Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 2 Tagen
Die Touristen kommen, um die Eisberge zu sehen. Doch wegen des Klimawandels schmelzen sie, und es wird immer wärmer. Was nach Katastrophe klingt, könnte den Grönland-Tourismus sogar ankurbeln.

Kategorie

🗞
News
Transkript
00:00Grönland, die größte Insel der Erde, liegt zwischen der Arktis und dem Atlantik.
00:06Die Temperaturen dort sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Extreme Kälte ist seltener geworden.
00:12Der Anstieg der Temperaturen hat schwerwiegende Folgen, da etwa 80 Prozent der Landesfläche mit Eis bedeckt sind.
00:18Andererseits bieten sich nun mehr Möglichkeiten für die Tourismusbranche.
00:22Die Wasserwege sind weniger vereist, was auch neue Schifffahrtsrouten öffnen und den Zugang zu reichen Rohstoffvorkommen erleichtern könnte.
00:30Einer der Gründe, warum Donald Trump auf Grönland Besitzansprüche angemeldet hat.
00:39Mee Winding ist Klimaforscherin in der Hauptstadt Nuuk. Sie ist besorgt über die Auswirkungen des Klimawandels.
00:45Das Meereis wird dünner. Wir können auch extreme Ereignisse beobachten, beispielsweise das Aufbrechen des Meereises in Monaten, in denen dies normalerweise nicht der Fall ist.
00:59Wir stellen fest, dass sich die Ozeane erwärmen und die Gletscher schmelzen. Der Klimawandel wirkt sich also auf vielen verschiedenen Ebenen aus.
01:07Eines der auffälligsten Beispiele ist der Elulisat-Eisfjord, der aufgrund steigender Temperaturen an Masse verliert.
01:15Er ist Grönlands bekanntestes Naturwunder und ein Muss für jeden, der das Land besucht.
01:20Der Fjord, der 2004 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, steht heute im Mittelpunkt des Umweltwandels.
01:28Wir begleiten einen einheimischen Kapitän, der schon sein ganzes Leben lang mit dem Boot in den eisigen Gewässern unterwegs ist.
01:36Er hat die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels hautnah miterlebt.
01:40Ich segle seit meiner Kindheit mit meinem Vater. Als ich klein war, waren diese riesigen Eisberge noch viel größer.
01:52Gleichzeitig beobachtet er steigende Touristenzahlen, insbesondere bei den Winterkreuzfahrten.
01:57Heute gibt es mehr Tourismus als noch vor fünf Jahren.
02:02Das Elulisat-Eisfjord-Center befindet sich am Rande des Fjords.
02:06Dort können Besucher mehr über die Kultur der Region und die Auswirkungen des Klimawandels erfahren.
02:12Wir haben den Direktor, Karls Handgren, getroffen.
02:15Wenn man den Klimawandel sehen will, muss man nach Grönland kommen.
02:20Denn hier kann man die Veränderungen sogar am Boden sehen.
02:24An der Küste gibt es riesige Risse, weil der Permafrostboden sehr schnell schmilzt und auch die Häuser absinken.
02:32Wir müssen uns wirklich überlegen, ob wir wollen, dass Touristenmassen aus der ganzen Welt zu uns kommen.
02:37Wir wollen keine Überfüllung, denn auch Flugzeuge und Schiffe verursachen sehr hohe CO2-Emissionen.
02:42Wir wollen Touristen, aber wir brauchen ein Gleichgewicht.
02:51Nuuk, die Hauptstadt Grönlands, hat weniger als 20.000 Einwohner.
02:55Aber der Tourismusboom hat bereits viele Veränderungen mit sich gebracht.
03:00Der neue internationale Flughafen in Nuuk, der Ende 2024 eröffnet wurde, war ein Wendepunkt.
03:07Jetzt fliegen hier mehr Airlines und Flüge aus dem Ausland müssten nicht mehr im Landesinneren zwischenlanden.
03:15Jakob Nitter-Sörensen, CEO von Air Greenland, sieht das als historischen Wendepunkt für die Tourismusbranche des Landes.
03:23Der Tourismus in Grönland befindet sich derzeit an einem neuen Punkt.
03:30Wir beobachten ein großes Interesse an Grönland und dem Ausbau des Flughafens Nuuk.
03:35Der bevorstehende Ausbau des Flughafens Ilulisat wird Grönland für Touristen noch besser erreichbar machen.
03:41Es wird einfacher und schneller sein, nach Nuuk, Ilulisat und anderen Orten zu reisen.
03:45Laut Experten könnten die Entscheidungen, die jetzt von der Tourismusbranche getroffen werden, die Zukunft des Landes bestimmen.
03:56Was hier geschieht, hat Auswirkungen auf das gesamte globale Ökosystem.
04:01Wenn also morgen die gesamte grönländische Eiskappe schmelzen würde, was nicht passieren wird, würde der Wasserstand weltweit um etwa 7,2 Meter steigen.
04:10Die Natur kennt keine nationalen Grenzen, das ist eine Erfindung der Menschen.
04:15Wir müssen dafür sorgen, dass wir das Tempo des Klimawandels verlangsamen.
04:21Die Grönländer sind sich der Schönheit und der Kraft ihres Landes bewusst.
04:26Jetzt hoffen sie, dass die ganze Welt, einschließlich Donald Trump, sie und ihr Heimatland respektieren wird.
Kommentare

Empfohlen