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ORF ON, 12.5.2025
#Conchita #ConchitaWurst
#Doku über #ESC2015

Kategorie

🎵
Musik
Transkript
00:00Es ist für mich immer wieder erhebend gewesen, schon beim Musikantenstadl,
00:11wenn die Eurovisionsfanfare kam. Und diese Eurovisionsfanfare, die knickt alles.
00:21The show must go on. So sagt man am Theater und so sagt man auch beim Fernsehen.
00:28Der Vorhang muss aufgehen. Guten Abend meine Damen und Herren, hier spricht Emil Kolbacher aus dem großen Festsaal der Wiener Hofburg.
00:40Nach der turbulenten Probenarbeit der abgelaufenen Woche und den gigantischen organisatorischen und künstlerischen Vorbereitungen
00:47hat sich nun symbolisch der Vorhang gehoben.
00:58So die Woche vor dem Finale haben mich dann alle am Gang angeredet und hat gesagt, you're gonna win, you're gonna win.
01:05Und man denkt sich dann, bitte verschreit es nicht.
01:09Die Conchita und unser Tom hat durch ihre Persönlichkeit und durch ihre unglaubliche Stimme
01:19so überzeugt, dass es überhaupt keinen Zweifel gab.
01:25Drei Tage vor dem Semifinale bekomme ich in die Hand gedrückt eine Washington Post
01:29und da ist ein Artikel drin über Conchita Wurst.
01:33Und dann habe ich gedacht, buh, jetzt wird das ganze Ding einmal richtig groß.
01:36Es ist sogar überlegt worden, noch eine Siegesversicherung abzuschließen.
01:40Es hat sich noch herausgestellt, es war dann viel zu teuer.
01:42Es gibt wahrscheinlich so ein paar Punkte in der Republik, in der Chronologie,
02:11wo jeder, je nachdem wie alt er ist, irgendwie weiß, wo er war, das einordnen kann.
02:18Wo habe ich den erlebt?
02:20Graf im Fernsehen, zu Hause.
02:22Ich habe ihn wie tausende andere mit Freunden erlebt.
02:25Ich habe es zu Hause gesehen, im 21. Bezirk und schon damals den Gedanken natürlich gleich gehabt,
02:34wenn das nach Österreich kommt, sollte doch dieser Song Contest nach Wien gebracht werden.
02:40Ehrlich gesagt, nein, ich habe nicht zugeschaut.
02:46Ich habe mir gedacht, wozu, es wird eh nichts.
02:48Wir waren in der Wachau auf einer großen Hochzeit und ich habe leider fast überhaupt nichts gesehen davon.
02:54Ich habe den Song Contest natürlich ein wenig verfolgt, als sich das im Voting zugespitzt hat.
03:00Ich habe am 10. Mai 2014 den Song Contest moderiert. War das am 10. Mai?
03:09Ich war nicht in Kopenhagen, ich war bei mir daheim auf der Couch.
03:12Mal sitzend, mal stehend, mal nervös herumgehend.
03:16Ah, 14, 15 war ich, genau, genau.
03:17Aber warum 2014? Du meinst, als wir gewonnen haben, gewusst haben, dass wir das Ding gewinnen?
03:22Ah.
03:23Je mehr Punkte wir bekommen haben, umso nervöser wurde ich allein im Wohnzimmer unten.
03:31Kein Mensch war da, ich war ganz allein.
03:33Das war natürlich irgendwie, man sitzt da und ist im ersten Moment ein bisschen fassungslos, würde ich sagen.
03:40Und denkt sich, oh mein Gott, was passiert da jetzt gerade?
03:44Bei jedem Punkt, den wir bekommen haben, nach jeder Auszählung, hey, wir kommen dem näher.
03:49Here are the points from Ukraine and eight points go to...
03:58Austria!
04:00Lutrisch Ripper!
04:01Und keiner hat irgendwie gewusst, wie lange es eigentlich noch dauert, wie viele Länder noch voten.
04:06Wir haben ja nur drei Länder, die ihre Punkte vergeben müssen.
04:09Da merkt man, wir waren nie gut in Mathe.
04:12We have done the math, it's no secret anymore, Austria is in the lead!
04:16Und auf einmal standen wir mitten in diesem Konfetti-Regen und haben eigentlich nicht gecheckt,
04:19dass wir es eigentlich schon gewonnen haben, bevor alle Länder überhaupt ihre Votings abgegeben haben.
04:23Und dann ist schon der Goldregen gekommen und mein erster Gedanke war,
04:26gib bitte, jetzt ist ihnen der Schatz da runtergefallen.
04:29Wie peinlich ist das?
04:30Und ich habe noch nicht einmal gewonnen und dann habe ich erst realisiert.
04:35Achso.
04:36Achso, okay.
04:37Weiter.
04:38Das ist unglaublich.
04:50Jetzt hat uns die den Schatz gewonnen.
04:51In der Sekunde habe ich mir nichts gedacht, aber wenige Sekunden später habe ich mir auch noch nichts gesagt.
04:56Der Andi hat mich in seiner Aussage sehr berührt, weil es einfach so echt und so ehrlich war.
05:01Jetzt gewinnt die den Schatz, nicht?
05:02Das ist ja in die österreichische Sprache übergegangen.
05:07Ich habe offenbar mit diesem Saga den Nerv der Menschen getroffen.
05:10Das war einfach pure Freude, die für mich in der Aussage vom Andi war.
05:15Wir haben gewonnen!
05:16Ja, aber halt den Song Contest.
05:17Ja, aber wir haben gewonnen.
05:18Also dieses ambivalente Verhältnis, das wir über viele Jahrzehnte aufgebaut haben zum Song Contest.
05:22Es war gigantisch und wie es dann klar war, habe ich fast einen Herzinfarkt gekriegt vor lauter Freude.
05:30Und alle sind aufgesprungen und ich auch.
05:33Wir haben uns wahnsinnig gefreut, aber es war in der Sekunde die Last auf uns.
05:38Wie machen wir das?
05:39Wie werden wir das zusammenbringen?
05:41Die Freude und dann wieder ein bisschen schon das Nachdenken, wie stemmen wir das?
05:46Zwölf Uhr, Landung, Wien-Schwächertz.
05:49Ich glaube, es gibt was zu feiern fürs ganze Land.
05:52Es gab dann einfach diesen triumphalen Empfang in Wien, der war großartig.
05:57Es waren sicher hundtausende Leute, die dort sie willkommen geheißen haben, applaudiert haben.
06:03Aber dann hat es schon begonnen zu arbeiten. Wie gehen wir das jetzt an?
06:08Ein Jahr ist eine kurze Zeit in Wirklichkeit für so ein Riesenevent.
06:11Als gelernten ORF-Mitarbeiter kommen einem immer gleich einmal die Gedanken, wer soll das zahlen?
06:16Ich glaube schon, dass die Beteiligten beim ORF so ein bisschen geschwitzt haben.
06:20Aber das Gute ist, dass ich schreibe auch nicht die Rechnungen und ich will holen, ja, here we go.
06:25Franziska, Franziska, Franziska, Franziska!
06:29Das Schöne ist, es war klar, dass ein Jahr später, da hat es einen Termin gegeben und an diesem Termin mussten drei Live-Sendungen stattfinden.
06:37Da hat es auch einen sehr genauen Zeitplan gegeben der EBU.
06:39Das ist der europäische Verein der öffentlich-rechtlichen Sender.
06:43Und ich kann mich an das erste EBU-Meeting erinnern, das wir in Genf hatten.
06:46Das war, glaube ich, vier Wochen nach dem Sieg.
06:48Wenn ich mich richtig erinnere, war das der Ole Sand.
06:50Und der hat sich da mit uns zusammengesetzt und hat gesagt, so, ihr müsst ab morgen zu arbeiten anfangen.
