»Ist das ein Gesicht hinter Opa? Das ist doch bestimmt ein Geist!« – »Nein, Natalie, das ist einfach nur ein Busch ...«
Paranormale Geschichten ziehen mich an, seit ich denken kann. Als Kind habe ich jeden Schatten argwöhnisch beäugt und jedes Familienfoto nach Fratzen im Hintergrund abgesucht. Was mir meine echten Fotoalben (zum Glück) nie geben konnten, finde ich jetzt in der Demo zu Shutter Story.
Mein bester Freund Eli glaubt nämlich, dass eine böse Macht sein Elternhaus und seine Familie bedroht. Seine Beweise: Ein Stapel Fotos, die wir gemeinsam mit der fiktiven Software SpectralAware 2.1 sezieren. Ich regle Helligkeit und Kontrast nach oben und unten, schalte auf Nachtsicht oder invertiere die Farben, um die Fragen zu klären: Ist da was auf den Bildern? Und wenn ja: Was ist es?
Wer ist die fremde Frau neben Elis Großvater? Was ist das für ein Nebel im Wohnzimmer? Und warum zur Hölle wackelt die Lampe von allein?
Das Beste daran: Selbst wenn ihr, wie ich, Anomalie-Spiele sonst eher öde findet, könnte euch Shutter Story in seinen Bann ziehen. Denn statt stumpfer Fehlersuche in Endlosschleife, ist das Analysieren der Fotos in eine echte Geschichte eingebunden. Meine Beobachtungen helfen Eli dabei, den Spuk zu verstehen und auszutreiben. Damit erfüllt mir das Spiel nicht nur den »dummen« Kindheitstraum, endlich Geister auf Fotos zu entdecken – es bringt auch eine fesselnde Geschichte in den Anomalie-Horror, die ich sonst im Genre viel zu oft vermisse.
Ihr könnt Shutter Story auf Kickstarter unterstützen oder die Demo direkt beim Steam Next Fest spielen . Mein Geisterjäger-Herz hat der indische Solo-Entwickler jedenfalls schon erobert.
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