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  • vor 7 Wochen
Nachrichten des Tages | 17. Dezember 2025 - Abendausgabe

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Transkript
00:01Antisemitischer Angriff in Sydney. Überlebender Tatverdächtiger wegen 59 Straftaten angeklagt.
00:11China wird künftig Zölle von bis zu 19,8 Prozent auf Schweinefleischimporte aus der Europäischen Union erheben.
00:21Streik im Pariser Louvre. Das Museum bleibt auch an diesem Mittwoch in Teilen geschlossen.
00:30Der mutmaßliche Schütze des Massakers am Bondi Beach in Sydney ist am Mittwoch wegen 59 Straftaten angeklagt worden,
00:39unter anderem wegen 15-fachen Mordes und der Durchführung eines Terroraktes.
00:45Nach Angaben der Polizei wurde der 24-jährige Nawet A. angeklagt, nachdem er in einem Krankenhaus in Sydney aus dem Koma erwacht war.
00:54Die Polizei hatte ihn zuvor angeschossen, ebenso seinen Vater, der seinen Verletzungen erlegen war.
01:01Der nun Angeklagte muss sich auch wegen 40-facher Körperverletzungen mit Tötungsabsicht verantworten,
01:07ebenso wegen der Platzierung eines Sprengsatzes in der Nähe eines Gebäudes.
01:11Unterdessen haben in Sydney die ersten Trauerfeiern für die Opfer des Angriffs auf die Chanukka-Feier am Bondi Beach begonnen,
01:18unter erheblichem Polizeischutz.
01:21Die Opfer des Angriffs von Vater und Sohn waren nach bisherigen Erkenntnissen alle jüdischen Glaubens.
01:27Das jüngste Opfer war ein 10-jähriges Mädchen, das älteste ein 87-Jähriger, der als Kind den Holocaust überlebt hatte.
01:34Premierminister Anthony Albanese versprach, Maßnahmen zur Bekämpfung des zunehmenden Antisemitismus zu ergreifen
01:41und die ohnehin schon strengen Waffengesetze des Landes weiter zu verschärfen.
01:52Die Marine rüstet auf.
01:55Am Dienstag landete auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums der erste Sea-Tiger-Hubschrauber.
02:00Verteidigungsminister Boris Pistorius nahm die Maschine persönlich in Empfang und nannte sie einen Quantensprung für die Marine.
02:09Der Hubschrauber soll das ältere Sea-Links-Modell ersetzen und künftig U-Boote aufspüren und bekämpfen.
02:15Er kann Bedrohungen aus der Luft abwehren, Torpedos und See-Zielflugkörper einsetzen,
02:20dient außerdem der Seeaufklärung und Seenotrettung
02:22und gehört als bewaffnetes Waffensystem künftig fest zur Ausrüstung der Truppe.
02:27Diese hochmoderne Ausrüstung für die Bundeswehr ist auch nötig, gerade auch für die Marine.
02:35Sie wissen, Putin rüstet seine Marine weiter massiv auf.
02:38Er braucht sie nicht oder kaum in der Ukraine.
02:42Die Schwarzmeerflotte ist das eine, aber die Nordatlantikflotte ist etwas anderes.
02:47Das heißt, wir sind gefordert als NATO, als Bundesrepublik Deutschland,
02:51unsere Streitkräfte zur See schnell und besser auszustatten.
02:55Der Sea-Tiger ist ein technologischer Meilenstein für die Marine
03:00und eröffnet neue Möglichkeiten für die maritime Gefechtsführung aus der Luft.
03:04Er unterstützt die Flotte dabei, Fregatten effektiv einzusetzen
03:08und ein präzises Lagebild über den Seeraum zu erstellen.
03:11Die schnelle Beschaffung zeige, dass die Bundeswehr ihre Fähigkeiten zügig und gezielt modernisiert, so Pistorius.
03:17Für die Marine ist der Sea-Tiger ein deutliches Signal.
03:21Die Flotte ist bereit, ihre Aufgaben national und im Bündnis zu erfüllen.
03:26Am Montag wurde in Berlin über ein mögliches Ende des Krieges in der Ukraine verhandelt.
03:31Doch die Gefahr aus Russland bleibt weiterhin bestehen.
03:33Um die Bundeswehr und auch die Marine verteidigungsfähig zu machen,
03:37wurde deswegen heute der erste Sea-Tiger-Helikopter übergeben.
