- vor 2 Wochen
Rudi Carrell Show 5 Dachboden (25.05.66)
Kategorie
😹
SpaßTranskript
00:00Für ne Show
00:30Für ne Show
01:00Für ne Show
01:30Für ne Show
02:00Für ne Show
02:29Für ne Show
02:59Und jetzt der gleiche Witz auf Deutsch
03:08Wissen Sie warum die Chinesen
03:10eher auf dem Mond sind als die Russen oder Amerikaner?
03:14Die Chinesen eher auf dem Mond als die Russen oder Amerikaner?
03:17Ein Chinesen, noch ein Chinesen, noch ein Chinesen, noch ein Chinesen, noch ein Chinesen, noch ein Chinesen, noch ein Chinesen, noch ein Chinesen, noch ein Chinesen, noch ein Chinesen.
03:23Diese Show ist eine Direktübertragung und dann bin ich immer ein wenig nervös.
03:38Ich habe immer Vorbeinangst, dass ich meinen Text vergesse.
03:41Nun gibt es beim Fernsehen ein paar Tricks.
03:44Ja, die gibt.
03:45Ich kann ein klein bisschen zeigen.
03:47Katharina Fallento zum Beispiel, die macht folgendes.
03:50Eine Zeile Text am Boden, eine Zeile Text an die Decke, eine Zeile Text nehmt die Kamera.
03:56Und wenn sie singt, dann können sie es ab und zu mal merken.
03:59Ich zeige es.
04:01Ganz Paris träumt von der Liebe, denn dort ist sie ja zu hauen.
04:08Ganz Paris träumt von der Merchen.
04:11Oh, die Johannes Heesers.
04:13Johannes Heesers, auch so schön.
04:14Jede Frau hat ein süßes Geheimnis, von dem niemand, nur sie etwas weiß.
04:26Oder Udo Jürgens.
04:28Udo Jürgens.
04:29Sag mir wie, sag mir wie, sag mir wie.
04:32Von sie wissen wie.
04:33Hier.
04:34Aber seit kurzem gibt es etwas Neues.
04:43Neben der Kamera steht ein Gerät.
04:45Und das ist fantastisch.
04:46Ich zeige es Ihnen.
04:47Hier ist es.
04:50Bitte sehr.
04:51Auf diesem Gerät steht genau der Text.
04:53Und damit ist es ausgeschlossen, dass ich mir verspreche.
04:55Er mir verspreche.
04:56Er mich verspreche.
04:57Er mich verpeche.
04:57Ah, lass mal.
04:58Aufstand, die Roboter.
05:07Aber die einfachste Lösung ist immer noch ein Stück Papier.
05:12Es ist einfach.
05:13Oh ja, ich habe einen netten Witz.
05:15Da steht ein Mann auf dem Markt und er schreit,
05:18Schelfisch und Butt, Schelfisch und Butt.
05:20Ja, ein Kilo bitte.
05:21Ich erzähle nur einen Witz.
05:23Oh, ich erzähle.
05:24Da steht ein Mann auf dem Markt und er schreit,
05:26Schelfisch und Butt, Schelfisch und Butt.
05:28Es ist in Bremen verboten,
05:30auf dem Markt laut zu schreien.
05:33Das ist...
05:35Vornehmigstab.
05:42Da steht ein Mann auf dem Markt und er schreit,
05:44Schelfisch und Butt, Schelfisch und Butt.
05:53Danke.
05:54Sehr.
05:58Da steht ein Mann auf dem Markt und er schreit,
06:06Schelfisch und Butt, Schelfisch und Butt.
06:08Ich sage, kann ich ein Kilo Schelfisch haben?
06:10Sagt er, ich habe kein Schelfisch.
06:12Ich sage, warum rufen Sie dann Schelfisch und Butt?
06:14Sagt er, ich kann doch nicht nur rufen,
06:15Butt, Butt, Butt, Butt, Butt, Butt, Butt, Butt, Butt, Butt.
06:19Und jetzt etwas, etwas, etwas Gartenscharnes.
06:29Hat's wehgetan?
06:30Ja, ein bisschen, ja.
06:31Sie haben was verloren.
06:32Ja, okay.
06:33Ja.
06:33Das habe ich nur weggeschmitten.
