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Privates, nicht-kommerzielles Hörspiel zu Ottfried Preusslers Hotzenplotz in der Ära der Finazkrise 2008
Transcription
00:00Studio H1A präsentiert
00:30Eine Feuerwehr Müllton Produktion
00:31Ottfried Preußlers Hotzenplotz
00:34Folge 2 1 Viertel
00:37Der Räuber Hotzenplotz und die große schwarze Limousine
01:00Kapitel 1 Großmutters Heilkräuter
01:17An diesem sonnigen Spätsommertag saß Großmutter an ihrem Gartentisch
01:23und verteilte vor sich verschiedene Heilpflanzen und Kräuter säuberlich in kleine Haufen.
01:28Oh, bald sind die Semmelknödel und das Gulasch fertig.
01:35Ich darf sie nicht vergessen.
01:37Das ist doch Kaspeles und Seppels Leibgericht am Samstag.
01:44War da etwas?
01:47Mir schien so, als hätte ich jemanden lachen gehört.
01:52Nun gut, ich muss meine Heilpflanzen sortieren und trocknen lassen.
02:02Was haben wir denn da?
02:06Ein bisschen Baldrian, das Johanniskraut, die Passionsblume.
02:13Und da ist auch der Hopfen nicht nur gut für Bier.
02:21Hä, hä.
02:22War da nicht jemand?
02:26Hä, hä.
02:28Da ist doch jemand.
02:32Hallo, kommen Sie aus Ihrem Versteck heraus.
02:37Ich hab keine Angst.
02:40So, so Großmutter, keine Angst?
02:44Hotzenplotz.
02:45Genau der.
02:46Was wollen Sie, Sie Unmensch?
02:50Na, na, ganz ruhig, nur nicht aufregen.
02:54Ich rege mich auf, wann ich will.
02:57Ich aber nicht.
02:59Der Arzt hat mir Aufregung verboten.
03:01So, so.
03:04Und Sie, Unhalt, bringen Ihre Mitmenschen um Sinn und Verstand.
03:10Und man darf sich nicht aufregen.
03:14Hilfe!
03:16Ruhe, Großmutter.
03:18Da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt.
03:20Oh, schießen Sie nicht.
03:25Nehmen Sie doch bitte Ihre Pfefferpistole weg.
03:29Schon gut, aber Sie hören auf zu schreien.
03:32Bitte nicht schreien.
03:35Was wollen Sie denn, Herr Räuber?
03:37Was haben Sie denn?
03:39Nun gut, das Mittagessen.
03:44Semmelknödel mit Gulasch.
03:47Ah, das hört sich gut an.
03:49Was sonst noch?
03:51Herr Räuber, ich habe doch nichts.
03:55Kein Geld?
03:57Kein Geld.
03:58Kein Schmuck?
04:01Kein Schmuck.
04:03Aber die Kräuter auf dem Tisch.
04:06Die müssen doch noch in der Sonne trocknen.
04:10Aber dann?
04:11Dann werden Sie wunderbare Arzneimittel gegen Schlaflosigkeit und Nervosität zur Beruhigung und Stressbewältigung.
04:22Genau das hat mein Hausarzt mir verschrieben.
04:26Aber es sind doch meine Kräuter.
04:30Nein, bitte nicht.
04:31Ich brauche Sie doch zur Beruhigung während der ständigen Räubereien und Diebstählen.
04:44Schluss jetzt.
04:45Nein, nicht die Pfefferpistole.
04:48Gut, jetzt verstehen wir uns, Großmutter.
04:52Ist ein wenig von dem Kraut.
04:55Dem Johanniskraut?
04:57Genau.
04:58Genau.
04:59Und auch von dem Gewächs?
05:00Dem Baldrian?
05:02Ja, und jetzt die Blume.
05:05Die Passionsblume?
05:07Und schließlich das Gras.
05:10Der Hopfen?
05:13Das haben wir.
05:15Wie fühlst du dich, Großmutter?
05:17Ruhig.
05:18So ruhig.
05:19So ruhig.
05:21Willst du etwas schlafen, Großmutter?
05:24Das wäre eine gute Idee.
05:28Aber das Gulasch?
05:30Keine Sorge.
05:31Ich kümmere mich um alles.
05:34Ich fühle mich so schläfrig.
05:37Da ist sie eingeschlafen.
05:40So, rasch jetzt.
05:42Die Kräuter in meinen großen Sack.
05:45Und das Gulasch?
05:47Ah, wie riecht das gut.
05:50Und die Semmelknödel?
05:52Welch ein Festmahl!
06:15Kapitel 2
06:37Das Staatsgeheimnis
06:40Oberwachtmeister Alois Dimpfelmoser ging auf und ab, auf und ab.
06:47Er zischte ärgerlich Luft durch die Zähne.
06:50Dann setzte er sich wieder an den Büroschreibtisch und versuchte wieder, die neue amtliche Meldung
06:56Drucksache EKEL 007 Sicherheitskontrolle auszufüllen.
07:02Er musste der Polizeiverwaltung melden, wo, wann, wie oft, wozu und in welcher Absicht er eine polizeiliche Rundfahrt auf seinem Dienstfahrrad unternahm.
07:14Ein schwieriges Unterfangen, das sich nur unterbeschäftigte Oberverwaltungsbeamte in München ausdenken konnten.
07:21Oberwachtmeister Alois Dimpfelmoser seufzte. Er blieb an folgender Frage stecken.
07:28Hat ein polizeilicher Rundgang zur Ergreifung eines Verbrechers geführt?
