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Großstadtrevier Folge 515
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Özgür Karadeniz als neuer Wachhabender
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Özgür Karadeniz als neuer Wachhabender
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00:03¿Qué es?
00:03¡Es un buen hombre!
00:04¡Ese es un hombre!
00:06¡Ese es un hombre como tú!
00:08¡No como yo!
00:10¡Ese es un hombre!
00:32¡Ese es un hombre!
00:58¡Suscríbete al canal!
01:11¿Habt ihr was gefunden?
01:12Allerdings.
01:13Wir sind hier gerade in einem Keller,
01:14zu dem nur der Hausmeister den Schlüssel hat.
01:16Wir sind uns ziemlich sicher,
01:18dass die Bombe hier gebaut wurde.
01:20Dann hat er wahrscheinlich auch
01:21diese Zeitschrift von Dodo Bangs Arbeitsplatz genommen.
01:25Und hinterher hat er sie so
01:26am Papiercontainer platziert,
01:28dass wir drüber stolpern mussten.
01:29Weil er sich sicher war,
01:30dass wir uns auf Dodo Bangs als Täterin einschießen würden,
01:32sobald wir den Abgleich der Fingerabdrücke haben.
01:34Du, ich habe hier noch was ganz anderes gefunden.
01:36Axel Rudolf hat vor drei Tagen
01:38eine Absage auf eine Bewerbung bekommen.
01:40Er sucht eine neue Stelle?
01:42Offenbar.
01:43Und ich fürchte, er gibt Lena Schüle die Schuld daran,
01:45dass es nicht geklappt hat.
01:46Wo ist er jetzt?
01:49Verschwunden.
01:50Ist Lena Schüle noch im Krankenhaus?
01:51Nein, wieso?
01:53Weil es mir ehrlich gesagt lieber wäre.
01:56Sie ist auf dem Weg nach Hause.
01:57Wir treffen uns dort, ja?
02:14Oh Gott, was machen Sie denn hier?
02:18Sie haben es von Anfang an drauf angelegt,
02:21mich loszuwerden.
02:24Zuerst haben Sie schlecht über mich geredet.
02:26Und dann haben Sie dafür gesorgt,
02:27dass der Chef Sie auch ja sieht beim Schneeschippen, richtig?
02:31Nein.
02:32Seit 15 Jahren habe ich mir für diesen Verband den Arsch aufgerissen.
02:38Und dann kommt so eine Schreibtisch-Tussi,
02:41vögelt den Chef und pisst mir ins Regal.
02:46Hast du eigentlich nur die leiseste Ahnung, bis sich das anfühlt?
02:50So eine Abmahnung?
02:54Die mitleidigen Bitte der Kollegen.
02:57Tag aus, tag ein.
03:00Sie, Sie, Sie haben mir meine Würde genommen.
03:04Das bilden Sie sich nur ein.
03:06Jeder im Verband schätzt Sie.
03:08Ich habe nicht scheiß, ob euer Mitleid verstanden.
03:11Scheiß drauf.
03:13Ich hatte ja schon einen neuen Job.
03:14Ich hatte schon die mündliche Zusage.
03:16Und dann haben die nochmal nachgefragt
03:18und haben von der Abmahnung erfahren
03:19und zack, war ich wieder draußen.
03:21Aber da kann ich doch nichts dafür.
03:25Frau Schüle,
03:31Sie waren ganz traurig,
03:35wie ein kleines Vögelchen.
03:38Sie haben geweint
03:39und ich habe Ihnen mein Taschentuch angeboten.
03:45Aber Sie,
03:51Sie haben mich behandelt
03:53wie ein lästiges Insekt.
03:58Warum?
04:01Was haben Sie vor?
04:06Die Bullen, die du suchst in die Werkstatt.
04:09Ich bin im Arsch.
04:12Aber du auch.
04:15Hände hoch!
04:17Hände hoch!
04:19Messer fallen lassen.
04:21Messer fallen lassen!
04:26Ich bin da.
04:42Alles in Ordnung?
04:44Ja.
04:45Sind Sie verletzt?
04:46Nein.
04:51Ich könnte dich sowas von
04:53verschümmeln im Gefängnis,
04:55du Wurst!
04:56Lena!
05:01Das Video, in dem Ihre Freundin
05:04so schlecht über Sie spricht,
05:05das war übrigens ein Fake.
05:08Cake.
05:10Ludwig hat's hochgeladen.
05:13Ludwig.
05:15Fucking Ludwig Toba.
05:25Freuen Sie sich auf die Jubiläumsausgabe.
05:30Jubiläumsausgabe.
05:36Jubiläumsausgabe.
05:38Bist du dabei?
05:40Klar bin ich dabei.
05:42Ich bin dabei.
05:49Große Haie, kleine Fische,
05:53viel Schatten, viel Licht.
05:55Hier im Großstadtrevier.
06:01Große Sünden, keine Schwächen,
06:06das wahre Gesicht
06:08zeigt sich hier im Großstadtrevier.
06:16Musik
06:25Große Haie, kleine Fische,
06:28viel Schatten, viel Licht.
06:31Hier im Großstadtrevier.
06:35Große Sünden, keine Schwächen,
06:38das wahre Gesicht
06:41zeigt sich hier im Großstadtrevier.
06:47Hier im Großstadtrevier.
07:01Guten Morgen, Süße.
07:02Großer Tag war's?
07:03Ich bin so aufgeregt,
07:05als würde ich heute befördert werden.
07:07Niemand hat es so verdient wie du.
07:09Später stoßen wir aber auf dich an, ne?
07:11Aber jetzt erst mal.
07:12Bis gleich.
07:13Ach, Süße,
07:14wenn du heute der ollen Jeansjacke auftauchst,
07:15dann schicke ich dich gleich wieder nach Hause.
07:19Ja.
07:20Ja.
07:20Ja.
07:25Ja.
07:26Ja.
