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  • vor 3 Monaten
Wenn die Musik spielt | Hubert und/​ohne Staller (185) Staffel 12 Folge 9

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Transkript
00:00Glauben Sie denen die Geschichte mit dem toten Bruder?
00:03Die brauchen so eine Lügen.
00:04Ey, was denn? Ich kapiere nicht, was der da erzählt.
00:07Das ist ja schon da.
00:09Da kann man es ja selber erklären.
00:16Ah, ja, das sind wir.
00:19Ja, was haben wir gedacht?
00:22Ja, es war ausverkauft, alle acht Konzerte.
00:24Ey, was für eine Art Musik machen Sie denn hier? So Disco oder?
00:27Ja, alles Pop, Schlager.
00:29Auf dem Schiff hier, vorwiegend italienische Songs, kommt sehr gut an.
00:32Verständlich gut. Italienisch ist auch mein Ding, diese Leichtigkeit.
00:37Jetzt müssen wir alle Konzerte absagen, weil was passiert ist.
00:42Da hinten ist er runtergestürzt.
00:44Oh, das ist ganz schön hoch.
00:48Oma!
00:52Das war ein Witz mit der Hochzeit, oder?
00:53Das ist ja mal eine Begrüßung.
00:54Na ja, du rufst an und sagst, du heiratest. Das ist verrückt, oder?
00:57Und wen, wenn ich fragen darf?
00:59Grüß Gott.
00:59Ah, Frau Kaiser, darf ich Ihnen meine Oma vorstellen?
01:01Oh, das ist meine Chefin.
01:02Hallo, freut mich.
01:03Freut mich, Bärbel Keiler.
01:04Grüß Gott.
01:05Und?
01:07Ach, da bist du ja schon.
01:08Das ist der Max.
01:09Ihr werdet euch sicher super verstehen.
01:10Und du musst Christina sein.
01:12Ich habe schon viel von dir gehört.
01:13Aber wir müssen jetzt leider schon los.
01:16Oh, na ja, dann.
01:17Lass mal dich wieder arbeiten.
01:18Alles andere erzähle ich dir später.
01:20Was hat die jetzt vor?
01:22Einen Termin nach dem anderen.
01:23Ich habe ganz vergessen, wie stressig so eine Hochzeit ist.
01:25Aber Max will, dass alles perfekt ist.
01:27So ist er.
01:28Also, bis später.
01:30Bis später.
01:30Bis dann.
01:35Ja, hier haben wir unser letztes Konzert gespielt.
01:41Sollen wir jetzt raten, wie es weitergeht?
01:43Ach so, nein.
01:44Nein.
01:44Ich habe nach dem Auftritt, habe ich wie immer das Equipment zusammengeräumt.
01:48Und Paul hat CDs ans Publikum verkauft.
01:51Wir kaufen halt noch CDs.
01:53Ja, ich zum Beispiel nicht.
01:54Warum nicht?
01:55Und der Paul hat immer dafür gesorgt, dass das Geschäft einigermaßen läuft.
01:57Die konnten dem nichts abschlagen.
01:59Die, die, äh, wer ist die?
02:00Unsere Fans.
02:01Ach so.
02:03Vor allem die weiblichen, ne?
02:04Denen konnte er besonders gut.
02:05Vielleicht kommen wir uns jetzt damit zum Punkt.
02:08Ja.
02:09Als alle weg waren, da kam es zwischen uns zum Streit hier an der Reling.
02:13Ähm, ich habe ihn mal da reingehauen.
02:16Dann ist er über die Reling rübergefallen und ist seitdem nicht mehr aufgetaucht.
02:19Ertrungen?
02:20Na, glaube ich schon.
02:22Weil der ist eigentlich ein guter Schwimmer und der müsste ja irgendwann aufgetaucht sein,
02:25aber der ist verschwunden.
02:28Worum ging es denn in dem...
02:30Bitte sehr.
02:38Danke.
02:39Christina?
02:40Wissen Sie denn schon, wo Oma auch die Hochzeit stattfindet?
02:42Keine Ahnung.
02:43Ich weiß noch überhaupt nichts.
02:45Das ist es ja gerade.
02:46Was denn los?
02:47Freuen Sie sich denn gar nicht für Ihre Oma?
02:48Doch, ich freue mich für Sie, aber...
02:50Na ja, ich frage mich schon, wie ernst so ein junger Typ es mit meiner Oma meint.
02:54Ach so.
02:56Haben Sie ihn denn schon mal geprüft? Ich meine nur so zur Sicherheit.
02:58Hätte ich ja schon längst gemacht, aber ich weiß gar nichts über ihn.
03:01Meine ganze Familie kennt ihn nicht.
03:02Was? Das war ein bisschen merkwürdig.
03:04Ich treffe die beiden gleich und dann erfahre ich hoffentlich mehr.
03:08Der braucht noch ein bisschen, der sah nicht gut aus.
03:12Seien Sie da, Herr Kapitän?
03:13Ganz genau.
03:14Haben Sie mitgekriegt, dass gestern einer von den Musikanten da die Reling runtergeflogen ist?
03:17Ist mir völlig neu.
03:18Nein. Nachdem wir angelegt hatten, habe ich unten die Passagiere verabschiedet.
03:21Ah, Herr Prechtel.
03:27Entschuldigung.
03:29Paul hatte eine Affäre mit meiner Frau. Ich habe es gestern Abend rausgefunden.
03:32Ach, und deshalb der Kinaten?
03:33Hat aber auch verdient.
03:35Der hätte jeder haben können. Warum ausgerechnet meine Biene?
03:37Na ja, Kirschen in den Nachbarsgarten.
03:38Wollen Sie denn hin?
03:42An laut.
03:43Was ist mit meinem Bruder?
03:44Ja, da können wir Ihnen auch nicht helfen.
03:46Vielleicht versteckt er sich vor Ihnen, mal langsam noch eine verpasst zu kriegen.
03:52Herr Riele?
03:54Kommen Sie mal kurz.
03:56Jawohl.
03:56Kleiner Spezialauftrag.
03:58Können Sie versuchen, noch ein bisschen mehr über den zukünftigen Ehemann von Christinas Oma zu erfahren?
04:02Ja, soll ich ihn beschatten, oder?
04:04Nein. Einfach nur mit ihm reden.
04:07Okay.
04:08Vielen Dank.
04:16Wollen Sie mich jetzt nicht festnehmen?
04:17Na, also, ohne Leiche keine Chance.