07:36Wenn nein, meinen Sie, dass mit der Erhöhung der Anzahl der polizeilichen Rundgänge auch in Ihrer Stadt endlich ein Verbrecher gefangen wird?
07:49Wenn ja, wann, wo, wen, wieso, weshalb und warum sitzen Sie jetzt in Ihrer Amtsstube, wenn Sie draußen bei einem Rundgang den nächsten Verbrecher fangen könnten?
08:09Oberwachtmeister Alois Dimpfelmoser massierte sich die Stirn, zog sich im linken Ohrläppchen und kratzte sich im Hinterkopf.
08:18Er hatte das Gefühl, egal wie er die Frage beantworten würde, wäre die Antwort auf jeden Fall schlecht für ihn.
08:26Wäre Oberwachtmeister Alois Dimpfelmoser nicht so in seine Amtsgeschäfte vertieft gewesen, wäre ihm sicher aufgefallen, dass am offenen Fenster ein großer schwarzer Stoffhut entlang huschte.
08:39In diesem Moment klingelte das Telefon.
08:42Oberwachtmeister Alois Dimpfelmoser
08:59Salutierte Oberwachtmeister Alois Dimpfelmoser in den Telefonhörer.
09:03Sind Sie auf dem Laufenden?
09:05fragte eine Chefstimme am anderen Ende der Leitung.
09:08Natürlich, immer auf dem Laufenden.
09:11Drucksache EKEL 007 Sicherheitskontrolle in Bearbeitung geht noch heute Nachmittag als Benachrichtigung nach München.
09:21Was?
09:22Melde Drucksache EKEL 007
09:26Schon gut, schon gut. Man hat Sie also noch nicht informiert.
09:31Äh, nein.
09:32Gut. Hier spricht der erste Sekretär der Bundeskanzlerin in Berlin. Sind Sie allein?
09:38Ob ich, äh...
09:40Genau. Ich muss Ihnen ein Staatsgeheimnis anvertrauen.
09:44Äh, ich bin der Oberwachtmeister Alois Dimpfelmoser und, äh, ich bin ganz allein in meiner polizeilichen Dienststube.
09:54Wäre der Oberwachtmeister Alois Dimpfelmoser nicht so verdattert gewesen wegen dieses überraschenden Telefonanrufs
10:01und hätte er in diesem Moment zum offenen Fenster geschaut, hätte er einen schwarzen Stoffhut verschwinden sehen können.
10:07Gut. Sprechen Sie mit niemandem über den Inhalt der folgenden Nachricht.
10:12Jawohl. Alles geheim.
10:14Frau Bundeskanzlerin Ann Merkel kommt in Ihre Stadt.
10:19Frau Bundeskanzlerin kommt in unsere Stadt?
10:23Jawohl. Mit folgenden Anweisungen.
10:26Frau Ann Merkel merkt an, dass alles geheim ist. Vor allem der Grund des Besuchs bleibt geheim.
10:34Frau Ann Merkel bemerkt, dass auch der russische Tsar Igor Putinovich, der französische König Napoleon Le Grand
10:42und ihr Presidente del Consiglio, Signore Bunga Nocchio, incognito zugegen sein werden.
10:48Der Tsar Napoleon und auch Signore Bunga Nocchio?
10:55Frau Ann Merkel macht die zusätzliche Anmerkung, dass aus geheimen Gründen die teure Staatskarosse mit dem unauffälligen Kfz-Zeichen
11:05Ann Merkel Berlin 001 im Vorhinei in Ihre Stadt gefahren wird.
11:10Teure Staatskarosse?
11:13Die Bundeskanzlerin kommt dann im Zug. Die Staatskarosse muss vor fremden Augen versteckt in Ihrem Spritzenhaus abgestellt werden.
11:22Jawohl. Staatskarosse im Spritzenhaus.
11:26Der Wagen kommt in einer Stunde an.
11:28Jawohl. In einer Stunde.
11:31Polizeikräfte müssen den Wagen sichern.
11:34Jawohl. Wagen sichern.
11:36Fragen?
11:37Keine.
11:39Wiedersehen.
11:40Schöne Grüße an...
11:42Aber es knackte schon in der Leitung. Die Verbindung nach Berlin war unterbrochen worden.
11:48Oberwachtmeister Alois Dimpfelmoser sank wie betäubt zurück in seinen Amtssessel.
11:54Das konnte doch nicht wahr sein.
11:56Was?
11:57Was?
11:58Was?
11:59Wo?
12:00In der Leitung, der Leitung war von schwitzen Wilken, war.
12:02Die Leitung war, war ohne!
12:04Ja, das ist ein Besondere an.
12:06Werther.
12:07Fertig, war ohne!
12:09Was?
12:10Was?
12:11Kapitel 3 Der zweite Anruf aus Berlin
12:34Oberwachtmeister Alois Dimpfelmoser war sehr aufgeregt.
12:38Man hatte ihm eine polizeiliche Mission gegeben.
12:40Aus Berlin. Von Frau Kanzlerins persönlichem Sekretär.
12:45Aus dem Weg! Das ist eine polizeiliche Amtshandlung!
12:52Platz da! Hier kommt die Polizei! Aus dem Weg!
12:57Dies ist ein Eileinsatz! Aus dem Weg! Von höchster Wichtigkeit!
13:03Oberwachtmeister Alois Dimpfelmoser rief, klingelte, radelte, als ob er vom Teufel besessen wäre.
