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CortometrajesTranscripción
00:00:00Adi, bist du wach?
00:00:13Adi!
00:00:15Was ist?
00:00:16Guck mal!
00:00:19Was ist denn?
00:00:20Na sieh doch, sieh mal nach, was da los ist.
00:00:23Mein Gott, was willst du denn?
00:00:26Da, zum Finstern, schau raus!
00:00:30Strand, drüben beim Gut.
00:00:41Mach mich los.
00:00:43Na los, binne mich los!
00:00:45Ich weiß nicht.
00:00:46Ich hab gesagt, du sollst mich losbinden!
00:00:48Was ist denn?
00:00:49Dann seid doch ruhig.
00:00:51Gustl, komm her, binne mich los!
00:00:54Was ist los?
00:00:56Ihr sollt mich losbinden, verdammt nochmal!
00:00:57Idiot, das brennt!
00:00:58Es brennt, was?
00:01:00Es brennt?
00:01:08Es brennt!
00:01:09Ja, es brennt!
00:01:10Und jetzt mach mich gefälligst los!
00:01:13Aber der Vater hat's verboten!
00:01:15Aber doch nicht im Nullfall!
00:01:17Jemand muss dir doch warnen!
00:01:18Vater!
00:01:19Mutter!
00:01:20Vater!
00:01:21Ich mach's schon!
00:01:22Will ich Mama holen?
00:01:33Ja, was ist denn?
00:01:34Es brennt!
00:01:35Ich weiß, euer Vater ist schon hingegangen.
00:01:39Was macht ihr denn da?
00:01:41Geht alle wieder zu Bett?
00:01:43Es ist nichts.
00:01:45Es brennt drüben am Gutshof.
00:01:46Ihr braucht keine Angst zu haben.
00:01:48Legt euch ins Bett und schlaft weiter.
00:01:49Geht auf euer Zimmer.
00:01:53Ihr werdet euch erkälten.
00:01:58Warum machst du denn solchen Lärm?
00:02:00Du hast alle aus dem Schlag gerissen.
00:02:01Ich dachte, das ist gefährlich.
00:02:04Ich muss den losbinden.
00:02:06Jetzt ist alles wieder in Ordnung.
00:02:08Morgen würde ich Vater erzählen, was los war mit dem Feuer, ja?
00:02:11Husch, husch ins Bett.
00:02:12Ich warte, bis ihr drin seid.
00:02:16Es ist kalt hier.
00:02:29So gute Nacht.
00:02:33Schlaf gut.
00:02:33Stop, Stop, Stop, Stop.
00:02:41Stop.
00:02:43Fuck.
00:02:53Stop, Stop.
00:02:54Untertitelung des ZDF, 2020
00:03:24Untertitelung des ZDF, 2020
00:03:54Untertitelung des ZDF, 2020
00:04:24Untertitelung des ZDF, 2020
00:04:54Du kannst jetzt bitte deine Arbeit fertig machen, ich will nicht bis in die Nacht hier rumsitzen
00:04:57Was hab ich dir getan?
00:05:04Mein Gott, du hast mir überhaupt nichts getan
00:05:06Du bist hässlich, du bist ungepflegt, deine Haut ist schlaf und du riechst aus dem Mund, reicht das nicht?
00:05:16Der Überzug hat ausgekocht
00:05:18Jetzt sitzt hier nicht rum, wie das Leiden Christi zu Pferd
00:05:23Die Welt stürzt nicht zusammen
00:05:25Über dir nicht und über mir auch nicht
00:05:28Ich will aber nicht mehr, das ist alles
00:05:34Ich hab's ja versucht
00:05:39Ich hab versucht mir eine andere vorzustellen, während ich mit dir geschlafen hab
00:05:44Eine, die gut riecht
00:05:47Die jung ist und weniger ausgeleiert als du
00:05:51Aber das überfallert meine Fantasie
00:05:54Am Ende bist es doch immer wieder nur du
00:05:59Und dann würde ich mich am liebsten übergeben
00:06:01Und geniere mich von mir selber
00:06:04Also was sonst?
00:06:10Bist du fertig?
00:06:11Ja, schon längst
00:06:13Du musst sehr unglücklich sein, um so gemein sein zu können
00:06:17Oh Gott, bitte nicht so, ja?
00:06:18Ich weiß, dass ich kein schöner Anblick bin
00:06:24Dass ich aus dem Mund rieche, hat mit meinem Magen zu tun, das weißt du genau
00:06:28Aber früher hatte ich das auch nicht gestört, wenn wir zusammen waren
00:06:32Mein Magengeschwür hatte ich schon, als deine Frau noch lebte
00:06:36Bitte verschon mich mit deinen Unappetitlichkeiten
00:06:38Aber ich kann dich beruhigen
00:06:40Sie hat mich schon immer angeekelt
00:06:41Ich hab's in Kauf genommen, weil ich mich betäuben wollte
00:06:45Nach Julies Tod
00:06:46Und es mir völlig egal war, womit
00:06:48Ich hätte auch eine Kuh besprengen können
00:06:49Kuhren sind leider zu weit weg von hier
00:06:53Und einmal alle zwei Monate
00:06:55Das reicht mir bedauerlicherweise nicht
00:06:57Trotz meines fortgeschrittenen Alters
00:06:58Also lass bitte diese verdammte Märtyrertur
00:07:01Und verschwinde endlich
00:07:02Warum fällt dir das jetzt ein?
00:07:07Wann hätte es mir denn einfallen sollen, deiner Meinung nach?
00:07:12Im Krankenhaus hatte ich vergessen
00:07:13Wie lästig du mir warst
00:07:15Man wird sentimental, wenn man Schmerzen hat
00:07:18Verschwinde, geh doch endlich
00:07:22Hast du kein Ehrgefühl?
00:07:24Neben dir kann man sich das nicht leisten
00:07:26Ja, das ist wahr
00:07:29Hast du keine Angst, dass ich mir was antue?
00:07:34Nur zu
00:07:36So könntest du mich wenigstens mal überraschen
00:07:39Aber Vorsicht, das tut vielleicht weh
00:07:41Ich weiß, ich bin lächerlich
00:07:44Es wäre dir auch völlig egal
00:07:47Tja
00:07:48Wofür verachtest du mich eigentlich?
00:07:55Dafür, dass ich dir geholfen habe, den kleinen groß zu ziehen?
00:08:00Dafür, dass ich dir schweigend zuschaue, wie du deine kleine Tochter befingerst?
