotzdem anschreien lassen.
08:53Und sie kam dann und hat mich natürlich erstmal in den Arm genommen.
08:56Und ich habe auch auf der Arbeit eigentlich nur Kolleginnen, die wirklich auch meine Freundinnen sind,
09:01die mich in den Arm nehmen können und wo man dann einfach alles fallen lassen kann.
09:06Gott sei Dank.
09:06Ja, richtig schön.
09:13Total schön zu hören, dass ihr so einen tollen Zusammenhalt habt.
09:17Und wir haben auch nochmal ein Video, da sehen wir den auch nochmal.
09:22Hallo liebe Kimi.
09:23Warum ich gerne mit dir zusammenarbeite.
09:25Weil du trotz deinem riesengroßen Erfolg sehr bodenständig geblieben bist.
09:29Weil man sich als Kollegin immer auf dich verlassen kann und weil du super empathisch mit den Patienten umgehst.
09:35Ich liebe deine frohe Natur und dass man sich immer auf dich verlassen kann.
09:39Deine liebevolle Art mit Patienten umzugehen und deine Loyalität uns gegenüber.
09:44Dein Fleiß, das macht uns zu mehr als nur Kollegen.
09:47Wir haben immer Spaß und es wird nie langweilig.
09:50Du nimmst dir Zeit, auch wenn keine Zeit ist.
09:52Wir hatten schon die beschissensten Dienste miteinander und haben es trotzdem zusammen gewuppt.
09:56Und mit dir wird es nie langweilig und wir haben immer ganz viel Spaß.
09:59We love you.
10:09So schön.
10:11Damit hast du nicht gerechnet.
10:13Nein.
10:14Habt ihr das denn gemacht?
10:15Schön.
10:16Oh mein Gott.
10:18Danke.
10:20Oh Gott.
10:21Oh, ist das krass.
10:23Weil wenn ich jemandem erzähle, so alle fragen immer, ja, haben deine Kollegen denn kein Problem damit, dass du Social
10:29Media machst?
10:30Und dann sage ich immer nein.
10:31Also die machen mit mir Videos.
10:33Ach, das können sie sich gar nicht vorstellen.
10:35Ja, jetzt hat man es ja ganz freundlich gesehen.
10:37Ich bin so süß.
10:43Mega schön.
10:44Ich brauche das Video.
10:45Das kriegst du auf jeden Fall.
10:47Das ist so schön.
10:47Und du kannst es dir immer wieder angucken.
10:49Danke.
10:49Vielen, vielen Dank.
10:50Es war ganz toll.
10:51Ganz toll.
10:51Schön.
10:51Ich freue mich voll, dass das so schön bei dir auch angekommen ist.
10:57Trotz der tollen Stimmung, und das haben wir auch gerade schon gehört, gibt es ja manchmal Momente, die schon ganz
11:01schön krass sind.
11:02Gab es für dich auch mal Momente, in denen du dann gesagt hast, das ist mir jetzt zu viel.
11:06Ich schmeiße hin, ich kann nicht mehr.
11:09Also es gibt natürlich immer Sachen, die man einfach nach einem schlimmen Dienst sagt und sagt, gib mir die Kündigung,
11:17ich unterschreibe sie sofort.
11:18Das haben wir schon ganz oft gesagt.
11:19Und in der Sekunde hätte man sie vielleicht auch ganz kurz unterschrieben, aber dann sofort wieder zerrissen, wenn man einmal
11:26drüber geschlafen hat.
11:27Weil man hat irgendwie so viel Emotionen, wenn sowas passiert, die sich dann alle erstmal wieder ein bisschen sammeln müssen.
11:37Und dann denkt man so, eigentlich mache ich das doch ganz gerne.
11:40Und eigentlich gehe ich nie mit einem schlechten Gefühl wieder zur Arbeit und ich freue mich immer auf meine Kollegen.
11:47Und es ist auch, wenn manche Dienste so scheiße sind, super zusammenschweißend.
11:51Also wie Shirin da auch in dem Video gesagt hat, wir hatten die schlimmsten, aber auch die schönsten Dienste zusammen.
11:57Und das schweißt unnormal zusammen. Also es ist wie, wenn man so eine Familie dann irgendwie dort ist.
12:04Wahnsinnig schön.