06:57Ich kann mich noch an das Gelächter in diesem erlauchten Kreis aus unserer ORF-Sicht sozusagen daran erinnern.
07:04Und der EBU-Vertreter hat nur gemeint, es gibt nur einen wichtigen Satz oder eine Regel, to fail is not an option.
07:12Scheitern geht ja nicht, ja, also der wird in Österreich stattfinden.
07:16Das hat jetzt nicht zur Entspannung beigetragen bei mir, aber es hat mich zumindest auch insofern vorbereitet, dass ich gewusst habe, man darf hier nirgends Zeit verlieren.
07:24Drei Monate wurde überhaupt einmal Eventmanager gesucht und ein Ort gesucht und dann war nicht klar, wo findet es statt.
07:31Und dann hatte ich eines Tages irgendwann mal um die Mittagszeit einen Anruf von einem netten Herrn aus dem Lammental, der mir erklärt hat, er möchte jetzt den Song Contest austragen.
07:43Und er möchte das auf seinem Acker machen und er hat eh genug Gasthäuser und Gasthöfe runter um sich herum.
07:48Und ich habe mich wirklich wacker geschlagen, bis mir Gernot Kuhl ist erklärt, er ist der Callboy.
07:53Mit der symbolischen Schlüsselübergabe im Rathaus ist Wien seit heute offiziell die neue Song Contest statt.
07:59Also ich liebe natürlich Graz und Innsbruck, das sind so schöne Städte.
08:03Aber ich meine, nach so langer Zeit haben wir es schon in Wien machen müssen, in so einem Contest, finde ich.
08:08Ja, ich war zu dem Zeitpunkt Wien Holding Chef und die Wien Holding ist ja ein Unternehmenskonstrukt von 80 Unternehmen, dazu gehört die Wiener Stadthalle.
08:18Und da war mir natürlich es ganz, ganz wichtig, möglichst schnell Wien auf den Plan zu rufen, die Stadthalle auf den Plan zu rufen und natürlich zu sagen, welchen Veranstaltungsort gibt es denn, der da besser sein könnte.
08:31Und daher war die Entscheidung auch dann eine klare.
08:34Die Stadthalle war es, einfach auch mit den Nebenhallen und den Nebenräumen, die die Stadthalle angeboten hat.
08:53Die Stadthalle ist so ausgestattet, dass dort Konzerte stattfinden, Veranstaltungen stattfinden, also es ist nicht neu für die Stadthalle.
09:02Und sie ist vom gleichen Architekten gebaut, wie das ORF-Zentrum am Königlberg, nämlich vom Roland Reiner.
09:11Das war für uns eine sehr schöne Brücke.
09:14Die waren aber ausgebucht in diesen drei Monaten.
09:16Da mussten Tourneen, Künstlerauftritte, Großevents und so weiter verschoben, rausgeschmissen werden sozusagen, damit wir dort hineingehen können.
09:27Keine Selbstverständlichkeit wurde aber gemeinsam gemacht.
09:31Es war eben diese Kraftanstrengung und die ist gelungen.
09:34Im Grunde haben wir die ganze Stadthalle auch kopiert.
09:36Weil erstmals auch in der Geschichte der Wiener Stadthalle alle Hallen bespielt wurden von einem Event.
09:42Bis zur Eishalle, die man kennt von Eishockey-Matches, haben wir dort unser Crew-Catering gehabt.
09:47Wir haben einen Teil der Garage blockiert, weil wir dort Sachen lagern mussten.
09:50Und dann mussten auch noch Aggregate natürlich bereitgestellt werden, Dieselaggregate.
09:56Nur war dann das Problem, wo stellen wir die hin? Die sind ja relativ groß.
10:00Und der einzige Platz, den wir dann gefunden haben, war tatsächlich im Innenhof einer Kirche gegenüber von der Stadthalle.
10:08Und dieser Aggregate hat wirklich, glaube ich, fünf Zentimeter links und rechts genauso hineingepasst.
10:14Wie der Pfarrer dann aus der Kirche rein und raus kam, weiß ich nicht mehr.
10:17Aber das Aggregate ist gut gestanden.
10:18Der Vertrag mit der Pfarre neben der Stadthalle war einer meiner Lieblingsverträge.
10:25Weil dort ging es wirklich darum, dass wir eine lockere Sanierung des Pfarrkindergartens vornehmen.
10:33Dass wir da Ungeziefer und Ratten aus dem Pfarrhof nachhaltig entfernen und eliminieren.
10:41Und dafür konnten wir dort gewisse Dinge abstellen, für die wir am Veranstaltungsgelände keinen Platz hatten.
10:46Wir haben tonnenweise dort ein Material hineingebracht.
11:09Auch mit sehr hohen Sicherheitsauflagen.
11:14Also jedes Kameralicht, die Kamera, jedes Licht etc., jede Bühnentraverse musste irgendwie durch eine Sicherheitsschleuse durch.
11:22Also Security-mäßig war das, glaube ich, schärfer als jeder Flughafen.
11:25Was ich jetzt noch mehr als damals verstehe.
11:30Das kommt ja auch noch dazu.
11:31Das ist der größte Musikwettbewerb der Welt.
11:33Es ist aber überhaupt eine der größten und meistgesehenen Fernsehsendungen der Welt.
11:37Und ist somit Anschlagsziel.
11:39Das hat uns vor Herausforderungen gestellt.
11:41Die waren auch im Rückblick noch ziemlich groß.
11:45Es gab zwei Ü-Wagen, weil bei solchen Mega-Events natürlich auch die Sorge bestanden oder besteht,
11:56dass einer der Ü-Wagen ausfällt, aus welchen Gründen auch immer.
12:01Und die waren komplett ident.
12:03Was haben denn die Kollegen in der Zeit dort gemacht?
12:05Die haben zugeschaut.
12:06Der Michi Kögler war eine ganz, ganz große Stütze für mich in dieser Produktion, das muss ich sagen.
12:25Weil, das muss man auch wissen, dass die Hauptproblematik bei diesen ganzen Acts, die da sind,
12:32die dürfen ja alle mitreden.
12:33Auch jeder darf sagen, bitte das linke Nasenloch ganz groß und das rechte Auge bitte ganz wenig.
12:41Und das hat mir der Michi wirklich abgenommen.
12:44Und der ist dann natürlich gesessen am zweiten Regieplatz und hat sich das angeschaut.
12:50Fertig dann.
12:55Der Song Contest ist natürlich keine Geschichte, die einer allein macht.
12:58Das ist ein Projekt, wo halt ganz viele Leute beschäftigt sind.
13:04Aber die müssen miteinander gut können.
13:07Wenn es da untereinander Schwierigkeiten gibt, geht der Song Contest nicht gut über die Bühne.
13:12Mit dem Edgar Böhm als eben Cheforganisator.
13:18Ein Wahnsinn, weil man keinerlei Erfahrung hat bei der Ausrichtung eines so riesigen Dings.
13:25Mit dem Biostrobel für die ganze Organisation.
13:29War ja auch nicht in meiner Lebensplanung.
13:31Ich hätte das wahrscheinlich auch damals genauso wenig gemacht, wie ich mich dann darum beworben habe, es zu werden.
13:38Und dann auch mit den anderen Teams gemeinsam intensiv mit der EBU zu kommunizieren.
13:44Und für mich war es in der Nacht schon klar, als Conchita den Song Contest gewonnen hat, da muss ich mitarbeiten.
13:53Das war für mich ganz klar.
13:55Ich war sehr nervös, ob mich jemand anrufen würde, dass ich es machen soll.
13:59Das kam relativ schnell, dass ich gefragt wurde, ob ich damit moderieren will.
14:04Und ich war am nächsten Tag unterwegs nach Pula und es läutet das Telefon.
14:11Und da habe ich mich natürlich sehr gefreut.
