00:00Beim Café Kiew in Berlin kommen Menschen zusammen, die den Krieg in der Ukraine aus nächster Nähe erlebt haben.
00:06Einer davon ist Ruben Mavik, der freiwilliger Sanitäter, immer wieder Zivilisten in Frontgebieten in der Ukraine rettet.
00:12Ich habe angefangen 2023. Damals war es ein fast reiner Artillerie- und Raketenkrieg, eine feste Front, keine großen Angriffe.
00:21Es gab die Versuche, aber keine Durchbrüche. Und inzwischen ist es einfach unglaublich gefährlich geworden, auch weiter weg von der
00:30Front.
00:30Also die Präzision ist inzwischen sehr gut auf 45 Kilometer teilweise von den Russen, wenn man auf den wichtigen Straßen
00:37fährt, wo ich oft herfahre mit meinem Krankenwagen.
00:40Und früher, da sind wir bis auf drei Kilometer an die russischen Linien herangefahren, um unsere Patienten abzuholen.
00:45Genau wie Mavik hilft auch Nils Thal seit mehreren Jahren in der Ukraine. Eigentlich ist er Feuerwehrmann in Nürnberg.
00:51Im Gespräch mit Euronews erklärt er, warum er sich entschieden hat, dem Kriegsgebiet zu helfen.
00:56Es ist mehr oder minder ein russischer Expansionskrieg. Eine Menge Menschen in Russland sehen die Westgrenze als temporär.
01:02Das betrifft uns alle, das ist gegen die internationale Ordnung. Und da kann man nicht einfach zugucken.
01:07Und das geht eben auch mit einem riesigen Leid einher. Und auch das, was dann folgt, wenn sie das nicht
01:12durchsetzen sollten,
01:13Das kann man nicht einfach passieren lassen. Da muss man sich dagegen stellen.
01:17Auch Politiker haben das diesjährige Kaffee Kiew besucht. Darunter Bundeskanzler Friedrich Merz,
01:23der sich bei seinem Rundgang die Drohnen des deutschen Unternehmens Quantum Systems anschaute.
01:28Während seiner Rede ging es jedoch auch um die Verhandlungen, die ein mögliches Ende des Krieges herbeibringen sollen.
01:34Wir wollen einen gerechten und vor allem einen dauerhaften Frieden.
01:38Ein Frieden, der die Würde der Ukraine wahrt und der die Sicherheit der Ukraine und die Sicherheit Europas wirklich schützt.
01:47Ein klares Zeichen an Putin wäre aktuell aus Sicht von Alexandra Matvichuk wichtiger denn je.
01:52Die Friedensnobelpreisträgerin warnt davor, dem russischen Präsidenten keine Grenzen zu setzen.
01:57Russisch sieht, dass die menschliche Dimension nichts bedeutet.
02:00Putin hat das Gefühl, dass es keine rote Linie gibt.
02:03Und das bedeutet, dass er das, was er will.
02:06Und jetzt haben wir den ersten Winter der großen Krieg, der der schwersten Winter der großen Krieg.
02:14Denn die Russen schützt die energetische Krise, die sehr infrastruktur, die den Zivilisten, die auf ihre Rehabilitation.
02:21Wir sind in unseren Flächen, ohne Hecht, Wasser, Elektrizität.
02:26Am 24. Februar jährt sich der Kriegsbeginn nun bereits zum vierten Mal.
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