07:35Ja.
07:36Ja.
07:37Ja.
07:38Ja.
07:39Ja.
07:39Ja.
07:41Ja.
07:43Ja.
07:48Ja.
07:49Ja, ja.
07:51Ja.
07:52¡Gracias por ver!
08:22Hashtag Leistung statt Quote.
08:25Das ist vor einer Viertelstunde irgendwie auf dein Profil aufgetaucht.
08:29Ja, aber ich habe das nicht geschrieben.
08:31Habe ich euch doch gesagt.
08:32Da ist ja unser Star des Tages.
08:34Alles Gute zum neuen Job.
08:36Glückwunsch.
08:38Sorry, ich glaube, ich habe mein Handy im Auto vergessen.
08:45Was ist denn los?
09:14Na ja, also, wenn ich die Bahn schick gemacht habe, dann kriegt ihr die neuen Fotos.
09:19Also, ich finde es cool, dass du als Frührentner noch mal so einen Neuanfang warst.
09:21Ich bin doch am besten Mannes, Alter.
09:22Aber hier, guck mal, ich habe hier eine Kleinigkeit für euch.
09:25Hey, damit ihr mich nicht vergesst.
09:27Danke.
09:27Und in Dänemark besucht.
09:29Den könnten wir dich jemals vergessen.
09:31Sag mal, ist Daniel gar nicht da?
09:34Der hat einen Impftermin, der müsste aber gleich kommen.
09:35Aber hey, ist doch gut.
09:36Komm, gehen wir noch einen Kaffee trinken.
09:37Du, das schaffe ich jetzt nicht mehr.
09:38Du, der Umzug, ich muss ja den Umzugswagen abholen, weißt du.
09:40Echt jetzt?
09:40Aber aufgehoben ist nicht aufgeschoben.
09:42Herr Oßmann, schön, Sie noch mal zu sehen.
09:43Frau Küppers, ich habe hier was für Sie.
09:47Oh, Sie sind 35er.
09:48Der hat keine Laufruhe.
09:50Hallo.
09:51Hallo.
09:52Kann ich Ihnen weiterhelfen?
09:55War vorsichtig, weil wir schon als Krippel enden.
09:58Haben Sie einen Verdacht, wer das gewesen sein könnte?
10:01Auf jeden Fall der selbe Arsch, der dein Passwort geknackt hat.
10:04Mein Social Media Account wurde gehackt und es wurde etwas gepostet,
10:07das für mich ziemlich unangenehm ist.
10:10Ab heute endlich Chief Marketing Officer.
10:12Glück gehabt, dass diesmal kein Behinder...
10:15bevorzugt wurde.
10:16Hashtag Leistung statt Quote.
10:18Ich arbeite beim HWV und bin in die Geschäftsführung befördert worden.
10:22Ist die Abkürzung für Hamburger Wohlfahrtsverband?
10:24Wir betreiben in Hamburg und umgebung 13 Werkstätten,
10:27in denen Menschen mit Behinderung arbeiten.
10:29Haben Sie das Passwort schon erneuert?
10:30Keine Chance.
10:31Das Profil wurde wohl mit einer neuen E-Mail-Adresse verknüpft
10:34und man kann den Account nur löschen lassen.
10:36Und der Support sagt, das dauert ein paar Tage.
10:38Wenn ich die zwischen die Finger kriege, ist sie selber behindert, ich schwöre.
10:42Kann sich aussuchen, wo sie sitzt, im Rollstuhl oder im Knast,
10:44aber sicher nicht auf den Posten.
10:46161 Kommentare.
10:48Hat den Brief außer Ihnen noch jemand berührt,
10:50nachdem Sie ihn vom Wagen genommen haben?
10:51Nein.
10:52Gut.
10:53Wir werden ihn kriminaltechnisch untersuchen,
10:54dann bräuchten wir doch einmal Ihre Fingerabdrücke zum Abgleich.
10:56Kommen Sie.
10:57Kommen Sie.
10:58Kommen Sie.
11:03Kommen Sie.
11:07Kommen Sie.
11:07Was verhalten Sie von dem Drohbrief?
11:09Glauben Sie, da macht jemand wirklich ernst?
11:11Danke.
11:14Bei so einer Art von Drohung geht es vor allem darum,
11:16das Opfer einzuschüchtern.
11:18Ihm Angst zu machen.
11:19Aber wir nehmen das in jedem Fall ernst.
11:21Die Formulierung in dem Brief könnte man so interpretieren,
11:23dass Ihnen jemand einen Verkehrsunfall wünscht.
11:25Und deswegen werden wir auch Ihren Wagen kriminaltechnisch untersuchen.
11:27Das heißt, bremsen, die Reifen, das ganze Programm.
11:31Vorsichtshalber.
11:32Wir haben uns vor sieben Jahren kennengelernt,
11:34als Lena in der Presseabteilung angefangen hat.
11:36Und die Verwaltung vom HWV ist im gleichen Gebäude
11:38wie die Behindertenwerkstätte, in der ich arbeite.
11:40Seitdem hat Lena total viel verändert.
11:42Sie ist eine Macherin.
11:44Kennen Sie die Herzschlag Hamburg?
11:46Ähm, nee, leider nicht.
11:47Das ist unsere Verbandszeitschrift.
11:49Hat Lena entwickelt.
11:50Tolle Geschichten, tolle Bilder.
11:53Und jedes Mal, wenn die neue Ausgabe rauskommt,
11:55dann klingelt die Spendenkasse so richtig.
11:57Und Sie betreuen in der Werkstatt die MitarbeiterInnen?
12:00Nee, ich werde auch betreut.
12:03Ja, heute ist ein guter Tag und man sieht es mir vielleicht nicht so an,
12:06aber an manchen Tagen kann ich kaum einen Schritt gehen.
12:08Meine Hände sind taub und meine Muskeln verkrampfen sich.
12:12Multiple Sterose.
