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00:34Fuchs with a Prise, Kirsten, Fuchs from Rind and of course, as Kompott, Salp.
00:43Yeah, that's all we're doing now in this Xen-Kessel.
00:49Boing, and now it's going to go.
00:52I'm so happy to be Olaf's Club, number 8.
01:00Hurrah, hurrah, Olaf's Club, number 8.
01:04Die finale Show der 47. Staffel.
01:09Und man merkt's mir an, ich bin so froh,
01:11weil wir haben ja schon sieben hervorragende Shows hier abgedreht
01:15und die achte kriegen wir auch irgendwie rum.
01:17Es waren tolle Tage, eine tolle Aufzeichnung und heute zum Schluss,
01:21da lassen wir's noch mal richtig krachen.
01:22Wir hauen noch mal voll auf die Zwölfe, wir gehen noch mal voll drauf.
01:26Und auch weil ich mich so freue, das merkt man daran,
01:29dass ich auch immer so hoch rede, die ganze Zeit und so Staccato.
01:32Da denkt man automatisch, das wäre wichtig, was ich sage.
01:35Dabei ist es völlig egal, ich könnte auch meinen Einkaufstettel vorlesen,
01:38aber wenn man so ...
01:40Na, nicht genug.
01:42Ähm ...
01:43Ja, wir haben wirklich schon tolle Tage hier gehabt.
01:46Es ging auch alles glatt.
01:47Wir hatten nur einen Unfall mit der Steadicam.
01:50Aber ein Unfall an sieben Tagen, das finde ich okay.
01:53Man muss ja bedenken, permanent 3,5 im Turm.
01:55Ja, auch in der Regie alles gut.
01:58Ja, die sind vom selbst gebrannten Schnaps wirklich nur teilweise erblindet.
02:02Ähm ...
02:03Wir sind obendrein auch eine ökonomische Kapazität hier in Leipzig.
02:06Ja, wenn wir hier sind, dann geht alles durch die Decke.
02:08Die Übernachtungszahlen, die Wirtschaft, die Geburtenrate ...
02:16Ja, und apropos, Geburtenrate, also trotz aller Euphorie,
02:22finde ich es wirklich wichtig darauf hinzuweisen,
02:24dass gewisse Verhaltensnormative einzuhalten sind.
02:27Ja, das gilt vor allem für den männlichen Teil der Gäste.
02:31Denn es ist ja oft zu hören, dass Männer sich dann daneben benehmen,
02:35dass sie übergriffig agieren, ja nicht nur hier in der Freizeit, auch auf Arbeit.
02:38Selbst leitende Angestellte in hohen Funktionen.
02:44Da gibt es immer wieder zu hören, dass sie ...
02:46Pfui, ja, also ...
02:49Jeder kennt diese Geschichten.
02:51Also, ja, ist alles vorgekommen.
02:53Da hat der Direktor, dass sich der Direktor vor seiner Sekretärin
02:59stumpf einen vom Rettich ömmelt.
03:01Ja?
03:03Also, die Rede ist von sogenannter Präsenzonanie.
03:08Das ist der juristische Fachbegriff, den ich mir selbst ausgedacht habe.
03:14Und es ist jetzt überhaupt nicht mein Ansinnen, das moralisch zu bewerten, ja.
03:18Ich denke, wenn man solche Neigungen hat, dann ist das durchaus legitim.
03:21Die darf man auch ausleben.
03:22Aber, man muss natürlich vorher fragen.
03:27Gerade, wenn man es heimlich machen will.
03:29Ja?
03:30Und ich finde, wir wissen alle, der Ton macht die Musik.
03:32Ja?
03:33Wenn jetzt der Chef zu seiner Sekretärin sagen würde,
03:37Guten Morgen, Frau Hempel.
03:40Wir kennen uns schon geraume Zeit und schon vor vielen Monden.
03:44Ja?
03:45Wollte ich Ihnen offenbaren.
03:46Sie haben wunderschönes Geäug.
03:50Leidenschaftlich gern würde ich vor Ihnen masturbieren.
03:53Okay?
03:55Das würde mir sehr viel bedeuten.
03:58Da würde keine Frau Nein sagen, oder?
04:02Kann ich mir nicht vorstellen.
04:03Ja?
04:04Vielleicht ist der Chef ja auch großzügig und sagt,
04:06Mensch, Sie können das gerne als Weiterbildung anrechnen.
04:08Ja?
04:09Dann wäre es ja Win-Win.
04:12Aber genug von mir.
04:14Wir sind ja hier, um unsere Gäste zu präsentieren.
04:19Und weil wir es heute krachen lassen,
04:20da fahren wir jetzt wirklich ganz groß auf.
04:22Der erste Act sind gleich zwei Acts zum Preis von drei.
04:27Es sind nämlich Sven Phantom und Gotti.
04:30Sie treten auf als Duo.
04:31Tiere streicheln Menschen.
04:33Ich persönlich wurde noch nie vom Tier gestreichelt.
04:36Also ich wurde höchstens mal vom Pferd getreten.
04:38Vom Hamster gebohnert.
04:40Vom Elch geknutscht.
04:41Und das alles während mein Schweinpfiff.
04:43Jetzt aber zwei Kapazitäten, auf die ich mich besonders freue.
04:47Sven Phantom und Gotti.
05:00Moin.
05:01Unser Programm zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass einer was macht und der andere hat in der Zeit nichts
05:07zu tun.
05:07Deshalb setze ich mich einfach mal hin.
05:08Ja, das ist gut.
05:09Sven hat hier gerade aus dem Publikum über mich gesagt bekommen, dass er heute so ungewohnt gepflegt aussieht.
05:14Das war die Person nicht gewöhnt.
05:16Deswegen wollen wir ihn noch ein bisschen schonen.
05:18So, gut.
05:18Ich lege los.
05:19Ich lese und werde alle Buchstaben benutzen, die es im Alphabet gibt.
05:24Jetzt, wo mir langsam die Haare aussehen, weil ich nach erfolgreicher Balz mein üppiges Prachtkleid abwerfe, um es mir mit
05:31meiner prächtigen Partnerin und dem unerwartet fidelen Nachwuchs in einem günstig gemieteten 65 Quadratmeter Gewoback-Nest gemütlich zu machen,
05:39passiert es mir immer öfter, dass mir Freunde und Bekannte in den unerhörtesten Momenten ohne Ankündigung von hinten mit spitzen
05:46Mittelfinger in meine stetig lichter werdende Stelle am Hinterkopf pieksen.
05:50Meistens sagen sie nicht mal was dazu, sondern kreisen nur wortlos, vorwurfsvoll mit der Fingerkuppe über mein expandierendes Stück unfruchtbaren
05:57Boden.
05:58Es ist, als ob ich fahrlässig meinen Hosenstall aufgelassen, eine Ladung Pulled Pork zwischen den Zähnen oder einen getrockneten Schmierpopel
06:04an der Backe zu kleben hätte.
06:06Was mich bei der ernsten Sache am meisten erschüttert, die häufigsten von hinten in die Stelle-Pixer kommen von Leuten,
06:12deren in den Augen beißende körperliche Abartigkeiten ich seit Jahren still ertrage, um ihre Gefühle nicht zu verletzen.
06:20Das zum Beispiel Sebastian, die Zangengeburt, dessen bei der Entbindung lieblos zusammengedrückte Oma auch nach mehrmaligen kosmetischen Ausbeulungsversuchen immer noch
06:30so schmal ist,
06:30dass er damit mühelos durch jeden Briefschlitz passt, um nach der Post zu gucken, ohne aufschließen zu müssen.
06:37Wenn Sebastian ungünstig vor ihm steht, sieht man ihn ja nicht.
06:42Oder mein Freund Ralf, der wie ein besenkter Gewichte stemmt und rohe Eier trinkt und dann auf der Straße rumläuft,
06:47als hätte sich Dwayne The Rock Johnson auf der Flucht beim Zechprellen im Regenbogen-Camp ein Nicky aus dem Wäschekörbchen
06:53von der Puppenstube geklaut.
06:56Sonst hätte jemand eine komplette Dose Bauschaum in ein Kondom gesprüht und dann mit einer Nadel fünf Löcher reingestochen hätte.
07:03Ist das Bild angekommen?
