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  • 28 minutes ago
Rote Rosen Folge 1674
Transcript
00:00What's for the male sex?
00:01I have a good idea.
00:02If you understand,
00:03tomorrow 10.000 people come to the Lüneburger Flugplatz.
00:06But why do they do that?
00:08I have to do something for me.
00:09What's with sex?
00:10Spaß?
00:11Leidenschaft?
00:12You wanted to take it.
00:13And not because of the Leidenschaft,
00:14but because of the money to spend.
00:15So it doesn't work, Tina.
00:17Maybe you think about it,
00:19what you want to do with me.
00:20That's übrigens Lottes' Lehrerin,
00:22Mrs. Reinhardt.
00:22She's my life's friend, Lisa Fisher.
00:24I know who they are.
00:25They are guilty of my daughter.
00:30I'm worn and painted by the sun.
00:32And it's in my eyes.
00:34And it's in my eyes.
00:38Caught by the rapture of the dawn.
00:40And a restless sky.
00:42And a restless sky.
00:46This is my life.
00:48This is my life.
00:50This is the way to find my own.
00:54This is my life.
00:56This is my life.
00:58This is the world where I belong.
01:04I'm rolling on.
01:06I'm rolling on.
01:14This is my life.
01:15This is my life.
01:15This is my life.
01:16This is my life.
01:17This is my life.
01:19This is my life.
01:20This is my life.
01:21This is my life.
01:21And where do you know Paula?
01:22She was the team leader in the MTB Northeide
01:25and she was the junior junior in the first team.
01:29It was about a half year before she died.
01:32She was already 19.
01:34I believed in Paula. She had great potential.
01:38My child was like possessed. She had her training.
01:42She was very ehrgeizful.
01:45She wanted to study.
01:47But on the day, after this one race, she was dead in the bed.
01:51The diagnosis was called Herzmuskelentzündung.
01:53She was not the reason. Paula had robbed.
01:59And you have been treated for it.
02:02Perhaps you had the appropriate medications.
02:06We were all shocked.
02:09And with all the feeling for the death of your daughter.
02:12But you didn't have the right to judge me.
02:15It was clear that you didn't stand to your responsibility.
02:22You should be ashamed.
02:31We were a friend Rankin,
02:33we were stunned.
02:35I felt moment该死ぃ.
02:39Talk him in the deepidocious.
02:41I felt 함께cek, he wanted us to.
02:42I felt like Mr. Daleks,
02:42we were only going to have a conflict.
02:42What are you doing now?
02:42And dancing up.
02:44I feel friends will only come to me with Hong Kong.
02:47wy жизни.
02:49I ate a dinner.
02:53With girls at One Jet,
02:58Bravo!
03:03Die Jungs, engagiere ich doch glatt für meinen Junggesellinnenabschied.
03:08Abgemacht, das wird mein besonderes Hochzeitsgeschenk, finde ich.
03:12Ah, Hannes, ich bin wirklich gerührt.
03:16Ach, das ist doch keine große Sache, das mache ich gern, ja.
03:20Du bist ein Schatz, organisierst meinen Blumenschmuck und rettest meine Frauensause.
03:25Du hast echt was gut bei mir.
03:27Ja, da wäre was.
03:30Du weißt ja, dass ich meine Werkstatt wieder übernehmen möchte.
03:35Oh, entschuldige bitte, das ist Bärbel, meine Trauzeugin.
03:38Der muss sich doch gleich erzählen, dass mein bunter Abend jetzt doch noch ein Knaller wird.
03:44Hallo Bärbel, gut, dass du da bist.
03:46Also ich muss den Mist.
03:50Naja, wenigstens hatten wir unseren Spaß.
03:52Ja, den scheinen alle zu haben, außer mir.
03:54Sie werden schon einen Weg finden, die Schumacher-Werkstatt zu retten.
03:58Ich habe Rabatzu, sie halbnackte Männer präsentiert.
04:01Was soll ich denn noch machen?
04:04Ich habe kurzfristig einen Stand auf der Etre de la Mote in Monte Carlo.
04:07Was?
04:08Ja, wie auf der Modemesse?
04:10Das ist die Exklusiv-Modemesse.
04:13Ich glaube, die sind in Florenz auf mich aufmerksam geworden.
04:15Na, wie cool. Glückwunsch.
04:17Danke.
04:29Hey.
04:31Ich bin gerade auf dem Weg zu Ben.
04:33Ich dachte, ich sehe nur mal kurz nach dir.
04:36Ja, was machen die Brasilien-Vorbereitungen?
04:38Torben hilft mir, die Gemüte am Kirchenvorstand zu beruhigen.
04:41So kann ich mich in Ruhe auf meinen Abschieds-Gottes-Teams konzentrieren.
04:44Und steht der Flugplatz als Location?
04:46Ja, alles wie gehabt.
04:48Schön.
04:49Ähm, hättest du vielleicht ein Glas Wasser für mich?
04:53Äh, ja.
04:55Danke.
05:03Ich hab dich in Mamas Grab gesehen.
05:06Du hast geweint.
05:08Danke.
05:10Warum tust du dir das immer wieder an, Jule?
05:12Du verstehst das falsch.
05:13Ich hab geweint, aber es hat gut getan.
05:16Ich war so voller Schuldgefühle, dass ich mir nie richtig erlaubt habe, um deine Mutter zu trauern.
05:21Es war, als hätte ich mir verboten, traurig zu sein, weil ich diejenige war, die am Steuer saß.
05:25Ja, und was hat sich verändert?
05:28Als ich Britta das Leben gerettet habe, ist mir klar geworden, dass es oftmals nur Bruchteile von Sekunden sind, die
05:34über Leben und Tod entscheiden.
05:36Ich glaube, ich hab jetzt begriffen, dass ich nicht nur Unheil bringe.
05:39Natürlich nicht.
05:41Ja, freut mich, dass du deinen Schatten endlich losgeworden bist.
05:45Ich, ähm, muss auch zu Ben.
05:48Er wartet bestimmt schon.
05:50Vielen Dank.
05:51Grüß ihn.
05:52Danke.
05:52Mach ich.
06:11Das Zimmer ist gecancelt.
06:15Dabei hab ich mich so auf die Reise gefreut.
06:17Du auch?
06:18Mhm.
06:20Dass Lotteslehrerin so dermaßen auf dich losgeht.
06:23Weißt du, was ich an der Geschichte nicht verstehe?
06:26Hat dich Frau Reinhardt damals auch schon beschuldigt?
06:30Als Todesursache wurde eine Herzmuskelentzündung diagnostiziert.
06:34Das ist tragisch, aber damit hab ich nichts zu tun.
06:38Offenbar hat Frau Reinhardt den Tod ihrer Tochter nie wirklich verarbeitet.
06:41Und hat sich dann im Laufe der Jahre in diese Doping-Geschichte hineingesteigert.