12:13Tut mir leid.
12:14Ist okay.
12:16Fällst du davon, wenn wir meine Sachen holen
12:17und ich erst mal mit zu dir komme?
12:20Sagen Sie, die Buchstaben hier könnten die
12:23aus dieser Herzschlag Hamburg ausgeschnitten worden sein?
12:27Dann hängt mal.
12:29Dieser Münchner Hintergrund, das ist doch der Artikel über Inklusion.
12:32Ja, aktuelle Ausgabe.
12:44Gibt es hier vielleicht irgendjemand im Hause,
12:46der es auf Frau Schüle abgesehen haben könnte?
12:47Ja, es gibt oder gab ein paar Differenzen mit unserem Hausmeister Herrn Rudolf.
12:51Die beiden waren sich irgendwie von Anfang an nicht so sympathisch.
12:53Aber auf die Arbeit hat sich das eigentlich nicht ausgewirkt.
12:55Okay.
12:56Bis auf letzten Winter.
12:58Was war da los?
13:00Da habe ich Frau Schüle beim Schneeschippen erwischt.
13:03Okay.
13:04Ja, das ist eigentlich die Aufgabe von Herrn Rudolf.
13:06Lena hat ihn auch des Öfteren darauf angesprochen,
13:07aber er hat es nicht gemacht.
13:08Und das geht gar nicht.
13:10Sie können sich ja vorstellen,
13:10dass einige unserer Mitarbeiter auf gut begeh-
13:12beziehungsweise befahrbare Wege angewiesen sind.
13:15Und da hat Frau Schüle dann selbst angepackt.
13:17Ich habe Herrn Rudolf abgemahnt,
13:19aber anstatt den Konflikt mit mir auszutragen,
13:21hat er sich auf Lena eingeschossen.
13:24Herr Rudolf, können Sie der Polizei bitte ein paar aktuelle Ausgaben
13:27der Herzschlag Hamburg mitgeben?
13:27Klar.
13:29Danke.
13:29Vielen Dank.
13:30Danke.
13:31Moin.
13:32Moin.
13:32Moin.
13:38Wollen Sie meiner bitte folgen?
13:40Herr Rhein.
13:42Moin.
13:43Ich wollte nur Bescheid sagen und ich bin Ihnen jetzt da.
13:46Moment.
13:47Um Sie klatschen.
13:47Ich habe mir die Bewerbung für die Stelle des Wachhabenden angesehen.
13:50Wir laden die zwei, die vier und die neun ein.
13:53Äh.
13:54Die neun?
13:55Sind Sie sicher?
13:57Der Mann ist qualifiziert und ich begrüße frischen Wind auf dem PK-14.
14:00Ja, aber den wird es ja nun sowieso geben
14:01und vielleicht sammelt doch die Neuen erst einmal ein paar Erfahrungen,
14:04bevor sie auf einer so verantwortungsvollen Stelle sitzt.
14:08Sie finden, er ist zu jung?
14:10Ja.
14:12Ist Ihnen bewusst, dass man diese Einschätzung
14:13als eine Form der Altersdiskriminierung auffassen kann?
14:20Also gut, dann laden wir die zwei und die vier ein.
14:22Die zwei?
14:24Zweifelsohne eine sehr fähige Kollegin.
14:25Erfahren.
14:26Sehr erfahren.
14:27Vielleicht sogar ein wenig zu erfahren,
14:29wenn Sie mal einen Blick auf das Geburtsdatum werfen.
14:31Sehen Sie, dass wir die Stelle schon in ein paar Jahren
14:33werden neu ausschreiben müssen.
14:34Stichwort Altersdiskriminierung.
14:35Stichwort Frührente.
14:36Die Frau ist keine 60.
14:37Ja, aber fast.
14:38Und wir haben doch mit dem Hussmann gerade gesehen,
14:40was das bedeutet.
14:42Und die vier?
14:44Die vier.
14:45Auch ganz toll im Grunde.
14:47Ich frage mich nur,
14:47ob ein Bayer sich bei uns Fischköppen so wohlfühlt.
14:52Das nennt man dann wohl Bayouwaren-Beschi.
14:55Sie halten also keinen oder keinen
14:56dieser formal qualifizierten Beamten oder Beamtinnen
14:58für geeignet,
14:59die Nachfolge von Herrn Hussmann anzutreten?
15:01Leider nein.
15:06Operativ betrifft diese Entscheidung Sie am meisten.
15:07Deshalb liegt es mir am Herzen,
15:08dass Sie bei dem Gedanken an die Person kein Gesicht machen,
15:10als würde man Ihnen einen Wackenzahn
15:12mit der Ohrzange entfernen wollen.
15:14Das freut mich zu hören.
15:16Trotzdem muss die Stelle so schnell wie möglich besetzt werden.
15:19Selbstverständlich.
15:24Na ja, klar.
15:25Als ich die Abmahnung bekommen habe,
15:27da war ich schon ziemlich sauer auf, Frau Schüler.
15:28Aber da ist Schnee von gestern.
15:30Im wahrsten Sinne des Wortes.
15:33Ich meine,
15:35ich wollte ja an dem Tag noch den Schnee wegschippen.
15:37Es war nur so, dadurch, dass Frau Schüler das selbst gemacht hat,
15:40dann stand sich vor dem Chef natürlich so ein bisschen blöd da,
15:41wie so ein Drückeberger.
15:43Im Nachhinein weiß ich,
15:45Frau Schüler hat alles richtig gemacht.
15:47Die Sicherheit der Mitarbeiter steht an erster Stelle.
15:49Hey, alles gut?
15:50Moin.
15:53Das hier ist das Büro von Frau Schüler.
15:55Und hier,
15:56hier liegen die aktuellen Exemplare.
15:58Hier können sich alle Mitarbeiter bedienen.
16:00Das ist?
16:01Bitte schön.
16:02Danke.