12:09Und was sind das für die Momente, in denen du merkst, das ist genau richtig, was ich mache?
12:15Die Dankbarkeit der Patienten zeigt mir, dass es genau richtig ist, was ich mache.
12:20Weil natürlich gibt es Einzelfälle, die einfach einen beleidigen.
12:25Aber vielmehr gibt es Patienten, die sagen, ihr macht einen richtig tollen Job.
12:32Die machen uns Geschenke, die schreiben uns ganz süße Nachrichten.
12:36Auch monatelang nach der Behandlung noch, obwohl wir nicht mal was riesiges gemacht haben.
12:40Also wir haben den Menschen nicht das Leben gerettet, sondern vielleicht nur wieder einen Finger angenäht.
12:45Aber trotzdem sind sehr viele Patienten sehr dankbar und schätzen uns sehr.
12:56Und das gibt uns einfach die Kraft, weiterzumachen.
12:59Und genau das ist ja so, wie du eben von deinem ersten Krankenhausaufenthalt erzählt hast,
13:04bist du ja auch genau so eine Patientin gewesen.
13:06Ich finde es richtig toll, dass du es machst und ich finde es auch toll, dass du es zeigst.
13:09Weil ich glaube, dadurch merken auch viele andere Leute, dass das ein toller Job ist, den man auch machen könnte.
13:15Ja, ist das auch.
13:20Aber du hast parallel noch eine weitere Karriere, bei der vielleicht auch viele denken,
13:23auch ein toller Job würde ich auch gerne machen.
13:25Du hast 2020 mit Reality-TV angefangen und bist Influencerin. Wie kam das dazu?
13:32Also ich war 2020 tatsächlich auch bei einem ganz frischen, da war Reality noch ein bisschen harmloser Format dabei und
13:42hatte dann danach plötzlich hunderttausend Follower.
13:45Und wusste ehrlicherweise nicht so richtig, was ich mit denen anfangen sollte, weil die sind ja jetzt auf deinem Profil,
13:52die liken alles ganz fleißig und die gucken, was du den ganzen Tag machst.
13:55Aber was zeige ich denen jetzt? Ich hatte irgendwie das Gefühl, ich muss denen irgendwas bieten, dass sie bei mir
14:00bleiben auch oder dass sie halt quasi noch entertaint werden nach dem Format.
14:06Und was habe ich den ganzen Tag gemacht? Ich habe gearbeitet im Krankenhaus und habe irgendwann mal im Nachtdienst, als
14:12keine Patienten mehr da waren logischerweise,
14:14ein ganz kurzes TikTok mit irgendeinem witzigen Sound gedreht. Und das ist dann plötzlich viral gegangen.
14:22Und wo ich dann gemerkt habe, dass die Leute sich sehr für medizinische Sachen interessieren, also sehr wissbegierig sind,
14:28habe ich dann angefangen in der Story so Diagnose raten, also so Ratespiele auch zu machen, welche Instrumente für etwas
14:36sind oder so Fälle und die Leute müssen raten, was die Diagnose ist.
14:40Und das haben die aufgesaugt wie noch was, dass ich einfach gedacht habe, das ist es jetzt, das ist meine
14:45Bestimmung auf Social Media.
14:47Ich zeige den Leuten, wie cool es ist und wie interessant es ist, im Krankenhaus zu arbeiten und seitdem nehme
14:52ich die überall hin mit.
14:54Und das Patientenwohl, Patienten sind ja auch nur Menschen, die dich ja vielleicht auch im Fernsehen und auf Social Media
14:59sehen.
14:59Kommt es mal vor, dass sie dich erkennen oder gehen die anders mit dir manchmal dann um?
15:05Also den Patienten, denen es gut geht, die erkennen mich oft tatsächlich, beziehungsweise ist auch so ein Indikator dafür, dass
15:14es den Menschen gut geht, wenn sie mich erkennen und nach einem Foto fragen,
15:17wenn sie dann da liegen und mit ihrem Gebrochenen keine Ahnung was und dann so, sag mal, bist du nicht
15:22Schwester?
15:22Nein, sind sie, die siezen mich immer, ganz süß, sind sie nicht Schwester Kim?
15:27Ach, sie arbeiten ja wirklich.
15:30Ich arbeite wirklich.
