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  • 5 hours ago
Rote Rosen Folge 4306

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00:00Sie haben eine süße, patente Tochter, der Sie vertrauen können.
00:04Und dieser Nico versucht sich zu entschuldigen? Das ist doch erstmal gut, ja?
00:09Er bemüht sich, den Fehler wieder wegzumachen und holt sich da Hilfe bei Social Media.
00:14Nara, kannst du mir denn nicht einfach gönnen, dass sich ein gut aussehender Märchenprinz in mich verliebt?
00:18Ich gönne dir jeden Märchenprinz auf dieser Welt.
00:21Aber muss es unbedingt der Prinz seiner Schwester sein?
00:30Und du hast nur noch verliebt.
00:32Ich habe aber nicht geträumt, wie ich mir den Kinderwagen durch die Kinder schiebe.
00:35Ich wollte eine Chance finden.
00:37Du bedeutest mir was.
00:41Also ich meine, du und das Baby, ihr, ihr bedeutet mir was.
01:09Aber vielleicht ist es auch ein bisschen viel mit dem Buch.
01:12Denn dich ist bauen im 17. Jahrhundert. Das ist auch sehr theoretisch einstaubig.
01:16Nein, nein. Also Theorie ist gut. Das ist ja schon.
01:20Okay. Aber es ist ein Angebot. Nur wenn du nicht willst?
01:23Ja, doch. Unbedingt. Ich meine, es ist ja nur ein Buch.
01:26Ist nur ein Buch. Mehr ist es nicht.
01:28Eben. Also was ist schon dabei, wenn ich mir ein Buch lege?
01:30Nichts. Macht man so unter Freunden.
01:34Ja.
01:36Gut, ich...
01:36Okay.
01:37Ich will mal ein Buch lege.
01:38Viel Spaß.
01:39Danke.
01:55Gut, dass du meinen Brief bekommen hast.
01:59Welchen Brief?
02:00Ich habe dir einen Brief geschrieben und dich um Entschuldigung gebeten.
02:04Ich war so nervös, dass Julius mir sogar helfen musste.
02:09Hast du ihn gar nicht bekommen?
02:13Offensichtlich sind mir einige Dinge verborgen geblieben.
02:16Wie meinst du das?
02:18Und warum bist du hier?
02:20Frank, ich habe dich so vermisst.
02:24Und ich wollte dich um Verzeihung bitten.
02:26Wie wir auseinandergegangen sind.
02:28Das ist egal.
02:30Du bist da.
02:32Der Rest ist unwichtig.
02:33Und ich...
02:34Okay.
02:36Okay.
02:45Hä?
02:45Unser nerviger Kunde aus Düsseldorf ist plötzlich ganz handsam.
02:51Der will keine Änderungen mehr.
02:53Ich habe mit seiner Frau telefoniert und habe ihr klar gemacht, dass der Umzug in ihre neue Villa im Frühjahr
02:59so nicht stattfinden kann, wenn ihr Mann ständig neue Änderungswünsche hat.
03:04Natürlich die Ehefrau, dass ich da nicht draufgekommen bin.
03:07Weil du keine Ahnung hast von den Dynamiken in deiner Ehe.
03:10Hat auch seine Vorteile.
03:12Aber wir ergänzen uns.
03:13Du kannst mit den Männern dann Tennis spielen.
03:16Wir sind ein richtig gutes Team, du.
03:20Hast du es dir überlegt?
03:22Wollen wir beide die MK gemeinsam machen?
03:26Ich habe mich noch nicht entschieden.
03:29Ich weiß nicht, was es da lange zu überlegen gibt.
03:32Wir verstehen uns blind.
03:33Und wir haben beide einen guten Draht zu einem hochtalentierten Architekten.
03:39Ich habe den heißesten Draht zu ihm.
03:42Bist du da sicher?
03:44Was soll denn das jetzt heißen?
03:46Das war nur ein Spruch, Lu.
03:47Nur ein Spruch.
03:50Also für mich und meine Familie ist es schon eine Riesenumstellung, wenn ich dauerhaft wieder arbeite.
03:55Es wird Zeit, dass du an dich denkst.
03:58Wir beide.
03:59An der Spitze unseres Familienunternehmens.
04:01Das ist das Powerkabel der Immobranche.
04:03Bestens vernetzt, kompetent.
04:06Für Viktoria wäre das auch gut.
04:10Ich sehe es dir an.
04:11Ich sehe es dir an, dass du das auch...
04:13Das ist doch verrückt, Richard.
04:14Ja, genau.
04:15Verrückt ist gut.
04:20Wenn ich so etwas Verrücktes mache, dann nur mit dir.
04:27Das ist aber kein guter Ort zum Chillen hier.
04:32Kann man doch stolpern.
04:38Jonas?
04:40Ja?
04:40Was sind denn das alles für Sachen hier?
04:44Äh, das sind Pakete von Firmen, die wollen, dass ich deren Produkte in meinen Videos vorstelle.
04:50Okay, das heißt, du sollst Werbung für Produkte machen und kriegst aber nicht Sache.
04:54Na ja, ich kann die Sachen zumindest nachher behalten.
04:57So, was brauchbar ist dabei?
04:59Wieso?
05:00Gibt es was, was dich freuen würde?
05:03Ja.
05:05Ein Toaster.
05:07Ja, ein Toaster.
05:08Ja.
05:08Aber mein Konzept ist Romantik.
05:10Ach so, weil du in Sachen Romantik so wahnsinnig begabt bist, meinst du das?
05:15Das Video mit Gisela fandst du gut.
05:18Und die Tipps, hast du selber gesagt?
05:19Ja, weil Gisela alle Fragen beantwortet hat.
05:21Ohne sie wäre es doch total untergegangen.
05:23Vielleicht kriege ich ja von dir ein bisschen Nachhilfe.
05:25Vielleicht kriegst du ja von deinen Followern ein bisschen Nachhilfe.
05:28Die helfen dir doch gern in Sachen Romantik.
05:44Auf uns.
05:46Auf die Emka.
