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  • vor 7 Jahren
Kommentar zu Psalm 10: PSALM 10
schildert seinem Hauptinhalt nach den Zustand der Dinge in den letzten Tagen, bis Jehova zum Gericht aufsteht, und im Besonderen den Charakter des Gesetzlosen (denn an seinem Charakter wird er erkannt), und dieser Charakter wird besonders in dem Juden gefunden. Man vergleiche Jesaja 40–48 mit Jes 49–58; in dem einen Abschnitt ist besonders von Abgötterei und Babel die Rede, in dem anderen von der Verwerfung des Messias – den zwei Hauptsünden (gegen Jehova und Seinen Gesalbten), die das Gericht über die Juden bringen. Der Gesetzlose handelt in seinem Stolz nach dem Sichtbaren, während der Gerechte durch den Glauben an das, was Jehova ist, durch den Glauben an Ihn, in seinem Tun geleitet wird. Der Gesetzlose rühmt sich des Gelüstes seiner Seele und schätzt den glücklich, welchen Jehova verabscheut. Er verfolgt gewissenlos seine Pläne, indem er den Elenden durch List zu verderben sucht, und denkt, dass Gott denselben vergessen habe. Wie gut kann Christus dem Überrest in diesen Umständen helfen! Die Elenden schreien unter dem Druck; warum steht Jehova fern und verbirgt Sich in der Zeit der Drangsal? Freilich sind diese Elenden noch weit entfernt von den Leiden, in denen Christus Sich befand; doch geht sozusagen der Schatten dieser Leiden über sie hin; aber sie können auf Gott hoffen. So rufen sie in Vers 12 zu Gott, dass Er Seine Hand erheben und der Elenden nicht vergessen möge; warum sollte der Gesetzlose Gott verachten? Jehova hat es gesehen und wird vergelten; der Arme übergibt sich Ihm.

Der Schluss des Psalmes, von Vers 16 an, rühmt das Eingreifen Jehovas als Antwort auf das Schreien der Elenden sowie die daraus entstehenden Folgen. „Jehova ist König immer und ewiglich; die Nationen sind umgekommen aus seinem Lande.“ Das ist das öffentliche Gericht. Dann kommt das Geheimnis Jehovas: „Den Wunsch der Sanftmütigen hast du gehört.“ Er hat ihr Herz befestigt, und dann hat Sein Ohr aufgemerkt; und die Folge davon ist das Gericht, indem Er Richter ist für die Waise und den Unterdrückten, damit der Mensch, der von der Erde ist – der, welcher seine Kraft und Hoffnung auf der Erde hat –, hinfort nicht mehr schrecke.

Psalm 10 nach Luther 1964.

https://www.sermon-online.de/search.pl?lang=de&id=3224&title=&biblevers=&searchstring=&author=0&language=0&category=0&play=0&tm=4

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