15:36Und dann kommt immer noch so, können wir vielleicht, haben sie Zeit?
15:39Ich so, ja ganz schnell, ganz schnell.
15:41Und dann machen wir so ein Foto und dann geht es aber auch weiter.
15:43Also ich lasse mich davon nicht irgendwie ablenken, aber natürlich, wenn da jemand liegt, dann geht es dem natürlich auch
15:48nochmal besser, wenn ich dann da mit dem ein Foto mache, denke ich.
15:51Als wenn ich jetzt sage, so nein, das ist alles zu professionell hier, so bin ich jetzt auch nicht.
15:56Also solange die Arbeit nicht darunter leidet, kann man schon mal ein Foto mit mir auf der Arbeit machen, das
16:01ist kein Problem.
16:02Schön.
16:03Und du hast mal gesagt, du hast manchmal das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden.
16:07Vielleicht auch durch so Sachen, dass die sagen, ach, sie arbeiten ja wirklich oder woher kommt das?
16:11Und seit wann vielleicht? Vielleicht war es schon vorher.
16:14Ich glaube, es liegt auch ein bisschen an meinem Aussehen.
16:17Also so eine kleine Blondine, die assoziiert man ja eher so mit Klamotten und Schminke.
16:22Und ja, ich liebe Klamotten und ja, ich liebe auch Schminke.
16:26Das hat aber im Umkehrschluss natürlich nicht zu heißen, dass ich nichts auf dem Kasten habe, aber egal, wo ich
16:32hingekommen bin in meiner Ausbildung, die ersten Tage waren immer hart, weil ich mich wirklich immer beweisen musste, dass ich
16:38anpacken kann, dass ich um die Ecke denken kann und dass ich mithelfen kann.
16:42Ich weiß noch eine Situation, das war auf einer Station, einer ganz tollen Station, da hätte ich auch fast angefangen
16:47zu arbeiten.
16:47Da ist von jemandem quasi der Bauchbeutel geplatzt, wo eben Kot drin ist.
16:53Und ich wusste von der Station vorher, wie man das wechselt und er hat geklingelt und ich habe das als
16:58Azubi quasi ganz alleine gewechselt, sauber gemacht, es war alles tippitoppi.
17:03Und dann kommt die Schwester rein und guckt mich an, guckt den Beutel an und so, hast du das gerade
17:06gewechselt?
17:07Und ich so, ja, das habe ich gelernt auf der Station vorher.
17:09Oh, hätte ich schnell gedacht.
17:11Und dann hat sie so das noch ihren Kollegen überall weitererzählt und sie hat, ja, neue Azubini, die hat das
17:15einfach.
17:16Man muss sich aber erst beweisen.
17:19Aber irgendwann war man es gewohnt, sich zu beweisen und dann ging es auch irgendwie.
17:25Und dich beweisen zu müssen, kanntest du auch schon aus der Schulzeit?
17:28Ja, das hat nicht so geklappt in meiner Grundschulzeit, da habe ich mich nicht so bewiesen.
17:31Da war ich eher so in der Ecke und durfte nie mitspielen und wurde vom Klettergerüst geschubst, weil ich halt
17:39anders war, also mit dem Pflaster auf dem Auge.
17:43Hat da nicht so gut geklappt mit dem sich beweisen, weil ich gar keine Chance bekommen habe.
17:49Da sehen wir dich. Das ist ja so niedlich.
17:53Oh Gott.
17:54Ja.
17:56In der Grundschule ist da noch halt eine Brille dazu gekommen.
18:01Und dann war halt Pflaster und Brille und dann, ja, ich hatte noch sehr, sehr lange, bis ich zwölf war.
18:11Krass.
18:13Also von Kindergartenzeit bis ich zwölf war.
18:17Dann halt nur noch mehrere Stunden am Tag, nicht mehr den ganzen Tag wieder, da hatte ich es den ganzen
18:21Tag an.
18:22Aber sobald ich Pflastergeruch von diesem speziellen Pflaster auch rieche, zum Glück haben Krankenhaus Pflaster den nicht, dann wird mir
18:29ganz komisch.
18:30Und sobald ich den Geruch von diesen Augenpflastern rieche, wird mir ganz komisch.