04:20Ja, aber wenn Ihr Bruder morgen immer noch nicht aufgetaucht ist, nehmen wir gerne eine Vermisstenanzeige auf.
04:25Das heißt, ich muss jetzt wieder nach Hause zurück.
04:28Na, Sie können auch mal was wollen.
04:29Sie sehen aus, als wäre das eine Strafe, ne?
04:33Naja, meine Biene ist seit dem Vorfall letzte Nacht nicht so gut auf mich zu sprechen.
04:38Dabei hätte ich ja allen Grund, sauer auf Sie zu sein.
04:40Ja, aber vielleicht ist Ihre Biene schon mit Ihrem Bruder davon geflogen.
04:44Dann wäre die Sache erledigt, ne?
04:46Das haben Sie jetzt aber schön gesagt.
04:52Ja, wenn das immer so schnell klinge, zack, zack, Fall gelöst, was?
04:56Nein, nein.
04:57Zack, zack, Fall nicht gelöst.
04:58Wir haben mal Wasserleiche.
05:00Oh.
05:20Servus.
05:20Servus.
05:21Haben Sie den gefunden?
05:22Nein, eine Mutter mit ihrem Kind beim Spazierengehen.
05:25Ich habe mir ihre Adresse notiert.
05:27Kleiner hatte Angst vor dem Toten.
05:28Tja, Kinder holten ja nichts mehr aus, ne?
05:31Das ist übrigens Paul Prechtl.
05:33Ja, 52 Jahre alt, Todeszeitpunkt gestern Abend.
05:36Verletzung am Kind, wahrscheinlich, äh, von dem Kienhagen, ne?
05:39Todesursache ertrunken und in den Morgenstunden hier angespült.
05:42Ja, das war beeindruckend.
05:44Und woher wissen Sie das alles?
05:45Ja, außergewöhnlicher Polizist.
05:47Ja, mittel, außergewöhnlich, schnell, ne?
05:49Gut, dann werde ich ja hier nicht mehr gebraucht.
05:51Na, aber wir finden schon da was für Sie, oder?
05:53Ja, ich will Sie nicht enttäuschen, Herr Gewitz, aber da,
05:55ganz furchtbar und schmal erzählt.
05:57Wieso?
05:58Weil es nicht sein kann.
06:00Moment, das ist Paul Prechtl und, äh, ne, die Todesursache ist bekannt.
06:02Ja, und wie ist er hergekommen?
06:04Ja, aber von der Strömung angespült.
06:06Ich habe mich von Dr. Fuchs gerade erklärt.
06:07Da gibt's aber keine Strömung.
06:08Und der Wind weht seit drei Tagen aus der Richtung da, ne?
06:11So, das ist, äh, ein interessanter Aspekt nicht.
06:15Die sind übrigens Schleifspuren, die könnten von der Leife standen.
06:18Und weiter oben habe ich Reifenabdrücke entdeckt.
06:20Aber das wissen Sie sicher schon, Herr Gewitz, ne?
06:22Ja, äh, nicht so, nicht so direkt, nicht.
06:26Na gut, dann nehmen wir uns den Bruder nochmal vor, aber, ja.
06:29Ich stimme Tinken und vor mir jetzt, was der da verzauft hat.
06:31Ja.
06:32Äh, das ist echt schwierig.
06:35Sind alle so schön wie, er hört mich ein kleines bisschen an deine schönen Haare.
06:40Tini, Tini, schön, dass das geklappt hat.
06:43Wir suchen gerade mit Hanja, sieht die Hochzeitstorte aus.
06:45Grüß Gott.
06:46Grüß Gott.
06:46Das ist der Kollege Riedl.
06:47Seit wann machst du noch Hochzeitstorten?
06:49Immer schon, du hast da bis jetzt keine braucht.
06:51Mir liegt's nicht.
06:51Na ja.
06:53Also ich weiß auch nicht, ich würde sagen, wir nehmen die hier, oder, Werber?
06:56Auch, dass die teuerste ist.
06:57Das ist eine sehr, sehr gute Entscheidung.
06:58Wo ist denn überhaupt eure Hochzeit?
06:59Ich weiß ja noch gar nichts.
07:00Dein Telefon klingelt übrigens.
07:02Oh, danke.
07:04Da muss ich schnell ran gehen.
07:10Oma, wollen wir mal eine Runde gehen?
07:11Du klärst mich über alles auf.
07:13Ja, können wir machen, klar.
07:15Ja, du kannst dich schon mal ein bisschen verwerfen, oder?
07:18Wollen wir ja auch allein essen sowas.
07:32Haben Sie sich das jetzt noch anders überlegt?
07:34Was?
07:35Wollen Sie mich nicht verhaften?
07:36Ja, es kommt auf Ihre Antwort an.
07:38Kann ich Ihnen gerne noch vor Revier gehen, wirklich.
07:39Hau bloß!
07:43Und hier, nie wiedersehen.
07:45Oh, äh, jetzt wird mal einiges draus.
07:48Das ist Ihre Biene.
07:49Ja, aber die ist normalerweise ganz anders.
07:50Ja, das sagen Hundebesitzer auch immer.
07:52Bissi geht da.
07:54Nehmen Sie den gleich mit?
07:55Jetzt beruhigen Sie sich das mal erst mal.
07:56Beruhigen, ich beruhige mich erst, wenn ich weiß, was mit Paul ist.
07:58Ja, das können wir Ihnen sagen.
08:00Der Kollege.
08:02Wie ich?
08:02Ja, so ist es ja auch was.
08:03Wir müssen Ihnen leider sagen, also warum wir eigentlich hier sind.
08:09Was?
08:10Ja, wir, obwohl wir auch noch Fragen haben, aber die resultieren daraus, also dass Ihr Bruder,
08:14also Ihr Zwillingsbruder zu uns ist.
08:15Ja.
08:19Frau, Frau Biene?
08:25Wer gehört hinter Gitter?
08:27Ihr Mann.
08:28Wenn sonst, wer hat die Tat schließlich schon gestanden?
08:30Ja, das ist die Frage.
08:31Was ist denn da, bitte noch fraglich?
08:32Eigentlich alles.
08:34Wann haben Sie denn den Paul zum letzten Mal gesehen?
08:37Verdächtigen Sie jetzt mich?
08:38Na, doch, na, jeden.
08:43Vor zwei Tagen.
08:44Darum habe ich ihn gestern ja auch angerufen, weil ich seine Stimme hören wollte.
08:47Aber dann, gehen Sie ihn gerade.
08:51So hat jemand rausgefunden, dass er fair mit dem Bruder gehabt hat.