05:50Sonne, Grunde, schön langweilig.
05:52Haben wir nichts anderes?
05:55Wir können richtig anstoßen, sobald wir Viktoria von unserem Plan überzeugt haben.
05:59Was kriegen wir hin?
06:02Sie wird die Firma nicht gerne abgeben?
06:06An dich schon.
06:09Das Ganze funktioniert aber auch nur, wenn sie sich darauf einlässt, dass ich in Teilzeit arbeite.
06:13Viktoria ist egal, wie viel du arbeitest, solange ich nur in der zweiten Reihe stehe.
06:19Das ist aber auch nicht gerade die Definition einer Doppelspitze.
06:23Das ist der Preis, den ich zahlen muss.
06:27Das ist mir egal, ob du auf dem Papier die letzte Entscheidung hast, solange wir ein Team sind.
06:31Und das sind wir.
06:36Ich muss mit Daniel reden.
06:39Falls er hinter der Entscheidung steht, kann er schon helfen, Viktoria zu überzeugen.
06:43Mama hält großes Stück auf seine Meinung.
06:45Glaubst du, Daniel hat was dagegen?
06:48Für Daniel ist es wichtig, dass ich glücklich bin und dass es mir gut geht.
06:51Und wenn es bedeutet, dass ich wieder arbeite, dann wird er mich schon unterstützen.
06:56Alles andere hätte mich, ehrlich gesagt, auch gewundert.
06:59Es geht hier auch nur um eine Teilzeitstelle.
07:05Mit dem Glück bin ich früher aus Berlin gekommen.
07:08Sonst hätte ich dich noch verpasst.
07:11Keine Sorge, ohne dich wäre ich nirgendwo hingegangen.
07:15Uwe?
07:16Hm?
07:19Es tut mir leid, dass ich dir nicht geglaubt habe.
07:22Stand das in dem Brief?
07:25Ja.
07:27Ja, das und...
07:30...dass ich nichts lieber wäre, als dich wiederzusehen.
07:34Es ging mir doch ganz genauso.
07:39Offensichtlich brauchen wir keine moderne Kommunikation.
07:42Denn meine ganzen Nachrichten hast du anscheinend nicht bekommen.
07:49Ehrlich gesagt...
07:51...ehrlich gesagt habe ich dich blockiert.
07:54Ich habe dich für den Erpresser des schwedischen Königshauses gehalten.
07:58Was hast du gedacht?
07:59Ja?
08:00Na ja...
08:03Ja, du bist...
08:04...du bist so überstürzt, abgereist und...
08:08...ich...
08:09...ich konnte ja nicht wissen, dass du wirklich ein Prinz bist.
08:11Ich...
08:12Ich bin kein Prinz, Franka.
08:14Ich bin ein Graf.
08:15Gut.
08:16Wie ein Graf.
08:19Na komm her.
08:20Ich mache dir keine Vorwürfe.
08:23Die...
08:23...die Geschichte ist so aberwitzig.
08:26Die muss man erst mal glauben.
08:30Hat man den Erpresser denn jetzt gefunden?
08:32Also, ich meine...
08:33...weiß man, wer es wirklich war?
08:35Ja, es war ein...
08:37...Kommilitone von mir, der dachte, er kann mit Details über meine Familie Geld machen.
08:41Echt?
08:42Es stellte sich raus, dass...
08:45...seine Familie zerbrochen war und...
08:47...dass er in Schwierigkeiten war, finanziell gesehen.
08:50Kasse haben ihm auch ganz ohne Erpressung geholfen.
08:53Was? Ihr habt ihm auch noch Geld gegeben?
08:55Ja, er war ja in Not.
08:58Und so war es das Einfachste für alle.
09:00Und jetzt ist wieder Ruhe eingekehrt.
09:02Du bist der wundervollste Mensch, den ich kenne.
09:11Jonas geht's einfach nur um Klicks und Views und Follower.
09:14Also, ich glaube, Jonas geht's um dich.
09:17Hat er wohl nicht das Video mit Bella gedreht, oder?
09:20Sich als romantisches Pärchen feiern.
09:21Naja, da ging's ja um Geld und nicht um Liebe.
09:25Siehst du, ihm geht's einfach nicht um mich.
09:26Und das ist auch okay, das ist ja egal.
09:29Warum sperrst du dich so dagegen?
09:30Einfach zu glauben, dass er dich mag?
09:35Weißt du irgendwas, was ich nicht weiß?
09:36Stell dir vor, du datest einen Schauspieler.
09:39Würde ich persönlich niemals tun, aber du stellst es dir vor.
09:42Wärst du dann auch eifersüchtig, wenn dieser Typ vor der Kamera mit jemand anderem rumknutscht?
09:48Jonas ist ja kein Schauspieler.
09:49Und das ist egal, er ist sowieso beziehungsunfähig.
09:52Bis die Richtige kommt.
09:54Achso, und so lange soll ich ihn mit mir üben lassen, oder was?
09:58Nuni, ich verstehe, dass du vorsichtig bist.
10:00Das ist wahrscheinlich auch richtig, aber...
10:01Ach, auf ne ganz schräge Art und Weise passt ihr perfekt zusammen.
10:28Allöchen, schönste Buchhändlerin Lüneburgs.
10:31Was?
10:31Was ist denn mit dir los?
10:34Willst du denn mit dir los?
10:37Willst du?
10:38Benz.
10:39Jonas.
10:40Ihm willst du was vormachen.
10:45Ich hab Daniel gerade gebraucht.
10:49Zufällig.
10:50Zufällig.
10:51Ich dachte, du willst dich von dem Typen fernhalten.
10:54Ja, es ist ja nichts passiert.
10:57Ich will das ja auch nicht, aber...
10:58Aber?
10:59Bis jetzt dachte ich immer, dass die Anziehung nur von mir ausgeht.
11:04Und jetzt?
11:07Keine Ahnung.
11:10Irgendwas...
11:10Irgendwas war da.
11:12So ein Blick, wie er mich anschaut.
11:15Sekunde.