14:13Also das ist etwas, was man einfach wahrscheinlich einmal im Leben moderieren darf.
14:18Und die Fernsehdirektorin Kathi Zechner ist dran.
14:21Gelungen ist es, weil ich glaube, dass ich begeistern kann und dass ich Leute mitnehmen kann.
14:31Und sie hat mir gesagt, willst du das machen?
14:34Und es haben alle von Technik über Kunst Regie an einem Strang gezogen.
14:42Weil einmal in seinem Lebenslauf zu sagen, man war da dabei in einer wichtigen Funktion, das nimmt einen niemand.
14:50Dann habe ich natürlich gesagt, ja, ich muss es machen.
14:53Ehrlicherweise war es ein irrsinnig cooler Spirit im Haus.
14:56Also alle haben das unterstützt, haben dieses Projektteam unterstützt.
15:00Und wir haben am Schluss mit den Volunteers, mit allem technischen und Security-Personal, das drumherum ist, knapp 3000 Leute gehabt.
15:11Wenn ein Projekt begeistert, dann ist bis zum Portier jeder dabei.
15:17Das, was hier im ORF immer gepflegt wurde und zur DNA des ORF gehört ist, dass hier nicht nur konzipiert, entworfen und administrativ gemanagt wird, sondern hier wird produziert.
15:30Natürlich waren wir im Stande, das auszurichten. Das haben uns vielleicht zu Beginn nicht alle zugetraut.
15:37Das war ein Gesamt-ORF-Ereignis. Jeder hat gewusst, das ist was Besonderes.
15:42Da hängt unser Haus-Image, unsere Marke dran.
15:47Was ganz Einmaliges. Also ich hatte echt die Time of my life.
15:49Als wir begonnen haben, Volontiers zu suchen, und die Anforderungen hatten, glaube ich, viersprachig müssen die sein.
16:01Also Deutsch plus drei Fremdsprachen. Und wir hätten gerne 400 als untere Grenze.
16:08Und ich habe beim ORF angerufen, habe gesagt, bitte, ich will da mitarbeiten.
16:13Dann haben die gesagt, ja, wir wissen ja gar nichts. Und habe gesagt, schreiben Sie es irgendwo auf, ich will da mitarbeiten.
16:19Und dann sind es geworden, zweieinhalb Tausend, die sich beworben haben aus ganz Europa.
16:261600, die mir in den Auswahlprozess geholt haben. 800, die mitgearbeitet haben.
16:32Und dann war monatelang nichts. Und dann ist tatsächlich der Anruf gekommen vom ORF, dass sie Volontiers suchen.
16:38Das war so ein erhebender Augenblick, dass es möglich ist, aus ganz Europa Menschen für so ein Projekt zu begeistern.
16:46Es gibt so ein paar Goodie-Lasses. Es gibt das Gewand, das ist zum Beispiel das Original-Shirt aus dieser Zeit.
16:53Und es gibt ein Goodie-Bag, wo so Kleinigkeiten drin sind. Aber Bezahlung gibt es als Volontier nicht.
17:00Das Herausfordernde ist die Kürze der Zeit.
17:03Es waren 377 Tage, die wir Zeit hatten vom Sieg bis zum 23. Mai 2015.
17:09Da gibt es einen Zeitplan, wann Entscheidungen getroffen sein müssen, damit sich das alles ausgeht in der Produktion.
17:15Und dieser Zwang, Entscheidungen treffen zu müssen, macht richtig Druck.
17:20Es gab ja in dieser ganzen Produktion immer wieder den Punkt, wo man wirklich gezwungen war, etwas dazuzulernen.
17:28Weil man diese Erfahrung in der Dimension noch nicht gemacht hat.
17:32Ja, also die ABU hat schon sehr, sehr oft auch darunter gestöhnt, wie wir an manche Dinge in Österreich herangehen.
17:37Und wenn man das nicht zugelassen hätte, dass es dann auch mit einem Stück weit Wiener Charme oder Wiener Eigenleben in die Umsetzung gekommen wäre, wäre viel auf der Steckrecke geblieben.
17:50Und der österreichische Weg war sozusagen wirklich mit im Verhältnis kleinen Mitteln wirklich was Großes zusammenzubringen.
17:57Wir haben eh aus allen Rohren geschossen. Ich fandet, das war imperial.
18:02Wir haben mit 43 oder 44 Kameras gearbeitet. Und die mussten natürlich alle exakt das bringen, was wir uns vorgestellt haben.
18:12Ich habe gesagt, ich brauche das beste Besteck. Und ich habe das beste Besteck bekommen.
18:17Florian Wider war damals schon der Top-Set-Designer. Ich glaube, heuer macht er jetzt in der Schweiz den fünften ESC oder so.
18:25Der Florian Wider hat, muss man wissen, einmal die Oscar-Verleihung abgesagt, weil er keine Zeit gehabt hat, um die Oscar-Verleihung zu machen.
18:32Der hat bei uns Saison-Contest gemacht. Selbstverständlich haben wir uns Spezialisten dazuholen müssen, die nur von einem Riesen-Event von einer Olympia-Eröffnung zur nächsten erfahren.
18:44Jeder kleine Art-Direktor wünscht sich einmal im Laufe seines Berufslebens mit solchen Leuten zusammenzuarbeiten.
18:50Der L. Jordan, der das Licht-Design gemacht hat, auch ein ganz, ein großer.
18:54Das ist der Licht-Designer für solche Riesendinge, der dann auch weiß, wo welche Lampen zu bekommen sind.
19:04Das ist nämlich gar nicht so einfach, diese Spots und diese ganzen computergesteuerten Bühnenelemente zu bekommen.
19:12Das weiß der. Der weiß das und bestellt das ein halbes oder dreiviertel Jahr vorher.
19:17Und dann wird das geliefert und der kann das aufbauen mit seinem Team.
19:20Und dann mal dieses Gefühl ins Volle greifen zu können und Dinge zu machen, die in einer normalen Sendung einfach nicht möglich sind, das war schon richtig toll.
19:30Ich wollte ja am Anfang überhaupt nur Wiener Kongress mit Kerzenlicht machen, aber da hat mich dann der Kurt Bongratz überzeugt, dass das vielleicht nicht ganz so sehr anders, aber nicht ganz so geeignet ist.
19:51Das war halt auch eine Zeit, das war gerade, wo begonnen hat, LED-Boden, Riesen-LED-Rückwände in Möglichkeit zu 360 Grad, wo alles dreht sich, alles bewegt sich digital.
20:03Und wir haben dann aber auch aus Kostengründen war das teilweise gesagt, wir machen das eben kleiner, wir machen eigentlich eine klassische Guckkastenbühne.
20:09Es sollte eine Bühne sein, die also zum Angreifen sozusagen war.
20:13Dieses Kugelballett zu gestalten war unfassbar katastrophal mühsam.
20:21Und es ist hunderte Male probiert worden und es war eigentlich, wenn man ganz ehrlich ist, immer irgendeinen kleinen Hacker oder was hat es gegeben.
20:31Irgendwann habe ich gesagt, kommt, nehmt eine Schere, wir schneiden diese ganzen depperten Kugeln ab, die braucht kein Mensch, braucht es.
20:38Weil keiner gewusst hat, wie man damit umgehen soll.
20:41Hat er manchmal auch nicht funktioniert einfach?
20:42Nicht manchmal, es hat überhaupt nicht funktioniert.
20:44Es hat nicht manchmal nicht funktioniert, es hat gar nicht funktioniert, bis zum Schluss.
20:49Und es war wirklich, da gab es Krisensitzungen, was machen wir mit diesem verdammten Kugelballett?
20:55Und alle waren verzweifelt, auch ich klarerweise, aber ich habe mich ein bisschen zurückgehalten, weil es war nicht meine Idee.