18:34Ich bin sehr froh, dass meine Eltern das mit mir durchgezogen haben, weil deshalb hatte ich dann 100 Prozent Sehkraft
18:38wieder auf dem Auge.
18:40Ah, du hättest sonst eine eingeschränkte Sehkraft gehabt.
18:42Sonst hätte ich fünf Prozent Sehkraft gehabt, wäre quasi blind gewesen.
18:46Das heißt, es war die beste Entscheidung meiner Eltern, mich dazu zu zwingen, ja, auch wenn ich heulend da gesessen
18:51habe und gesagt habe, ich will dieses blöde Pflaster nicht auf dem Auge haben.
18:54Ich wurde dann wirklich gezwungen, das zu tragen.
18:57Aber ich bin meinen Eltern sehr dankbar, weil sonst könnte ich jetzt nicht gescheit sehen.
19:01Krass. Aber wie gehst du jetzt damit um? Das triggert dich?
19:05Es triggert mich noch ein bisschen, wenn ich sehr viele Kommentare lese.
19:09Ich habe auch eine Krankenhaus-Doku gedreht, wo ein O-Ton von mir ist, wo ich halt irgendwie gestresst war,
19:15müde war, weiß ich nicht.
19:16Auf jeden Fall schiele ich da ein bisschen.
19:17Und unten drunter steht halt Kim Schiele, Krankenschwester.
19:21Und da haben sich die Leute halt super darüber lustig gemacht, dass, heißt die wirklich Schiele?
19:27Weil es ist ja schon ein bisschen lustig, um ehrlich zu sein.
19:31Aber wenn man dann das halt liest und dann denkt man so, schiele ich jetzt wirklich so doll?
19:36Muss ich mich operieren lassen?
19:39So mein Scheiß ist nicht so schön.
19:40Aber dann gibt es wieder Leute, die sagen, die finden das total süß und die mögen meinen Silberblick oder das
19:47fällt denen gar nicht auf.
19:48Und dann schenke ich eher den Leuten Glauben statt den anderen.
19:52Und das bist halt auch du einfach so.
19:54Ja, du gehörst zu mir.
20:01Irgendwann wurde dir ja dein Doppelleben zu viel.
20:042024 im Sommer warst du in Griechenland.
20:07Und eigentlich war einfach nur ein wunderschöner Trip geplant, aber es kam alles anders.
20:12Und schlussendlich bist du im Krankenhaus gelandet.
20:15Wir schauen da nochmal rein zusammen.
20:16Die Symptome waren echt heftig.
20:19Dort hat man eine erhöhte Zellzahl im Liquor festgestellt.
20:22Das Ergebnis zusammen mit meinen Symptomen führten zur Diagnose virale Meningitis.
20:27Viel tun kann man nicht außer abwarten.
20:29Die letzten zehn Tage waren vermutlich die anstrengendsten Tage in meinem Leben.
20:33Aber jetzt geht es mir endlich besser.
20:35Was genau ist da passiert?
20:39Ich habe nicht auf meinen Körper gehört, dass es passiert.
20:42Ich hatte tatsächlich Nachtdienst und während des Nachtdienstes eine Zahnentzündung bekommen.
20:48Und diese Entzündung hatte ich dann immer weiter quasi verschlechert, dass ich Antibiotika dann bekommen habe, weil ich zum Notdienst
20:56bin nach dem Nachtdienst.
20:57Ich musste aber am nächsten Tag zu einer Contentreise quasi nach Griechenland fliegen.
21:04Das heißt, ich habe gar nicht geschlafen, habe Koffer gepackt und bin dann nach Griechenland geflogen.
21:08Und dann haben irgendwie sehr, sehr starke Kopfschmerzen angefangen.
21:12Aber ich hatte, ich kannte Migräne, also ich hatte oft Kopfschmerzen und ich dachte halt, ja okay, ist eine Migräneattacke.
21:20Kein Wunder, ich habe nicht geschlafen, ich hatte wieder Stress.
21:23Plötzlich hatte ich so einen runden, roten Kopf und alles, also ich hatte Fieber.
21:28Und dann habe ich zu meinem Management gesagt, also ich kann nicht mehr, ich muss nach Hause fliegen.
21:32Ich wollte aber auch auf gar keinen Fall in ein griechisches Krankenhaus gehen.
21:36Dann habe ich mir selbst einen Rückflug gebucht.
