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  • vor 2 Wochen

Kategorie

Menschen
Transkript
00:00Wusstest du, dass in der Ukraine nicht nur teilweise die russische Sprache verboten wurde,
00:20sondern auch Weihnachten verschoben wurde?
00:22Hallo meine Lieben, mein Name ist Chrissi Rieger und ich wünsche euch allen wunderschöne Weihnachten.
00:28Ich nehme dieses Video jetzt tatsächlich zu Weihnachten auf, also heute genau ist Weihnachten.
00:32Und deswegen wünsche ich euch alle fröhliche Weihnachten.
00:35Wir feiern das Ganze auch hier in Deutschland mit der Familie, aber du weißt, dass ich ursprünglich eigentlich aus der Ukraine bin.
00:43Und dementsprechend, ich bin auch ein Teil meiner Kindheit dort aufgewachsen, dementsprechend habe ich in mir zwei verschiedene Traditionen.
00:49Einerseits die ukrainische Tradition und einerseits die deutsche Tradition, mein Geburtsland und mein Heimatland.
00:54Und ich möchte darüber sprechen, was eigentlich in der Ukraine so vor sich geht, was da so alles passiert ist in den letzten Jahren,
01:01seitdem die Ukraine angegriffen wurde, seitdem die Ukraine eigentlich in aller Munde ist.
01:06Aber darüber wird leider nicht gesprochen.
01:09Genauso, wie ich dir am Anfang gesagt habe, das mit dem Verbot der russischen Sprache.
01:13Teilweise muss man sagen, weil es ja kein generelles Verbot ist, man kann ja aber im offiziellen Raum, im öffentlichen Raum dann nicht.
01:19Aber naja, so ist das. Aber das wird ja immer so schön geredet.
01:24Und ich möchte darüber sprechen, denn es ist tatsächlich so, dass Zelensky ein Gesetz eingebracht hat.
01:31Und das hat er eingebracht.
01:34Und am 14. Juni, Juni war es, 2023 wurde dieses Gesetz verabschiedet, dass ein Feuertag verschoben wurde.
01:43Und es ist nicht irgendein Feuertag, es ist Weihnachten.
01:46Weihnachten, sagt man, wird in der Ukraine am 7. Januar gefeiert.
01:50Und das wurde verschoben auf den 25. Dezember.
01:53So, wie es bei uns hier in der westlichen Tradition gefeiert wird.
01:58Aber ich möchte dir jetzt erzählen, wie das eigentlich in der Ukraine ist und was damit eigentlich alles verschoben wurde.
02:04Und warum das verschoben wurde, weil das so nie berichtet wird.
02:08Und es ist so, ich habe ja damals, bei uns ist es so, seitdem wir nach Deutschland gekommen sind, haben wir natürlich die deutsche Tradition gefeiert.
02:16Ja, ich habe ja einen deutschen Stiefvater und der hat uns da auch eingeführt in die deutsche Kultur und deutsche Freunde und alles Mögliche.
02:24Und dementsprechend haben wir natürlich dann am 24. gefeiert, 25, 26., 31. und der 6., der 7. Januar wird hier jetzt nicht wirklich so gefeiert.
02:34Und so haben wir das gefeiert.
02:36Aber sobald es möglich war, sind wir dann immer in die Ukraine gefahren, weil wir sind ja nirgendwo verreist.
02:41Wenn es möglich war, wenn die Eltern Urlaub hatten und Schulferien waren, dann sind wir dann in die Ukraine.
02:46Das war meistens Sommer, aber manchmal sind wir dann auch an Weihnachten rüber.
02:50Und wie haben wir das gefeiert oder als ich damals noch in der Ukraine gelebt habe?
02:55Es ist so, 24, 26. ist überhaupt nichts.
02:59Also da wird nicht gefeiert, da ist nichts.
03:01Der wichtige Feiertag oder der wichtigste in diesem Kontext ist der 31.12.
03:08Der 31.12., bei uns Silvester, ist in der Ukraine Novigod.
03:13Also das neues Jahr.
03:14Und das wird gefeiert, das wird zelebriert.
03:17Das ist, für mich war das immer Weihnachten und Silvester in einem.
03:20Denn dort ist es so, dass der Tannenbaum aufgestellt wird.
03:24Dort ist es so, dass Dietmar Ross kommt.
03:26Also das heißt, der Väterchen Frost kommt da.
03:29Und dieser Väterchen Frost, dem tun die Kinder dann etwas vortanzen, singen, Gedichte aufsagen.
03:35Und ja, meine Mama hat mir erzählt, mit zwei Jahren habe ich meine Gedichte aufgesagt.
