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  • vor 1 Jahr
Die EU-Außenminister beraten heute in Brüssel über die Lage in Syrien nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad. Brüssel will erste Kontakte zur islamistischen HTS-Miliz knüpfen, die Assad gestürzt hatte. Unterdessen traf der UN-Sondergesandte für Syrien zu Gesprächen in Damaskus ein.

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Transkript
00:00Vor gut einer Woche endete die jahrzehntelange Herrschaft der Assad-Familie in Syrien.
00:06Nun hat die Europäische Union angekündigt, mit der neuen islamistischen Führung des Landes Kontakt aufnehmen zu wollen.
00:13Der für Syrien zuständige EU-Botschafter, der während des Bürgerkriegs in Beirut saß,
00:18werde demnach im Laufe des Tages in Damaskus erwartet.
00:23Unser Spitzendiplomat in Syrien wird heute nach Damaskus reisen.
00:27Wir werden dort Kontakte knüpfen und auch mit den Außenministern über den Grat des Engagements und das weitere Vorgehen diskutieren.
00:34Ich denke also, dass wir, was die übliche Arbeitsweise der Europäischen Union angeht, recht schnell waren.
00:41Bisher unterhält die EU keinen Kontakt zur islamistischen Gruppe Hayat Tahrir al-Sham, kurz HTS, die Assad gestürzt hatte.
00:49Die EU stuft die HTS nach Vorbild der Vereinten Nationen als Terrorgruppe ein und hat Sanktionen gegen sie verhängt.
00:57Die HTS-Miliz war ursprünglich aus der Al-Nusra-Front hervorgegangen, dem syrischen Ableger des Terrornetzwerkes Al-Qaida.
01:05Die HTS hat nach eigenen Angaben seit 2016 keine Verbindungen mehr zu Al-Qaida und bemüht sich, dieser Tage ein gemäßigtes Bild abzugeben.
01:15Unterdessen traf der UN-Sondergesandte für Syrien Geir Pedersen mit dem HTS-Anführer Mohamed al-Jolani in Damaskus zusammen.
01:23Dabei ging es zum einen um eine Anpassung einer UN-Resolution aus dem Jahr 2015.
01:29Zum anderen habe al-Jolani die Notwendigkeit betont, sich nun auf die territoriale Einheit Syriens, den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Entwicklung zu konzentrieren.
01:40Er wies auch darauf hin, wie wichtig es ist, ein sicheres Umfeld für die Rückkehr von Flüchtlingen zu schaffen und dafür wirtschaftliche und politische Unterstützung zu leisten.
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