00:08:03Dafür, dass ich dir helfe, dich selbst zu betrügen
00:08:08Dafür, dass ich mir anhöre, wie einzig deine Liebe zu Jelie war
00:08:12Obwohl jeder im Dorf weiß, dass du sie genauso mies behandeltst wie mich
00:08:16Dafür, dass ich dich liebe, obwohl ich weiß, dass du es mich erträgst
00:08:22Wenn man mich liebt
00:08:24Genau
00:08:24Steh auf jetzt, ich hab zu arbeiten
00:08:27Du kannst es dir gar nicht leisten, mich loszuwerden
00:08:31Wer soll dir hier die ganze Dreckarbeit machen
00:08:34Und dir mit den Kindern und hier in der Ordination helfen?
00:08:38Du meinst es gar nicht ernst
00:08:40Du willst nur wissen, wie weit du gehen kannst, nicht wahr?
00:08:43Schluckt sie das noch oder kann ich sie noch ein bisschen tiefer in den Dreck treten?
00:08:49Ich bin auch müde
00:08:50Ich habe zwei behinderte Kinder, Carly und dich
00:08:54Du bist das mühsame
00:08:56Mein Gott, warum stirbst du nicht einfach?
00:09:10Ich bin auch müde
00:09:40Ich bin auch müde
00:10:10Das Jahr ging zu Ende bei wunderbarem Wetter
00:10:36Die Sonne ließ die Schneelandschaft aufstrahlen, dass es den Augen wehtat
00:10:41Wir alle ahnten nicht, dass es der letzte Jahreswechsel im Frieden sein würde
00:10:46Dass noch in diesem Jahr eine Umwälzung beginnen würde
00:10:50Wie sie keiner von uns auch nur im Entferntesten sich auszumalen in der Lage war
00:10:55Trotz der seltsamen Ereignisse, die das Dorf in Unruhe gebracht hatten
00:11:01Meinen wir uns einig in der Zuversicht, dass das Leben in unserer Gemeinschaft ein gottgewolltes und lebenswertes war
00:11:10Christi in Gestalt von Brot und Wein empfangen
00:11:12Möge die Zeit der Vorbereitung für dieses Fest der Konfirmation eine Zeit des Glücks und der Bereicherung sein
00:11:23Du Martin wirst ab heute nicht nur von diesem Band befreit sein
00:11:32sondern auch von jenen nächtlichen Fesseln, die dich davor bewahren sollten, den Versuchungen deines jungen Leibes zu erliegen
00:11:41Ich habe Vertrauen in euch, meine lieben Kinder
00:11:48und wünsche euch ein segensreiches und glückliches neues Jahr
00:11:52Kurz nach Ostern in der letzten Aprilwoche kam die Baronin mit den Kindern zurück
00:12:01Sie war in Begleitung einer neuen Kinderfrau
00:12:04Damit wurde meine heimliche Hoffnung, Eva würde doch wieder hierher zurückkommen können
00:12:09Endgültig zunichte
00:12:11Die Kinderfrau war eine Italienerin mittleren Alters
00:12:15und wie man schnell erfuhr, aus jenem Ort an der Mittelmeerküste
00:12:19an welchem die Baronin den Wind dazu gebracht hatte
00:12:23Hallo, Ferdinand!
00:12:33Du kannst die Jungs nachher noch besuchen
00:12:36Lo laschi andare, signora
00:12:37È così contenta di essere di nuova casa?
00:12:40Alltså gut, lauf los, aber bleib nicht zu lang
00:12:42Mama!
00:13:04Marie-Louise? Marie-Louise?
00:13:11Marie-Louise?
00:13:34L'irrivo.
00:13:43Ziggy!
00:13:44Non vuoi venire a salutare tuo padre ?
00:14:04Angle, geh rein!
00:14:06Angle, geh rein!
00:14:08Lass ruhig!
00:14:10Angle, geh da ruhig rein!
00:14:12Ruhe!
00:14:34Was ist hier überhaupt los?
00:14:37Warum seid ihr noch hier?
00:14:39Ihr wisst doch, dass das Konfirmationsunterricht ist.
00:14:41Ab mit euch!
00:14:44Wie wär's mit Grüßen?
00:14:56Tut mir leid, Herr Pfarrer, ich würde nicht wieder vorkommen.
00:15:01Auf Wiedersehen, Herr Pfarrer.
00:15:04Guten Tag.
00:15:09Lasset uns beten.
00:15:13Vater unser, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden.
00:15:25Unser tägliches Brot gib uns heute und vergeb uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
00:15:33Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel, denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
00:15:44Amen.
00:15:45Setzen.
00:15:47Setzen.
00:15:48Setzen.
00:15:49Es ist ein sehr trauriger Tag für mich.
00:16:04In wenigen Tagen wollen wir gemeinsam das Fest eurer Konfirmation begehen.
00:16:10Seit Monaten bemühe ich mich, euch Gottes Wort nahe zu bringen und euch in seinem Geiste zu verantwortungsvollen Menschen zu formen.
00:16:20Und wem trete ich heute gegenüber?
00:16:23Eine Horde brüllender Affen, ohne jede Disziplin und Menschenwürde, kindisch wie die Siebenjährigen, mit denen ihr dieses Klassenzimmer teilt.
00:16:32Was mich aber noch viel trauriger macht, ist die Tatsache, dass meine eigene Tochter in diesem erbärmlichen Schauspiel den Hauptakteur abgibt.
00:16:44Ich habe ihr im letzten Jahr ein weißes Band ins Haar gebunden.
00:16:53Weiß ist, wie ihr alle wisst, die Farbe der Unschuld.
00:16:58Dieses Band sollte klarer helfen, die Sünde zu meiden, die Selbstsucht, den Neid, die Unkeuschheit, die Lüge und die Faulheit.
00:17:10Zu Beginn dieses Jahres nun war ich so naiv zu glauben, sie wäre nun im Jahre ihrer Konfirmation reif genug.
00:17:21Sie hätte dieses Band nicht mehr nötig.
00:17:25Ich glaubte an ihr eigenes Verantwortungsgefühl als Kind des geistlichen Führers einer...
00:17:30Anni?
00:17:40Anni?
00:17:57Anni, wo bist du?
00:17:59Anni!
00:18:02Anni?
00:18:05Ach du?
00:18:08Anni?
00:18:10Anni?
00:18:11Anni?
00:18:12Anni?
00:18:14Anni?
00:18:15Anni?
00:18:45Vielen Dank.
00:19:15Rudi, was machst du denn hier? Warum bist du nicht im Bett?
00:19:24Ich kann nicht schlafen.
00:19:27Und ergesterst du mitten in der Nacht herum?
00:19:29Ich bin aufgewacht und du warst nicht da.
00:19:35Papa hat mir die Ohrläppchen durchgestoßen.