13:09Verdutzte Passanten sprangen auseinander.
13:13Autofahrer hielten sprachlos an.
13:16Doch der Oberwachtmeister radelte weiter und weiter.
13:20Großmutter! Großmutter!
13:22Er stieg ab.
13:23Bei Großmutters Haus wurde er schon erwartet.
13:26Aber nicht von der Großmutter.
13:27Großmutter!
13:28Herr Oberwachtmeister, hallo!
13:30Suchen Sie auch die Großmutter?
13:32Kasperl! Zippel! Was macht ihr denn hier?
13:35Wir kommen zum Semmelknödel essen.
13:37Mit Gulasch. Heute ist doch Samstag.
13:39Riechen Sie es denn nicht, Herr Oberwachtmeister?
13:42Jetzt, wo du es sagst. Aber das Gulasch riecht etwas verbrannt.
13:46Schaut mal, die Kochtöpfe.
13:48Die Semmelknödel sind ganz verkocht und labbrig.
13:51Das Gulasch ist angebrannt.
13:53Komisch. Großmutter, wo bist du?
13:56Huhu! Großmutter!
13:57Da liegt die Großmutter.
13:59Meine Güte! Was ist passiert?
14:03Sie schläft.
14:04Großmutter, aufwachen!
14:06Warum schläfst du denn am heiligen Tag?
14:07Oh, ich gehe ran. Hallo, hier der Zippel.
14:18Hier, Berlin.
14:19Berlin?
14:21Oh, das wird das Staatsgeheimnis betreffen.
14:26Genau. Sehr geheim.
14:28Die Staatskarosse kommt bei Hotzenplotz Versteck im Wald an.
14:33Staatskarosse bei Hotzenplotz Versteck?
14:35Ich verstehe nur Bahnhof.
14:37Nein, nicht am Bahnhof. Im Wald.
14:42Im Wald?
14:43Lass mich mal, Zippel. Das ist Polizeiangelegenheit.
14:48Hier, Oberwachtmeister Alois Dimpfelmoser. Ich höre.
14:53Hier, Berlin. Programmänderung. Jetzt kommt die Staatskarosse im Wald an.
14:58Jawohl. Im Wald.
15:00Alle Polizeikräfte und auch Gasparl und Zippel müssen in den Wald?
15:04Sie kennen Kasparl und Zippel?
15:07Keine Widerrede. Ausführung.
15:10Jawohl. Ausführung.
15:12Sofort.
15:13Jawohl. Sofort.
15:15Wie schon beim ersten Anrufer aus Berlin wurde auch dieses Gespräch schnell beendet.
15:21Oberwachtmeister Alois Dimpfelmoser war sehr verwundert über die Planungsänderung,
15:26aber Beamte sind nicht dafür da, Fragen zu stellen.
15:28Auch dass der Anrufer aus Berlin Kasparl und Zippel kannte,
15:33fand Oberwachtmeister Alois Dimpfelmoser erstaunlich.
15:36Aber dafür gab es sicherlich eine amtliche Erklärung zum gegebenen Zeitpunkt.
15:41Kasparl! Zippel! Schnell auf die Fahrräder! Wir müssen los!
15:45In den Wald?
15:47Genau! Das ist ein Staatsgeheimnis von allerhöchster Wichtigkeit!
15:51Kapitel 4
16:14Die schwarze Limousine auf Abwegen
16:17Die schwarze Limousine hatte nicht am Wald- oder Stadtrand angehalten.
16:24Sie war auch nicht zu Hotzenplotz Versteck gefahren.
16:27Nein, sie fuhr zum Spritzenhaus.
16:30Dort erwartete sie ein bärtiger Feuerwehrmann.
16:34Der Fahrer der Staatskorosse war etwas verwirrt.
16:37Das ist ja hier JWD! Meine Güte!
16:42Bitte?
16:43Na, ist das jetzt das Spritzenhaus oder nicht?
16:47Ja, da sind sie richtig.
16:49Kommen sie aus Berlin von der Bundeskanzlerin?
16:52Ja klar!
16:53Die ganzen Fatzkes meinen ja immer,
16:55wir wären zu doof zum Eyal.
16:58Kamerad, übernimmst du?
17:00Wann kommt denn die Bundeskanzlerin genau?
17:03Wat wees denn icke?
17:05War ja auch nur ne Frage.
17:07Kann ik hier die uffjetakelte Nuckelpinne lassen?
17:11Natürlich!
17:11Kenje Sabba, hier die Schlüssel.
17:15Wo geht's zum Bahnhof?
17:16Hab nen Beförderungsjudschein.
17:18Da vorn entlang, geradeaus und dann die zweite links.
17:22Gibt's da auch nen Bahnhofsrestaurant, wo man einen schlucken kann?
17:27Ja, ich glaube.
17:28Sag mal Kamerad, unter uns.
17:31Hat dich die Polente noch nicht eingebuchtet mit so ner Räuberfresse?
17:35Naja, ist ja auch Eyal.
17:38Tschüssikowski!
17:39Auf Wiedersehen!
17:40Der Berliner Fahrer war kaum verschwunden,
17:43da hatte Hotzenplotz,
17:45der sich mit der Feuerwehruniform verkleidet hatte,
17:48schon einen großen braunen Sack
17:49und eine kleine Kanone aus einem Winkel des Spritzenhauses herangetragen.
17:55Er wollte sein Gepäck in den Kofferraum wuchten,
17:58da stieß er sich das Wadenbein an einem riesigen Abschlepphaken.