21:01In der Generalprobe war überhaupt ein Flop, da waren die verzweifelt, weil es ist stecken geblieben und wir konnten kaum weitermachen, die Probe, weil das kankt ist.
21:12Aber der Florian hat dann irgendwann gesagt, sag, ich setze mich jetzt hin und ich mache dieses, ich bewege jetzt die Kugeln.
21:20Und dann haben sie alle zurückgelehnt und haben gesagt, okay, Florian, mach.
21:23Und es ist bis zur kleinsten Kugel jede Kugel marschiert, wie sie programmiert war.
21:29Und das war ja eigentlich das Ziel.
21:31Es musste ja nur einmal wirklich spielen.
21:33Und das ging.
21:36Aber dieser Moment, jetzt brauchst du einfach ein Glück.
21:42Dann ist es, glaube ich, weltweit die einzige Geschichte, die in dieser Dimension mit diesen Kugeln gemacht wurde.
21:49Dann auch nie wieder, soweit ich mich erinnere.
21:51Und wenn man sich heute anschaut, wie die Kugeln rundherum schweben und diese Welle,
21:56die ja dann auch das Design war, dann muss man schon sagen, es war eine ganz geile Idee.
22:10Sport und Musik, das sind zwei Sachen, die Menschen zusammenbringen, egal woher sie kommen,
22:15egal mit welchem Background, wo man sich trifft.
22:17Und deshalb, glaube ich, ist Building Bridges das perfekte Motto für einen Song Contest.
22:22Wir haben, glaube ich, 3000 Slogans gesammelt und gehabt.
22:27Und es ist immer klarer geworden, wir wollen so ein Bindeglied werden.
22:31Wo Menschen aus der ganzen Welt zusammenkommen und kurz vergessen,
22:37wie sie vielleicht sich unterscheiden und sich darauf konzentrieren, was wir alle gemeinsam haben.
22:41Dieses Building Bridges das Wesen, ich sage jetzt einmal groß, auch Europas,
22:46ist ja der wettstreitende Zusammenhalt.
22:50Das ist eines der wichtigsten Dinge, die, glaube ich, ein bisschen, nicht verloren, aber vergessen wurden,
22:58ist der wettstreitende Zusammenhalt.
23:01Da gab es dieses Vier, das war das Logo des Song Contests, das war dieser Kreis, diese Kugel.
23:24Ich kann mich noch sehr, sehr gut daran erinnern, obwohl es schon zehn Jahre her ist,
23:30als mich der Generaldirektor gefragt hat, sag einmal, wie machen wir das eigentlich,
23:35also die ganze visuelle Präsentation, machen wir das selber?
23:39Und ich habe zu ihm gesagt, Alex, selbstverständlich machen wir das selber, ja, mit großer Freude.
23:47Ich bin nur nachher dann aus einem Büro gegangen und bin den Gang entlang gegangen,
23:53weil mir richtig schlecht geworden ist, weil ich mir gedacht habe, was hast du da jetzt zugesagt,
24:02was hast du hier versprochen?
24:03Der Hayek, der war da auch dabei, wir wollen da irgendwie so die Rolle,
24:08die auch Österreich irgendwie in der Geschichte gespielt hat, da in der Mitte Europas.
24:12Der Erfinder des Vier ist Christian Stangl, der damals ein relativ junger Motion Designer war bei uns im Designstudio.
24:29Und ich finde, das gehört ja zur Arbeit eines Unternehmens, da auch an die Grenze zu gehen
24:34und dann nachher auch mehr zu wissen als vorher.
24:38Aber du hast gemerkt, mit der Aufgabe wächst man.
24:42Wir haben noch dazu etwas gehabt, wir haben den 60. Song Contest damals gemacht
24:53und ich habe darauf bestanden und habe es durchgesetzt, dass Australien mitmachen kann.
25:00Das war eine wirkliche Innovation.
25:03Man hat gesagt, die Australier wollten seit vielen, vielen Jahren mitmachen,
25:07die sind verrückt auf Song Contest.
25:08Und ich habe gesagt, wenn wir Gastgeber sind und wir 60-Jahr-Feier machen dürfen,
25:14dann dürfen wir doch einladen, wenn wir wollen.
25:16Und wir laden die Australier ein.
25:18Und wir werden nicht mehr haben, sondern wir werden mal einladen,
25:23dass wir ja immer noch einladen,
25:24weil wir ihnen immer noch einladen,
25:25dass wir uns nicht mehr tun haben.
25:27Und jetzt wird uns nicht mehr lesen,
25:28weil wir uns nicht mehr lesen,
25:29denn wir müssen uns nicht mehr lesen,
25:31Let's leave them all behind and do what you want, do what you want, do what you want, do what you want, do what you want, do what you want, get on it, get on it.
25:43I don't want tomorrow, oh baby tonight's so good, tonight's so good.
25:52Rein vom touristischen Aspekt, wir hatten 1,3 Millionen Nächtigungen in dem Monat und auch auffallend, wie schon welche Kraft dahinter ist.
25:59Besonders viele aus Australien und aus Israel, die ja teilgenommen haben damals auch, also da haben wir schon gemerkt, das hat schon einen richtigen Impact in der Stadt gehabt.
26:07Schon vor vier Wochen startet ein weiterer Superstar einen Kurzbesuch in Wien ab, Guy Sebastian. Er gilt als einer der populärsten Künstler Australiens.
26:18Es ist eine riesige Family, die ja mit jedem Song Contest in jeden Austragungsort mitreist.
26:25Ich glaube 1.700 Journalistinnen und Journalisten waren das damals, 1.300 Delegierte.
26:30Und wir haben uns gesagt, naja, machen wir denen doch den bestmöglichen Aufenthalt über den Stress, den es sowieso durch die Veranstaltung gibt, in der Stadt möglich.
26:39So großzügig wie Wien war und wie die Gäste und die ganzen Delegations und so weiter behandelt wurden, war in keiner anderen Stadt davor und auch danach, soweit ich es noch überprüfen konnte, gegeben.
26:53Die EBU war relativ skeptisch sogar, die hat gesagt, naja, das werden die niemals annehmen.
26:59Das Gegenteil ist passiert, wir haben über 2000 Gratis-Angebote gehabt, das waren Kochkurse, das waren Bungie-Jumping vom Donauturm, also so Angebote eben für die Delegierten, für die Journalisten, die mitkamen.
27:15Und das wurde alles sofort angenommen und es haben ja vor allem internationale Medien geschrieben, dass Wien das Beste daraus gemacht hat.
27:24Und die EBU war dann auch überzeugt davon.
27:25Also ich kann mich erinnern, die Daily Mail hat geschrieben, also Wien macht aus einem Gesangswettbewerb eine Bewegung, weil eben so viel drumherum passiert ist.
27:36Wir lieben uns!
27:37Wuhu!
27:38Wuhu!
27:54Es gab, glaube ich, 70.000 Artikel darüber, es gab gute Kritiken darüber, wie alles gut funktioniert hat.
28:06Die Bilder, die da von Wien hinausgegangen sind in die ganze Welt, haben natürlich dazu beigetragen, dass wir dann in den folgenden Jahren auch touristische Rekorde feiern durften in Wien.
28:16Also da geht es dann natürlich auch um die direkten Erlöse, die Umsätze, die erzielt werden konnten.
28:22In diesen Wochen waren es knapp 30 Millionen Euro.
28:26Also unvorstellbar auch dieser wirtschaftliche Mehrwert, der diese Veranstaltung natürlich gebracht hat.
28:33Tourismus, ganz wichtig, da gibt es ja diese Postcards.
28:36Postcards, das ist immer der kurze Film, der vor dem Auftritt gezeigt wird.
28:40Und da konnten wir wirklich das ganze Land in all seinen Facetten zeigen.