16:04Sagen Sie,
16:06Sie gehen also davon aus,
16:08dass einer von uns diesen Drohbrief gebastelt hat?
16:11Na ja.
16:12Na ja, klar.
16:13Sonst würden Sie ja hier nicht ermitteln.
16:14Aber ich frage mich,
16:15welche Motivation sollte denn einer von uns haben?
16:18Also wenn sich jemand so schnell und konsequent
16:20in der Führungsposition hocharbeitet wie Frau Schüle,
16:23da gibt es dann vielleicht Neide.
16:26Hocharbeiten ist jetzt vielleicht das falsche Wort.
16:28Sagen wir mal so,
16:29der Chef,
16:31der mag die Frau Schüle vielleicht ein bisschen mehr
16:33als die anderen Mitarbeiter.
16:35Na ja,
16:35kann ich schon verstehen,
16:36dass man das dann ausnutzt.
16:38Wollen Sie gerade andeuten,
16:39Lena Schüle hat
16:40oder hatte
16:41eine Affäre mit Ralf Hesse?
16:43Das haben Sie jetzt gesagt.
16:46Oh, wie du bist.
16:48Komm, das möchte ich noch mal.
16:49Danke.
16:51Das ist ja total durch den Wind.
16:58Absetzen.
17:03Hallo.
17:03Guten Tag.
17:04Hi.
17:04Herrmanns Wohnzimmer, bitte.
17:05Danke.
17:07Können Sie mir schon sagen,
17:08was mit meinem Wagen ist?
17:09Die KZU ist noch dran.
17:10Wir kommen gerade aus der Werkstatt.
17:14Können wir uns setzen?
17:15Ja, klar.
17:20Bitte.
17:23Wollen Sie Tee?
17:24Danke, nein.
17:25Nein, danke.
17:26Wir haben mit Herrn Rudolf gesprochen.
17:28Er hat angedeutet,
17:30dass Sie ein Verhältnis
17:30mit Ihrem Chef Ralf Hesse haben.
17:33Das stimmt nicht.
17:35Also,
17:36richtig ist,
17:36dass Ralf Interesse an mir hatte,
17:39aber das habe ich gleich abgeblockt.
17:40Warum sollte er so ein Gerücht
17:41in die Welt setzen?
17:43Wahrscheinlich seiner Art,
17:44sich zu erklären,
17:45warum eine Frau
17:45eine Führungsposition einnimmt.
17:47Er ist, sagen wir mal,
17:48nicht gerade ein Feminist.
17:50Können Sie sich vorstellen,
17:51dass er hinter dem Drohbrief steckt?
17:55Definitiv ist er ein schwieriger Mensch,
17:56aber das haben wir eigentlich geklärt.
17:58Ich würde gerne noch mal
17:59auf Ihren Chef zurückkommen.
18:00Wie hat er denn
18:01auf Ihre Ablehnung reagiert?
18:03Naja, er war schon ziemlich verletzt.
18:06Und er hat mir vorgeworfen,
18:07dass ich kein Interesse habe,
18:08weil er im Rollstuhl sitzt.
18:09Aber das ist natürlich Quatsch.
18:11Halten Sie es für möglich,
18:12dass er Ihnen aus
18:13verletzter Eitelkeit heraus
18:14schaden möchte?
18:15Entschuldigung.
18:19Ja, Daniel?
18:19Lukas, hallo.
18:21Wenn man einen Social-Media-Account
18:23knacken will,
18:23dann braucht man schon
18:24gewisse technische Fähigkeiten.
18:26Das siehst du auch so, oder?
18:26Ja.
18:28Dann rate doch mal,
18:28wer vor seiner Zeit beim HWV
18:30in einer IT-Firma gearbeitet hat.
18:32Verrate es mir einfach.
18:33Ralf Hesse,
18:34der Vorstandsvorsitzende.
18:36Interessant.
18:37Ja, ne?
18:39Wird auch noch interessanter,
18:41wenn ich dir verrate,
18:43warum er da nicht mehr arbeitet.
18:56Sie schon wieder.
18:57Gibt's was Neues?
18:59Sie verstehen sicherlich,
19:00dass wir zu laufenden Ermittlungen
19:01keine Auskünfte geben können.
19:08Ist das nicht ein bisschen übertrieben?
19:10Jetzt lassen Sie mal schön
19:11meine Sorge sein.
19:12Sie glauben doch nicht,
19:14dass ich das nicht mehr
19:14als ich nach der Geschichte
19:15mit dem Schnee,
19:15dass ich mir da noch
19:16irgendwas nachsagen lasse.
19:17Nee.
19:18Hier wird nicht das kleinste
19:20Stöckchen auf dem Weg liegen.
19:27In ihrer alten Firma
19:29haben Sie einer Kollegin
19:29schöne Augen gemacht.
19:30Die hat ihre Gefühle
19:31allerdings nicht erwidert
19:32und hat sich im Anschluss
19:33schlecht von ihnen behandelt gefühlt.
19:34Weshalb Sie dann
19:35die Firma verlassen mussten?
19:37Ja, also ihr damaliger Arbeitgeber
19:38spricht sogar von
19:39unüberbrückbaren Differenzen.
19:40Allerdings.
19:41Nur, dass die Kündigung
19:42meine Entscheidung war.
19:43Ich wurde da verleumdet
19:45und schikaniert.
19:46Nennt man Rufmord, oder?
19:47Wie auch immer.
19:49Fakt ist,
19:49dass Lena Schüle
19:50ihre Avancen
19:51auch nicht so bekommen
19:51geheißen hat.
19:54Das ist Privatsache.
19:56Nicht,
19:57wenn eine Straftat
19:58im Raum steht.
20:00Verstehe,
20:01Sie glauben,
20:01dass ich Lenas Account
20:02gehackt habe?
20:02Na ja,
20:02also Sie haben
20:03in der IT-Branche gearbeitet.
