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  • vor 8 Stunden

Kategorie

Menschen
Transkript
00:00Kein Öl, keine Emissionen, kein CO2.
00:03Ein Traum, der alles verändern könnte.
00:06Und jetzt stell dir vor, der Mann, der genau das erfunden haben soll, stirbt plötzlich.
00:12Unter mysteriösen Umständen.
00:14Das hier ist die Geschichte von Stanley Meyer.
00:17Dem Mann, der sagte, mein Auto fährt mit Wasser.
00:21Und dem Erfinder, der vielleicht zu viel versprochen hat.
00:24Oder zu viel wusste.
00:31Stanley Allen Meyer, geboren 1940 in Ohio, USA.
00:37Kein klassischer Wissenschaftler, kein Ingenieur mit Forschungsinstitut.
00:41Er war Tüftler, Erfinder, ein Selfmade-Typ mit riesiger Vision.
00:46In den 80ern begann er an etwas zu arbeiten, das alles auf den Kopf stellen sollte.
00:51Eine sogenannte Wasser-Brennstoffzelle.
00:54Er behauptete, sie könne gewöhnliches Leitungswasser in Wasserstoff und Sauerstoff spalten.
01:00Und das effizienter, als es die Physik eigentlich erlaubt.
01:04Er nannte sein Konzept Water-Fuel-Cell.
01:07Und baute sogar einen Dune-Buggy, der angeblich damit fuhr.
01:12Vorne drauf stand in großen Buchstaben, Jesus Christ ist Lord.
01:16Weil Meyer glaubte, seine Erfindung sei eine göttliche Inspiration.
01:24Okay, was steckte technisch dahinter?
01:27Meyer sagte, ich brauche keinen Treibstoff.
01:29Ich trenne Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff.
01:32Und dieser Wasserstoff treibt den Motor an.
01:35Klingt logisch, oder?
01:36Wasserstoff ist schließlich ein Energieträger.
01:39Aber, um Wasser in Wasserstoff zu spalten, braucht man Energie.
01:44Und zwar mehr, als man durch die Verbrennung wieder herausbekommt.
01:47Das ist ein Naturgesetz.
01:49Der erste Hauptsatz der Thermodynamik sagt, Energie kann nicht aus dem Nichts entstehen.
01:54Wenn Meyer also wirklich mehr Energie erzeugt hätte, als er zum Spalten brauchte, dann hätte er die Physik revolutioniert.
02:02Und genau das machte seine Behauptung so unfassbar und so gefährlich.
02:06Meyers System nutzte angeblich eine spezielle Hochfrequenz-Elektrolyse, die durch Resonanz-Wassertrennung mit minimalem Stromverbrauch ermöglichen sollte.
02:18Aber kein Forscher konnte diesen Effekt je reproduzieren.
02:25In den frühen 90ern explodierte das Interesse.
02:29Meyer zeigte sein Auto in TV-Sendungen, ließ Reporter auf dem Rücksitz Platz nehmen und erklärte, dass sein System mit
02:36nur 22 Gallonen Wasser die ganze USA durchqueren könnte.
02:40Er sprach mit der NASA, mit Boeing, mit Regierungsbahn.
02:44Er reichte mehrere Patente ein, unter anderem das berühmte Water-Fuel-Cell-Patent.
02:51Investoren stammten Schlange.
02:54Einige gaben ihm hunderttausende Dollar.
02:56Sie wollten dabei sein, wenn der Mann aus Ohio die Ölindustrie stürzt.
03:01Aber dann begann die Fassade zu bröckeln.
03:09Mehrere unabhängige Forscher versuchten, Meyers Versuche nachzubauen.
03:14Aber niemand konnte seine Ergebnisse bestätigen.
03:171996 klagten zwei Investoren gegen ihn.
03:21Der Vorwurf? Betrug.
03:23Er habe Geld für eine Technologie genommen, die gar nicht funktioniert.
03:27Das Gericht entschied gegen ihn.
03:29Ein Gutachter bezeichnete die Water-Fuel-Cell als normale Elektrolyse.
03:35Nichts Revolutionäres.
03:37Stanley Meyer wurde offiziell des Betrugs schuldig gesprochen.
03:41Aber er gab nicht auf.