07:08Oder der bleiche Gregor mit seinen dünnen, hellblauen Händen und dem schweren Bernsteinring am Daumen, der ihn angeblich vor Schmetterlingen
07:15schützt.
07:16Gregor, der mal dermaß nach Patchouli stinkt, dass man denkt, man hätte gerade einen postmortalen Tagtraum im Komposthaufen.
07:22Wenn er den Mund aufmacht, riecht es im ganzen Raum wie am Tag der offenen Gärung bei der Firma Essigschulze.
07:30Die Einzigen, die gerne in Gregors Nähe sind, sind Maler, weil seine Zähne wirklich jeden Braunton abdecken.
07:37Ja, und ich sag nichts, ich halt die Fresse.
07:39Aber kaum geht auf meinem Hinterkopf die hautfarbene Sonne auf, da rasten die Affen aus.
07:44Was soll ich tun? Flucht nach vorne. Ich könnte mir, hier gibt's nichts zu sehen, auf die freigewordene Fläche tätowieren.
07:51Oder ich trage auch so eine Hipster-Kindermütze, wo man immer aussieht wie Alfons Zitterwacke bei der Friedensfahrt.
07:56Oder ich unterziehe mich in der Türkei günstig einer Haartransplantation.
08:01Aber was soll ich am Ende mit verlockend vollem Haar in einer Gefängniszelle,
08:05nur weil ich aus Spaß zur Verabschiedung in der Schönheitsklinik anstatt Güle Güle Gülen Gülen gesagt habe.
08:11Vielleicht setze ich auch einfach alles auf eine Karte. Humor.
08:14In einer Zeitschrift habe ich mal gelesen, eine Frau...
08:18Ne, ein Mann. Das habe ich gelesen.
08:20Ein Mann, der eine Frau zum Lachen bringt, hat sie schon halb im Bett.
08:23Ja, aber wie ist es, wenn der Mann auch Männer zum Lachen bringt?
08:27Egal. Ich lasse die Natur ihre Arbeit tun und sehe es positiv.
08:31Wenn ich schon aufgrund meiner festen Beziehungen und meines anhänglichen Kindes
08:35abends nicht mehr bis in die Puppen um die Häuser ziehen kann,
08:38dann dürfen doch wohl wenigstens noch meine Haare aussehen.
08:40So viel Freiheit muss schon sein.
08:42An-Harschi. An-Harschi. An-Harschi.
08:46Danke.
08:55Euch ist wahrscheinlich nicht entgangen, dass das hier eine Tanzveranstaltung ist.
08:59Ich lade euch ein, herzlich mitzutanzen bei folgendem Lied.
09:01Ich habe euch was mitgebracht zum Thema Medikamentenmissbrauch.
09:05Woop!
09:43In der Apotheke haben sie es empfohlen.
09:46Ich dachte, die am Ahnung werden mich nicht verkohlen.
09:49Keine Nebenwirkungen, das musste ich mir holen.
09:52Pharmaindustrie, bitte bleibt mir gestohlen.
09:54Grippala-Infekt mitten in der Saison.
09:57Ahnungslos habe ich die ersten Dinger genommen.
10:00Schmecken auch nicht schlimmer als ein Ingwerbonbon.
10:03Keiner riecht mir bitte, lass die Finger davon.
10:05Jetzt bin ich abhängig von Globuli.
10:08Jetzt bin ich abhängig von Globuli.
10:11Jetzt bin ich abhängig von Globuli.
10:13Sie machen mich kaputt, doch ich kann nicht mehr ohne sie.
10:16Oh!
10:27Der Schnupfen war weg, etwa nach sieben Tagen.
10:30Der Husten blieb drei Wochen, aber nicht verzagen.
10:33Ich futterte die Kugeln, schien sie super zu vertragen.
10:36Wann die Sache kippte, kann ich gar nicht wirklich sagen.
10:39Globuli im Kaffee, Globuli im Tee.
10:41Ich kann nicht aufhören, Globuli im Erbsenpüree.
10:44Globuli mit Käse, gerne auch im Rosé.
10:47Globuli in der Paia, ole ole.
10:50Jetzt komm ich nicht mehr runter, ich hab's gestern probiert.
10:52Nach einer Stunde wie beim Dauerlauf transpiriert.
10:55Am ganzen Leib gezittert, Depression, Atemnot schnell.
10:58Globuli bestellt so ne Angebot.
11:00Jetzt bin ich abhängig von Globuli.
11:03Jetzt bin ich abhängig von Globuli.
11:06Jetzt bin ich abhängig von Globuli.
11:09Sie machen mich kaputt, doch ich kann nicht mehr ohne sie.
11:12Und ich bin abhängig von Globuli.
11:14Und ich bin abhängig von Globuli.
11:18Fett, Leber, Diabetes, Dauphinie.
11:20Pro hundert Gramm vierhundert Kalorien.
11:37Wahnsinn!
11:38Dankeschön!
11:39Das war ja Wahnsinn!
11:46Gotti und Sven Phantom.
11:48Vielen Dank für die hervorragende Dabüttung.
11:51Freude!
11:52Dankeschön!
11:53Aus Berlin!
11:54Ja!
11:55Toller Song!
11:57Starker Song!
11:58Wobei das erste Thema hat mich natürlich auch betroffen gemacht.
12:03Bitte?
12:07Nur über meine Leiche.
12:08Nur über meine Leiche.
12:08Also ich fand das eigentlich total...
12:11Dann nimmst du mit.
12:15Ähm, dieses erste Thema.
12:18Ja, Haarausfall.
12:19Ich stell mir das immer vor, wie das für die Betroffenen ist.
12:22Ja.
12:25Das ist bestimmt nicht leicht.
12:27Ähm, ja, wenn dann...
12:29Wie sagt man es schön?
12:30Wenn das Knie sich durch den Kopf wulstet.
12:33Ja.
12:33Wenn die Haut sich faltend über den Schädel so drüber...
12:38So.
12:38Aber ich sag dann immer, Carola, ich lieb dich so wie du bist.
12:41Und...
12:42Das finde ich ja wichtig, dass man die Menschen akzeptiert.
12:46Ähm...
12:46Ja.
12:47Ich bin eigentlich fast durch mit meiner Anmoderation.
12:50Wie lange brauchst du noch?
12:55Äh...
12:55Ja, jetzt kommt eine Künstlerin auf die Bühne.
12:58Ähm...
12:59Die mich ein bisschen an mich erinnert.
13:02Ähm...
13:03Walter...
13:04Jose...
13:04Nee, nicht Walter.
13:05Also Josefa Walter.
13:06So rum.
13:07Josef Waltera.
13:09Hm.
13:09Ähm...
13:10Denn sie steht seit...
13:11Seit zwei Jahren auf der Bühne.
13:14Man muss dazu...
13:15Ja!
13:15Bravo!
13:21Ne?
13:22Ihr merkt schon, wenn ihr euch bemüht geht.
13:26Ja.
13:29Ähm...
13:30Worum ging's genau?
13:30Um die nächste Künstlerin.
13:31Sie steht seit zwei Jahren auf der Bühne.
13:33Genau.
13:33Also jetzt...
13:34Man muss natürlich sagen, nicht permanent.
13:36Ja.
13:36Also sie geht zwischendurch nach Hause.
13:37Oder so.
13:39Zwei Jahre auf der Bühne sind sehr lang.
13:40Ich hab schon selber auch mal eine Woche auf der Bühne gestanden.
13:43Bis man mir dann gesagt hat, du kannst gehen.
13:45Es fällt aus.
13:47Ähm...
13:48Selbst fünf Minuten sind lang.
13:49Wir hoffen aber, dass es jetzt die besten fünf Minuten ihres Lebens werden.
13:53Zum ersten Mal hier bei uns...
13:55Ja.
13:55Ich sag mal so.
13:56Rastet standesgemäß aus für Josefa Walter.
14:02Ja.
14:09Ja.
14:11Cool.
14:11Vielen, vielen Dank.
14:12Freu mich sehr, dass ich bei euch sein darf.
14:14Olaf hat's grad schon gesagt.
14:15Ich mach Stand-up-Comedy erst seit zwei Jahren.
14:18Äh...
14:18Ich hab vorher zwei Jahre am Theater gearbeitet.
14:21Falls damit jemand jetzt nicht so viel anfangen kann, ist überhaupt nicht schlimm.
