Mehr DBD content gibt es auf meinem Youtube-Kanal. Den Link dazu findet ihr in meinem Profil.
Danke an Ayusava und Captain Braindead für das wundervolle Model stehen ;)
All rights belong to Behaviour Interactive Inc.
#Vorlesen #Hörbuch #Horror #Gaming #Deadbydaylight #DBD #Game #Horrorspiel #Survival #Killer #Survivor #Geschichte #Fantasy #Gamingvideos
Danke an Ayusava und Captain Braindead für das wundervolle Model stehen ;)
All rights belong to Behaviour Interactive Inc.
#Vorlesen #Hörbuch #Horror #Gaming #Deadbydaylight #DBD #Game #Horrorspiel #Survival #Killer #Survivor #Geschichte #Fantasy #Gamingvideos
Kategorie
🎮️
VideospieleTranskript
00:00Die Künstlerin
00:01Camina Mora war eine begabte Künstlerin, die die Schuld am Tod ihres kleinen Bruders mit sich trug.
00:11Sie wuchs in einem rauen Küstendorf in Südchile auf und hielt die grandiose Landschaft Patagoniens in Zeichnungen fest.
00:20Sie saß draußen, malte die spektakulären Fjorde und fütterte die Krähen, die im Baum neben dem Haus lebten.
00:30Ihre Mutter war plötzlich verschwunden und die kleine Camina gab sich die Schuld daran.
00:36Auch ihr Vater machte Camina für das Verschwinden der Mutter verantwortlich, was ihr noch trauriger stimmte.
00:44Sie wurde zur Mutterfigur für Matthias, ihren kleinen Bruder, obwohl sie selbst noch ein Kind war.
00:51Ein Jahr später malte Camina mit Matthias im Garten, als das Telefon klingelte.
00:56Ihr Vater blieb im Garten und trank sein Bier.
01:02Camina eilte ins Haus, um abzuheben und legte ein paar Sekunden später auf.
01:08Als sie aus dem Haus kam, war Matthias nirgendwo zu sehen.
01:11Sie fragte ihren Vater, doch dieser hatte nicht auf Matthias geachtet.
01:19Sie rief nach ihrem Bruder, suchte ihn überall.
01:23Bei ihrer Suche fand sie einen knallroten Mantel, der auf dem schmalen Bach in der Nähe des Hauses trieb.
01:29Matthias' Jacke.
01:30Sie sprang in den Bach und fand ihn auf dem Wasser treibend, mit leeren, starren Augen.
01:39Er war gestürzt und ertrunken.
01:43Ihr Schrei zerriss den Himmel.
01:46Ihr Vater fand Camina schluchzend am Ufer.
01:49Sie hielt ihren toten Bruder im Arm und war von einem Schwarm Krähen umgeben.
01:53Ihr Vater riss ihr Matthias' Leiche aus den Armen und sie weinte, bis ihre Stimme versagte.
02:03Am folgenden Morgen war die Welt in Finsternis gehüllt.
02:07Ihr Vater sagte kein Wort.
02:10Das musste er auch nicht.
02:13Camina wusste, dass alles ihre Schuld war.
02:18Die Monate verstrichen, aber ihr Verlust blieb so frisch wie der morgendliche Tau.
02:24Von Selbstverachtung gelebt, konnte sie nicht mehr malen.
02:30Ohne Matthias hatte das Leben keine Bedeutung.
02:35Am trostlosen Morgen von Matthias' Geburtstag ging Camina zu einer kleinen Brücke,
02:42die einige Häuserblocks von ihrem Haus entfernt war.
02:46Sie war sich sicher, dass nichts ihren Schmerz lindern konnte.
02:49Ihre Mutter war fort, ihr Bruder war tot und ihr Vater gab ihr an allem die Schuld.
03:00Sie war überzeugt, dass es nichts mehr gab, wofür es sich zu leben lohnte.
03:07Camina ging zum Brückengeländer über dem reißenden Fluss.
03:10Bei den Ortseinwohnern hieß dieser Ort Todessprung.
03:16Einige Autos fuhren an Camina vorbei, aber keines hielt an.
03:22Niemand schien es zu interessieren.
03:24Sie kletterte über das Geländer und ihre Knie wurden weich, als sie am Rand der Brücke stand.
03:34Sie blickte nach unten und sah zu, wie der reißende Fluss gegen einen riesigen Felsen krachte.