06:34Ja.
06:34Aber Sie haben auch was verloren.
06:36Macht nichts, ganz behalten.
06:37Und, äh, was ich sagen, auf frischer Tat ertappt.
06:45Bürger, die Sauberkeit eurer Stadt liegt in euren Händen.
06:50Papier wirft man nicht auf die Straße,
06:51Papier gehört ein Papierkorb.
06:53Gut, das mag ich doch mal.
06:54Kostet fünf Mark.
06:56Bitte?
06:57Fünf Mark.
06:58Fünf Mark.
06:59Aber hören Sie mal, ich bin, ich bin Künstler,
07:00ich bin, äh, Rudi Carell.
07:02Rudi Carell?
07:03Ja.
07:04Fernsehen?
07:04Ja.
07:05Zehn Mark.
07:05Danke.
07:15Und, äh, was soll ich mit dem Papier?
07:16Das?
07:17Können Sie ruhig wegschmeißen.
07:24Darf ich etwas fragen?
07:26Warum, warum haben Sie eine Lufthansa-Mütze auf?
07:29Ich bin fliegender Händler.
07:30Ah, fliegender Händler.
07:31Und was verkaufen Sie?
07:33Uhren.
07:33Uhren.
07:34Dann können Sie sicher sagen, wie spät es ist, ne?
07:36Ja.
07:36Es ist jetzt genau, äh, 20 Uhr und 35 Minuten und fünf Sekunden.
07:41Sechs Sekunden, sieben Sekunden, acht Sekunden, neun Sekunden, zehn Sekunden.
07:46Wollen Sie eine haben?
07:47Für Sie nicht für zehn, neun, acht, sieben, sechs, nein, mit fünf Mark sind Sie dabei.
07:54Sie geht nicht.
07:57Na nun, muss ich mal reinschauen.
08:00Wollen wir eben sehen.
08:03Ach, ich sehe es schon.
08:05Zu trocken.
08:05Oh.
08:10Jetzt läuft sie.
08:11Ich muss keine haben, oder?
08:12Nein, nein.
08:13Warum nicht?
08:14Nein, danke schon.
08:14Ich habe einmal auf dem Markt, habe ich eine Uhr gekauft.
08:16Wie bitte?
08:17Die Feder war keine echte Daune.
08:19Die Steine waren von der letzten Kaunen-Operation.
08:22Die Zähne hatten Karies und der Anker war gelichtet.
08:24Oh nein, nein, nein.
08:26Oh, das ist unser erster Gast.
08:27Das ist Ulla Norden und sie verkauft Blumen hier.
08:30Äh, Fräulein.
08:31Guten Tag.
08:31Was kosten diese schönen Rosen?
08:33Sieh ganz schön bitte, diese Rosen.
08:34Die Rosen, ja.
08:35Die kosten 10 Mark.
08:36Die kosten?
08:37Fotos oben da, oder?
08:37Ja.
08:38Ja.
08:38Ich bin so schade von das Wasser rein.
08:4010 Mark kosten die?
08:41Ja, die kosten 10 Mark.
08:42Ja, die möchte ich gerne haben.
08:43Fein, danke.
08:46Bitte.
08:47Danke sehr.
08:48Bitte sehr.
08:49Für Sie.
08:50Oh, für mich?
08:51Ja, für Sie.
08:51Danke.
08:52Tschüss.
08:53Hallo.
08:54Ja.
08:5410 Mark, bitte.
08:55Oh ja, 10 Mark.
08:57Bitte sehr, 10 Mark.
08:58Ich bin so glücklich, die Welt ist so herrlich und schick.
09:10Tausende Lieder, die wirbeln mir durch den Kopf.
09:15Alles in mir ist Musik.
09:19Ich bin ein Schlagzeug, bin ein Kontrabass und ein Syllophon.
09:26Die Berliner Philharmonika und ein Walniss-Sachsophon.
09:34Ich bin die Geige und das Tambourin, alles was es gibt.
09:41Ich bin Bariton, ich bin Sopran und die Glocken auch vom Vatikan.
09:48Ich bin die Fanfare, ich habe das Wunderbare, denn ich bin wirklich verliebt.
10:02Ich bin die Fanfare, ich bin die Fanfare, ich bin die Fanfare.