18:01Er rieb sich die Wade,
18:04dann packte er die Kanone und den Sack in den Kofferraum.
18:08Schließlich schwang er sich hinter das Lenkrad.
18:12Nun saß er also auf dem Fahrersitz und verstand gar nichts mehr.
18:16Mist, ich hab noch nie so eine Karre gefahren.
18:21Da meldete sich eine honigsüße Stimme aus dem Inneren des Wagens.
18:26Willkommen an Bord!
18:28Äh, guten Tag!
18:29Guten Tag, geehrter Fahrgast!
18:32Äh, wie mache ich das Ding an?
18:35Sehr geehrter Fahrgast,
18:37dieses Automobil ist eine Sonderanfertigung
18:39für das Bundeskanzleramt
18:41und komplett führerlos ausgefertigt.
18:45Äh, was muss ich machen?
18:47Sie brauchen nichts machen,
18:48nichts anordnen,
18:50nicht lenken.
18:51Der Bordcomputer kümmert sich um alles.
18:54Aber das Lenkrad...
18:56Das Lenkrad ist eine reine Attrappe.
18:58So, so.
19:00Bitte geben Sie Ihr Fahrtziel ein.
19:02Ich weiß nicht.
19:04Wo sollen wir schon hinfahren?
19:05Keine Ahnung.
19:07Nein, bitte keine Sonderziele.
19:09Diese sind der Kanzlerin vorbehalten.
19:12Also okay, versuchen wir's mal.
19:15Zum Staatsgeheimnis.
19:17Ziel nicht bekannt.
19:19Zum Treffen mit Napoleon.
19:21Ziel nicht bekannt.
19:22Zum Geheimvertrag.
19:24Ziel nicht bekannt.
19:26Mensch, ich dachte,
19:28ich komme an Geld durch das Staatsgeheimnis.
19:30Aber das klappt ja gar nicht.
19:32Ziel eingegeben.
19:34Geld.
19:35Zielvorgabe bestätigen.
19:37Äh, Geld?
19:39Ja klar, sicher.
19:41Ziel bestätigt.
19:43Geld bzw. Geldreserve.
19:46Bitte geben Sie Ihr Passwort ein.
19:49Passwort?
19:50Äh, Bundeskanzlerin?
19:53Passwort falsch.
19:55Ihnen bleiben 359 Versuche.
19:59Berlin?
20:00Passwort falsch.
20:02Ihnen bleiben 358 Versuche.
20:06Geldreserve?
20:07Passwort falsch.
20:09Ihnen bleiben 357 Versuche.
20:13Napoleon?
20:14Passwort falsch.
20:16Ihnen bleiben 356 Versuche.
20:19Mist, was macht man denn in so einem Notfall?
20:23Passwort richtig, Notfall.
20:26Der Bordcomputer wünscht Ihnen eine gute Fahrt.
20:29Und jetzt?
20:30Was mache ich jetzt?
20:32Bitte entspannen Sie sich.
20:34Der Bordcomputer fährt die Staatskarosse vollautomatisch zum eingegebenen Ziel.
20:39Ehe sich Hotzenplotz versah, fuhr der Wagen los.
20:49Er nahm Fahrt auf, durchquerte die Stadt.
20:52Ha ha!
20:53Ha ha!
20:55Die Staatskarosse verließ die Stadt und schoss über die Landstraße.
20:58Da kamen Ihnen drei Fahrradlampen entgegen.
21:02Ha ha!
21:03Wie ist denn das?
21:05Die Radfahrer waren Kasperl, Seppel und der Oberwachtmeister Dimpfelmoser.
21:10Guck, guck!
21:11Ha ha!
21:12Da schaut ihr blöd!
21:14Hotzenplotz hat euch alle ausgetrickst!
21:16Tschüss!
21:17War schön mit euch!
21:19Doch plötzlich war mitten auf der Landstraße ein Bahnübergang mit herabgelassener Bahnschranke.
21:25Ein Stoppschild und eine Ampel, die auf Rot stand.
21:28Die Staatskarosse hielt sofort automatisch an.
21:32Was ist denn hier los?
21:34Ein alter Mann mit langem weißem Bart und in Hauptwachtmeisteruniform kam zur Fahrerseite der Staatskarosse.
21:41Hotzenplotz war sehr verwirrt.
21:44Aber Herr Wachtmeister, was ist denn hier los?
21:48Hauptwachtmeister Zastermann, was soll los sein?
21:51Die Papiere bitte.
21:52Aber ich kenne doch die Landstraße wie aus meiner Westentasche.
21:55Hier war doch noch nie ein Bahnübergang.
21:58Oder ein Stoppschild oder eine Ampel.
22:02Geschweige denn alles zusammen.
22:05Ja, so kann es gehen.
22:06Also keine Papiere.
22:08Äh, gestern hab ich sie noch gehabt.
22:12Aussteigen.
22:13Aber Herr Wachtmeister...
22:15Hauptwachtmeister!
22:16Ich steige ja schon aus.
22:19Hotzenplotz stieg aus.
22:21Der Hauptwachtmeister ins Auto ein.
22:24Na, Hotzenplotz!
22:25Du lässt dich aber einfach beeindrucken.
22:28Und mit einem Fingerschnackeln ließ der Fremde die Bahnschranke, das Stoppschild und die Ampel verschwinden.
22:33Auch die Polizeiuniform des Fremden war plötzlich weg.
22:38Stattdessen hatte der Fremde jetzt ein Zauberkostüm an.