06:46Naja, also, sein eigenes Kind zu verlieren, das ist das Schlimmste, was Eltern überhaupt passieren kann.
06:52Unsers war noch nicht mal geboren und trotzdem...
06:55Paulas Tod war für uns alle ein Schock.
06:57Die Mädels waren wochenlang völlig außer sich.
07:00Sie war kaum älter als Lotte.
07:02Nee, war so fröhlich.
07:04Top trainiert, ein vielversprechendes Talent.
07:06Sie hat enormen Biss und Ehrgeiz.
07:09Und wenn so jemand plötzlich stirbt, dann gibt es schon Rätsel auf.
07:12Aber aus Ratlosigkeit und Verzweiflung zu behaupten, dass ich Paula zum Doping angestiftet hätte?
07:17Als Teamleiterin hab ich Talente gefördert und nicht in den Tod getrieben.
07:22Gab's denn überhaupt damals irgendwelche Probleme mit verbotenen Substanzen bei euch im Team?
07:27Ole, du weißt ganz genau, wie ich zum Thema Doping stehe.
07:29Es war ja kein Vorwurf.
07:32Ich denke einfach nur, wenn du sagst, sie sei so ehrgeizig gewesen, dann...
07:36Schon gut, schon gut.
07:38Also du bist bestimmt nicht dafür verantwortlich.
07:461.000 Euro?
07:48Gibt's Ärger?
07:51Ganz im Gegenteil.
07:52Ich bin mit meinen Schuhen auf der Etre à la Monde eingeladen.
07:55Uh, das ist nobel.
07:57Nobel sind vor allem die Standmieten.
07:59Die wollen 1.000 Euro pro Tag.
08:03Was?
08:03Das ist ja wirklich viel Geld.
08:05Allerdings.
08:06Was machst du eigentlich hier so spät?
08:08Ähm, ich...
08:09Ich konnte nicht schlafen und da dachte ich, bevor ich mich im Bett rumwälze...
08:15Ariane, ich hab noch mal über dein Interesse wegen der Schuhe für die Radsportkollektion nachgedacht.
08:50Also...
08:51Könntest du mir einen Vorschuss von der Hotelkollektion auszahlen?
08:55Ariane, ich gehe selbst mit meinen Kosten in Vorleistung.
08:59Dann sollten wir die asiatischen Produktionsstätten wohl etwas genauer unter die Lupe nehmen.
09:03Ariane, bitte jetzt nicht wieder diese Diskussion.
09:06Es darf mich selber, dass ich keine Firma finde, die meine Hoteluniformen fertigen könnte.
09:10Aber ich habe Prinzipien.
09:12Und an die möchte ich mich gerne halten, auch wenn das Geld kurzfristig etwas knapp ist.
09:17Kurzfristig?
09:18Das geht schon viel zu lange so.
09:21Ich möchte mit gutem Gewissen sagen, dass ich meine Uniform nicht durch Kinderarbeit anfertigen lasse, Ariane.
09:27Und das ist mir die Suche wert.
09:30Wie du meinst.
09:31Aber dann möchte ich meinen Vertrag mit Hedelund neu verhandeln, bevor ich mit den Ratschonen anfange.
09:35Ich brauche Geld. Und zwar jetzt.
09:47Paula, diese Saison ist entscheidend für uns.
09:49Das ist die Qualifikation zur Landesmeisterschaft.
09:51Ich gebe alles für mein Team.
09:52Wer ganz nach oben will, muss mehr als alles geben.
09:56Es ist mir leid, Lisa.
09:57Paula ist in der Nacht verstorben.
10:04Hey, hey, hey, hey, hey.
10:06Du hast nicht träumt.
10:09Ich habe Paula gesagt, dass sie ins erste Team darf.
10:13Jetzt lass dich doch von diesen Vorwürfen nicht so verunsichern.
10:17Hey.
10:48Flickenschild, Apparat Jansen.
10:53Ich werde es Herrn Jansen ausrichten, sobald er von seinem Termin zurück ist.
10:59Ich habe den Termin.
11:00Was hätte ich denn sagen sollen?
11:02Dass du den Schlaf der Gerechten schläfst?
11:05Mein Glück, dass ich heute frei habe.
11:07Weißt du nicht.
11:08Du bist heute schon im Rathaus erwartet.
11:10Ich mache dir einen Kaffee.
11:11Ja, das war doch abgemacht, dass ich erst morgen anfange.
11:14Was ist denn da schon wieder schiefgelaufen?
11:16Du bist eben unverzichtbar.
11:17Ja, ich wollte erst mal in aller Ruhe joggen gehen.
11:24Kaffee trinken.
11:25Die Post durchsehen.
11:28Was werden wir gleich haben?
11:33Nervensägen.
11:34Wie bitte?
11:36Oh, hallo Mama.
11:37Hallo Thomas.
11:38Ich wollte dir nur sagen, dass ich in Würzburg ein IC früher erwischt habe.
11:43Wenn nichts dazwischen kommt, bin ich in einer Stunde am Bahnhof.
11:48Ja, aber...
11:49Du wolltest mich abholen, weil du heute noch frei hast.
11:53Jetzt nicht mehr.
11:54Was hast du gesagt?
11:56Ich verstehe dich so schlecht.
11:57Es muss an der Verbindung liegen.
11:59Ich hole dich gern vom Bahnhof ab, Mama.
12:03Wunderbar.
12:04Dann bis später.
12:11Du siehst aus, als könntest du den gebrauchen.
12:14Ruf, er ist stark genug.
12:16Heute wird nicht mein Tag.
12:18Damit endlich mal wieder richtige Musik in der Kirche herrscht.
12:21Ja, ist kein Thema gut.
12:22Ich kümmere mich um die Lautsprecheranlage.
12:24Auf dich ins Verlass.
12:25Die beiden hinteren Boxen gehen immer aus.
12:27Das ist echt nervig.
12:28Na und?
12:29Die meisten Leute sitzen auch ohnehin immer ganz weit vorne.
12:32Du wirst dich wundern.
12:33Durch die Zusammenlegung der beiden Gemeinden
12:35werden demnächst richtig viele Leute in die Gottesdienste kommen.
12:37Pass mal auf.
12:37Ja, aber wenn du nicht mehr dort predigst...
12:39Komm, niemand ist unersetzlich.
12:41Kannst du bitte mal die Wäscheklammer angehen?
12:44Jawohl, Chef.
12:46Was machen die Reisevorbereitungen?
12:48Weil ich meinen Nachfolger eingewiesen habe, geht's ab nach Brasilien.
12:52Ja.
12:53Ich werde dich vermissen.
12:54Noch ist es ja nicht so weit.
12:56Mach das mal ordentlich hier, Mensch.
12:58Ja.
13:00Wie geht's denn eigentlich, Britta?
13:02Hat sie ihren Schock überwunden?
13:04Ja, aber frag mich mal.
13:06Ich kann mir vorstellen, was alles hätte passieren können.
13:09Es ist nur gut, dass Julitz zur Stelle war.