03:40Ich habe ihn zwar nicht so, der war mir nicht so sympathisch, Väterchen Frost.
03:43Ich hatte Angst vor ihm, aber um meine Geschenke zu bekommen, habe ich dann ganz schnell mein Gedicht aufgesagt.
03:48So war das.
03:49Und dann gibt es Geschenke.
03:51Das ist alles Novigod.
03:53Und dieser Feiertag, das bleibt auch.
03:57Aber mysteriöserweise ist dann der 7. Januar, der so als Weihnachten deklariert wird, wo wir immer nicht wirklich gefeiert haben.
04:06Das war, also zu diesem Zeitpunkt hatte jemand Geburtstag in unserer Familie.
04:09Das wurde dann gefeiert, aber ansonsten jetzt nicht so, dass das jetzt so eine große Feier ist.
04:14Das macht natürlich jede Familie unterschiedlich.
04:17Und je nachdem, wie christlich geprägt du bist, wie gläubig du bist, je nachdem, feierst du es mehr oder weniger.
04:23Aber für mich, wir haben das nie groß gefeiert.
04:26Also war das für mich kein wichtiger Tag.
04:28Es war immer Novigod.
04:29Das war der wichtige Tag.
04:30Da gab es Olivier.
04:31Das ist so ein Salat mit Kartoffeln, Karotten und noch ganz viel anderem.
04:36Und natürlich ganz viel andere Sachen.
04:37Und wenn wir in Deutschland gefeiert haben, dann gab es das natürlich auch dazu.
04:41Also da gab es dann alle Gerichte sozusagen.
04:44Sowohl die deutschen, als auch dann die ukrainisch-russische Tradition.
04:49Aber jetzt, oder was heißt jetzt, seit dem Krieg, beziehungsweise nicht mal seit dem Krieg,
04:55denn das mit der russischen Sprache, was ich dir vorhin gesagt habe, das war schon vor dem Krieg.
04:59Und da wird jetzt langsam alles ent-russifiziert, heißt es, ent-sovjetisiert, heißt es.
05:06Und wenn du dir einfach mal überlegst, allein einfach nur diese Namen, diese Worte, die da benutzt werden,
05:13das ist doch schon, stell dir mal vor, du würdest in Deutschland sagen, ent, was weiß ich, afghanisiert, müssen wir Deutschland.
05:18Dann würdest du sofort hören, Nazi.
05:20Nichts anderes.
05:21Aber in der Ukraine, na, das wurde damals in der Tagesschau, da wurde das berichtet, wie es wirklich in der Ukraine zugeht.
05:27Aber jetzt, na, ist doch gut, alles gut, Sowjetunion und mögen wir eh nicht.
05:32Und Putin, der will die Sowjetunion da wieder groß machen und so weiter.
05:34Wo man aber nicht weiß, dass er es macht.
05:38Es gibt ja diese Anfrage vom Bundestagabgeordneten, die gesagt haben,
05:43legt dem Bundesministerium irgendwelche Unterlagen, Geheimdienstinformationen, irgendetwas vor,
05:48dass Putin die Sowjetunion wieder machen will, herstellen will.
05:51Na, ja, wozu, warum hat man da diese große Angst?
05:56Aber gut.
05:59Entschuldigung.
06:00Jetzt soll alles verwässlicht werden.
06:01Ich habe mir nämlich so ein paar Stichpunkte gemacht, deswegen in meinem Heftchen.
06:04Aber jetzt soll alles verwässlicht werden.
06:06Jetzt soll alles Richtung Europa gehen.
06:09Und deswegen soll Weihnachten auf den 25.12. verschoben werden.
06:13Und das vor allem auch für die Kirche als Symbol.
06:15Nicht nur als politisches Zeichen, sondern auch für die Kirche als Symbol.
06:19Denn die Kirche feiert den Tag am 7. Januar.
06:24Und die Kirchen, die jetzt noch die russisch-orthodoxe Richtung einschlagen,
06:31die feiern das immer noch am 7. Januar.
06:33Aber es ist eben gesetzlich nicht mehr so ein Feiertag.
06:37Und wusstest du, dass eigentlich die Aktivitäten, das ist auch richtig heftig, apropos Religionsfreiheit,
06:43die Aktivitäten der russisch-orthodoxen Kirche in der Ukraine auch verboten wurden?
06:47Auch das ein Gesetz vom August 2024.
06:50Das ist schon gigantisch, ne?
06:51Also wegen Religionsfreiheit, Pressefreiheit brauchen wir auch nicht in der Ukraine.
06:55Und auch diese Sprachenfreiheit.
06:58Aber ist alles egal.