14:23Das ist so ähnlich wie das hier nur ohne Mikrofon und mit, äh, Würde.
14:28Ähm...
14:29Bei Comedy geht's darum, Leute zum Lachen zu bringen.
14:31Beim Theater geht's darum, irgendwie fertig zu werden mit allen, bevor jemand stirbt.
14:35Das ist so im Wesentlichen der Unterschied zwischen den zwei Sachen.
14:38Und, äh, ich mach's jetzt seit zwei Jahren.
14:40Hab auch viele Auftritte so in verschiedenen Städten.
14:42Bin viel unterwegs.
14:43Macht auch echt Spaß.
14:45Oft.
14:47Es gibt so Abende, ne?
14:49Also, wir sind ja unter uns euch, kann ich's ja sagen.
14:51Äh, ich war letzte Woche in München.
14:55Naja.
14:57Ich war so...
14:58Ich war so in München.
14:59War so auf der Bühne.
15:00Hab da auch so meine Sachen so erzählt.
15:01Und plötzlich hör ich so, wie so ein Typ einfach ganz laut reinruft.
15:04So...
15:04Hä?
15:04Check ich nicht.
15:06Aber so...
15:07Und ich stand so auf der Bühne, war so mega verunsichert.
15:09Irgendwie dachte so...
15:10Hä?
15:12Keine Ahnung.
15:13Und ich hab mir aber auch gedacht, ey, ich bin noch neu.
15:15Ich mach das noch nicht so lange.
15:16Man muss sich auch mal Feedback holen.
15:17Von den Leuten.
15:18Damit man weiß, wie man sich verbessern kann.
15:19Okay?
15:20Und ich hab mir gedacht, ich sprech ihn mal an.
15:22Ich frag ihn mal.
15:22Dann hab ich ihn angesprochen.
15:24Und meinte so zu ihm, hey, ähm, Entschuldigung.
15:26Sag mal, äh, bist du dumm?
15:33Und dann ist Markus Söder einfach aufgestanden.
15:44Ja, ich bin viel unterwegs, das heißt, ich muss viel mit der Bahn fahren.
15:50Das ist super.
15:52Für meine psychische Verfassung.
15:55Äh, nein, es hat wirklich auch schöne Seiten.
15:57Ich find wirklich, dass Bahnfahren auch schöne Seiten hat.
15:59Es ist wahrscheinlich ein bisschen eine unpopuläre Meinung.
16:02Aber ich liebe es, wenn Leute in der Bahn laut telefonieren.
16:05Weil ich will alles wissen.
16:06Okay?
16:07Ich bin am Start.
16:08Ich bin letztens gefahren und vor mir war so ein Business-Typ.
16:10Und der hat sich so voll aufgeregt am Telefon.
16:12Meinte so, boah, die Marketing-Abteilung hat's schon wieder so verkackt.
16:15Und ich saß so dahinter und war so, wer genau?
16:18So, und wir sind so weitergefahren und der hat sich voll reingesteigert am Telefon.
16:21Und ich auch.
16:22So, er war irgendwann so, ey, und Sabine hat auch schon wieder die Deadline nicht eingehalten.
16:25Und ich war so dahinter und so, Sabine ist ein Problem.
16:28Wir haben das jetzt schon zum dritten Mal mit Sabine.
16:31Am Ende der Zugfahrt habe ich Sabine gefeuert.
16:33Ich sag's euch, wie das ist.
16:35Wir mussten handeln.
16:37Okay?
16:39Schön.
16:40Ich erzähle euch noch ein bisschen was von mir, damit wir uns ein bisschen kennenlernen.
16:44Wenn ihr mögt.
16:46Wenn nicht, dann auch.
16:47Was wollt ihr jetzt machen?
16:49Es gibt keine Alternative.
16:51Ich bin jetzt mit meinem Freund schon seit fast fünf Jahren zusammen.
16:56Und das heißt, wir haben jetzt so eine Phase erreicht in unserer Beziehung.
16:59Wir sind jetzt ehrlich zueinander.
17:01Okay?
17:01Wir sind jetzt ehrlich.
17:03Und ich hatte vor kurzem ein neues Parfüm.
17:05Und er hat so gerochen und meinte, nee.
17:09Riecht nicht gut, riecht irgendwie nach Keller.
17:14Riecht nicht gut, riecht nach Keller.
17:15Und ich meinte, ja gut, dann lass mich doch mal raus.
17:26Österreicher.
17:27Ähm.
17:36Kleiner Spaß.
17:37Nein, das ist, ähm, mein Freund und mir, das läuft wirklich gut.
17:41Es läuft manchmal so gut, dass ich denke, ah, es könnte mal wieder was los sein.
17:44Macht aber nix.
17:44Ich hab ein neues Hobby für mich entdeckt.
17:46Ich guck jetzt einfach anderen Pärchen beim Streiten zu.
17:49Und ich liebe es.
17:50Es ist so schön.
17:51Ich war letztens in der Bar und da war so ein Pärchen.
17:53Und der Typ hatte eine Wasserflasche in der Hand.
17:55Und die Wasserflasche war nass.
17:57Und das fand er nicht so gut.
17:59Und dann hat er es seiner Freundin so vorgeworfen, meinte so, ey, die Flasche ist nass, du hast
18:02die offen gelassen.
18:02Sie meinte, nein, ich hab die nicht offen gelassen.
18:04Und dann hat er so die Flasche vor ihr Gesicht gehalten.
18:07Und meinte so, aha.
18:09Und warum kann ich dann jetzt hier den Deckel noch zweimal drehen?
18:19Und ich hab's so gesehen und hab mir so gedacht, Alter, das ist so ein Typ, der nervt seit Tag
18:23eins.
18:25Das ist so ein Typ, der hatte früher ein Geodreieck mit Griff.
18:32Ein Typ einfach.
18:34Aber sie hat das Beste rausgeholt, was man aus der Situation rausholen konnte.
18:37Und er steht so vor ihr mit dieser Flasche und ist so, ah, warum kann ich jetzt hier noch
18:40zweimal drehen?
18:41Und sie guckt ihn an und sagt, weil du so stark bist.
18:52Und dann war er so, ja, okay.
18:55Das hatte ich so ein.
18:58Es ist cool, dass die Sachen mit meinen Freunden und meiner Beziehung und so, dass das funktioniert,
19:02weil das so eine Erwachsenensache ist, die funktioniert.
19:04Es ist gut, dass es Erwachsenensachen gibt, die funktionieren, weil andere Erwachsenensachen
19:06passieren für mich nicht so gut.
19:09So Bürokratiesachen zum Beispiel.
19:10Ich kann das irgendwie nicht so gut.
19:11Ich bin vor kurzem umgezogen und ich wollte es so melden bei meiner Krankenkasse, also
19:15meine Adresse da ändern.
19:17Und dann hab ich da angerufen und meinte so, hallo, ich würd gern meine Adresse ändern.
19:20Und dann meinte der Typ, es geht nur online.
19:23Und dann hab ich gesagt, ja, aber ich hab da das Passwort nicht mehr.
19:25So, tut mir wohl leid.
19:25Und dann hat er gemeint, dann brauchen Sie wohl ein neues Passwort.
19:27Und dann hab ich gesagt, ja.
19:30Und dann hat er gesagt, das kommt dann per Post.
19:43Und dann hab ich gesagt, ja, aber da, also, da wohne ich ja nicht mehr.
19:50Deswegen wollte ich ja meine Adresse ändern.
19:53Und dann hat er gesagt, das geht nur online.
19:58Und dann hab ich geweint.
20:02Und dann bin ich irgendwann so ein bisschen sauer geworden am Telefon.
20:05Meinte so zu ihm, was das soll mit seinem scheiß Passwort per Post und so.
20:08Er meinte, beruhigen Sie sich mal.
20:10Sie hätten halt irgendwann mal, bevor Sie umgezogen sind, ein neues Passwort beantragen müssen.
20:14Und dann hab ich gesagt, ja, aber bevor ich umgezogen bin, wollte ich ja nicht meine Adresse ändern.
20:25Und dann haben wir beide geweint.
20:31Seitdem sind wir zusammen.
20:32Es ist schön.
20:33Ey, vielen Dank.
20:33War sehr, sehr schön bei euch.
20:35Dankeschön.
20:43Josefa Walter.