00:19:39Tut das weh?
00:19:42Ja, schon ein bisschen.
00:19:43Und deswegen weinst du.
00:19:45Ich weine hier nicht mehr.
00:19:49Ja, Schönheit muss sein.
00:19:55Sagt man doch, oder?
00:20:04Geh jetzt wieder ins Bett.
00:20:06Die Anne kommt gleich.
00:20:07Ja.
00:20:07Ich habe seit langem keine Ohrringe mehr getragen und lassen sie zugewachsen.
00:20:22Jetzt, für das Fest zum Pfingsten, da bekomme ich die von Mama.
00:20:29Die Schönen.
00:20:31Weißt du.
00:20:31Vielen Dank.
00:20:52Ja.
00:20:58Ein paar Tage nach Klaras Ohnmachtsanfall, der uns alle erschreckt hatte
00:21:18und der von einem fieberigen Schwächezustand des Mädchens gefolgt war,
00:21:23begab ich mich zum Verwalter, um mir für die Pfingstfeiertage erneut den Einspänner zu borden.
00:21:29Eva hatte mir seit meinem Antrag jede Woche einmal geschrieben
00:21:33und ich hatte den Eindruck, dass sie sich in der Stadt allein und verlassen fühlte
00:21:37und mich indirekt zwischen den Zeilen bat, sie möglichst bald zu besuchen.
00:21:43Ich wollte den Pfingstsamstag mit ihr verbringen, um zum Sonntag wieder zurück zu sein
00:21:48und mit dem Pfarrer das Konfirmationsfest vorbereiten zu können.
00:21:52Der Verwalter war zum Sägewerk gefahren, sollte aber jeden Augenblick zurück sein.
00:21:58Guten Tag, Herr Lehrer.
00:22:24Grüß dich, Erna.
00:22:35Lieb bist du ja.
00:22:36Ja.
00:22:38Hast du ihn gern?
00:22:39Ja, sehr.
00:22:44Er war ein ziemlich krank im Winter, habe ich gehört.
00:22:46Ja, sehr.
00:22:49Aber der Doktor hat ihn wieder gesund gemacht.
00:22:51Gott sei Dank.
00:22:54Vielleicht komme ich am Abend noch einmal vorbei.
00:22:56Ähm, der Vater kommt sicher zur Vespa.
00:22:58Um vier.
00:22:58Dann werde ich mich wieder nebenan hinsetzen.
00:23:02Soll ich Ihnen irgendwas bringen?
00:23:03Ähm, ich kann einen Kaffee holen.
00:23:05Der ist sicher gleich fertig für die Vespa.
00:23:06Nein, nein, danke.
00:23:07Ich setze mich drüben wieder hin und warte einfach.
00:23:10Herr Lehrer?
00:23:12Ja?
00:23:15Gibt's das, dass Träume in Erfüllung gehen?
00:23:19Kommt drauf an.
00:23:20Wieso?
00:23:21Auf was?
00:23:21Auf was es ankommt?
00:23:25Na, wenn du davon träumst, beim Schulfest den ersten Preis zu kriegen und dafür fleißig
00:23:29lernst, dann kann dein Traum in Erfüllung gehen.
00:23:32Das meine ich nicht.
00:23:33Was meinst du denn?
00:23:35Ich meine, wenn man was träumt.
00:23:38Also wirklich träumt, im Schlaf.
00:23:41Ob das in Erfüllung gehen kann?
00:23:44Wieso?
00:23:44Was hast du denn geträumt?
00:23:50Komm, sag doch.
00:23:51Du hast doch was auf dem Herzen.
00:23:55Also, sag schon.
00:23:59Ich hab geträumt, dass dem Kali, das ist der komische Bub von der Hebamme.
00:24:03Ich weiß.
00:24:04Dass dem was ganz Schlimmes passiert.
00:24:07Was ganz Schlimmes?
00:24:09Was denn?
00:24:12Das weiß ich nicht.
00:24:14Sowas wie dem Siggi damals.
00:24:16Aber noch viel schlimmer.
00:24:19Und der ist doch so lieb.
00:24:20Da tut niemandem was.
00:24:22Ist ja gut.
00:24:25Ist ja gut.
00:24:26Das war doch nur ein Traum.
00:24:27Das brauchst du doch nicht so ernst nehmen.
00:24:37Träume gehen nicht in Erfüllung.
00:24:39Schon gar nicht solche.
00:24:40Meine Träume gehen aber manchmal in Erfüllung.
00:24:48Was meinst du damit?
00:24:53Im Winter.
00:24:55Da hab ich am Tag, bevor der Gustl krank wurde,
00:24:58träumt, dass mein Bruder ihn zum offenen Fenster gestellt hat.
00:25:01Und wieder stirbt.
00:25:02Und am Tag darauf ist das Fenster offen gestanden.
00:25:05Und er hat sich verkühlt und ist fast gestorben.
00:25:09Was reibst du denn da zusammen?
00:25:11Das ist doch Unsinn.
00:25:12Wir hatten uns am Bahnhof der Stadt verabredet,
00:25:36da Eva vermeiden wollte, mit mir gesehen zu werden.
00:25:39Sie war bei entfernten Verwandten untergebracht,
00:25:43die offenbar Evas Eltern regelmäßigen Bericht
00:25:46über ihren Lebenswandel erstatteten.
00:25:48Sie war ein wenig schmaler geworden,
00:25:50was sie noch hübscher machte.
00:25:53Und wieder war ich hingerissen von ihrer Mischung
00:25:55aus Scheu und fast kindlicher Offenheit.
00:25:59Das ist ja gar nicht so schrecklich, oder?
00:26:00Nein, aber den ganzen Tag nur Haare zusammenkämpft.
00:26:04Zwillinge sind schon lustig.
00:26:05Aber es ist schon alles gut.
00:26:07Ich hab wirklich keinen Grund, nichts zu beklagen.
00:26:09Nein?
00:26:10Nein.
00:26:11Wirklich.
00:26:15Und außer den Zwillingen fehlt ja nichts.
00:26:19Ach du mir.
00:26:20Und wie ist die Kinderfrau?
00:26:41Spricht sie nur technisch?
00:26:42Ich weiß nicht, ich hab's nur vor ein paar weitergehört.
00:26:44Ach so.
00:26:44Wo fährst du hin?
00:26:54Da hinten im Wald ist ein kleiner Teich.
00:26:56Sehr hübsch.
00:26:57Da können wir ein Pickling machen.
00:26:58Ich hab einen Korb mit Essen mitgebracht.
00:27:02Das möchte ich nicht.
00:27:04Warum?