11:15Du glaubst jetzt aber nicht, dass er dich verknallt ist.
11:20Vielleicht bilde ich es mir auch nur ein.
11:23Aber es hat sich so angefühlt.
11:25Was hat er denn gesagt?
11:28Er will mir ein Architekturbuch leihen.
11:31Ja, es geht ja nicht darum, was er gesagt hat.
11:32So eine Bi.
11:33Jess, wenn das wirklich stimmt, dann ist das echt nicht gut.
11:36Ja, ich weiß.
11:37Ich will das ja auch nicht.
11:39Stopp.
11:40Storno.
11:41Nein, aus.
11:43Jess, das hier ist ganz von deinen Büchern.
11:45Du musst den Typen vergessen.
11:46Ich trag sein Kind in mir.
11:48Es ist dein Kind.
11:50Du entscheidest, wie präsent er in eurem Leben ist.
11:54Ja, ich weiß.
11:58Ja, dann siehst du ihn jetzt besser nicht mehr.
12:01Mhm.
12:04Das ist besser so.
12:07Glaub mir.
12:11Ich muss.
12:12Ja.
12:13Ciao.
12:13Tschüss.
12:15Tschüss.
12:31Ah, super, dass du einen gekauft hast.
12:33Ja, ich koche auch, weil Helle hat sich Chili gewünscht.
12:35Leva, ich wollte mal alleine mit dir sprechen, ohne dass die Kids zuhören.
12:42Okay.
12:43Über meine berufliche Zukunft.
12:46Mhm.
12:47Richard hat vorgeschlagen, dass wir beide gemeinsam die Leitung der MK übernehmen.
12:54Ich könnte dann auch, also wenn ich es mit Richard zusammen mache, in Teilzeit arbeiten.
13:02Okay, ähm, wolltest du ja früher schon.
13:06Und du glaubst, Viktoria lässt sich darauf ein?
13:09Na ja, das müssen wir dann mit ihr verhandeln.
13:11Aber es kann sich ja nicht schaden, wenn du hinter der Idee stehst.
13:17Hm.
13:17Also ich, ich kann natürlich auch, wenn ich in Teilzeit arbeite, dann nicht mehr 100% für Familie und Kinder
13:24geben.
13:24Aber vielleicht...
13:27Vielleicht was?
13:28Vielleicht hast du ja auch Lust, in Teilzeit zu arbeiten.
13:31Dann könnten wir uns das alles teilen.
13:33Und dann hättest du auch viel mehr Zeit für das Baby.
13:36Und du könntest Jess unterstützen.
13:38Du willst dich doch als Vater einbringen.
13:40Du kannst auch in Elternzeit gehen.
13:43Sag mal, also, willst du grad von mir grünes Licht haben?
13:47Ich fühl mich, glaub ich, auf Bazar.
13:48Wenn du arbeitest, dann darf ich in Elternzeit gehen.
13:51Ja, aber das meine ich ja gar nicht so.
13:53Du, du willst...
13:54Du leitest die Footballmannschaft.
13:56Du willst die Damenmannschaft leiten.
13:57Und du willst parallel noch eine Firma führen.
14:00Ja, aber nicht alleine.
14:03Ja, Glückwunsch.
14:03Aber was ist dann mit uns beiden als Paar?
14:06Daran ändert sich ja nichts.
14:07Ja, dann natürlich.
14:08Du musst doch die Zeit irgendwie aufteilen.
14:10Hast du Angst, dass du zu kurz kommst?
14:12Oder bist du eifersüchtig, oder?
14:13Nein, ich bin nicht eifersüchtig auf den Leitungsposten bei der MK.
14:18Mir macht die Arbeit dort Spaß.
14:20Und deswegen würde ich sie gerne weitermachen.
14:22Und was ich dann neben den Kindern und dir noch schaffe, das muss ich dann sehen.
14:26Ja.
14:27Bin eigentlich davon ausgegangen, dass du dich für mich freust.
14:32Daniel!
14:38Hey, sorry, ich hab's eilig.
14:41Ich muss dringend meine Anwältin anrufen und ich hab mein Handy im Kühlzimmer vergisst.
14:44Und wenn du dann dringend zu Ende telefoniert hast aus Amsterdam?
14:47Dann überlege ich mir, wie ich meine Anwältin bezahle.
14:50Obwohl das eigentlich kein Problem mehr sein sollte, wenn ich in eurem Aufsichtsrat sitze.
14:54Apropos, ich brauch einen Vorschuss.
14:56Ach Mensch, stell dir vor, das tut mir leid.
14:58Und ich hab auch keine Zeit.
15:00Ist auch eilig.
15:01Wir reden später.
15:11Kaiser?
15:12Ja?
15:14Oh, Siri, was gibt's?
15:19Okay.
15:20USB-Stick.
15:26Das heißt, auf diesem USB-Stick ist belassenes Material, das du an der Steuerfahndung vorbei in Sicherheit bringen musst.
15:32Nein, sorry.
15:33Du, ich...
15:34Du lass mich aus diesen krummen Geschäften raus, ja?
15:37Sir, nein!
15:41Okay, pass auf.
15:42Du...
15:43Du gibst mir den Stick.
15:45Ich nehm' ihn vorerst, okay?
15:47Ja.
15:49Aber krieg das bitte auf die Kette, was ist denn los?
15:54Ja, bis dann.
16:09Du hast nur den Brief eigentlich hingeschickt.
16:12Andere Adresse, die ich von Carla Saravagos hatte.
16:17Deswegen kam... kam er auch nicht an.
16:20Ich hab Carla die Adresse der Gutsverwaltung gegeben.
16:23Die schirmen alles von mir ab.
16:27Warum ist von dir eigentlich nirgendwo was zu finden?
16:31Im Netz, mein' ich.
16:34Du...
16:34Du musst es mir natürlich nicht beantworten, wenn du nicht willst.
16:37Nein, ich... ich will's dir sagen.
16:38Ich...
16:40...möchte jetzt keine Geheimnisse mehr vor dir.
16:45Als...