13:11Ich war gestern Abend noch mal bei ihr.
13:12Sie meinte, dass sie durch die ganze Sache
13:14vielleicht sogar ihr Trauma überwunden hat.
13:16Echt?
13:18Dann hätte diese irre Aktion auf dem Wasserturm
13:20ja doch noch was Gutes gehabt.
13:22Könnte das für ordentlich vielleicht auch ein Neuanfang sein?
13:25Hm?
13:26Ich glaube doch, ist einfach zu viel passiert die letzten Monate.
13:30Es wird Zeit, dass wir beide ein neues Kapitel aufschlagen und fertig.
13:34Ja.
13:35Der Romantiker, die hatte nur gehofft.
13:37Hier wird er doch noch mal zusammenkommen.
13:38Was willst du denn?
13:39Du hast doch selber genug Romantik in deinem Leben.
13:41Na ja, jetzt wo du hier bist.
13:46Petrov, hier ist Malte.
13:51Sozusagen.
13:52Hör zu, ich hab mal ein bisschen rumtelefoniert
13:54und einen Kontakt zu einer Mine in Chifeng.
13:57Innere Mongolei.
13:59Hochmodern, vier Millionen Einwohner.
14:01Große Mineralvorkommen.
14:05Ist alles schon abgeklärt.
14:07Es geht jetzt nur noch darum, einen Transportweg zu finden.
14:11Was den Papierkram betrifft, hilft uns Tian Ho.
14:15Genau.
14:16Wir bräuchten sowas wie ein trojanisches Pferd,
14:18in dem die Zusatzfracht unentdeckt nach Deutschland reisen kann.
14:22Du, ich kenne da jemanden in Datong.
14:25Ich melde mich später nochmal.
14:26Ciao.
14:27Ich räume das später weg, ja?
14:30Energie für die theoretische Prüfung.
14:32Theorie liegt dir.
14:34Praxis nicht?
14:36Wir sprechen uns nach deiner ersten Fahrstunde, mein Schatz.
14:39Keine Angst, Mama.
14:40Ich werde schon dafür sorgen,
14:41dass ich nicht mehr als die Pflichtstunden brauche.
14:43Ich will ja schließlich deinen und Papas Geldbeutel schonen.
14:46Ach, herrlich.
14:48Du bist meine Supertochter, hm?
14:49Das Gespräch mit Papa lief übrigens super.
14:51Er hat total über die Doping-Sünder gewittert.
14:54Hm.
14:56Äh.
14:58Puh.
15:01Hm.
15:01Hm.
15:11Merle.
15:12Merle.
15:13Ist wirklich schade, dass wieder nur deine Mailbox dran ist.
15:16Ich vermisse dich.
15:17Geht es euch gut?
15:19Meld dich doch mal, ja?
15:20Meld dich doch mal, ja?
15:22Meld dich doch mal, ja?
15:30Hm.
15:31Alles gut bei dir, Ole?
15:35Fragezeichen.
15:37Smiley.
15:40Senden.
15:47Ich hätte nicht gedacht, dass die Baufirma so schnell und vor allem so gründlich arbeitet.
15:51Die Jungen bearbeiten im Westflügel, die gehen auch hervorragend voran.
15:53Ja, hervorragend.
15:54Also ich glaube, ich kann mich langsam an den Gedanken gewöhnen,
15:57dass wir demnächst zwei Hotelrestaurants haben werden.
16:00Ich bin sicher, die Gäste werden das erweiterte Angebot ebenfalls zu schätzen wissen.
16:03Das hoffe ich.
16:06Allerdings habe ich auch eine Neuigkeit für Sie, die Sie weniger begeistern wird.
16:13Ich trage mich mit der Absicht, die Weinbank zu schließen.
16:18Herr Flickenschild, die Weinbank bedeutet eine riesen Renommee fürs Haus.
16:22Im Moment fürchte ich eher ein Image-Schar.
16:24Vom Einbruch sind keinerlei Details an die Öffentlichkeit gelangt.
16:27Ja, unter Beinkennern wird so oder so gemunkelt.
16:31Es dürfte noch mehr gemunkelt werden, wenn wir so kurz nach der Eröffnung wieder schließen, Herr Flickenschild.
16:35Einbrüche passieren.
16:37Frau Friedrichs hat einen Fehler gemacht, der auf uns zurückfällt.
16:40Ich denke, solche Werte im Keller zu lagern, das birgt immer ein gewisses Risiko.
16:46Eine kleine Frage.
16:48Ja, ja, Herr Diek, Herr Flickenschildbesitzer des Dreikönigens.
16:51Angenehm.
16:53Können Sie mir kurzfristig einen Konferenzraum zur Verfügung stellen?
16:57Ich müsste den Belegungsplan checken, aber ich kümmere mich darum. Ich bin sicher, wir kriegen es hin.
17:01Ich brauche nicht viel. Eine runde Tische, Getränke und eine Beamer.
17:06Ich habe eine Vertragsverhandlung mit meiner Todbezucht-Kooperationspartner.
17:10Wir werden uns drum kümmern.
17:11Übrigens, ich wollte Sie Ihnen schon die ganze Zeit zu Ihrer Weimann gratulieren. Ein innovatives Konzept.
17:17Ich bin zwar selber kein Weinliebhaber, aber im Fachkreis macht es schon Furore.
17:22Vielen Dank. Ja, wir sind auch sehr stolz darauf.
17:24Ich habe zum ersten Mal in Amsterdam davon gehört. Und dann auf meiner Dienstreise nach Madrid.
17:31Ihr Hotel ist in aller Munde. Gratulation. Glückwunsch.
17:36Danke.
17:45Das sogenannte Goldmann-Dilemma könnte für uns auch interessant sein.
17:49Rund 50 Prozent aller Leistungssportler würden sich bereit erklären, innerhalb von fünf Jahren zu sterben,
17:54als man die Einnahme einer Droge zu einer Goldmedaille verhitzt.
17:57Und ich dachte, dass wir diese Umfrage vielleicht auch mit den Schülern durchführen können.
18:01Frau Reinhardt? Frau Reinhardt!
18:05Entschuldigung. Entschuldigung, ich war gerade in Gedanken.
18:09Ich hatte die ganze Zeit schon das Gefühl, dass sie irgendwas bedrückt.
18:11Ich denke gerade darüber nach, das Projekt abzugeben.
18:17Aber Ihnen liegt doch so viel daran.
18:20Ich hoffe es einfach nicht.
18:24Meine Tochter Paula ist an Dopingstorben.
18:30Plötzlicher Herztod.
18:31Tut mir unglaublich leid.
18:35Paulas Tod war die Motivation für mich, andere Kinder vor Doping zu warnen.
18:41Und jetzt will sie das Thema zu sehr auf.
18:44Es ist schon fünf Jahre her und ich...
18:48Entschuldigung.
18:49Ich dachte, ich bin schon viel weiter.