20:04Da darf man doch
20:05eine gewisse Affinität
20:06zu digitalen Angelegenheiten
20:07unterstellen, oder?
20:08Ah ja,
20:08und weil ich total unglücklich
20:09in Lena verliebt bin,
20:11stelle ich sie
20:11als behindertenfeindlich
20:12da, oder was?
20:14Hören Sie,
20:14es ist ja nicht so,
20:15dass ich Ihren Gedanken
20:16nicht folgen kann.
20:16Aber wenn ich wirklich
20:17private Probleme
20:17mit ihr hätte,
20:18dann wäre sicherlich
20:19nicht Sie befördert worden,
20:20sondern Ludwig.
20:22Wer?
20:23Ludwig Toba,
20:24der Leiter unserer
20:25Presseabteilung.
20:26Ist schon seit 18 Jahren
20:27im Unternehmen.
20:28Nach Dienstjahren
20:28wäre er eigentlich
20:29dran gewesen.
20:31Und warum wurde
20:31er nicht befördert?
20:32Weil Lena besser ist.
20:34Fachlich viel geeigneter
20:35und engagierter.
20:37Und wie hat Herr Toba
20:38darauf reagiert?
20:40Ganz sportlich genommen.
20:42Ist jetzt nicht so
20:42das Karriere-Tier.
20:44Ja, wir würden trotzdem
20:45gerne nochmal selber
20:46mit ihm sprechen.
20:52Seine Nummer
20:52ist heute im Homeoffice.
21:12Oh.
21:15Denkst du,
21:15was ich denke?
21:16Ihr wollt uns wohl jemand
21:17auf dem Silbertablett servieren.
21:18Ja.
21:19Die geht trotzdem
21:19in die Karte oben.
21:31Moin.
21:33Ah, da seid ihr ja.
21:34Neuigkeiten.
21:34Die Buchstaben aus dem
21:36Drohbrief wurden mit Sicherheit
21:37aus einer Verbandszeitschrift
21:38ausgeschnitten.
21:39Ja, und zwar sehr wahrscheinlich
21:41aus dieser hier.
21:43Dann lest ihr doch mal
21:45den KTU-Bericht,
21:46ob ihr das auch alles schon kennt
21:47oder ob da noch was
21:47Überraschendes für euch
21:48drinsteht.
21:49Alles okay?
21:50Ja.
21:51Sorry.
21:51Alles okay.
21:52Neben den Fingerabdrücken
21:53für Lena Schüle.
21:54Wurden auch die
21:55von einer anderen Person
21:55festgestellt.
21:56Ja.
21:57Scheint kein Profi zu sein.
21:59Du, wir brauchen die
21:59Fingerabdrücke von allen
22:00Mitarbeitenden dort, okay?
22:01Ich schicke Ersan,
22:02Andi und Todtel los.
22:03Und wir haben Grund mehr,
22:04um Ludwig Toba aus dem
22:05Homeoffice herzuholen.
22:06Ach, sag doch mal,
22:07ihr wisst doch so viel.
22:07Wisst ihr, wem das gehört?
22:08Ja, dir.
22:11Helmuts Abschiedsgeschenk.
22:12Wir haben alle einbekommen.
22:13Helmut war hier?
22:14Ja.
22:15Ja, und er hat uns Fotos
22:16von seinem Minigolfplatz
22:17da bei AWO gezeigt.
22:18Hm, schön.
22:19Na, hätte er nicht
22:20warten können, bis ich komme?
22:22Ja, man weiß ja, wie das ist.
22:25Hätten haben die Zeit.
22:30Fertig.
22:31Danke, Herr Toba.
22:32Gerne, wenn es hilft.
22:33So was hat keiner verdient.
22:35Lena schon gar nicht.
22:36Wie stehen Sie denn
22:37eigentlich zur Frau Schüle?
22:38Wir sind befreundet.
22:40Ich habe Lena damals eingestellt.
22:42Sie war sieben Jahre lang
22:43meine engste Kollegin.
22:45Super engagiert.
22:46Deswegen ist sie auch
22:46befördert worden.
22:47Genau.
22:49Sie hingegen scheinen
22:49im Unternehmen nicht so richtig
22:50vorwärts zu kommen, ne?
22:51Na, hören Sie mal,
22:52ich bin 61.
22:53Da hat man nicht mehr
22:54so die Ambitionen.
22:56Außerdem hätte ich gar keine Zeit
22:57für eine Führungsposition.
22:59Darf ich fragen, wieso nicht?
23:02Naja, meine Mutter.
23:04Sie kommt nicht mehr
23:05so gut allein zurecht.
23:06Als mein Vater vor zwei Jahren starb,
23:08bin ich wieder zurück
23:09in meine Elternhaus
23:10nach Helmshorn gezogen.
23:11Das ist bestimmt nicht leicht für Sie.
23:15Kann ich jetzt gehen?
23:16Meine Mutter hat noch
23:16einen Arzttermin.
23:18Klar.
23:30Moin.
23:30Moin.
23:31Also, es ist anscheinend
23:32tatsächlich so,
23:33dass der Drohbrief
23:33in der Werkstatt
23:34angefertigt wurde.
23:35Hallo.
23:36Und da auf dem Brief
23:37mehrere Fingerabdrücke gefunden wurden,
23:38brauchen wir die Abdrücke
23:39aller Personen,
23:39die im Gebäude arbeiten.
23:41Aber doch nicht von Toto.
23:42Alle Personen.
23:43Ach, das verstehe ich natürlich.
23:45Das geht in Ordnung.
23:46Danke.
23:47Ciao.
23:48Hören Sie so nett.
23:50Können wir in die rechte Hand
23:50einmal auflegen?
23:51Darf ich?
23:52Mhm.
23:55Toller Strauß.
23:56Von meinem ehemaligen Vorgesetzten.
23:58Herr Tober?
23:59Mhm.
24:00Ja.