16:46Als meine Schwester Astrid 15 war, wurde sie betrunken von der Polizei aufgegabelt.
16:52Nach einer Party.
16:54Na ja, gut, das ist jetzt in dem Alter hier erstmal nichts Ungewöhnliches.
16:59Na ja, aber in den Kreisen, in denen wir uns bewegen, da darfst du dich eben nicht erwischen lassen.
17:05Hm, die Paparazzi, die haben keine Ruhe gelassen.
17:10Astrid hat furchtbar darunter gelitten.
17:12Sie hat das Haus nicht mehr verlassen, hatte Panikattacken, Angstzustände.
17:18Oh Gott, das tut mir leid.
17:20Ja, das war nicht sehr schön.
17:22Die Klatschpresse hat aus ihr eine Drogensüchtige gemacht, die suizidgefährdet ist.
17:30Das liest man in keinem Alltag gerne ab.
17:32Schau mal gar nicht mit 15.
17:33Nee.
17:36Daraufhin haben wir uns entschlossen, dass wir uns aus der Öffentlichkeit zurückziehen.
17:42Wir?
17:44Wir?
17:44Meine Familie, meine Schwester, meine Eltern und ich.
17:49Und das ist euch ziemlich gut gelungen.
17:52Ja, es war am Anfang sehr anstrengend, zumal das Internet aufkam.
17:59Und jetzt?
18:01Und jetzt könnten wir froh sein, dass wir alle ein einigermaßen normales Leben leben können.
18:09Und wie geht es deiner Schwester heute?
18:13Gut.
18:15Sie kann auch ein normales Leben leben.
18:19Geht das denn jetzt noch?
18:22Immerhin gab es ja jetzt wieder ein Foto von dir in der Presse.
18:25Ja, als ich meinen Onkel im Krankenhaus wegen der Erpressungsgeschichte besucht habe,
18:29da hat sich ein Paparazzo auf die Lauer gelegt.
18:33Und dann war ich schnell enttarnt.
18:36Bist du so eine Art Edeltrophäe für Paparazzi?
18:41Mit meinen Bildern könntest du vermutlich sehr viel Geld verdienen.
18:44Und stell dir mal vor, dann noch nackt.
18:46Und dann hättest du vermutlich ein Schloss.
18:50Ich will gar kein Schloss.
18:53Und mir ist auch völlig egal, wer du bist.
18:57Solange wir in Ruhe zusammen sein können.
19:06Ach, hey.
19:09Und?
19:11Ja, meine Follower haben es richtig gefeiert.
19:15Super.
19:16Aber du weißt schon, dass du in meinem Podcast dann auch auftreten musst, ne?
19:21Klar, kein Ding.
19:22Und, ähm, wie hat Toni unser Gespräch aufgefasst?
19:28Naja, in Sachen Romantik hält sie mich immer noch nicht für richtig kompetent.
19:32Was?
19:33Du hast doch super Tipps gegeben, verstehe ich nicht.
19:36Ja, vielleicht tut sie auch nur so.
19:38Naja, vielleicht sagt sie das auch einfach nur so.
19:42Ich weiß es nicht.
19:43Kann schon sein.
19:45Aber, was wünschst du dich von mir?
19:47Hm?
19:48Einen Toaster.
19:50Einen Toaster?
19:51Hm.
19:52Ich weiß auch nicht, was sie mir damit sagen will.
19:55Sag mal, weiß Toni eigentlich, was du für sie empfindest?
19:59Hast du ihr das jemals gesagt?
20:01Nee, ich bin doch nicht bekloppt.
20:04Wir sind Friends with Benefits.
20:07Mehr nicht.
20:08Mehr will Toni auch gar nicht.
20:10Ich mach da keinen Druck.
20:11Aber klappt das denn auf Dauer, wenn du in sie verliebt bist?
20:17Muss.
20:21Vielleicht ist sie ja auch in dich verliebt.
20:23Und kann's nur nicht so zeigen.
20:27Toni ist eigentlich ziemlich gut da drin, zu zeigen, was sie fühlt.
20:30Und Gefühle für mich gehören da halt nicht dazu.
20:36Ein Toaster.
20:38Da kann man schon ein gemeinsames Frühstück assoziieren.
20:43Oder?
20:44Sonntagmorgen.
20:45Sonnenschein.
20:47Orangensaft.
20:48Der Duft von knusprigem Brot.
20:52Zwei Menschen, die verliebt in eine Toastscheibe beißen.
20:57Und sich dabei tief in die Augen schauen.
20:59Hm?
21:02Das war eine gute Idee.
21:06Simon.
21:07Hey.
21:08Hi.
21:09Darf ich?
21:10Klar.
21:12Ich hab grad Ware ausgeliefert und dachte mir, ich guck mal kurz bei dir rein.
21:16Das ist lieb von dir.
21:19Gibt's irgendwas Neues von deinen Kindern?
21:22Ich hab grad mit meiner Anwältin telefoniert.
21:25Die Steuerbehörde in der Schweiz hat Rogiers Büro durchsucht.
21:28Ernsthaft?
21:30Und das kam jetzt einfach so?
21:32Oder hatten Sie ihn schon länger auf dem Kika?
21:34Das war wohl eine Großsucheraktion gegen Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit.
21:37Hm.
21:37Also es hat einige Firmen getroffen.
21:39Unter anderem Rogiers, aber auch die von seinem Geschäftspartner Sörn Johansson.
21:43Okay, und was bedeutet das für dich?
21:46Also wusstest du Bescheid über die Geschäfte deines Mannes?
21:49Nee, nee, nee.
21:49Ich wurde aus allem Geschäftlichen rausgehalten.
21:51Dann hast du ja auch nichts zu befürchten.
21:53Ja, aber ich frag mich trotzdem, was das für meinen Sorgerechtsstreit bedeutet.
21:57Ist schwer zu sagen, kommt ein bisschen offen, dass sie gegen ihn in der Hand haben.
22:02Aber wenn sie ihn drankriegen, dann wird er wohl kaum das Sorgerecht für eure Kinder bekommen.
