Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 4 Monaten
EU-Ratspräsident Antonio Costa und Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) haben gemeinsam eine Friedenslösung für die Ukraine gefordert. Costa sagte bei einem Besuch beim Kanzler am Mittwoch in Wien: "Wir wollen (Russlands) Präsident (Wladimir) Putin an den Verhandlungstisch zwingen." Stocker bezweifelte ebenso wie Costa, dass Putin an Frieden interessiert sei. Daher sei es wichtig, ein 19. EU-Sanktionspaket gegen Russland zu schnüren, sagte der EU-Ratspräsident.

Credits: APA/mhr; Thumbnail: APA/Helmut Fohringer

Mehr zum Thema und die neuesten Updates auf https://www.derstandard.at.

Kategorie

🗞
News
Transkript
00:00Beim Besuch von EU-Ratspräsident Antonio Kosta bei Bundeskanzler Stocker am Mittwoch
00:06haben beide gemeinsam eine Friedenslösung für die Ukraine gefordert.
00:12Kosta erklärt, man wolle Russlands Präsident Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zwingen.
00:19Daher sei es nun wichtig, das bereits 19. EU-Sanktionspaket gegen Russland zu schnüren.
00:27Außerdem hofft Kosta, dass die Europäer schon bald Sicherheitsgarantien für die Ukraine auf den Tisch legen könnten.
00:36Bundeskanzler Stocker gibt sich nicht allzu optimistisch bezüglich eines baldigen Friedens.
00:42Schade, dass wir das Töten noch nicht beendet haben und in Friedensverhandlungen eintreten konnten
00:49zur Erreichung eines gerechten und auch andauernden Friedens.
00:52Leider hat die letzte Zeit gezeigt, dass offensichtlich das Interesse Putins an dieser Lösung derzeit noch nicht vorhanden ist.
01:04Wir wissen, die Angriffe der Russischen Föderation auf die Ukraine sind unablässig fortgesetzt worden
01:12und die Toten, die dadurch zu beklagen sind, sprechen eine deutliche Sprache.
01:18Das bedeutet, dass die Europäische Union natürlich den Druck aufrechterhalten muss, um das Sterben zu bänden,
01:24um möglichst bald in Gespräche zu kommen.
01:27Ich sage offen, im Moment bin ich nicht allzu optimistisch, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
01:32Stocker hat bei dem Treffen auch Schritte gegen die Teuerung angesprochen,
01:37wobei er dabei die Europäische Kommission am Zug sieht.
01:41Und das heißt, mehr Fairness bei den Lebensmittelpreisen und ein Verbot der territorialen Lieferbeschränkungen
01:48erachte ich als absolut notwendig und auch darüber habe ich mich mit den Präsidenten austauschen können.
01:56Wir brauchen einen gesamteuropäischen Schulterschluss, damit alle Konsumentinnen und Konsumenten
02:01in der Europäischen Union gleich behandelt werden, auch in Österreich.
02:05Und wir in Österreich nicht mehr bezahlen müssen für Lebensmittel als in anderen größeren Staaten.
02:11Weitere Themen des Besuchs waren die Lage am Westbalkan, Wettbewerbsfähigkeit und der Vorschlag
02:19der EU-Kommission für das EU-Mehrjahresbudget 2028 bis 34.
02:26Dieser sieht eine deutliche Erhöhung von 1,2 auf 2 Billionen Euro vor.
02:34Stocker fordert wiederum, dass sich nationale Sparpläne auf europäischer Ebene niederschlagen
02:41müssten.
02:42Wenn nationale Budgets unter Druck seien, dann stünden auch die 2 Billionen auf dem Prüfstand.
02:49Europa müsse dann effizienter werden und ohne eine Erhöhung nationaler Beiträge auskommen,
02:57so Stocker.
Schreibe den ersten Kommentar
Kommentar hinzufügen

Empfohlen