28:45Und da kommen dann die Tourismusverbände mit Vorschlägen.
28:48Und dann versucht man natürlich auch diese Dinge ein bisschen zu berücksichtigen, weil man selber ja auch das eigene Landgut verkaufen will.
28:54Also die Postcards haben ja mehrere Funktionen.
28:57Wichtigste Funktion, auf der Bühne wird umgebaut.
29:01Ex-Equo, zweitwichtigste Funktion, der Kommentator hat die Möglichkeit zu sagen, wer jetzt kommt, was im Litz ist und so weiter.
29:09Und die dritte Funktion, und die wird mal mehr, mal weniger ausgenutzt, ist natürlich, wo sind wir denn überhaupt?
29:15Also schamlose Fremdenverkehrswerbung.
29:17Der Brückenschlag eben, Building Bridges zwischen den Heimatländern, dem Wohnort der Künstler und dem Punkt, wo er sich am ehesten wiederfindet in Österreich.
29:28Und ich finde, wir haben das sehr elegant gelöst.
29:30Das sind Vorarlberger Volksschüler bei der Arbeit im Kunsthaus in Bregenz.
29:34Sie dürfen der griechischen Songcontest-Teilnehmerin dabei helfen, eine Aufgabe zu erfüllen.
29:40Was für eine Aufgabe genau, das darf noch nicht verraten werden.
29:43Die Dame, die Griechenland beim Songcontest vertritt, heißt Maria Elena Kiriakou, ist 31 Jahre alt und erst seit ein paar Stunden in Bregenz.
29:53Also wir haben alles gemacht. Wir haben den Künstler vorgestellt, wir haben das Land des Künstlers vorgestellt, wir haben Österreich vorgestellt und wir haben Wien auch noch vorgestellt.
30:00In 40 Sekunden.
30:01Also der Werbewert für Österreich und ganz speziell auch für Wien war enorm.
30:06Also wir gehen nach den vorliegenden Studien aus von rund 100 Millionen Euro Werbewert.
30:36Das war auch der Ansatzpunkt, dass wir sagen, dieses Building Bridges Symbol, das soll in ganz Österreich sichtbar sein, erlebbar sein.
30:55Mit Straßenbahnen und gebrandeten Taxis und so weiter.
30:59Da fahrt ein ÖBB-Zug durchs Land mit dem Design. Da haben ganz viele Unternehmen uns mitgemacht und unterstützt.
31:10Das hat wirklich weit über Wien hinaus auch eine Bedeutung gehabt.
31:15Dass das wirklich die Wiener oder die Österreicher oder die Touristen, die in der Stadt sind, merken, da ist was los, da ist was Besonderes.
31:23Nein, es gab wirklich Initiativen der Stadt. Also zum Beispiel die Ampelpärchen, die gleichgeschlechtlichen Ampelpärchen, die uns geblieben sind.
31:31Das ist auch wirklich gelungen mit diesen tausenden Nebengeräuschen.
31:37Das war die erste Großveranstaltung in Österreich, die zertifiziert werden konnte als Green Event.
31:43Uns war die Nachhaltigkeit beim Eurovision Song Contest extrem wichtig.
31:48Das wollte niemand und hat auch niemand geglaubt, dass es geht.
31:52Das begann bei den Bio-Erdbeeren und dem nachhaltigen Fisch aus dem Salzkammergut.
31:58Zum Beispiel die Tickets für alle Mitwirkenden bis zum letzten Techniker, wenn man so will, haben eine Freifahrt gehabt in Wien und konnten sich vollkommen frei bewegen.
32:10Das war in den anderen Städten zum Beispiel gar nicht möglich.
32:14Und man musste natürlich auch ein umfassendes Recyclingkonzept entwickeln und auch natürlich auch ein durchgängiges Mehrwegbecherkonzept.
32:24So konnte man sich 500.000 Wegwerfbecher ersparen und 30.000 Plastikflaschen.
32:29Unsere 1000 Quadratmeter Planen wurden zu Handtaschen und Umhängetaschen und was, was immer verarbeitet.
32:37Das sind rundherum aber auch Nebenerscheinungen gewesen, die eigentlich große Zweifel daran aufkommen lassen könnten, wie Green der Event tatsächlich war.
32:49Green Event heißt nicht, dass sozusagen nur nachhaltiger Strom verwendet wird, sondern dass man versucht, so nachhaltig als möglich,
32:58dass es Abfallwirtschaftskonzepte gibt, dass es Wiederverwertungskonzepte gibt.
33:04Unsere Partner haben uns sehr unterstützt in unserer Idee der Nachhaltigkeit und des Green Events.
33:09Und manche begannen schon ein Monatelang vorher, ihr Getränk statt in der Dose in der Glasflasche abzufüllen.
33:16Heute freue ich mich darüber, dass wir Dancing Stars als Green Production haben.
33:21Und viele andere, auch Produzenten, inzwischen überzeugt haben, sich als Green Production zertifizieren zu lassen,
33:30weil das auch ein Signal ist, wie man auch mit unserer Welt umgeht.
33:35Und für unsere Gäste aus der ganzen Welt, von den 100.000, die live in der Stadthalle waren,
33:58waren ja mindestens ein Drittel aus dem näheren oder weiteren Ausland,
34:05für die hat, glaube ich, Österreich eine neue Bedeutung bekommen.
34:08Also das Eurovision Village am Rathausplatz in Wien ist einzigartig gewesen.
34:13Erstens ist es im Herzen der Stadt gewesen und es waren immer ganz viele Menschen, von der Früh bis spät.
34:21Vor allem dieses Public Viewing am Rathausplatz, das war natürlich einmalig.
34:27Zwischen Rathaus und Burgtheater hat die Stadt dort gespielt.
34:33Und die Public Viewings haben in allen Landeshauptstädten und größeren Städten, die das wollten, übertragen worden.
34:39Und es ist wirklich eine Stimmung über dieses Land, glaube ich, geschwappt.
34:51Es hat Partys gegeben, es hat Diskos gegeben.
34:54Der Euroclub ist sozusagen die Diskothek, wo man sich trifft, wenn man dort akkreditiert ist als Journalist.
35:01Da sind natürlich wahnsinnig viele Fans auch dabei, die als Journalisten akkreditiert sind.
35:04Aber das ist so der Party-Hotspot, wo dann auch die Künstlerinnen und Künstler natürlich hingehen und auftreten.
35:15Es war wirklich ganz, ganz viel los. Die Stadt hat es gespürt.
35:19Die Eröffnungsfeier im Rathausplatz, das war natürlich schön, weil diese ganzen Länder da gekommen sind mit ihren Künstlerinnen und Künstlern.
35:33Das war super.
35:34Das passiert meist irgendwie vor einer Kamerawand, wo man die begrüßt und so.
35:38Und wir haben es halt sehr öffentlich gemacht mit 15.000 oder 20.000 Leuten.
35:43Und da hat man schon mal gespürt, was so los ist in der Stadt.
35:45Wir haben gesagt, es ist wichtig, wenn das Land so viel Geld auch ausgibt und investiert, dass dann ganz Österreich mitfeiern kann.
35:58Dass wir zum Beispiel, jetzt nur als Beispiel, ein Kids-Event machen, eine eigene Show für 10.000 Kinder aus ganz Österreich.
36:07Und es war ein voller Erfolg. Am Westbahnhof hat es gewuselt und gewurdelt von den Schülerinnen und Schülern, die angekommen sind.
36:14Mit total engagierten Leuten der ÖBB, dass jedes Kind um halb zwölf in der Nacht wieder daheim war.
36:23Auch in Vorarlberg oder wo immer. Der vierte ÖBB ist aber großartig.
36:32Das größte Konzertereignis oder Event der Welt, der Fernsehwelt, jährliche Unterhaltungsevent.