10:32Ich bin ein Schlagzeug, bin ein Kontrabass und ein Syllophon.
10:43Die Berliner Philharmonika und ein goldenes Sopran.
10:50Ich bin die Geige und das Tambourin, alles was es gibt.
10:57Ich bin Bariton, ich bin Sopran und die Glocken auch vom Vatikan.
11:04Ich bin die Fanfare, ich bin die Fanfare, denn ich bin wirklich verliebt.
11:23Sie haben sich mal gesehen im Fernsehen, diese Umfragen auf der Straße mit Kamera und Mikrofon für diese Programme wie Monitor, Report, Panorama und so weiter.
11:44Und wir möchten, dass Sie hier auch so etwas machen, eine Umfrage wie über aktuelle Themen und Probleme.
11:50Aber unser Thema ist, welches ist Ihr liebstes Fernsehprogramm?
11:55Ah, Fräulein, wir sind vom Fernsehen, darf ich Sie etwas fragen?
11:58Keine Meinung, keine Meinung.
11:59Keine Meinung, keine Meinung, auch keine Meinung.
12:02Sie, darf Sie was sagen, was sehen Sie am liebsten?
12:04Was sehen Sie am liebsten?
12:05Fern.
12:06Und was sehen Sie am liebsten?
12:07Fernsehen.
12:08Ja, das verstehe ich, aber welches Programm sehen Sie am liebsten?
12:11Na, heute.
12:12Heute?
12:13Ja, ich meine, mehr im Allgemeinen.
12:15Na, heute.
12:16Nein, ich meine, was sehen Sie zum Beispiel morgen gerne?
12:19Heute!
12:21Na ja, tschüss.
12:22Ach, Sie meinen, die Nachrichterin mit zweitem Programm?
12:24Ja.
12:24Ah, jetzt weiß ich, ja.
12:26Ah, Herr Wachmeister, darf ich Sie etwas fragen?
12:27Was sehen Sie am liebsten im Fernsehen?
12:29EWG mit Kuli.
12:31Aber es gibt im Moment keinen Quiz mit Kulenkampf.
12:33Das macht gar nichts.
12:34Ich habe sowieso keinen Fernsehapparat.
12:36Ah, ja.
12:38Darf ich Sie etwas fragen, gnädige Frau?
12:43Was sehen Sie am liebsten im Fernsehen?
12:45Bitte?
12:45Was sehen Sie am liebsten im Fernsehen?
12:47Hä?
12:48Was sehen Sie am liebsten im Fernsehen?
12:51Ach so, Beat Club.
12:54Beat Club?
12:55Wieso?
12:56Wieso?
12:57Weil das das Einzige ist, wo ich was hören kann.
13:00Ah, nein.
13:01Siehst du auch schon im Fernsehen?
13:10Ja?
13:10Und was siehst du am liebsten?
13:11Steilnetz, auf der Flucht, Kommissar Freitag, Polizei Rev. 87, Hitchcock.
13:22Ja, ja, aber siehst du nicht lieber nachmittags, die schönen Märchen?
13:27Nein, da kriege ich immer solche Angst.
13:30Das verstehe ich aber nicht.
13:45Sie verkaufen Krawatten und selbst tragen Sie keine.
13:49Das ist noch nichts.
13:50Nächste Woche stehe ich hier mit Hosen.
13:52Und was sehen Sie am liebsten im Fernsehen?
13:57Studio A.
13:59Das heißt nicht Studio A, das heißt Studio B.
14:03Ah.
14:06Oh, darf ich Sie fragen, was sehen Sie am liebsten im Fernsehen?
14:10B.B.
14:12Ah, Sie meinen Brigitte Bardot?
14:14Nein, Blauwe Bock.
14:16Oh, ja.
14:19Gnadegevrouw, was sehen Sie am liebsten im Fernsehen?
14:22Die zendung mit dem Homeschiff.
14:24Ah, Sie meinen Raumpatrouille.
14:25Ja, ja.
14:26Orion.
14:27Ja.
14:27Sieht hier genau so aus.
14:28Ja, ja.
14:29Auf die tupfen.
14:30Willst du mit dem Raumpatrouille spielen?
14:31Ja.
14:32Ja?
14:32Denkst du den runter.
14:34So.
