- vor 11 Stunden
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MenschenTranskript
00:00O Herr, mein Gott, demütig und dankbar will ich sein, am siebten Morgen, der siebte Tag, dein Autoritätszeichen.
00:16Und hier, mein Gott, und allen im Himmel, und hier auf Erden, meinen wunderbaren Mädels und Jungs,
00:24meiner wunderbaren Andrea, und den Rest der Welt.
00:34Prost.
00:41Da ist er.
00:46Ja, ich möchte euch mal erzählen, warum ich gestern meine finanziellen Sachen so erklärt habe.
00:51Für die kommenden Generationen, damit sie mal lernen, was Disziplin ist.
00:59Disziplin gilt auch hier, ha?
01:02Ja, was noch Disziplin ist, werde ich euch sagen, morgens um halb fünf aufstehen.
01:14Nee, halb vier aufstehen, damit ich um halb fünf die erste U-Bahn erreiche nach.
01:22Und abends, wenn ich Pech hatte, um neun Uhr erst wieder wieder zu Hause.
01:28War nicht jeden Tag so, kam aber auch oft vor.
01:32Das ist auch Disziplin, von der die nichts wissen.
01:36Ja, meine Mädels, meine Jungs, das war's schon für heute.
01:44Ich wollte euch bloß, hm, einen Kuss geben.
01:46Ah, Andrea, Andrea, Andrea, Andrea, Andrea, die Sendung ist heute Abend, heute Abend können wir sie sehen.
02:06Andrea, Andrea, Andrea, Andrea.
02:09Ja, und Mädel, meine Mädels, habt ihr gesehen, dass ich heute wieder besser aussehe als letztes Mal?
02:18Ja, genau, weil heute habe ich wieder die Zähne, ich falle jetzt.
02:23Das war's für den siebten Morgen.
02:34Mal sehen, ob wir uns morgen wieder sehen zum Nähkästchen, ich weiß es noch nicht.
02:39Ciao, die schlafen noch.
02:44War ja wieder eine serbe Nacht gewesen, ja.
02:48Ciao.
02:48Die kann nicht kaputt gehen, die hat alle Cracks des letzten Jahrhunderts überlebt.
02:53Man muss diese Rente nur endlich mal verstehen.
02:55Umlage finanziert heißt eben nicht, sie zahlen 30 Jahre in der Kasse ein und kriegen das dann verzinst wieder.
03:01Umlage finanziert heißt, das, was diese Gesellschaft in diesem Jahr erwirtschaftet, das wird umgelegt.
03:07Nicht im Sinne von getötet, sondern im Sinne von verteilt.
03:12Wir können immer nur das umlegen, was da ist.
03:15Das ist das eigentlich vernünftige Wirtschaften.
03:17Das kann mal ein Jahr weniger sein und mal ein Jahr mehr, aber es kann nie ganz weg sein.
03:23Auch nach der nächsten Krise wird noch was erwirtschaftet.
03:25So, und das verteilen wir auf die, die es erwirtschaften, auf die, die noch zu jung sind, um es zu erwirtschaften,
03:30und auf die, die schon zu alt sind, um es zu erwirtschaften.
03:32Und in dem System, wenn sie 80 Jahre werden, haben sie 20 Jahre profitiert,
03:36haben sie 40 Jahre drauf gezahlt, wieder 20 Jahre profitiert.
03:39Gerechter geht es gar nicht.
03:40Und es würde auch wunderbar funktionieren, wenn sich alle mit allem, was hier erwirtschaftet wird, daran beteiligen.
03:45Das System funktioniert deshalb nicht, weil in Deutschland haben die Ärzte eine eigene Altersversorgung,
03:50die Architekten haben eine eigene Altersversorgung, die Anwälte haben eine eigene Altersversorgung,
03:54die Beamten haben gar keine Altersversorgung und die Politiker auch nicht.
03:57Alle, die ein bisschen mehr verdienen, haben sich das System schon mal komplett ausgeklickt.
04:03Und 27% der Deutschen zahlen überhaupt noch in diese Systeme ein.
04:07Und davon sollen fast 70% hinterher eine Rente bekommen.
04:10Das kann natürlich wirklich nicht funktionieren.
04:13Wenn aber das Brutto-Soziaprodukt gestiegen ist und der Anteil der Leute, die für Lohn arbeiten, immer kleiner wird,
04:17dann muss man eben alles, was hier erwirtschaftet wird, mit ranziehen.
04:20Und das geht auch.
04:21Natürlich geht das. Die Schweiz macht das doch auch.
04:23Na klar, die Schweiz macht das ja, weil sie nicht rechnen können.
04:28Die haben die umlagefinanzierte Rente, weil die ein bisschen blöd sind.
04:32In der Schweiz zahlen sie von allem, was sie verdienen.
04:34Von Mieteinnahmen, von Zinsen, von Dividenden, von Spekulationsgewinnen und von Lohn.
04:38Von allem, was sie verdienen, zahlen sie in die Rentensysteme ein.
04:41Ein kleinerer Prozentsatz hier, aber eben von allem.
04:43Und davon können sie jedem eine Basisrente garantieren, von der man existieren kann.
04:47Das ist natürlich in der Schweiz noch möglich, weil die Schweiz ein sozialistischer Musterstaat ist.
04:55Sie ahnen das schon.
04:57Wenn sie noch nie da waren, müssen sie wissen, die Schweiz ist gesichert mit Selbstschlussanlagen.
05:01Die Reichen müssen ständig an der Grenze mit dem Lasso eingefangen werden, weil die das Land verlassen wollen.