08:54Ja, ich dachte, es ist Paul.
08:56Die haben komplett identische Stimmen.
08:58Zwillinge halt.
09:00Ich weiß wirklich nicht, wie mein Bruder an die Stelle kam, wo Sie ihn gefunden haben.
09:03Ich habe Ihnen alles gesagt, was ich weiß.
09:07Und als er verschwunden blieb, was haben Sie da gemacht?
09:10Ja, dann bin ich nach Hause gefahren.
09:13Und habe meine Frau zur Rede gestellt.
09:15Und danach sie mich.
09:17Nachdem sie erfahren hat, dass ich Paul ins Wasser geprügelt habe.
09:20Ich meine, ich habe zu dem Zeitpunkt ja noch gedacht, dass der irgendwo lebend wieder auftaucht.
09:23Und gab es noch jemanden, mit dem er Ärger hatte?
09:25Nicht, dass ich wüsste.
09:27Ja gut, es gab immer mal wieder fremde Männer, mit denen er Stress hatte, weil er was mit den Frauen von denen angefangen hatte.
09:32Sowas, ne?
09:32Ja, was trifft er vor?
09:34Ständig.
09:36Aber ich habe ja nicht im Traum daran gedacht, dass ich auch mal einer von den Trotteln sein werde, ne?
09:39Äh, das war eine Frage.
09:42Eine Affäre mit dem Zilling.
09:44Lohnt sich das?
09:44Ja.
09:45Warum?
09:47Ist doch alles gleich, oder?
09:48Quatsch.
09:49Die beiden waren unterschiedlich wie Tag und Nacht.
09:52Der Paul, der war ein Chameur, wie er im Buch steht.
09:53Mit dem konnte man richtig Spaß haben.
09:56Der saß nicht so auf seinem Geld wie der Sigi.
09:57Der hat mich gesehen.
09:59Mich als Frau.
10:00Verstehen Sie?
10:01Sigi, ihr Mann nicht?
10:02Der.
10:03Der sitzt ja nur noch in seinem Keller und klimpert vor sich hin.
10:05Früher hat er mir wenigstens noch ab und zu ein Lied geschrieben.
10:07Und jetzt?
10:09Jetzt hat er mir sogar noch meinen einzigen Lichtblick genommen.
10:12Haben Sie noch Namen von den Frauen, ne?
10:14Ja, das machen ja so Fans, ne?
10:16Groupies, wenn sie so wollen.
10:17Auftritt, Hotel, nächste Stadt.
10:19Sie wissen doch, wie das läuft.
10:20Ah, was?
10:22Schicksale des Musikers, ne?
10:24Ja.
10:26Ja, ich wäre fast Musiker geworden, ne?
10:28Ne.
10:28Ja.
10:29Damals in Dortmund, ne?
10:30Zur Zeit von Disco.
10:31War ich vorne mit dabei.
10:33Ja?
10:33Ja, aber so eine Ausstattung haben wir ja nicht, ne?
10:35Schon beeindruckend.
10:37Ja.
10:39Wollen Sie mal sehen, was das alles kann?
10:40Ja, klar.
10:42Das ist ein Südterfreie Trau.
10:44Keine Trauzeugen, keine Kirche.
10:46Nur ein kleiner Haus.
10:47Und diesen traumhaften Kulissen.
10:49Und kleiner Kreis bedeutet dann, ihr und ich.
10:52Weißt du noch mal von der Hochzeit?
10:53Nein, ich habe ja nichts gesagt.
10:54Versteht's ja eh nicht.
10:55Kennst du auch deine Mutter?
10:57Ja, so ganz verstehe ich's aber auch nicht.
10:58Ich meine, es kommt echt unerwartet.
11:01Machst du dir Sorgen?
11:02Ja, ist das so ungewöhnlich?
11:04Geh, das musst du nicht.
11:05Sobald du deinen neuen Opa richtig kennengelernt hast.
11:08Ich weiß ja nicht, ob Opa so passend ist.
11:10Ja, das muss ja auch nicht sein.
11:11Aber sobald du ihn richtig kennst, dann wirst du's verstehen.
11:14Das ist, das ist der perfekte Mann für mich.
11:17Dann ist ja gut.
11:20Geh mal rein, man soll Männer nicht so lange allein lassen.
11:22Ah, Bärbel.
11:26Stell dir vor, Yazid kann uns sogar das Hochzeitsauto organisieren.
11:29Okay, das ist ja unglaublich, wie geschmeidig das hier alles funktioniert.
11:32Ja, unglaublich.
11:33Ich helfe halt gern.
11:34Das ist sehr lieb von Ihnen.
11:36Und sicher spartbillig.
11:37Natürlich.
11:38Was ist denn das für ein Auto?
11:39Das ist es ja gerade.
11:40Ein historisches Polizeiauto.
11:42Mit Blaulicht in den Hafen der Ehe.
11:43Und das allerbeste, den Chauffeur haben wir auch schon.
11:46Aber nicht mich.
11:48Martin hat sich bereit erklärt.
11:50Original Streifenwagen, Original Polizist.
11:51Das ergeht's kaum.
11:52Das ist sehr lieb von Ihnen.
11:54Vielen Dank.
11:54Das ist doch selbstverständlich.
11:56Ja, jetzt muss ich nur noch schauen, was ich anziehe.
11:58Der Stress hört nicht auf.
11:59Hilfst du mir dabei, Teenie?
12:00Ja, natürlich.
12:01Aber später.
12:02Wir müssen jetzt zurück aufs Revier.
12:03Okay.
12:03Ja, servus.
12:04Servus.
12:04Servus.
12:04Servus.
12:10Du denkst, du hast es fast geschafft.
12:13Und alles nur aus eigener Kraft.
12:15Jetzt kill me, Bridge.
12:17Und dann.
12:18Tieflieger, Tieflieger.
12:20Du bist ein Tieflieger.
12:21Tieflieger, Tieflieger.
12:23Ja, so ein Tieflieger, Tieflieger, Tieflieger.
12:27Du bist ein Tieflieger, Tieflieger, Tieflieger.
12:30Ja, so ein Tieflieger, Tieflieger.
12:31Ja, so ein Tieflieger, Tieflieger.
12:33Hallo.
12:33Was?
12:34Ja, wir müssten dann los.
12:36Ah ja, ja.
12:37Aber schön, dass du den Ton vom Bruder so schnell wegsteckt hast.
12:40Das hab ich doch gar nicht.
12:41Das passiert mir immer, wenn ich Musik mache.