00:27:09Was ist los?
00:27:12Nichts.
00:27:13Bitte.
00:27:14Aber ich will nichts Unstadthaftes von dir.
00:27:19Ich wollte dir nur eine kleine Freude machen mit dem Essen.
00:27:25Bitte.
00:27:27Denkst du, ich würde meine künftige Frau in Schande bringen wollen?
00:27:35Ist gut.
00:27:37Ich dreh da vorne um.
00:27:37Ich dreh da vorne um.
00:27:37Ich dreh da vorne um.
00:27:51Danke.
00:27:51Danke.
00:27:52Das war's.
00:28:22Nimm hin und trink, das ist das Blut des Neuen Testaments, für dich vergossen zur Vergebung der Sünden.
00:28:34Nimm hin und trink, das ist das Blut des Neuen Testaments, für dich vergossen zur Vergebung der Sünden.
00:28:44Nimm hin und trink, das ist das Blut des Neuen Testaments, für dich vergossen zur Vergebung der Sünden.
00:28:58Nimm hin und trink, das ist das Blut des Neuen Testaments,
00:29:28Nimm hin und trink.
00:29:32Nimm hin und trink, das Blut des Neuen Testaments, für dich vergossen zur Vergebung der Sünden.
00:30:02Nimm hin und trink, das Blut des Neuen Testaments, für dich vergossen zur Vergebung der Sünden.
00:30:07Nimm hin und trink, das Blut des Neuen Testaments, für dich vergossen zur Vergebung der Sünden.
00:30:09Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der daheim sucht, der Väter missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied.
00:30:32Nach der abstrusen Untrat an den behinderten Knaben war endlich auch der Baron überzeugt, dass es klüger wäre, die professionelle Hilfe der Ordnungskräfte des Landes in Anspruch zu nehmen.
00:30:44So erschienen ein paar Tage später zwei in Zivil gekleidete Kriminalbeamte und begannen nach einer Besichtigung der diversen Tatorte in den einzelnen Haushalten nach verdächtigen Beobachtungen zu fragen.
00:30:57Ich selber hatte, als ich von Carlys Misshandlung erfuhr, erst überhaupt nicht daran gedacht, was Erna mir erzählt hatte.
00:31:05Als es mir einfiel, zögerte ich erst, es den Beamten zu erzählen.
00:31:10Wollte ich doch wegen eines so unsinnigen Zufalls nicht die Reputation und den inneren Frieden der Verwalterfamilie aufs Spiel setzen.
00:31:17Als ich aber erfuhr, dass Carly durch seine Verletzungen in Gefahr war, das ordentlich zu verlieren,
00:31:24ließ ich Erna nachmittags zur Schule kommen, wo sie den Beamten von ihrem Traum erzählen sollte.
00:31:29Ganz so dumm, wie du vielleicht glaubst.
00:31:31Ich hab's aber geträumt.
00:31:38Pass auf.
00:31:41Ich geb dir eine letzte Chance.
00:31:43Du sagst mir, wer dir von dem Plan erzählt hat, den Buben zu maltrittieren,
00:31:49und wir sagen keinem Menschen, von wem wir es wissen.
00:31:52Einverstanden?
00:31:57Sie hat schon einmal etwas geträumt, was ich dann erfüllt haben soll.
00:32:00Ah ja?
00:32:01Und was, wenn man fragen darf?
00:32:04Irgendeine Geschichte in ihrer Familie.
00:32:07Ach so.
00:32:08Eine Familiengeschichte.
00:32:09Und Sie haben überprüft, dass das der Wahrheit entsprach?
00:32:11Nein.
00:32:13Naja.
00:32:17Kann ja alles sein, hm?
00:32:19Vielleicht haben wir es hier mit einer echten Hellseherin zu tun,
00:32:22oder kennen nur nicht unsere einmalige Chance.
00:32:25Hör auf, du Fenn!
00:32:29Glaub nicht, dass du mit deiner verlogenen Heulerei bei mir durchkommst.
00:32:32Ich hab auch andere Mittel, dich zum Reden zu bringen.
00:32:36Ich glaub an keine Hexen und keine Zauberer.
00:32:39Und schon gar nicht daran, dass ein Gör wie du übernatürliche Halluzinationen hat.
00:32:42Also gewöhn dich langsam daran, mit der Wahrheit rauszurücken.
00:32:46Denn vorher wirst du mich nämlich nicht los.
00:32:48Ist das klar?
00:32:51So.
00:32:51Und jetzt werden wir einmal deine Eltern besuchen.
00:32:53Und sehen, was die von deiner Version der Geschichte halten.
00:32:57Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie uns begleiten könnten.
00:32:58Natürlich.
00:33:02Herr Hoppla.
00:33:04Was haben wir denn da?
00:33:06Guten Tag.
00:33:07Guten Tag, Herr Lehrer.
00:33:08Guten Tag.
00:33:09Wieso lauscht ihr an der Tür?
00:33:12Wir haben durchs Fenster gesehen, dass der Herr Lehrer Besuch hat.
00:33:15Da wollten wir nicht stören.
00:33:16Wir haben nur gewartet, bis wir den Herrn Lehrer sprechen können.
00:33:19Ja, was wollt ihr denn?
00:33:21Wir wollten sie etwas wegen Carly fragen.
00:33:23Was denn?
00:33:25Wir haben gehört, es geht ihm nicht gut.
00:33:28Wir wollten fragen, ob wir irgendwie helfen können.
00:33:30Das ist schon gut.
00:33:42Ich weiß, es tut weh.
00:33:53Du musst ein bisschen Geduld haben.
00:34:00Alles wird wieder gut.
00:34:06Es wird schon gut.
00:34:17Ich muss jetzt gehen, Carly.
00:34:21Mach dir keine Sorgen.
00:34:24Ich komm morgen wieder.
00:34:30Es wird alles gut, Carly.
00:34:31Ich hab keine Angst.
00:34:32Der Doktor kommt ja wieder.
00:34:33Ich komm mal.
00:35:03Untertitelung des ZDF, 2020
00:35:33ZDF, 2020
00:36:03ZDF, 2020
00:36:33Ja?
00:36:38Ja?
00:36:55Was ist?
00:36:58Für den Piepsi.
00:37:00Weil Herr Vater so traurig ist.
00:37:10Danke.
00:37:14Bitte, Herr Vater.
00:37:30Danke.
00:37:33Danke.
00:37:36Danke.
00:37:38Danke.
00:37:40Gebt die Pfeifen her.
00:38:07Bitte?
00:38:07Gebt die Pfeifen her!
00:38:08Was für eine Pfeife?
00:38:12Gib sie her.