22:41Aber Sie sind ja ein Zauberer!
22:44Gestatten!
22:45Zauberer Zastermann!
22:47Na komm, Hotzenplotz!
22:48Vielleicht kann ich dich doch noch gebrauchen.
22:51Ich bin ja kein Unmensch.
22:53Steige ein.
22:54Auf der Beifahrerseite.
22:56Und los geht's zur Geldreserve der Bundeskanzlerin.
23:21Kapitel 5
23:40Frau Schlotterbecks Kristallkugel und die Fee Amaryllis müssen ran.
23:48Ruhig, Wasti! Ruhig! Ganz ruhig, mein Lieber!
23:52Guten Abend, Herr Oberwachtmeister!
23:54Sehr geehrte Frau Schlotterbeck, dürfen wir eintreten?
23:57Es handelt sich um einen Notfall.
23:59Ja, wir drehen!
24:00Ruhig, Kinder! Hier spricht die Polizei!
24:03Herr Oberwachtmeister!
24:05Ja, in der Tat! Die Lage ist ernst!
24:08Nun treten Sie ein!
24:10Genau!
24:11Aber jetzt sagen Sie doch, Herr Oberwachtmeister!
24:14Nun, Frau Schlotterbeck, ich muss Ihnen leider mitteilen...
24:17Ja?
24:18Dass Ihre Kristallkugel für den Zeitraum von drei Stunden aus kriminalpolizeidienstzwecklichen Gründen zur Verbrechensbekämpfung beschlagnahmt und im Sinne einer konkreten postkausalen Präventivmaßnahme zielgerichtet eingesetzt werden muss.
24:37Ja, und was heißt das konkret?
24:40Wir müssen Hotzenplutz mit Ihrer Kristallkugel finden!
24:45Genau!
24:46Das wollen wir!
24:48Gesagt, getan.
24:49Während Wasti jaulte und knurrte,
24:51versammelten sich Frau Schlotterbeck und ihre drei Gäste um die Kristallkugel.
24:56Mit einer behutsamen Geste entfernte die Wahrsagerin das samtene Tuch.
25:02Und die vier neigten sich zur Kugel herab, um in ihrem schwarzen Inneren etwas zu erkennen.
25:07So, Herr Oberwachtmeister, welche Person und welche Gegend betrifft Ihre Suche?
25:14Unsere Suchmeldung betrifft den Räuber Hotzenplotz.
25:18Er wurde gesehen, wie er am Lenkrad eines Dienstfahrzeugs...
25:22Eine schöne schwarze Limousine.
25:24Kasperl!
25:25Schon gut.
25:26Wie er am Lenkrad eines unrechtlich entwendeten Dienstfahrzeugs mit dem amtlichen Kraftfahrzeugzeichen
25:36an Merkel Berlin 001 bei der Fahrt statt auswärts auf der Landstraße von polizeilichen Ordnungskräften
25:45bei unzulässig erhöhter Geschwindigkeit, äh, äh, äh, angetroffen wurde.
25:52Na, sagen Sie das doch gleich!
25:54Wir suchen also Hotzenplotz auf der Landstraße in einem schwarzen Auto.
25:59Dabei sollte bemerkt werden, dass...
26:02Ruhig!
26:03Psst!
26:04Jetzt kein Muckser mehr!
26:06Wir nehmen die Suche auf!
26:08Lange sahen die Freunde nichts.
26:10Die schwarze Kugel blieb schummrig und dunkel.
26:13Doch als Frau Schlotterbeck einige Beschwörungsformeln vor sich her murmelte...
26:17Hühnerkot und Siegenmest!
26:20Sag mir doch, wo Hotzenplotz ist!
26:22Köttel, Schiss und Fliegendreck!
26:25Wo ist sein Versteck?
26:28Kasperl!
26:29Doch, ich auch!
26:30Ruhig!
26:31Und keine Bewegung!
26:33In der dunklen Kugel tauchte ein schwarzer Wagen auf, der mit hoher Geschwindigkeit die Landstraße
26:38hinabraste.
26:40Man hört sogar was!
26:41In diesem Moment fühlten Kasperl und Seppel so etwas wie einen weichen Windhauch hinter
26:47sich.
26:48Ist da jemand?
26:49Hier ist doch jemand!
26:50Aus dem Nichts trat eine wunderschöne Gestalt auf die vier Freunde zu, die immer noch um
26:56die Kristallkugel herumsaßen.
26:58Aber das ist ja...
27:00Die Fee Amaryllis!
27:03Genau die ist es, liebe Freunde!
27:05Hören Sie mal!
27:06Wir haben hier eine Kristallkugel-Seance!
27:08Ich komme, um euch Hilfe zu bringen!
27:11Oh bitte ja!
27:13Der Räuber Hotzenplotz hat die schwarze Limousine gestohlen!
27:16Ich weiß!
27:18Er fährt sehr schnell zu einem anderen Ort!
27:21Wir müssen schnell etwas tun!
27:22Kommt hier einfach rein und unterbricht meine Seance!
27:25Ich weiß!
27:27Frau Amaryllis, es handelt sich um eine polizeiamtliche Diensthandlung!
27:32Da könnte ja jeder kommen!
27:34Ich weiß!
27:35Aber was machen wir jetzt?
27:38Wir müssen Verfolgung aufnehmen!
27:40Unverschämtheit sowas!
27:41Ich weiß!
27:43Frau Bundeskanzlerin hat mich zu euch geschickt!