12:42Da vergesse ich alles um mich rum.
12:43Ja, das verstehe ich.
12:44Das geht mir ganz genauso.
12:45Mal gleich in der anderen Welt.
12:46Nein.
12:47Ich sag's ungern, aber langsam verstehe ich Ihre Frau.
12:49Wie, wie meine?
12:50Ja, die ist ja lang.
12:51Unser Autoschlüssel.
13:04Warum?
13:05Weil er uns hier Kofferraum interessiert.
13:09Wo ist denn jetzt der Autoschlüssel?
13:10Warum war er doch noch da?
13:11Hi, sehr blöde Zufall, ha?
13:13Ja, aber es kann ja nicht sein, dass er jetzt auch noch weg ist.
13:14Was fehlt denn noch?
13:15Mein Handy.
13:16Ich hab's wahrscheinlich wegen der ganzen Sache verlegt.
13:18Ich find's nicht mehr.
13:18Ja, ja, aber das passiert in Stresssituationen, ne?
13:21Oder wenn man lügt.
13:29Es tut mir leid, ich hab mich da irgendwie mitreißen lassen.
13:32Ja, du musst dich nicht entschuldigen.
13:33Der Max, der war so begeistert von der Gegend und was man hier alles machen kann.
13:37Der will, dass die Hochzeit für deine Oma unvergesslich wird.
13:40Ja, und ihr gefällt's?
13:42Das ist die Hauptsache.
13:44Das ist echt krass, was die FWD hat.
13:46Ja gut, der studiert es ja auch.
13:48Der studiert.
13:50Ja, Event, irgendwas Dienstpunkts.
13:52Meine Oma heiratet einen Studenten.
13:54Wo haben die sich denn kennengelernt?
13:56Internet, vielleicht.
13:58Hast du wenigstens deinen Nachnamen rausgekriegt?
14:00Nein, aber ich bin mir sicher, dass er deine Oma mag, weil er hat dauernd davon geschwärmt,
14:04wie jung sie geblieben ist.
14:05Ja, aber dann kriegt er Anrufe von der Mia und geht flüsternd weg.
14:10Ja, ist wahrscheinlich seine Schwester.
14:12Also für mich ist die Sache klar.
14:15Na, dann legen Sie mal los.
14:16Das war ein gehörter Ehemann.
14:17Wie kommen Sie da rauf?
14:18Denn dieser Paul hat doch nichts anbrennen lassen, ne?
14:20Nach dem Auftritt Gruppis, ne?
14:22Und dann ärger mit den Ehemännern.
14:24Die Fratellis haben Gruppis?
14:26Wir brauchen den Siggi-Fratellis jedenfalls, ne?
14:27Ja, wenn das der Siggi war, mit dem ergetan.
14:30Wieso, was meinen Sie denn damit?
14:31Ja, vielleicht war es der andere, der Wörter, Paul.
14:33Ach, und der Tod ist der Zwillingsbruder Siggi.
14:35Wie kommen Sie jetzt da rauf?
14:37Ja, der Auftritt war komisch.
14:38Also im Studium, der war ganz cool.
14:40Und der Streit mit der Ehefräuse für mich war der inszeniert.
14:43Könnte die Frau da mit drinstecken?
14:44Darf mich nicht wundern.
14:46Sie meinen, dass dieser Paul und diese Biene sich zusammengetan haben,
14:48um den lästigen Gatten loszuwehren?
14:51Wie ist denn das eigentlich mit Zwillingen?
14:52Die haben doch die gleiche DNA, oder?
14:54Keine Ahnung.
14:55Dann müssen wir mal die Fuchs fragen.
14:56Weil solange wir nicht wissen, wer von den Brüdern eigentlich der Tote ist,
14:58da brauchen wir hier doch gar nicht ermitteln.
15:02Christina, schickst du mal die Finanzen von Prechtel?
15:04Paul Prechtel.
15:05Ja, oder Siggi.
15:07Ist der jetzt auch tot?
15:08Nein, nein.
15:09Obwohl, vielleicht doch, überprüfen Sie einfach beide.
15:12Schadet ja nicht.
15:13Und überprüfen Sie seine Frauengeschichten.
15:15Wir brauchen Namen.
15:16Wird gemacht.
15:23Oh, den Reifenabdrück habe ich noch nicht überprüft.
15:25Schaut.
15:26Aber deswegen sind wir gar nicht da.
15:28Aha, sondern?
15:29Wie kann man eineige Zwillinge unterscheiden?
15:32Optisch, kommt doch an.
15:33Ja, nicht optisch, medizinisch.
15:35Aha.
15:36Na ja, im Prinzip ist die DNA von einen eigenen Zwillingen ja identisch.
15:39Aber mittlerweile weiß man, dass sie sich bei der Geburt im Durchschnitt um 5,2 Genomutationen unterscheiden.
15:46Das ist ein sehr spannendes Forschungsfeld.
15:48Ich kann es kaum erwarten.
15:49Geht das auch einfach?
15:51Also, wenn wir jetzt wissen, ob das wirklich der Paul ist, was machen wir da?
15:54Na ja, Fingerabdrücke, die sind auch bei Zwillingen individuell.
15:57Ja, super, machen wir es doch.
15:57Halt.
15:59Der Tod ist nicht ertrunken, auch wenn es zunächst danach aussah.
16:02Er hatte kein Wasser in der Lunge.
16:04Woran ist ein Danksturm?
16:05Keine Ahnung.
16:06Außer der Verletzung im Gesicht, keine Spuren von Gewalt.
16:08Er hatte gewaltete Pupillen, aber kein Gift im Körper.
16:12Sie können gehen.
16:13Also.
16:16Jenny, kannst du mir helfen mit den Kleidern hier?
16:18Ich kann mich nicht entscheiden.
16:20Das geht auch ganz fix.
16:21Okay, ich muss hier eigentlich...
16:22Hast du hier so einen guten Geschmack, gell?
16:23Obwohl man das nicht so sieht in der kreislichen Uniform.
16:26Danke, Oma.
16:29Fertig!
16:33Das.
16:34Das ist es.
16:35Ist das nicht so jugendlich?
16:36Quatsch!
16:37Außerdem heiratest du doch eh einen Mann, der ein bisschen jünger ist.
16:40Ach, geht die paar Jahre.
16:41Die paar?
16:42Eine Mia hat vorhin bei Max angerufen.
16:44Kommt die morgen eigentlich auch?
16:45Nein, nicht, dass ich wüsste.
16:46Von Max kommt niemand.