24:00Den haben wir kennengelernt.
24:02Sagen Sie,
24:03fühlt es sich nicht seltsam an,
24:05dass Sie jetzt
24:05seine Vorgesetzte sind?
24:07Nein, nicht für uns.
24:08Ludwig und ich,
24:09wir haben schon immer
24:09auf Augenhöhe gearbeitet
24:10und daran wird es
24:11jetzt auch nicht ändern.
24:12Der hat sich so für mich gefreut.
24:14Dudo, der ist heute Morgen
24:15damit extra ins Büro gekommen,
24:16obwohl er sein Homeoffice tagt hat.
24:19Sehen Sie das anders?
24:20Ja, ich muss schon zugeben,
24:21dass ich mich gewundert habe.
24:22Äh, wieso?
24:24Ich wollte dir das eigentlich
24:25gar nicht sagen,
24:25aber vielleicht ist es
24:26für Ihre Ermittlungen wichtig.
24:27Als Ralf deine Beförderung
24:28verkündet hat,
24:29habe ich mitgefilmt.
24:32Zugegeben,
24:33Martin hat das
24:33die letzten zwölf Jahre
24:34ziemlich gut gemacht.
24:35Und das möchten wir
24:36natürlich fortführen.
24:37Und deswegen
24:38heißt unser künftiger
24:39Chief Marketing Officer
24:40Lena Spühle.
24:59Herzlichen Glückwunsch, Lena.
25:01Danke.
25:01Das ist dir verdient.
25:03Na, tja,
25:05das war eine ganz schöne Überraschung.
25:06Wohl eher eine unschöne.
25:09Ich musste mich einfach
25:10erst an den Gedanken wohnen.
25:12Aber deswegen schreibe
25:13ich keine Drohbriefe.
25:15Und ich hacke auch
25:16keine Social Media Accounts.
25:17Das ist überhaupt
25:17nicht mein Stil.
25:19Was hingegen schon
25:19ihr Stil ist,
25:20ist das mit SZ.
25:21Obwohl es seit 1996
25:22mit Doppel S geschrieben wird.
25:24Wir haben uns mal
25:24Ihren Social Media Account
25:25angesehen.
25:26Immer wieder das mit SZ.
25:28Genau wie auf dem peinlichen
25:29Post von Lena Schüles
25:30Account heute Morgen.
25:35Und wegen sowas
25:36holen Sie mich und meine Mutter
25:37aus dem Wartezimmer?
25:39Was versuchen Sie mir anzuhängen?
25:41Wir hängen niemandem das an.
25:42Aber wir schließen auch nicht so aus.
25:47Bitte schön.
25:48Schönen Tag noch.
25:49Ciao.
25:51Oh, eine weitere Bewerbung?
25:53Äh, ja, aber der kommt auch
25:54nicht in Frage.
25:54Verfügt er nicht über die
25:55notwendigen Qualifikationen?
25:56Ja, doch schon.
25:57Aber schauen Sie doch mal,
25:58wie grimmig der guckt.
25:59Ich glaube nicht,
26:00dass der der Richtige für uns ist.
26:01Oder?
26:02Sag du mal.
26:02Nee, ne?
26:03Also so kommen wir nicht weiter,
26:04nehmen Sie mit auf die Liste.
26:06Was tut sich in Ihrem Fall?
26:08Die KTU weiß Bescheid,
26:09dass wir die Fingerabdrücke
26:09nachher gesammelt drüber schicken.
26:11Ergebnis kommt.
26:12Also der Wagen von Frau Schüle
26:13ist sauber,
26:14aber die haben den von der KTU
26:15irgendwie hierher gebracht.
26:17Wel?
26:17Das muss ein Missverständnis sein.
26:18Na ja, hier kann er jedenfalls nicht bleiben.
26:20Sorgen Sie dafür,
26:20dass er so schnell wie möglich
26:21Frau Schüle zugeführt wird.
26:23Ja, aber wir waren doch gerade erst bei ihr.
26:25Komm.
26:25Helmut wäre sowas nicht passiert.
26:29Sag mal,
26:30kann es sein,
26:31dass du gar keinen neuen
26:32wachhaben willst?
26:33Du willst einfach Helmut zurück?
26:35Wente.
26:38Danke.
26:41Mega, wie viele Anzeigen
26:42du wieder akquiriert hast.
26:43So, die müssen wir jetzt
26:44nur alle irgendwo unterbringen.
26:46Hm.
26:48Hallo.
26:49Kuckuck.
26:51Ich wollte dich mit der Herbstplanung
26:52eigentlich ein bisschen ablängeln,
26:52wie ich deinen Job übernehme.
26:53Ja, sorry.
26:54Ist okay.
26:56Fucking Ludwig Tober, stimmt's?
26:59Ich weiß einfach nicht,
27:00wer mich noch trauen kann.
27:02Weißt du was?
27:03Lass uns jetzt nur noch
27:04über das Shooting quatschen.
27:05Ich bin das Titelmodell
27:06der nächsten Ausgabe
27:07und ich bin so aufgeregt.
27:09Hast du schon eine Idee
27:10für das Motiv?
27:12Ach, da wollte ich ja auch noch
27:13mit dir drüber sprechen.
27:16Ich...
27:17Äh, du Telefon.
27:19Ich Türke.
27:22Ja, Ralf.
27:23Hallo.
27:24Moin.
27:25Moin.
27:25Danke.
27:27Wir bringen Frau Schüles Wagen.
27:29Das war mein Service, danke.
27:30Könnten Sie ja ausrichten,
27:32dass die Kollegen nichts Auffälliges
27:33an dem Wagen feststellen konnten?
27:34Ja, außer, dass bald
27:35mein Ölwechsel fällig ist.
27:36Das sind aber doch gute Neuigkeiten, oder?
27:37Ja, ja.
27:38Ja, das kann man so sagen.
27:40Danke.
27:43Alles in Ordnung?