05:06Bei uns wäre das System gar nicht durchführbar.
05:08Wenn der Westerwelle in dieselben Systeme einzahlen muss, wie seine eigene Putzfrau, da kriegt er so viel Pickel, da finden sie den überhaupt nicht mehr wieder.
05:17Noch schöner ist, wenn sie ihnen erzählen, dass die Rente, die wir hier haben, das Rentensystem sozial gerecht ist, weil jeder den selben Prozentsatz bezahlt.
05:24Die starken Schultern müssen mehr tragen, sagt die SPD ihnen ja immer.
05:29Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung machen zusammen 20% vom Bruttolohn aus.
05:35Glauben sie für alle?
05:36Glauben sie lieber weiter an den Osterhasen.
05:40Wenn sie 2000 Euro im Monat verdienen, zahlen sie 20%.
05:43400 Euro Sozialversicherungsabgaben.
05:45Wenn sie 4000 Euro verdienen, brutto, zahlen sie auch 20%.
05:49800 Euro Sozialversicherungsabgaben.
05:51Wenn sie 8000 Euro im Monat verdienen, was glauben sie, was sie dann zahlen?
05:54Auch 20%? Das wären 1600 Euro?
05:57Ne, nicht ganz.
05:58Sie zahlen 889,93 Euro.
06:01Höher steigt das nicht mehr.
06:03Das ist doch verblüffend, oder?
06:03Was die starken Schultern da alles tragen müssen.
06:07Wenn sie 20.000 Euro im Monat verdienen, zahlen sie auch nur 889,93 Euro.
06:11Das steigt überhaupt nicht mehr höher.
06:13Da können sie verdienen, so viel sie wollen.
06:14Das ist die Beitragsbemessungsgrenze.
06:16Man kann das auch einen Schutzzaum für die Reichen nennen.
06:19Über 5500 Euro zahlen sie nicht mehr in die Rente.
06:21Über 4800 Euro zahlen sie nicht mehr in die Krankenkasse ein.
06:24Wer 20.000 verdient, zahlt genauso viel wie jemand, der 5.000 verdient.
06:28In den absoluten Zahlen.
06:29Nur, der mit 5000 zahlt 20% von seinem Lohn und der mit 20.000 zahlt nur 5% von seinem Lohn.
06:35Das ist die Gerechtigkeit unserer Systeme.
06:38Die starken Schultern müssen mehr tragen.
06:40Ja, Kaviar in der Tasche nach Hause.
06:42Noch bekloppter ist die ganze Sache bei der Gesundheitsversorgung, meine Damen und Herren.
06:55Wenn sie über 5000 Euro im Monat verdienen, dauerhaft, können sie sich privat versichern.
07:01Dann werden sie belohnt.
07:02Sie verdienen 200-300 Euro im Monat mehr als ihr Kumpel und dürfen sich zur Belohnung billiger versichern.
07:08Weil sie ja mehr verdienen.
07:09Zum Ausgleich haben sie eine bessere Versorgung.
07:13Weil sie ja weniger bezahlen.
07:17Versuchen Sie mal irgendeinen Menschen, dessen IQ auch nur leicht über seiner Körpertemperatur liegt,
07:21zu erklären, was daran sozial gerecht sein soll.
07:25Aber Sie können in Deutschland das System tausendmal erklären.
07:27In Deutschland sagen, das geht ja alles nicht.
07:29Die Rentenkasse, die Lücke bei der Rentenversorgung.
07:32Und dann hat der Deutsche Angst vor dem Scheitern der Regierung.
07:34Dann machen sie das wieder verrückt.
07:35Wenn jetzt die Koalitionsverhandlungen sich zu lange hinziehen, dann kommt wieder das Gespenst von Unregierbarkeit.
07:40Und in Weimarer Verhältnissen, ach, seit der Deutsche um Himmels Willen, dann habe ich hinterher gar keine Regierung.
07:44Das ist noch schlimmer als eine Scheißregierung.
07:46Das will ich nicht.
07:49Gar keine Regierung gibt es nicht.
07:51Irgendwas geschäftsunfähig führendes bleibt immer im Amt.
07:55Fragen Sie die Hessen.
07:56Davon sind aber 125 Milliarden sicherlich gesellschaftspolitisch korrekt ausgezahlt worden an Fremdleistung und Transferleistung.
08:07Wir finanzieren zum Beispiel irgendwelche Kriegsgeschehen noch.
08:11Wir finanzieren aus der Rente auch die Aufstockung aus den neuen Bundesländern für die Polizei.
08:17Wir finanzieren auch die Mütterrente, für die ich eindeutig bin, bloß sie ist falsch finanziert.
08:21Wir kriegen ein bisschen was wieder zurück, aber es bleibt ein Loch.
08:26Und zwar von 40 bis 45 Milliarden jedes Jahr, was wir mehr ausgeben, was nicht in die Rente eingeht an uns.
08:33Punkt verstanden, Herr Tennergen, Sie haben heftig genickt gerade.
08:36Entschuldigung, noch eine ganz kurze Sache.
08:38Das summiert sich mittlerweile auf eine Billion Euro, die unseren Rentenkassen entzogen worden ist,
08:46weil gemäß der Politiker die Rentenkasse eine öffentliche Kasse ist.
08:56Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen.
09:03Dann wird euch alles andere dazugegeben.
09:07Dann wird euch alles andere dazugegeben.
09:28Und dann hat der Brandenkasse, ihr Gerät 몇 Platt gegeben.
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