36:40Und gleichzeitig haben wir aber in Österreich auch die größten Klassik-Events von Neujahrskonzert bis zu den Übertragungen aus der Staatsoper.
36:51Und daher auch diese Building Bridges zwischen der klassischen Musik und Popmusik.
36:56Ja, das ist ein bisschen peinlich.
37:18Ich kann mich an wenige Dinge erinnern, aber worauf man sich verlassen kann, ist, dass ich immer weiß, wann ich was angehabt habe.
37:27Und ich habe taubenblau getragen, ein wunderschönes Kleid vom Hörli, Jürgen Christian Hörl.
37:32Und es war aufregend, in der Oper zu singen, weil das habe ich vorher noch nicht gemacht.
37:35Ich habe überhaupt nichts mitbekommen, was da sonst passiert ist.
37:55Weil wenn ich hereingefahren bin von meinem Wohnort da noch in die Stadthalle, habe ich im Auto hinten geschlafen.
38:01Und wenn ich zurückgefahren bin, habe ich wieder geschlafen. Ich habe nichts mitbekommen.
38:04Das war echt als Moderatorin, war man so drin in meinem Job.
38:09Ich weiß von diesen ganzen Partys, die es da rundherum gegeben hat, nicht eine Sekunde.
38:14Dass ich viele Sachen rundherum leider gar nicht so mitgenommen oder aufgenommen habe, was mir im Nachhinein so ein bisschen leid tut.
38:20Jetzt weiß ich schon, aber damals habe ich nichts mitgekriegt.
38:23Ich glaube, ich bin in dieser Zeit mit ganz wenigen Ausnahmen nie vor Mitternacht heimgekommen und immer um sieben spätestens wieder gegangen.
38:32Das war extrem intensiv.
38:34Meine Frau hat auch mitgearbeitet an dem Projekt.
38:36Also insofern hatte ich nicht die familiären Probleme, dass ich gesagt habe, so ich bin jetzt ein Jahr weg.
38:41Die Arbeitstage waren 22 Stunden.
38:45Ich habe zu der Zeit so viel geraucht wie nie zuvor.
38:49Aber ich habe in der Zeit zum Rauchen aufgehört. Das ist mein persönlich positivstes Erlebnis gewesen.
38:56Es war der schwierigste mögliche Zeitpunkt zum Aufführen, weil alle geraucht haben.
39:00Insofern muss ich mich jetzt selber korrigieren.
39:02Natürlich habe ich Regeln gebrochen oder außer Kraft gesetzt.
39:05Und das eine war eben, dass ich mich nicht an alle Rauchverbote gehalten habe, die es gegeben hat.
39:12Es geht schon massivst an die Substanz. Aber gleichzeitig hast du ein Ziel. Das ist dieses Finale.
39:22Es war wirklich so, dass wir zum Teil, also ich zumindest, zum Teil in der Stadthalle in meinem Büro, das ich hatte, übernachtet habe.
39:29Mein persönlicher Song-Contest-Moment in Wien war Montag 15 Uhr.
39:41Ich bin gerade von einem Termin zum anderen gelaufen, muss man sagen, in dem Fall.
39:47Und auf einmal gingen tausende Scheinwerfer an und die erste Show begann.
39:52Und auf einmal war das Gefühl, es ist Samstag 20.15 Uhr und es ist Hollywood.
39:57Von allen Dress-Rehearsals, und da gibt es ja zu jeder Show drei, bevor dann die Live-Show passiert, die waren alle ausverkauft.
40:06Jeder Volontier hat bei uns irgendeine Show anschauen dürfen.
40:09Entweder eine Probe, eine Generalprobe.
40:13Irgendwann ist jeder Volontier, der wollte, konnte, hat ein Ticket bekommen zum Zuschauen.
40:18Das ist natürlich auch was Feines.
40:20Speziell war jedenfalls, dass wir durch die vielen verschiedenen Kooperationen auch die Möglichkeit hatten,
40:25über ganz viele Gewinnspiele auch die Proben zu füllen mit Publikum.
40:30Wir haben ja 100.000 Tickets verkauft und hätten noch mehr verkaufen können.
40:36Weil wir einfach alles verkauft haben, was nicht nid- und nagelfest war.
40:40Aber im positiven Sinne, es waren einfach wahnsinnig viele Partner aus Österreich da,
40:45die gesagt haben, das ist once in a lifetime, da will ich dabei sein.
40:47Es war auch einer der Hauptgründe mit erfolgreichen Marketingmaßnahmen,
40:54dass wir das Budget unterschritten haben und ein historisch kostengünstiger Songcontest geworden.
41:00Es war sogar eine Excel-Tabelle, wo wir dann unterm Strich ein Plus hatten
41:04und sogar besser abgeschlossen haben als erwartet in der Netto-Darstellung.
41:07Wie ist das für die Arbeit, wenn da immer Publikum ist?
41:10Eine Katastrophe.
41:11Aber das war dem BIOS ja vollkommen wurscht.
41:13Der BIOS hat sich doch nichts gepfiffen, ob wir irgendwelche Schmerzen gehabt haben.
41:18Vor allem seelische, haben ihn ja gar nicht interessiert.
41:20Man muss den BIOS kennen, da weiß man, der geht da schon durchs Feuer.
41:25Aber lass die anderen gleich mitgehen durchs Feuer.
41:28Punktlandung für Conchita-Wurst heute Nachmittag bei der vorletzten Probe in der Stadthalle.
41:32Ich möchte die Zeit nie missen, weil zwölf Shows, ich glaube zwölf Shows waren es,
41:37die wir gemacht haben vor vollem Publikum, das hat es bis jetzt auf der ganzen Welt noch nicht gegeben.
41:42Mein Song-Contest-Moment war es auf jeden Fall, als ich das Publikum zum ersten Mal gesehen habe.
41:47Als ich auf die Bühne raus bin und die Menschen, die vor Ort waren, gesehen habe
41:52und gespürt habe, wie sehr sich alle auf diesen Abend freuen.
41:57Vienna and Europe, let's give them the biggest applause ever!
42:04Ein Applaus für alle Künstlerinnen und Künstler.
42:07Ich finde, Andi Knoll hätte das Ding damals schon moderieren sollen.
42:11Also natürlich ist Andi Knoll für mich Mr. Song-Contest.
42:16Und nicht nur für mich, sondern für die Zuseherinnen und Zuseher zu Hause auch.
42:19Und ich, das muss ich auch sagen, das war meine Entscheidung,
42:23ich wollte drei Frauen auf der Bühne.
42:26Und der Andi ist viel, aber keine Frau.
42:27Die Kati Zechner hat mich angerufen und hat gesagt, du, ich sag's dir gleich,
42:35du, ich brauch dich als Kommentator.
42:37Das ist der wichtigste Song-Contest, den wir je gesendet haben.
42:39Und ich will, dass du das kommentierst wie immer, weil das erwarten sich die Leute.
42:44Und das habe ich verstanden.
42:46Und zwar nicht einfach, aber Profi.
42:51Er hat sehr professionell genommen.
42:53Ich habe natürlich kurz gedacht, die Chance kommt nie wieder.
42:56Aber wer weiß, vielleicht kommt sie ja bald wieder.
42:59Und dann würde ich schon gerne, bitte.
43:05Good evening, Europe!
43:07Wir haben sich alle gefragt, warum brauchen wir drei Frauen?
43:11Noch dazu die Conchita im Backstage-Bereich.
43:16Die Rolle der Conchita war klar, weil die war im Green Room
43:18und hat sozusagen die Gäste, die im Green Room sitzen, bedient.
43:22Genau, diese Bank ist ein Teil davon.
43:24Die Bank ist ein Teil davon.
43:29Ich bin so eine Rampensau.
43:31Also für mich war klar, ich musste es mitmoderieren.
43:35Aber die Entscheidung war richtig.