14:35Mach ich das eben, he?
14:36Ja.
14:375, 4, 3, 2, 1, 0.
14:45GELACH
14:47GELACH
14:49Darf ich Sie fragen, was sehen Sie am liebsten im Fernsehen?
15:01Äh, alle meine Tiere.
15:03Alle meine Tiere?
15:04Ja.
15:04Aber wenn ich das so sehe, dann habe ich mir auf Hans Hass getippt, wie ein Männchen.
15:08Oh nein, ich hasse die Sendung.
15:10Oh, ich finde sie herrlich.
15:11Ja.
15:11Für eine herrliche Sendung.
15:15Und dann die Zeitloppie, die kommt, he?
15:18Darf ich Sie was fragen?
15:20Ja.
15:20Was sehen Sie am liebsten im Fernsehen?
15:22Tja, also wenn Sie mich so fragen, eine Sendung mag ich ganz besonders gern.
15:27Ihre.
15:28Meine Show?
15:28Ja, die Rudi Kareltschau.
15:30Ja, das finde ich aber toll.
15:31Das finde ich voll.
15:31Dankeschön, danke.
15:32Bitte.
15:32Finde ich sehr nett.
15:33Danke schön.
15:33Sehr schön.
15:34Das finde ich sehr, sehr, sehr nett.
15:35Käse aus Holland.
15:37Käse aus Holland.
15:40Käse aus Holland.
15:41An so einem Sonnentag, wenn ich eben kann,
15:58gehe ich mit meinem Töchterchen spazieren, promenieren und wir schauen uns alles an.
16:03Gehen Blümchen, Blümchen, Blümchen, Enten, Füttern, Endlos, viel.
16:14Pass doch auf, dein Kleid wird nass, die Hände schwarz und Mama blaus.
16:20Vater ist ein großer Händler, der fast alles kann.
16:30Vater ist ne ausgefallene Kreuzung zwischen Bundespräsident und Weihnachtsmann.
16:35Hast du Angst vor dem Hund dort, weißt nicht, glaube mir, er kommt nicht her, an so einem Sonnentag, mit dem kleinen Gürt.
16:51Wenn die Tochter Kreuzer wird, mit allem Drummen dran, muss die schon zu allen große Jungen sie mal sagen,
17:11Hände weg, hände weg, rühre sie nicht an.
17:16Haben Sie das auch, mein Herr?
17:17Jawohl, mein Herr, wie jeder mit dem Töchterlein.
17:23An so einem Sonnentag
17:25lässt sie dich allein.
17:31Vater, die Frühe einen Groschen.
17:33Ein Groschen, wofür?
17:34Für ein Eis.
17:35Aber sicher, hier, nochmal.
17:47An so einem Sonnentag
17:49kommt sie mit einem Mann.
17:55Kann sein, ein Gefreiter
17:57oder aber, Gastarbeiter
17:59oder Gammler, und was dann?
18:03Ja, der Vater
18:05macht sich Sorgen
18:07und er spricht
18:09und spricht.
18:11Vater sagt,
18:13pass auf, mein Kind,
18:14der Hund dort beißt,
18:16sie hört es nicht.
18:20Vater ist ein
18:21Bangemacher,
18:24Vater ist kein Held.
18:28Vater ist von gestern
18:29überflüssig und ein Schwätzer
18:31und versteht nicht ihre Welt.
18:35Und mit Sehnsucht
18:38und Verlangen
18:40denkt er
18:41an Vergangenes zurück
18:44an so einem Sonnentag
18:47mit seinem kleinen Glück.
18:52An so einem Sonnentag
18:55mit seinem kleinen Glück.
18:58Seiner kleine Glück.
19:02In Hamburg gibt es seit kurzem
19:22eine Meckarwiese.
19:24Sie wissen, so ein Platz,
19:25wo jeder hinkommen kann und seine Meinung sagen.
19:29Dieses Beispiel macht jetzt Schule und wir möchten hier auch so etwas aufziehen, eine Meckerecke.
19:35Erstens brauche ich dafür eine Kiste, eine Kiste, eine Kiste, eine Kiste, eine Rednertribüne.
19:42Zweitens brauche ich dafür diesen Staubsauger.
19:48So.
19:50Und drittens brauche ich Publikum.
