00:00Die US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Kamala Harris nehmen in der
00:05Außenpolitik teils entgegengesetzte Positionen ein. Während der Republikaner
00:10Trump America First propagiert, hält die Demokratin Harris die Bündnistreue hoch.
00:19Harris und Trump sind beide entschlossene Unterstützer Israels. Harris
00:23machte klar, dass die USA unter ihrer Führung Israel weiterhin mit Waffen
00:27beliefern würden. Zugleich betont sie aber das Recht auf Selbstbestimmung der
00:31Palästinenser. Auch Trump stellt sich klar an die Seite Israels. Er empfahl dem
00:36Land die iranischen Atomanlagen zu bombardieren.
00:39Als Präsident werde Trump alles unternehmen, um den Nahen Osten zu
00:43befrieden, sagte sein Wahlkampfteam.
00:49Beim Thema Ukraine-Krieg sind die Positionen von Trump und Harris
00:53entgegengesetzt. Bei einem Wahlsieg Trumps wäre absehbar, dass die USA
00:57Waffenlieferungen an die Ukraine einstellen. Trump verspricht ein schnelles
01:01Ende des Krieges herbeizuführen. Das würde vermutlich bedeuten, dass die
01:05Ukraine zur Abgabe des von Russland besetzten Territoriums gezwungen wäre.
01:10Harris hingegen hat nie einen Zweifel an der US-Unterstützung für die Ukraine
01:14gelassen, die so lange wie nötig geleistet werde.
01:17Angesichts des russischen Angriffskriegs stünden die USA fest an der Seite der
01:22Ukraine.
01:25Harris gilt als starke Befürworterin der multilateralen Zusammenarbeit und der
01:31NATO. Die USA hätten eine Verpflichtung gegenüber der NATO, sagte sie einmal. Aus
01:36ihrer Sicht wäre es dumm, die globalen Allianzen der USA zu gefährden.
01:40Trump fordert von den Verbündeten hingegen mehr Geld für ihre eigene
01:44Verteidigung auszugeben. Andernfalls würden die USA im Falle
01:47eines russischen Angriffs nicht helfen, sagte Trump. Damit stellt er die
01:51Beistandspflicht des Bündnisses in Frage.
01:57Sowohl die Republikaner als auch die Demokraten sehen in China die größte
02:02Herausforderung für die USA. In seiner ersten Amtszeit erhöhte Trump die Zölle
02:06und zettelte so einen Handelskrieg mit China an.
02:09Diese Zölle sollen in Zukunft aus der Sicht von Trump massiv ausgeweitet
02:13werden. Taiwan will Trump nur dann schützen, wenn das Land dafür bezahlt.
02:18Die Regierung von Präsident Joe Biden und Vizepräsidentin Harris hat die von
02:23Trump eingeführten Zollerhöhungen beibehalten und verschärft. Ende September
02:27traten weitere Erhöhungen in Kraft, die vor allem Elektroautos, Batterien, Chips
02:32und etliche Rohstoffe betreffen.
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