00:00 Wer ist sie? Marie de Plessis.
00:09 Ach, du kennst sie? Ehemals Alphonsine Plessis, ex-comtesse de
00:14 Perregaux. Unsere Chamäleondame.
00:18 Ich wollte, dass dich meine Freunde kennenlernen. Da ich irgendwann doch mit all diesen Männern
00:32 ins Bett gehen werde, war deine Entscheidung wohl richtig.
00:37 Plessis, verlangst du mir Geld? Sie ist meine Tochter.
00:44 Ich kann sie wieder mitnehmen, wenn ich will. Schick sie wieder nach Hause! Schick sie
00:52 nach Hause! Schick sie zu Bernier zurück! Weg mit dem Kranz! Gib her!
01:00 Und die Bedingungen? Ich werde nur ihren Titel benutzen. Für ein
01:09 Rendezvous mit einer Comtesse werden die Herren noch mehr zahlen müssen.
01:19 Diese Süßigkeiten hat ihr jemand heute Abend zum Geburtstag geschenkt.
01:22 Die Nussbonbons sind in 1000-Franc-Scheine eingewickelt. Und die Pfefferminzbonbons in
01:31 100-Franc-Scheine. Weißt du, woran man eine erfolgreiche Maitresse
01:41 erkennt? Nicht etwa in ihrer Theaterloge, an ihren
01:45 Brillanten, Kutschen und Pferden, sondern an ihrem jungen Gelebten, den sie stets verborgen
01:51 hält. Und mit dem sie all ihr Geld durchbringt.
01:55 Schließlich kostet er mich auch einiges. Du hast mich gehabt wie keiner zuvor.
02:06 Sie war keine Comtesse-Madame, aber sie stand über dem Metier, das sie ausgeübt hat.
02:24 Die Reserven bei der Bank Dauphin sind fast aufgebraucht.
02:26 Und der Grund bin ich? Ja. Meine Mutter ist Stickerin gewesen.
02:33 Die Frau des großen Alexandre Dumas? Sie war nicht seine Frau, ich bin ein Bastard.
02:37 Und ich bin eine Prostituierte. Wie schön du bist, oh Freundin. Dein wundervolles
02:49 Haar leuchtet wie eine Ziegenherde. Schön wie eine Taube sind deine Augen.
02:53 Ein Scharlachband sind deine Lippen. Und wie Granatäpfel deine Wangen.
02:58 Deine Brüste sind wie zwei junge Lilien. Und deine Liebe ist lieblicher als Wein.
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