19:52Ja, wie kriege ich Publikum?
19:54Ja, weiß schon. Ganz alten Trick. Auf den Markt. Sehr gut.
20:15Merken Sie was?
20:17Nein, merken Sie nicht?
20:18Nein.
20:19Merken Sie nicht, dass Sie reingelegt werden?
20:20Gut, meine Herren, wir haben hier eine Meckerecke. Sie wissen, was sie bedeutet.
20:26Wer möchte etwas sagen?
20:28Wer?
20:29Ich.
20:29Sie. Eine haben wir schon. Wer noch mehr?
20:32Niemand?
20:33Ja, hör mal, ein Redner genügt nicht.
20:35Na bitte, wenn Sie wünschen, mache ich noch ein paar andere mit.
20:38Hä?
20:38Na, warte, warte.
20:38Ja.
20:40Äh, Politiker zum Beispiel?
20:41Ja, wenn Sie wollen.
20:43Wie denn? Wie geht das denn?
20:43Die Errungenschaften der Deutschen Demokratischen Republik, ja?
20:46Machen wir uns die größten Schritte fort. Ja, ist ja klar, ja.
20:49Ja, wie, wie. Ja, ja, wie.
20:51Und stellen Sie noch eine?
20:52Willst du noch eine?
20:55Ja, meine sehr verehrten Damen und Herren, ich freue mich, hier in der wunderschönen Stadt Bremen zu sein.
21:01Ah, sehr gut, sehr gut. Und willst du noch eine?
21:03Ja, äh, das muss auch mal klar zum Ausdruck gebracht werden, dass ich nach diesem Schauprozess von heute hier in der Schau kein Wort sage.
21:20Sind Sie noch eine?
21:22Na, ehrlich, also, da möchte ich lieber sagen, ne?
21:25Ah, Jürgen von Manger, ja. Aber Herr von Manger, Sie sind doch kein Politiker.
21:29Ne, ich habe heute Morgen das Fernsehen gesehen, also, von wegen Politik und dieser Sachen, also, dann lieber Mensch bleibe, Mann.
21:42Ich weiß, noch eine.
21:43Auf die Giste, ja. Auf die Giste.
21:45Ja.
21:45Wer, wer macht Sie jetzt?
21:46Mende.
21:47Mende. Oh, ja. Ja, ja, Mende.
21:48Ich darf vielleicht hier feststellen, meine Damen und Herren, wir Freien Demokraten sind auf dem besten Wege, eine Volkspartei zu werden.
21:56Und wie sich in Hessen am Sonntag herausgestellt hat, fehlt uns nur noch das Volk.
22:09Aber wer hat schon das Volk, ne?
22:11Na, na, einer hat es, ne?
22:12Ja.
22:13Adenauer.
22:14Ja, meine Herren, nun passen Sie mal auf, was ich Ihnen jetzt sage.
22:20Wie Sie wissen, bin ich im letzten Jahr freiwillig zurückgezogen worden.
22:29Ich habe mir fest vorgenommen, mich nicht mehr einzumischen.
22:33Aber, meine Damen und Herren, die Lare ist so ernst, ich kann nicht länger schweigen.
22:40Das war ja schrecklich mit anzusehen, wie in den letzten Tagen die Mannschaft immer mehr und mehr zerfiel.
22:46Aber so schlimm war es doch auch wieder nicht mit der Regierung.
22:50Ja, wer spricht hier von der Regierung? Ich spreche von der Bundesliga.
23:01Welchen Klub dann?
23:02Ich meine den Karlsruher SC.
23:04Oh.
23:05Die dürfen bei uns ja nicht mehr spielen.
23:07Wieso?
23:08Weil Glücksspiele in der Bundesrepublik verboten sind.
23:14Wir haben jetzt, ich habe jetzt ein paar gehört, CDU, FDP, sag ich es gut?
23:21Ja, ich weiß nicht genau Bescheid.
23:22CDU, FDP.
23:23Aber es gibt noch etwas.
23:25Denken Sie ein klein bisschen an den Proport im Fernsehen.
23:27Ach, ich weiß schon.
23:28Willi Brandt, ne?
23:29Gerne, ja.