27:45Das war ein Fässer.
27:48Da hat gerade jemand
27:48ein Video auf der Seite
27:49des HWV hochgeladen.
27:51Anonym.
27:54Nicht, Toto.
27:58Aber ich kann heute
27:59gar nicht nochmal,
28:00aber ich habe jetzt
28:01mehr Verantwortung, ja?
28:02Die muss ich dann auch...
28:03Das ist ja auch...
28:04Ich sage euch jetzt mal,
28:07was ich vertrauen, ja?
28:09Dodo kommt nicht aufs Karma
28:10von der nächsten Ausgabe.
28:13Ich meine,
28:14wer will denn so eine
28:15als Karma-Modell?
28:16Stell dir mal vor,
28:17die kriegt dann
28:18beim Shootingheim
28:19ihre Anfälle.
28:20Mein denn jemand
28:21den Fotografen,
28:22dem man das zuguten kann.
28:27Kannst du mir das erklären?
28:29Ich...
28:29Ich weiß was,
28:30lass stecken,
28:30ich hab's verstanden.
28:31Dodo, warte,
28:33das habe ich nicht gesagt.
28:34Ah, klassischer Fall
28:35von Filmriss, hm?
28:36Dodo,
28:36ich würde niemals
28:37so über dich reden.
28:38Das habe ich ja gerade gehört.
28:39Ciao!
28:49Ich kann mich überhaupt
28:50nicht an diesen Moment erinnern.
28:55Ralf Hesse will mich sehen.
28:57Jetzt.
29:01Ist vielleicht besser,
29:02wenn Sie gerade
29:02nicht selber fahren.
29:28Wir haben das Video
29:29in der Zwischenzeit
29:30von unserer Social Media Seite
29:31gelöscht.
29:31Aber es hatte vorher
29:32schon mehrere tausend
29:33Aufrufe.
29:35Was da alles
29:35kommentiert wurde,
29:36kannst du dir sicherlich
29:36denken.
29:38Hör zu,
29:39ich weiß nicht,
29:40wie ich persönlich
29:40damit umgehen soll,
29:41aber der Vorstand
29:41ist sich einig.
29:43Du bist ab sofort
29:44freigestellt.
29:47Ludwig,
29:48kannst du erst mal
29:49Lenas Aufgaben übernehmen?
29:52Es tut mir leid.
29:53Ja, es tut dir leid.
29:55Ich versuche ja nur
29:56zu helfen.
29:58Entschuldigung,
29:58ich muss an die frische
29:59Luft, okay?
30:19Gute Güte,
30:20Frau Schül.
30:21Was ist denn
30:22mit Ihnen?
30:23Es ist nichts.
30:24Danke, Herr Rudolf.
30:25Aber ich sehe das doch.
30:26Sie haben geweint.
30:28Und den Taschentuch?
30:31Das ist ja nett,
30:32aber es geht schon.
30:36Kannst du doch jetzt
30:37nicht einfach
30:37hier so stehen lassen.
30:39Was ist denn passiert?
30:41Nehmen Sie es ganz frisch.
30:43Nein, danke.
30:44Ich mache das wirklich gern.
30:45Sie können das doch behalten.
30:46Ich habe ein Eich gesagt!
30:49Warum lauern Sie mir auf?
30:50Sie haben doch erreicht,
30:51was Sie wollten.
30:52Ich bin mein Job los.
30:53Nee, nichts aber!
30:55Wann Sie das mit dem Probrief?
30:56Und dem Lossling?
30:58Ja, wenn ja,
30:58dann herzlichen Glückwunsch
31:00zu Ihrem größten Erfolg
31:01in Ihrem kleinen,
31:03miesen Universum.
31:16Es geht noch.
31:40Ich bin mein Job.
32:05¡Suscríbete al canal!
32:14Ich meine, wer will denn so eine als Covermodell?
32:17Stell dir mal vor, die kriegt dann beim Shooting einen ihrer Anfälle.
32:21Mein Name, die Mathe Fotografen, die man das zumuten kann.
32:27Das ist verstörend.
32:28Ja, geht uns ähnlich.
32:29Wir wissen auch nicht, was wir glauben und von wem wir was halten sollen.
32:32Frau Schüler hat innerhalb von ein paar Stunden alles verloren.
32:35Ihren Job, ihre beste Freundin, ihre Sicherheit.
32:38Die wäre nicht die erste, der eine alkoholisierte Äußerung um die Ohren fliegt.
32:41Selbst wenn, Frau Schüler, die allseits beliebte Interessensvertreterin für Menschen mit körperlichen Einschränkungen
32:46tief in ihrem Herzen diese Menschen verachtet
32:48und dies, warum auch immer, sowohl online als auch bei gesellschaftlichen Ereignissen Kunden tut,
32:54bleibt ja immer noch dieser Drohbrief.
32:55Ja, und den hat sie mit Sicherheit nicht selbst geschrieben.
33:14Hallo, hallo, hallo, hier ist Dodo, was geht?
33:18Dodo, jetzt ruf mich doch mal zurück, bitte.
33:32Hallo, hören Sie mich, was ist denn passiert?
33:35Ich rufe sofort die Polizei.
34:00Ich rufe sofort die Polizei.
34:06Sí, sí, sí, sí, sí, sí.
34:36Sí, sí, sí, sí.
35:26Sí, sí, sí, sí, sí.
35:37¡Pues esta!
35:38Oye, dice.
35:39¡Puesesté esto!
35:41Bien, el video ...
35:42...Also, del video, en el que Lena Schüle sobre su aboraban,
35:59Si, si, si, si, si, si, si, si, si.
36:15Lena Schüles Stimme wurde dafür mit einem KI-Generator nachgebaut.
36:18So wie sie damals John Lennons Stimme für diesen posthumen Beatles-Song nachgebaut haben.
36:22Oder denkt mal an diese ganzen Anrufe, auf die sogar Politiker reingefallen sind.