18:51Aber je mehr ich mit Paulas Tod konfrontiert werde,
18:57umso weniger komme ich damit zurecht.
19:01Paula hat ein sehr wichtiges Rennen.
19:04Kurz danach ist es passiert.
19:06Sie hat mit ihrer Mannschaft das Rennen gewonnen.
19:09Und sie war erst kurze Zeit, kurze Zeit im ersten Ziel.
19:14Welches Mittel war es?
19:18Bei der Obduktion wurden gar keine Substanzen entdeckt.
19:24Aber sie war eine gesunde 19-Jährige.
19:27Ich meine, da bleibt doch das Herz nicht einfach stehen.
19:30Das wäre auf jeden Fall sehr ungewöhnlich.
19:34Meine Therapeutin sagt, ich soll mich damit nicht länger quälen.
19:38Aber diese vielen unbeantworteten Fragen...
19:49Oh Gott, bitte entschuldigen Sie.
19:51Entschuldigen Sie, dass ich Sie mit meiner Vergangenheit überfallen habe.
19:55Tut mir leid.
20:02Das ist eine Katastrophe.
20:04Er fürchtet einen Imageschaden für unser Haus.
20:07Selbst wenn Sternheck die Sache nicht an die große Glocke hängt.
20:09Mann, warum habe ich denn keine Viertelmillion im Sparstrumpf?
20:11Ach, Rikke, willst du nicht vielleicht doch Herrn Flickenschild um eine finanzielle Überbrückung bitten?
20:16Ich kann und will Herrn Flickenschild nicht um Geld anpumpen, das ich ihm niemals zurückzahlen kann.
20:20Normal, das heißt, du gehst lieber pleite, anstatt dir helfen zu lassen?
20:23Ich bin doch schon an der Lösung dran.
20:25Hier.
20:30Was, du willst deine Beine verkaufen?
20:3220.000 Euro haben oder nicht?
20:35Ach, Rikke, komm, das ist ein Tropfen auf einen heißen Stein.
20:38Aber nicht, wenn ich das Geld clever reinvestiere.
20:40Ja, selbst dann, dann springen da 30.000, 35.000 raus.
20:44Du bist da eine Weinsammlung los und im Endeffekt hast du gar nichts.
20:47Ja, toll.
20:48Danke für die Aufmunterung.
20:51Rikke,
20:54du hast dir von Torben und Carla helfen lassen.
20:57Warum nimmst du meine Hilfe nicht an?
21:00Mensch.
21:06Unsere Beziehung
21:08ist mir mehr wert als alles Geld der Welt.
21:11Ich will sie nicht mit so einer großen Hypothek belassen.
21:31Ein neuer Gewerbemietvertrag.
21:35Das wolltest du doch erreichen,
21:37als du dich als mein Weddingplaner so ins Zeug gelegt hast.
21:41Bin ich so leicht zu dir schauen?
21:44Typisch, Mann.
21:46Aber du hast klug gespielt.
21:48Das respektiere ich.
21:49Hallo, Frau Schmidt.
21:50Ach ja, guck mal hier.
21:55Eine Gewerbemiete von 1.600 Euro.
21:58Dieselben Konditionen wie bei mir.
22:01Sie sind die größte, Frau Schmidt.
22:04Jeder weiß doch, dass ich keine Märchenfee bin.
22:07Aber ihr Onkel hatte einfach zu gute Argumente.
22:12Wollen wir den Vertrag jetzt mit einer Tasse Kaffee besiegeln?
22:15Gut.
22:17Ach, die Stiefel von Herrn Hochleitner, die können doch ruhig noch ein Stündchen warten.
22:23Tag.
22:24Hallo, Meryl.
22:25Hallo.
22:26Tina ist nicht hier.
22:28Dann arbeitet sie wohl zu Hause.
22:30Und ist hoffentlich auf der Suche nach einem Hersteller für die Uniformen.
22:33Ist das dringend?
22:35Für mich schon.
22:38Tina hat hohe Ansprüche.
22:39Und ich wenig Zeit.
22:44Kämen wir für euch auch Asien in Frage?
22:47Klar.
22:49Ich kenne einen Abteilungsleiter in einer Textilfabrik in Datong.
22:52Ich könnte den Kontakt herstellen.
22:53Das wäre super.
22:55Ich mail Ihnen die Daten.
22:57Danke.
22:59Tschüss.
23:09Vielen Dank jedenfalls für Ihr Verständnis, dass das Salto momentan wegen der Umbarbeiten
23:12geschlossen ist.
23:13Aber ist auch selbstverständlich.
23:16Hallo, Herr Eckert.
23:18Sind Sie beschäftigt oder hätten Sie einen Moment Zeit, um über die Hoteluniformen zu sprechen?
23:22Ja, klar.
23:22Wenn es kurz ist.
23:23Ich habe noch einen wichtigen Termin.
23:24Ja, ich halte mich kurz.
23:26Ich stecke leider in einem Dilemma.
23:28Wegen den Uniformen?
23:29Ich dachte, wir hätten alles besprochen.
23:30Nein, es geht um die Fabrikation.
23:32Ich habe bisher keine Firma gefunden, die meinen Ansprüchen genügt.
23:35Was die Qualität beim Belangt, oder?
23:37Ja, Berufsbekleidung erfordert eine bestimmte Verarbeitung.
23:40Und einen Hersteller zu finden, der humane Arbeitsbedingungen einhält, ist nicht so einfach.
23:46Also Kinderarbeit wird das Drei Könige sicher nicht unterstützen.
23:48Das habe ich mir gedacht.
23:49Aber alle seriösen Produzenten, bei denen ich Muster angefordert habe, konnten leider nicht überzeugen.
23:55Ich bin sicher, Sie finden einen Hersteller, der ihren Ansprüchen genügt.
23:58Herr Eckert, eine größere Firma kann sich eine Fehlkalkulation leisten, aber Hedelund kann es leider nicht.
24:06Sprechen wir hier gerade von der Budgeterhöhung?
24:10Frau Hedelund, das tut mir leid, aber ich kann dem Vertrag nicht nachverhandeln.
24:14Ja, das verstehe ich. Ich wollte nichts unversucht lassen.
24:17Sie müssen entschuldigen.
24:19Ja, ich werde schon was finden.
24:21Ich drücke Ihnen die Daumen.
24:22Danke.
24:27Na also komm, meine Aktion gegen die Überwachungskameras war schon ganz schön wagreisig.
24:32Naja, es ist ja nochmal alles gut gegangen.
24:34Ja, dank dir.
24:37Und dein Leben habe ich mit der Aktion auch gleich aufs Spiel gesetzt.
24:42Vielleicht hatte das Ganze ja auch einen tieferen Sinn.
24:45Ja.
24:46Ich war am Grab von Sönkes Mutter.
24:49Echt?
24:51Ich konnte mich zum ersten Mal richtig von ihr verabschieden. Ganz ohne Schuldgefühle.