16:48Klar, hast du ja gesagt.
16:49Kleine Runde.
16:50Warum?
16:51Nur so.
16:52Welchen Namen trägst du eigentlich ab morgen?
16:56Feldmann.
16:58Ich hätte meinen Namen schon behalten können, aber Bärbel Feldmann, das ist so schön.
17:04Feldmann.
17:06Sag doch mal, du stellst mir Fragen, als hätte ich was verbrochen.
17:09Berufskrankheit.
17:18Tada!
17:19Und?
17:20Oh, bist du ruhig?
17:21Der ist ja kaum älter als unserer.
17:23Schön, oder?
17:23Gefällt euch nicht?
17:24Der ist perfekt.
17:25Dann nehmen wir.
17:29Setz dich auch mal rein, Martin.
17:30Schließlich muss das alte Ding morgen auch fahren.
17:32Ja, das schaffe ich schon.
17:33Glaubst du, der gefällt der Christina auch?
17:36Warum der Christina?
17:37Ja, nur so.
17:38Weil die vorhin nicht so begeistert klang von der Idee.
17:40Darum machst du dir jetzt Gedanken.
17:41Ich will, dass morgen alle happy sind.
17:45Sie ist halt auch echt nett.
17:48Nett?
17:49Ja, du weißt schon, wie ich das meine.
17:50Jetzt sag nicht, das ist dir noch nicht aufgefallen.
17:53Die Christina ist und meine Kollegin und unser Verhältnis ist rein professionell.
17:55Punkt.
17:56Sehr gut, Rilu.
17:56Okay, vergessen wir das.
18:10Grüß Gott.
18:12Was kann ich für Sie tun?
18:13Wir müssen mal in die Wohnung von Herrn Prechtel.
18:16Kommen Sie doch mal bitte nach hinten.
18:20Sie sind doch der Vermieter, nicht?
18:22Ja, genau.
18:23Mir gehört das Haus.
18:24Ist was passiert?
18:26Ja, kann man so sagen, nicht?
18:28Aber mehr darf ich Ihnen nicht verraten.
18:31Gar nichts?
18:32Nein, laufende Ermittlungen.
18:33Ja, aber Sie sollten sich vielleicht nach einem neuen Mieter umschauen.
18:37Ach du meine Güte.
18:39Ich habe Herrn Prechtel doch gestern noch gesehen.
18:41Echt? Wann?
18:42Nachmittags, als er von seinem Bruder abgeholt wurde.
18:44Ja.
18:45Wenn Sie uns dann jetzt die Wohnung zeigen können?
18:47Ah ja, natürlich.
18:48Ich hole schnell den Schlüssel.
18:49Einen Moment bitte.
18:52Christina, du hattest recht.
18:54Womit?
18:55Der Max, der meint es nicht ernst mit deiner Oma.
18:57Wie kommst du jetzt darauf?
18:58Ja, weil er doch Interesse an anderen Frauen hat.
19:01An wem?
19:01Das ist doch jetzt wurscht.
19:03Deine Oma darf den Typen auf gar keinen Fall heiraten.
19:04Ja, und was soll ich jetzt machen?
19:05Ich kann ja nicht nur sagen, dass ich ein komisches Bauchgefühl habe.
19:08Ich brauche Beweise.
19:08Da müssen wir welche finden.
19:10Hast du den noch nicht überprüft?
19:11Doch, habe ich.
19:12In unserer Datenbank gibt es 32 Max Feldmann.
19:14Keiner davon ist unser Max.
19:15Diesen Max gibt es nirgends.
19:17Ja, und was ist, wenn Max Feldmann gar nicht sein richtiger Name ist?
19:20Ja, das hilft mir jetzt auch nichts.
19:21Uns rand die Zeit davon.
19:22Du hast recht, wir müssen diese Hochzeit irgendwie verhindern.
19:33Oh, schön.
19:37Wie viel Miete hat der Zeit, der Prechtl?
19:392.600.
19:40Warum?
19:41Kalt.
19:42Ist aber alles vom Feinsten.
19:44Und war er da irgendwie mal in Rückstand mit der Miete?
19:47Nein, überhaupt nicht.
19:48Die Miete kam mir immer pünktlich an.
19:50Er war ja auch ein erfolgreicher Musiker.
19:52Mhm.
19:53Was ist mit Frauen?
19:54Was soll ich denn da nicht sagen?
19:55Ja, welche da ist, andere, welche da ist.
19:58Keine Ahnung.
19:59Ich habe euch noch verlauert gegeben.
20:01Hubert!
20:01Hm?
20:02Tschüss.
20:03Hamba!
20:05Was ist?
20:06Das sind Klamotten.
20:07Können verbrechtet sein.
20:08Ach so.
20:09Vielleicht war er noch mal der Heimdacht, der mal ins Wasser geflogen ist.
20:11Was heißt das für unsere Ermittlungen?
20:14Wir wissen immer noch nicht, welche von beiden tot ist.
20:16Also der Mann hat den Streit.
20:18Und so nach Hause ist.
20:19Er hat sich umgezogen.
20:20Und beschlossen, seinen Bruder umzubringen, um sich für ihn was zu geben.
20:22Ja, Sie nicht?
20:25Ja, doch.
20:28Ja.
20:31Herr Eichinger, haben Sie letzte Nacht irgendwas gehört?
20:34Frau Prechtl?
20:35Ja.
20:35Nein.
20:36Ich hatte zwar Nachtdienst in der Apotheke, aber es war nicht viel los.
20:39Ich habe die meiste Zeit geschlafen.
20:41Äh, Entschuldigung, aber brauchen Sie mich noch?
20:43Nein, nein, Sie können ja gehen.
20:44Okay.
20:46Wieder schauen.
20:51So.
20:53Wo wollen wir jetzt die Fingerabdrücke hier?
20:54Ja.
20:55Oh.
20:58Bin Sie erst mal auf der Erste, ne?
20:59Herr Seid, wir müssen die Hochzeit morgen irgendwie verhindern.
21:01Das heißt, da will ich sicher nicht.
21:02Das wäre aber wichtig, weil der Max, der ist nicht ehrlich zu Christinas Oma.
21:05Ja, und was hat das mit mir zu tun?
21:07Der spitzt anderen Frauen hinterher.
21:08Oh, das ist ein ganz krasser Typ.
21:10Also bist du dabei?
21:10Nein.
21:11Ja, aber sowas ist doch nicht in Ordnung.
21:14Ja, was weiß denn ich?