03:40Sie schloss die Augen.
03:44Wir sehen uns bald, Matthias.
03:49Plötzlich erfüllte ein mehrstimmiges Krächzen den Himmel.
03:54Camina öffnete die Augen und sah eine schwarze Wolke aus Federn, die auf sie zuflog.
04:01Die Wolke öffnete sich und glänzend schwarze Krähen tauchten vom Himmel herab.
04:06Eine landete auf ihrer Schulter und starrte Camina tief in die Augen,
04:12als würde sie direkt in ihre Seele blicken.
04:16Ihr Griff am Geländer lockerte sich und die Krähe krächzte rau.
04:22Camina starrte die Krähe an, verwirrt.
04:27Eine weitere Krähe landete auf dem Geländer, dann noch eine.
04:32Bald saß ein ganzer Schwarmkrähen auf dem Brückengeländer.
04:36Sie blieb in ihrer Nähe.
04:38Sie fühlte ihre schweren Blicke auf ihr, berechnend und geheimnisvoll,
04:45als würden sie sie abschätzen.
04:48Sie sah eine Sekunde lang nach unten und ein donnerndes Krächzen unterbrach ihren dunklen Impuls.
04:54Die Krähen schienen sich um ihr Wohl zu sorgen.
05:00Während sie an der Kante stand und der Wind durch ihr rabenschwarzes Haar blies,
05:05fühlte Camina sich mit ihnen verbunden.
05:09Zum ersten Mal seit Matthias Tod fühlte Camina sich nicht allein.
05:13Sie kehrte heim und gab dem Leben noch eine Chance.
05:19Die Krähen flogen davon, aber Camina vermutete, dass sie wiederkommen würden,
05:25sollte ihr etwas zustoßen.
05:26Von ihrer Qual inspiriert, nahm sich Camina einen Pinsel.
05:34In den folgenden Wochen malte sie ihr Erlebnis.
05:38Mit schwarzer Tinte hielt sie den Todessprung fest
05:41und die schwarze Federwolke,
05:44den Schwarmkrähen, der ihr das Leben gerettet hatte.
05:47Diese Erfahrung veränderte sie
05:51und war der Beginn ihrer charakteristischen, surrealistischen Kunst mit schwarzer Tusche.
05:58Nach einigen Jahren trang ein wenig Farbe in die Dunkelheit
06:02und dieser Wechsel erweiterte ihre Kunstform noch.
06:07Sie malte große Wandgemälde an geschäftigen Straßenecken,
06:12entwarf fabelhafte Kostüme
06:13und sagte kämpferische Gedichte auf.
06:17Caminas Kunst zeigte örtliche, persönliche Tragödien so groß,
06:24dass man sie nicht mehr ignorieren konnte.
06:28Und überall, wo sie auftrat, folgten ihr die Krähen.
06:33Ihre Auftritte wurden immer mutiger
06:35und zogen die Aufmerksamkeit von Künstlern auf sich,
06:38die ihren Stil erfrischend fanden.
06:41Sie nährte sich einer Gruppe von Malern an,
06:44die ihre bilderstürmerischen Visionen verstanden.
06:47Durch ihre Auftritte entstand die Bewegung der großflächigen Surrealisten,
06:52die zu einem wahren Phänomen wurden.
06:56Ihr Ansehen reichte so weit,
06:58dass sie einen Auftrag des multinationalen Unternehmens
07:01The Vag Label an Land zog.
07:05Camina stellte Nachforschungen an
07:07und fand heraus, dass es verrufenen Kongressabgeordneten Kunstwerke schenkte.
07:11Die Künstler, die für Vag arbeiteten,
07:16schienen danach zu verschwinden.
07:20Camina war entschlossen,
07:22die Verbindung der Gruppe zu korrupten Politikern aufzudecken
07:25und nahm den Auftrag an.
07:26In der folgenden Woche malte Camina ein riesiges Wandgemälde
07:32auf der Urnenhalle eines Friedhofs,
07:35das das Firmenlogo von Vag Label als surrealistischen Sensenmahl zeigte,
07:40der die Felder chilenischer Familien aberntete.
07:44Beim Malen trug sie ein bühnenreifes Kleid,
07:47auf das sie ein Gedicht über eine politische Revolution gestickt hatte.
07:52Ihr Werk entzündete eine radikale Debatte über Korruption.