24:56Und du meinst, das hat damit zu tun, dass du mich gerettet hast?
25:00Vielleicht, ja. Irgendwie.
25:02Es ist, als ob der Schock durch einen Gegenschock geheilt wurde.
25:07Das wäre ja großartig.
25:09Aber es ist keine Ausrede für dich, dich wieder in Gefahr zu bringen.
25:12Oh, schade.
25:14Aber sag mal, dass du deine Schuldgefühle überwunden hast.
25:18Was bedeutet denn das eigentlich für Sönke und dich?
25:22Er freut sich für mich, hat er gesagt.
25:25Für mich. Kein Wort von uns.
25:28Wärst du denn gerne wieder mit ihm zusammen?
25:32Das kann ich dir nicht sagen.
25:34Schade.
25:50Frau Reinhardt.
25:52Herr Wolf, haben Sie auf mich gewartet?
25:56Ich wollte Sie noch mal sprechen wegen der Sache mit Lisa.
26:01Der Verlust Ihres Kindes tut mir wirklich sehr leid.
26:05Aber Lisa auch. Und sie ist nicht dafür verantwortlich.
26:08Was sollen Sie anderes denken? Sie ist Ihre Partnerin.
26:10Ich sage das unabhängig von Gefühlen.
26:13Lisa ist nicht schuld.
26:14Und sie hat sich immer gegen Doping ausgesprochen.
26:17Welcher Sportler würde sich offen für Doping aussprechen?
26:20Es sei denn, er wird von Ärzten überführt.
26:22Sie können doch gar nicht wissen, was vor fünf Jahren passiert ist.
26:25Sie waren damals nicht mit Frau Fischer zusammen.
26:27Aber ich lege meine Hände für Sie ins Feuer, denn ich kenne Sie.
26:31Das hat die Frau von Lance Armstrong auch gesagt.
26:33Im Ernst, lesen Sie keine Zeitung?
26:36Bratsport ist doch fast schon ein Synonym für Doping.
26:40Das ist nicht fair.
26:41Nicht fair?
26:43Aber was Paula passiert ist, ist fair, ja?
26:46Frau Reinhardt, es tut mir wirklich leid.
26:48Aber wenn Sie, wenn Sie diese Anschuldigung nicht unterlassen, dann...
26:51Was dann?
26:52Wollen Sie mir verbieten, über den Tod meiner Tochter zu reden?
26:55Nein, das nicht. Aber die Schuld bei jemand anderem zu suchen.
26:58Ich soll mich selbst fragen, was ich falsch gemacht habe, ja?
27:02Was ist denn bei Ihnen schiefgelaufen?
27:04Als Ihre Tochter Lotte in dieser Sekte gelandet ist?
27:07Ich habe nicht gesagt, dass Sie schuld sind.
27:09Und ja, ich weiß, wie es ist, wenn man sich als Elternteil Vorwürfe macht.
27:13Seit Paulas Tod habe ich nur noch einen einzigen Gedanken im Kopf.
27:17Warum Sie? Warum meine Tochter? Was hätte ich tun können?
27:22Der Tod eines so jungen Menschen ist immer wahnsinnig sinnlos.
27:26Und ich kann verstehen, was man sich da Fragen stellt und nach Erklärungen sucht.
27:30Aber der Vorwurf gegen Lisa wird Paula nicht zurückbringen.
27:39Ein Angebot, Sie bei der Projektwoche gegen Dortmund zu unterstützen, steht.
27:43Auf Wiedersehen, Frau Reinhardt.
27:47Auf Wiedersehen, Frau Reinhardt.
28:19Papa?
28:22Was machst du mir beim Kaffee? Den brauche ich.
28:24Ja, offensichtlich.
28:28Nur so eine Idee, wäre es nicht bequemer, zu Hause zu schlafen?
28:31Auf den Gedanken bin ich noch gar nicht gekommen.
28:33Aber sieh dir mal die Aktenberger an.
28:35Ich dachte, du hast heute noch frei.
28:38Ein Missverständnis mit Stegmann.
28:41Oder er wollte sich drücken, mir persönlich zu sagen, dass er in den letzten Wochen rein gar nichts getan hat.
28:46Bei meiner Übergabe war alles abgearbeitet.
28:50Und zum Lohn dafür darf ich mich jetzt durch seinen Aktenwust kämpfen.
28:57Ich helfe dir nachher ein bisschen Ordnung zu schaffen.
29:00Und jetzt lass uns mal ein Überraschungsessen für Oma planen.
29:03Muss das sein?
29:05Ja, wir haben sie lange nicht gesehen.
29:09Ich dachte, ich könnte in meiner Mittagspause ein kleines Mieterchen einlegen.
29:13Ja, du holst Oma vom Bahnhof ab, setzt sie zu Hause ab und legst sie schlafen.
29:17Das hast du dir gedacht?
29:18Jo.
29:19Nein, ich rufe jetzt Frau Rose an und frage, ob sie ihre Rinderrouladen für uns kocht.
29:25Sehr gut, da muss ich mich wenigstens darum nicht kümmern.
29:31Ja, ich weiß, wie sehr Ihre Großmutter meine Rouladen liebt.
29:35Ja, wann kommt sie?
29:37Oh, da muss ich mich ja mit dem Einkauf beeilen.
29:40Ja, bis später.
29:41Ja, gut.
29:43Ich hab schon verstanden, ich mach weiter.
29:47Hauptsache, ich hab was Sinnvolles zu tun.
29:49Es ist schwer, sie beurlaubt zu sein, was?
29:52Mhm.
29:53Nicht so leicht.
29:54Aber wird schon.
29:56Ja.
29:57So lange los.
30:01Spaß?
30:02Ja.
30:20Da ist ja unser Retter.
30:23Was macht die Lieferung der Tulpen-Zügel?
30:25Ist auf dem Weg.
30:26Mit einer Sondermaschine, die heute Nachmittag auf dem Lüneburger Flugplatz landet.
30:31Na, das nenne ich mal einen prompten Service.
30:33Was ich verspreche, halte ich auch.
30:39Ach, und das ist die Rechnung.
30:42Ist ja auch sehr prompt, ich hab noch nicht mal die Ware.
30:44Ja, der ist für mir alle.
30:45Ah.
30:45Haben Sie sie erreicht?
30:47Nee, tut mir leid, ich hab grad wirklich viel um die Ohren.
30:50Na, da ich Sie nicht persönlich sprechen kann, können Sie ihr den Zug kommen lassen, wo auch immer sie gerade
30:55ist?
30:57Marokko, Mauritanien, Mali.
31:00Nur nicht hier, wo ich sie bräuchte.
31:03Mir ist zu Ohren gekommen, dass Sie um die Existenz Ihrer Weinbank fürchten müssen.
31:09Bedauerlich.
31:10Ja, denn die Geschäftsidee ist großartig.
31:15Danke.
31:16Dann bin ich mit meiner Idee wenigstens nicht alleine.