22:07Ja, aber ich weiß ja gar nicht, wie ich ihn ansprechen soll.
22:37Versuch's einfach mit, euer Hochwohl geboren.
22:41Na, es kommt sicher gut an.
22:42Oh Gott.
22:42Hallo.
22:43Hey.
22:44Hi, Obe.
22:45Grüß dich.
22:45Hallo, Julius.
22:46Schön, dass du wieder da bist.
22:47Danke.
22:48Vielen Dank.
22:49Hallo, Frau Böttcher.
22:49Guten Morgen.
22:50Hallo.
22:51Mama, das ist doch nicht dein Ernst.
22:55Ich weiß gar nicht, wie ich Sie ansprechen soll.
22:59Frau Böttcher.
23:01Hallo.
23:02Obe zum Beispiel.
23:05Komm, sieh her.
23:09Wir haben die förmliche Anrede in Schweden in den 60er Jahren abgeschafft.
23:14Ja, aber am Hof ist das schon noch üblich, ne?
23:18Ja, schon, aber ich bin hier ja incognito.
23:25Ja.
23:26Wollen Sie einen Kaffee?
23:28Ja.
23:29Ah, nee, der ist gar nicht gut genug.
23:32Das geht nicht.
23:33Mama, bitte mach dich locker.
23:35Ganz normaler Kaffee tut's auch.
23:38Frau Böttcher, ich bin immer noch derselbe, den Sie kennengelernt haben.
23:41Wir beide haben zusammen Altkleider gepackt.
23:43Ja, aber da wusste ich ja noch gar nicht, wer Sie sind.
23:47Und das sagst du bitte auch in meinem Ja?
23:49Ja, auch wenn Ovi jetzt hier in Reine wohnt.
23:53Zähne hier ein...
23:56Ja, ist Ihnen das nicht recht?
23:58Doch, selbstverständlich.
24:04Ich muss, glaube ich, ganz viel einkaufen.
24:08Bitte verhören Sie sich wegen mir keine Umstände, Frau Böttcher.
24:12Nee, aber keine Widerrede jetzt, Dina.
24:15Also, weil Sie sollen sich ja dann bei uns hier wohlfühlen wie...
24:21Jetzt sag bitte nicht König, ja?
24:23Nein.
24:24Wie ein gern gesehener Gast.
25:02Bist du auf Standby-Betrieb oder ist dein Betriebssystem abgestürzt?
25:07Na, du hast ja heute einen besonders guten Tag.
25:10Kann ich klagen.
25:13Weil du überredet, hast du sie jetzt zusammen die MK leitet?
25:15Ich hab Lu nicht überredet.
25:18Meine Frau weiß sehr gut, was sie will und was nicht.
25:23Außerdem, meine Überredungskünste ziehen nicht bei ihr.
25:28Soll doch einfach nur auf mit den Spielchen.
25:30Ist kein Spiel, mir geht's ums Geschäft.
25:32Kann es sein, dass du nicht willst, dass Lu und ich die MK gemeinsam leiden?
25:36Hm?
25:38Ich will nicht, dass mein Familienleben leidet.
25:41Und meine Beziehung zu Lu.
25:44Warum sollte das passieren?
25:46Weil Lu dann auf Dauer deine Chefin wäre?
25:50Und sie vielleicht ein bisschen mehr verdient als du?
25:55Weil ich was essen muss mit dir.
25:57Hm?
26:03Du überlegst es vielleicht an dieser...
26:07...ner kleinen...
26:09...nach schon.
26:14Also nicht einfach nur.
26:25Und wie habt ihr es geschafft, so lange inkognitiv zu bleiben?
26:28Naja, am Anfang war es gar nicht so einfach.
26:30Wir mussten viele Freundschaften abbrechen.
26:32Und wir mussten unser Leben komplett neu beginnen.
26:35Neuer Name, neue Stadt, einfach alles.
26:38Aber es hat sich sehr gelohnt.
26:40Und den Kontakt zu eurer Familie, den habt ihr auch komplett abgebrochen.
26:45Wir haben uns nicht mehr so oft gesehen.
26:46Ich war seltener in Stockholm, ja.
26:49Wenn dann inkognito.
26:50Aber ich habe noch einen sehr guten Kontakt zum Königspaar.
26:57Hey, Valerie.
26:58Hi.
26:58Guck mal, wer wieder da ist.
27:00Hallo.
27:01Komm, stell dich doch zu uns.
27:02Warum warst du nur vorhin so schnell weg?
27:04Ich wollte euch nicht stören.
27:06Schon nicht zu sehen.
27:07Wenn du nachher mal Zeit hast, ich will gern was mit dir besprechen.
27:10Ich muss leider arbeiten.
27:11Ich wollte nur kurz...
27:18Was ist denn mit der los?
27:20Keine Ahnung.
27:21Valerie eben?
27:26Was willst du mit Valerie besprechen?
27:29Erzähl ich dir später.
27:47Was ist denn das?
27:49Das hat ein Fahrradkurier für dich gebracht.
27:51Irre.
27:52Jetzt schon.
27:53Und er hat sich vor allem beschwert, dass er mittlerweile täglich für dich hochern muss,
27:57um dir deinen Müll hochzubringen.
27:59Was?
28:00Das ist kein Müll.
28:02Sondern?
28:03Tja, würdest du mir folgen, dann wüsstest du, was ich gepostet habe.
28:07Das ist so ein billiger Trick, damit ich dir endlich folge?
28:11Nee, das ist kein Trick.
28:13Das ist ein Geschenk.
28:15Für mich?
28:15Ja.
28:16Ich habe mich extra für dich organisiert.
28:18Damit du auch was davon hast, dass du seinen erfolgreichen Influencer kennst.
28:21Komm, pack aus.
28:46Das ist ein Toaster, ganz genau.
28:52Das ist ein Duschkopf.
28:54Das ist ja klar.
28:55Jonas, das ist ein Duschkopf.
28:57Das ist ein Duschkopf.
28:58Das ist ein Duschkopf.
28:59Ich wollte einen Toaster.