07:01Stell dir mal vor, du würdest in Deutschland sagen, alles, was die Moschee, Islam und so weiter, das wird verboten.
07:06Kannst ja heimlich praktizieren, aber ist verboten.
07:08Und wie man das jetzt dagegen vorgeht, wie die Gerichte entscheiden darüber, weil es sehr viele Kirchen in der Ukraine machen,
07:14weil, und das muss man dazu sagen, sehr viele Russen-Orthodoxe, sehr viele Russen in der Ukraine ja leben,
07:21russischsprachige Menschen.
07:22Überleg mal, meine Mama, die ist während der Sowjetunion ja aufgewachsen, die hatte in der Schule Russisch.
07:28Das hat sie mir dann auch weitergegeben.
07:30Also das heißt, wir haben russisch geredet, beziehungsweise meine Großeltern können auch ukrainisch.
07:34Und ich habe da so ein Gemisch manchmal daraus gemacht.
07:37Aber es ist nicht so, dass ich das perfekt kann.
07:40Also ukrainisch verstehe ich nicht gut.
07:41Das ist so, würde ich sagen, so tiefes Bayerisch im Vergleich zu Hochdeutsch.
07:45So habe ich das immer verglichen.
07:48Es ist schwer, das auseinanderzuhalten, aber halt ähnlich.
07:51Weißt du, was ich meine?
07:53Ja, und das sollte einfach eine politische, eine kirchliche Neuausrichtung sein.
07:58Das heißt, früher hat man den 7.1. als Weihnachten eben abgetan.
08:02Und jetzt ist es der 25.12., der jetzt einfach verschoben wurde.
08:06Es hat natürlich zur Konsequenz, weißt du ja, Feiertage, wo man frei hat, wo man nicht frei hat,
08:10hat natürlich etwas da zu tun.
08:13Und der 7.1., sagt man, das war nach dem julianischen Kalender.
08:18Und der 25.12. ist nach dem gregorianischen Kalender.
08:22Das ist so die westliche Rechenart.
08:25Und man möchte sich ja an den Westen da so orientieren.
08:28Man möchte Richtung Europa.
08:30Und da wird das so gefeiert.
08:31Und dann möchte man das auch so haben.
08:33Was ich mir dann immer denke, hat Zelensky denn keiner gesagt,
08:36dass eigentlich ursprünglich Novigod, also der Silvester, der 31.12.,
08:42in der Ukraine eigentlich nie so gefeiert wurde, wie er jetzt gefeiert wird.
08:46Und dass während der Sowjetunion so entstanden ist, diese ganzen Bräuche.
08:50Hm, das ist natürlich doof.
08:52Aber den 31.12., das ist ein großer Feiertag, den kennt jeder, den feiert jeder,
08:56den kann er nicht einfach so verbieten.
08:58Also das heißt, so sinngemäß macht das irgendwie keinen Sinn,
09:00dieses Entsowjetisierung, weil du den einen Feiertag verschiebst,
09:04aber der Haupt, der so entstanden ist, wegen dieser ganzen Zeit,
09:08der wird noch nicht verteufelt.
09:09Noch nicht zumindest.
09:11Und naja, bei Zelensky munkelt man ja sowieso,
09:13welche Glaubensausrichtung er denn wohl hat.
09:17Aber lassen wir mal dieses Thema weg,
09:19weil da geraten wir dann in ganz wildes Fahrwasser.
09:22Aber was ich eigentlich so ursprünglich,
09:25ich wollte einfach das berichten,
09:27weil es jetzt genau heute einfach der Tag ist,
09:29der jetzt sozusagen irgendwie so hin und her verschoben wurde.
09:33Und natürlich alle Ukrainer,
09:35du kannst dir nicht alle unter einen Kamm scheren,
09:37dass die sagen, oh, das ist total doof oder sowas.
09:39Ich persönlich muss einfach sagen, so haben wir das gefeiert.
09:41Für uns war der 25. nie irgendwas Wichtiges,
09:44außer dann, als wir nach Deutschland gekommen sind,
09:46weil das dort dann auch gefeiert wurde.
09:48Und jetzt inzwischen mit meinen Kindern,
09:49das ist der 24. natürlich, ja, den wir feiern.
09:53Aber dann, also irgendwas so rumzuverschieben,
09:56als Zeichen, als politisches Zeichen
09:58und dieses ganze Entrussifizierung,
10:00ich finde das sowieso, ich finde das einfach total schrecklich.
10:02Und das war ja schon vor 2022.
10:06Das war schon vor, also seit 2014, noch vor 2014,
10:11war das schon zu spüren, dass das so in diese Richtung geht.