03:43Er bestand darauf, dass seine Technologie echt sei.
03:46Er sagte, sie wollen mich aufhalten, aber ich werde weitermachen.
03:5520. März 1998.
03:571998. Grove City, Ohio.
04:00Stanley Meyer sitzt mit seinem Bruder Steffen und zwei belgischen Investoren beim Essen.
04:05Sie trinken Cranberry-Saft, reden über einen möglichen Deal.
04:09Dann plötzlich...
04:10Meyer greift sich an den Hals, springt auf, rennt nach draußen, fällt auf den Parkplatz und sagt seine letzten Worte.
04:18They poisoned me.
04:20Sie haben mich vergiftet.
04:22Er stirbt kurz darauf.
04:23Der offizielle Befund der Gerichtsmedizin, Hirnblutung durch Bluthochdruck.
04:29Kein Hinweis auf Vergiftung.
04:31Aber viele glauben bis heute, dass er tatsächlich vergiftet wurde, weil er etwas erfunden hatte, das zu mächtig war, um
04:39erlaubt zu sein.
04:43Nach seinem Tod kursierten unzählige Gerüchte.
04:47Die einen sagen, er wurde von der Ölindustrie beseitigt.
04:51Andere behaupten, Regierungsstellen wollen verhindern, dass freie Energie Realität wird.
04:58Aber es gibt auch die einfache Erklärung, Stress, Druck, Schulden und vielleicht eine schwere Erkrankung, die unbemerkt geblieben war.
05:07Technisch gesehen spricht vieles dagegen, dass Meyers Zelle funktionierte.
05:11Aber das ändert nichts daran, dass seine Geschichte bis heute Menschen fasziniert, weil sie perfekt in das Muster passt.
05:17Ein Genie, das zu früh, zu viel wusste und dann verschwindet.
05:26Bis heute gibt es Nachbauten, YouTube-Kanäle, Foren voller Bastler, die behaupten, Meyers Prinzip funktioniere.
05:34Man müsse es nur richtig verstehen.
05:36Doch keine Universität, kein Labor der Welt konnte je beweisen, dass Wasserautos wirklich Energie erzeugen können.
05:44Physikalisch bleibt es unmöglich.
05:46Aber die Vision mit sauberer Energie zu fahren, ist realer denn je.
05:53Wasserstoffautos, Elektrolyseforschung, Brennstoffzellen, all das sind moderne Nachfolger der Idee, die Meyers einst träumte.
06:00Er war seiner Zeit voraus, aber vielleicht in der falschen Richtung.
06:07Am Ende bleibt Stanley Meyers eine Legende, ein Mann zwischen Genie und Wahnsinn.
06:12Ein Tüftler, der glaubte, Gott habe ihm die Lösung gezeigt.
06:16Und ein Symbol dafür, wie schnell man zur Ikone wird, wenn man gegen ein mächtiges System kämpft.
06:23Vielleicht war er kein Betrüger.
06:25Vielleicht einfach ein Visionär, der den Gesetzen der Physik nicht traute und daran zerbrach.
06:34Ein Auto, das mit Wasser fährt.
06:36Ein Mann, der alles riskierte.
06:38Und eine Wahrheit, die nicht ganz ans Licht kam.
06:42Stanley Meyer starb mit seiner Vision.
06:44Aber seine Geschichte lebt weiter.
06:46Vielleicht, weil sie uns daran erinnert, wie sehr wir uns wünschen, dass es doch funktioniert.
06:52Dass da draußen jemand ist, der das Unmögliche möglich macht.
06:55Aber bis dahin gilt, Wasser bleibt Wasser und Energie entsteht nicht aus Glauben, sondern aus Wissenschaft.
07:31Vielen Dank.
08:01Vielen Dank.
08:29Dazu benötigt er zunächst einen Motor, der in der Lage ist, mit Druckluft als Treibstoff tatsächlich ein Fahrzeug antreiben zu
08:37können.
08:41Unsere Lösung ist eine sehr einfache Lösung. Eine Lösung, die wenig Geld kostet. Eine Lösung, die sehr ökonomisch ist, dabei
08:49aber vollkommen sauber ist, mit null Abgasen. Wirklich keine Emissionen, vor allem für die Städte.