00:38:13Was für eine Pfeife?
00:38:17Gib sie her, der entlockte Tote.
00:38:19Aber ich habe keine Pfeife.
00:38:23Du Mist.
00:38:26Um Gottes Willen, Georg.
00:38:28Was machst du denn?
00:38:30Was hat er denn getan?
00:38:33Er hat zwei Vaters jetzt den letzten Mal.
00:38:35Gib sie her.
00:38:36Aber ich weiß nicht, was Sie meinen, Herr Vater.
00:38:38Was ist denn los?
00:38:40Worum geht es denn hier?
00:38:42Du weißt es ganz genau.
00:38:44Aber, Georg, wenn er es doch sagt.
00:38:46Was ist denn?
00:38:52Georg, jetzt warte doch.
00:38:56Was hat der Junge nicht verbrochen, Georg?
00:38:58Bitte, beruhige dich.
00:38:59Wenn du mir sagst, worum es geht.
00:39:00Misch dich nicht rein.
00:39:01Lass mich in Ruhe.
00:39:02Ich muss noch mal rüber zum Baron.
00:39:03Ich muss noch mal rüber zum Baron.
00:39:03Herr, balls, moderne,
00:39:09Herr raus.
00:39:22Herr raus.
00:39:23Herr raus.
00:39:24Herr raus.
00:39:24Herr raus.
00:39:25Herr raus.
00:39:25Mit den Birken drüben hier in Rätenow sind das an die sechstausend Kubikmeter.
00:39:30Da können Sie in drei Wochen damit fertig sein, wenn Sie sich ranhalten.
00:39:37Vorige Woche sind noch mal an die 80 Polen aufgetaucht.
00:39:40Breger hat sie im Hinter- und Anbach untergebracht.
00:39:43Es waren nicht mehr genügend Strohsäcke da.
00:39:46Ja, es dauert alles.
00:39:49Da sind eine Menge Kinder dabei.
00:39:52Trotzdem, wenn wir bis Monat...
00:39:53Ich werde nicht hierbleiben.
00:39:56Was ist?
00:39:58Ich bleibe nicht hier.
00:40:00Wie soll das heißen?
00:40:05Das heißt, dass ich fortgehe mit den Kindern.
00:40:09Was heißt, du gehst fort mit den Kindern?
00:40:10Oh, bitte, Armin, das ist ja wohl nicht so schwer zu verstehen.
00:40:16Darf man fragen, wie du dir das vorstellst?
00:40:19Ich weiß es noch nicht.
00:40:22Auf jeden Fall gehen wir von hier weg.
00:40:24Wir?
00:40:27Ja.
00:40:30Ich brauche sie nicht mehr. Vielen Dank.
00:40:47Gute Nacht, Frau Baronin. Gute Nacht, Herr Baronin.
00:40:50Gute Nacht.
00:40:50Ich bin aus Italien nur aus Fernestee gegenüber zurückgekommen.
00:41:07Ich wollte uns eine Chance geben.
00:41:17Du wolltest mir eine Chance geben?
00:41:20Ja.
00:41:22Na, das ist aber hervorragend.
00:41:24Und nun habe ich die Chance verpasst, wie?
00:41:25Glaubst du, dass uns das besonders hilft bei der Lösung des Problems?
00:41:28Was?
00:41:29Dein Sarkasmus.
00:41:30Welches Problem soll denn eigentlich gelöst werden?
00:41:37Du bleibst hier!
00:41:42Du verlässt dieses Zimmer, wenn ich es dir sage.
00:41:53Gut.
00:41:54Gut.
00:42:00Ich wollte es dir ersparen, aber du zwingst mich dazu.
00:42:10Ich hatte mich während unseres Aufenthalts bei Onkel Eduardo in einen Mann verliebt.
00:42:16Er stammt aus der Lombardei, arbeitet im Bankgeschäft und war dem Onkel in Geldangelegenheiten behilflich.
00:42:21Er hat mich sehr umworben und sich auch um die Kinder rührend gekümmert.
00:42:31Dass Sigi sich so gut und gesund entwickelt hat, ist zu einem guten Teil sein Verdienst.
00:42:38Trotzdem sind wir hierher zurückgekehrt, weil ich mich dir verpflichtet fühlte.
00:42:43Aber ich halte es nicht aus hier.
00:42:50Weniger meinetwegen.
00:42:52Obwohl ich nicht gerade sagen kann, dass das Leben an deiner Seite das ist, was eine Frau meines Alters erwartet.
00:43:00Nein, ich gehe von hier fort, weil ich nicht will, dass Sigi und später die Zwillinge in einer Umgebung aufwachsen,
00:43:04die dominiert ist von Böswilligkeit, Neid, Stumpfsinn und Brutalität.
00:43:13Die Geschichte mit Sigis Pfeifchen hat das fast zum Überlaufen gebracht.
00:43:21Ich habe genug von Misshandlungen, Bedrohungen und perversen Racheakten.
00:43:33Hast du mit ihm geschlafen?
00:43:36Und du begreifst überhaupt nichts.
00:43:39Hast du mit ihm geschlafen?
00:43:43Nein, ich habe ja nicht mit ihm geschlafen.
00:43:51Du lückst.
00:43:52Ja.
00:44:01Ja.
00:44:04Guten Abend.
00:44:07Guten Abend, Frau Baronin.
00:44:08Kann ich Sie kurz sprechen, Herr Baron?
00:44:10Sie Zeit bis morgen.
00:44:11Nein, das ist wirklich wichtig.
00:44:12Ich hätte es sonst zu spät nicht gestört.
00:44:14Vielen Dank.
00:44:33Okay.
00:45:03Was ist?
00:45:27Sie haben den österreichischen Tod vorgeerschossen in Sarajevo.
00:45:32Die Nachricht sprach sich in Windeseile im Dorf herum.
00:45:39Was würden die Folgen sein?
00:45:42Dem Ersten, der das Wort Krieg aussprach, wurde heftig widersprochen.
00:45:46Aber es blieb, da es nun einmal ausgesprochen war,
00:45:49auf seltsam hartnäckige Weise das Zentrum all unserer Gedanken.
00:45:54Ich wollte so schnell wie möglich in die Stadt, um mit Eva zu besprechen,
00:45:59was wir im Falle eines Kriegsausbruchs tun wollten.
00:46:02Vielleicht würde der Vater nun doch einer schnelleren Heirat zustimmen.
00:46:06Ich erbat mir von der Baronin das Fahrrad, mit dem Eva seiner Zeit ihre Eltern besucht hatte.
00:46:13Mit ihm wollte ich am folgenden Wochenende zu ihr in die Stadt radeln.