29:01Warum schicken die mir einen Duschkopf?
29:02Was haben wir denn nicht gepostet?
29:06Wolltest du wirklich einen Toaster für mich besorgen?
29:10Das ist jetzt.
29:14Das kam gerade per Express-Grupp hier.
29:16Danke.
29:17Danke.
29:18Danke.
29:18Danke.
29:37Sören, ich bin's, Richard.
29:39Der Stick ist zu ihm angekommen.
29:42Das ist mir egal, ob der Passwort geschützt ist.
29:44Mich interessiert nicht, was da drauf ist.
29:46Sag mir einfach Bescheid, wann ich den Stick an die Staatsanwaltschaft weitergeben soll,
29:50damit du deinen Deal aushandeln kannst.
29:53Mut, wenn es dich beruhigt, dann geht mir das Passwort.
29:58Ich kann dir zur Sicherheit checken, ob sich der Stick öffnen lässt.
30:02Okay?
30:03Okay.
30:05Okay.
30:08Alles klar.
30:09Falls es Probleme gibt, melde ich mich.
30:11Bis dann.
30:27Gut, dass du da bist.
30:31Du hast einen Hang dazu, ungelegen zu kommen.
30:34Was willst du?
30:35Das habe ich dir schon gesagt.
30:37Ich brauche einen Vorschuss.
30:39Wofür?
30:40Für meinen Sorgerechtsstreit.
30:42Ich muss meine Anwältin bezahlen.
30:44Wofür soll ich dir einen Vorschuss geben?
30:45Du bist ja nicht angestellt.
30:48Immerhin sitze ich bald im Aufsichtsrat.
30:51In welchem Aufsichtsrat?
30:53Ich brauche keinen Aufsichtsrat mehr, um mit meiner Mutter loszuwerden.
30:56Und ehrlich gesagt, brauche ich dich dann auch nicht mehr.
31:00Wann kommt deine Mutter nochmal?
31:03Wirst du mir drohen?
31:05Ich möchte nur wissen, was sie dazu sagt.
31:07Dass du schon länger planst, sie aus der Firma zu drängen.
31:11Ach.
31:15Leg dich nicht mit mir an.
31:18Das ist nicht klug.
31:24Ganz ehrlich, ich hätte dir auch einen Duschkopf geschickt.
31:27Echt?
31:28Wieso?
31:29Dir fehlt einfach die romantische Fantasie.
31:31Aber ich bin Romantik-Influencer.
31:34Und deswegen wirst du dich jetzt auch ganz brav für diesen Duschkopf bedanken.
31:38Nee.
31:39Doch.
31:40Nein.
31:41Der Fluch der Influencer.
31:42Komm.
31:43Da.
31:47Wo, hier?
31:48Ja.
31:49Ja.
31:49Warte.
31:50Mit, ja.
31:58Bereit?
31:59Ja?
31:59Okay.
32:05Nimmst du auf?
32:06Ja.
32:09So, das mit unserem romantischen Morgen wird leider nix.
32:14Zumindest noch nicht.
32:16Aber an dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Ole Perlberg von Perlbergbäder.
32:23Dein Zuhauses-Bar.
32:25Dank dir haben wir jetzt zumindest die saubersten Toastbrotscheiben hier zu Hause.
32:30So.
32:32Und jetzt.
32:33So, das war's doch jetzt, oder?
32:35Mhm.
32:36Heißt?
32:37Ja, fast.
32:39Was willst du denn noch?
32:41Komm ab.
32:42Ach, okay.
32:49Ich fühle die Regie.
32:51Mhm.
32:53Mhm.
32:59Es ist ganz einfach.
33:00Wenn meine Schwester die EM-Körper nimmt, wird meine Mutter sehr gern freiwillig die Leitung
33:04abgeben und sich zurückziehen.
33:06Aber du kannst mich doch jetzt hier einfach hängen lassen.
33:08Das ist doch nicht das Ende der Welt.
33:10Ich werde in Zukunft weiterhin Aufträgers Innenarchitektin zukommen lassen.
33:13Okay, aber können wir das vielleicht irgendwie festhalten?
33:19Entschuldigung.
33:20Entschuldigung.
33:24Sören, ich bin in einem Meeting.
33:25Ich melde mich bei dir.
33:27Gut, dann mach's kurz.
33:31Das heißt, du hast schon mit der Staatsanwaltschaft wegen eines Deals gesprochen?
33:36Okay.
33:37Und wann soll ich denen dann den Stick mit dem belastenden Material zukommen lassen?
33:41Nicht, also erst zurückhalten.
33:42Okay, okay.
33:44Gut, dann.
33:46Halt du die Ohren, Steff.
33:48Bis dann.
33:51Wir waren ja soweit auch fertig, oder?
33:53Ja.
33:54Wir waren eine Verabredung.
34:00Wie ist es?
34:00Das ist...
34:03Hi.
34:04Hi.
34:05Schön, dass du da bist.
34:06Ja.
34:07Wollen wir uns setzen?
34:09Okay.
34:11Äh, deine Nachricht lang wichtig.
34:14Ähm, möchtest du was trinken?
34:17Limonade, die ist gut hier?
34:18Ja.
34:18Ja?
34:20Entschuldigung.
34:22Wir hätten gerne zwei Limonaden.
34:24Ja, sehr gerne.
34:24Danke.
34:28Okay, Daniel.
34:29Was willst du?
34:31Die Frage ist, was willst du?
34:37Es ist noch nicht lange her, da wolltest du Abstand.
34:42Wenn ich gesagt habe, ich verstehe das und ich will, ich will das auch.
34:50Okay.
34:53Was ist denn das Problem?
34:56Das Problem ist, dass wir beide für immer verbunden sind.
34:59Über das Baby.
35:02Ja, da hast du recht.
35:05Ja.
35:06Aber darüber hinaus, es ist nichts, was uns verbindet.
35:10Das muss uns klar sein.
35:13Ja, okay.
35:15Okay.
35:17Okay, gut.
35:19Also was das Baby angeht, wir können über alles reden.