20:45Das waren doch mal wirklich erhellende Ausführungen.
20:48Josefa, vermutlich die weibliche Form von Adam.
20:54Nee, von Josef.
20:55Ja.
20:55Josefa.
20:56Genau.
20:57Die fangfrische.
20:58Die fangfrische Josefa.
21:01Matze Knob.
21:02Ja.
21:03Dich hier an meiner Seite zu wissen, ist erbaulich.
21:06Natürlich ist es ja relativ normal.
21:07Du bist ja ein Comedy-Urgestein.
21:10Jedoch bist du nun auch als seriöser Journalist tätig.
21:14Du bist in die Fänge des MDR geraten.
21:17Du moderierst ja Riverboat.
21:19Ja.
21:19Wie oft?
21:20Ich würde mal sagen, im Jahr so zehnmal, vielleicht elfmal so was in die Richtung.
21:24Okay.
21:25Ja.
21:26Und ich finde das ja spannend.
21:27Ich bin ja hier mal auch als Interviewer tätig.
21:30Wie würdest du das angehen?
21:31Wenn, wenn...
21:34Ha, ha, ha, ha!
21:37Sonst würdest du dir selber hier hin?
21:38Mach das mal besser!
21:43Ich will mich ja weiterbilden.
21:45Was muss man denn...
21:46Wie würdest du jetzt hier seriös, wenn jetzt, wenn wir jetzt Riverboat wären,
21:50wie würdest du jetzt dieses Interview beginnen?
21:51Also ich würde erst mal beginnen und sagen so, hallo, herzlich willkommen,
21:55dass sie wieder eingeschaltet haben hier zu Riverboat.
21:57Und heute haben wir ihn hier, den Vorstandsvorsitzenden vom Swingerclub Görlitz, Olaf Schubert,
22:02ist da.
22:03Olaf.
22:04So, und dann würde ich die erste Frage an dich stellen, sozusagen.
22:07Also...
22:08Vorbereitet natürlich mit Dossier von einer 48-köpfigen Redaktion vorbereitet.
22:12Okay.
22:13Also da wird nichts im Zufall überlassen, also nicht so wie bei dir.
22:15Wir...
22:17Wir...
22:17Wir haben auch eine Redaktion.
22:19Ja.
22:19Angeblich.
22:20Aber die ist wie da, oder?
22:21Ich hab die noch nie gesehen.
22:22Aber irgendwo...
22:23Ja.
22:23Hier ist sie nicht.
22:24Ja.
22:26Äh...
22:26Aber es ist sozusagen wichtig, dass man schon irgendwie so ein bisschen Smile in der Stimme
22:30hat.
22:31Also so, herzlich willkommen.
22:32Schön...
22:33Das ist bei uns eher cooler.
22:34Du merkst, wir sind hier viel cooler, ne?
22:36Hi.
22:36Ja.
22:37Das würde...
22:38Bei euch ist ja so Digger, Bro, Alter und so.
22:41Ja, ja, ja.
22:41Bei uns ist es zum Teil auch noch mit Sie.
22:43Also wenn dann irgendwie so Peter Maffay...
22:45Freunde, ich freue mich sehr, dass ich auch nicht hier bin.
22:47Dann sagt man schon mal Sie, Herr Maffay.
22:48Guckt zwar ein bisschen runter, aber grundsätzlich ist man schon beim Sie.
22:51Ja, stimmt.
22:53Und...
22:53Aber Peter Maffay ist ja dann schon ein Gast aus dem oberen Regal, oder?
22:57Meistens sind das irgendwie solche Ost-Trullas, oder?
23:02Äh...
23:03Naja...
23:03Wie sprichst du denn über, wie sprichst du denn über Winnie Glatzeder?
23:07Ich schätze den sehr.
23:08Den kann ich auch sehr gut sagen.
23:09Der ist ein Winnie, ein Megatyp.
23:10Ja.
23:10Aber es ist schon so, dass man sich wirklich vorbereiten muss, also ich lese dann teilweise
23:13auch über diese Menschen nochmal so drei Bücher, obwohl sie nur zwei geschrieben
23:16haben.
23:16Du musst dich wirklich auch reinknieten, oder wenn Karat kommt, dann hörst du vorher alle
23:20Lieder von den Pudis, um einfach auch den Vergleich zu haben.
23:23Finde ich wichtig.
23:24Finde ich ja wirklich wichtig.
23:25Du musst ja dann wirklich so tun, als würdest du dich für die interessieren.
23:28Nein, ich interessiere mich auch für die.
23:30Also nein, ich finde das jetzt mal passiert.
23:31Ohne Scheiß.
23:32Also ich, Olaf, pass auf.
23:33Okay, okay.
23:33Es ist ja jetzt so, ich bin ja jetzt nicht hier aufgewachsen.
23:36Und für mich ist das wirklich, dass ich jetzt quasi zeitversetzt, also medial 40 Jahre
23:41später, hinterm eisernen Vorhang arbeite, ist für mich toll.
23:45Ich finde das jetzt wirklich.
23:46Das ist sozusagen Geschichtsaufarbeitung auch.
23:48Nein, nein.
23:49Ich lerne ja wirklich Sachen aus unserem Land neu kennen.
23:52Und ich muss sagen, ich finde das richtig spannend.
23:54Und ich bin dann auch immer begeistert, was es alles gibt, was ich nicht kannte.
23:57Also ich finde, ich bin da wirklich...
23:58Oder was ich Gott sei Dank schon wieder vergessen habe.
24:00So, aber...
24:02Ja.
24:02Also ich weiß das sehr zu schätzen und bin auch sehr, sehr gerne hier bei euch, muss
24:06ich sagen.
24:06Und ihr seid ein sehr nettes Völkchen.
24:10Finde ich wütend.
24:11Ja, das...
24:11Nein, das finde ich wütend.
24:13Ja, wirklich.
24:13Das klingt jetzt so ein bisschen schleimisch, aber das meine ich genau so, wie ich es gesagt
24:16habe.
24:16Ich bin auch gerne hier in Karl-Marx-Stadt.
24:18Das ist für uns immer wieder toll.
24:20Und...
24:21Aber das ist natürlich...
24:22Ja, ich verstehe das auch.
24:23Für mich war es auch...
24:24Ich habe zum Beispiel bei Riverboat, da habe ich letztens...
24:27Teffe Schur habe ich getroffen.
24:29Der war Radfahrer.
24:32Sensationell.
24:32Ja.
24:33Das ist zum Beispiel einer, den ich nicht kannte.
24:34Also da habe ich gesagt, okay, und sag, den kennst du nicht und so.
24:37Ich glaube, der ist ja mittlerweile über 90 und so.
24:39Und er hat ja diese Friedensfahrt gemacht.
24:40Und das war für mich wirklich...
24:42Du hast sogar was gemerkt.
24:43Du hast sogar was gemerkt.
24:43Ich habe mir was gemerkt.
24:44Natürlich.
24:45Ja.
24:45Ich bin neulich extra in die Sächsische Schweiz auch gefahren, dass ich mal da war.
24:49Also wenn ich darüber rede, verstehst du, wenn ich zum Beispiel auch Stefanie Hertel
24:52habe, dann musst du auch über das Vogtland sprechen.
24:54Herrlich, die Hertel.
24:55Ich habe auch teilweise noch...
24:58Wir sind ja...
24:58Ich komme aber auch aus dem Vogtland.
25:00Ich weiß.
25:00Ja, ja.
25:01Ich habe teilweise noch sächsische Erotikfilme angeschaut, um mich da rein.
25:04Du geiles Rotkäppchen, du.
25:07Du bist so mittelscharf wie Bautzner Senf.
25:10Ich hau dir gleich mal eine Spreewaldgurke um deine Knusperflocken.
25:12Also das ist dann einfach schön.
25:15Du...
25:15Ja, also das muss man auch verinnerlichen.
25:17Ja, ja, ja.
25:17Sehr gut, sehr gut.
25:18Das hat sozusagen auch für dich einen Mehrwert.
25:21Unser Rifferboot ist ja das Flaggschiff des MDRs.
25:24Das hat ja, glaube ich, die höchsten Quoten überhaupt.
25:27Das stimmt.
25:27Also wir waren jetzt auch, muss man sagen, auch im Vergleich zu Let's Dance haben wir sehr
25:31gut performt.