00:46:17Als ich am Freitagnachmittags zum Gut kam, um das Rad abzuholen,
00:46:24wurde ich Zeuge einer seltsamen Auseinandersetzung.
00:46:26Guten Tag, Frau Wagner. Was ist denn?
00:46:40Guten Tag. Können Sie mir Ihr Rat borgen?
00:46:43Das ist nicht mein Rat.
00:46:45Können Sie es mir trotzdem borgen?
00:46:47Ich habe es mir gerade selber ausgeborgt.
00:46:48Ich will damit in die Stadt fahren, meine Verlobte besuchen.
00:46:50Bitte borgen Sie es mir.
00:46:51Wofür brauchen Sie es denn? Woher wollen Sie denn hin?
00:46:54Ich muss in die Stadt. Warum denn?
00:46:56Ich habe den Verwalter um einen Wagen gebeten, aber dieser bayerische Sturschädel gibt nichts her.
00:47:00Bitte geben Sie mir das Rad.
00:47:02Warum? Was ist denn los?
00:47:04Ich muss in die Stadt zur Polizei. Ich weiß jetzt, wer all diese Verbrechen begangen hat.
00:47:08Wer?
00:47:09Geben Sie mir das Rad.
00:47:11Warum wollen Sie es nicht sagen?
00:47:13Ich rede nur noch mit der Polizei. Ich lasse mich nicht mehr beschimpfen.
00:47:17Leitet Ihnen der Doktor nicht sein Pferd?
00:47:20Ich kann nicht reiten.
00:47:22Bitte, bitte. Glauben Sie mir.
00:47:27Mein Sohn hat mir gesagt, wer ihm all das angetan hat.
00:47:32Vielleicht verliert er sein Augenlicht.
00:47:34Bitte geben Sie mir das Rad.
00:47:39Danke.
00:47:40Sofort ärgerte ich mich, das Fahrrad verborgt zu haben.
00:47:48Aber der Zustand der Frau, die ich als besonnen kannte, hatte mich beeindruckt.
00:47:53Was hatte sie von ihrem Sohn erfahren, das sie niemandem mitzuteilen wagte?
00:47:58Im Dorf zurück entschloss ich mich der Sache nachzugehen.
00:48:01Guten Tag, Herr Lehrer.
00:48:15Guten Tag, Clara.
00:48:16Was macht ihr denn da?
00:48:22Wir wollten sehen, wie es dem Kali geht.
00:48:25Ihr seht doch, dass die Läden geschlossen sind.
00:48:28Ja, wir haben uns Sorgen gemacht.
00:48:30Wir haben gesehen, dass die Frau Wagner weggefahren ist.
00:48:32Mit dem Rad.
00:48:33Und da haben wir uns gefragt, was mit dem Kali ist.
00:48:39Geht jetzt nach Hause.
00:48:41Ihr habt ja nichts zu suchen.
00:48:42Geht zu, dass ihr nach Hause kommt.
00:48:59Danke, Herr Lehrer.
00:49:00Guten Tag.
00:49:07Ich fragte mich, warum die Hebamme die Läden des Hauses geschlossen hatte.
00:49:12Niemand im Dorf schloss jemals sein Haus ab.
00:49:15Warum hatte die Hebamme ihren Jungen eingesperrt?
00:49:18Carly?
00:49:19Carly, hörst du mich?
00:49:25Mir fiel Ernas Traum wieder ein.
00:49:28Wenn Erna nicht geträumt, sondern gewusst hatte, dass Carly messhandelt werden sollte,
00:49:33wessen Mitwisserin war sie dann?
00:49:35Wen weigerte sie sich preiszugeben?
00:49:38Das intensive Interesse der Kinder für Carly erschien mir seltsam,
00:49:43angesichts der Tatsache, dass diese sich mit dem Knaben wegen seiner Behinderung meist überhaupt nicht
00:49:48und wenn, dann in eher verächtlicher Weise auseinandergesetzt hatten.
00:49:53Wenn die Hebamme sich nicht um ihn kümmern konnte,
00:49:57hatte sie dem Jungen meine oder des Doktors Obhut gegeben.
00:49:59Seit jener Nacht der Misshandlung aber hatte ich ihn nicht mehr gesehen.
00:50:04Wer unruhigt, beschloss ich den Arzt direkt zu fragen.
00:50:07Und die Tochter, war die nicht bei Ihnen in der Schule?
00:50:18Doch.
00:50:20Ja, hat sie nichts gesagt?
00:50:23Ich habe eine Bitte.
00:50:25Ja?
00:50:26Könnte ich Clara und Martin fragen?
00:50:28Wollen Sie nicht auf meinen Mann warten?
00:50:30Der ist drüben in der Kirche, der Gottesdienst ist gleich zu Ende.
00:50:33Aber bitte, wenn Sie wollen, kommen Sie rein.
00:50:35Nehmen Sie bitte Platz, bitte.
00:50:39Ich werde Sie holen.
00:51:05Guten Abend, Herr Lehrer. Guten Abend.
00:51:06Guten Abend.
00:51:07Ja, wollen Sie sich nicht setzen?
00:51:21Ja, vielleicht. Gern.
00:51:23Darf ich Ihnen irgendwas anbieten?
00:51:25Ja.
00:51:26Ein Café wie bei den Klavierstunden?
00:51:31Ja, gern. Das ist sehr freundlich von Ihnen.
00:51:34Bin gleich wieder da.
00:51:35Habt ihr gewusst, dass der Herr Doktor Eichwert verlässt?
00:51:43Nein.
00:51:45Du wirkst aber gar nicht erstaunt über meine Frage.
00:51:47Die Frau Mutter hat es uns gesagt, als sie uns reingeholt hat.
00:51:52Und Anna hat euch nichts davon gesagt?
00:51:54Nein.
00:51:56Nein.
00:51:57Kein Wort.
00:51:59Das ist nicht gerade normal, dass ein Kind sein Mitschüler nicht erzählt, wenn es verreist.
00:52:04Anna redet nie viel über Zuhause.
00:52:05Naja, aber das ist doch etwas anderes.
00:52:09Ich habe das Gefühl, er verschweigt etwas.
00:52:12Was?
00:52:13Das würde ich gern von euch wissen.
00:52:19Als ihr vorhin drüben nach Kali geschaut habt, was wolltet ihr eigentlich von ihm?
00:52:24Wir haben uns Sorgen gemacht. Er ist krank.
00:52:26Ich habe Martin gefragt.
00:52:28Ja, es geht ihm nicht gut.
00:52:31Und da seine Mutter wegfährt, haben wir gedacht, wir sollten mal nach ihm schauen.