08:56Und deshalb ist es, so glaube ich, die einzige Lösung, die man gegenwärtig kennt, die auch funktioniert.
09:09Was die Automobilindustrie auf der ganzen Welt nicht in Angriff nehmen wollte, der Visualisierung.
09:21Er hat einen eigenen Fabrikkomplex hoch und begann mit dem Bau eines Druckluftmotors für Fahrzeuge.
09:54Der Druckluftmotor funktioniert im Prinzip so wie ein klassischer Motor. Wir konstruierten eine Kammer, in die wir Druckluft hineinpressen und
10:02somit den Kolben zum Arbeiten bringen.
10:09Doch eine erfolgreiche Konstruktion nutzt noch gar nichts.
10:13Der Druckluftmotor wurde in die Entwicklung zu stecken, um den Motor auf die Strasse bringen zu können.
10:35Am Stadtrand von Nizza setzte er die
10:38Um die Leistungsfähigkeit seiner Technologie demonstrieren zu können.
10:49Dabei entstanden keine Liebhaberfahrzeuge für Technikfreaks,
10:53sondern praktische Minivans für Taxibetriebe und Kurierdienste.
11:15An der Fahrzeugunterseite hängen die Druckluftflaschen, der Motor töffelt leise vor sich hin, die Fahrt geht los.
11:36Höchstgeschwindigkeit 100 kmh.
11:39Eine komplette Tankfüllung kostet etwa 2 Euro für eine Reichweite.
11:56Das wird etwa eineinhalb Jahre dauern.
11:59Ich denke, dass wir Anfang 2007 fertig sein werden, um dann die ersten Autos produzieren zu können.
12:06Ich denke, dass wir in den Anfang 2007 starten, um die Fahrzeugen zu gelingen.
12:14Denn so billig wie mit dem Druckluftauto lassen sich mit keinem anderen Wagen auf der Welt Passagiere transportieren.
12:27Gleichzeitig präsentiert Guy Negre noch andere Anwendungen.
12:31Dieser Minitraktor ist ideal für Materialtransporte in geschlossenen Fabrikhallen.
12:36Denn der Druckluftmotor produziert als Abgas nur frische Luft.
12:41In seinem eigenen Designbüro lässt Negre nicht nur Fahrzeuge kreieren, sondern auch über Lösungen für die ökologische Produktion von Druckluft
12:50nachdenken.
12:51Der Ansatz?
12:52Jede größere Stadt ist von Flüssen durchzogen.
12:56Und so könnten am Ufer Schiffe liegen, die durch Miniturbinen Strom für die Druckluftproduktion gewinnen.
13:02Wir entwickeln eine Miniturbine, um damit direkt Druckluft zu produzieren.
13:07Das ist eine vollkommen saubere Lösung.
13:08Das ist das geschlossene ökologische System.
13:13Das Nachdenken, was sich mit ganz einfacher Luft machen lässt, könnte die Welt verändern.
13:18Doch die Negres waren und bleiben bescheidene Leute.
13:22Obwohl sie den Treibstoff für eine mobile Welt der Zukunft zu nutzen wissen,
13:27gibt sich der frühere Formel-1-Motorenkonstrukteur als ganz einfacher Ingenieur.
13:35Ein Motor ist einfach etwas sehr Interessantes.
13:38Er ist etwa so kompliziert wie ein dreidimensionales Schachspiel.
13:41Und außerdem, es ist genauso schön, einen Formel-1-Motor wie einen sauberen Motor für die Straße zu entwickeln.
13:52Die Welt mit Luft zu bewegen.
13:54Dieses Ziel hat sich der Visionär Guinegre gesetzt und ist dabei, es zu verwirklichen.
14:00Noch läuft alles wie bisher mit den benzinfressenden Verbrennungsmotoren.
14:06Doch in Nizza, in einer Fabrikhalle, warten die Autos der Zukunft nur noch auf den nächsten Morgen.
14:23Die Automobilindustrie wollte keinen Druckluftmotor.
14:28Er läuft.
14:29Und das Schöne daran, der Motor verbraucht nicht einen einzigen Tropfen Benzin.
14:34Die Automobilindustrie wollte keinen Druckluftmotor.
14:37Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen.
14:44Dann wird euch alles andere dazugegeben.
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