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  • 7 months ago
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00:00Und damit schauen wir zu Christoph Elvaner. Er ist für uns in Kiew und wir haben die internationalen Gespräche eben schon angesprochen.
00:06Der US-Präsident Trump hat jetzt mit dem russischen Präsidenten Putin telefoniert.
00:11Sie haben natürlich auch über den Krieg zwischen Israel und dem Iran gesprochen.
00:15Worüber denn genau? Welche Forderungen von beiden Seiten hast du da rausgehört?
00:19Also soweit ich das verstanden habe, hat Wladimir Putin angeboten, als Mittler aufzutreten bei möglichen Gesprächen zwischen Israel und dem Iran.
00:33Und ich denke, dass das Donald Trump zu Pass kommen würde, einen Mann in der Hinterhand zu haben, nämlich Wladimir Putin, mit dem die Iraner, soll heißen Ayatollah Ali Khamenei, auch bereit wäre zu sprechen.
00:49Das war jetzt schon das fünfte Telefonat zwischen Trump und Putin seit der Amtsübernahme des amerikanischen Präsidenten.
00:59Und ich denke, dass es bei diesen Gesprächen auch immer darum geht, sich jedes Mal wieder aufs Neue abzutasten,
01:07atmosphärische Veränderungen eventuell herauszuhören, um dann auch so die zukünftige Taktik und Strategie im eigenen Verhalten festlegen zu können.
01:19Also das Ganze hat in meinen Augen nicht nur jetzt konstruktiven Charakter, sondern das ist Abtasten, das diese beiden Männer jedes Mal wieder machen.
01:30Und Christoph, du beobachtest die Lage aus Kiew. Lass uns doch mal gemeinsam auf die Situation in der Ukraine schauen.
01:36Die Ukraine spürt den Nahostkonflikt ja schon. Wie genau?
01:38Ja, es ist so, dass jetzt die Amerikaner bereits Flugabwehrsysteme abziehen, um sie dann in Israel im Nahen Osten zu stationieren,
01:54auch um ihre eigenen Stützpunkte abzusichern. Das ist schon mal Punkt eins, der negativ ist für die Ukraine.
02:02Und dann hat sich Selenskyj ja auch beschwert, dass zu Beginn des Monats schon mal 20.000 Raketen umgeleitet wurden in den Nahen Osten,
02:11also nach Israel, die eigentlich für die Ukraine gedacht waren.
02:15Dabei ging es um Raketen, die man benutzen wollte, um Drohnen abzuschießen.
02:19Und je länger dieser Konflikt dauert im Nahen Osten zwischen dem Iran und Israel, desto spürbarer wird das Ganze für die Ukraine.
02:30Und da macht auch Selenskyj überhaupt keinen Hehl daraus. Das kann er überhaupt nicht gebrauchen.
02:36Er braucht die volle Aufmerksamkeit der westlichen Welt, die volle Unterstützung.
02:41Und je mehr abfließt nach Israel, desto schwieriger wird die Lage für Selenskyj im Krieg gegen Russland.
02:49Und wenn wir uns die Unterstützung einmal genauer anschauen, muss man auch immer wieder betonen,
02:53der Iran ist ein Verbündeter Russlands. Russland bekommt Waffen aus dem Iran.
02:58Was bedeutet also dieser zugespitzte Krieg in den Norden auch für Russland?
03:06Ich muss dir ganz ehrlich sagen, dass ich nicht genau weiß,
03:10wie umfangreich die iranischen Waffenlieferungen im Augenblick an Russland sind.
03:15Ich denke, dass die Russen im Prinzip vom Iran das bekommen haben schon lange, was sie dringend wollten.
03:24Und zwar die iranischen Kamikaze-Drohnen und den Zugang zur Technologie.
03:30Die Russen produzieren die Schahedt 236 in Tartastan in Lizenz, haben diese Schahedt-Drohnen modifiziert.
03:43Und sie sind jetzt wesentlich effizienter als zu Beginn des Krieges.
03:46Und die Russen können von diesen Schahedt 136 mittlerweile im Monat rund 2500 Stück selbst herstellen.
03:55Dazu haben sie wohl auch die Technologien bekommen für die Schahedt 238.
04:01Das ist eine Kamikaze-Drohne mit Düsenantrieb.
04:06Ob der Iran jetzt auch noch Kurzstreckenraketen an die Russen liefert und im großen Umfang Artilleriegeschosse,
04:13das kann ich nicht sagen.
04:14Das war immer wieder im Gespräch.
04:17Aber aktuelle Informationen dazu habe ich nicht.
04:20Also wenn der Iran jetzt ausfällt als Lieferant, denke ich, wäre das für Russland verkraftbar.
04:27Anders würde das aussehen, wenn zum Beispiel Nordkorea ausfallen würde oder China.
04:32Da sind die Beziehungen in Bezug auf Waffenlieferungen oder in Bezug auf Lieferungen von Dual-Use-Waren,
04:40soll heißen, die zivil wie militärisch eingesetzt werden können, wesentlich intensiver.
04:45Also fest steht, der Krieg im Nahen Osten hat schon jetzt Auswirkungen auch auf den Krieg in der Ukraine.
04:52Vielen Dank, Christopher, nach Kiew.
05:15Vielen Dank.
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