21:38Wir hatten Mai für November.
21:41Meine Mama ruft mich an und sagt, Kim, bist du verwirrt?
21:43Das ist für November.
21:44Ich so, ja, ich glaube, ich bin verwirrt.
21:46Und dann bin ich dann irgendwie zurückgeflogen.
21:50Frag mich nicht, wie.
21:51Ich habe mir dann ein Nackenkissen geholt, weil es ging nicht mehr so zu machen.
21:55Und dann wurde ich dann quasi in eine Neurologie gebracht mit wehenden Fahnen und dort dann auch sofort drangenommen.
22:02Und wenn jemand sofort in der Notaufnahme drangenommen wird, dann geht es einem wirklich nicht gut.
22:07Also null Sekunden Wartezeit.
22:09Und dann konnte ich gar nicht einmal blinzeln.
22:13Da hatte ich schon so eine lange Nadel in meinem Rücken.
22:15Und mir wurde Liquor entnommen.
22:17Was wurde die entnommen?
22:18Liquor.
22:19Das ist die Nervenflüssigkeit quasi, die durchs Rückenmark geht und auch im Kopf ist.
22:24Und die wurde dann untersucht.
22:26Und dann kam eben raus, ja, die Zellzahl ist erhöht und du hast eine virale Meningitis.
22:32Und du musst jetzt erst mal bei uns bleiben, weil das ist ganz schön gefährlich.
22:36Also eine Hirnhautentzündung.
22:37Eine Hirnhautentzündung, genau.
22:39Das ist eine sehr, sehr ernstzunehmende Krankheit.
22:42Und ich finde das Krasse ist, ich weiß nicht, habt ihr schon mal von der Meningitis gehört?
22:47Sagt euch das was?
22:48Vielen nicht, vor allem vielen jungen Menschen nicht.
22:50Ich hatte das auch letzten Sommer.
22:52Und wenn ihr plötzlich Fieber habt, wenn ihr das Kinn nicht mehr hier vorne, testet es gerne, falls hier gerade
22:59jemand Fieber hat.
23:00Wenn man das Kinn nicht mehr hier unten hinbekommt und so eine Nackensteife hat, das muss man ernst nehmen.
23:06Das ist so, so wichtig.
23:06Deswegen, Gott sei Dank hast du es ernst genommen, weil sonst, weiß ich nicht, ob du heute hier sitzen könntest.
23:17Auch gut nochmal, dass ihr gesagt habt, wie man darauf kommen kann, dass man das eventuell hat, weil viele Leute
23:24vielleicht noch nicht davon gehört haben.
23:26Und wir hier bei Dieb und Deutlich sind ja auch Teil von Funk, Teil vom Jugendnetzwerk von ARD und ZDF.
23:31Und deshalb wollen wir natürlich auch junge Leute besonders ansprechen.
23:34Also nochmal die Frage an dich, was würdest du jetzt deinem jüngeren Ich sagen, was würdest du anders machen?
23:41Meinem jüngeren Ich würde ich eigentlich sagen, sei genauso, wie du gerade bist.
23:47Lass dich nicht beirren und lass dir irgendwie nicht einreden, dass du nicht genug bist oder zu viel bist, weil
23:56so, wie du bist, bist du genau richtig.
24:03Und was ist jetzt los?
24:09Kann jemand den Notruf wählen, bitte?
24:11Einmal hier auf den Boden, am besten mit einem harten, hat er Grunderkrankungen, irgendwas?
24:17Hallo?
24:18Alles gut?
24:19Hallo?
24:19Ist schon, ist schon, ist schon.
24:22Nee, jetzt geht's wieder los.
24:23Wissen Sie, wie Sie heißen, wo Sie sind?
24:25Hi, ich hatte während der Aufzeichnung von Dieb und Deutlich eine Panikattacke, was zu einer Ohnmacht geführt hat.
24:30Und zum Glück konnte mir auch aufgrund der schnellen Reaktion von Schwester Kim gut geholfen werden und ich habe mich
24:35sehr sicher gefühlt.
24:37Auch deswegen und auch durch das schnelle Dazukommen der Rettungskräfte ging es mir am Abend direkt wieder gut.
24:41Und vielen Dank, dass ich mich so aufgefangen fühlen konnte.
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