25:32Und von daher muss man sagen, diese komische Sendung, diese kleine da bei diesem anderen
25:36Sender.
25:36Würde die Ausländer mal so zappeln.
25:38Ja, ja.
25:39So.
25:40Und von daher bin ich da und mit Kim Fischer moderiere ich ja immer zusammen.
25:44Wir sind ja immer im Duett quasi.
25:46Ja.
25:46Aber ab und zu ist natürlich auch der Lippi da, Wolfgang Lippert, Klaus Brinkräumer
25:50und der Lambi.
25:52Ach der?
25:52Ja.
25:53Das ist ja der von Let's Dance.
25:57Der quasi die Leute zusammen scheißt ja irgendwie, der eine gute Note gibt irgendwie, obwohl
26:01sie so ein Pullover tragen wie du, so ein Pullunder irgendwie.
26:04Und der moderiert jetzt auch bei uns.
26:05Aha.
26:06Und seit er bei uns moderiert, läuft es bei ihm dann schlechter.
26:10Also bei, bei, bei Let's Dance.
26:12Das ist ja, ja genau.
26:13Wer sich, da sagt doch immer, wer an dem Ast sägt, auf dem andere sitzen, ähm, soll
26:20den Sprichwort werden.
26:20Hat nicht geklappt.
26:21Gut.
26:21Nun gut.
26:23Sehr erhellend.
26:24Ja.
26:25Deshalb würde ich sagen, jetzt hier bei uns auf unserer Olafs Club Showbühne.
26:29Bin ich jetzt schon dran?
26:30Ja.
26:31Achso.
26:31Ich mach die Anmod, die ich gerade gelernt hab.
26:33Verstehe.
26:33Von dir.
26:34Mit Tamre in der Stimme.
26:35Mit Tamre.
26:35Ja.
26:36Freuen wir uns jetzt auf einen gelungenen Auftritt, einen von einem Diaboliten Unterhaltungskünstler
26:42aus Westdeutschland, Matze Knob.
26:44Gute Unterhaltung.
26:45Danke.
26:57Guten Abend.
27:00Einen wunderschönen guten Abend oder guten Tag.
27:02Freue mich sehr, dass ihr da seid.
27:03Liebe, es stand in der Beschreibung, ich soll GästInnen sagen.
27:06Da hab ich gesagt, das ist ja nicht korrekt.
27:08Es heißt ja gar nicht GästInnen, sondern wenn, musst du sagen, lieber Gast, liebe Gastritis.
27:12Ich mein, jetzt mal ganz ehrlich, die Welt verändert sich.
27:15Es ist nix mehr wie früher.
27:16Ich weiß nicht, ob du Mutter bist, aber es ist mittlerweile schwer.
27:19In den Großstädten gibt es jetzt für Eltern sogenannte Frühstückstupperdosen Inhaltsvorschlagsgruppen
27:25bei WhatsApp.
27:26Ja.
27:27Da muss die Mutter dann ein Foto schicken, was der Junge zu Essen mit in der Schule bekommt.
27:31Weißt du, schickt dann so ein Foto von einer halben Honigmelone.
27:33Und kriegt dann so vom Lehrer nach 10 Minuten so ein Sabbersmiley zurück, weil er denkt,
27:37es wäre ein Foto von den Hupen von der Mutter.
27:38Das ist doch alles nicht mehr nur...
27:40Ja.
27:41Überhaupt WhatsApp-Gruppen haben wir doch alle.
27:43Hab ich auch.
27:44Ich bin mit Kumpels drin.
27:45Neulich schrieb einer, ich feiere am Samstag Geburtstag.
27:4919 Uhr geht's los.
27:50Bitte nur schreiben, wer nicht kommt.
27:52Nach fünf Minuten der ersten...
27:54Ich komme.
27:55Ja.
27:57Alter, lies doch mal.
27:59Was mich ja aufregend ist, wenn du eine WhatsApp geschrieben hast und du siehst,
28:03es hat der jeweilige auch gelesen und dann antwortet der Drecksack nicht.
28:08Kennt ihr das?
28:09Da rasten manche komplett.
28:10Hat es doch gelesen.
28:11Schickt mir doch eine Antwort.
28:13Ruhig bleiben.
28:13Locker.
28:14Leute, es muss ja gar nichts Schlimmes passiert sein.
28:16Vielleicht hat er einfach nur in der Brotmaschine beide Hände verloren und das Tippen fällt schwer.
28:22Ja.
28:23Das ist...
28:24Aber wer ist denn am Ende schuld, dass die Welt sich so verändert?
28:28Nehmen wir mal Fleisch.
28:29Fleischkonsum soll ja auch abgeschafft werden.
28:31Ich weiß nicht, ob du heute einen Schnitzel gegessen hast.
28:33Genieß es.
28:34Bald kein Fleisch mehr, nur noch Käfer und Würmer.
28:37Da musst du genau zuhören, ob der Nachbar dich zum Grillen einlädt oder zu Grillen.
28:42Das...
28:46Und...
28:50Verantwortlich ist doch zu einem großen Teil auch die Politik.
28:54Jetzt haben wir ja gerade hier den Olaf, also den Scholz, den sind wir jetzt ja gerade.
28:58Der ist ja...
28:59Ich meine, der hatte so die Körpergröße von so einem Türstopper.
29:02Jetzt haben wir den Fritze an der Backe, ne?
29:05Fritze Merz mit einem Gesichtsausdruck wie so ein Flaschenpfandautomat.
29:08Jetzt mal ehrlich.
29:09Der ist doch jetzt im Sauerland schon beliebter als der Borkenkäfer.
29:12Das ist...
29:12Manche wünschen sich ja Angela Merkel zurück, ne?
29:16Und die wird wahrscheinlich sagen, oh ja, also ich würd's dann...
29:19Also vielleicht als Vertretungslehrerin würd ich's noch mal machen.
29:23Viele fragen mich, Frau Merkel, was machen Sie heute so?
29:26Ich sag, heute mach ich Würsing mit Fleischeinlage.
29:30Ist ein bisschen viel geworden, aber wir schaffen das.
29:33Also es ist...
29:34Nein, also nicht, dass ich mich falsch verstehe, aber Frauen in der Politik.
29:37Nimm mal Annalena Baerbock.
29:38Die war doch gar nicht so schlecht.
29:39Die hat doch so den Durchschnittsdeutschen repräsentiert, ne?
29:42Fährt gerne in Urlaub, spricht schlechtes Englisch, kein Deutsch.
29:46Das war doch gar nicht so schlecht.
29:47Ja!
29:48Jetzt sagen andere...
29:49Und mehr mal gerade.
29:50Früher.
29:50Die waren geil.
29:51Die alten Recken.
29:52Helmut Schmidt.
29:53Willy Brandt.
29:55Oder Harald Juncke.
29:56Das war noch...
29:57Da wurde Politik noch im Ratskeller gemacht.
30:00Ja!
30:01Wer sich am längsten an der Theke festhalten konnte, der hatte gewonnen.
30:04So war das früher.
30:06Und ich kann euch sagen, die Welt ist im Wandel.
30:08Es verändert sich vieles.
30:10Und es wird einiges nicht mehr so sein, wie wir es kennen.
30:13Vielleicht ist es auch gut an mancher Stelle.
30:15Aber nehmen wir mal die Fernsehsendungen.
30:16Wer kennt noch Karlsson vom Dach?
30:18Wer kennt es noch?
30:19Wird jetzt geändert.
30:20Es heißt jetzt Karlsson vom Solardach.
30:23Ne?
30:23Ja!
30:24Das ist ja Ariel die Mehrwegfrau.
30:27Nicht?
30:28Bio Nocchio.
30:30Ne?
30:30Sinbad der E-Rollerfahrer.
30:33Robinson Crusoe und Fridays for Future.
30:36Also vieles wird sich ändern.
30:38Oder James Bond.
30:39Wer hat den letzten James Bond?
30:40Wer hat ihn gesehen?
30:41Mit Daniel Craig.
30:42Wer hat ihn gesehen?
30:42Hast du ihn gesehen?
30:43Bo bo bo bo bo bo bo.
30:44Der war doch geil oder?
30:45Das wird es so nicht mehr geben.
30:46Nein!
30:47Der neue James Bond wird weiblicher werden.
30:50Er wird nicht mehr gespielt werden von Daniel Craig.