27:47Feenauftritte und Wundertaten sind ja im Moment sehr am Markt gefragt!
27:52Frau Ann Merkel hat mich gebeten, euch mit meinen Zaubermitteln auf die Verfolgung zu schicken!
27:58Denn ihr müsst die Geldreserve der Bundeskanzlerin beschützen!
28:02Echt? Können wir das denn?
28:04Natürlich!
28:05Ich habe zwei Freunde, die euch helfen werden!
28:08Wir waren da schon ein ganzes Stück vorangekommen!
28:11Auch ohne diese Spätankömmlinge!
28:12Den ersten trefft ihr hinter Großmutters Gemüsegarten!
28:16Danke, liebe Fee!
28:17Das ist toll!
28:18Aus dem Weg!
28:19Hier kommt die Polizei!
28:21Los!
28:21Wir müssen los!
28:23So etwas!
28:24Gute Reise, Freunde!
28:27Ich wache über euch!
28:29Hotzenplatz!
28:30Wir kommen!
28:30Kapitel 6
28:49Die Verfolgungsjagd
28:51Der Oberwachtmeister Dimpfelmoser, Kasperl und Seppel hatten sich beeilt.
28:59Großmutters Haus lag still und ruhig vor ihnen und im Gemüsegarten war keine Menschenseele zu erkennen.
29:05Jetzt haben wir den Salat!
29:07Kein Mensch zu sehen!
29:09Ia!
29:10Ia!
29:12So kommen wir nicht weiter.
29:13Es handelt sich um eine Falschinformation.
29:16Ich kehre in meine Amtsstube zurück und informiere meinen Vorgesetzten.
29:21Ihr wisst, wo ihr mich findet.
29:22Mensch, Seppel!
29:25Denk mal nach!
29:27Fee Amaryllis würde doch niemals uns irgendwo hinbestellen, wenn sie nicht wüsste, dass sie recht hat.
29:33Ia!
29:34Ia!
29:35Wie oft soll ich euch noch rufen?
29:38Bist du das, Esel?
29:40Welchen sonst?
29:42Siehst du noch hier jemanden hier?
29:44Hat dich die Fee zu uns geschickt?
29:47Besser gesagt, die Fee hat euch zu mir geschickt.
29:51Und was machen wir jetzt?
29:52Na los!
29:54Auf geht's!
29:55Was sollen wir machen?
29:57Auf meinen Rücken!
29:59Wir beide?
30:00Sicher!
30:01Los!
30:02Wir müssen uns beeilen!
30:05Als der Oberwachtmeister Dimpfelmoser ins Büro zurückkam, erlebte er eine Überraschung.
30:10Das Telefon klingelte.
30:14Hallo, Polizeidienststelle, Oberwachtmeister Dimpfelmoser im Apparat.
30:25Guten Tag, ihr spricht die französische Botschaft in Berlin.
30:30Meine Dame, was kann ich für Sie tun?
30:33Ich wollte fragen wegen dem Besuch von Notre-Roy Napoleon Le Grand.
30:39Ach so.
30:40Ist alles vorbereitet?
30:42Natürlich, gute Frau.
30:44Was möchten Sie im Besonderen wissen?
30:46Es ist etwas delikat, aber ich muss wissen, ob Frau Merkel und Notre-Roy Napoleon Le Grand
30:54auch den Besuch in der Reserve machen.
30:58Reserve?
30:59Oui, la Reserve.
31:02Ich meine die Geldreserve.
31:05Geldreserve?
31:06Hat man Sie nicht informiert?
31:09Ich fürchte, nein.
31:11Frankreich braucht sehr, sehr schnell einen, mon Dieu, comment dire, einen tiefen Griff in die Geldreserve.
31:20Ach so.
31:21Also das Besuchsprogramm ist mir nicht in allen Einzelheiten bekannt.
31:24Gibt es da Ausflug in eine Wald?
31:27Ja, das ist möglich.
31:29Gut, dann nehme ich an das Frau an Merkel und Notre-Roy Napoleon Le Grand im Wald die Geldreserve besuchen.
31:40Zur gleichen Zeit schoss eine schwarze Limousine automatisch gesteuert genau dieser Geldreserve entgegen.
31:46Am Steuer saß der Zauberer Zastermann.
31:50Auf dem Beifahrersitz langweilte sich der Räuber Hotzenplotz.
31:53Und warum brauchst du das Geld, Zastermann?
31:57Gut gefragt.
32:00Du könntest es dir doch einfach herbeizaubern.
32:03Aus dem Nichts sozusagen.
32:05Richtig.
32:07Eigentlich.
32:08Aber eben nur eigentlich.
32:11Wie?
32:12Kannst du gar nicht richtig zaubern?
32:15Natürlich kann ich zaubern.
32:16Aber Geld aus dem Nichts zu zaubern?
32:19Ist zu schwer.
32:21Im Gegenteil.
32:23Das ist eins meiner einfachsten Übungen.
32:26Aber eben deshalb.
32:28Wie jetzt?
32:29Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, aus Nichts Geld zu machen, dass es nicht mehr funktioniert.
32:35Es geht nicht mehr?
32:37Ja, stell dich nicht so dumm an, Hotzenplotz.
32:39Wenn jahrzehntelang alle Zauberer dieser Welt einfach Geld aus dem Nichts zaubern, dann...
32:45Dann...
32:46Äh...
32:47Ich weiß nicht.
32:48Ja, dann geht das irgendwann nicht mehr.
32:51Ist kein Geld mehr da?