31:19Okay.
31:20Sehen wir uns heute Nachmittag auf dem Lüneburger Flugplatz, um die Lieferung in Empfang zu nehmen.
31:24Mhm.
31:25Gut.
31:26Alles klar.
31:27Gut, bei.
31:28Bis später.
31:28Bis später.
31:40Rom.
31:46Kommst du mit?
31:47Hm?
31:48Ist ein Flug mit Layover.
31:50Wir könnten uns ein schönes Zimmer nehmen und...
31:55Es tut mir leid, wie ich mich gestern Abend aufgeführt hab.
31:58Was ich gesagt hab über das Leben im Rosenhaus, ist irgendwie falsch rübergekommen.
32:03Luft raus, Langeweile.
32:05Ich finde, das klingt eindeutig.
32:09Hab ich ganz schön ungeschickt ausgedrückt.
32:12Willst du's nochmal versuchen?
32:16Ich bin nicht umsonst, Pilot.
32:19Bevor's mir zu eng wird, flieg ich lieber davon.
32:24Vielen Dank für deine Offenheit.
32:30Und wo kommst du her?
32:32Ich?
32:34Ich habe mir Arianes Worte zu Herzen genommen und mit Herrn Eckert über eine Erhöhung des Budgets gesprochen.
32:41Und?
32:42Er hat mich freundlich darauf aufmerksam gemacht, dass es nicht sein Problem ist, eine Firma zu finden, die bezahlbar und
32:47fair produziert.
32:49Wo er recht hat.
32:50Was aber mein Problem nicht löst.
32:53Könnte ich bitte einen Kaffee bekommen?
32:54Sehr gern.
32:55Danke.
32:57Wozu hast du mich?
33:00Was ist das?
33:02Eine Textilfabrik in Datong.
33:05Datong?
33:06Datong.
33:07Die all deine Kriterien erfüllt.
33:09Ach.
33:10Ariane war sehr angetan.
33:12Du hast mit Ariane darüber gesprochen?
33:16Also, ich schaue es mir in Ruhe an und dann werde ich entscheiden, ob es für mich zutrifft.
33:32Entschuldige, aber ich musste beim Metzger ewig warten. Aber dafür habe ich das beste Rouladenfleisch bekommen.
33:41Na?
33:43Schlechte Nachrichten?
33:51Okay, zuerst die Gute.
33:52Ach.
33:54Ich kann die Papageientotenzwiebeln heute Nachmittag am Flughafen abholen.
33:57Mhm.
33:58Und die schlechte?
34:00Sch.
34:00Mir wurde soeben mein finanzielles Todesurteil ausgestellt.
34:06Herr von Sternig hat eine Auflistung der gestohlenen Weine gemacht und bis auf den Cent genauer rechnet, was ich ihm
34:13schulde.
34:14Was?
34:20252.478 Euro?
34:24Eine Viertelmillion in zehn Tagen. Das ist nicht zu schaffen.
34:34Das ist der absolute Tiefpunkt meines Lebens.
34:40Es wird sich bestimmt eine Lösung finden.
34:43Aber welche, Tantje?
34:45Ich bekomme für meine Weine höchstens 22.000.
34:50Also, jetzt werde ich auf alle Fälle erst mal telefonieren.
34:55Ich sage das Rosenhaus-Essen ab und dann auch noch den Vortrag in Münster.
35:00Darauf hast du dich doch so gefreut.
35:01Ja. Familie geht vor.
35:03Och, Tantjen, bitte. Ich will nicht, dass die ganze Welt in meinem Chaos versinkt.
35:07Tut sie doch gar nicht.
35:08Ich sage nur ein paar unwichtige Termine ab.
35:16Du, und wenn alle Stricke reißen, dann gehst du eben in Privatinsolvenz.
35:22Das ist heutzutage keine Schande mehr.
35:25Privatinsolvenz?
35:26Mhm.
35:28Na, das ist doch mal ein Plan B.
35:33Der erste Ordner ist abgearbeitet.
35:35Gratuliere. Und zur Belohnung mal ein richtiger Kaffee.
35:38Oh, du bist ein Schatz.
35:41Und Papa?
35:42Hm?
35:44Nicht noch mehr.
35:46Das brauchst du nicht durchzuarbeiten. Nur durchlesen, wenn du willst.
35:51Ach.
35:54Die ersten Druckfahnen deines Malerkron-Buches.
35:59Bin stolz auf dich.
36:01Jule Jansen.
36:03Hm?
36:03Hm?
36:04Hm?
36:08Du lebst ihn immer noch.
36:12Sollte Sönke das nicht wissen?
36:14Er ist dabei, nach Brasilien zu gehen. Und er freut sich darauf.
36:19Und, ähm...
36:19Er weiß nicht, was du für ihn... empfindest?
36:25Ich will ihm nicht im Weg stehen nach allem, was er mit mir durchgemacht hat.
36:29Er hat einen Neuanfang verdient. Und ich will mich ja auch neu orientieren.
36:32Das Angebot von im Visier wieder für die zu schreiben, ist doch sehr verführerisch.
36:36Ich muss ja zu Frau Rose.
36:38Sonst steht sie vor verschlossenen Türen.
36:41Ähm, vergiss nicht, Oma vom Bahnhof abzuholen.
36:43Hm.
36:53Boah.
36:54Ist das kalt.
36:57Es war gut, dass ich mich nochmal hingelegt habe.
36:59Jetzt geht's mir besser.
37:00Und dein Magen?
37:02Ist okay.
37:04Ach, ich hab in der Zwischenzeit nochmal mit Frau Reinhardt gesprochen.
37:06Und sie gebeten, sich mit ihren Anschuldigungen zurückzuhalten.
37:10Und? Hat sie's eingesehen?
37:11Der Tod ihrer Tochter scheint sie immer noch sehr zu quälen.
37:15Im Grunde genommen ist sie eine gebrochene Frau.
37:19Paula war ein besonderes Mädchen.
37:21Dieser Ehrgeiz immer gewinnen zu wollen.
37:23Ja, da war sie dir wohl sehr ähnlich.
37:26Beim letzten Rennen ist sie förmlich über sich hinausgewachsen.
37:30Hat aber den Sieg mit ihrem Leben bezahlt.
37:34Wenn ich mir vorstelle, wie wir Lilly verlieren, ist furchtbar.
37:36Ben!
37:38Wenn du damals an Nora Dozol gestorben wärst,
37:41dann hätte ich das auch erst aus dem Obduktionsbericht erfahren.
37:43Ja.
37:44Und du würdest jetzt genau die gleichen Fragen stellen,
37:46mit denen sich diese Frau Reinhardt seit fünf Jahren rumklingelt.
37:49Es ist gar nicht so unwahrscheinlich,
37:50dass Paula irgendwas genommen hat.
37:52Diese ganzen Mittel waren vor fünf Jahren noch gar nicht nachweisbar.
