00:00Eine von Global Family organisierte Weinlesung mit Eva Billesich und Andrea Händler,
00:04so jung und unbedarft wie seinerzeit im Kultfilm Muttertag-Commands Heidnimmerzaum,
00:08die Damen, dafür umso reicher an Erfahrungsschatz,
00:11der freizügig ausgebreitet wird am Tirchel für die Gäste.
00:15Und dabei können alle das eine oder andere gute Glas Erlwein dazu genießen.
00:19Also bitteschön, die Hochsprach, Westen auszirgen und willkommen im Salon Helgas am Schräglagen,
00:25Tiefgüngen und einer Portion Wiener Schmäh,
00:27der so locker drauf sitzt wie der Milchschaum auf der Melausch.
00:30Mit einer Vielzahl an besonderer Weine,
00:32die Kretenzt wurden wie zum Beispiel Anobis Cuvée 1217 Blondonors Extra Brut 2018
00:37oder Wiener Gemischtersatz DRC 2024.
00:41Dies alles und ein kurzweiliger Vortrag von Diplom-Sommelier Natascha Maria Quester
00:45machten diesen Abend im Scharni-Hauptbahnhof zu einem unvergesslichen Erlebnis
00:48und dies für die gute Sache.
00:50Jetzt sind wir gar nicht unten gelandet.
00:53Kübel, frage ich ihn auch konisch.
00:56Nur so schnell kann ich gar nicht schauen,
00:59schießt es meinen Mann aus den Mund,
01:02sein ganzer Magen in,
01:03heute trifft sie gerade unseren Mund.
01:09Ich glaube, ich bin im vorsten Film.
01:11Der Mops fängt da zu wienzeln,
01:13und dreht sich völlig verstört im Kreis,
01:16im Gras und auf Wut gehen.
01:18Das kann ich mir jetzt beinseln.
01:22Ich kann das Tier nicht leiden sehen
01:24und muss jetzt
01:26ihn angreifen.
01:30Ich bopse beherzt,
01:32obwohl man krasst,
01:34und tue es im Boot einseuf.
01:37Dann tue ich im Mops noch trockenreiben,
01:41gebe ihm sein Lieblingsfutter
01:42und kümmere mich noch an meinen Mann,
01:45anstelle seiner Mutter.
01:48Umziehen muss ich mich auch noch einmal.
01:50Mein Gewand hat schwer gelitten.
01:53Ich kann mir die Frage nicht vergreifen.
01:55Sag einmal, was hat die gestern Gründen?
01:59Ja, es ist blöd.
02:01Ich bin zu spät.
02:02Und ihm ist schlecht.
02:03Das ist Geschichte am Recht.
02:05Nur unser armes Mopsi-Tier,
02:07das kann doch wirklich nichts dafür.
02:09Alles nur nicht eben.
02:11Das ist der große Gegensatz zu unserer Gegend.
02:13Weinrieder, sehr flach.
02:15Oberwaldesdorf, sehr flach.
02:18Aber Steiermark,
02:19Vulkanland, Südsteiermark,
02:21da geht es richtig schön hügelig zu.
02:23Und was man nicht vergessen darf,
02:25ein falscher Schritt,
02:27und man ist im Nachbarland.
02:31Hektisch am Ektisch.
02:33Wie ist das große jetzt Ausdruck?
02:38Ich habe auch gebrüht.
02:40Ohne Kontakt jetzt.
02:45Hektisch am Ektisch.
02:48Beim Wirten rennt der Kerl sich in eine Hektik.
02:53Der Kerl übrigens.
02:55Das ist ein anderer Kerl.
02:56Er geht es halt einfach um die Dialektik.
03:00Es ist nicht alles so,
03:02wie es einem Trott scheint,
03:03und Gegensätze kehren,
03:05findet er vereint.
03:08Er sagt,
03:09In jedem Servers liegt der Vierte,
03:12in jedem Anfang schon des End.
03:15Wir drudeln ständig im Dazwischen,
03:18wo sie echt kein Sohn auskennt.
03:21Er schreit,
03:22Sie tun so souverän.
03:24Seid's mir nett,
03:25das ist ja weh.
03:27Nur die Wahrheit ehrlich gesagt,
03:28ist doch,
03:29dass keiner irgendwas packt.
