Auf Hawaii kann der Blick aufs Smartphone für Fußgänger künftig teuer werden: Als erste Stadt in den USA stellt Honolulu surfen, SMS schreiben oder andere Ablenkungen durch elektronische Geräte auf dem Zebrastreifen unter Strafe.
Beim ersten Mal ist ein Bußgeld von bis zu 35 Dollar (30 Euro) fällig, wird man mehrmals erwischt, steigt die Strafe auf bis zu 99 Dollar. Das Verbot gilt laut US-Medien nicht nur für Handys und Smartphones, sondern auch für Tablets und Videospiele.
Anlass für das Gesetz war die Zahl der getöteten Fußgänger im Straßenverkehr. Aufgrund Schätzungen der Bundesstaaten starben im vergangenen Jahr fast 6000 Fußgänger auf US-Straßen. Sollte sich das bewahrheiten, wären das fast elf Prozent mehr als das Jahr davor. Für Kritiker ist das Handyverbot ein Eingriff in das Privatleben und bedeutet Überregulierung.
Honolulus Bürgermeister Kirk Caldwell hatte bei der Unterzeichnung des Gesetzes im Juli gesagt, er wünsche sich manchmal, dass er gewisse Gesetze nicht erlassen müsse: “Ich wünsche mir, dass vielleicht der gesunde Menschenverstand siegt, aber manchmal fehlt uns der gesunde Menschenverstand.”
#Smombies – beim Strassen-Überqueren aufs #Smartphone gucken? Kostet in #Honolulu / #Hawaii https://t.co/m3sEYsy58w— Jürgen Auer – (@JuergenAuer) 25. Oktober 2017
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