43:36Und wir hatten natürlich drei Top-Moderatoren, die hochprofessionell waren.
43:42Was bei drei Moderatoren ein bisschen schwierig ist,
43:44man muss halt für jede Moderatorin eine Rolle finden.
43:46Und der Song Contest laufte an sich in ganz einfachen Bahnen.
43:51Grüß Gott, dann treten die Kandidaten auf,
43:52dann gibt es ein kurzes Break, wo es eine Summary gibt,
43:55dann treten wieder Kandidaten auf und dann gibt es ein Voting.
43:57Das ist jetzt moderativ nicht so wahnsinnig viel.
43:59So sehr ich glaube, dass man jede Sendung gut machen will,
44:02ob es zehn Zuschauer sind oder 100 Millionen Zuschauer,
44:04natürlich ist da die Nervosität nochmal einen Schritt drüber,
44:09wenn man weiß, wie viele Länder sich das Ganze gerade anschauen.
44:12Und wenn man was falsch macht, dass man halt das nicht nur in einem Land falsch macht,
44:16sondern dass das dann ganz viele Menschen sehen.
44:18Da ist schon ein großer Druck da, auch als Moderatorin auf der Bühne,
44:22dass man das gut machen will.
44:23Also die Vorbereitung war natürlich komplett anders als zu jeder anderen Show.
44:27Es gab so viel Vorbereitungszeit wie für keine andere Show.
44:31Und dann ist es der Moment und dann hast du es schon so drin,
44:33dass es eigentlich auch vergeht, als wären es zehn Minuten.
44:36Es ist eine ganz komische Situation, aber extrem viel Spaß.
44:41Eine Sache kann in einem Land wahnsinnig unterhaltsam sein,
44:43aber das andere Land angreifen in irgendeiner Art und Weise.
44:46Also wir machen beim Song Contest Fernsehen für ganz viele Länder.
44:49Die EBO sagt eben, es soll ein unpolitisches Event sein.
44:54Song Contest kann nicht unpolitisch sein, weil Länder aufeinandertreffen,
44:57wo sich manche Länder besonders gut verstehen, manche Länder nicht so gut.
45:00Und ich nenne jetzt das Land nicht, weil es ja im Prinzip wurscht ist,
45:02aber es war irgendwo im Publikum zu sehen eine Fahne,
45:05die angeblich politisch nicht ganz korrekt war,
45:07worauf ich in der Live-Sendung einen Anruf bekommen habe von dem Botschafter dieses Landes,
45:12dass das ein Wahnsinn ist und ein Skandal ist, weil das sind falsche Fahnen.
45:15Dann bin ich mit dem Executive Producer Edgar Böhnz immer dann während der Live-Sendung rausgegangen,
45:20haben uns die Szene nochmal angeschaut, haben dann mit dem Botschafter herum diskutiert.
45:23Das war dann Gott sei Dank eh nicht die falsche Fahne
45:25und haben dann die Live-Sendung weiter abgewickelt.
45:27Also es hat auch eine ganz gute politische Komponente bis hin zu,
45:31dass wenn man überlegt, wo Länder im Greenrum sitzen,
45:35dass man sich anschaut, dass jetzt nicht zwei Länder, die verfeindet sind, ineinander sitzen.
45:39Ja, und man macht sich natürlich über die verschiedensten Dinge Gedanken vorher.
45:43Nicht zuletzt, was habe ich an? Was habe ich wann an?
45:46Und ich weiß noch, ich hatte diesen grünen Hosenanzug an, der wirklich, der ganz schick aussah irgendwie.
45:51Ist nicht mein Lieblingsoutfit, aber es war okay, aber der war so steif und so eng genäht,
45:56dass ich auch immer nur, ich wurde wie so aufgebahrt Backstage
45:59und dann wurde ich so auf die Bühne geschoben.
46:02Dann habe ich kurz Hallo und herzlich Willkommen
46:03und dann habe ich mich wieder nach hinten gelegt, so, weil ich mich nicht bewegen konnte.
46:18Für mich der größte Songcontest-Moment war der Beginn der Eröffnung mit den Philharmonikern.
46:3210.000 Leute in der Halle und der Countdown läuft, das war my moment.
46:56Und ganz einfach dieses Gefühl zu haben, ich habe da mitgeholfen, dass das Ganze so funktioniert.
47:04Kurz bevor das Finale losgegangen ist, bin ich da gestanden mit meinem Team
47:09und wir haben das intern Revue passieren lassen und haben uns überlegt,
47:13wir haben 20.000 E-Mails bekommen in diesen, ich glaube, wahrscheinlich in den letzten sechs Monaten war der Großteil davon.
47:21Und wie das Finale losgegangen ist, war keins davon unbeantwortet.
47:26Da geht diese fantastische Bühne auf.
47:32Es funktioniert einfach alles perfekt, die Stimmung ist großartig
47:36und da war ich nur mehr, also, ergriffen und stolz.
47:47Lydia Beitsch, die schon einmal einen Eurovision Song Contest, den Klassik Song Contest gewonnen hat,
47:52die dann den Udo Jürgens, also Messie Cherie spielt.
47:55Es hat einige Gespräche mit Udo Jürgens gegeben, der natürlich als das große Vorbild dargestanden ist.
48:06Und er war sperrig, wie wir wissen, dem ganzen Song Contest gegenüber.
48:11Die Conchita hat ihm gefallen.
48:13Dass dieser Mann dann irgendwie überhaupt nicht warst, wer du bist und dann auch noch gratuliert,
48:18das war schon ziemlich groß.
48:20Ich glaube, für meine Oma war das auch sehr aufregend.
48:23Ich habe meine Arbeit am Song Contest in Wien 2015 dem Udo Jürgens gewidmet.
48:28Inset, schneid auf ihn, 20, Inset weg.
48:34Und noch kein Egel, haben wir nicht.
48:36Euer 17.
48:38Achtung für den Neuen.
48:39So ein Schlüsselerlebnis, das ich hatte, war, als ich mit dem besten Designer der Welt,
49:04mit dem Florian Wider zusammengesessen bin, in einem Gasthaus in einem Gürtel,
49:11hat der Florian gesagt, wie fangen wir denn die Show an?
49:14Und ich habe gesagt, ja super wäre, wenn die Conchita quasi durch die Stadthalle fliegt.
49:21Und das war so als Spaß gemeint.
49:24Und dann hat der Florian gesagt, genau das machen wir.
49:26Und hat dann einen Zettel genommen und einen Bleistift und hat aufgezeichnet,
49:30wie die Conchita durch die Stadthalle fliegen wird.
49:34Wenn die das auszupacken.
49:44Ladies and gentlemen, welcome your host, Miriam, Alice and Arabella.
49:55Ja, wir mussten am Anfang singen, Gott sei Dank aber nicht live.
49:59Also das hat uns rausgerissen und wir hatten auch viele Background-Stimmen.
50:05Also die Moni Ballwein hat da auch mitgesungen.
50:06Also man konnte Gott sei Dank unsere Stimmen nicht ganz rausfiltern.
50:10Wobei, ich rede jetzt von mir, also meine Stimme, glaube ich, hat man nicht ganz rausgehört,
50:14was dem Ganzen gut getan hat.
50:15Da war so viel Liebe im Raum.
50:25Alle wollten dort sein und du standest da als Moderatorin und ich habe das Gefühl gehabt,
50:29das sind alles meine Freundinnen und Freunde da unten.
50:32Und das war so, ich hätte die alle abknutschen können.
50:34Die Conchita fliegt wirklich durch die Stadthalle.
50:40Nicht vergenossen, muss ich erst.
50:42Das, was wir uns in einem Beisel ausgedacht haben,
50:46haben wir dann in die Stadthalle umgesetzt und für 220 Millionen Zuschauer dann übertragen.