03:33Der Wirt ist zwar eine gute Haut,
03:35nur wird der Kerl jetzt wirklich laut.
03:39Also sagt er Wirt lieber her.
03:41Kommt denn aus bitte sehr.
03:44Seid's nicht hektisch am Ecktisch.
03:47Keine Brösel am Sessel.
03:50Sitzen's locker am Hocken.
03:53Bleiben's entspannt auf der Bank.
03:56Liegen's im Öl im Foteu.
04:00Kommen's mit dem Schmäh in die Hege.
04:03Follen's mit dem Rum wieder um.
04:06Und jetzt,
04:07Gusch.
04:10D'accord.
04:10Wir haben jetzt wirklich wunderbare Momente verbracht.
04:16Was macht diesen Dialekt überhaupt so aus?
04:20Den Dialekt macht aus,
04:21dass er authentisch ist
04:22und dass das einfach unser Spruch ist.
04:24Wir sind Wiener.
04:25Kann's auch, gell?
04:26Da haben wir nicht das Gefühl,
04:28dass es ein bisschen verloren geht jetzt.
04:29Ja, es geht auf jeden Fall verloren.
04:31Vor allem bei den jungen Leuten,
04:33weil die eben hauptsächlich
04:35vorm Computer sitzen.
04:36Und Anglizismen verwenden.
04:38Das auch.
04:39Aber natürlich auch eher
04:40die norddeutsche Sprache.
04:44Das ist so diese Intentität,
04:47die man damit hat.
04:48Also wenn man das hört.
04:50Aber ich meine,
04:51das hat doch meine Oma
04:51schon anders gesprochen als ich.
04:53Also ich kann manche Ausdrücke
04:54auch nicht mehr sagen,
04:56weil ich mich leider nicht mehr erinnern kann.
04:58Aber ich weiß,
04:58wir versuchen das rauszuholen noch manchmal.
05:01untereinander zu pflegen
05:02auch eigentlich diesen Dialekt
05:04und auch diese alten Ausdrücke.
05:08Also was weiß ich.
05:09Meine Oma zum Beispiel hat gesagt,
05:11du kannst mich im Mondschein begrüßen.
05:13Ich meine, das ist so super.
05:15Eine so schöne Umschreibung für
05:18du kannst hingehen.
05:20Aber es ist wunderbar.
05:22Nur als Beispiel gibt es ganz viel.
05:24Wobei der einfache Begriff Leihwand
05:26ist ja fast da keiner mehr gekriegt.
05:28Naja, das ist gerade einer,
05:30den wir die meisten kennen,
05:31würde ich sagen.
05:33Aber ich kenne auch nicht
05:34viele junge Leute.
05:35Ich kann nichts sagen.
05:37Nein, zum Beispiel.
05:38Ich meine, ich habe zwei Kinder.
05:39Das sind 15 Jahre alt.
05:40Das Unterschied.
05:42Mein Boah ist der Ältere.
05:43Der kann noch den Wiener Dialekt.
05:45Meine Tochter,
05:46die 15 Jahre jünger ist.
05:48Wenn die versucht,
05:49den zu sprechen,
05:49dann lachen wir alle sehr,
05:51weil wir einfach merken,
05:53sie gibt sich Mühe.
05:54Aber es kommt nicht ganz so,
05:56wie es eigentlich sollte.
05:57Und das,
05:58obwohl sie mich als Mutter hat.
05:59Ich meine,
05:59ich habe natürlich nicht
06:00und ich bin ja ein Chamäleon,
06:02weil ich bin auf der anderen Seite
06:04am 10. aufgewachsen
06:06und kann natürlich wirklich
06:07diesen Ur-Wiener Dialekt.
06:10Ich bin aber in St. Ursula in Mauer
06:11in die Schule gegangen
06:12und abgesehen ganz,
06:14also von der Schauspielausbildung,
06:15wo du auch Hochdeutsch sprechst,
06:17oder Bühnendeutsch sprechen lernst,
06:19aber ich kann das sofort umschalten.
06:22Und nachdem ich mit meiner Tochter
06:23immer so einen Mischmasch geredet habe,
06:25ist sie natürlich nicht wirklich
06:27mit dem Wiener Dialekt.
06:29So aufgewachsen wie ich.
06:30Und ich kenne das natürlich genauso,
06:31weil auch ich eine Klosterschülerin bin.