30:53Sondern wahrscheinlich von...
30:54Keine Ahnung.
30:56Ross Anthony.
30:58Ha ha ha ha ha.
30:59Ha ha ha ha.
31:00Ha ha ha ha.
31:01Ha ha ha ha.
31:01Ja.
31:01Piff, puff, puff.
31:03Ne?
31:03Ja.
31:04Und der fährt auch nicht mehr mit dem Aston Martin.
31:06Der fährt dann mit dem 9 Euro Ticket von der Deutschen Bahn.
31:09Ne?
31:10Dankeschön.
31:19Matze Knob.
31:22Matze Knob.
31:24Vielen Dank.
31:25Ja.
31:28Das...
31:29Von Matze Knob mit seinem Ausblick auf die Zukunft, die Nahe und die Fernen.
31:35Und jetzt geht es weiter mit einer Künstlerin namens Kirsten Fuchs.
31:39Da merkt man schon am Namen.
31:40Das ist eine von uns.
31:42Sie ist...
31:44Nimmt mir doch nie alles weg.
31:45Ich fand das, dass man sich so festhalten kann.
31:48Das ist für mich die achte Sendung.
31:50Egal.
31:51Sie wurde geboren in Karl-Marx-Stadt.
31:54Also im heutigen Chemnitz.
31:55Im zukünftigen New-Earth-Mountains.
31:59Und sie spricht nicht nur auf der Bühne, sondern sie schreibt auch.
32:03Hat da viele Preise.
32:05Und da meine ich jetzt nicht 7,99 Euro.
32:12Sondern also richtige Preise gewonnen.
32:16Ihr aktuelles Buch heißt Muttermund tut Wahrheit kund.
32:24Muttermund tut Wahrheit kund.
32:25Oder wie wir Mediziner sagen.
32:27In vulva veritas.
32:31Es ist ein sehr anspruchsvolles Buch.
32:33Um das zu verstehen, braucht man glaube ich Uterus Clausus.
32:37Deshalb bin ich sehr gespannt, was sie uns heute zu berichten weiß.
32:41Die famose Kirsten Fuchs.
32:46Dankeschön.
32:47Dankeschön.
32:48Dankeschön.
32:51Dankeschön.
32:52Ja.
32:53Ich weiß manchmal nicht bei Applaus, was ich machen soll.
32:56Deshalb wollte ich mir das angewöhnen.
32:58So, jetzt geht's aber los.
33:00Ich habe rausgefunden, was Gott am achten Tag gemacht hat.
33:05Aber das erzähle ich erst am Ende von meinem Auftritt.
33:07Vorher muss ich was anderes erzählen.
33:09Es hat aber damit zu tun.
33:10Mir ist nämlich was super krasses passiert.
33:13Ich war ein paar Stunden ohne mein Handy.
33:16Ich weiß, es ist krass.
33:18Ich hatte es im Auto meines Kollegen Sebastian Lehmann liegen lassen.
33:21Der hatte mich nach dem Auftritt mitgenommen.
33:24Und dann in der Stadt, in der Großstadt Muttersehen allein, in der Nacht abgesetzt.
33:29Also ausgesetzt, könnte man eigentlich auch sagen.
33:32Und dann stand ich auf dem Gehweg so.
33:35Und das Auto stand noch an der Ampel.
33:37Und ich hatte aber sofort so ein super komisches Gefühl, ja.
33:41Irgendwas war seltsam.
33:42Ich stand auch schief.
33:44Ich muss dazu sagen, ich habe ein ziemlich großes Handy.
33:47Also so groß, dass die Verniedlichung des Wortes nicht angebracht ist.
33:51Es ist kein Handy.
33:53Es ist ein Hand.
33:54Oder ein Hendo.
33:55Ein Handix.
33:57Und das gehört in meine rechte Jackentasche.
33:59Denn in der linken Jackentasche ist mein Kaffeepot.
34:01Rechte Hosentasche Schlüssel.
34:03Linke Hosentasche Portemonnaie.
34:04Dann bin ich im Balance.
34:06Sonst kommt alles durcheinander.
34:07Und als das Auto losfuhr, war ich so aus dem Gleichgewicht.
34:11Ich wollte eigentlich hinterher rennen.
34:12Aber ich konnte überhaupt nicht laufen.
34:14Und mein Gehirn war offensichtlich auch mit dem Auto weggefahren.
34:17Denn mein erster Gedanke war, ich muss Sebastian anrufen.
34:21Und ihm sagen, dass mein Handy in seinem Auto ist.
34:24Dann dachte ich noch mal ein bisschen länger drüber nach.
34:27Ein bisschen bessere Idee hatte ich dann.
34:29Ich muss meinen Mann anrufen, weil ich habe ja kein Handy.
34:31Und der muss Sebastian anrufen und ihm sagen, dass mein Handy in seinem Auto ist.
34:36Und dann tat ich was, was jeder vernünftige Mensch in meiner Situation getan hätte.
34:41Ich begann zu fluchen.
34:43Shit!
34:43Und fuck!
34:45Damit reite ich mich in die Vielzahl der Menschen ein.
34:47Die in Berliner nachts auf der Straße herumstehen und schimpfen und fluchen.
34:52Vielleicht hatten die alle ihre Handys in Sebastians Auto liegen lassen.
34:55Und waren dann nie wieder klargekommen.
34:56Konnten niemanden anrufen.
34:58Hatten den Heimweg nicht gefunden.
34:59So schnell konnte es gehen.
35:02Konzentrier dich, sagte ich zu mir.
35:03Du hast deinen Schlüssel.
35:05Du hast dein Portemonnaie.
35:06Du weißt, wo du bist.
35:07Du weißt deine Hausnummer.
35:09Du weißt deinen Nachnamen.
35:10Ein Tier.
35:11Ein rotes Tier.
35:13Eichhörnchen.
35:14Aber ich müsste meinen Nachnamen auch gar nicht wissen.
35:16Weil ich hatte ja einen Schlüssel.
35:17Ich musste ja gar nicht klingeln.
35:18Ich hätte viel lieber den Schlüssel im Auto von Sebastian liegen lassen.
35:22Mit dem Schlüssel kann man gar nicht so viel machen wie mit dem Handy.
35:25Nur auf und zu schließen.
35:26Ein völlig überschätzter Gegenstand, oder?
35:29Okay.
35:29Konzentrier dich, Kirsten Eichhörnchen.
35:31Sag dich zu mir.
35:32Geh zur Bushaltestelle, wo der Nachtbus fährt.
35:35Du weißt, wo das ist.
35:36Auch ohne Handy.
35:37Und dann ging ich los.
35:38Aber weil ich so schief war, lief ich erstmal im Kreis.
35:41Und dann kramte ich in meinem Rucksack.
35:42Und dann fand ich eine Banane.
35:44Und die steckte ich in meine rechte Jackentasche.
35:46Und dann konnte ich gerade laufen.
35:48Und unterwegs zur Bushaltestelle schaute ich immer wieder auf die Banane.
35:51Nur so aus Angewohnheit.
35:53Und dann begann ich wieder zu fluchen, weil die Banane gar keinen Empfang hatte.
35:57Und Menschen gingen mir aus dem Weg.
36:00Und dann war ich an der Bushaltestelle.
36:02Und da musste ich wie ein Urmensch warten, wann der Bus kommt.
36:05Ohne auf der App nachsehen zu können.
36:08Und so Busfahrpläne sind ja auch nur eine Vision einer besseren Welt.
36:12Und dann wurde mir übelst langweilig.
36:15Und dann schaltete ich auf meiner Banane einen Podcast ein.
36:19Also ich wusste schon, dass das nicht geht.
36:21Und weil das ja gar nicht geht, musste ich den Podcast selber sprechen.
36:24Ich entschied mich für Hotel Matze.
36:26Und zufällig war in der Folge Kirsten Eichhörnchen zu Gast.
36:30Und ich musste nur eine meiner, eine der Stimmen nachmachen.
36:33Und die andere war sowieso meine.
36:35Das war so praktisch.
36:36Ja, Matze befragte mich sehr sensibel zu meiner Extremerfahrung oder Erleuchtung, könnte man auch sagen, als ich mal ein paar
36:43Stunden ohne Handy gewesen war.
36:45Ja, das war schon krass, sagte ich.