37:55Tja, und kaum sind sie nachweisbar.
37:56Nehmen die Menschen andere Mittel, ja.
37:58Meinst du, Frau Reinhardt hat recht mit ihren Vorwürfen?
38:00Ich weiß es nicht.
38:02Aber es muss schrecklich für sie sein,
38:03nicht zu wissen, woran ihre Tochter wirklich gestorben ist.
38:05Ja.
38:07Ich würde ihr gerne dabei helfen, Ruhe zu finden.
38:12Willst du den Fall neu aufräumen?
38:14Naja, es kann ja nicht schaden,
38:17wenn ich mal in den Obduktionsbericht gucke.
38:19Vielleicht hat sie doch nachgeholfen.
38:21Hat sie nicht.
38:24Du hast ein Jahr nach Paulas Tod
38:27entschieden, mein Team zu sponsern.
38:29Ja.
38:30Die beste Entscheidung meines Lebens.
38:32Sonst hätten wir uns nicht kennengelernt.
38:35Dazu wäre es nie gekommen,
38:36hättest du den Eindruck gehabt,
38:38wir wären eine Ansammlung hochgespritzter Rennmaschinen.
38:40Nein, wahrscheinlich nicht.
38:43Ich wünschte, das könnte Frau Reinhardt auch so sehen.
38:53Wahrscheinlich braucht sie einfach nur noch mehr Zeit.
39:13Eigentlich bin ich vorbeigekommen,
39:15um dich spontan zum Mittagessen abzuholen,
39:17aber wie es aussieht,
39:18scheint ein Gute-Nacht-Lied eher angebracht.
39:21Kein Bedarf, so wie du unter der Dusche singst.
39:25Wie es aussieht,
39:25scheint ein erster Tag ja nicht so anstrengend gewesen zu sein,
39:28wie du befürchtet hast.
39:30Also bevor du dich zu irgendwelchen Klischees
39:32über die Angestellten des öffentlichen Dienstes hinreißen lässt,
39:35muss ich dir sagen, der Eindruck täuscht.
39:37Stegmann hat mir einen riesigen Berg Arbeit vermacht.
39:39Ich frage mich,
39:41was der Mann in den letzten Wochen getan hat.
39:43Das Klischee erfüllen.
39:45Ah.
39:48Also deine Einladung zum Mittagessen
39:50kann ich leider nicht annehmen,
39:51aber ein paar Schritte an der frischen Luft
39:53würden mir sicher gut tun.
39:55Diabetiker geeignet.
39:57Sehr gut.
40:02Jansen, hallo?
40:03Hier auch.
40:05Wo bist du denn?
40:06Hallo Mama, ich bin im Büro.
40:08Du solltest aber am Bahnhof sein.
40:13Oh nein.
40:14Es tut mir leid.
40:16Der Jetlag,
40:17ich bin noch in einer anderen Zeitzone.
40:20Nimm dir ein Taxi
40:21und wir treffen uns im Rosenhaus.
40:23Also du überschlägst dich ja förmlich vor Wiedersehensfreude.
40:30Meine Mutter
40:32und der undankbare Sohn.
40:34Noch so ein Klischee.
40:37Der Riggiotto di Suave ist eine Rarität.
40:40Und dann die Weine von Gianni Teschi.
40:43Sie wissen,
40:44dass meine Weine durchaus mehr wert sind.
40:47Und dann die Weine.
40:49Ja, Sie haben recht.
40:50Ich muss verkaufen.
40:52Ja.
40:5417.500 für alle Weine.
40:56Sie haben gewonnen.
40:57Auf Wiederhören.
40:59Hey.
41:01Entschuldige bitte,
41:01dass ich so spät dran bin,
41:02aber ich konnte jetzt erst Mittagspause machen.
41:06Kleine Stärkung?
41:08Ja.
41:10Die kann ich gebrauchen
41:10nach diesem
41:11armseligen Verkauf meiner Weinsammlung.
41:13Das ging aber schnell.
41:15Ja.
41:16Ist ja auch ein Schnäppchen
41:17für 17.500.
41:19Was?
41:21Der mag bestimmt die Preise.
41:23Und das war ein Notverkauf.
41:25Ja.
41:26Aus der Not von Menschen
41:27fettes Geschäft zu machen,
41:28das ist mies.
41:30Nick, es ist nichts dabei,
41:31Schnäppchen zu machen.
41:33Rikke, komm.
41:34Bitte, mach den Verkauf rückgängig.
41:35Das ist sogar nicht nötig.
41:37Ich hab das nötig.
41:39Und trotzdem bleibt mir
41:40eine Privatinsolvenz nicht erspart.
41:42Darüber denkst du nach.
41:44Wenn es nur um mich ginge.
41:46Aber alle Beteiligten
41:47würden auf ihren Verlusten
41:49sitzen bleiben.
41:50Ich könnte den höchstens
41:51einen Bruchteil
41:52der Schadenssumme zurückzahlen.
41:54Ja, Marike,
41:55du arbeitest doch weiter.
41:57Als was denn?
41:58Mein Ruf als
41:59Geschäftsführer
41:59in der Weinbank
42:00ist vollkommen ruiniert.
42:01Und wer traut mir denn jetzt
42:03bitte noch zu,
42:04Weiner als Wertanlage
42:04zu beurteilen?
42:05Ich?
42:09Ich trau dir alles zu.
42:11Mick,
42:13ich fang wieder bei Null an.
42:15Ich weiß,
42:16wie du dich fühlst.
42:18Als ich damals
42:19mit dem Profi-Golf
42:20aufgehört habe.
42:20Das ist was anderes.
42:22Das war deine eigene Entscheidung.
42:26Tut mir leid,
42:27ich brauche ein bisschen Zeit,
42:28um nachzudenken.
42:30Wir sehen uns nachher.
42:49Wir haben was zu feiern.
42:51Ich brauche wirklich
42:52eine gute Nachricht.
42:54Das Gespräch mit Herrn Eckert
42:55war leider nicht erfolgreich.
42:57Du hast ihn doch
42:58um eine Budgeterhöhung gebeten?
43:01Die Verzweiflung?
43:04Das baut dich sicher auf.
43:06Ariane,
43:07ich möchte jetzt gerne arbeiten
43:08und ich habe keine Lust
43:08zum Feiern.
43:10Malte hat da was aufgetan.
43:11Eine Firma in Deton.
43:12Unsere Fabrikation
43:13ist in Daton.
43:15Sag mal,
43:16was geht hier eigentlich vor?
43:19Die langwierige
43:20und mühsame Suche
43:21nach einer Fabrik
43:22hat ein Ende.
43:23Der Tipp von deinem Freund
43:24war ein Treffer.
43:25Inwiefern?
43:26Der Vorvertrag ist
43:27bereits auf dem Weg.
43:28Die E-Mail ist da.
43:31Bitte?
43:33Ein Vorvertrag?
43:34Super, oder?
43:36Bei denen stimmt einfach alles.