06:33Also auch ich bin in St. Christiana gegangen,
06:36in die Hofzeile,
06:37aber daheim bei der Oma im 9. Bezirk
06:40mit dem Klo am Gang noch in der Wohnung,
06:42Zimmerkugelkabinett,
06:44da hat es eine andere Sprache gegeben
06:46und ich bin dann überhaupt
06:47durch Österreich gekommen,
06:48Steiermark, also ich kann ein paar Dialekte.
06:51Mittlerweile.
06:52Umso mehr, umso besser.
06:53Das ist halt der Sonne,
06:54da kann ich auch nichts tun.
06:56Was war das jetzt?
06:58Das ist traulerisch.
06:59Das ist Zillertal.
07:00Alles klar.
07:01Eine wunderbare Sache.
07:03Ja, ich hoffe,
07:04der Dialekt bleibt noch lange gehalten.
07:05Es gibt wunderbare Ausdrücke.
07:06Wir müssen daran arbeiten,
07:08wir alle,
07:08indem wir den auch pflegen.
07:11Das ist die einzige Möglichkeit.
07:13Wer kennt heute noch
07:14den Pumfie nicht, oder?
07:15Keiner mehr.
07:16Naja, ein paar.
07:17Die alte Garde,
07:18wir schon.
07:20Wunderbar.
07:20War wunderbar zuzuhören.
07:22Tolle Sache.
07:23Danke recht herzlich.
07:24Gerne.
07:24Wir haben wieder
07:25eine ganz, ganz tolle Veranstaltung
07:27von Global Family
07:28und wirklich wunderbare Vortragende.
07:31Also das ist ja wirklich
07:31kurzweilig gewesen heute.
07:34Ja, die Andrea Kendra
07:35und Eva Bülisch
07:36haben sofort zugesagt
07:37und ich bin ganz, ganz sicher,
07:40dass das Publikum
07:41ist total begeistert
07:42von heutiger Arbeit.
07:44Absolut.
07:44Hat dir auch gefallen?
07:46Perfekt sogar.
07:47Ich liebe diese Mundart.
07:48Also das ist etwas Herrliches.
07:49Ja, also für mich,
07:50also ich komme aus Pollen,
07:51wie du weißt,
07:52es waren kurze Momente,
07:55wo ich habe mich
07:55wirklich voll konzentrieren müssen,
07:57aber eigentlich
07:58die 75 Prozent
07:59habe ich fast alles verstanden.
08:01Und was auch ganz interessant war,
08:03wir haben heute wirklich
08:03auch sehr viel über Wein erfahren.
08:05vor allem,
08:06ich kenne mir ein bisschen aus
08:07bei Wein,
08:07aber ich arbeite wirklich
08:08sogar neue Sachen.
08:09Ja, also das war auch
08:10für uns beide,
08:11für mich und für den Karl
08:12eine tolle Lektion
08:13und wir haben festgestellt,
08:15dass in Zukunft
08:17machen wir noch mehr
08:18solche Veranstaltungen
08:19auf diese Art.
08:20Ja, es war sehr informativ
08:22und man hat gesehen,
08:23die Leute haben sich wohlgefühlt
08:24und ich glaube,
08:24auf das kommt es an.
08:25Ja, also ich werde mich auch
08:27voll wühlen,
08:27weil ich werde ein Glas Wein trinken,
08:29aber ich bin seit bestimmter Zeit
08:31bei Wasser,
08:32aber trotzdem habe ich das
08:33ganz lustig gefunden.
08:34Wunderbar.
08:35Und der Zweck wird erfüllt,
08:37es ist wirklich für einen guten Zweck.
08:39Ja, also das ist
08:40für Global Family Charity Resort.
08:42Also ich habe aktuell
08:43auf der Liste
08:4445 betroffene Familien,
08:47für die muss man den Urlaub organisieren.
08:49Und kann man nicht vergessen,
08:50viele Familien aus dem Freienhaus
08:52müssen wir persönlich abholen,
08:54in Hotel bringen,
08:55dann wieder nach Hause.
08:56Also wir sind dankbar
08:57für jede Euro.
08:59Ich verstehe.
08:59Dann sage ich recht herzlichen Dank,
09:01es war wieder ein wunderbarer Abend.
09:02Dankeschön, danke.
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