36:46Das hat schon was mit mir gemacht.
36:48Ich war danach nie wieder dieselbe.
36:49Ich habe dann auch ein Buch darüber geschrieben, wie man nachts ohne Handy nach Hause kommt.
36:54So ein Survival-Ratgeber.
36:55Und ich hätte jetzt auch einen Podcast, wo ich Menschen einlade, die auch mal ein paar Stunden ohne Handy waren.
37:00Der hieß Handylos durch die Nacht.
37:02Genau.
37:03Und Matze sagte, oh, das ist so inspirierend.
37:06Ich kriege richtig eine Gänsehaut.
37:07Du, ich auch, sagte ich.
37:08Und dann musste ich den Podcast stoppen, weil mir das echt zu nahe ging.
37:11Wieso hatten die keine Triggerwarnung am Anfang gesagt, ja?
37:14Wenn du auch mal ohne Handy gewesen bist, dann solltest du beim Hören dieser Folge darauf achten, wie es dir
37:19geht.
37:20Dann kam jedenfalls der Nachtbus.
37:22Und alle im Nachtbus hatten ein Handy.
37:25War so gemein.
37:25Ich setzte mich hinter einen Mann und schaute über seine Schulter auf den tröstlich erhellten Bildschirm.
37:31Darf ich mal anfassen?
37:32Sagt ich.
37:33Setzte der Mann sich sofort weg.
37:35Männer sind so empfindlich manchmal.
37:38Man darf nicht mehr ihre Geräte antatschen.
37:40Ich hätte gern, dass das eine Tradition ist, ja?
37:43Frauen betatschen die Geräte von Männern.
37:45Einfach, weil es schon immer so war.
37:46Aus Spaß und als Kompliment sollen sie sich nicht so haben.
37:49Ist doch ein schönes Handy.
37:50Wird man doch noch mal sagen dürfen und ein bisschen antatschen.
37:53Ohne Handy fuhr ich übrigens nicht wie sonst eine Station zu weit, sondern stieg einfach an der richtigen Station aus.
38:01Voll krass.
38:01Dann rannte ich nach Hause und nahm meinem Mann sein Handy weg.
38:04Und dann quengelte der aber, wollte sein Handy wieder haben.
38:07Wirkte so richtig abhängig und bedürftig irgendwie.
38:11Ja, dann tippte ich noch ein bisschen auf meiner Banane rum.
38:14Und dann ging ich schlafen.
38:15Was sollte ich auch sonst machen?
38:16Lesen in einem Buch wie ein Urmensch.
38:19Am nächsten Morgen, als ich ohne Handy erwachte, fühlte ich mich ganz ruhig und frei.
38:26Das Bedürfnis irgendwo drüber zu streichen, hatte ich auf meine Kinder umgelenkt.
38:31Und ich strick so auf ihrem Rücken hoch und runter und hin und her.
38:35Und ich tippte sie an und ich likte sie.
38:38Und ich kommentierte sie sogar.
38:40Und als die Kinder weg waren, fühlte ich mich noch freier.
38:43Also ohne Handy, was alles kann, konnte ich ja auf einmal wieder alles.
38:48Das war so krass.
38:50Ich könnte die ganze Wohnung aufräumen.
38:52Ich könnte die Steuererklärung machen.
38:54Ich könnte wieder Hobbys haben.
38:56Aber bevor ich irgendwas davon konnte oder musste, um ehrlich zu sein,
39:01brachte Sebastian mein Handy vorbei.
39:03Gott sei Dank.
39:04So, was hat Gott am achten Tag gemacht?
39:06Er hat das Handy gemacht.
39:08Und danach hat er eigentlich nie wieder was gemacht.
39:11Dankeschön.
39:13Danke.
39:18Kirsten Fuchs.
39:20Ja.
39:22Geschichten, die das Leben schreibt.
39:24So, willkommen zum letzten Gast des heutigen Abends.
39:27Und auf ihn freue ich mich wirklich besonders.
39:29Er hat einen kurzen und knackigen Namen.
39:33Einfach nur Falk.
39:35Zack, der Falk.
39:36Das ist jetzt nicht so was, wo man sich stundenlang als Moderator vorbereiten muss
39:39und das irgendwie lernen muss.
39:40Theo, Karl Theodor von und zu Guttenberg oder Eva-Maria Leuthäuser Schnachenberger.
39:48Das sind ja keine, das sind ja eher so Kurzgeschichten.
39:51Und man kann, ich hätte übrigens auch gerne selber einen einsilbigen Namen.
39:55Olaf.
39:57Eigentlich zu lang.
39:57Eigentlich nur.
39:58Love.
39:59Ja.
40:01Oder Schubert.
40:02Einfach nur der Bert.
40:02Na klar.
40:03Wer war's?
40:03Der Bert.
40:05Der Bert.
40:06Der Bert ist schuld.
40:07Ähm.
40:08Ein kurzer Name reicht aber natürlich auch aus, um erfolgreich zu sein.
40:11Er gewann dieses Jahr den Deutschen Kleinkunstpreis in der Kategorie Chansons, Musik, Lied und Quatsch.
40:19Äh.
40:20Ja, tatsächlich, also so ist der Preis ausgeschrieben.
40:24Und er macht Lieder mit Inhalt und mit Tiefgang.
40:28Ich kann also mit Stolz sagen, das Niveau sinkt.
40:32Hm.
40:34Ich freu mich, dass er hier ist.
40:35Rastet noch mal aus für Falk.
40:48Guten Abend.
40:49So, ich muss jetzt mal noch ein bisschen höher machen.
40:51Das hat sich leicht verstellt.
40:53Sonst muss ich mal so runter gucken, ist schade.
40:54So geht's aber, glaub ich.
40:55Ja.
40:55So, ja, ich freu mich sehr, hier hier zu sein.
40:57Ich habe tatsächlich auch zwei Lieder mitgebracht.
40:59Ich mach's noch ein bisschen höher.
41:01Das ist live.
41:02So.
41:03Ich mache zwei Lieder, habe ich mitgebracht.
41:05Und im ersten Lied möchte ich tatsächlich eine Bevölkerungsgruppe besingen, die es nicht
41:09immer leicht hat.
41:09Muss man einfach sagen.
41:10Nämlich Kinder.
41:12Ist ja so, gesamt, gesellschaftlich gesehen und politisch gesehen, spielen Kinder oft keine
41:15Rolle.
41:16Ich weiß gar nicht, woran es liegt.
41:17Vielleicht, weil sie nicht wählen dürfen.
41:19Egal.
41:20Ne.
41:20Aber das andere Problem ist, ich wohne in Berlin am Prenzlauer Berg.
41:23Ist vielleicht ein Begriff.
41:24Und da beobachtet man eine ganz andere Seite der Erziehung von Kindern.
41:27Da laufen viele kleine Kaiser und Könige herum.
41:30Und das ist ja auch in Ordnung.
41:32Besser, als wenn man sie ständig verprügelt, würde ich ja sagen.
41:35Das Problem ist nur, habt ihr vielleicht auch schon mitbekommen, da gibt's ja inzwischen
41:37viele Artikel drüber.
41:38Viele dieser sehr verwöhnten Kinder zerplatzen später, wenn sie erwachsen werden, an der harten
41:43Realität.
41:43Und das tut mir sehr leid.
41:46Und da habe ich mich gefragt, wie man vielleicht helfen kann, wenn man vielleicht vorher schon
41:51mal ihnen zeigt, wie die Realität so aussieht.
41:54Ein kleines Kinderlied.
42:04Sag mal, was ist das denn nach, das hast du selbst gemalt.
42:08Na gut, ich will mal so sagen, das sieht man.
42:12Meine Güte, wie das ausschaut und du hast auch noch geprahlt.
42:17Das sei schön und dass man's aufhängen kann.
42:23Das ist hässlich, das ist hässlich, sodass man sofort erkennt, dass du bloß ein großes
42:29Maul hast, aber sicher kein Talent.
42:35Ja, das darf man ja wohl bitte schön noch sagen.
42:39Was heißt denn hier, das sei gemein.
42:44Also auch, wenn sie erst sieben ist, man darf ja wohl noch ehrlich sein.
42:53Oh, herzlichen Glückwunsch.
42:55Du hast sogar eine Zwei in Schönschrift.
42:59Ich bin begeistert.