21:15Vielleicht haben Sie eine offene Beziehung?
21:17Was sagt denn Christina dazu?
21:18Die macht sich natürlich Sorgen um ihre Oma.
21:21Also die beste Version der Hochzeit zu verhindern, ist immer noch, dass entweder Braut oder Bräutigam
21:26nicht erscheinen.
21:27Sollen wir das jetzt entführen, oder was?
21:28Nein, aber wir könnten ja einen satten Junggesellenabschied mit ihm machen.
21:31Na gut, das klappt schon mal nicht.
21:37Ja, dann ist das der Paul und nicht der Sigi, ne?
21:39Ja, abwarten wir mal einen Moment.
21:41Ich überprüfe erst mal die Fingerabdrücke vom Handy.
21:43Todesursache wissen Samit, oder?
21:44Leider nicht.
21:47Nicht identisch.
21:49Das heißt, die Leiche und das Handy gehören nicht zusammen.
21:51Ich rufe Christine an.
21:52Sie soll sofort den Sigi auf die Wache bestellen.
21:54Die Reifenabdrücke von Sigi Prechtels Wagen wollte ich übrigens am Tatort nicht nachweisen.
21:58Tö, das wundert mich nicht, weil zu dem Zeitpunkt kommt ja wahrscheinlich eine Morte vor.
22:06Warum müssen wir hier zusammen aufkreuzen?
22:08Wir wissen gerne, warum Sie sich als Ihr Bruder ausgeben.
22:11Was mache ich?
22:12Ja, Sie sind Paul Prechtel.
22:14Schön, wer's?
22:14Ich bin nicht Paul.
22:15Das ist wirklich nicht Paul und ich muss Sie wohl wissen.
22:17Ist das da ganz sicher?
22:18Ja.
22:19Dann entsperren Sie das mal.
22:22Na, sehen Sie?
22:23Was soll ich sehen?
22:24Ja, Sie können Pauls Handy entsperren, also sind Sie Paul.
22:26Ich bin Sigi, das ist mein Handy.
22:28Wo haben Sie das denn her?
22:29Ja, aus der Wohnung von Paul.
22:30Ja, dann, dann, dann hab ich's da liegen lassen, als ich den Paul abgeholt habe.
22:33Das ist mein Handy.
22:34Das sind meine Kontakte, das sind meine Mails.
22:36Sie schreibt ja auch jemand, lieber Sigi.
22:37Das war jetzt eine sehr schöne Vorstellung.
22:39Leider ohne Happy End.
22:40Kann ich jetzt gehen?
22:40Hinsetzen.
22:41Die hört eh nicht.
22:47Ah, Fabri, ich habe so einen ganzen Tag hier mit dir.
22:50Na, Herr Obert?
22:51Ich mal.
22:52Paul ist Sigi und Sigi ist eigentlich Paul.
22:54Das war wohl nix, ne?
22:55Was haben wir denn noch?
22:56Eifersichtige Ehemänner, vielleicht?
22:58Und keinen einzigen Namen.
23:00Christina konnte auch nix dazu rausfinden?
23:01Ne.
23:03Warum hast du dich nicht schon längst von mir getrennt, wenn ich so schlimm bin?
23:06Weil, weil ich dich nicht verletzen wollte.
23:08Weißt du, was ich glaube?
23:09Ich glaube, ich glaube, dass Paul nichts Festes wollte und nichts Ernstes wollte und du aufsicherst.
23:12Paul wollte etwas Ernstes.
23:13Ach so, so wie mit den anderen Frauen, ja?
23:15Keine anderen Frauen, die Zeiten, die waren vorbei.
23:17Das wüsste ich aber.
23:18Ja, was weißt du denn, schon unten in deinem Keller.
23:19Ja, aber das weiß ich wenigstens, das weiß ich, das kann ich nicht sagen.
23:21Tja, vielleicht doch eine Affäre.
23:23Haben Sie eine Idee?
23:24Also, wenn wir den Paul weiterleben lassen, dann tauchen die Frauen wahrscheinlich von ganz allein auf.
23:29Und so kommen wir an die eifersüchtigen Ehemänner.
23:30Ja, nicht schlecht, könnte von mir sein, ne?
23:33Ist aber nicht von Ihnen.
23:35Wir sollen lassen gehen, wollen Sie den jetzt 24 Stunden überprüfen?
23:37Naja, wir können das Ganze ja beschleunigen.
23:40Und wie denn?
23:41Mit einem Auftritt.
23:42Ich soll also so tun, als wäre ich mein Bruder?
23:50Ja, so filmt man vielleicht seinen Mörder.
23:52Und warum das Konzert?
23:53Wir hoffen, dass da ein paar Frauen anbeißen, die schon mal was mit dem hatten.
23:56Und dann schnappen wir uns die Ehemänner.
23:57Weil Sie glauben, das ist ein Mord aus Eifersucht gewesen.
23:59Ja, wir funktionieren aus.
24:01Das ist doch alles nicht wahr.
24:02Paul hat immer mit tun, dass ich seine Nummer eins bin.
24:04Ja, möglich, dann suchen wir jetzt die Nummer zwei bis zehn.
24:07Unverschämt.
24:12Unverschämt.
24:19Ich kann das nicht.
24:20Ja, das ist gerade unsere einzige Chance.
24:22Aber nochmal auf die Bühne gehen, ohne meinen Bruder, allein.
24:24Ich krieg das nicht hin.
24:27Herr Gewitz?
24:28Was?
24:33Also, Großmärder auf uns.
24:35Auf uns.
24:37Ihr seid echt verrückt hier auf dem Land.
24:44Nicht nur in der Woche einen zu kippen.
24:46Aber das macht man doch so vor Hochzeiten, oder?
24:47Schon, aber ihr wisst auch, dass ich nicht die Hauptperson bin, ne?
24:50Ja, feilig, das ist und bleibt die Bärbel.
24:53Guck mal, ihr seht, schau doch mal ein.
24:54Selbstständig.
24:57Bitte schön, bitte gleich.
24:59Aber dass du morgen fahren kannst, ne?
25:01Der Zelt auf dich.
25:02Da brauchst du beim Rübel keine Sorgen machen,
25:04weil er hat sich selber noch nie aufgehalten.
25:05Meine Damen und Herren, Ladies and Gentlemen,
25:13hier ist Wolf Ratzhausen.
25:14Heute exklusiv von der Bühne, der MS Berg.
25:17Ein neuer Stern, eine neue Stimme aus Italien für Sie.
25:19Raimundo!
25:21Haben Sie einen Blick noch?