00:52:44Habt ihr euch einmal gefragt, wer das sein könnte, der Kali so zugerichtet hat?
00:52:49Und den Sigi?
00:52:53Und wer die Schnur im Garten des Doktors gespannt hat.
00:52:56Und die Scheune angezündet.
00:52:59Nein?
00:53:00Ja, natürlich haben wir uns gefragt.
00:53:02Ja, und?
00:53:04Wir haben mit meinem Vater darüber geredet.
00:53:06Es muss ein kranker Mensch sein, hat er gesagt.
00:53:10Der Sigi ist mit euch gegangen am Erntedankfest.
00:53:13Auch der Kali war immer mit euch.
00:53:15Ich verstehe nicht.
00:53:16Nein?
00:53:24Was haben die denn verbrochen?
00:53:26Wer?
00:53:27Der Sigi und der Kali.
00:53:29Wieso?
00:53:30Die sind ja offensichtlich bestraft worden. Wofür?
00:53:33Das weiß ich nicht.
00:53:35Die Erna wusste vorher, dass Kali bestraft werden soll. Woher?
00:53:38Ich weiß nicht.
00:53:40Warum fragen Sie uns das alles?
00:53:42Du bist ein intelligentes Mädchen, Clara. Stell dich nicht dümmer als du bist.
00:53:48Verstehe Sie nicht, Herr Lehrer. Sie sollten mit dem Herrn Vater darüber sprechen.
00:53:52Oder mit der Frau Mutter. Soll ich sie hier reinholen?
00:53:55Martin, musst du sie bitte?
00:53:56Bleib da, Martin.
00:53:58Ich rede mit euren Eltern, wenn ich es für richtig halte. Jetzt rede ich mit euch.
00:54:01Und ich erwarte, dass ihr mir die Wahrheit sagt.
00:54:03Wo wart ihr an dem Abend, an dem Kali gefunden wurde?
00:54:05Zu Hause.
00:54:06Ich meine nach der Konfirmationsfeier.
00:54:08Der Kaffee dauert noch einen Augenblick.
00:54:15Haben Ihnen die Kinder weitergeholfen?
00:54:19Ich fürchte, nein. Sie wissen auch nichts.
00:54:23Seine Tochter hat euch nichts erzählt in der Schule?
00:54:26Nein. Tut mir leid, dass ich sie gestört habe.
00:54:30Dann bleiben Sie doch noch.
00:54:32Mein Mann muss jeden Augenblick da sein und der Kaffee ist auch so gut wie fertig.
00:54:35Das ist sehr freundlich von Ihnen, aber ich mache mir wirklich Sorgen um den Buben von der Hebamme.
00:54:40Und sie hat nicht gesagt, wann sie wiederkommt?
00:54:42Ich habe sie nicht gefragt.
00:54:44Ich war einfach überrumpelt. Sie war so aufgeregt.
00:54:47Augenblick, ich glaube, ich höre meinen Mann.
00:54:51Guten Abend.
00:54:53Der Herr Lehrer hat dich schon dringend erwartet.
00:54:55Ja.
00:54:56Ja, ich würde Sie gerne kurz sprechen.
00:54:57Bitte.
00:54:59Vielleicht gehen wir in mein Arbeitszimmer, da haben wir Ruhe.
00:55:06Worum handelt es sich denn? Bitte.
00:55:11Ich habe heute mit der Hebamme gesprochen.
00:55:13Sie sagt, sie weiß jetzt, wer ihren Sohn misshandelt hat.
00:55:16Ja.
00:55:18Sie will es nur der Polizei sagen. Deswegen ist sie in die Stadt gefahren.
00:55:24Und?
00:55:26Sie hat ihr Kind allein zurückgelassen und das ganze Haus abgeriegelt.
00:55:31Abgeriegelt?
00:55:32Ich bin zum Doktor rübergegangen, um zu fragen, was los ist. Ob er sich um den Jungen kümmert oder...
00:55:39Aber dort hängt ein Zettel, dass die Ordination bis auf weiteres geschlossen bleibt. Der Doktor und seine Kinder sind unauffindbar.
00:55:45Was heißt das?
00:55:46Ich weiß es nicht.
00:55:47Ich dachte, Sie wären vielleicht informiert. Deswegen bin ich hier.
00:55:48Ich weiß es nicht.
00:55:49Ich dachte, Sie wären vielleicht informiert. Deswegen bin ich hier.
00:55:53Keine Ahnung.
00:55:56Bitte setzen Sie sich doch.
00:56:01War die Anna, war seine Tochter nicht in der Schule?
00:56:04Doch, doch. Es war ihr überhaupt nichts anzumerken.
00:56:10Ich habe Clara und Martin gefragt. Die beiden wissen auch nichts.
00:56:14Warum sollten Sie?
00:56:15Ich weiß nicht.
00:56:18Als ich bei der Hebamme vorbeiging, waren Sie dort mit ein paar anderen im Garten.
00:56:24Um was zu tun?
00:56:26Sie suchten nach dem Jungen.
00:56:28Warum?
00:56:30Sie wollten ihm helfen.
00:56:33Ja, also?
00:56:36Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll.
00:56:39Ich habe das Gefühl, dass Sie etwas verbergen.
00:56:41Was?
00:56:44Ich weiß nicht.
00:56:47Als der Doktor seinen Unfall hatte,
00:56:50Sie erinnern sich, im Vorjahr,
00:56:52waren die Kinder plötzlich in seinem Garten.
00:56:55Angeblich, um Anna zu helfen.
00:56:58Ja, und?
00:56:59Und?
00:57:02Nichts. Ich hatte es vergessen.
00:57:04Heute ist es mir wieder eingefallen.
00:57:07Ich verstehe nicht.
00:57:10Als der Sohn vom Baron gefunden wurde.
00:57:13Er wurde davor zuletzt mit den Kindern gesehen.
00:57:18Was soll das heißen?
00:57:20Die Tochter vom Verwalter
00:57:23hat mir ein paar Tage, bevor Carly halb totgeschlagen wurde,
00:57:26eben das vorausgesagt.
00:57:28Angeblich hatte sie es geträumt.
00:57:31Die Polizei meint, sie lügt.
00:57:33Von wem wusste sie es?
00:57:35Wer hat ihr das angekündigt?
00:57:36Wenn ich Sie richtig verstehe, behaupten Sie, dass Ihre Schüler darunter auch meine Kinder diese Verbrechen begangen haben. Ist das richtig?
00:57:45Wenn ich Sie richtig verstehe, behaupten Sie, dass Ihre Schüler darunter auch meine Kinder diese Verbrechen begangen haben. Ist das richtig?