36:25Das bedeutet, Lena Schüle hat das, was in dem Clip hören, nie gesagt.
36:29Nee.
36:30Du bist ein Genie.
36:31Wer kennt sich noch mit sowas aus?
36:33Ralf Hesse, als ehemaliger IT-Spezialist.
36:36Vielleicht war die Zurückweisung von Lena Schüle zu viel für sein Ego.
36:39Und wer hat sein Ziel mit diesem Fake-Video erreicht?
36:42Ludwig Thober.
36:44Er hat Lena Schüles' Job bekommen.
36:46Frau Hinrichs, Herr Petersen, wir haben den Durchsuchungsbeschluss für die Werkstatt.
36:49Legen Sie los, wir haben keine Zeit zu verlieren.
36:51Danke.
36:54Danke.
37:00Moin.
37:03Moin.
37:03Haben Sie einen kurzen Moment?
37:04Hier, Durchsuchungsbeschluss.
37:06Ihr könnt schon mal durchgehen, ja?
37:07Wir wollen ins Büro rein.
37:09Und ihr könnt euch verteilen.
37:10Als Sie irgendwelche Fragen haben, kommen Sie bitte einfach zu mir.
37:12Ganz in Ruhe alles durchlesen.
37:14Danke.
37:15Moin.
37:19Moin.
37:20Petersen.
37:21Wie war der Name?
37:22Ja, bitte.
37:23Sie arbeiten hier?
37:24Was genau machen Sie?
37:27Hi, Stimmengeneratoren sind mir natürlich ein Begriff.
37:30Unglaublich, was diese Programme heutzutage alles können.
37:32Lenas Stimme klingt total echt, sogar mit diesem kleinen Schwips.
37:35Sie klingen fast ein bisschen stolz.
37:38Bitte?
37:38Dürfte ich mal einen Blick in den Videoordner Ihres Smartphones werfen?
37:41Ah, verstehe.
37:42Nur wer das Originalvideo hat, kann es auch faken.
37:44Richtig.
37:481207.
37:49Turmen Sie sich aus.
37:49Bei mir werden Sie nichts finden.
37:52Wir wollen doch nur einmal die Videodateien durchgehen.
37:55Ich möchte das aber nicht.
37:56Das spielt keine Rolle.
37:58Auf Frau Schüle ist heute Morgen ein Bombenanschlag verübt worden.
38:02Was?
38:02Bei der akuten Lage brauchen wir ihr Einverständnis nicht, um mutmaßliche Beweise einzusehen.
38:08Okay, okay.
38:11Ich habe das Fake-Video gemacht.
38:13Und hochgeladen.
38:15Und das Posting auf Frau Schüles Social Media Account stammt auch von Ihnen?
38:19Ich hatte gehofft, der Shitstorm würde in den HWV so unter Druck setzen,
38:22dass Lena für eine Führungsposition nicht mehr tragbar ist.
38:25Aber die haben da weiter zu ihr gehalten.
38:28Und da Sie so ein Szenario einkalkuliert haben,
38:31hatten Sie dieses Fake-Video als Joker in der Hinterhand.
38:35Ich habe mich da total in was reingesteigert.
38:37Also dem Datum nach zu urteilen, müsste das hier das Original-Video sein.
38:42Mir wurde mitgeteilt, Ihnen liegt gar nichts an einer Führungsposition.
38:46Das stimmt ja auch.
38:47Aber ich brauche das Geld.
38:48Wozu brauchen Sie so dringend Geld, dass Sie das Leben eines Menschen zerstören?
38:54Meine Mutter, wenn ich das Geld für den behindertengerechten Umbau des Hauses nicht aufbringe,
39:00dann muss sie ins Heim.
39:01Das kann ich ihr nicht antun.
39:03Hören Sie, ich bin wirklich nicht stolz auf das, was ich getan habe,
39:06aber dieser Drohbrief oder eine Bombe, damit habe ich nichts zu tun.
39:11So einfach ist das nicht.
39:13Selbst wenn Sie die Bombe nicht gebaut und den Brief nicht geschrieben haben.
39:16Zu dem Anschlag kam es erst, nachdem Sie das Fake-Video veröffentlicht haben.
39:19Und vielleicht war es genau das, was beim Täter das Fass zum Überlaufen gebracht hat.
39:36Der Clip, der im Internet gelandet ist, war ein Fake.
39:39Ihre Stimme wurde dafür von einer künstlichen Intelligenz generiert.
39:45Ich habe mir schon selbst nicht mehr geglaubt.
39:48Das muss Dodo unbedingt sehen.
39:50Das wird sie.
39:53Aber wer macht denn sowas?
40:19Brauchen Sie mich noch? Ich würde gerne nach Hause gehen.
40:22Nein, danke.
40:23Wir melden uns bei Ihnen, soweit es Neuigkeiten gibt.
40:30Wiedersehen.
40:31Danke.
40:37Da ist ja dann kein Handball, mein Freund, oder?
40:39Der hat dir das nicht beigebracht.
40:42Du hast mir nur gedöhnt so ein dumm Tüch beigebracht.
40:47Ja, ja, ja. Weißt du, mein Freund? Den hier. Den wollte ich dir persönlich geben. Das ist der Platinum Patapro.
40:56Mit dem bist du Profi auf der Bahn. Noch ehe ich meinen Platz schick gemacht habe. Aber dafür musst du
41:02mich auch in Dänemark besuchen.
41:07Herr Hussmann, das trifft sich gut. Das ist er. Ihr Nachfolger, unser neuer Wachhaber. Aber ich...
41:14Aber Ihre Gegenargumente habe mich nicht überzeugt. Seine Bewerbung hingegen schon. Sie werden den nächsten Montag persönlich kennenlernen.
41:20Herr Hussmann.
41:21Herr Hussmann.
41:22Herr Hussmann.
41:23Herr Hussmann.
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