23:29Meine lieben Berlinerinnen, meine lieben Bremerinnen, liebe Bremer, ich kann die SPD nicht ans Ruder, aber durch meinen Freund Herbert Wehner zu Wort kommen lassen.
23:45Die Sozialdemokratische Partei Deutschland hat auf ihrem Parteitag in Godesberg...
24:00Äh, äh, äh, äh, Dortmund.
24:02Seit wann interessieren Sie sich für Programme, Sie Gastarbeiter?
24:05Wir haben auf dem Parteitag klar und deutlich gesagt, dass diese Mischbehe zwischen CDU und FDP zum Scheitern verurteilt ist.
24:20Wir geben zu, dass der Minderheitskanzler gegen alles versichert ist, gegen Diebstahl, gegen Strom, aber nicht gegen Brandt.
24:35Applaus
24:37So, ich setz mich eben im Kanal.
24:42So gemütlich so.
24:46Ach, wenn ich auf einer Meckerecke sprechen würde, dann würde ich nicht über Politik sprechen, nein.
24:51Ich würde über die Frau sprechen.
24:53Wird oft getan, aber ich finde, im Allgemeinen, äh, finde ich eigentlich heutzutage, dass die Emanzipation der Frau geht ein bisschen zu weit.
25:00Und wie weit, das möchte ich Ihnen zeigen, in eine Schuhplattler-Bremer-Art.
25:05Musik
25:09Jede Frau lernt zur Zeit Selbstverteidigung, das finde ich als Mann ne Beleidigung.
25:18Denn ich tanze, ich klatsche, ich sing und lach, doch wenn ich mal ein Kuss will, gibt's krank.
25:25Musik
25:26Und so platteln wir Schuh immerzu ohne Ruh, doch ein klein bisschen am Züglichstein ist tabu.
25:39Denn wenn ich ihr beim Tanz auf die Zehen dreht, au, dann sehen sie gleich wie es geht.
25:46Musik
25:48Musik
25:52Musik
25:56Musik
26:00Musik
26:02Musik
26:06Musik
26:08Musik
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26:12Musik
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28:00Musik
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28:28Musik
28:30Musik
28:32Musik
28:34Musik
28:36Musik
29:02Musik
29:04Musik
29:05Musik
29:31Musik
29:33Wie meine Sie?
29:35Ja.
29:36Bitte sehr.
29:37Bitte.
29:38In Ordnung?
29:40Bitte.
29:41Ja.
29:42In Ordnung.
29:44Äh, Moment, meine Damen.
29:46Ja.
29:47Das ist doch nicht zu fast.
29:51Oh, nicht auch dumm.
29:53Oh, nicht auch dumm.
29:55Guten Tag.
29:57Guten Tag.
29:58Äh, ich muss eine kleine Zeitung.
30:01Eine Zeitung? Welche?
30:02Das ist egal.
30:03Wenn es möglich ist, eine Zeitung ohne Sex, Mord und Todeslag.
30:07Ohne Sex, Mord und Todeslag.
30:12Ohne Sex, Mord und Todeslag.
30:27Wären Sie noch nicht verrückt von diesem Angebot an Sex hier?
30:31All diese Badeanzüge.
30:32Das ist doch beinah keine Zeitungsbude mehr.
30:34Nein.
30:35Mehr eine unkleide Kabine.
30:36Ich verkauf den ganzen Tag nur sechs, sechs, sechs, sieben, acht, neun, zehn, Buben, Dame,
30:44König, Ass.
30:45Oh, warte.
30:46Have you got the daily telegraph, please?
30:49Äh, nein.
30:50Nichts englische papers.
30:51Oh, sorry.
30:52Ein hübscher Minirock.
30:55Warum immer die Frauen hier drauf?
30:59Warum nicht so'n hübscher Schotten?
31:01Glauben Sie wirklich, dass noch eine Zeitschrift verkauft wird, wenn nur Männer drauf sind?
31:05Nein.
31:06Nein.
31:07Aber wollen Sie mal sehen wie das aussieht?
31:09Männer drauf.
31:10Ja?
31:11Gibt es so etwas?
31:12Ja.
31:13Aber nur bei mir.
31:14Das ist mein Hobby.
31:15Gilda, Mangel?
31:17Falter.
31:18inicial ist er so ein Schotten.
31:19Hat man gespannt?
