00:00Wahlkampf an einem symbolträchtigen Ort. Eine Woche vor der US-Präsidentschaftswahl
00:05spricht die demokratische Kandidatin Kamala Harris vor zehntausenden Anhängern in einem
00:10Park südlich des Weißen Hauses in Washington. An dem Ort, an dem ihr derzeitiger republikanischer
00:16Rivale, der damalige Präsident Donald Trump, im Januar 2021 seine fanatischen Anhänger mit
00:23erfundenen Wahlbetrugsvorwürfen zum Sturm auf das Kapitol aufgestachelt hatte. In ihrer Rede,
00:29die sie als eine Art Schlussplädoyer ihres Wahlkampfes angekündigt hatte, wirft Harris
00:34Trump erneut vor, nach unkontrollierter Macht zu streben und die USA zu spalten.
00:39Er sei besessen von Rache. Er würde im Falle seiner Wahl zunächst eine Liste mit Feinden
00:45erstellen. Ich werde im Falle meiner Wahl eine Liste mit Aufgaben erstellen. Sie wolle die
00:53Präsidentin aller Menschen in den USA werden, sagt Harris. Trump wolle Andersdenkende bekämpfen,
00:58sie dagegen werde Gegner an ihren Tisch holen. Sie wolle ihre Aufgaben als Präsidentin mit
01:03Freude und Optimismus angehen. Bei ihren Anhängern kommt das gut an. Es war toll,
01:09mitreißend, positiv, strahlend. Einfach schön zu sehen, wie die nächste Generation aussieht
01:15und das Kapitel Donald Trump zu schließen. Der Ausgang der Wahl am kommenden Dienstag
01:20ist offen. Harris und Trump liefern sich in Umfragen ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Vor
01:26allem die sieben sogenannten Swing States stehen im Fokus. Trump sprach auf einer Kundgebung in
01:31Pennsylvania. Abermals äußerte er scharfe Kritik an der Migrationspolitik. Die USA seien aufgrund
01:38der Einwanderung zu einem, so wörtlich, Mülleimer geworden. Zugleich behauptete er erneut, die
01:44Demokraten könnten die Wahl nur durch Betrug gewinnen. Bei dem Urnengang am Dienstag wird
01:50eine äußerst hohe Wahlbeteiligung erwartet. Zahlreiche US-Bürger haben bereits von der
01:55Möglichkeit der vorzeitigen Stimmabgabe Gebrauch gemacht.
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