35:21Das ist gar kein Problem.
35:22Okay, aber keine Gespräche mehr über Architektur, Geschichten.
35:26Nein.
35:28Wesser nicht.
35:31Okay.
35:31Gut, ich muss dieses alte Architekturbuch auch nicht lesen.
35:39Schaffen wir das?
35:42Gut, tätig.
35:44Gut, okay.
35:47Okay.
35:51Okay.
35:52Gut.
36:10Ich verstehe nicht, was Daniels Problem ist.
36:12Du, was denkt ihr, dass ich für den Rest meines Lebens Hausmanagerin bin?
36:19Bis jetzt habe ich, ich habe meinen Schlüssel im Büro vergessen.
36:22Egal.
36:28Entschuldige, Daniel.
36:30Ich, ähm, ich, ich kann mir vorstellen, dass es so ein Männlichkeitsproblem ist.
36:36Ja, wirklich.
36:38Ich, ich, ich glaube, er hat ein Problem damit, dass du seine Chefin wirst.
36:42Äh, er hat ein Problem damit, dass ich weniger Zeit für die Familie habe.
36:47Ist das so?
36:49Wir haben es bis jetzt eigentlich immer geschafft, unsere gemeinsame Zeit zur Quality Time zu machen.
36:53Da war es weniger wichtig, wie viel Zeit wir haben, als wie wir sie füllen.
36:58Ja, hol die Karten.
36:59Danke.
37:00Danke.
37:02Das habe ich immer an euch gewundert.
37:06Vielleicht, vielleicht haben die Ereignisse in der letzten Zeit Daniel doch mehr verändert, als wie das war.
37:11Du meinst, er klammert jetzt?
37:13Ja, du, so eine OP, die führt einem vor Augen, was wichtig ist im Leben.
37:17Und für ihn sind es du und die Kinder.
37:22Ja, das mag sein.
37:24Ich verstehe ihn ja auch, aber soll ich mich jetzt zurückhalten mit dem, was ich gerne tun will im Leben,
37:29weil er die ganze Zeit die Familie um sich haben muss?
37:32Mich musst du nicht davon überzeugen.
37:34Oder ist es jetzt total egoistisch von mir?
37:37Ich bin kein Spezialist in Sachen Ehe, zum Glück.
37:40Aber dennoch sollten so eine engen Verbindung beide die Chance haben, sich zu verwirklichen.
37:45Wir leben ja schließlich im 21. Jahrhundert.
37:48Ja, und das sieht Daniel ja eigentlich genauso.
37:51Wahrscheinlich braucht er einfach nur ein bisschen Zeit, um sich an den Gedanken zu gewöhnen.
37:56Dass du wieder arbeiten gehst.
37:58Wir haben doch bisher alles hingekriegt.
38:01Zwei Kinder, den Umzug in die USA wieder zurück, seine Krebsdiagnose und sogar diese absurde Schwangerschaftsverwechslung.
38:09Also werden wir das ja wohl auch noch hinkriegen.
38:12Ganz sicher.
38:19Hi.
38:20Hi.
38:20Was darf es denn sein?
38:21Ich hätte gerne eine Pinonade Orange, bitte.
38:23Orange ist aus.
38:25Gurke haben wir noch, schmeckt nicht, es will eh keiner.
38:26Oh, Sie sind ein richtiges Verkaufstalent.
38:28Pinbeer haben wir auch noch.
38:30Nee, dann nehme ich ein stilles Wasser mit Zitrone, bitte.
38:33Zitrone ist auch aus.
38:36Stilles Wasser ist gut.
38:38Okay.
38:39Danke.
38:45Was willst du?
38:47Eine Erklärung.
38:50Valérie, warum hast du behauptet, dass Franka nichts mehr mit mir zu tun haben möchte?
38:56Gönnst du deiner Schwester das Glück nicht?
38:58Kann ja nicht jeder so eine perfekte Familie haben wie du, hm?
39:01Ich bin halt keine gute Schwester, ich bin ja nicht mal ein guter Mensch.
39:05Das stimmt nicht.
39:07Jeder Mensch hat einen guten Kern, du auch.
39:09Was willst du denn von mir?
39:10Mach meine Schwester glücklich und lass mich zufrieden.
39:12Ja, das werde ich, hoffentlich.
39:15Aber ich möchte auch verstehen, was in dir vorgeht.
39:22Valérie.
39:44Das ist nicht eine von den Fragen, die im Bett verboten sind.
39:52Nee.
39:54Im Bett ist nichts verboten.
39:59Ich habe gerade wirklich an nichts gedacht.
40:03Ach, das geht nicht.
40:06Und kann ich nichts denken?
40:07Ich schon.
40:08Okay.
40:11Dann bist du halt offiziell der einzige Mensch, auf der Welt der nichts denken kann.
40:15Aha.
40:17Aha.
40:18Aha.
40:21Aha.
40:23Aha.
40:23Aha.
40:24Aha.
40:24Aha.
40:24Aha.
40:24Aha.
40:24Weißt du noch, als du die Rosenblätter für mich verteilt hast und ich dachte, du denkst,
40:29wir sind jetzt zusammen.
40:31Aha.
40:32Aha.
40:32Gutes Beispiel dafür, dass zu viel denken nicht gut ist.
40:35Sag ich doch.
40:40Sag ich doch.
40:43Hat sich seitdem eigentlich irgendwas verändert?
40:50Nee.
40:52Wieso was?
40:53Weil sich verändert hat.
40:55Ich meine, wir hatten Sex.
40:57Mhm.
40:58Aber sonst ist alles bei mir alt.
41:03Oder hat sich für dich was verändert?
41:06Nee, für mich ist alles easy.
41:08Passt.
41:16Ja.
41:18Für beide ein paar.
41:20Das wäre auch absurd.
41:26Friends with Benefits.
41:28Besser geht's ja gar nicht, oder?
41:29Mhm.
41:33Ja.
41:34Nee.
41:35Das ist perfekt.
41:46Machen Sie früh.
41:48Danke.