07:57Camina wurde dadurch zur Zielscheibe.
08:01Nachdem sie anonyme Todesdrohungen erhalten hatte,
08:04suchte sie Zuflucht im Haus ihres Vaters
08:06und nahm ihren engsten Freund mit, um sich sicher zu fühlen.
08:11Am selben Abend brach eine Bande maskierter Schützen ins Haus ein.
08:17Schnell überwältigten sie Camina und ihre Freunde,
08:20verfrachteten sie in einen Van und fuhren davon.
08:25Am folgenden Morgen blies eine trockene Brise Sand in Caminas Gesicht
08:29und weckte sie damit.
08:33Sie saß auf einem Stuhl mitten in der Wüste.
08:37Ihre Beine waren gefesselt,
08:39ihre Hände steckten in Handschellen,
08:43ihre Freunde lagen gefesselt auf dem Boden.
08:47Ein Schatten fiel auf ihr Gesicht.
08:49Camina sah auf.
08:52Ein Mann in einer langen Robe mit einer Kapuze,
08:55die sein Gesicht verbarg, kam auf sie zu.
08:59Er zog ein silbernes Messer aus seiner Robe.
09:01Er nahm ihre Hände und sagte eine Hymne in einer ihr unbekannten Sprache auf.
09:10Camina hielt seinen Blick stand.
09:14Er verstummte und ließ seine Klinge plötzlich niedersausen.
09:19Sie schrie vor Schmerzen
09:20und ihre Freunde wurden zu einem schrecklichen Anblick wach.
09:24Caminas abgetrennte Hände fielen vor ihnen in den Sand.
09:30Die Handschellen folgten und landeten in einer Blutlache.
09:35Der Mann mit Kapuze lächelte zufrieden.
09:37Wie willst du jetzt malen?
09:42Camina fluchte, schrie ihn an
09:44und kämpfte gegen die Fesseln an ihren Beinen.
09:48Der Mann nahm Caminas Kinn in die Hand.
09:50Sie spuckte ihm ins Gesicht.
09:54Er knurrte, zwängte ihren Mund auf
09:55und zog ihre Zunge heraus.
09:59Camina kämpfte gegen seinen Griff.
10:01Mit einer brutalen Bewegung schnitt er Caminas Zunge ab.
10:05Sie jaulte vor Schmerz.
10:10Der Mann wischte sich die Klinge an seiner Robe ab,
10:13wo sie eine Blutspur hinterließ.
10:16Wie willst du jetzt Gedichte aufsagen?
10:19Trauer machte sich in Caminas Brust breit.
10:23Stärker noch als der Schmerz.
10:26Von unkontrollierbarer Wut erfasst,
10:28übermannten Kummer und Verlust ihre Sinne.
10:32Sie hatte ihren kleinen Bruder verloren
10:33und sie hatte den einzigen Weg verloren,
10:37mit diesem Schmerz zurechtzukommen.
10:40Camina schrie, wie an dem Tag,
10:42an dem ihr Bruder gestorben war.
10:46Raues krächzten Halse in der Wüste wieder.
10:50Der Himmel wurde von einem Wirbelsturm
10:51aus düsteren Wolken verdunkelt.
10:56Schwarze Federn fielen auf Caminas blutende Armstümpfe.
11:03Sie sah nach oben und erblickte eine Flut von Krähen,
11:07die aus den Wolken brachen und auf den Mann mit Kapuze herabstürzten.
11:11Als die ausgehungerten Krähen sich erbarmungslos an seinem Fleisch labten,
11:18lächelte Camina und beobachtete,
11:22wie ihre surrealistische Kunst zum Leben erweckt wurde.
11:24Doch ihr Herz füllte sich mit Wut,
11:29als sie sah, wie die Krähen zu ihren nächsten Zielen weiterzogen.
11:34Ihre Freunde auf dem Boden.
11:37Sie schrie, als Wellen des Schmerzes,
11:40der Schuld und der Angst sie überwältigten.
11:43Aber es half nichts.
11:45Die gefräßigen Krähen waren nicht zu kontrollieren.
11:48Dunkelheit machte sich vor ihren Augen breit,
11:53als die Schmerzensschreie ihrer Freunde immer drängender wurden.
11:57Der Tod war gekommen,
11:59und wieder war es ihre Schuld.
12:03Ein dichter, schwarzer Nebel legte sich um sie.
Schreibe den ersten Kommentar