43:01Grundschulnoten heißen gar nichts, also bild dir nix drauf ein.
43:05Jetzt mal ehrlich.
43:07Jeder weiß das.
43:11Du bist trotzdem, du bist trotzdem nur ein vorlaut frecher Gnom.
43:16Einmal wird es auch dich treffen.
43:18Buchstabier mal Depression.
43:23Wie kann man nur so schrecklich stolz sein auf all die nichtgen Kleinigkeiten.
43:32Und das bei all den augenscheinlich vielen Unzulänglichkeiten.
43:41Ach, und nicht einmal fünf Jahren konntest du noch gar nicht sprechen.
43:45Hast gesabbert und gebrüllt und dich ständig voll geschissen.
43:49Und jetzt willst du hier die Größte sein und bist grad mal n Meter klein.
43:54Bildest dir weiß Gott was ein und prallst mit deinem Wissen.
43:59Hast du vielleicht, hast du vielleicht schon ne Kernkompetenz.
44:04Und jetzt komm hier nicht mit Basteln, du kaputte Existenz.
44:12Oh, du hättest gern ein Pony, das kannst du gleich wieder vergessen.
44:22Aber hey, na gut, weil du es bist, wird heut Pferdewurst gegessen.
44:42Ist natürlich gemein, ne, ist gemein, aber Ehrlichkeit tut eben manchmal weh.
44:46Das war übrigens jahrelang das Lieblingslied meiner beiden nicht tatsächlich wahr, ne.
44:49Weil beide dachten, ich hätt's über die andere geschrieben, ne.
44:52Das war auch das Schöne.
44:53Hab ich nie klar geschrieben, bin ja nicht lebensmüde, ne.
44:55Aber so, wo ich mich jetzt aber schon so sympathisch vorgestellt hab, dachte ich,
44:58im zweiten Lied möchte ich jetzt mal was von meinen Hobbys erzählen.
45:00Ich hab ein etwas ausgefallenes Hobby für mich entwickelt.
45:03Ich sammle bestimmte Begriffe aus dem allgemeinen Sprachgebrauch,
45:06die wir alle benutzen, von denen aber oft die Herkunft gar nicht unbedingt bekannt ist.
45:09Ich will mal Beispiele nennen, so Wörter wie Larifari, Kokolores, Fisimatenten, Remidemi.
45:16Diese ganzen Wörter, die wir benutzen, oft weiß man gar nicht, woher die eigentlich kommen.
45:19Manche haben jüdischen Ursprung zum Beispiel, das weiß man.
45:21Manchmal kommen sie aus dem Ausland.
45:22Zu Fisimatenten gibt's eine schöne Geschichte, das kommt angeblich aus der Zeit,
45:26als Napoleon noch das Rheinland besetzt hatte.
45:29Die guten Zeiten, ne.
45:32Da haben die französischen Soldaten, wollten auch mal was erleben
45:34und haben dann die deutschen Mädels quasi einen Anzug angesprochen, um sie rumzukriegen,
45:38haben dann gesagt, hier, Visite Matante, besuch mich im Zelt, knickknack.
45:43Knickknack ist übrigens auch so ein Wort, lautmalerisch, egal.
45:45So, ja.
45:46Und die deutschen Eltern konnten ja keinen französischen.
45:49Da haben die abends zu den Mädels gesagt, ja, kannst weggehen, aber mach keine hier Fisimatente.
45:53Ne, sowas liebe ich.
45:54Sowas liebe ich.
45:54Daher könnte es kommen.
45:55Könnte auch totaler Schwachsinn sein.
45:57Aber es könnte auch stimmen.
45:57Ja.
45:58Und dann habe ich die alle gesammelt und dann hatte ich mit der Zeit über 40 Stück zusammen
46:01und habe gesagt, so, jetzt schreibe ich einen Welthead.
46:05Das hat nicht funktioniert.
46:06Aber ein Lied habe ich dennoch daraus gemacht.
46:08Ein Lied aus meinem Alltag.
46:12Ne, also komm, echt mal als wenn.
46:14Kokolores, völlig plemplem.
46:16Wat für'n Quatsch, ich lach mich schlapp.
46:17Was du wieder redest, pappalapapp.
46:19Dies Techtelmechtel sollte so nie.
46:21Ich bin kein Hallodriecht.
46:23Irgendwie lief das verkehrt.
46:24Ich wollte das nicht.
46:25Doch die Frau macht mich ganz tüddelig.
46:27Weil schön so nach zwölf Likörchen passierte uns dann.
46:30Diesmal Lörchen war auch schön.
46:32Die war auf Zack, verstehste?
46:34Knick, knack, ein Halligalli mit allem drumrum.
46:37Dat ganze Sammelsurium.
46:38Nö, dat war schon echt ne nette.
46:40Heiliger Bimbam, die ganze Palette.
46:42Rambazamba, die volle Möhre.
46:44Und wie ich uns stöhnen höre.
46:46Geht die Tür auf, ihr Mann steht da.
46:48Was das für ein Schlamassel war.
46:50Der fängt gleich an aufzubrausen.
46:52Oh, da krieg ich Muffensausen.
46:53Mimt sofort den Konsequenten.
46:55Was sind das hier für fiesi Matenten?
46:57Sie in Panik rutscht von mir ein Kuddelmuddel.
47:00Ich sag es dir.
47:01Ich ruf, ist nur ne Yogasause.
47:03Der humorlos Sohn Banause.
47:05Scheint doch etwas böse zu sein.
47:06Vor hohne Piepeln könne er sich allein.
47:08Ein Riesenkrach.
47:09Ein Tova Bouda.
47:10Kriegste doch die Tür nicht zu.
47:12Hat mich erst mal angekackt.
47:14Mich dann grob am Schlawittchen gepackt.
47:16Und holter die Polter.
47:17Kladeradatt.
47:17Schon lag ich vor der Tür im Matsch.
47:19Das ist ein Rabauke.
47:20Tü Palunke.
47:21Dunkle Keller.
47:22Barsch.
47:22Pelunke.
47:23Es flogen die Fäuste mit allem Schnickschnack.
47:25Erst mal zappen.
47:25Du's da mal voll auf den Sack.
47:27Potzblitz.
47:27Was mach ich nur?
47:28Der ist ja mal wirklich Sturruf.
47:31Bleib mal locker.
47:31Tut mir ja leid.
47:32Aber war doch nur ne Kleinigkeit.
47:35Schabernack.
47:35Klamauken.
47:36Klacks.
47:36Ist doch alles.
47:38Pipifaxen.
47:39Kinkerlitzchen.
47:39Pille Palle.
47:40Dass ich deine Frau hier.
47:42Wischiwaschi.
47:43Vergiss die Sache.
47:44Sag ich, während ich klar mache.
47:46Dann ist ne Lappalie.
47:47C'est la vie.
47:48Schlägt er mich wieder.
47:49Verdient irgendwie.
47:50Pack mich dann auch nicht in Watte.
47:51Greift sich zapp, zapp, ne Latte.
47:53Was ich so nicht erwartet hatte.
47:55Daher der Riss in der Schädelplatte.
47:57Naja gut.
47:57Jetzt liege hier schon was länger auf der Intensivstation.
48:00Da zog ich wohl die Niete.
48:02Geschieht mir recht, mir flitze Piepe.
48:04Diesen ganzen Firlefanz.
48:06Dass du das nicht lassen kannst.
48:08Humbug, Mumpitz, Einerlei.
48:09Jetzt ist ja vorbei.
48:12Dankeschön.
48:17Vielen Dank.
48:23Sehr gut.
48:24Vielen Dank.
48:25Das war Olafs Klub Nummer 8.
48:27Das war's für dieses Jahr.
48:27Wir bedanken uns bei allen Abteuren.
48:29Wir bedanken uns natürlich bei Gotti und Sven Phantom.
48:33Alle heraus.
48:36Josefa, Walter, Matze Knob.
48:39Kirsten Fuchs.
48:41Das sollten alle sein.
48:44Hey.
48:45Alles von uns natürlich wieder in der legendären ARD.
48:50Mit der Krieg.
48:51Bis nächstes Jahr.
48:51Vielen Dank.
48:52Es war ne schöne Zeit.
48:54Wir verbeugen uns nochmal.
48:55Oh.
48:56Was ist es noch mal?
49:00Danke.
49:02Huh?
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