41:53Ja.
41:54Schönen Tag.
41:55Ihnen auch.
41:56Tschüss.
41:59Möchtest du noch was trinken?
42:01Ah, danke.
42:01Stimmt's voll.
42:03Ich würde gerne mit dir reden.
42:05Wieso?
42:05Was willst denn du hören?
42:08Die Wahrheit.
42:12Die Wahrheit ist, dass ich immer in allem versage.
42:15Dass ich hier kellnere, weil ich es als Einzige in der Familie zu nichts gebracht habe.
42:19Dass ich es nicht schaffe, einen Mann zu finden, der es mit mir aushält.
42:21Und dass ich es nicht mehr schaffe, mich um mein eigenes Kind zu kümmern.
42:24Ach, und wenn Frank herausfindet, was ich getan habe, dann ist sowieso alles vorbei.
42:28Valerietten.
42:29Das wird sie nicht erfahren.
42:32Zumindest von mir nicht.
42:34Wieso nicht?
42:36Weil Streit in der Familie niemandem hilft.
42:39Und ich habe das Gefühl, dass du die Unterstützung brauchst.
42:41Mehr als alle anderen.
42:42Du willst mir immer noch helfen.
42:43Wir alle wollen dir helfen.
42:45Dein Bruder, deine Schwester, deine Familie, die lieben dich.
42:49Die wollen, dass es dir gut geht.
42:52Also, meld dich, wenn du irgendwas brauchst, ja?
42:55Als Freund und Familie.
42:58Okay?
43:06Entschuldigen Sie, war das eben Owe Gustafsson?
43:10Äh, ja, wieso?
43:12Arbeiten Sie mit ihm zusammen?
43:15Sieht ganz so aus.
43:31Hey.
43:35Die Jungs schlafen schon.
43:37Ah, okay.
43:41Es wird ja nächste Zeit vielleicht öfters so gehen, dass die schon im Bett sind, wenn du nach Hause kommst.
43:46Ja, kann sein.
43:48Ab und zu.
43:49So wie bei dir eben auch.
43:51Aber es wird nicht die Regel sein.
43:54Wie kannst du dir da sicher sein?
43:56Weil ich genau wie du darauf achten werde, dass es nicht regelmäßig passiert.
44:05Ist das wirklich dein Problem?
44:07Dass ich weniger zu Hause sein werde?
44:10Ja.
44:12Echt?
44:15Das ist Teil des Problems, ja.
44:19Okay, wenn es Teil des Problems ist, was ist dann das eigentliche Problem?
44:30Ich verstehe einfach nicht, warum du überhaupt arbeiten willst.
44:35Wieso willst du an unserem Leben was verändern?
44:37Das war doch alles perfekt.
44:40Wie war?
44:42Daniel, unser Leben, die Familie, das ist doch kein statischer Zustand.
44:47Die Jungs werden größer, Bedürfnis verändern sich.
44:50Ja, weiß ich doch.
44:57Wenn dir das Angst macht nach allem, was passiert ist, dann kann ich das verstehen.
45:01Du verstehst es, aber du handelst nicht danach.
45:07Ich habe einfach gemerkt, dass ich total Lust habe, wieder zu arbeiten.
45:11Und dann muss es doch möglich sein.
45:19Du findest wirklich, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist?
45:22Das ist wie mit dem Kinderkriegen.
45:23Den richtigen Zeitpunkt, dafür gibt es nicht.
45:25Jetzt machst du es sehr leicht.
45:26Und es ist egoistisch.
45:28Nein, es ist nicht.
45:30Es ist egoistisch, von mir zu verlangen, nur zu Hause zu sein und dir den Rücken freizuhalten.
45:35Du wolltest doch immer, dass ich tue, was mich glücklich macht.
45:38Hat sich das geändert?
45:39Nein, natürlich nicht.
45:40Ich finde einfach, es ist einfach nicht der richtige Zeitpunkt.
45:46Nee, das ist es nicht.
45:49Da ist noch was.
45:51Ich kenne dich doch.
45:58Daniel, haben wir ein Problem?
46:00Kim?
46:54Na, an deine Stelle würde ich auch nicht rangehen.
46:57Ich schlage vor, dass du mir den USB-Stick umgehend zurückbringst.
47:02Du willst mich nicht reizen, glaub mir.
47:11Kleines Mist.
47:16Natürlich will ich, dass du glücklich bist.
47:20Wenn das heißt, dass du arbeiten gehen musst, ja.
47:24Aber ich habe Angst, dass wir uns verlieren.
47:28Als Paar.
47:31Aber warum sollte das denn passieren?
47:33Ich vertraue dir, du vertraust mir, oder?
47:38Bist du eifersüchtig auf den Job?
47:40Nein, nein, natürlich nicht.
47:43Ja, dann hilf mir, Daniel.
47:46Wir konnten doch immer über alles reden.
47:47Was ist denn los?
47:48Du bist nicht das Problem.
47:50Dann sag mir doch einfach, wovor du Angst hast.
47:59Es geht um Jazz.
48:08Ich glaube...
48:10Ich glaube, ich bin dabei, mich in Jazz zu verlieben.
48:17Was hat dein Sorgerechtsstreit mit Richard Kaisel zu tun?
48:21Richard hat von einem Freund diesen Stick bekommen.
48:24Der heißt Sören.
48:25Sören, wie der Geschäftspartner von deinem Mann, gegen den die Steuerfahndung ermittelt?
48:30Genau.
48:31Und angeblich soll da belassenes Material zu finden sein.
48:35Was ist denn Arbeit?
48:37Nein, also es sind meine Entwürfe.
48:40Und wenn du willst, dein neues Büro.
48:44Ich habe so ein schlechtes Gewissen.
48:46Das musst du nicht haben.
48:47Es ist alles vergessen.
48:49Daniel.
48:52Du bist mein Freund.
48:54Wir reden immer noch von Lu.
48:57Wenn du sie bedrückst,
48:59wenn du sie bedrückst,
49:00haben wir beide ein Problem.
49:06Und du siehst,
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