31:22Ist gehen bestimmt nicht?
31:24Ah!
31:25Das ist schön.
31:26Fah?
31:27Ja.
31:28Was ist das?
31:30Also Prom shavingpin?
31:37Wie ich sehe, beinahe Sie auch vor Wut wegen all diese Königs- und Fürsten-Hochzeiten.
31:58Nein, nein, das liebe ich.
32:00Was?
32:01Ich liebe Hochzeiten.
32:07Man sieht es nicht so auf den ersten Blick.
32:12Ein hat gesunde Bourget, so wie ich.
32:16Doch jeder behauptet, ich habe einen Tick.
32:21Bei einer Hochzeit gibt es mir stets einen Stich.
32:25Der Anblick einer Trauung bringt mich um.
32:30Ich schäme mich und wir sehen Sie, warum?
32:39Ich wein' bei jeder Hochzeit, ja, ich wein' bei jeder Hochzeit.
32:47Vor Rührungsluchs und Heulich, es ist in der Tat abschäulich.
32:51Denn bei Nachbarn und Verwandten und völlig Unbekannten, wenn ich ein Standesabbesuch bitt, ich gleich um ein Tassentuch.
33:00Ob Sie in die Ehe wollen oder in die Ehe müssen, Tränen strömen wie ein Wasserfall.
33:08Ich wein' bei jeder Hochzeit, wein' bei jeder Hochzeit, jeden Tag, immerzu, überall.
33:17Bei einer königlichen Trauung sitze ich dann voll Erbauung mit Kaffee und Gebäck und dann schaue ich es mir im Fernsehen an.
33:26Beim Jawohl mit den Ringen kann ich mich nicht bezwingen.
33:31Das Ganze ist so stark für mich, dass ich dann nichts mehr runterkriege.
33:36Ich ging vor ein paar Wochen mal zu einem Psychiater.
33:40Er ist aber selbst zu greifen, falsch.
33:43Er weint bei jeder Hochzeit, weint bei jeder Hochzeit, jeden Tag, immerzu, überall.
33:51Er weint bei jeder Hochzeit, ja, er weint bei jeder Hochzeit.
34:01Und wenn dann der Beamte spricht, hört man es durch mein Heulen nicht.
34:05Er küsst die Braut so tüchtig, er freut die Gammel ein, weil süchtig.
34:13Und ich nicht brauchst, weil längst zu Hause knüpfe ich noch ein paar Tränen raus.
34:18Und später beim Festen, dann zählt er für sieben Gäste.
34:27Sollt dann, bis der Kummer nicht mehr frisst.
34:34Er weint bei jeder Hochzeit, weint bei jeder Hochzeit.
34:44Wenn es meine nur nicht ist.
34:49Er weint bei jeder Hochzeit, weint bei jeder Hochzeit, jeden Tag, immerzu, überall.
35:14Das war also Piet Bambergen.
35:23Und jetzt etwas ganz anderes.
35:24In der Stadt, wo ich geboren bin in Holland, da gab es jede Woche auf dem Markt einen Mann mit einem Affen.
35:29Und ich machte so sämtliche Tricks.
35:31Und später habe ich das so, und sie auch, so oft im Fernsehen gesehen.
35:34Und jedes Mal, wenn ich es sehe, denke ich daran, wie würde es aussehen, wenn nicht ein Tier, sondern ein Mensch dressiert wird.
35:40Und so etwas möchte ich Ihnen mal eben zeigen, der dressierte Mann.
35:45Es gibt viele Ehen, wo es dressierte Männer gibt, aber jetzt meine ich wirklich mit Tieren.
35:54Das ist ein bekanntes Schauspiel.
35:56Kette um den Hals, so.
35:58Käfig, und dann bin ich der dressierte Mann.
36:00Kette um den Hals, so.
36:30Das ist ein bekanntes Schauspiel.
36:48Uı.
36:51Hals, so.
36:56Hals, so.
36:57Musik
37:27Musik
37:57Musik
38:27Musik
38:57Musik
39:27Applaus
39:29Applaus
39:31Applaus
39:33Hast du schon was?
39:35Ja?
39:36Hast du schon was?
39:37Ja?
39:38Wie schmeckt das denn?
39:39Schmeckt das gut?