25:22Danke, danke, danke, danke, danke.
25:24Ja, ja.
25:25Sie sind wirklich zu liebenswürdig.
25:26Cerco l'estate tutto l'anno e l'impro...
25:31Ist das italienisch?
25:38Keine Ahnung, auf den Texte bin ich zu geachtet.
25:40Mir langt die Melodie.
25:42Was denn für eine Melodie?
25:42Ich hab' hier die Finanzunterlagen der beiden Brüder.
25:47Obwohl sie den gleichen Beruf haben,
25:48hatte Paul deutlich mehr Geld als Sigi.
25:50Woher?
25:50Ist nicht wirklich ersichtlich,
25:51aber auf seinem Konto gab's mehrmals größere Bargeld-Einzahlungen.
25:54Na, vielleicht gibt's Frauen, die ihm Geld gezahlt haben
25:56für bestimmte Dienste?
25:57Ja, manche müssen das...
26:00Irgendwann bring ich ihn um.
26:03So, aufwachen, Männer.
26:14Aufstehen.
26:16Oh, leck mein Schädel.
26:18Frag mich mal, was hast du denn da gestern ausgeschenkt?
26:22Nur die feinsten Sachen.
26:23Ich sag immer so schön, wer feiern kann, kann auch trinken.
26:27Fuck.
26:28Die Hochzeit.
26:31So was spät dran, oder was?
26:32Viel zu spät.
26:36Ja, so kannst du jedenfalls nicht vor den Altar treten.
26:38Muss ich auch nicht.
26:39Äh, und wen heiratet die Bärbel?
26:42Ihr Mann Alexander?
26:43Scheiße, den wollt ihr vom Bahnhof abholen?
26:46Ja, und was machst du?
26:48Sag mal, bist du doch total besoffen?
26:49Ich organisiere das Ganze.
26:51Ach so.
26:52Mann, ich brauch so schnell mir möglich ein Taxi.
26:54Taxi.
26:59So, und das hier gleich rüber, Paxen?
27:01Einen, sag ich, den Riedel heute schon gesehen?
27:03Nein, ich hab ihn mehrmals angerufen.
27:05Ich konnte ihn nicht erreichen.
27:06Komisch.
27:06Soll mir doch nichts passiert sein?
27:09Timmy.
27:09Grüß Gott.
27:11Der Max ist verschwunden.
27:12Wie verschwunden?
27:12Ja, keine Ahnung.
27:13Der geht nicht ans Handy.
27:14Ein Alexander hat am Bahnhof stehen lassen.
27:16Im Hotel hat ihn keiner gesehen.
27:17Das wird sich sicherlich aufklären.
27:18Aber der hat doch alle Fäden in der Hand.
27:19Ohne ihn wird die Hochzeile ein Flasko.
27:21Das heißt, die findet gar nicht statt.
27:23Oma, vielleicht ist es auch genau richtig,
27:25dass die Hochzeit nicht...
27:25Christina hat den Max auch nicht gesehen.
27:28Ach so, das ist mein Enkeling Christina,
27:29das ist Alexander, mein hoffentlich.
27:31Vielleicht bald, irgendwann, Ehemann.
27:33Freut mich, dich kennenzulernen.
27:34Mich auch.
27:35Was machen wir jetzt?
27:36Jetzt machen Sie sich mal keine Sorgen.
27:37Der taucht schon wieder auf.
27:39Also, ihr heiratet heute?
27:41Hatten wir eigentlich vor, ja.
27:43Uns wird nur noch unser Hochzeitsplan ab.
27:49Sagen Sie was?
27:50One, two, one, two.
27:52Das hier ist Paul Prechtel und mein Name ist Dreimund O.
27:55Und werden Sie heute verzaubern.
27:56Da reicht schon, danke.
27:57Ah, Hubert, da sitzt ihr.
28:00Ja, ist Ihnen irgendwas aufgefahren?
28:04Ach, ja, die da vorne.
28:07Hat der Autogramm von Paul gefragt.
28:09Aber die ist Witwe.
28:10So, ja gut.
28:11Schauen Sie auf die Frauen, ich achte auf die Männer.
28:13Ah, ja gut.
28:14Und wo werden Sie stehen?
28:15Möglichst weit weg.
28:16Ja, okay.
28:18Ja, dann drücken Sie mal die Daumen, ne?
28:20Warum?
28:21Lappenfieber, noch nie gehört?
28:22Nein.
28:23Ja, ich werde mein Bestes geben.
28:25Tschau.
28:25Ob die es langt, ne?
28:27Danke.
28:27Danke.
28:40Ja, wunderschönen guten Tag, meine Damen und Herren.
28:43Schön, dass Sie da sind.
28:44Es ist heute nicht ein ganz so fröhlicher Anlass, ein für mich persönlich sehr trauriger
28:48Anlass.
28:49Mein Bruderfreund, Kollege und Bruder.
28:52Sigi Prechtel wurde brutal aus dem Leben gerissen.
28:55Dieses Konzert ist für ihn.
28:56Ja.
28:56Danke, Paul.
28:57Das ist für mich heute neben dir spielen.
28:58Und wir spielen eins zu einer Lieblingsjahr.
29:01Vielen Dank.
29:02Vielen Dank.
29:32Vielen Dank.
30:02Warum gibt es hier verdammt nochmal keine Taxis?
30:15Es gibt schon welche, aber die zwei werden halt unterwegs sein.
30:18Zwei?
30:19Ey, ich weiß schon, warum ich in der Stadt lebe.
30:21Gestern wolltest du noch herziehen.
30:22Lass mich damit gestern hinunter.
30:23Ey, ihr seid schuld, wenn ich Bärbes Hochzeit verkacke.
30:25Das wird schon nicht passieren.
30:27Und was macht dich das sicher?
30:27Mein Zaltmann ist jetzt schon komplett im Arsch.
30:30Und ich bin noch nie mein Geduscht und umgezogen.
30:32Ja gut, dann gebe ich halt jetzt Gas, okay?
30:57Robert.
31:02Ist Ihnen nur was aufgefallen?
31:06Nein.
31:07Ich glaube, die meisten Frauen sind hier.
31:21Wegen der Unterhaltung, nicht wegen Paul.
31:23Ich sag Ihnen was, die ganze Aktion war für den Arsch.
31:26Die Männer schauen auch nicht aus wie Mörder, eher wie Opfer.
31:29Ja.
31:30Vielen Dank für den Auftritt.
31:32Ja, gerne, gerne, gerne. Wollen Sie ein Foto?
