00:00Mit dem 1 zu 1 in Tottenham hat sich die Eintracht eine sehr vielversprechende Ausgangslage
00:06verschaffen für das Rückspiel nächste Woche, wo ich glaube, dass die Eintracht dann mit dem
00:11Publikum im Rücken im Waldstadion im Spiel nach vorne auch noch mal eine ganz andere Wucht entfalten
00:16kann, dann sicherlich noch mehr aufpassen muss vor schnellen Gegenstößen. Heute war es so,
00:21dass die Eintracht zunächst sehr gut ins Spiel gekommen ist, gleich in den ersten Minuten einige
00:25wichtige, gute Zweikämpfe gewonnen hat. Folgerichtig fiel dann auch die Führung. Danach hat sich die
00:31Eintracht ein bisschen zu sehr hinten reindrängen lassen, nicht so viel Entlastung geschaffen.
00:36So wirklich gefährlich wurde es außer beim Ausgleich in der ersten Halbzeit aber auch nur selten.
00:40Kurz vor dem Pausen befährt der Frankfurt dann wiederum selbst in Führung gehen können nach
00:44einem schön herausgespielten Konter. Insgesamt muss man sagen, gerade in der zweiten Halbzeit gab es
00:48dann zu wenige von diesen Kontermöglichkeiten, von diesen Entlastungschancen. Tottenham dann in der
00:54Phase 55. bis 60. Minute mit vier Hochkarätern. Da hatte die Eintracht großes Glück, nicht mit
00:59ein oder sogar zwei Toren in Rückstand zu geraten. Andererseits muss man sagen, kurz davor stand Barroja
01:05frei im Strafraum, versucht auch noch mal quer zu spielen. Hätte er selbst auch bis 2-1 schießen
01:09können. Also die Eintracht hatte durchaus auch ihre Möglichkeiten. Hatte dann aber hinten mit
01:13Kaua Santos auch einen Torwart, der heute wieder bis auf ein paar kleinere Wackler seinen Ball am Fuß hatte.
01:18Ein sehr, sehr starkes Spiel, einen sehr starken Torwart, einen sehr starken Rückhalt, der ein paar wirklich
01:23fantastische Bälle gehalten hat und auch bei hohen Bällen die gewohnte Ruhe ausgestrahlt
01:28hat und damit eben auch die Vorderleute gestärkt hat. Insgesamt muss man sagen, gab es halt schon
01:35ein paar Spieler, die nicht an ihr Leistungsmaximum gekommen sind. Auf der rechten Seite Jean-Matteo
01:39Barroja, der vielleicht von dieser großen Atmosphäre und diesem großen Spiel heute auch sich hat
01:44beeindrucken lassen. Das war sowohl defensiv als auch offensiv nicht gut. Hat da Christensen zu wenig
01:49unterstützt nach hinten und nach vorne kein gutes Spiel gemacht. Mario Götze war auch nicht so der
01:55Dreh- und Angelpunkt, der er in der Rückrunde jetzt schon öfter war, konnte offensiv kaum Impulse
02:00setzen. Also da ist noch Luft nach oben. Nächste Woche ist damit zu rechnen, dass dann auch
02:04Ansgar Knauf wieder spielen kann auf dem rechten Flügel. Ich glaube, mit dem im Anlaufen, mit seiner
02:09ganzen Powerdynamik und auch der größeren Erfahrung, die er trotz junger Jahre schon hat, wäre das auch
02:14heute schon ein anderes Spiel gewesen. So ein bisschen ertappt man sich natürlich auch auf der Tribüne
02:18dabei, bei dem Gedanken, was das für ein Spiel gewesen wäre, wenn die Eintracht noch ein Oma-Mamouche
02:23in ihren Reihen wüsste. Dann hätte man sicherlich noch mehr Entlastungsmomente schaffen können. So war
02:28Ekiti Kee schon sehr auf sich allein gestellt, hat es prima gemacht, ein wunderschönes Tor erzielt und
02:34ja, aber er alleine da vorne ist dann halt auch zu wenig, um für mehr Entlastung zu sorgen. Insofern positiv das
02:41Ergebnis, der Kampf, generell die Leistung bleibt als positives Fazit. Die Mannschaft hat sie einen
02:48richtigen Fight geliefert. Eben das, was man natürlich auch erwarten kann in einem Viertelfinale,
02:52ganz klar. Also es war eine deutliche Steigerung gegenüber dem Spiel gegen Werder Bremen und nächste
02:57Woche dürfen sich alle Fans darauf freuen, auf dieses große Spiel, auf dieses große Rückspiel.
03:02Vielleicht wieder auf eine magische Nacht in Frankfurt. Das Halbfinale ist ein absolut realistisches
03:07Szenario jetzt, auch wenn ich, wie eingangs gesagt, ein Fifty-Fifty-Spiel erwarte. Aber das ist ja für die Eintracht
03:13erstmal eine prima Geschichte, dass man hier so unbeschadet rausgeht mit dem 1 zu 1 und dann
03:17nächste Woche alles in der eigenen Hand hat und keinen Rückstand aufholen muss.
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