43:37Keine Kinderarbeit,
43:39keine Gifte bei der Herstellung.
43:40Genauso wie du es wolltest.
43:42Ariane,
43:43merkst du eigentlich,
43:43wie übergriffig du bist?
43:45Hedelund ist immer noch
43:46meine Firma
43:47und ich entscheide,
43:48wen ich beauftrage.
43:50Köstlich.
43:51Und jetzt bei Niedrigtemperatur
43:53fertig garen
43:54und wenn sich dieser
43:57wunderbare Duft entwickelt,
43:59dann sind die Rouladen fertig.
44:01So.
44:02Was kann ich tun?
44:04Wir haben alles im Griff.
44:05In zwei Stunden
44:06sind die Rouladen fertig.
44:08In zwei Stunden?
44:09Naja,
44:10Rouladen sind natürlich
44:11kein Fastfood,
44:12nicht?
44:12Es gibt eine kleine
44:13Planänderung.
44:14Äh?
44:17Oma,
44:17was machst du denn schon hier?
44:20Bin ich in meinem eigenen Haus
44:22nicht mehr willkommen?
44:24Mein Sohn vergisst mich
44:26vom Bahnhof anzuholen.
44:28Meine Enkeling fragt mich,
44:30was ich hier überhaupt will.
44:34Mama,
44:35ich habe dich nicht vergessen.
44:37Oh,
44:37wo ist das?
44:38Du hast mir so gebeten.
44:41Mama,
44:41ich habe dich nicht vergessen.
44:43Ich habe...
44:43Was?
44:44Verschlafen.
44:46Oh ja,
44:47der Herr Student schläft
44:48mitten in den Tag hinein.
44:51Wir haben ein kleines
44:52Überraschungsessen
44:53für Sie vorbereitet.
44:54Oh.
44:55Ja,
44:55meine Rouladen.
44:57Oh,
44:57Frau Rose,
44:59dann bin ja ich
45:00die wahre Überraschung.
45:01Es tut mir leid.
45:03Entschuldige,
45:03ich habe Thomas
45:04erst angerufen,
45:06als ich schon
45:06in Würzburg war.
45:08Du musst es ihm nachsehen,
45:09Oma,
45:09das macht das Alter.
45:10Also ein Mensch
45:11in meinem Alter braucht
45:12etwas mehr Schlaf
45:12als in den letzten
45:13paar Stunden hatte
45:15und kein Kollegen,
45:16der...
45:17Ach,
45:17egal.
45:18Herzlich willkommen,
45:19Mama,
45:19zu Hause.
45:20Du und...
45:21Entschuldige.
45:22Ich bin doch
45:23angenommen.
45:28Der Hund.
45:29Wo ist er?
45:30Na,
45:31der Pferdl.
45:32Oder willst du ihn
45:32nur ins Etwa verheimlichen?
45:34Ach,
45:35Unsinn.
45:36Der bezahlt die Taxe
45:37und trägt das Gepäck raub.
45:40Also,
45:40ich bin sehr gespannt,
45:41den berühmten
45:42Ferdinand Hofleitner
45:43kennenzulernen.
45:44Du wirst schlau.
45:48Irgendeiner muss ja mal
45:48Nägel mit Köpfen machen.
45:50Und du lässt die Suche
45:51nach einer Produktionsfirma
45:52schon seit Wochen schleifen.
45:53Entschuldige bitte,
45:54dass ich keine Lust habe,
45:55kleine Kinder
45:55für meine Produktion
45:56auszubeuten.
45:57Geschweige denn,
45:58schlechte Qualität
45:59zu bestellen.
46:00Das möchte ich auch nicht.
46:01Aber ich möchte
46:02für meine Arbeit
46:02auch Geld sehen.
46:03Und das zeitnah.
46:04Ariane,
46:05wir sind Selbstständige.
46:06Da kann man
46:07kein regelmäßiges
46:07Gehalt erwarten.
46:09Jetzt bin ich
46:09eine Spießerin,
46:10nur weil ich
46:10meine Miete zahlen möchte?
46:12Ach,
46:131000 Euro
46:13pro Tag
46:14für einen Stand
46:15auf der
46:15Etre à la Mote.
46:20Bist du neidisch,
46:21weil sie dich
46:21nicht eingeladen haben?
46:23Was?
46:24Luxus und
46:25Berufsbekleidung
46:25passen nun mal
46:26nicht zusammen?
46:28Oh,
46:29ich verstehe.
46:30Du denkst,
46:31du kannst mit
46:31langweiliger
46:32Berufsbekleidung
46:32das schnelle Geld
46:33machen,
46:33um dich dann
46:34der höheren
46:34Kunst zu widmen?
46:35Ich kann nichts
46:36dafür,
46:36dass du deine
46:37Träume aufgegeben hast
46:38und jetzt
46:39Berufsbekleidung,
46:39Uniformen,
46:40Gartenschürzen machst.
46:41Wenn du dir zu fein
46:42bist,
46:42mit mir zu arbeiten.
46:43Dir fehlt einfach
46:44der Mut
46:44für den richtig
46:45großen Schritt.
46:45Ich brauche
46:46jemanden,
46:47der wie ich
46:47hinter Hedelund
46:48steht.
46:49Das ist mir
46:50aber nicht
46:50genug.
46:51Ich will
46:51mir einen Namen
46:52machen.
46:53Ich will mich
46:53nicht damit
46:53zufrieden geben,
46:54meiner Nähmaschine
46:55den Namen
46:55einer bekannten
46:55Designerin zu geben.
46:57Wow,
46:57ich kann auch
46:57irgendwann
46:58dieser Schere
46:58deinen Namen
46:59geben,
47:00aber bis dahin,
47:00Ariane,
47:01wirst du dich
47:01professionell verhalten
47:02und keine
47:03Alleingänge mehr.
47:04Ist das klar?
47:06Und ich sage dir
47:07eins,
47:07Ariane,
47:08mit dieser Haltung
47:09wirst du scheitern.
47:15Wir haben eine Menge
47:16Freunde,
47:16die ihnen helfen wollen.
47:17Wir müssen die Hilfe
47:18nur zulassen.
47:19Als der Not
47:20der Hochst ist,
47:21ist die Rettung
47:21dabei.
47:22Also,
47:23meine Schwester
47:24spricht horrendisch.
47:25Bei mir müssen sie
47:25ein bisschen deutlicher
47:26sein.
47:27Wenn die Not
47:27am größten ist,
47:29ist die Rettung
47:30sehr nah.
47:31Das kam aus dem
47:32Archiv,
47:32bitte.
47:32Vielen Dank.
47:33Bitte schön.
47:47Frau Fischer,
47:48alles in Ordnung?
47:51Nein, nein.
47:52Das gibt's ja
47:53gar nicht.
47:54Wir sind
47:55nebeneinander
47:55im Zug gesessen.
47:57Ferdinand
47:57Hofleitner.
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