31:35Ja, gerne.
31:40Viel Spaß am Mittag. Gerne.
31:42Hat es Ihnen gefallen?
31:43Super war's. Sehr gut.
31:45Zwei Stück.
31:46Haben Sie es passend vielleicht?
31:48Da ist nichts drin.
31:53Aber die CD ist ja da.
31:54Nee, meine Bestellung. Das sind Morphin, die Tabletten.
31:56Ich weiß jetzt wirklich nicht, wovon Sie reagieren.
31:57Meine Tabletten.
31:59Kann ich irgendwie helfen?
32:01Soll ich irgendwo unterschreiben?
32:02Hubert, Polizei, Wurzhausen.
32:04Wollt der Herr Ihnen gerade Drogen verkaufen?
32:05Nein.
32:06Das waren keine Drogen, das war Medizin.
32:08Das war nicht illegal.
32:09Ja, Kapitän, wir tragen um.
32:11Geht nicht.
32:12Wieso?
32:13Wir legen gleich in Sie das Hauptamt.
32:16Soll ich nicht irgendwie ihn verhaften?
32:17Ja?
32:18Suchen Sie einen auf ihn aus.
32:20Nee.
32:25Bauer Prechter war ein Dealer.
32:27Hm.
32:28An seinen Bruder vorbei.
32:30Glauben Sie dem Sigi, dass er davon nichts gewusst hat?
32:33Ja, ich finde es komisch.
32:35Ja, ich auch.
32:36Warum?
32:37Ja, Sie zuerst.
32:38Ja, der Dealt im großen Stil mit medizinischen Drogen, da brauchst du Kontakte.
32:42Ich meine, zumindest der Bruder muss was mitkriegt haben.
32:44Ja, das gleiche würde ich auch sagen.
32:46Ja, das haben wir gedacht.
32:47Ja.
32:48Ja.
32:49Also nochmal von vorne, nicht?
32:51Der Paul fällt ins Wasser, schwimmt ans Ufer, geht nach Hause, um sich umzuziehen und trifft da seinen Börder.
32:57Ja.
32:58Ja.
32:59Zentimeter.
33:00Den, den Eichen, sein, sein, sein, der Apotheker, der ist an der Verbindung mit den Drogenseen, ja.
33:04Ja, logisch.
33:05Der kann das Zeug billig besorgen und der Brechtl verkauft es weiter, oder?
33:08Ja.
33:09Ja.
33:10Ja.
33:11Ja.
33:12Ja.
33:30Sollen Sie mal, was sind das für komische Fotos?
33:32Das ist Paul Brechtl.
33:33Hä?
33:34Das erschützt sich mir nicht.
33:35Naja, sein Hals und sein Oberarm.
33:37Achso.
33:38Man wurde nur tödliche, großes Insulin injiziert, deswegen auch die geweiteten Pupillen.
33:42Allerdings lässt sich das jetzt nur noch schwer nachweisen, da sich das Insulin fast spurlos zersetzt.
33:46Ah.
33:47Der perfekte Mord hat, oder?
33:49Ja, nah dran jedenfalls.
33:50Tja, und das werden jetzt ja für ein Dealer, quasi Berufsrisiko.
33:54Ah.
33:55Was machen wir jetzt?
33:57Ja, das muss sein.
33:58Mein Kopf hämmert wie blöd.
33:59Kann ich ihm weiterhelfen?
34:00Ich brauch Kopfschmerzen zu lecken.
34:01Die stärksten.
34:05Ja, Upsi, was ist los?
34:07Ja.
34:08In der Stadt bei Marmitteln?
34:10Apotheke Eichenheim?
34:11Ja, da kann ich hinfahren.
34:13Hat das was mit Mord am Brechtl zu tun?
34:15Ich frage ja nur.
34:17Ja, festnehmen und auch so wir, alles klar.
34:20Herr Eichinger?
34:22Herr Eichinger?
34:27Herr Eichinger, uns ist wahnsinnig langweilig.
34:29Also, Geständnis wäre jetzt super.
34:32Ich weiß nicht, wovon Sie reden.
34:34Und warum sind Sie von unserem Kollegen Riedel geflüchtet?
34:36Das war eine Übersprungshandlung.
34:39Schauen Sie mal her, das sind Reifenspuren von Ihrem Auto.
34:41Keine zehn Meter daneben haben wir den toten Brechtl geflogen.
34:44Ja, Sachen gibt's.
34:46Und das hier ist ein Durchsuchungsbeschluss.
34:49Für Ihre Privat- und Geschäftsräume, natürlich auch für Ihr Auto.
34:53Da kimmst du doch einfach zu, dass Sie für den Brechtl medizinische Drogen besorgt haben.
34:57Und im zweiten Schritt können Sie uns erzählen, was vorgestern Nacht passiert ist?
35:00Was wollen Sie von mir?
35:01Hat er Sie erpresst?
35:02Wollte Brechtl aussteigen?
35:04Hunderttausend Euro wollte er, dieser Idiot.
35:07Wofür?
35:08Er hätte alles aufliegen lassen.
35:10Er hätte mich meine Konzession gekostet.
35:12Warum haben Sie einen Anfang mit den Blödsinn?
35:13Ja, ich brauchte das Geld.
35:15Als selbstständiger Apotheker verdient man einfach nichts mehr.
35:17Ist ja tragisch.
35:19Und deshalb haben Sie den Brechtl eine tödliche Dosis Insulin verpasst und die anderen Segelkarte, oder wie?
35:25Sein dämlicher Bruder sollte denken, dass er ihn auf dem Gewissen hat.
35:28Glückwunsch.
35:29Wozu?
35:31Es hat funktioniert.
35:33Ich muss mal sowas machen.
35:45Passt.
35:46Gut.
35:47Dann sind wir durch.
35:48Schön.
35:49Alles Gute.
35:50Achso, küssen.
35:51Küssen kommt doch jetzt, ne?
35:52Küssen noch.
35:53Ach.
35:54Oh ja.
35:55Ich könnte an dieser Stelle noch ein sehr passendes, sehr, sehr schönes Gedicht einfügen.
36:03Oh, ich glaub, ich muss wieder an die Arbeit.
36:05Ja, ich auch.
36:06Leider.
36:07Ich hätte es mal wirklich gerne ankehren, ne?
36:08Ja.
36:09War ja nur ein Angebot, nicht?
36:10Nö.
36:15Und fahren wir los.
36:16Blaue Licht an.
36:17Auf geht's.
36:24Auf geht's.
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