39:40Krieg ich auch was?
39:42Ich krieg ich auch was?
39:43Ich hab die meiste Arbeit getan,
39:45gib mir auch was.
39:46Gib's doch nicht,
39:46gib keinen aus,
39:48nein.
39:49Du hast schnell einen schönen Affensitzen.
39:51Geh mal wieder in die Kneipe.
39:52Du gibst doch nicht aus.
39:53Komm, geh mal wieder.
39:54Komm, geh mal wieder.
39:57Ich krieg kein aus.
39:58Ich weiß genau,
40:00wie ich leute.
40:00Alles ist heutzutage
40:01auf der Markt,
40:02überall,
40:03auch in der Kneipe,
40:04überall,
40:04ist so teuer.
40:05Ouh!
40:09Was ist das billigste
40:11auf dem Markt?
40:14Teuer.
40:16Und wenn man seinen Wagen hier parkt?
40:20Teuer.
40:22Ich bin bankrot,
40:24sobald ich mir
40:25ne neue Krawatte kauft.
40:29Bananen kosten so viel,
40:32da er sich die Schale auch mit auf.
40:35Wie ist der Hering und Kabeljau?
40:40Teuer.
40:42Und wie ist diese
40:44pülschschöne Frau?
40:46Teuer.
40:47Seh ich die Preise hier,
40:51dann glaube ich,
40:52ich bin beim Jubiläer.
40:55Die kosten
40:56eine Mark pro Stück.
40:58Ich kehre
40:59zum Eigenbau zurück.
41:02Treib bitte
41:03keine Woche mit mir.
41:08Was ist ein Angebot
41:11mit Rabatt?
41:13Teuer.
41:14Und was ist Bremen
41:17für eine Stadt?
41:19Teuer.
41:22Steigen die Löhne entlieb,
41:24dann ist eines ganz verrückt und blöd.
41:28Dennoch am gleichen Tag,
41:30da werden auch die Preise schwer erhöht.
41:34Wie sind die Strafmandate zurzeit?
41:39Teuer.
41:40Wie ist ein schlechtes
41:43Schlussverkaufsklein?
41:46Teuer.
41:48Seh ich die Preise hier,
41:50dann glaube ich,
41:51ich bin beim Jubiläer.
41:54Hast du kein Sonderangebot,
41:58nur für ein Ei
41:59und bunte Brot?
42:01Treib bitte
42:02keine Woche mit mir.
42:04Die Schuhe,
42:08die Strümpfe,
42:08die Hose,
42:08der Schlips,
42:09das Essen,
42:09das Rauchenparfum
42:10und die Schwipps,
42:10die Kneipe,
42:11der Fußball
42:11und auch der Friseur.
42:12Teuer.
42:14Das Kino und die Bahn
42:15und der Kegelverein,
42:15die Heizung,
42:16der Kühlschrank
42:16und Zeitung und Wein,
42:17die Milch und das Fleisch
42:18und das Brot und Likör.
42:19Teuer.
42:19Beerdigung,
42:21Hochzeit und auch die Geboot,
42:22die Versicherung und doch so viel.
42:23Das Wasser,
42:24das Gas,
42:24und der Elektrizität,
42:25Telefon und der Automobil.
42:27Die Miete,
42:27die Steuer,
42:27auch Reden ist teuer
42:28und dann red ich jetzt so schnell.
42:30Nur bin ich nicht die Witze
42:31von gar nicht.
42:34Wie sind die Gäste
42:35in einer Show?
42:38Zweue.
42:40Und auch die anderen Künstler
42:42sind so.
42:45Zweue.
42:46Doch es gibt noch so viel,
42:49was man ohne einen
42:50wenn ich haben kann.
42:53Was kostet uns,
42:55der Sonnenschein?
42:56Was kostet es,
42:58uns wohl zu sein?
42:59Was kostet es,
43:02nur lieb zu sein?
43:03Nichts.
43:04fået es,
43:05was kostet es,
43:07nur lieb zu sein?
43:08Applaus
43:38Applaus
44:08Möchten Sie etwas wissen über mein Privatleben, sehen Sie dann im Anschluss dieser Show den Film an »Das Tagebuch eines Sünders«.
44:17Applaus
44:27Applaus
44:30Applaus
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