50:54Was ich unbedingt wollte, dass wir nicht more of the same but bigger machen,
51:01sondern dass wir uns was Spezielles einfallen lassen.
51:04Dann die Intervall-Acts, also das, was in der Pause passiert.
51:07Mit dem Martin Grubinger, eine geniale Idee von der Kati Zechner.
51:24Bis zu den Klöcklern, bis zu den Trachtengruppen, der Schönberg Chor.
51:35Das war alles, ich habe da schon Gänsehaut gekriegt,
51:55weil das war schon, wir haben uns schon irgendwie musikalisch vorgestellt, auch der Welt.
51:59Was ich mochte, ist, dass das schon eine eigene Identität hatte.
52:02Das war schon ganz klar der österreichische Song Contest.
52:05Wir haben keinen Bund gekriegt.
52:34Wir waren da, die Mac Macs.
52:35Die waren schon besser als Nullpunkte, auf jeden Fall.
52:38Ja, es war schon schade, weil ich meine, die Jungs haben einen guten Song geliefert.
52:56Ja, was soll man sagen?
52:58Jetzt können wir noch in einem Kimmhauch gefressen sein.
53:00Ich war total enttäuscht.
53:03Vielleicht hat man ihnen ein bisschen angemerkt, dass ihnen das nicht so Spaß macht, wie den anderen Künstlerinnen und Künstlern, die da sind.
53:11Das war in dem Fall wirklich sehr schade, weil, wie du sagst, das war das erste Mal, dass die Österreicher oder die Gastgeber nicht einmal einen Ehrenpunkt bekommen haben.
53:22Das war schon ein bisschen bitter.
53:23Das hat mich auch ein bisschen enttäuscht und mir auch leid getan für die Mac Macs.
53:28Es war einfach, das muss man sagen, keine gute Nummer.
53:30Die Energie war irgendwie, die konnten sie nicht auf der Bühne rüberbringen, weil sie es sonst auch abseits der Bühne nicht so hatten.
53:48Aber vielleicht war es auch einfach nicht die Zeit für eine Ballade in dem Sinn und brennendem Klavier und vielleicht hätten wir die eine oder andere Fontäne mehr am Klavier benötigt.
54:01Ich finde aber schon, wir hätten so ein paar Punkte verdient.
54:03Da bin ich auch noch ein bisschen angefressen.
54:06Als Eventveranstalter muss einer Letzter werden.
54:10Es gab einen Sieger und der hieß nicht Österreich.
54:13Das waren die sehr letzten Punkte und jetzt ist es offiziell.
54:17Der Winner des 60. Eurovision Song Contest ist Sweden!
54:23Also das war eine ganz, ganz große Entlastung, sozusagen, wie diese Show dann zu Ende war und ein irrer Jubel entstanden ist.
54:34Es war auch ein guter Sieger, der in Wien gewonnen hat und wir uns dann wirklich in die Arme gefallen sind
54:42und alle Zores, die es in diesem einen Jahr gegeben hat und ein Jahr ist verdammt kurz für so ein großes Event, waren vergessen.
54:49Wir waren wirklich als Family, als Gruppe total high.
54:54Ich bin dann dort mit meinen engsten Mitarbeitern gestanden und war einfach wahnsinnig stolz.
55:00Mein Song Contest Moment war eigentlich der, als ich irgendwann am Sonntag in der Früh die Aftershow Party verlassen habe.
55:10Also für mich war es auf jeden Fall der schönste Song Contest, aber gleichzeitig auch der anstrengendste.
55:15Ich finde, der Song Contest 2015 war ein absoluter Erfolg.
55:20Also jeder, der dabei war, hat hier ein Erlebnis fürs Leben gehabt.
55:26Und es war echt schön.
55:28Du, und es reden auch in der Song Contest Bubble alle immer noch von diesem Song Contest,
55:32weil es super organisiert war.
55:35Vom Essen schwärmen sie alle, die Stadt war so schön, die Unterkunft, die Wege waren relativ kurz.
55:39Es haben alle einfach geliebt.
55:41Auch in der Eurovision haben wir ein Beispiel dafür gestellt, wie man das machen kann
55:46und gilt heute noch in der Branche oder in der Familie der Öffentlich-Rechtlichen als einer der Vorzeige Song Contests.
55:55Wir haben gelernt, dass so ein Großevent Kräfte freisetzt, von denen man vorher vielleicht auch noch nichts wusste.
56:02Wenn ich meine natürlich patriotische Rosa-Brille abnehme, wo ich mir sage, alles ist super und wir haben uns so bemüht
56:08und es war so viel Arbeit, dann bleibt über das, was mir meine Kommentatorenkollegen erzählt haben, nämlich super.
56:14Der kam super an.
56:15Also ich werde wirklich jetzt auch noch laufend darauf angesprochen, dass viele Journalisten in den Pressesenters jetzt zu mir herkommen und sagen,
56:25du, Wien, das war so super und das war einer der schönsten Song Contests, die ich je erleben durfte und ich hatte dort wirklich eine tolle Zeit.
56:33Wir konnten zeigen, dass wir auch das größte Unterhaltungsevent der Welt austragen können.
56:37Ich glaube, dass das Land auch nervös war.
56:39Ui, kennen Sie das beim ORF?
56:41Und ich glaube, danach war so ein bisschen der Befund, das haben Sie eigentlich ziemlich gut gemacht, der ORF.
56:46Good morning Australia, it was lovely having you and goodnight Europe!
56:55We are the heroes of our time, heroes, oh.
57:02Das war eine Sternstunde des österreichischen Farbfernsehens.
57:05Und ich glaube, man kann auch mit Stolz sagen, ja, der in Wien ist sicher ganz oben im Ranking.
57:11Also an sich wäre die zweite Möglichkeit, Song Contests zu machen, natürlich großartig.
57:26Ob ich das familiär zustande bringen würde, diesen Irrsinn noch einmal zu machen, weiß ich nicht.
57:32JJ sollte gewinnen, dass Wien wieder Austragungswert wird.
57:36Wenn wir gewinnen sollten?
57:39Ich wäre bei jeder Show dabei.
57:42Aber ich würde mir ganz regulär Tickets kaufen.
57:46Den Legal Advisor würde ich nicht mehr machen.
57:48Aber der oder diejenige, die den Legal Advisor machen würde, würde ich sehr, sehr gerne mit guten Tipps zur Verfügung stehen.
57:56Das macht man nur einmal im Leben, finde ich.
57:59Und mit dem, jetzt weiß ich ja auch, was einem erwartet, schon auch deshalb würde ich es nicht mehr machen.
58:06Wenn JJ das ganze Ding für uns gewinnt, dann müsste er als erster Andy Knoll auf der Liste stehen, um den Song Contest zu moderieren, diesmal, glaube ich.
58:17Und ich mache aber gern mit.
58:20Wenn mich noch einmal jemand da sehen will, dann mache ich voll gern noch einmal mit, weil es einfach eine Riesengaude ist.
58:26Das hat mich auch für mich gefreut, wenn wir gewinnen, weil wir moderieren dann.
58:29Das habe ich schon ausgemacht mit allen Verantwortlichen beim ORF.
58:32Wobei, heute wüsste ich noch nicht, wo wir das Geld hernehmen.
58:37Aber den Weg werden wir dann schon gemeinsam gehen.
58:53Wien hat sich angefühlt wie eine Zugabe. Zugabe ist immer das Schönste.
58:58Merci, merci.
59:02Merci für die Stunden, chérie, chérie, chérie, unsere Liebe war schön, so schön.
59:19Merci, chérie, merci, chérie, merci.
59:34Merci, chérie, chérie, chérie, chérie, chérie, chérie, chérie, chérie, chérie.
59:42Voilà, c'est Udo Jürgen qui vient de chanter sa chanson, qui a triomphé ce soir.
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