03:40Mit rund 30 soll die Bundeswehr damit in der Zukunft die weltweit größte Flotte haben.
03:45Johanna Orbanczyk in Berlin für Euronews.
03:53In dieser Woche steht die Europäische Union vor zwei wichtigen Entscheidungen,
03:57die ihr globales Image prägen könnten.
03:59Erstens muss sie entscheiden, wie sie die Ukraine wirtschaftlich über Wasser halten
04:03und ihr helfen kann, Russland zu widerstehen.
04:07Zweitens muss sie entscheiden, ob sie ein Freihandelsabkommen
04:09mit den südamerikanischen Mercosur-Ländern abschließen will.
04:12Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen,
04:17bezeichnete die bevorstehenden Gipfelgespräche als entscheidend
04:20für die Sicherheit und Unabhängigkeit Europas
04:22und warnte vor einer sich rasch verändernden Weltordnung.
04:25Europa muss sich für ihre eigene Sicherheit verantwortlich sein.
04:30Das ist nicht mehr eine Option.
04:32Das ist ein Muss.
04:34Und wir wissen, die Gefahr, die wir face, und wir werden sie konfrontieren.
04:44Das bedeutet, wir müssen bereit sein.
04:47Wir müssen neu entwickeln und entwickeln,
04:50damit wir eine moderne Hybrid-Ware kämpfen können.
04:53Hier wieder, wir gehen die Mountain.
04:56Nach décadas von Unterinvestmenten,
04:59wir gehen eine Körner.
05:01Von der Leyen befürwortet,
05:05dass eingefrorene russische Vermögenswerte der Ukraine zugutekommen,
05:09in Form eines sogenannten Reparationskredits.
05:11Belgien ist nicht überzeugt
05:13und fordert eine gleichmäßige Verteilung der Risiken
05:15auf alle EU-Länder.
05:18In Bezug auf das Mercosur-Handelsabkommen,
05:20das von der Mehrheit der Mitgliedstaaten unterstützt werden müsste,
05:23sind Länder wie Italien noch unentschlossen
05:25oder haben sich wie Frankreich dagegen ausgesprochen.
05:34Russland wird keinen Kompromiss
05:36bezüglich der besetzten Gebiete der Ukraine akzeptieren,
05:39das sagte der stellvertretende Außenminister des Landes.
05:43Demnach habe Moskau seine Forderungen nicht zurückgeschraubt
05:46und wolle die Kontrolle über fünf ukrainische Regionen behalten,
05:50nämlich die Krim, Donetsk, Luhansk, Saporizhia und Kherson.
05:54Abgesehen von der annektierten Krim und fast der gesamten Region Luhansk
05:57kontrolliert Russland aktuell keines der anderen drei Gebiete der Ukraine
06:01in seiner Gesamtheit.
06:03In Saporizhia und Kherson haben die Moskauer Streitkräfte
06:05zudem nicht die Kontrolle über die regionalen Hauptstädte.
06:09Der Krimel erklärte außerdem,
06:11dass sich Russland wahrscheinlich nicht
06:13an einem möglichen Weihnachtsfrieden beteiligen werde.
06:16Nach den Gesprächen zwischen der Ukraine und den USA in Berlin
06:20meinte der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky,
06:23es seien bedeutende Fortschritte erzielt worden.
06:26Zelensky sagte, Trumps Team habe die Positionen der Ukraine und Kiews gehört
06:30und werde diese nun Russland vorlegen.
06:36Die litauischen Behörden haben nach eigenen Angaben 21 Personen verhaftet.
06:42Sie sollen Zigaretten mit Hilfe von Wetterballons aus Belarus geschmuggelt haben.
06:46Bei mehr als 80 Durchsuchungen beschlagnahmten Ermittler Zigaretten,
06:51SIM-Karten, Störsender, Schusswaffen sowie Luxusautos und sogar Immobilien.
06:58Die Staatsanwaltschaft behauptet,
07:00dass die Verdächtigen direkte Kontakte zu Komplizen pflegten,
07:04die von Belarus aus operierten.
07:07Ihnen wird unter anderem die Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung,
07:10Schmuggel von verbrauchssteuerpflichtigen Waren
07:13sowie die Untersuchung eines anderen Staates bei Handlungen gegen Litauen vorgeworfen.