32:53Doch, Geld ist mehr als genug da.
32:55Aber es ist kein Nichts mehr da.
32:57Was?
32:58Ja, eben.
32:59Es gibt kein Nichts nicht mehr.
33:01So?
33:03Aha, das ist es also.
33:05Siehst du, Hotzenplotz, das ist ein bisschen schwer zu verstehen für dich.
33:10Deshalb bin ich auch ein gut bezahlter Finanzzauberer geworden.
33:14Und du eben nur ein Räuberhandwerker.
33:16So, so, so.
33:17Na ja.
33:18In diesem Moment knallte es und der Wagen kam zum Stehen.
33:23Ein Reifen ist geplant.
33:25Aber das ist doch keine Herausforderung für einen Zastermann.
33:29Ritsche, Ritsche, Ratsche, Reißen.
33:32Ich brauch nen neuen Reifen.
33:34Aber das ist ja ein LKW-Reifen.
33:37Der ist viel zu groß.
33:40Pappalapapp, das haben wir doch gleich.
33:43Schnicke, schnake, Schleifchen.
33:45Ich brauch ein kleines Reifchen.
33:48Mist, das ist ja ein Kinderwagenreifen.
33:51Viel zu klein.
33:53Psst, ich höre jemanden kommen.
33:57Ein Pferd?
33:58Eher ein Esel.
34:00Da hilft ja alles nichts.
34:02Räuber Hotzenplotz ging zum Kofferraum und lud die Kanone aus, die er am Spritzenhaus eingeladen hatte.
34:09Tatsächlich waren es Kasperl und Seppel, die auf ihrem Esel durch den Wald ritten.
34:14Eigentlich wären sie noch lange nicht hier, weil der Esel so langsam trabte, aber die Fee Amaryllis hatte etwas nachgeholfen.
34:21Wo sind wir hier?
34:24Ich habe Angst.
34:26Angsthase, Pfefferhase.
34:28Ich hoffe, dass wir bald Räuber Hotzenplotz eingeholt haben.
34:31Schneller als ihr denkt.
34:34Und bevor Kasperl oder Seppel reagieren konnte, zündete der Räuber Hotzenplotz seine Kanone.
34:39Es gab einen riesigen Knall und eine Rauchwölke schoss aus dem Kanonenrohr.
34:44Haha.
34:46Ihhh.
34:47Was ist das denn für ein blöder Rauch?
34:49Köh, köh, köh.
34:51Ich bin plötzlich so müde.
35:03Ich auch.
35:04Ganz schläfrig.
35:07Da liegen sie und schlafen, unsere Hobbydetektive.
35:13Man soll sich eben nicht mit Hotzenplotz Baldrian-Kanone anlegen.
35:17Haha.
35:21Kapitel 7
35:50Das Ende
35:51Die Eulen kreischten, die Wölfe jaulten.
35:56Langsam, sehr langsam kamen Seppel und Kasperl wieder zur Besinnung.
36:00Was ist denn da passiert?
36:06Uuuh.
36:07Hast du auch geschlafen, Kasperl?
36:10Wo sind wir?
36:13Mir scheint, das ist die Gegend des Schwarzen Sees und des Feekrauts.
36:17Aber was war mit uns los?
36:21Erinnerst du dich?
36:22Hotzenplot hat uns beschossen.
36:25Richtig.
36:26Mit seiner Kanone.
36:27Unglaublich.
36:29Zu was Hotzenplots fähig ist.
36:31Hörst du das?
36:33Was?
36:34Aha.
36:35Lass mich los.
36:36Ich hebe ab.
36:37Hilfe.
36:38Jetzt mal ganz ruhig, Leute.
36:41Amalie hat mir gesagt, dass ich euch helfen soll.
36:44Sie hat mir aber nicht gesagt, dass ihr alles verbrochen wollt.
36:47Ah, wer bist du?
36:49Ich bin der Adler, der König der Lüfte und euer Wetter.
36:53Denn unter uns geräumt.
36:55Ohne mich wäre jetzt die Geschichte zu Ende.
36:57Was willst du von uns?
36:59Bitte lass uns los.
37:00Das ist nicht dein Ernst, Seppel.
37:02Wir fliegen 30 Meter über der Erde.
37:05Wenn ich euch jetzt loslasse, bräuchte ihr euch alle Knochen.
37:08Aber was willst du machen?
37:10Ich bringe euch zu Hotzenplots.
37:12Weil der ist doch auf und davon.
37:14Quatsch.
37:14Mit dem Kinderwagenreifen fährt auch die schnellste Staatskarusse in den Schritt.
37:19Guckt mal unter uns.
37:21Seht ihr die Scheinwerfer im dunklen Wald?
37:24Tatsächlich.
37:25Es sieht so aus, als hätten sie angehalten.
37:27Unser Glück.
37:28Aber jetzt mal still, damit sie uns nicht hören.
37:32Wenn die Limousine aus dem Kanzleramt hier angehalten hat, ist die Geldreserve nicht weit.
37:37Aber wo nur?
37:39Ich sehe meine eigene Hand nicht vor den Augen.
37:42Hörst du das?
37:43Ja, das hört sich nach einem großen Vogel an.
37:47Auf sieh mit Gebrüll, Kasperl, Seppel.
37:49Aber das sind ja Kasperl und Seppel.
37:51Wo kommen die denn her?
37:53Da staunt ihr was?
37:55Damit habt ihr nicht gerechnet.
37:57Haha.
37:58Mit euch halben Portionen wird doch ein Hotzenplotz fertig.