00:57:59Wissen Sie, was Sie da sagen?
00:58:03Wissen Sie, was Sie da sagen?
00:58:05Wissen Sie überhaupt?
00:58:06Ich gehe davon aus, dass ich der Erste bin, dem gegenüber Sie diese Ungeheuerlichkeit äußern.
00:58:24Sollten Sie es jemals wagen, andere damit zu belästigen. Sollten Sie versuchen, unbescholtene Familien mit ihren Kindern in dieser erbärmlichen Weise öffentlich zu denunzieren,
00:58:41dann werde ich, und da können Sie sicher sein, dafür sorgen, dass Sie dafür ins Gefängnis kommen.
00:58:48Aber Herr Farr...
00:58:49Mir ist in meiner Praxis als Seelsorger schon manches vorgekommen, aber dies übertrifft an Widerwärtigkeit in der Tat alles.
00:58:56Man sieht, dass Sie keine Kinder haben. Sonst wären Sie zu einer solchen Verstiegenheit gar nicht fähig. Sie haben ein krankes Gehirn.
00:59:10Ich frage mich, wer eine Schulbehörde jemanden wie Sie auf diese armen Geschöpfe loslassen konnte.
00:59:16Ich werde an geeigneter Stelle darauf zu sprechen kommen. Und jetzt verlassen Sie bitte mein Haus.
00:59:22Ich will Sie hier nicht wiedersehen.
00:59:32Die Hebamme kam nicht wieder. Ich wartete bis zum Vormittag des übernächsten Tages. Dann ging ich zum Gutshof, um die Sache die Ballon zu unterbreiten.
00:59:43Er verwies mich an den Verwalter und riet sofort, das Haus zu öffnen und den behinderten Jungen zu versorgen.
00:59:48Ich schaue mal da rum.
00:59:49Ich hatte das Haus der Hebamme noch nie betreten und es war mir unangenehm, ohne Erlaubnis in einen fremden Lebensbereich einzudrängen.
00:59:59Es war seltsam.
01:00:03Aber während wir noch suchten und besorgt Carlys Namen riefen, war mir schon klar, dass diese Suche umsonst war.
01:00:11Wer die Hebamme kannte und wusste, wie sehr sie ihr Sorgenkind liebte, musste eigentlich wissen, dass sie Carly in verletztem Zustand nie allein lassen würde.
01:00:20In den darauffolgenden Wochen begann es in der Gerüchteküche des Dorfes zu brodern.
01:00:29Man behauptete, der Arzt sei der Vater von Carly gewesen.
01:00:33Er und die Hebamme hätten das Kind abzutreiben versucht, um die Schande ihrer Beziehung nicht öffentlich werden zu lassen.
01:00:39Und das habe zur bleibenden Behinderung des Kindes geführt.
01:00:42Man verstieg sich sogar zu der Behauptung, der Tod der Frau des Arztes sei nicht mit rechten Dingen zugegangen und man wäre nicht verwundert, wenn die beiden sie auf dem Gewissen hätten.
01:00:55Plötzlich schien es sogar möglich, dass Arzt und Hebamme als mögliche Mörder nun auch als Urheber aller anderen Verbrechen infrage kamen.
01:01:03Man vermutete, der Arzt habe seinen Kindern und sich die öffentliche Aufdeckung seiner Schuld ersparen wollen und habe sich deswegen mit ihnen abgesetzt.
01:01:12Am 28. Juli erklärte Österreich den Krieg an Serbien.
01:01:18Am Samstag, dem 1. August, erfolgte die deutsche Kriegserklärung an Russland, am darauf folgenden Montag an Frankreich.
01:01:27Zum festlichen Gottesdienst am folgenden Sonntag kam das ganze Dorf.
01:01:32Eine Stimmung von Erwartung und Aufbruch lag in der Luft.
01:01:35Alles würde nun anders werden.
01:01:37Evas Vater hatte seine Tochter angesichts des zu erwartenden Krieges aus der Stadt nach Hause zurückgeholt
01:01:44und war nun auf ihr inständiges Bitten nach Eichwald gekommen, um Heim- und Wirkungsstätte seines künftigen Schwiegersohns in Augenschein zu nehmen.
01:01:54Mit der Aussicht, das geliebte Wesen möglicherweise schon bald meine Frau nennen zu dürfen, war dieser Tag auch für mich ein Festtag.
01:02:00Der Pfarrer erwähnte unsere Unterhaltung nie wieder.
01:02:05Seine Drohung, mich bei der Schulbehörde anzuschwärzen, scheint er niemals wahrgemacht zu haben.
01:02:10Ich wurde am Beginn des dritten Kriegsjahres eingezogen.
01:02:14Nach Kriegsende verkaufte ich das von meinem inzwischen verstorbenen Vater geerbte Haus in Wasendorf
01:02:19und eröffnete mit diesem Geld eine Schneiderwerkstätte in der Stadt.
01:02:24Ich habe niemanden aus dem Dorf wiedergesehen.
01:02:26Ein fester Mund ist unter Ort, ein guten Meer und verhoffnen.
01:02:39Er gibt uns frei aus aller Mut, die uns jetzt hat getroffen.
01:02:50Er gibt uns frei aus aller Mut, die uns jetzt hat getroffen.
01:03:20Er gibt uns frei aus aller Mut, die uns jetzt hat getroffen.
01:03:50Er gibt uns frei aus aller Mut, die uns jetzt hat getroffen.
01:03:51Er gibt uns frei aus Alltym, die uns jetzt hat getroffen.
01:03:53Er gibt uns frei aus, dass es weitergekehrt wird.
01:03:54должен."
01:03:55Er gibt uns frei aus dem Liebe, dass wir uns alle timegenhältnisse.
01:03:56Er gibt die Menschen in die Stadt am besten vertreten.
01:03:58Die Stadt der Stadtür 배id.
01:03:59Er gibt uns das zándwichen.
01:04:00Er gibt uns sehr viele Leute, die wir uns kochen.
01:04:01Aber wir haben uns neue Sorgen gemacht.
01:04:02Er gibt uns da, die Kinder in die Stadt am besten.
01:04:03Er gibt uns da.
01:04:04Er gibt uns sind die Anstre.
01:04:06Er gibt uns hier in die Stadt.
01:04:06...
01:04:08Er gibt uns da, ihr könnt haben.
01:04:09Er sind die Menschenarbe, die wir haben, ähnchen Deutschland.
01:04:11Die Stadt am besten medications.
01:04:12Vielen Dank.
01:04:42Vielen Dank.
01:05:12Vielen Dank.
01:05:42Vielen Dank.
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