07:20Anfang Dezember hatte Litauen den nationalen Notstand ausgerufen,
07:24da die aus Belarus verschickten Wetterballons ein Sicherheitsrisiko darstellten,
07:29so die Regierung.
07:31Die Flugobjekte zwangen Litauen mehrfach,
07:33den Hauptstadtflughafen in Vilnius vorübergehend zu schließen.
07:37Auch wurden Grenzübergänge nach Belarus geschlossen.
07:41Beamte in Litauen sprechen von einem hybriden Angriff,
07:45hinter dem das mit Belarus verbündete Russland stecke.
07:51Die Europäische Kommission will das Verbot von Verbrennermotoren ab dem Jahr 2035 kippen.
07:58Zuletzt hat die Schwächeln der Automobilindustrie erheblichen Druck ausgeübt.
08:03Nach den überarbeiteten Plänen müssen die Autohersteller die Abgasemissionen
08:08im Vergleich zu 2021 um lediglich 90 statt 100 Prozent reduzieren.
08:13Die verbleibenden 10 Prozent der Emissionen müssen durch europäischen kohlenstoffarmen Stahl,
08:35E-Kraftstoffe oder Biokraftstoffe kompensiert werden, so die Kommission.
08:39Auch vollelektrische und Wasserstofffahrzeuge werden gefördert,
08:43wobei Automobilhersteller für die Produktion kleiner, erschwinglicher Elektroautos innerhalb der EU
08:49sogenannte Supercredits erhalten können.
08:52Die kränkelnde europäische Autoindustrie hat mit zunehmender chinesischer Konkurrenz
08:57und dem Übergang zu Elektrofahrzeugen zu kämpfen.
09:00Die Folgen?
09:01Finanzielle Verluste und Stellenabbau.
09:03China wird Zölle von bis zu 19,8 Prozent auf Schweinefleischimporte aus der Europäischen Union erheben.
09:14Damit senkt Peking die bislang vorgesehenen Abgaben, die zwischen 15 und 62 Prozent lagen.
09:20Das teilte das chinesische Handelsministerium mit.
09:24Vorausgegangen war eine monatelange Untersuchung zu Schweinefleischimporten aus der EU,
09:29die im Juni vergangenen Jahres begonnen hatte.
09:31Sie kam zu dem Ergebnis, dass EU-Produkte der heimischen Industrie schaden.
09:36Am stärksten betroffen dürften Exporte aus Spanien, den Niederlanden und Dänemark sein.
09:40Auslöser der Untersuchung war die Entscheidung der EU,
09:43im vergangenen Jahr vorläufige Zölle auf in China hergestellte Elektrofahrzeuge zu erheben.
09:49Die Europäische Union weist ein erhebliches Handelsdefizit mit China auf,
09:53das sich 2024 auf mehr als 300 Milliarden Euro belief.
09:57Gleichzeitig ist die EU ein wichtiger Exporteur von Schweinefleisch und Hauptlieferant von
10:02Nebenprodukten wie Ohren, Schnauzen und Füßen, die in China als Delikatessen gelten.
10:07Der Pariser Louvre blieb auch an diesem Morgen zunächst geschlossen.
10:17Die Angestellten hatten für die Verlängerung ihres Streiks gestimmt.
10:21Seit Montag streiken sie.
10:22Erst im Laufe des Tages konnte die Direktion einige Säle für das Publikum öffnen.
10:26Wir wollen mehr Arbeitspläne in unserem Museum, das ist unsere erste Rehundigung.
10:39So, mehr Arbeitspläne.
10:42Wir wollen unsere Direktion wirklich beherrscht auf den Gebäden und der Sicherheit des Museums.
10:52Und wir wollen unsere Direktion, die Unterschiede der Preise in unseren Museums zu beherrschen.
11:07Die Preiserhöhung für nicht-europäische Besucher, Unterbesetzung, Verfall des Gebäudes
11:12und so mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen, dass der Kronjuwelenraub im Oktober möglich wurde.
11:18Nach Gewerkschaftsansicht unhaltbar.
11:20Das Kultusministerium hat Gegenmaßnahmen angekündigt, doch den Gewerkschaften greifen diese nicht langfristig genug.
11:27Und so war der Louvre am Montag wegen des Streiks geschlossen, Dienstag regulär und diesen Mittwoch nun nur in Teilen geöffnet.
11:33Vielen Dank.
11:34Vielen Dank.
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