10:14Dass da immer mehr diese Tendenz ist,
10:17dass man so die Russen vertreiben möchte,
10:19alles Russische auch weghaben möchte,
10:21dass das so in diese Richtung ging.
10:23Und wir, also meine ganze Familie und auch Freunde und alle möglichen,
10:27niemand hat etwas gegen Russen jemals gehabt.
10:30Es gab diese Anfeindung oder nicht.
10:32Ich meine, vielleicht waren wir nicht in dieser Gegend
10:34oder in der Clique oder sonst was,
10:35weil du weißt ja, was in der Ukraine da so abgeht,
10:37was die Tagesschau damals berichtet hat,
10:39was jetzt eben nicht berichtet wird.
10:40Und das ist dann einfach so phänomenal,
10:44dass sich das so eingeschlichen hat.
10:46Red nicht Russisch, mach das nicht.
10:48Das mögen wir nicht und so weiter.
10:50Wir haben unsere eigene Sprache.
10:51Weißt du, so auf einmal diese Feindlichkeit,
10:55die auf nichts eigentlich so im Grunde beruht,
10:59nur weil Politiker irgendwelche Entscheidungen getroffen haben,
11:01weil sie Länder so behandelt haben und so weiter,
11:03hat das nichts damit zu tun,
11:05dass Völker sich nicht ausstehen können.
11:07Als würde man jetzt plötzlich so einen richtigen Clinch machen
11:09zwischen Österreich und Deutschland
11:10und du denkst dir so,
11:11aber irgendwie ist man doch so verbunden
11:13und ja, trotzdem eigenständig.
11:17Aber das ist so, das ist richtig heftig,
11:18wie man da so dagegen vorgeht.
11:21Jedenfalls wünsche ich dir an diesem Tag
11:23einen wunderschönen Tag,
11:25egal ob du ihn feierst oder nicht,
11:27egal ob mit Familie oder alleine
11:28oder egal was du machst.
11:29Aber trotzdem finde ich,
11:30dieser Tag ist etwas Besonderes.
11:32Das merkst du ja, es ist ein Feiertag.
11:33Jetzt kommen die nächsten freien Tage,
11:36je nachdem, ob du da frei hast.
11:37Aber die meisten haben es.
11:39Und auch dieses,
11:41die Lichter und die Weihnachtsmärkte
11:43und die Musik
11:43und alles ist einfach jetzt gerade anders.
11:45Es ist eine ganz andere Jahreszeit.
11:47Man freut sich darauf,
11:49aber man kann sich auf jeden Tag freuen.
11:50Aber das ist einfach auch eine besondere Zeit.
11:52Zumindest für mich.
11:53Ich nehme es so wahr.
11:54Und wir feiern das.
11:56Und ich wollte dir einfach
11:56in diesem Zusammenhang das erzählen,
11:58was in der Ukraine,
11:59in meinem Geburtsland,
12:01so alles passiert,
12:02was so unter den Teppich gekehrt wird,
12:04was nicht wichtig ist.
12:05Hauptsache man gibt Geld,
12:06aber nicht, was so alles dort passiert
12:07und welche Freiheiten
12:08eigentlich die Menschen beraubt werden
12:10und wie russischsprachige Menschen
12:12dann auch dort
12:13oder Russen
12:14behandelt werden,
12:16sage ich mal.
12:17Nicht von allen,
12:18sondern jetzt gerade politisch gesehen
12:19oder die Kirche
12:20oder sonst was.
12:22Ist das okay?
12:24Kannst du dir selbst beantworten.
12:25In Deutschland wäre es nicht okay,
12:26wenn das passieren würde.
12:27Aber in der Ukraine ist das okay.
12:29Und Deutschland unterstützt das.
12:30Das ist schon heftig.
12:31Also, ich wünsche dir
12:32wirklich frohe, frohe Feiertage
12:34und wir hören uns,
12:35sehen uns natürlich sowieso.
12:37Bye.
12:39How are you guys?
12:42No one.
12:44We're waiting.
12:56Still nobody.
12:58Bissi.
13:01Somebody's waiting.
13:06Hello.
13:06Hello everyone.
13:08How are you?
13:09How's your day?
13:12Let's see the chat.
13:13Pissi.
13:16Chat live.
13:18Oh, okay.
13:19Pissi, bye.
13:22So.
13:23Pissi.
13:23Pissi.
13:24Pissi.
13:24Pissi.
13:25Pissi.
13:25Pissi.
13:26Pissi.
13:26Pissi.
13:27Pissi.
13:27Pissi.
13:28Pissi.
13:28Pissi.
13:29Pissi.
13:29Pissi.
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