38:03Und jetzt erstmal stehen bleiben.
38:05Meine Pfeffelpistole ist auf euch gerichtet.
38:07Du kannst mir viel erzählen, Hotzenplotz.
38:10Ich sehe dich gar nicht.
38:12Hehe, genau.
38:13Selbst wenn du losschießt, verfehlst du uns garantiert.
38:16Aber mein Zauberspruch, der wird seine Wirkung nicht verfehlen.
38:20Nein!
38:21Nur das nicht!
38:22Hilfe!
38:22Meine Güte!
38:25Muss man hier alles selbst machen?
38:27Hilfe!
38:28Jemand hebt mich hoch!
38:30Mich auch!
38:31Zu Hilfe!
38:32So, Kasperl und Seppel, jetzt habt ihr freie Bahn.
38:35Hilfe!
38:36Ein riesiger Vogel hat mich gepackt!
38:39Ich versenke jetzt erstmal die beiden Unholde im Schwarzen See.
38:42Und ihr müsst die Geschichte zu Ende bringen.
38:44Hilfe!
38:45Zu Hilfe!
38:46Zu Hilfe!
38:46Zu Hilfe!
38:49Zu Hilfe!
38:50Zu Hilfe!
39:15Kapitel 8
39:21Semmelknödel und Gulasch
39:23Da saßen sie also um Großmutters Mittagstisch herum.
39:29Kasperl und Seppel waren ganz aus dem Häuschen, weil sie ihr Abenteuer glücklich zu Ende gebracht hatten.
39:34Der Oberwachtmeister Dimpfelmoser ließ sich seinen Verdruss nicht anmerken, da er gedacht hatte, die Fee Amaryllis hätte eine Falschinformation gegeben und dass er so am Abenteuer gar nicht teilnehmen konnte.
39:49Deshalb schlürfte er jetzt an seinem Krug Bier und ließ Kasperl und Seppel erzählen.
39:54Und dann hörten wir, wie der Adler die beiden Gauner in den Schwarzen See hat fallen lassen.
40:01Und dann sage ich zum Kasperl, Mensch, jetzt müssen wir nur noch die Geldreserve finden.
40:06Und dann setze ich mich hinter Steuer und sage zum Bordcomputer Geldreserve.
40:12Nichts.
40:13Keine Reaktion.
40:14Dann sage ich, Frau Ann Merkel.
40:18Da sagt der Bordcomputer.
40:19Guten Tag, Frau Ann Merkel.
40:21Haben Sie gut geschlafen?
40:22Wie wird der heutige Tag?
40:26So schwer wie der gestrige?
40:28Darf ich Ihnen eine Vitamin-C-Erfrischung reichen?
40:31Was diese Computer alles für Blödsinn erzählen.
40:34Kurz, da wussten wir, dass wir das falsche Programm gewählt hatten.
40:39Schließlich fiel mir ein, dass die Staatskarosse so eine große Anhängerkupplung hatte.
40:44Ja, eine gute Beobachtungsgabe ist die Grundvoraussetzung für eine anständige polizeidienstliche Tätigkeit.
40:53Und dann sagt der Kasperl.
40:55Und was machen wir mit der Anhängerkupplung?
40:58Und der Computer sagt, wie aus der Pistole geschossen?
41:00Bitte entfernen Sie sich aus dem rückwärtigen Manövrierbereich.
41:04Der Wagen setzt zurück und wird die Geldreserve andocken.
41:08Nein!
41:09So einfach war das?
41:11Gell?
41:12Das hätten Sie auch geschafft, Herr Oberwachtmeister.
41:15Ich muss doch sehr bitten!
41:17Und mir nichts, dir nichts setzt der Wagen zurück.
41:20Sein Haken versenkt sich in einem Gebüsch.
41:22Und als er wieder nach vorne setzt, zieht er hinter sich einen riesigen Anhänger aus Panzerstahl her.
41:30Unverantwortlich! Die Geldreserve einfach im Wald zu deponieren!
41:35Das habt ihr gut gemacht!
41:37Und Frau Ann Merkel hat sich gefreut wie ein junges Mädchen, als sie den Anhänger wieder sah.
41:44Und der König Napoleon war sehr erleichtert.
41:47Auf den Schrecken essen wir jetzt aber eine besondere Portion Gulasch.
41:52Für mich noch ein Semmelknödel!
41:55Herr Oberwachtmeister, noch ein Bier?
41:57Passt schon!
41:59Ich bin jedenfalls froh, dass ihr das nächtliche Abenteuer so gut überstanden habt.
42:05Das sind wir auch!
42:07Und wo ist jetzt der Hotzenplatz?
42:09Der läuft wohl mit seinen nassen Klamotten immer noch im Wald herum.
42:13Da wollen wir ihn nicht dran stören.
42:16Prost!
42:17Prost, Kinder!
42:18Prost, Herr Oberwachtmeister!
42:21Prost!
42:21Prost!
42:22Prost!
42:23Prost!
42:24Prost!
42:25Prost!
42:26Prost!
42:27Prost!
42:28Prost!
42:29Prost!
42:30Prost!
42:31Prost!
42:32Prost!
42:33Prost!
42:34Prost!
42:35Prost!
42:36Prost!
42:37Prost!
42:38Prost!
42:39Prost!
42:40Prost!
42:41Prost!
42:42Prost!
42:43Prost!
42:44Prost!
42:45Prost!
42:46Prost!
42:47Prost!
42:48Prost!

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